5X07 Emily Teil 2 (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron/ProSieben, sofern es nicht dabei um eine Übersetzung des englischen Transkripts handelt. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden und dürfen nur nicht-kommerziell verwendet werden. Und dienen zur Zugänglichmachung zugunsten behinderter Menschen sowie zur Verwendung als Zitat. Wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.

Anmerkung von CayceP: Dies hier ist eine Übersetzung des Originals, keine Abschrift der deutschen Episode.



5X07 Emily Teil 2
The Truth is out there



Nacht, Wind bläst Sand in einer unwirklichen Traumlandschaft umher.

SCULLY: (V.O.) Es beginnt, wo es endet ...

Die Füße einer Frau erscheinen und schreiten langsam durch den Sand.

SCULLY: (V.O.) Im Nichts. Ein Alptraum, geboren aus den tiefsten Ängsten, der mir unbewacht begegnet.

Lange Einstellung einer Frau, die durch die Wüstenlandschaft geht.

SCULLY: (V.O.) Flüsternde Bilder, die sich aus der Zeit und der Entfernung lösen.

Es ist Scully, die in einem langen, dunkelblauen, wehenden Kleid geht.

SCULLY: (V.O.) Eine ungebundene Seele - berührt von anderen, aber nie gehalten. Auf einem Kurs, der von einer unsichtbaren Hand gezeichnet wurde. Die Reise, die vor mir liegt, verspricht nicht mehr als meine Vergangenheit, die auf mich zurückfällt, bis ich endlich das Ende erreiche …

Sie bleibt stehen und schaut mit einem traurigen Gesicht auf den Boden vor sich. Sie bückt sich und hebt ihre goldene Kreuz-Halskette vom Boden auf.

SCULLY: (V.O.) Ich stehe einer Wahrheit gegenüber, die ich nicht länger verleugnen kann Allein, wie immer.

Nahaufnahme ihres Gesichts, das sich in Sand verwandelt und weggeweht wird.


San Diego County
Children's Center


Vor dem Gebäude führt eine Frau eine Gruppe von Kindern im Gänsemarsch einen Bürgersteig entlang. Mulder geht auf sie zu.

MULDER: Entschuldigen Sie, ich suche nach der Station für besondere Fälle.

Sie zeigt auf den Ort.

SCULLY: Zweite Tür der Haupthalle.

MULDER: Danke.

Er geht an den Kindern und einem Spielplatz vorbei zur Tür.

Spielzimmer. Mulder tritt ein und sieht Scully und Emily auf dem Boden sitzen, Emily malt und Scully beobachtet sie. Er ist sich nicht sicher, ob er sie unterbrechen will. Er sammelt sich einen Moment. Scully sieht ihn. Er lächelt und geht zu ihnen.

SCULLY: Emily? Ich möchte dir einen Freund von mir vorstellen. Sein Name ist Mulder. Erinnerst du dich, dass ich dir von ihm erzählt habe?

EMILY: Uh hum.

Mulder winkt ihr zu und sagt Hallo. Emily ignoriert ihn und malt weiter.

SCULLY: Sie ist ein bisschen schüchtern.

MULDER: Was malst du denn da?

EMILY: Eine Kartoffel.

MULDER: Hast du schon mal [Mr. Potato Head] gesehen? Er sieht ungefähr so aus.

Er bläst seine Backen auf und schielt, und dabei gibt eine ziemlich alberne Imitation von Mr. Potato Head ab, Das entlockt Emily ein schüchternes Lächeln.

MULDER: Tut er das nicht?

Emily nickt. Mulder bemerkt, dass Emily Scullys Kreuz-Halskette trägt.

SCULLY: Ich bin gleich wieder da.

Scully und Mulder stehen auf und gehen von ihr weg, während sie sich unterhalten.

SCULLY: Danke, dass Sie gekommen sind. Etwas stimmt nicht, nicht wahr?

MULDER: Ich habe Emilys Leihmutter gefunden. Ich habe Frohike gebeten, sich in die Adoptionsdatenbank des kalifornischen Sozialdienstes zu hacken.

SCULLY: Haben Sie einen Namen?

MULDER: Ihre leibliche Mutter ist eine Anna Fugazzi.

SCULLY: Fugazzi?

MULDER: Ja, Umgangssprache für “Täuschung”.

SCULLY: Das verstehe ich nicht. Warum sollten Sie eine gefälschte Akte anlegen?

MULDER: Weil es keine echten Aufzeichnungen gibt. Emily ist nicht durch ein System auf diese Welt gekommen, das Akten führt.

SCULLY: Wie ist sie denn dann zur Welt gekommen?

MULDER: Haben Sie sich das schon mal gefragt?

SCULLY: Nun, sie wurde von jemandem geboren, sie ... sie muss zu jemandem gehören.

MULDER: Jemand, der bewiesen hat, dass er alles tun würde, um sie oder sein Interesse an ihr zu schützen.

Scully sieht zu Emily hinüber.

SCULLY: Ich kann sie auch beschützen.

MULDER: Ja, aber wer wird Sie beschützen? Emilys Adoptiveltern sind beide tot, und das nicht zufällig.

SCULLY: Ich weiß ... Ich habe das bedacht, aber ich habe auch bedacht, dass es nur einen Weg gibt, das richtige zu tun.

Eine Frau nähert sich Emily.

FRAU: Emily?

Sie hockt sich zu Emily hinunter.

MULDER: Warum haben Sie mich nicht früher angerufen?

SCULLY: Weil ich es nicht glauben konnte. Aber ich brauche Sie jetzt als Zeuge in zu meinen Gunsten bei dieser Anhörung.

MULDER: Und ich hätte ablehnen sollen ... wenn ich nicht will, dass Sie verletzt werden oder in irgendeiner Weise zu Schaden kommen.

SCULLY: Warum sind Sie dann hier?

MULDER: Weil ich etwas weiß, was ich noch nicht erzählt habe. Etwas, das man gegen Sie verwenden wird, um Ihr Sorgerecht für Emily zu gefährden. Egal wie sehr Sie dieses kleine Mädchen lieben, sie ist ein Wunder, das nie hätte sein sollen, Scully.


Justizgebäude von San Diego


Mulder sitzt auf einem Stuhl in einem Flur und isst Sonnenblumenkerne. Mrs. Scully, Bill und Tara kommen aus einer Tür.

BILL: Sie sind bereit für Sie.

Mulder geht an ihm vorbei und betritt die Besprechung.

MANN: Agent Mulder, helfen Sie mir auf die Sprünge. Steht FBI für Federal Bureau of Imagination? Verstehe ich das richtig, dass Ihre Partnerin zusammen mit einem Dutzend anderer Frauen in Allentown, Pennsylvania, von Mitarbeitern unserer Bundesregierung entführt wurde?

MULDER: Sie wurde 4 Wochen lang vermisst, das ist in der Akte dokumentiert. (Anmerkung: das ist ein Filmfehler, Scully wurde ca. 3 Monate vermisst.)

MANN: Und Sie haben Beweise dafür gefunden, dass sie während dieser Zeit Experimenten unterzogen wurde, bei denen ... Sie sagen, sie haben ihr Eizellen entnommen?

MULDER: Ja, alle.

Scully ist fassungslos.

MANN: Ist sowas machbar?

MULDER: Ich glaube, dass es möglich ist und war, und dass Emily Sim als Ergebnis dieser Experimente gezeugt wurde.

MANN: Und das ist machbar?

MULDER: Ich weiß nicht, wie ich es sonst erklären soll. Eine medizinische Untersuchung von Ms. Scully würde zeigen, dass sie nie entbunden hat. (Anmerkung: Die beiden Männer unterhalten sich, als ob Scully überhaupt nicht im Raum wäre.)

MANN: Wissen Sie, unter normalen Umständen wäre dieser Antrag ziemlich einfach. Aber ich habe Schwierigkeiten, diese Michael Crichton-Nummer zu verstehen.

MULDER: Ich habe diese Information in Erwartung Ihrer Reaktion hinzugefügt, damit Sie die Informationen nicht falsch beurteilen.

MANN: Können Sie mir eine Erklärung geben? Warum sollte jemand Ms. Scully entführen, um dieses Kind zu zeugen und es dann zur Adoption freigeben?

MULDER: Nein, aber es bleibt die Tatsache, dass Ms. Scully die Mutter dieses Kindes ist.

MANN: Nicht nach irgendeiner juristischen Definition.

MULDER: Wenn Sie mir einen juristischen Präzedenzfall für diesen Fall zeigen können, würde ich ihn gerne sehen. Dana weiß schon seit geraumer Zeit, dass sie keine Kinder gebären kann. Sie weiß nicht warum, aber wie auch immer das passiert ist, die Tatsache, dass sie dieses Kind, ihr eigenes Fleisch und Blut, adoptieren kann, ist etwas, von dem ich nicht glaube, dass ich das Recht habe, es infrage zu stellen und ich glaube nicht, dass irgendjemand das Recht hat, dem im Weg zu stehen.


Haus von Bill Scully
22.16 Uhr.


Mulder sitzt auf der Couch im Wohnzimmer. Scully kommt die Treppe herunter.

SCULLY: Heutzutage braucht es zwei von uns, um meine Schwägerin ins Bett zu bekommen.

MULDER: Wann ist es denn so weit?

SCULLY: Vor zwei Wochen.

Scully setzt sich neben Mulder. Lange Pause.

SCULLY: Warum haben Sie mir das nicht gesagt, Mulder?

MULDER: Ich habe das nie erwartet. Ich dachte, ich würde Sie beschützen.

SCULLY: Warum sollten die mir das antun?

MULDER: Ich weiß nur, dass genetische Experimente durchgeführt wurden, dass Kinder erschaffen wurden.

SCULLY: Kinder, die für wen erschaffen wurden?

MULDER: Für wen, wofür, das weiß ich nicht.

Das Telefon klingelt. Scully steht auf und geht ran.

SCULLY: Hallo? Hallo?

Sie sieht Mulder an, der sein Mobiltelefon herausholt.

SCULLY: Hallo, ist da jemand?

Mulder flüstert in sein Telefon.

MULDER: Ich muss einen Anruf zurückverfolgen. Ich habe einen eingehenden Anruf auf der Privatnummer 555-0380.

SCULLY: Mulder, hier ist ...

Mulder spricht mit Scully.

MULDER: Legen Sie nicht auf.

Er spricht wieder in sein Telefon.

MULDER: In Ordnung, danke.

Er wendet sich an Scully.

MULDER: Ich konnte den Anruf zurückverfolgen. County Children's Center.


Children's Center. Es ist ein lautes Hämmern zu hören. Eine Frau öffnet eine Tür und betritt ein Treppenhaus. Sie eilt die Treppe hinunter und öffnet die Tür. Mulder und Scully treten ein.

SCULLY: Was ist los? Was ist hier los?

MULDER: War jemand in der letzten halben Stunde hier?

SCULLY: Nein. Was ist denn hier los?

Sie gehen die Treppe hinauf. Scully führt sie in das Zimmer der Mädchen. Sie öffnet die Tür und Emily liegt in ihrem Bett und schläft, wie die anderen Mädchen i Raum. Scully setzt sich auf die Bettkante und schaltet die Nachttischlampe ein. Scully berührt Emilys Stirn.

SCULLY: Sie glüht.

SCULLY: Ich wähle den Notruf.

Scully hebt die Decke an und Mulder nimmt Emily auf den Arm.

MULDER: Scully? Da ist etwas an ihrem Hals.

Scully zieht Emilys Schlafanzug im Nacken etwas herunter und schiebt ihr Haar zur Seite.

SCULLY: Oh, mein Gott.

Ein großer, grüner Fleck ist auf der Haut zu sehen.


Krankenhaus. In einem Zimmer mit einem Fenster zum Flur beugen sich zwei Ärzte über Emily, die im Bett liegt. Der Arzt spricht leise mit Emily darüber, was er tun wird. Scully schaut vom Flur aus zu. Mulder beendet gerade ein Anruf auf seinem Mobiltelefon.

MULDER: In Ordnung, ich werde es später noch einmal versuchen.

Er geht zu Scully.

MULDER: Ich habe mit der Sozialarbeiterin gesprochen. Sie war nicht in der Lage, Emilys Arzt zu erreichen.

Ein Arzt kommt aus dem Raum.

ARZT: Hallo.

SCULLY: Wie geht es ihr?

ARZT: Nun, wir haben sie an eine Kochsalzinfusion gehängt, um ihr Flüssigkeit zuzuführen. Sie hat ungefähr 39 Grad Fieber. Es ist gut, dass Sie sie so schnell hierher gebracht haben.

SCULLY: Wissen Sie, was die Ursache dafür ist?

ARZT: Eine Art Infektion, wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Zyste in ihrem Genick.

MULDER: Wissen Sie, was das ist?

ARZT: Nein. Ich lasse eine Biopsie durchführen. Ich werde es sofort ins Labor schicken. Also, sind Sie beide die Eltern?

Mulder und Scully tauschen einen unbehaglichen Blick aus.

SCULLY: Ich bin ihre Mutter.

ARZT: Oh, in Ordnung. Können Sie mir irgendeine Anamnese geben, die helfen könnte?

Mulder sieht durch das Fenster zu Emily und der Ärztin, die sich auf die Biopsie vorbereitet.

SCULLY: Ich weiß, dass sie wegen Anämie behandelt wurde.

ARZT: Wissen Sie, welcher Art?

SCULLY: Mir wurde gesagt, dass es eine Art von autoimmuner hämolytischer Anämie war. Ihre Behandlung war experimentell.

ARZT: Wer ist ihr Arzt?

SCULLY: Sein Name ist Calderon.

ARZT: Ich kenne ihn nicht.


Im Zimmer beugt sich die Ärztin zu Emily.

ÄRZTIN: Ich werde dich jetzt auf die Seite drehen, Schätzchen.

Mulder beobachtet, wie sie die Zyste mit Alkohol abtupft. Sie will gerade eine Biopsie durchführen, als Mulder an das Fenster klopft.

MULDER: Warten Sie! Stopp!

Die Ärztin schaut zur Tür, ignoriert aber Mulder. Sie sticht die Nadel ein, Emily zuckt zusammen.

MULDER: Gehen Sie weg von ihr! Gehen Sie weg von ihr!

Die Ärztin und Mulder stoßen sich aneinander, als die Zyste explodiert und grünes Blut herausfließt. Die Augen der Ärztin tränen und sie fällt auf den Boden. Emily setzt sich auf und sieht sie an. Scully schaut durch das Fenster. Emily blickt ruhig auf die Ärztin am Boden. Ein Strom von grünem Blut fließt ihren Rücken hinunter.


Quarantäne-Station
7:31 Uhr morgens.


Emily schläft und Scully beobachtet sie durch ein Fenster. Mulder kommt herein.

MULDER: Schläft sie immer noch?

SCULLY: Sie haben ihr ein leichtes Beruhigungsmittel gegeben.

MULDER: Die Ärztin in der Notaufnahme ist mal bei Bewusstsein und mal nicht.

SCULLY: Woher wussten Sie das?

MULDER: Wenn Emily eine Schöpfung von jemandem war, dann kam mir der Gedanke, dass sie die gleiche Körperchemie haben könnte, die wir schon einmal gesehen haben. Also habe ich die Ärztin in der Notaufnahme in ein kühlendes Bad legen lassen, so wie Sie es getan haben, als ich dem hier ausgesetzt war (siehe auch 2X16 Die Kolonie Teil 1).

SCULLY: Und was jetzt? Ich meine, sie ist immer noch ein kleines Mädchen. Sie sagen, ich kann sie nicht beschützen, aber ich kann nicht zulassen, dass dies ihr Leben ist. Noch vor ein paar Tagen ging es ihr gut.

MULDER: Sie war auch in Behandlung.

Der Arzt kommt herein.

ARZT: Ähm, ich brauche nur einen Rat. Bei allem, was hier passiert ist, bin ich ein wenig ratlos. Dieser Dr. Calderon, von dem Sie sagten, er sei Emilys Arzt? Er weigert sich, uns ihre medizinischen Unterlagen zu übermitteln.

SCULLY: Das darf er nicht. Er bringt ihr Leben in Gefahr.

ARZT: Er sagte, dass Emily in seiner Obhut war, und wenn Sie dafür verantwortlich sind, das die Behandlung beendet wurde, dann sind Sie diejenige, die sie gefährdet.

SCULLY: Das ist ein ethischer Verstoß.

ARZT: Er sagte, dass sie Teil einer medizinischen Doppelblindstudie war und dass er mit Ihnen darüber gesprochen hat. Er sagt auch, dass Sie kein Sorgerecht für dieses Kind haben.

SCULLY: Nun, Sorgerecht hin oder her, ich werde nicht von ihrer Seite weichen.

ARZT: Ich fürchte, das ist mir zu hoch.

MULDER: Ja, aber nicht für Dr. Calderon.


Prangen Pharmaceuticals

Dr. Calderon sitzt an seinem Schreibtisch und spricht mit Mulder.

CALDERON: Ich möchte gleich zu Beginn sagen, dass ich Emily Sim persönlich kenne, wie Ihnen Ihre Partnerin wahrscheinlich gesagt hat. Mein Gott, ich habe nie ein süßeres, mutigeres kleines Mädchen getroffen. Es tut mir so leid, zu hören, dass sich ihr Zustand verschlechter hat. Ich hoffe, dass diese Sorgerechtsfragen geklärt werden können, damit sie ihre Behandlung hier fortsetzen kann. Aber ich fürchte, ich kann nicht einfach Informationen über sie herausgeben, die mit den experimentellen Medikamentenversuchen unserer Firma zu tun haben.

MULDER: Was kann ich sagen, um Sie zu überzeugen?

Calderon gluckst.

CALDERON: Es geht wirklich nicht darum, mich zu überzeugen. Ich meine, das ist etwas, das ich - nun, wir... einfach nicht tun können. Es ist eine rein geschäftliche Angelegenheit. Es hat mit der Anfälligkeit von Prangen für Rechtsstreitigkeiten zu tun und natürlich mit unserem Bedürfnis, die Forschung zu schützen, die, offen gesagt, eine beträchtliche finanzielle Investition darstellt.

MULDER: Also, ich verschwende Ihre Zeit. Das ist das Leben eines dreijährigen Mädchens nicht wert.

CALDERON: So würde ich das nicht sagen. Das ist es ganz und gar nicht. Sehen Sie, es tut mir wirklich leid, aber ich kann wirklich nichts tun.

Er steht auf. Mulder tut es ihm gleich.

CALDERON: Wie auch immer, ich wünsche Ihnen das Allerbeste.

Sie schütteln sich die Hände.

MULDER: Also gut.

Mulder hält seine Hand fest und dreht sie so, dass Calderon auf einen Tisch fällt. Mulder hebt ihn auf und beginnt ihn zu ohrfeigen.

MULDER: Wie fühlen Sie sich jetzt? Ein bisschen hilfsbereiter?

Er knallt ihn auf den Boden.

MULDER: Herablassender Lügner!

Calderon schreit um Hilfe. Mulder tritt ihn in die Seite, hebt ihn auf und stößt ihn gegen die Wand.

MULDER: Warum sagen Sie mir nicht, womit sich Ihre Firma wirklich befasst. Hm? Frauen zu entführen und ihre ungeborenen Kinder zu stehlen? Medizinische Vergewaltiger! Das ist alles, was Sie sind! Und jetzt wollen Sie das kleine Mädchen sterben lassen? Für euch ist sie nur eine Laborratte!

Er zieht seine Waffe und richtet sie auf Calderons Gesicht.

MULDER: Warum sagen Sie mir nicht, wessen Leben es wert ist, gerettet zu werden, Ihres oder Emilys? Ich werde alles tun, um diesem kleinen Mädchen zu helfen!

Eine Tür öffnet sich, es ist der Sicherheitsdienst. Alle Mitarbeiter des Büros schaut durch die Tür und fragen sich, was zum Teufel los ist. Mulder stößt Calderon zu Boden, steckt seine Waffe ein und geht hinaus.

MULDER: Ich komme wieder.


Vor dem Gebäude. Calderon stürmt aus der Tür und zu seinem Wagen. Mulder folgt ihm in seinem Auto.

Krankenhaus. Emily liegt verschwitzt im Bett und sieht fern. Scully, die eine medizinische Maske trägt, beobachtet sie durch das Fenster. Eine weibliche Pflegefachkraft hinter Scully stellt etwas auf ein Tablett.

PFLEGEFACHKRAFT: Wir sind bereit.

SCULLY: Können Sie mir eine Minute mit ihr geben?

Die Frau nickt. Scully rückt ihre Maske zurecht (Anmerkung: Scully sollte das Anlegen der Maske noch mal etwas üben, in einigen Szenen da ist eine ziemlich große Lücke zwischen ihrem Nasenrücken und dem Rand der Maske …) und geht in den Raum.

SCULLY: Hey ...

Emily ist in die Zeichentrickserie Life with Louie vertieft.

SCULLY: Süße? In einer Minute wird dich eine weibliche Pflegefachkraft zu ein paar Tests bringen.

EMILY: Mami hat gesagt, keine Tests mehr.

SCULLY: Wir wollen nur, dass es dir besser geht. Darum geht es bei diesen Tests.

Röntgenraum. Emily liegt auf einem Tisch, der in das Innere des MRT-Gerätes führt. Ein Teil der Maschine kommt heraus und deckt Emilys Kopf ab und der Tisch fährt in die Maschine. Scully beobachtet die ganze Sache. Die Maschine wirbelt herum, leuchtet auf und gibt schnelle, laute, pistolenartige Geräusche ab. Scully zuckt zusammen, durch das Geräusch wohl nur zu gut aus der Zeit ihrer Krebserkrankung erinnert.

Straße. Calderon parkt seinen Land Rover am Straßenrand. Er steigt aus und geht in ein Haus. Ein Mann beobachtet ihn durch die Fensterläden, als er zur Tür geht. Calderon tritt ein.

CALDERON: Er ist gekommen, um mich zur Rede zur stellen. Er weiß, dass ich darin verwickelt bin.

Ein anderer Mann tritt hinter Calderon aus dem Raum hinter dem Arzt. Der Mann an den Fensterläden schaut immer wieder nach draußen. Mulder parkt und steigt aus seinem Auto aus.

MANN: Jetzt haben Sie ihn zu uns gebracht.

Calderon bemerkt den Mann hinter ihm.

CALDERON: Was soll ich ihm sagen?

MANN: Nichts.

Der Mann, der hinter Calderon steht, holt ein Stilett heraus und sticht Calderon in den Nacken. Grünes Blut sickert heraus. Der Mann steht auf und sieht den Mann an, der durch die Jalousien geschaut hat, und gemeinsam verwandeln sie sich in Calderon-Klone.


Mulder geht die Stufen zum Haus hinauf. Er sieht etwas durch das Fenster in der Tür und geht schnell nach links. Calderon kommt heraus, geht die Treppe hinunter zum Land Rover und fährt davon. Mulder joggt nun ebenfalls die Treppe hinunter, Cauldron folgend.


Das Krankenhaus. Das CT-Bild von Emilys Kopf ist zu sehen. In der Mitte ihres Kopfes befinden sich eine Menge wuchernde, deutlich erweiterte Blutgefäße. Scully, Susan Chambliss und der Arzt beraten sich.

SCULLY: Ich hoffe, Sie wissen, was das ist.

ARZT: Eine neoplastische Masse, eine tumoröse Infektion? ... Die Zyste auf der Rückseite von Emilys Nacken scheint der Ausgangspunkt zu sein. Und wie die Blutuntersuchung gestern Abend und die Blutsenkung heute Morgen gezeigt haben, scheint die Zyste schnell zu wachsen.

CHAMBLISS: Ist es Krebs?

ARZT: Nein. Krebs wächst unkontrolliert. Dies sind anaerobe Kanäle, die den Weg des zentralen Nervensystems folgen. Sie haben den Effekt, dass sie das umliegende Gewebe abtöten ...

Eine CT--Aufnahme von Emilys Körper von der linken Seite.

ARZT: … und entziehen ihm den Sauerstoff, den es zum Überleben braucht. Der Ursprungspunkt liegt in der Nähe des Gehirns und des zentralen Nervensystems. Er könnte kaum schlimmer liegen.

Ein Calderon-Klon geht schnell den Korridor entlang. Er geht direkt an dem Raum vorbei, in dem Scully, die Susan Chambliss und der Arzt sind.

SCULLY: Können Sie ihr ein Virostatikum geben?

ARZT: Ich habe sie an einen Levophed-Tropf gehängt, um ihren Blutdruck hochzuhalten, und sie bekommt intravenös Steroide, um die Entzündung zu verringern. Wir könnten eine Strahlentherapie versuchen.

SCULLY: Nein, das können Sie nicht tun. Ihr Immunsystem ist zu schwach.

CHAMBLISS: Was können Sie tun? Hat jemand mit Dr. Calderon darüber gesprochen?

Emilys Zimmer. Emily schläft. Calderon kommt zu ihr ans Bett. Er hat eine Spritze mit grüner Flüssigkeit in der Hand. Er nimmt die Schutzhülle ab, tippt auf die Seite der Spritze und injiziert die Flüssigkeit. Scully geht den Gang entlang und sieht, wie Calderon Emilys Zimmer verlässt, ohne einen Ausdruck auf seinem Gesicht. Er geht direkt an ihr vorbei.

SCULLY: Dr. Calderon?

Sie eilt zu Emilys Zimmer und sieht, dass Emily auf der Seite liegt, weg von ihr. Sie geht auf den Gang und sagt einer weiblichen Pflegefachkraft Bescheid.

SCULLY: Holen Sie Dr. Vinet herein und rufen Sie die Polizei.

Sie sieht Calderon-Klon den Gang entlang gehen. Sie rennt ihm hinterher.

SCULLY: Dr. Calderon?

Er geht durch den Gang, ohne sich umzudrehen. Es sind eine Menge Leute in der Nähe. Scully nimmt ihre Waffe heraus und zielt auf ihn, die Leute drücken sich schnell gegen die Wände, aus der Schusslinie.

SCULLY: Halt! Dr. Calderon! FBI!

Ein stämmiger Pfleger geht auf Calderon zu. Scully schreit ihn an.

SCULLY: Halten Sie diesen Mann auf!

Der Pfleger hält den Mann fest. Scully rennt auf ihn zu, packt ihn an der Schulter und dreht ihn um. Es ist ein anderer älterer Herr, der gleiche Mann wie in 3X24.


Prangen Pharmaceuticals
19:02 Uhr.


Calderon schließt seinen Wagen mittels seiner Funkfernbedienung. Er geht in das Gebäude. Mulder parkt und sieht zu, wie er hineingeht. Sein Mobiltelefon klingelt.

MULDER: Ja.

SCULLY: Mulder, wo sind Sie?

MULDER: Ich verfolge Dr. Calderon.

SCULLY: Was soll das heißen, Sie verfolgen ihn. Ich habe ihn gerade gesehen. Es gab hier eine ziemliche Aufregung.

Scully ist im Krankenhaus und sieht zu Emily hinüber. Der Arzt kümmert sich gerade um sie.

MULDER: Wo?

SCULLY: Er war hier, er kam in Emilys Zimmer. Es sieht so aus, als hätte er ihr etwas gespritzt.

MULDER: Ist sie in Ordnung?

SCULLY: Sie scheint es zu sein, aber wir lassen trotzdem eine toxikologische Untersuchung machen.

Sie geht den Gang entlang, während sie spricht, und sieht Männer einen Gang links von Scully entlang kommen. Sie hebt ihre Hand zu ihnen.

MULDER: Was auch immer er ihr gespritzt hat, ich glaube nicht, dass er ihr schaden wollte.

SCULLY: Wovon reden Sie, Mulder?

Die Männer sind zwei Polizisten und Detective Kresge.

MULDER: Ich glaube, Dr. Calderon ist ins Krankenhaus gegangen, um zu versuchen, sie zu behandeln.

SCULLY: Mulder, das ergibt keinen Sinn. Warum sollte er sie vorher in Gefahr bringen, nur um sie jetzt zu beschützen?

MULDER: Um zu bluffen. Ich glaube, die wollen sie auch nicht tot sehen, Scully, aber aus anderen Gründen. Hören Sie, ich bin gleich da, in Ordnung?

Er legt auf. Scully tut es auch. Sie sieht Kresge an.

SCULLY: Detective.

KRESGE: Frohes neues Jahr.

SCULLY: Danke, dass Sie gekommen sind.

KRESGE: Ich werde zwei Polizisten vor ihrem Zimmer postieren.

SCULLY: Das ist vielleicht nicht nötig.

KRESGE: Was ist, wenn dieser Calderon-Typ daran denkt, zurückzukommen?

SCULLY: Es gibt Anzeichen dafür, dass er hierhergekommen ist, um ihr zu helfen.

KRESGE: Ich verstehe das nicht. Sie sagten am Telefon, dass er irgendwie mit dem Tod von Emilys Eltern in Verbindung steht.

SCULLY: Weil Emilys Mutter die Tests stoppen wollte, genau wie ich, und ich schätze, dass er deshalb hierhergekommen ist, denn so sehr sie auch alles tun, um das zu entfernen, was ihnen im Weg steht, es scheint, dass sie Emily brauchen, um die Tests fortzusetzen.


Nacht. Mulder parkt vor einem anderen Haus. Er geht die Treppe hinauf, öffnet die Haustür und geht hinein. Er hört, dass ein Fernseher läuft und geht den Flur entlang. Dort, in einer Art Gemeinschaftsraum, sieht eine Gruppe Senioren fern. Mulder schaut zu einer Tür hinüber und sieht eine Art Türschild, auf dem A. Fugazzi steht. Die Tür steht einen Spalt offen. Er klopft, öffnet die Tür und schaut hinein. Eine alte Frau sitzt in einem Rollstuhl. Sie schaut Mulder an.

ANNA: Hallo?

MULDER: Anna Fugazzi?

ANNA: Ja?

Mulder betritt den Raum.

MULDER: Ihr Name ist Anna Fugazzi?

ANNA: Ja. Sind Sie der neue Arzt?

MULDER: Nein, das bin ich nicht. Ist das Ihr richtiger Name?

ANNA: Ja, seit 71 Jahren. Haben Sie nach mir gesucht?

MULDER: Nicht bis jetzt.

Krankenhaus. Scully und der Arzt sehen sich weitere Röntgenbilder von Emily an.

SCULLY: Ich verstehe das nicht. Noch vor einer Stunde sagten Sie, es ginge ihr besser.

ARZT: Das ist richtig. Ihr Fieber ist gesunken, ihre Vitalfunktionen sind fast wieder normal. Aber die letzten MRT-Aufnahmen zeigen mir, dass sich diese Geschwulst weiter ausgebreitet hat. In ihren Armen sehe ich jetzt etwas, das wie eine Nekrotisierung des Gewebes aussieht.

SCULLY: Es wird sie umbringen.

ARZT: Was auch immer es ist, es kann bereits in einer gewissen Menge vorhanden gewesen sein. Im Grunde hat es ihren Körper stillgelegt, während es weiter wächst. Wir sollten dankbar sein, dass sie keine Schmerzen hat.

Er geht und Chambliss kommt mit einer Akte herein.

CHAMBLISS: Ich habe all diese Informationen dem Gericht vorgelegt. Und ich muss Ihnen sagen, dass es große Bedenken gibt, dass Sie Entscheidungen für dieses Kind treffen. Und sie scheinen große Auswirkungen auf ihre Gesundheit zu haben.

SCULLY: Ms. Chambliss, ich bin Ärztin. Und die Entscheidungen, die ich treffe, sind vernünftig und richtig.

CHAMBLISS: Aber ii diesem Bericht steht, das Dr. Calderons Behandlung tatsächlich zu einer Verbesserung geführt hat.

SCULLY: Nein. Das ist nicht wahr. Die Injektion, die Dr. Calderon ihr gegeben hat, verschlimmert sie sogar.

CHAMBLISS: Miss Scully, ich möchte Ihnen etwas sagen und ich möchte nicht, dass Sie das falsch verstehen, aber ich glaube nicht, dass Sie im Moment in der Lage sind, medizinsche Fragen im Moment richtig zu beurteilen.

SCULLY: Denken Sie, dass ich nicht das Beste für dieses Kind will? Denken Sie, dass ich nicht versuche, ihr Leben zu retten?

CHAMBLISS: Ich sage nur, dass ich sehr unterschiedliche Berichte erhalte. Ich mache hier nur meine Arbeit. Ich bin hier nicht die oberste Autorität, aber Sie haben auch nicht die Autorität über dieses Kind oder seine Zukunft.

SCULLY: Sie können einen Gerichtsbeschluss erwirken und versuchen, ihn durchzusetzen, aber ich schlage vor, dass Sie, wenn das ihre Arbeit ist, Sie das Beste für dieses Kind zu tun, alles in Ihrer Macht Stehende tun, um den Behörden zu sagen, dass sie ihre Krankheit beschleunigen, wenn sie Emily aus dem Krankenhaus holen. Und ich werde dafür sorgen, dass Sie sich alle dafür verantworten müssen.

Sie geht zur Tür.

CHAMBLISS: Was soll ich ihnen sagen, was Sie für Emily tun?

SCULLY: Ich weiß es noch nicht, aber ich tue etwas.

Scully geht.


Das Büro der Lone Gunmen. Frohike sitzt am Computer.

FROHIKE: Christina Sherman. Hat am 25. September 1994 ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht.

Mulder ist im Altersheim. Er hat eine Liste der älteren Bewohner vor sich und telefoniert mit seinem Mobiltelefon.

MULDER: Gretchen Miller.

Eine alte Frau sitzt in einem Rollstuhl, mit dem sie leicht vor und zurückrollt.

FROHIKE: Hat einen kleinen Jungen zur Welt gebracht, 18. März 1996.

MULDER: Evelyn Burmeister.

Frohike gibt den Namen in eine Suchmaschine ein.

FROHIKE: Evelyn Burmeister ... hat am 21. Juni 1994 einen kleinen Jungen zur Welt gebracht.

MULDER: Das sind 8 von 8.

FROHIKE: Bist du bei der Adoptionsbehörde, Mulder?

MULDER: Nein, ich bin auf der Entbindungsstation.

FROHIKE: Gibt es dort hübsche junge Mütter?

MULDER: Ja, ich denke, du könnten hier eine Chance haben, Frohike. Kennst du dich mit Pharmazeutika aus?

FROHIKE: Medizinisch oder, äh, zur Entspannung?

MULDER: Es gibt zwei Verschreibungen auf ihren Krankenblättern, die alle diese Frauen gemeinsam haben. Abgekürzt: PMZ 200 und Durtab.

FROHIKE: Östrogen und Progesteron.

MULDER: Hormone.

FROHIKE: Aber das ergibt doch keinen Sinn, Mulder. Schwangere Frauen haben diese Hormone in Hülle und Fülle. Man würde sie nicht an schwangere Frauen verabreichen.

Anna rollt sich in den Raum.

MULDER: Diesen hier schon.

Mulder beendet das Gespräch und geht zu Anna hinüber.

MULDER: Anna? Gibt ist einen Arzt, der Sie besuchen kommt, ein Dr. Calderon?

ANNA: Ja. Wissen Sie, wo er ist?

MULDER: Nein, eigentlich suche ich nach ihm.

ANNA: Er sollte eigentlich hier sein. Ich wollte gerade meinen Schönheitsschlaf beginnen.

MULDER: Ihr Schönheitsschlaf. Was ist denn das?

ANNA: Er sagt, dass ich dadurch um Jahre jünger aussehe.

Krankenhaus. Emily wird von oben auf einem Tisch gezeigt, der in eine Überdruckkammer geschoben wird. Sie ist sichtlich verängstigt. Die Tür ist geschlossen und versiegelt. Scully steht daneben, nimmt ein Mikrofon und spricht leise mit ihr.

SCULLY: Ist alles in Ordnung da drin, Emily?

Sie nickt.

SCULLY: Gut. Ich werde die ganze Zeit hier sein, in Ordnung?

Sie nickt wieder.

SCULLY: Wir werden jetzt nur etwas mehr Luft da rein tun, also lass mich wissen, wenn deine Ohren anfangen zu schmerzen.

Scully nickt Shaw, einem Techniker zu. Er dreht die Luft auf. Eine Anzeige zeigt den Druckanstieg an. Sie erhöhen ihn auf 200. Emily beginnt, sich unwohl zu fühlen.

SCULLY: Bist du in Ordnung, Süße?

Emily schüttelt ihren Kopf und beginnt zu weinen.

SCULLY: Schalten Sie es aus!

Scully schaut in die Kammer. Emilys Arm sieht aus, als ob jede Vene an die Oberfläche geplatzt wäre.

SCULLY: Schalten Sie es aus, sofort!

TECH: Ich mache es schon, Ma'am.

SCULLY: Warte, Schätzchen. Beruhig dich. Wir werden dich so schnell wie möglich da herausholen, in Ordnung?


Mulder geht in einen abgedunkelten Raum, in dem Plastikfolien um einen Bereich mit Betten drapiert sind, in denen alte Damen liegen und schlafen. Mulder zieht die Plastikfolie weg, schaut hinein und geht hindurch. Es gibt insgesamt sechs Betten, alle sind belegt. Er sieht sich eine Infusion an, die an einer der Frauen angeschlossen ist. Das rhytmische Piepen eines Herzmonitors ist zu hören. Das Etikett auf der Infusionsbeutel zeigt, dass Dr. Calderon der verschreibende Arzt ist und das die Infusion PMZ 200 Durtab 500 mg in 1000 ml enthält, bei einem Durchgluss von 15 ml pro Minute. Dann sieht er sich das Armband der Frau an. Darauf steht: Charmaine Villard, 6483988-7368 ST, WEU. Mulder geht durch einen weiteren Plastikvorhang und sieht einen Kühlschrank mit einer großen Metallbox darin. Er öffnet den Kühlschrank, nimmt die Schachtel heraus und stellt sie auf einen Rolltisch. Er öffnet die Box. Er liest ein gefaltetes Stück Papier, dass sich in der Schachtel befindet, auf dem sich unter anderen Charmaine Villards Name befindet. Am Ende der Seite steht Scully, D. und das Datum 13. Oktober 94 und die Nummer 02/08/67.0, NUX, RBC. Dann nimmt er ein Fläschchen heraus, das mit einer grünen Flüssigkeit gefüllt ist und einen Fötus enthält. Mulder ist verblüfft, als sich der Fötus bewegt.

Er öffnet eine weitere Schachtel aus dem Kühlschrank, die mit Ampullen gefüllt ist. Er nimmt eine heraus, auch sie ist mit grüner Flüssigkeit gefüllt. Er hört, wie sich ein Auto nähert. Er stellt das Fläschchen ab und geht zum Fenster. Er sieht, wie Calderon sein Auto verlässt und zum Gebäude geht. Mulder beeilt sich, nimmt einige Ampullen und stellt alles zurück. Dann verlässt er den Raum.

Mulder geht den Korridor entlang und hört das Klicken einer Waffe. Eine Waffe ist auf seinen Kopf gerichtet. Er bleibt stehen.

KRESGE: Zucken Sie, und Sie sind tot. Die Hände dahin, wo ich sie sehen kann.

Mulder hebt seine Hände. Er hat die Ampullen in seiner linken Hand.

KRESGE: Was haben Sie da? Geben Sie es mir einfach - langsam.

Mulder tut es. Kresge stößt ihn gegen die Wand.

KRESGE: Stellen Sie sich an die Wand. Beine auseinander.

MULDER: Wer sind Sie?

KRESGE: Detective Kresge, San Diego PD.

MULDER: Detective Kresge, ich bin Special Agent Fox Mulder vom FBI.

Eine Tür öffnet sich. Beide sehen sich um. Calderon betritt den Flur.

MULDER: Richten Sie die Waffe nicht auf mich, sondern auf ihn!

Calderon geht auf sie zu. Kresge richtet die Waffe auf Calderon, der weiter langsam auf sie zugeht.

KRESGE: Bleiben Sie sofort stehen!

MULDER: Laufen Sie. Verschwinden Sie von hier.

Mulder ist bereit zu flüchten, wartet aber auf Kresge, der die Ampullen fallen lässt, um beide Hände auf die Waffe zu legen. Die Ampullen fallen auf den Boden und verstreuen sich.

MULDER: Benutzen Sie Ihre Waffe nicht. Verschwinden Sie von hier!

KRESGE: Ich sagte, bleiben Sie sofort stehen!

Mulder wartet nicht mehr und geht in die andere Richtung des Gangs. Calderon steht mit der Brust kurz vor Kresges Waffe. Mulder hebt eine Ampulle auf. Calderon hebt sie hoch und stößt Kresge den Gang entlang. Mulder sieht Calderon an, der ihn anschaut. Calderon geht zu Mulder. Kresge hebt seine Waffe auf und richtet sie auf Calderon.

MULDER: Kresge ...

KRESGE: Ich sagte, bleiben Sie sofort stehen!

MULDER: Nicht schießen, Kresge!

Er tut es. Die Kugeln gehen direkt durch Calderon hindurch. Grüne Flüssigkeit sickert aus den Löchern. Mulder rennt den Korridor entlang. Calderon steht immer noch aufrecht. Er dreht sich um und sieht Kresge an. Kresges Augen beginnen zu tränen. Er versucht, die Waffe auf ihn zu richten. Er lässt die Waffe fallen, keucht und hält sich die Augen.

Draußen. Mulder telefoniert mit seinem Mobiltelefon und geht vom Haus weg.

MULDER: Ich bin ein FBI-Agent. Ich habe eine Notfallsituation. Ich brauche einen Krankenwagen und ich brauche Verstärkung.

Drinnen. Nahaufnahme von Kresges Gesicht. Er hat Schmerzen. Der Klon wechselt sein Aussehen von Calderon zu Kresge.

Draußen. Mulder ist immer noch am Telefon.

MULDER: Ich weiß nicht, wo ich bin.

Der Kresge-Klon verlässt das Haus.

KRESGE: Mulder, ich habe ihn da drinnen.

MULDER: Haben Sie Ihre Waffe?

KRESGE: Er liegt da drin auf dem Boden, ich habe ihm die Hände gefesselt.

MULDER: Ich habe Verstärkung angefordert. Sie brauchen aber eine Ortsangabe.

KRESGE: Ich kümmere mich darum. Bewachen Sie nur den Kerl.

Mulder geht zum Haus. Kresge geht auf die Straße. Mulder geht die Treppe des Hauses hinauf.

MULDER: Detective Kresge gibt über Funk den Standort durch.

Mulder hört, wie die Entriegelung des Land Rovers piept. Er dreht sich um und sieht, wie Kresge mit dem Land Rover wegfährt.

Krankenhaus. Emily liegt in einem normalen Bett und schläft. Scully schaut durch das Glas. Sie ist besorgt. Mulder kommt herein und stellt sich an ihre Seite.

SCULLY: Sie ist ins Koma gefallen.

Mulder schaut sich um, wohin er sich wenden soll, was er sagen soll. Er sieht Scully an.

SCULLY: Es geht mir gut, Mulder. Es ist, wie es sein soll.

MULDER: Aber falls Sie sie behandeln könnten?

SCULLY: Das würde ich nicht. Ich würde es ihr nicht antun.

MULDER: Sind Sie sicher?

SCULLY: Mulder, wer auch immer dieses Kind auf die Welt gebracht hat ... hatte nicht die Absicht, sie zu lieben.

MULDER: Ich glaube, sie wurde geboren, um ... einer Absicht zu dienen.

SCULLY: Ich habe eine Möglichkeit, das zu verhindern. Sie hatten recht. Dieses Kind war nicht für die Welt bestimmt.

MULDER: Ich werde bei Ihnen bleiben.

SCULLY: Ich glaube, ich möchte allein sein.

Sie sieht ihn kurz an. Mulder geht geknickt, weil er nciht helfen kann.

Mulder geht den Gang hinunter zum Schwesternzimmer und bleibt stehen. Er holt das Fläschchen mit einer grünen Flüssigkeit aus seiner Tasche und betrachtet es. Er steckt sie zurück in seine Tasche und geht weiter.

Scully geht durch die Glastür zu Emilys Bett. Sie trägt keine Schutzkleidung. Sie berührt Emilys Stirn, dann legt sich neben sie. Sie legt ihren Kopf neben den von Emily.


Eine Kirche. Ein Buntglasfenster mit Maria und dem Jesuskind. Scully sitzt in einer der Kirchenbänke. Leute gehen an ihr vorbei. Sie sieht nur nach unten. Eine Hand streckt sich aus und berührt ihre Schulter. Scully blickt auf. Es ist ihre Mutter, die wie Scully schwarz trägt.

MRS. SCULLY: Bist du bereit?

SCULLY: Ich denke, ich werde mit Mulder zurückfahren.

Scully steht auf und umarmt ihre Mutter. Sie umarmt Bill, der einen grauen Anzug trägt. Sie schaut zu Tara, die ein Kleid mit weißem Oberteil trägt, die hinter Bill im Gang steht und ihr neugeborenes Baby hält. Scully lächelt Tara zu und küsst das Baby auf die Stirn.

SCULLY: Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen, Matthew.

Sie streichelt seine Stirn und küsst Tara zum Abschied auf die Wange.

TARA:: Wir sehen uns dann zu Hause, in Ordnung?

Scully nickt zustimmend. Die vier gehen. Ms. Chambliss, ebenfalls in Schwarz gekleidet, geht von hinten auf Scully zu. Sie nickt Scully kurz zu und geht. Hinter Scully steht ein kleiner weißer Sarg. Sie dreht sich um und sieht den Sarg an. Sie beginnt zu weinen. Mulder betritt die Kapelle. Er hat einen Strauß weißer Nelken in der Hand und legt ihn auf den Sarg. Er stellt sich neben sie.

SCULLY: Wer sind die Männer, die ein Leben erschaffen, dessen einzige Hoffnung der Tod ist?

MULDER: Ich weiß es nicht. Aber dass Sie sie gefunden haben ... und dass Sie eine Gelegenheit hatten, sie zu lieben... vielleicht war sie auch dafür bestimmt.

SCULLY: Sie hat mich gefunden.

MULDER: Damit Sie sie retten konnten.

Scully denkt einen Moment lang nach.

SCULLY: Wie geht es Detective Kresge?

MULDER: Es geht ihm besser. Er ist nicht mehr auf der Intensivstation.

SCULLY: Und die Männer, die ihm das angetan haben?

MULDER: Sie haben das Pflegeheim bereits beräumt. Alle Frauen wurden in neuen Heimen untergebracht. Es gibt keinen Beweis dafür, dass irgendjemand in der Prangen Corporation von Calderons Arbeit wusste.

Scully sieht Mulder an, dann zurück zum Sarg.

SCULLY: Es gibt Beweise dafür, was sie getan haben.

Sie geht zu dem Sarg. Als Scully die Blumen anhebt, dreht Mulder sich um und schaut weg. Sie öffnet ihn. Alles, was im Sarg befindet, sind Jutesäcke, aus denen Sand rieselt und Scullys Kreuz-Halskette. Scully nimmt die Halskette, hält sie traurig schauen hoch wie im Teaser und schließt die Augen.

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