5X06 Der große Mutato

Aus Spookyverse


Der große Mutato
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Originaltitel: Post-Modern Prometheus
Episodendaten
Produktionscode 5X06
Laufende Nummer 102
US Erstausstrahlung Sonntag, 30. November 1997 (FOX)
DE Erstausstrahlung Montag, 14. Dezember 1998 (ProSieben)
US Einschaltquote 11.029 Mio. Haushalte
16.0% Marktanteil
DE Einschaltquote 3.54 Mio. Zuschauer
11% Marktanteil
Cast & Crew
Autor(en) Chris Carter
Regisseur Chris Carter
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Zusatzinformationen
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Merchandise
Diese Episode ist enthalten in der
Season 5 Collection sowie auf der Akte X Seasons 1-9 Collection (Blu-ray).

5X06 Der große Mutato (Originaltitel: "Post-Modern Prometheus") ist die einhundertundzweite Episode der Serie Akte X - die unheimlichen Fälle des FBI.

Darsteller

Starring

Co-Starring

Guest Starring

Uncredited

Inhalt

Zusammenfassung

  Printwerbung zur Episode

Als eine Frau behauptet, von einem Monster geschwängert worden zu sein, kommen die Agenten einem modernen Dr. Frankenstein auf die Spur ...

Inhaltsangabe

Im ländlichen Indiana schaut Shaineh Berkowitz die Jerry Springer Show im Fernsehen an. Sie ist so gefesselt von der Sendung, dass sie nicht bemerkt, wie jemand ihr Haus mit einem Zelt zur Insektenbekämpfung vollkommen einfüllt. Eine dunkel gekleidete Gestalt betritt Shaineh Küche und legt ein rundes weißes etwas in eine erhitze Pfanne, worauf sich sofort weiße, gasförmige Wolken bilden. Shaineh spürt, dass jemand im Haus ist und geht nachschauen. Plötzlich erscheint ein missgestaltetes, Frankensteinmonster-artiges Gesicht aus der Dunkelheit. Shaineh erschreckt sich. Kurz darauf sieht man Scully und Mulder, wie sie durch das ländliche Indiana fahren. Scully liest laut aus einem Brief an Mulder vor, in den Shaineh beschreibt, wie eine Präsenz ihren mit weißen Rauch gefülltes Schlafzimmer betrat als auf einmal seltsamerweise die Stimme von Cher zu hören war. Sie erwachte drei Tage später schwanger mit ihrem Sohn Izzy auf. Shaineh hat Mulders Namen in der Jerry Springer Show gehört und hofft, dass er sich ihres Falls annähme. Die Agenten sind tatsächlich auf dem Weh zu Shaineh Haus. Dort entdecken sie ein Comicbuch, in dem genau die Figur abgebildet ist, die Shaineh als ihren Angreifer beschrieben hat. Shaineh erklärt, dass es sich dabei um den großen Mutato handle, einer Kreatur, die Izzys lebhafter Vorstellungskraft entsprungen sei. Izzy dagegen behauptet, dass er und andere die Kreatur, die anscheinend eine Vorliebe für Erdnussbuttersandwiches zu haben scheint, gesehen hätten. Iszzy und seine Freunde führen die Agenten zu einem Waldstück, wo sie mit Hilfe es Erdnussbuttersandwiches als Köder versuchen, die Kreatur anzulocken, die tatsächlich erscheint. Die Gruppe verfolgt es, doch die Kreatur flüchtet in die Dunkelheit. Mulder trifft dabei auf einen alten Mann, der behauptet, das wirkliche Monster wäre sein eigener Sohn, der renommierte Wissenschaftler Dr. Francis Pollidori.

Die Agenten suchen Pollidor auf, der ihnen über seine Forschung über genetische Manipulationen erzählt. Er zeigt ihnen das Foto einer Fruchtfliege, deren Beine aus dem Mund wachsen. Kurz darauf verabschiedet sich Pollidori von seiner Frau Ellizabeth, um auf eine Dienstreise zu gehen. Kurz danach fallen Zeltbahnen über Elizabeths Fenster. Als die Agenten einen Zwischenstopp in J.J.'s Diner in der Innenstadt von Bloomington einlegen, werden sie mit Bergen von Essen überhäuft. Der Grund ist, dass die ganze Stadt glaubt, dass Jerry Springer einen Bericht über die Kreatur machen würde, nachdem Mulder in einem Zeitungsartikel zitiert wurde, wonach der FBI-Agent glaubt, dass das Monster wirklich existiert. Die Agenten müssen erkennen, dass Izzy ihre Unterhaltung aufgezeichnet und an die Presse gegeben hat.

Als die Agenten über eine Landstraße zu den Berkowitz' fahren, entdeckt Mulder das durch ein Zelt verdeckte Haus der Pollidoris. Die Agenten eilen in das Haus, in dem sie Elizabeth ohnmächtig auffinden, kurz bevor sie beide ebenfalls von den Dämpfen ohnmächtig werden. Der alte Mann, der Vater von Dr. Pollidori, tritt, mit einer Gasmaske vor dem Gesicht, aus dem Nebel. Als die Agenten und Elizabeth wieder das Bewusstsein erlangt haben, beschreibt Mrs. Pollidori ihren Angreifer als einen furchtbar entstellten Mann mit zwei Mündern.

Der alte Mann serviert der Kreatur ein Erdnussbuttersandwich während diese den Film „Die Maske“, mit Cher in der Hauptrolle, ansieht. Dr. Pollidori stellt seinen Vater zur Rede und erwürgt diesen in einem Wutanfall.

Ein Mob bestehend aus Stadtbewohnern hat sich vor dem örtlichen Postamt versammelt, als ein Postmitarbeiter behauptet, er habe das Monster gefunden. Er zieht einem jungen Mann eine Mutato-Gummimaske vom Kopf, woraufhin das Gesicht von Izzy zum Vorschein kommt. Der Postbeamte zeigt den Anwesenden, den Inhalt eines Pakets an Izzy das er abgefangen hat, das weitere Mutato-Gummimasken enthält.

Anaylsen zeigen, dass die Rückstände der Masse, die in den Pfannen der Opfer erhitzt wurden eine Substanz enthält, die zur Anästhesie von Tierherden verwendet wird und deren Verwendung von der FDA (US Food and Drug Administration, dt. Behörde für Lebens- und Arzneimittel) überwacht wird. Diese Spur führt die Ermittler zur Farm des alten Mannes. Dort angekommen erfahren sie von der örtlichen Reporterin, das diese beobachtet hätte, wie die Kreatur seinen Vater, den alten Mann begraben hätte. Kurz darauf erreicht der wütende Mob die Farm. Die Agenten erkennen, dass Dr. Pollidori seinen Vater getötet hat. Es gelingt ihnen, den verängstigten Mutato aufzuspüren und versuchen, ihm zur Flucht zu verhelfen, doch sie werden vom aufgebrachten Mob dabei beobachtet, so dass sie sich in einen Keller zurückziehen, in den der Mob angeführt von Pollidori kurz darauf einfallen. Dort erklärt Pollidori, dass sein Vater der Erschaffer der Kreatur sei. Der Mutato erklärt, dass er nie einem Lebewesen schaden zugefügt hätte. Er erklärt, wie der alte Mann vor 25 Jahren erkannt habe, dass sein Sohn geheime Experimente durchführte, dessen unglückliches Ergebnis der Mutato war. Der alte Mann liebte den Mutato mehr als seinen eignen egoistischen und von Ehrgeiz zerfressenem Sohn und versuchte, eine Gefährtin für den Mutato zu erschaffen. Der Mob entscheidet, dass der Mutato gar kein Monster sei. Pollidori wird verhaftet und weg gebracht. Die Agenten nehmen den Mutato in ihre Obhut, doch statt ihn in ein Gefängnis zu bringen, fahren sie mit ihm in einen Nachtclub in Memphis, in dem Cher für den Muato, ihrem größten Fan, singt.

Schauplätze

  • Bloomington, Indiana
    • Haus der Familie Berkowitz
    • Haus und Farm der Pollidoris
  • JJ's Country Diner in der Innenstadt von Bloomington

Hintergründe

Bedeutung des Episodentitels

  • Der englische Originaltitel, The Post-Modern Prometheus, ist eine Anspielung auf Mary Shelleys Frankenstein-Roman, der den Untertitel The Modern Prometheus trägt.

Musik

  • siehe hier
  • Dem musikalischen Leitmotiv lag "Das Aquarium" aus Camille Saint-Saëns Werk "Karneval der Tiere" als Temp-Track zugrunde. Ein Temp-Track ist ein bereits existierendes Musikstück, dass in der Filmproduktion während der Schnittphase verwendet wird. Es wird nach der Produktion des Score durch diesen ersetzt. Einige Teile der Musik wurden auf der The X-Files: Vol. 1 (CD) veröffentlicht.

Notizen

  • Eine besondere Folge: Gedreht im klassischen "Monsterlook", schwarz-weiß. Die erste und letzte Szene sind im Comic Look gehalten, so als wäre die Episode ein Comicbuch.
    • Dies ist eine Hommage an James Whales Film Frankenstein, deshalb ist wurde sie in schwarz-weiß gedreht. Carter wollte etwas tun, was sie bei The X Files noch nie getan hatten. Er dachte, es wäre einfacher, auf schwarz-weiß zu drehen, aber es ist schwieriger zu beleuchten.
    • Dies wurde mit Weitwinkelobjektiven aufgenommen, kleine Fotos der Schauspieler, mit denen sie schauspielerten, wurden an der Kamera befestigt, damit sie wussten, mit wem sie gerade eien Szene spielten, da die Schauspieler imner nur in eine Kamera spielten und nicht mit einem Partner.
    • Die Blätter an den Bäumen waren leuchtend gelb
    • Cher (selbst ein X-Phile) wurde angeboten, sich selbst zu spielen, lehnte aber ab. Daraufhin wurde ein Double verwendet. Cher bedauerte später, nicht mitgespielt zu haben, denn sie fand sie Episode toll.
  • Chris Carter erzählte 2016 in einem Interview mit Smithsonian, dass Rosanne Barr eine Rolle in der Episode übernehmen sollte [1] - vermutlich die von Shaineh Berkowitz.
  • Chris Owens, der später eine wiederkehrende Rolle als Jeffrey Spender hatte, spielte Mutato
  • Xantha Radley spielte in Akte X - Jenseits der Wahrheit die FBI-Agentin Monica Bannan.
  • Der große Mann, der Mulder zum stolpern bringt, ist ein ehemaliger Profi-Wrestler mit dem Namen The Gentle Giant (Der sanfte Riese)
  • Carter wollte, dass Hockey-Profi Mark Messier den Postboten spielt, aber dieser stand nicht zur Verfügung.
  • Carter hatte eine Zeit lang die Idee, etwas Böses in einem von Termiten befallenem Haus vorgehen zu lassen. (Wie es aussieht, gefiel Vince Gilligan diese Idee ;-) )
  • Carter hält die Aufnahme von Gillian Anderson, die ein Bild auf einem Regal betrachtet, für die schönste, die er je in der Serie gesehen hat.
  • Der Mutato wurde bereits bei den Simpsons verwendet, deshalb musste er den Die Simpsons und Futureama-Schöpfer Matt Groening um Erlaubnis bitten.
  • Carter sah den Schauspieler, der Izzy spielte in einem Lastwagen, als dieser vom Schwimmen zurückkam - der Mann sah genau so aus, wie er sich die Rolle vorgestellt hatte. Er hatte noch nie zuvor in irgendetwas mitgespielt und seitdem auch nicht mehr. Sein Vater war im Hollywood-Geschäft tätig und Carter dachte anfangss nicht, dass er irgendetwas mit den X Files zu tun hatte. Seine Freunde waren auch keine Schauspieler - aber einer war als Schlangenfänger für Fight the Future tätig. Goat Boy war Abräumer in einem Coffee-Shop in Vancouver, den Carter oft aufsuchte. Dieser war vor allem wegen des Geldes daran interessiert, an der Serie mitzuspipelen.
  • Die Idee zu der Episode dazu kam Carters durch seine Freundin Anne Simon, der wissenschaftlichen Beraterin der Serie. Ein Freund von ihr manipulierte die Gene aus dem Auge einer Fliege. Chris erkannte, dass er jetzt eine Frankenstein-Folge machen konnte, was er schon so lange vor hatte.
    • Die gemeine Stubenfliege besitzt die gleiche genetische Information in sich wie Menschen. Das wollte Carter mit dieser Episode mitteilen, weil er die Vorstellung erschreckend findet. Er ist jedoch der Meinung, er hätte Mulder das besser mitteilen lassen müssen.
  • Dr. Pollidoris Haus war ein Haus, in dem Weihnachtsschmuck verkauft wurde, also ließen man es einfach so, wie es war.
  • Carter wollte schon immer eine Episode mit diesen tierähnlichen Charakteren in Hauptrollen machen, weil ihm die Arbeit mit ihnen so gut gefiel.
  • Die Szene, in der Scully und Mulder aus ihrem Auto aussteigen und zu einem Haus, das mit einem Zelt verdeckt ist, gehen, sieht man die Lichtdouble der Hautpdarsteller, also Mitch Pileggis Ehefrau Arlene als Scully und Duchovny Stuntdouble Steve Kiziak. David und Gillian hatten auf Grund des engen Zeitplans selten mal zwei Stunden frei, also versuchte die Produktion ihnen das zu ermöglichen, wann immer es möglich war.
  • Jemand erzählte Carter von einem Kuchen, den man in eine Bratpfanne legen könnte, um alle außer Gefecht zu setzen, aber als er begann, darüber zu recherchieren, konnte er nichts darüber finden. Deshalb gab man vor es handele sich um eine Art Betäubungsmittel für Vieh. Es kommt selten vor, dass etwas in den X-Files nicht aus dem echten Leben stammt.
  • Duchvony improvisierte den Spruch "Toll, jetzt wird mein Schritt die ganze Nacht weh tun", als ihm Kaffee in den Schoß geschüttet wurde, der es aber nicht Episode schaffte. Man kann ihn aber im Gag Reel zur 5. Staffel finden.
  • laut Carter bewegten sich die Statisten immer auf die Kamera zu, anstatt auf ihren Markierungen zu bleiben, das er ärgerlich fand
  • die Szene, in der Izzy den Mund gegen das Fenster drückt, war die Idee des Schauspielers, Chris sah ihn dabei herumalbern und nutze es in für die Episode.
  • Das Bauernhaus war ungeheizt, alle waren zusammengepfercht und frierten während den Aufnahmen.
  • Mutatos zweiter Mund bewegte sich tatsächlich, da er animitronisch war, aber man kann es nicht wirklich erkennen, weil es zu dunkel war. Auch das Auge bewegte sich.
  • Der Regen in der Szene, als die Bewphner mit Fackeln kommen, ist echt.
  • Einige der Worte, die Dr. Polidori sagt, sind direkte Zitate von Dr. Frankenstein aus dem Roman.
  • Carter fand es erstaunlich, dass die Statisten, die mit Fackeln herumliefen, nicht asu Versehen die Scheune in Brand gesteckt haben. Für die Szene wurden strategisch platzierte Propangastanks, die Feuer aus den Fenstern schossen und einer nachgebildeten Fassade der Scheune realisiert. Einge Crewmitglieder wurden verletzt, als sie mit Tieren aus der Scheune rannten, ein Pferd trampelte jemanden nieder.
  • für die Schlussszene wurde ein verlassener Musiksaal gemietet. Die Promi-Imitatorin Tracey Bell spielt Cher, aber sie konnte ihre Talente nicht wirklich zur Schau stellen, weil Carter nciht zeigen wollte, dass es sich dabei nicht um Cher handelte.
  • laut Chris Carter war die Tanzszene am Ende der Episode komplett von David Duchovny und Gillian Anderson improvisiert[2]


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