6ABX12 Ein Sohn (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron/ProSieben, sofern es nicht dabei um eine Übersetzung des englischen Transkripts handelt. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden und dürfen nur nicht-kommerziell verwendet werden. Und dienen zur Zugänglichmachung zugunsten behinderter Menschen sowie zur Verwendung als Zitat. Wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.

Anmerkung von CayceP: Dies hier ist eine Übersetzung des Originals, keine Abschrift der deutschen Episode.



6ABX12 Ein Sohn
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen



Foto eines jungen Bill Mulder und eines jungen CSM. Mulder spricht über die Szene.

MULDER: Zwei Männer, jung, idealistisch - das gute Produkt einer Generation, die durch den Weltkrieg abgehärtet wurde. Zwei Väter, deren Wege sich in einer neuen Schlacht kreuzen würden - ein unsichtbarer Krieg zwischen einem schweigenden Feind und einem schlafenden Riesen von einer Größe, die alle historischen Konflikte in den Schatten stellt. Ein fünfzigjähriger Krieg, dessen Schlachtfelder auf den unvermeidlichen globalen Holocaust lauern.

Das Bild in Flammen geht über in die Rückblende eines großen Hangars auf einem Luftwaffenstützpunkt mit jüngeren Syndikatsmitgliedern.


13. Oktober 1973
22.56 Uhr


MULDER: Es war der Anbruch des Armageddon. Und während die Welt ahnungslose, unwissende Zuschauer des Trubels des jahrzehntelangen Kampfes zwischen Himmel und Erde war, gab es diejenigen, die sich auf das Ende vorbereiteten; die die Größe und Macht des Feindes maßen und vor der Wahl standen: stehen und kämpfen oder sich dem Willen eines furchterregenden Feindes beugen. Oder zu kapitulieren - sich zu ergeben und zu kollaborieren. Sich selbst zu retten und die Hand des Feindes aufzuhalten. Männer, die glaubten, dass der Sieg die Abwesenheit der Niederlage und das Überleben die ultimative Ideologie war ... egal wie groß das Opfer war.

Ein helles Licht erscheint an einem Ende des Hangars. Ein junger CSM geht nach vorne und legt eine gefaltete amerikanische Flagge nieder. Mehrere kleine graue Außerirdische nähern sich.


Szenen aus der vorherigen Episode 6ABX11 Zwei Väter Mulders Wohnung. Mulder zielt mit seiner Waffe auf Cassandra Spender. Scully protestiert lautstark.

CASSANDRA: Erschießen Sie mich jetzt, bevor es zu spät ist!

SCULLY: Mulder?!

CASSANDRA: Schießen Sie!

Mehrere Leute in Gefahrenschutzanzügen schlagen die Tür ein und betreten die Wohnung mit Schläuchen, die mit voller Wucht auf Mulder, Scully und Cassandra gerichtet sind.

MULDER: Wer sind Sie?

CDC-MITARBEITER: Runter! Runter mit Ihnen!

MULDER: Wer sind Sie?!

CDC-MITARBEITER: Runter! Runter! Auf den Boden!

MULDER: Was ist denn hier los?!

CDC-MITARBEITER: Runter auf den Boden! Runter auf den Boden!

MULDER: Wer sind Sie?!

CDC-MITARBEITER: Runter! Runter! Runter!

Mulder, Scully und Cassandra legen sich alle auf den Boden, während die Schläuche auf sie einprasseln. Einer der CDC-Männer nagelt mit Druckluft eine Plastikfolie an die Tür, um das Loch zu verdecken, das ihr Eintritt hinterlassen hat.

MULDER: Wer sind Sie?

CDC-MITARBEITER: Wir sind von den Centers for Disease Control. Bleiben Sie ruhig und zu Ihrem eigenen Besten, wo Sie sind. Sie werden in eine Quarantäneeinrichtung transportiert, sobald wir die Umgebung sichern können.

SCULLY: Quarantäne weshalb?

Diana Fowley betritt die Wohnung, auch sie trägt einen Gefahrengutschutzanzug.

DIANA FOWLEY: Eine Infektion. Eine Infektion unbekannten Ursprungs.

Mulder steht nackt unter einem Duschkopf, die Augen geschlossen, während das Wasser auf ihn niederprasselt. Die Kamera schwenkt herum und zeigt Scully in einer Kabine neben ihm, die ebenfalls still unter dem Strahl steht. Eine niedrige Wand trennt die beiden. Das Wasser schaltet sich ab. Mulder dreht sich zu Scully und blickt kurz auf sie herab. Sie sehen sich kurz an. Scully wendet sich ab.


Später. Mulder und Scully, die jetzt in medizinische Kasack und Hosen gekleidet, aber immer noch sehr nass sind, werden von einem Technikerpaar auf Radioaktivität untersucht.

MULDER: Das muss ein Irrtum sein. Ich habe mich für die Aromatherapie-Behandlung angemeldet.

SCULLY: Werden wir mit jemandem sprechen können, der uns sagen kann, was das alles soll?

Die Radioaktivitätstechniker gehen weg.

MULDER: Was glaubst du denn, wo wir hier sind?

SCULLY: Ich denke, basierend auf unserer Reisezeit, wahrscheinlich in Fort Marlene. Hochrisiko-Dekontamination und Quarantäne.

Zwei medizinische Fachkräfte, ein Arzt für Mulder, eine Ärztin für Scully, kommen mit medizinischen Sets herein und beginnen, die Agenten zu untersuchen. Diana Fowley, nun nicht mehr in einem biologischen Schutzanzug, kommt herein. Scully ist während der ganzen Szene sehr defensiv.

DIANA FOWLEY: Ich möchte dich um Verzeihung und Verständnis bitten und mich in aller Bescheidenheit dafür entschuldigen, wie das alles abgelaufen ist. Ich hatte nicht viele Möglichkeiten. Ich schulde auch deine Nachbarn eine Entschuldigung. Es wird eine Weile dauern, bis sie wieder ins Gebäude können. Wir handeln immer noch nach einem CDC Ebene-Vier Quarantäneprotokoll.

SCULLY: Basierend auf welchen Informationen?

DIANA FOWLEY: Dass Cassandra Spender sich mit einem hochansteckenden Überträgerorganismus infiziert hat, der einen spontanen Zellzusammenbruch und einen Zerfall verursacht.

SCULLY: Was?

DIANA FOWLEY: Sie war und ist das einzige überlebende Opfer eines nicht näher spezifizierten medizinischen Experiments, das sieben Ärzte in einem gewaltsamen und unerklärlichen Brand getötet hat.

MULDER: Wer hat dich angerufen?

DIANA FOWLEY: Agent Spender.

SCULLY: Wo ist Cassandra?

DIANA FOWLEY: Sie ist isoliert, bis zu einer vollständigen und zufriedenstellenden medizinischen Beurteilung.

SCULLY: Cassandra Spender war tagelang in einer allgemeinen Krankenhausumgebung. Wir haben uns mit ihr getroffen, und trotzdem rufen Sie aus einer Laune heraus das dritte Bataillon an (Anmerkung: Das 3rd Battalion ist bei den US-Streikristen üblicherweise eine taktische Spezialeinheit, nicht unähnlich der GSG 9 in Deutschland)'.' Das ist ungerechtfertigt und höchst verdächtig, was das Motiv angeht.

Mulder versucht zu intervenieren, vorsichtig.

MULDER: Scully ...

DIANA FOWLEY: Welcher Motive verdächtigen Sie mich?

SCULLY: Ihre Isolierung von Cassandra.

DIANA FOWLEY: Sie ist Patientin Null.

SCULLY: Hier ist niemand krank oder infiziert. Ich meine, das nehme ich an, wenn man bedenkt, dass Sie hier hereinspazieren und Entschuldigungen anbieten, die als Erklärungen getarnt sind.

Mulder, etwas durchsetzungstärker.

MULDER: Scully ...

SCULLY: Mulder, ich möchte Cassandra sehen.

DIANA FOWLEY: Ich sagte Ihnen doch - sie ist isoliert.

SCULLY: Ja, und ich bin Ärztin.

DIANA FOWLEY: Die auf unbestimmte Zeit von ihrer Position beim FBI suspendiert ist. (Anmerkung: Und das hat mit Scullys medizinischer Ausbildung und Qualifikation genau was zu tun?)

Scully zieht wütend die Blutdruckmanschette von ihrem Arm und schreitet aus dem Raum. Mulder und Diana Fowley sehen sich gegenseitig an.


Später. Scully öffnet einen Spind und nimmt die schlichte graue Kleidung heraus, sieht sie angewidert an und legt sie zurück in den Spind, als Mulder den Umkleideraum betritt.

SCULLY: Die haben unsere Kleidung verbrannt.

MULDER: Hey ... Ich habe gehört, grau ist das neue schwarz.

SCULLY: Mulder, das stinkt, und nicht nur, weil ich denke, dass diese Frau eine ... nun, ich denke, du weißt, was ich denke, was diese Frau ist.

Mulders Antwort ist sarkastisch.

MULDER: Nein. Tatsächlich verbirgst du deine Gefühle sehr gut.

SCULLY: Agent Spender ruft die Centers for Disease Control an? Mulder, da ist doch nur jemand, der seine Position ausnutzt, um eine Hightech-Entführung der Regierung zu inszenieren.

MULDER: Offenbar nicht. Ich habe gerade mit AD Skinner gesprochen. Er war im Krankenhaus, als Cassandra verschwunden ist. Er hat gehört, wie Spender mit den CDC telefoniert hat.

SCULLY: Aber sie war nicht krank, Mulder. Ich meine, das Bemerkenswerte ist, dass es ihr gut ging.

MULDER: Warum ist sie dann in meine Wohnung gekommen und hat verlangt, getötet zu werden?

SCULLY: Wegen all dem, was man ihr angetan hatte. Wegen der Tests, wegen der medizinischen Experimente und dem Implantat, das ihr in den Nacken eingesetzt wurde - das Gleiche, was mit mir gemacht wurde. Sie will nur, dass es aufhört. Und ich sage dir, die haben sie entführt, damit es weitergehen kann.

MULDER: Nein. Es wird nicht weitergehen. Das muss es auch nicht mehr. Sie weiß, was sie ist, Scully. Deshalb ist es so gefährlich für sie, am Leben zu sein. Deshalb kam sie in meine Wohnung und bat darum, getötet zu werden.

SCULLY: Was ist sie?

MULDER: Ich glaube, sie ist diejenige, Scully.


East 46th Street
New York City


Konferenzraum des Syndikats. Krycek hält eine Krankenakte in der Hand.

KRYCEK: Ich habe alle medizinischen Unterlagen aus dem Krankenhaus geholt. Die Ärzte, die sie untersucht haben, bevor sie geflohen ist, sagen uns, dass Cassandra Spender der Höhepunkt von 25 Jahren der größten Bemühungen dieser Gruppe sein könnte.

3RD ELDER: Deshalb haben die Rebellen zugeschlagen. Sie haben versucht, sie zu töten.

KRYCEK: Sie haben alle außer ihr getötet. Sie schlugen zu, um sie am Leben zu halten - um uns davon abzuhalten, sie zu töten.

1ST ELDER: Was wollen die Rebellen?

3RD ELDER: Uns vernichten. Sie wissen, dass, wenn die Außerirdischen von Cassandra erfahren, die Kolonisierung beginnen wird.

4TH ELDER: Wir müssen Cassandra zerstören.

CSM: Nein. Die Kolonisierung soll beginnen. Wir müssen Cassandra ausliefern. Um uns selbst zu retten.

4TH ELDER: Bill Mulder war dagegen. Er sagte, das wäre unser tragischer Fehler.

CSM: Bill Mulder opferte seine einzige Tochter, weil er wusste, dass dieser Tag kommen würde. Welche Wahl haben wir ... wenn Sie wollen, dass Ihre Familien überleben? Wenn wir wollen, dass die, die wir geopfert haben, zu uns zurückkehren?


Fort Marlene
Dekontaminationsanlage
21.02 Uhr


Mulder betritt einen verlassenen Gang. Er trägt einen Anzug, der ihm viel zu klein ist, und weiße Socken. Sehr albern. Er sieht eine weibliche Pflegefachkraft mit sehr langen weißen Haaren.

MULDER: Hallo? Hallo? Oh, oh, Ma'am. Diese Schuhe? Sie sind ... sie sind zwei Größen zu klein. Ich habe mich gefragt, ob ich ein ...

Die weibliche Pflegefachkraft verschwindet.

MULDER: Ein Paar, das passt, bekommen könnte, vielleicht?

Am Ende des Gangs sieht Mulder eine Frau in einem Krankenhausnachthemd, die sich aus dem Blickfeld duckt. Er humpelt/rennt ihr hinterher. Er betritt ein Labor und sieht sich um.

MARITA: Ich darf nicht mit Ihnen gesehen werden.

MULDER: Marita?

Marita Covarrubias zeigt sich. Sie sieht schlecht aus - Haare ungekämmt, das Gesicht ist faltig und müde, die Augen rot umrandet.

MARITA: Wenn die mich mit Ihnen erwischen, werden die mich diesmal umbringen.

MULDER: Wer?

MARITA: Der Raucher ... seine Gruppe.

MULDER: Was haben die mit Ihnen gemacht?

MARITA: Tests. Schreckliche, schreckliche Tests.

MULDER: Wie die Tests an Cassandra Spender?

MARITA: Nein. Nein, Cassandra Spender ist Teil eines Programms, das schon seit 25 Jahren läuft. Ein Hybridprogramm.

MULDER: Was waren dann die Tests an Ihnen?

Marita ist verbittert.

MARITA: Ich wurde mit dem Alien-Virus infiziert - dem schwarzen Öl. Meine Tests waren für den Impfstoff dagegen ... der im Geheimen entwickelt wurde.

MULDER: Im Geheimen vor den außerirdischen Kolonisten. Das Hybridprogramm war in Zusammenarbeit mit den Aliens, aber die Verschwörer hatten nie die Absicht, erfolgreich zu sein ... die Arbeit zu beenden.

MARITA: Sie wollten Zeit gewinnen.

MULDER: Um einen Impfstoff herzustellen und eine Waffe zu bauen.

MARITA: Aber dann passierte Cassandra Spender.

MULDER: Sie ist die Erste, nicht wahr? Sie ist der erste erfolgreiche Alien/Mensch-Hybrid.

MARITA: Wenn sie das ist ... und die Aliens erfahren, dass ein Hybrid existiert ... wird die Kolonisierung des Planeten beginnen. Und das wird nicht aufzuhalten sein.


Cassandra Spender ist auf einer Trage in einem Raum mit vielen medizinischen Geräten gefesselt. Jeffrey Spender kommt mit Fowley herein.

CASSANDRA: Jeffrey. Jeffrey. Jeffrey.

SPENDER: Mom ... Wie geht's dir?

CASSANDRA: Äh, gut. Warum halten die mich hier fest?

SPENDER: Ich halte dich hier fest, weil du hier sicher bist.

CASSANDRA: Sicher vor wem?

SPENDER: Du weißt schon, vor wem. Vor meinem Vater.

CASSANDRA: Du kannst mich nicht vor ihm beschützen.

SPENDER: Das kann ich, Mom, und das werde ich auch. Es wird keine weiteren Tests an dir geben.

CASSANDRA: Du verstehst das nicht. Du verstehst das mit mir nicht.

SPENDER: Das tue ich. Ich verstehe jetzt alles.

Fowley wird immer interessierter an dieser Diskussion und hört im Hintergrund zu.

CASSANDRA: Du verstehst nicht, was passieren wird ... was mit dir passieren wird, wenn sie mich finden. Du musst mich gehen lassen.

SPENDER: Die werden dir nur wieder wehtun, Mom.

CASSANDRA: Ja. Du musst sie lassen. Oder alle werden sterben. Alle. Jeffrey ... bitte ...

Spender geht zur Tür, Fowley geht und Spender wirft einen Blick auf seine Mutter und geht dann ebenfalls.

CASSANDRA: Jeffrey ... Jeffrey! Jeffrey ...

Spender verlässt den Raum und schließt die Tür hinter sich.


Büro der Lone Gunmen. Ein Summen ertönt an der Tür. Frohike schaltet ein altes Radio aus, geht dann zur Tür und schließt alle acht Schlösser auf und öffnet die Tür für Mulder.

MULDER: Das Neueste in Sachen Haussicherheit.

FROHIKE: Hey, wenn die da durch wollen, müssen die an mir vorbeikommen.

MULDER: Ich habe einen Anruf von Scully bekommen. Sie sagte, es sei dringend.

Mulder betritt das Büro. Alle drei Gunmen sind anwesend und auch Scully in einem schicken schwarzen Rollkragen-Ensemble.

SCULLY: Ich bitte dich, mich anzuhören, bevor du irgendwelche Einwände erhebst. Mulder, ich habe sie gebeten, alles über Diana Fowley herauszufinden, was sie können.

Mulder seufzt.

MULDER: Ich habe keine Zeit für so etwas.

SCULLY: Mulder, sie hält dich zum Narren.

MULDER: Ich kenne sie, Scully. Du kennst sie nicht.

SCULLY: Du kanntest sie. Du tust es nicht mehr. Ich denke, wir können dir das beweisen.

BYERS: Sie nahm 1991 eine Stelle in der ausländischen Anti-Terrorismus-Einheit des FBI an. Sieben Jahre in Europa.

Mulder verschränkt die Arme, Körpersprache für "Ich schließe mich von dieser Diskussion aus"!

SCULLY: Und doch gibt es in den FBI-Akten nicht eine einzige Information über ihre Aktivitäten.

Mulder gibt ein sarkastisches, melodramatisches Keuchen von sich.

MULDER: Ich hoffe, du hast etwas mehr als das, um sie anzuklagen.

SCULLY: Reiseaufzeichnungen, die aus Flugpassagierlisten stammen, die aus ihren FBI-Akten gelöscht wurden. Ausgedehnte Reisen durch Westeuropa. Fast wöchentliche Reisen nach und aus Tunesien.

MULDER: Mit dem Ziel, was zu tun?

LANGLY: Das konnten wir uns nicht erklären, bis wir durch Zufall das hier fanden.

FROHIKE: Mutual UFO-Netzwerkprotokolle.

MULDER: MUFON.

SCULLY: Special Agent Diana Fowley vom FBI hat jede europäische Niederlassung besucht und Daten über weibliche Entführte gesammelt.

MULDER: Sie sammelt also Daten. Große Sache.

SCULLY: Oder versteckt sie.

MULDER: Scully, du lehnst dich da ziemlich weit aus dem Fenster.

SCULLY: Mulder, als ich entführt wurde, wurde mir ein Chip in den Nacken eingesetzt. Als ich auf eine MUFON-Gruppe stieß, die aus Frauen bestand, die die gleichen Erfahrungen gemacht hatten. (siehe 3X09

MULDER: Du willst also andeuten, dass Diana diese Entführten überwacht? Diese Tests überwacht?

SCULLY: Du sagtest mir, dass Cassandra Spender die entscheidende Testperson ist - diejenige, die alles beweisen könnte. Und dennoch, wer überwacht sie? Mulder, ich kann beweisen, was du behauptest, oder ich kann es widerlegen, aber nicht, wenn Diana Fowley uns daran hindert, sie überhaupt zu sehen. Mulder, frage dich, warum es keinerlei Informationen über Special Agent Diana Fowley gibt. Warum sollte sie plötzlich wieder in dein Leben treten, wenn du der Wahrheit näher bist als je zuvor. Ich meine, du ... du bittest mich, niemandem zu trauen, und doch vertraust du ihr einfach so.

MULDER: Weil du mir bisher keinen Grund gegeben haben, es nicht zu tun.

Lange Pause. Frohike und Byers schauen von ihm weg.

SCULLY: Nun, dann kann ich dir nicht mehr helfen.

Scully geht von den Gunmen weg und bleibt neben Mulder stehen.

MULDER: Scully, du machst das zu etwas Persönlichem.

SCULLY: Weil es persönlich ist, Mulder. Denn ohne das FBI ist persönliches Interesse alles, was ich habe. Und wenn du mir das wegnimmst, dann gibt es keinen Grund für mich, weiterzumachen.

Mulder sieht ihr nach, als sie aus dem Büro geht.


Watergate Apartments
19:04 Uhr


Mulder geht aus dem Aufzug hinaus und den Gang entlang, wobei er die Türnummern überprüft. Er klopft an eine der Türen.

MULDER: Diana? Diana?

Es kommt keine Antwort. Mulder holt sein Dietrich-Set heraus, öffnet die Tür und betritt die Wohnung. Er schaltet seine Taschenlampe ein und sieht sich in der Wohnung um. Er findet eine Stange Zigaretten in einer Schublade und Unterwäsche in zwei anderen Schubladen. Er zieht seine Waffe, als sich die Tür wieder öffnet und der Raucher eintritt. Mulder zielt mit seiner Waffe auf ihn.

MULDER: Tut mir leid. Niemand zu Hause.

Der CSM steckt sich eine Zigarette in den Mund.

MULDER: Was machen Sie denn hier?

CSM: Die Tür war offen. Ich bin reingekommen.

MULDER: Interessanter Umgang, den Sie pflegen.

CSM: Nicht interessanter als Ihr offensichtlicher ... ah ... Dessous-Fetisch.

Mulder stößt den Raucher in einen Sessel.

MULDER: Fühlen Sie sich selbstsicher, C.G.B.? Ja, ich kenne Ihren Namen. Ich kenne Ihr Spiel und ich habe nichts zu verlieren.

CSM: Ich erinnere mich, dass ich Sie schon einmal über Lauf einer Waffe hinweg beobachtet habe, Agent Mulder. Damals konnten Sie nicht abdrücken. (siehe [[2X08 ]]) Was lässt Sie glauben, dass Sie es jetzt können?

Mulder spannt die Waffe.

CSM: Ich bin hier, um meinen Sohn zu suchen.

MULDER: Warum?

CSM: Weil er mich verraten hat. Er hat sich für die falsche Seite entschieden. Er hat sich entschieden, an Ihre Sache zu glauben.

MULDER: Das setzt voraus, dass meine Sache falsch ist.

CSM: Oh, das ist sie, Agent Mulder. Sie ist es.

MULDER: Ich bin nicht derjenige, der unschuldige Menschen - unschuldige Frauen - als Laborratten benutzt, um einen Hybriden - einen Alien/Mensch-Hybriden - zu erschaffen, damit ich meinen eigenen Arsch retten kann, wenn sie endlich vorbeischauen!

Der CSM lächelt.

MULDER: Sie finden das amüsant?!

CSM: Ihr Vater war auch dagegen, damals, '73. Der einsame Abweichler. Aber er ist zur Vernunft gekommen. Und hat Ihre Schwester Samantha aufgegeben.

MULDER: Er hat meine Schwester nicht aufgegeben. Er wurde dazu gezwungen. Sie haben ihn dazu gezwungen.

Der CSM lacht.

CSM: Oh, Sie irren sich, Agent Mulder. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie falsch Sie liegen. Wie sehr Sie sich schon immer geirrt haben. Wir hatten zugestimmt, mit den außerirdischen Kolonisten zu kooperieren. Durch einen Mehrheitsbeschluss der Gruppe, für die Ihr Vater und ich arbeiteten. Eine Gruppe, die sich im Außenministerium zu einem Projekt zusammenfand, das bis 1947 zurückgeht, bis Roswell.

Rückblende zum jungen Bill Mulder, der 1973 wütend auf die anderen Syndikatsmitglieder im Hangar zugeht.

CSM: Aber die Abstimmung hat das geändert. Sie änderte alles. Wir waren nicht länger an eine Regierungsbehörde gebunden. Wir würden jetzt privat operieren, mit unserem eigenen Projekt. Das war der Einwand Ihres Vaters: Dass wir uns mit den außerirdischen Kolonisten verbünden würden.

MULDER: Zu Ihrem eigenen egoistischen Zweck.

CSM: Wir haben eine Alien-Invasion verhindert.

MULDER: Nein, nein, nein, Sie haben es nur geschafft, sie zu verschieben.

CSM: Wir haben Milliarden von Leben gerettet.

MULDER: Sie haben diese Leben aufgeschoben, damit Sie allein überleben können!

CSM: Nein, Agent Mulder, damit Sie es können. Das ist genau das, was Ihr Vater nicht erkannt hat. Er schimpfte auf uns und unsere Pläne, als der Prozess bereits begonnen hatte. Während die Gruppe den schmerzhaftesten Opfern zugestimmt hatte. Opfer, die ... von niemandem sonst jemals verlangt werden würden.

Rückblende auf eine Gruppe von Kindern und die junge Cassandra, die eilig durch einen Hangar gehen.

MULDER: Sie haben ihnen Ihre Kinder gegeben! Sie haben ihnen Ihre Ehefrau gegeben! Sie haben sie weggeschickt ... als wären sie Dinge.

CSM: Wir haben sie weggeschickt, Agent Mulder, weil es das Richtige war, was wir getan haben.

MULDER: Sie haben sie weggeschickt, damit an ihnen getestet zu werden.

CSM: Wir haben sie weggeschickt, damit sie zu uns zurückkommen. Verstehen Sie denn nicht?

Rückblende: Die Türen des Hangars öffnen sich. Ein helles Licht ist zu sehen und die Kinder und die junge Cassandra gehen hinein. Die Ältesten schauen traurig zu.

CSM: Sie dürfen nicht glauben, dass diese Entscheidungen leichtfertig getroffen wurden. Es waren die schmerzhaftesten Entscheidungen unseres Lebens. Die Gesichter unserer Familien zu sehen ...

Das Licht aus der Rückblende verwandelt sich in Mulders Taschenlampe, die immer noch in CSMs Gesicht leuchtet.

MULDER: Sie sind ein Lügner. Meine Schwester wurde nicht aus irgendeinem Hangar entführt. Sie wurde aus unserem Haus entführt, direkt vor meinen Augen.

CSM: Weil Ihr Vater die Notwendigkeit zu spät erkannt hat. Dass auch er eines seiner Kinder den außerirdischen Kolonisten überlassen musste. Die Aliens haben darauf bestanden. Nur so konnten sie uns das Einzige geben, was wir brauchten.

Rückblende von Ärzten inm biologischen Schutzanzügen mit dem Alien-Fötus aus 1X23 Das Labor.

CSM: Die eine Sache, ohne die wir nicht weitermachen konnten. Der außerirdische Fötus würde uns das außerirdische Genom liefern ... die DNS, mit der wir einen menschlichen Hybriden erschaffen könnten. Eine neue Rasse, Agent Mulder. Ein außerirdisch-menschlicher Hybrid, der den Holocaust überleben könnte. Damit Sie überleben können. Und Ihre Schwester wiedersehen.

Mulder senkt seine Waffe und geht weg.

MULDER: Und jetzt haben Sie es geschafft?

CSM: Durchaus. Trotz alledem.

Er nimmt eine Zigarette heraus.

CSM: Der Plan war, Zeit zu schinden, Widerstand zu leisten.

MULDER: Um heimlich an einem Impfstoff zu arbeiten.

CSM: Das war die Idee Ihres Vaters. Die Alien-DNS zu benutzen, um einen Impfstoff herzustellen. Um alle zu retten. Die Welt. Das war der Grund, warum er mitmachte. Aber jetzt ist es zu spät. Die Kolonisierung wird beginnen. Es wird eine Abfolge von Ereignissen geben. Wegen eines massiven Ausbruchs des Alien-Virus, der von Bienen übertragen wird, wird der Notstand ausgerufen werden. Und die Übernahme wird beginnen. Ich muss nur noch Cassandra übergeben.

MULDER: Das können Sie nicht tun.

CSM: Wir wurden von den gesichtslosen Rebellen gezwungen. Wir haben keine andere Wahl.

MULDER: Halten Sie es jetzt auf oder ich werde es beenden.

CSM: Nein, Agent Mulder. Sie werden es nicht auf halten. Nicht, wenn Sie Ihre Schwester wiedersehen wollen.

MULDER: Sie stoppen es ... oder alle sterben.

Der CSM steht auf.

CSM: Nein. Ich lebe. Sie leben ... um Ihre Schwester wiederzusehen. Das ist es, was Ihr Vater erkannt hat. Das ist es, was Sie als Sohn Ihres Vaters erkennen werden. Oder Sie sterben vergeblich mit dem Rest der Welt.

Mulder blickt auf ein gefaltetes Stück Papier in der Hand des Rauchers.

CSM: Retten Sie sie. Rette Sie selbst.

Der Raucher übergibt Mulder den Zettel und geht aus der Wohnung. Mulder sieht sehr beunruhigt aus.


East 46th Street
New York City


Spender betritt den Konferenzraum des Syndikats. Er ist bis auf Krycek menschenleer.

KRYCEK: Sie suchen nach Ihrem Vater. Er ist weg. Sie sind alle weg.

SPENDER: Aber sie kommen zurück?

KRYCEK: Nein. Nein, sie sind für immer gegangen.

SPENDER: Wie meinen Sie das?

KRYCEK: Nun, sie haben diese Büros aufgegeben.

SPENDER: Aber sie sind schon seit 50 Jahren hier.

KRYCEK: Ich glaube, Sie verstehen es nicht.

SPENDER: Wohin sind sie denn gegangen?

KRYCEK: Nach West Virginia. Sie werden von den Kolonisten transportiert und beginnen mit den medizinischen Vorbereitungen, um die Hybridgene zu erhalten. Mit Ausnahme Ihres Vaters. Er ist unterwegs, um Ihre Mutter zu holen.

SPENDER: Keiner kommt an sie ran. Ich habe sie in Sicherheit gebracht.

KRYCEK: Sicherheit? Er hat sie bereits durch seine Ärzte untersuchen lassen.

SPENDER: Ich habe sie unter Bewachung gestellt.

KRYCEK: Sie wird wahrscheinlich gerade vorbereitet, während wir sprechen, Jeffrey.

Spender geht schnell weg.


Cassandras Krankenzimmer. Die Ärzte kommen mit einer Injektionsnadel herein.

CASSANDRA: Was wollen Sie jetzt?

ARZT: Lehnen Sie sich einfach zurück, Cassandra. Wir entfernen nur ...

CASSANDRA: Lasst mich in Ruhe. Lasst mich in Ruhe!

ARZT: Cassandra. Lehnen Sie sich zurück. Entspannen Sie sich. Es wird leichter sein.

CASSANDRA: Verdammt noch mal. Hilfe! Lasst mich in Ruhe! Oh nein, Sie werden mich nicht betäuben! Nein, betäuben Sie mich nicht!

ARZT: Drehen Sie sie auf die Seite, bitte. Drehen Sie sie auf die Seite.

CASSANDRA: Nein! Nein! Nein, nicht! Verdammt noch mal! Mistkerle!

Sie geben ihr eine Injektion. Der Raucher betritt den Raum.

CASSANDRA: Der größte Bastard von allen.

CSM: Ich brauche ein paar Minuten.

Die Ärzte gehen hinaus. CSM zündet sich eine Zigarette an.

CASSANDRA: Sie hinterfragen es nie, oder?

CSM: Was?

CASSANDRA: Deine Macht und Autorität ... Wo du in Wirklichkeit doch so ein Feigling bist.

CSM: Ich ... Ich bin in der Hoffnung gekommen, dass wir über die Zukunft sprechen können ... nicht über die Vergangenheit.

CASSANDRA: Da bin ich im Nachteil ... da du mir die Vergangenheit gestohlen hast.

CSM: Ich werde mich nicht verteidigen. Außer ... außer zu sagen, dass ... wir jetzt nur wegen dem hier sind, was ich getan habe. Das ist der Grund dafür.

CASSANDRA: Ich weiß es jetzt. Erst jetzt. Aber so viele Jahre lang habe ich es nicht verstanden - all die Entführungen und die Tests - dass du es warst.

CSM: Ich habe sie angeordnet, ja. Aber es war nie meine Absicht, dir zu schaden. Es war, um dich zu retten. Und Jeffrey.

CASSANDRA: Du kannst unseren Sohn nicht retten. Er weiß, was du mir angetan hast.

CSM: Ich habe dich gerettet.

CASSANDRA: Es gibt nur einen Weg, ihn zu retten. Es gibt nur eins, was du tun musst.

Der Raucher ist den Tränen nahe.

CSM: Ich kann dir das nicht antun. Ich kann es nicht.

CASSANDRA: Ich muss sterben oder alle sterben. Nein! Nein!

Der Raucher verlässt schnell den Raum.


Mulder sitzt immer noch in Fowleys Wohnung, als sie eintritt und sich erschrickt.

DIANA FOWLEY: Meine Güte.

MULDER: Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht erschrecken.

DIANA FOWLEY: Fox, was machst du hier?

MULDER: Nichts. Nicht das Geringste.

Fowley schaltet das Licht an.

MULDER: Ich bin hierhergekommen, um nach Beweisen zu suchen.

DIANA FOWLEY: Wovon redest du?

MULDER: Beweise dafür, dass du mich angelogen hast - dass du andere Loyalitäten als mir oder den X-Akten gegenüber hast.

DIANA FOWLEY: Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein, Fox. Nichts.

MULDER: Ich habe nichts gefunden, Diana. Aber etwas hat mich gefunden.

DIANA FOWLEY: Was?

MULDER: Die Bestimmung. Das Schicksal. Wie auch immer es genannt wird, wenn man ... wenn man erkennt, dass die Entscheidungen, die man im Leben zu treffen glaubte, bereits getroffen wurden.

Fowley setzt sich auf die Kante des Couchtisches vor Mulder.

DIANA FOWLEY: Fox, was ist hier passiert?

MULDER: Der Vater des jungen Jeffrey Spender hat dir einen Besuch abgestattet. Der Raucher kam auf der Suche nach seinem Sohn, der nun den vergeblichen Kampf, der früher meiner war, gegen seinen Vater aufgenommen hat.

DIANA FOWLEY: Warum vergeblich?

MULDER: Weil da nichts zu machen ist. Und irgendwann muss man einfach akzeptieren, dass die einzige Möglichkeit für die, die man liebt, zu überleben, die ist, dass man aufgibt.

Mulder reicht ihr den Zettel, den er vom Raucher erhalten hat - auf dem El Rico Air Force Base steht.

MULDER: Das ist der Ort, an dem alles beginnt. Dort müssen wir sein, wenn wir es überleben wollen.

Fowley beugt sich vor und küsst ihn sanft auf die Lippen. Mulder legt seine Arme um ihre Schultern, unterbricht den Kuss, hält sie aber immer noch fest.


Fort Marlene
22:13 Uhr


Eine Medizinische Einrichtung. Spender betritt das Zimmer, in dem Cassandra Spender festgehalten wurde. Er schaut frustriert auf das leere Bett. Marita Covarrubias tritt ein.

MARITA: Bitte helfen Sie mir. Sie werden mich hier zurücklassen.

Spender ist nervös.

SPENDER: Bitte bleiben Sie weg von mir. Ich kann Ihnen nicht helfen.

MARITA: Sie packen alles zusammen. Sie kommen nicht mehr hierher zurück. Ich kenne Sie. Ich kann Ihnen helfen.

SPENDER: Sie können mir nicht helfen.

MARITA: Ich weiß, wo die sie hinbringen. Ich weiß, wie sie sie mitnehmen. Sie müssen mir vertrauen, Jeffrey.

Ein Arzt zieht eine Schutzausrüstung an und betritt einen Raum - Kryolabor - Purity Control. Er holt den Alien-Fötus aus dem flüssigen Stickstoff und legt ihn in einen anderen Behälter. Die weißhaarige weibliche Pflegefachkraft betritt den Raum.

ARZT: Schließen Sie die Tür. Dies ist ein hochsensibler Bereich. Gehen Sie zurück. Es besteht ein hohes Kontaminationsrisiko für Sie. Verlassen Sie den Raum.

Die "weibliche Pflegefachkraft" packt den Arzt an der Kehle und erwürgt ihn. Der Doktor kratzt das Gesicht der "weibliche Pflegefachkraft" ab und es zeigt sich, dass es sich in Wirklichkeit um einen gesichtslosen Rebellen handelt. Wenige Augenblicke später verlässt "er" das Labor.


Mulder kommt mit Fowley aus der Wohnung. Er telefoniert mit Scully.

MULDER: Hey, Scully. Ich bin's.

SCULLY: Mulder, ich wollte dich gerade anrufen. Wo bist du gerade?

MULDER: Ich bin bei Diana.

SCULLY: Ich komme, um dich abzuholen.

MULDER: Nein. Wir kommen, um dich abzuholen. Du kommst mit uns.

SCULLY: Nein, Mulder, höre mir zu. Ich werde dich zu Cassandra bringen.

MULDER: Cassandra ist weg, Scully.

SCULLY: Ich weiß, aber ich weiß, wohin sie gebracht wurde, Mulder.

MULDER: Scully, es hat keinen Zweck.

SCULLY: Mulder, ich werde dorthin fahren, ob du nun mitkommst oder nicht.

MULDER: Wohin fährst du?

SCULLY: Zu den Potomac-Yards. Die transportieren sie mit einem Eisenbahnwaggon.

MULDER: Wer hat dir diese Information gegeben?

SCULLY: Agent Spender hat mich angerufen.

MULDER: In Ordnung.

Er legt den Hörer auf und spricht mit Fowley.

MULDER: Ich werde dich vorausschicken.

DIANA FOWLEY: Was ist los? Was hat sie gesagt?

MULDER: Das könnte unsere letzte Chance sein, sie aufzuhalten.


Bahnhöfe. Glockengeläut. Scully fährt den Wagen mit Mulder neben dem fahrenden Zug.

MULDER: Dreh um. Wende, Scully.

Scully wendet. Die Zugpfeife ertönt, während der Zug beschleunigt. Scully zieht den Wagen vor den Zug. Mulder und Scully steigen aus und fangen an, auf den Zug zu schießen, etwa 14 Schüsse, die den Lokführer zu töten scheinen, als er die Bremsen betätigt. Im Inneren des Zugs befindet sich Cassandra auf einem Wagen, umgeben von Ärzten. Sie hören die Geräusche der Zugpfeife.

ARZT: Was zum Teufel ist das?

Mulder und Scully springen aus dem Weg, als der Zug in ihr Auto kracht. Im Inneren des Zuges befindet sich der "Doktor" aus dem Kryolabor, der in Wirklichkeit ein Rebell ist.


Luftwaffenstützpunkt El Rico
23.21 Uhr


Die Syndikatsmitglieder und ihre Familien haben sich versammelt.


Auf dem Rangierbahnhof.

MULDER: Das ist er.

Ein Auto fährt vor Mulder und Scully vor, Skinner sitzt am Steuer.

SKINNER: Werden Sie mir erklären, was zum Teufel hier los ist?

MULDER: Unser Leben ist in Gefahr. Wir haben nicht viel Zeit.

SKINNER: Warum konnten Sie mir das nicht am Telefon sagen?

MULDER: Wenn uns jemand belauscht, könnte das eine Massenpanik auslösen.

SKINNER: Massenpanik weswegen?

MULDER: El Rico Air Base.

Mulder setzt sich auf den Rücksitz, Scully nach vorne.


El Rico Air Base. Ein medizinischer Jeep fährt vor. Die Ärzte und der Raucher steigen aus, Cassandra liegt immer noch auf einer Trage.

1ST ELDER: Wir haben gewartet, um unsere Mitteilung zu senden.

3RD ELDER: Wir haben uns Sorgen gemacht, dass etwas passiert ist.

CSM: Es wurden Schüsse auf uns abgefeuert.

3RD ELDER: Von wem?

CSM: Ich weiß es nicht.

Der Raucher sieht sich um.

CSM: Es fehlen noch Leute. Wo ist Alex Krycek?


Krycek läuft durch die Gänge von Fort Marlene. Er geht in einem biologischen Schutzanzug in das Kryolabor, in dem Purity Control aufbewahrt wurde. Er findet den toten Arzt und stellt fest, dass der außerirdische Fötus entnommen wurde. Er ist sehr wütend.


Später geht Krycek zielstrebig den Gang entlang. Spender ruft ihm aus einem Türrahmen zu.

SPENDER: Krycek! Ich versuche, hier herauszukommen.

KRYCEK: Wovon reden Sie?

SPENDER: Wir kommen nicht an der Sicherheit vorbei. Sie werden meine Befugnis, einen Patienten zu entfernen, nicht anerkennen.

Krycek schaut in den Raum und ist schockiert, Marita Covarrubias zu sehen.

SPENDER: Mein Vater hat ihr das angetan. Sie will ihre Geschichte erzählen.

KRYCEK: Sie erbärmlicher Mistkerl. Sie verstehen es nicht, oder? Es geht alles den Bach runter. Die Rebellen werden gewinnen. Die haben es mitgenommen.

SPENDER: Die haben was mitgenommen?

Krycek und Marita sehen sich an, dann geht Krycek weg.


El Rico Air Force Base. Ein Auto fährt vor und Diana Fowley steigt aus. Fowley und CSM beginnen, aufeinander zuzugehen. Plötzlich werden ihre Augen von einem hellen Licht geblendet, das am Ende des Hangars erscheint, als sich die Türen zu öffnen beginnen. Figuren beginnen sich zu nähern.

3RD ELDER: Wer hat die Nachricht gesendet?

4TH ELDER: Niemand.

1ST ELDER: Das sollte nicht so sein.

Der Raucher und Fowley laufen zurück zu ihrem Auto und fahren hektisch davon.

3RD ELDER: Was ist das?

1ST ELDER: Geht zurück. Zurück! Zurück! Zurück! Zurück! Zurück! Zurück. Zurück.

Der Arzt geht hinüber zu Cassandra auf ihrer Trage. Sie lächelt in das helle Licht. Der Arzt verwandelt sich in ein gesichtsloses Alien. Gesichtslose Aliens nähern sich mit Feuerstäben. Die Syndikatsmitglieder umringen ihre Familien und versuchen, sie zu schützen. Überblendung in die Dunkelheit, das Geräusch eines Feuerstabes, der zum Leben erwacht, dann gedämpfte Geräusche von Schreien.


Das Büro von AD Kersh. Skinner, Spender, Mulder und Scully sind anwesend. AD Kersh sieht sich Fotos der verbrannten Leichen von der Air Force Base an. Er ist sehr bestürzt über diese Fotos.

AD KERSH: Die Art und Weise, wie diese Menschen gestorben sind ... der Verlust an Menschenleben dabei - es ist jenseits aller Worte. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es für Sie sein muss - Ihre Mutter zu verlieren.

SPENDER:' Ja, Sir. Aber das ist nicht der Grund, warum ich um dieses Treffen gebeten habe.

AD KERSH: Warum haben Sie darum gebeten?

SPENDER:' Weil ich in nicht geringem Maße für den Tod dieser Menschen im Hangar der Air Base verantwortlich bin. Ich habe es sicherlich nicht verhindert.

AD KERSH: Ich kann annehmen, dass Sie dann erklären können, wie sie gestorben sind? Denn ich habe bisher noch keine Erklärung gehört.

SPENDER:' Agent Mulder kann es erklären. Ich denke, Agent Scully kann es bis zu einem gewissen Grad. Sie hätten sogar verhindert können, was Sie auf diesen Fotos sehen.

AD KERSH: Die Agenten Scully und Mulder sind vom FBI suspendiert worden.

SPENDER:' Auch mein Werk ... und mein Fehler.

AD KERSH: Ich könnte fragen ...

SPENDER:' Ich würde darum bitten, Sir - bevor Sie mir sagen, dass das nicht meine Angelegenheit ist - dass Sie alles tun, was Sie können, um sie zurück zu den X-Akten zu bringen. Es kann viel Schlimmeres passieren ... und das wird es auch.

Spender steht auf, legt kurz eine tröstende Hand auf Mulders Schulter und beginnt, den Raum zu verlassen.

AD KERSH: Wohin gehen Sie?

SPENDER:' Ich packe meine Sachen zusammen.

AD KERSH: Agent Spender ...

Spender verlässt das Büro. Kersh, wütend, spricht zu Mulder.

AD KERSH: Jetzt haben Sie Antworten? Warum habe ich nicht schon früher diese Antworten gehört?

MULDER: Ich habe schon seit Jahren Antworten.

AD KERSH: Warum haben wir sie dann nie von Ihnen gehört?

MULDER: Es hat nie jemand zugehört.

AD KERSH: Wer hat diese Leute verbrannt?

MULDER: Sie haben sich selbst verbrannt. Mit einer Entscheidung, die vor langer Zeit von einer Verschwörung von Männern getroffen wurde, die ...

Er sieht Scully an, dann wieder zu Kersh.

MULDER: ... dachten, sie könnten mit dem Feind schlafen. Nur um einen anderen Feind zu wecken.

AD KERSH: Was zum Teufel soll das bedeuten?

MULDER: Es bedeutet, dass die Zukunft hier ist, und alles möglich ist.

AD KERSH: Agent Scully, erklären Sie das doch.

SCULLY: Sir, ich würde nicht gegen ihn wetten.


Kellerbüro. Der Raucher betrachtet ein Bild von sich und Bill Mulder. Spender tritt ein.

SPENDER: Verschwinde von hier.

CSM: Dieses Bild, das du da hast - ich habe es nicht mehr gesehen, seit du geboren wurdest. Du weißt wahrscheinlich nicht einmal, wer der andere Mann ist.

SPENDER: Das ist mir egal. Verschwinde.

CSM: Das ist Bill Mulder, Fox Mulders Vater. Ist das nicht toll? Er war ein guter Mann ... ein Freund von mir ... der mich am Ende verraten hat.

SPENDER: Ich weiß mehr als genug über deine Vergangenheit ... genug, um dich zu hassen.

CSM: deine Mutter hatte recht. Ich bin in der Hoffnung hergekommen, dass es anders ist.

Der Raucher holt eine Pistole aus einer Schublade.

CSM: In der Hoffnung, dass mein Sohn ...

Er steht auf.

CSM: ... vielleicht sein Leben leben wird, um mich zu ehren ... wie Bill Mulders Sohn.

Der Raucher zögert, zielt mit der Waffe auf Jeffrey, die Szene schneidet auf die Außenansicht des Büros, als wir den Schuss der Waffe hören. Der CSM verlässt das Büro, bleibt kurz stehen, verstaut das Bild in seiner Jackentasche und geht den Gang entlang.

Mitgeschrieben von:[Bearbeiten]

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung von Spookyverse. Durch die Nutzung von Spookyverse erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies speichern.