5X03 Redux Teil 2 (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron/ProSieben, sofern es nicht dabei um eine Übersetzung des englischen Transkripts handelt. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden und dürfen nur nicht-kommerziell verwendet werden. Und dienen zur Zugänglichmachung zugunsten behinderter Menschen sowie zur Verwendung als Zitat. Wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.

Anmerkung von Knäuel: Okay, also dies hier ist keine Übersetzung Tiny Dancers englischem Transcript zu dieser Folge, sondern eine Abschrift der Synchrofassung im deutschen Fernsehen. Dass alles hier unserem lieben Chris Carter, 1013 und Fox gehört, muss ich euch sicher nicht mehr sagen... also kann's jetzt losgehen. Viel Spaß! ;-



5X03 Redux Teil 2
The Truth is out there



TRINITY HOSPITAL
NOTAUFNAHME
WASHINGTON D.C.
5:13 AM


Mulder geht mit der Absicht, Scully zu finden, den Gang entlang. Er trifft auf eine Pflegefachkraft.

MULDER: Können Sie mir helfen? Ich suche nach einer Frau, ...

Eine Pflegefachkraft ist beschäftigt und geht weg. Er geht an einem Krankenzimmer vorbei, in dem eine Pflegefachkraft gerade einen Mann behandelt.

MULDER: Entschuldigung, ich...

Pflegefachkraft: Keine Zeit!

Mulder geht weiter zur Schwesternstation.

MULDER: Entschuldigung, ich bin auf der Suche nach einer Dana Scully. Wurde sie hier ...

Die Pflegefachkraft am Telefon hebt ihren Finger, um ihm verständlich zu machen, leise zu sein und kurz zu warten. Er geht zu einer weiteren Schwester, die an einem Schreibtisch sitzt

MULDER: Entschuldigung, ich bin auf der Suche nach Dana Scully. Ist sie hier Patientin? Dana Scully ... '

Als sie auf seine Anwesenheit nicht reagiert, fährt er fort.

MULDER: Ist hier irgendwo eine Aufnahmeschwester? Keine Antwort Kann mir hier vielleicht mal irgendjemand helfen?

Ein Arzt kommt den Gang entlang auf Mulder zu

ARZT: Jetzt beruhigen Sie sich erst mal.

MULDER: Ich werde mich beruhigen, wenn mir jemand einen Grund gibt mich zu beruhigen. Ich bin auf der Suche nach einer Patientin, die auf der Intensivstation liegt.

ARZT: Dana Scully,

MULDER: Ja.

ARZT: Ich hatte Sie schon beim ersten Mal verstanden.

MULDER: Wo ist sie?

ARZT: Sie liegt immer noch auf der Intensivstation.

MULDER: Und wo ist das?

ARZT: Sie müssen mir erst mal sagen, wer Sie sind.

MULDER: Wo ist sie?

SKINNER: Agent Mulder ...

Mulder dreht sich um, und sieht Skinner, der mit zwei Männern in Anzügen den Gang entlang auf ihn zukommt. Mulder geht geradewegs dahin, wo Skinner herkam. Skinner geht mit ihm gemeinsam weiter.

SKINNER: Wo wollen Sie hin?

MULDER: Zur Intensivstation.

SKINNER: Sie sind aber gut in Form für einen Toten.

MULDER: Ich bin nur halb tot.

SKINNER: Sie werden sich für vieles verantworten müssen.

Mulder geht durch die Tür, Skinner wendet sich den beiden Männern in Anzügen zu.

SKINNER: Sie warten hier vorläufig.

Skinner geht durch die Tür. Mulder geht einen Gang entlang mit Röntgenbildern und einem Arzt, der diese Aufnahmen analysiert. Er sieht Scully durch ein Fenster in der Wand im Bett liegen. Sie wird beatmet. Er hält an, sieht sie und beugt sich nach vorne, sich auf seine Knie stützend. Skinner gesellt sich zu ihm.

MULDER: Was ist mit ihr?

SKINNER: Sie hat einen hypovolämischen Schock erlitten. Sie hat viel Blut verloren.

MULDER: Und weshalb? Keine Antwort Aufgrund wovon?

SKINNER: Weil sie stirbt! Gehen wir.

Skinner nimmt Mulders Arm. Mulder schüttelt ihn ab.

MULDER: Lassen Sie mich los.

Sie ringen kurz miteinander.

SKINNER: Sie können nichts für sie tun.

Mulder schlägt gegen Skinners Brust

MULDER: Nehmen Sie die Pfoten weg!

Skinner packt ihn am Jackett.

SKINNER: Hören Sie auf damit! Ich möchte Sie nicht verhaften müssen.

Einer der Männer im Anzug und Skinner stoßen Mulder zurück. Mulder wirft einen letzten Blick auf die bewusstlose Scully im Bett.


FBI-HAUPTQUARTIER
WASHINGTON, D.C.
9:15 UHR - BLEVINS BÜRO


Mulder wird von Skinner in das Büro begleitet. Mulder setzt sich auf einen Stuhl für Besucher, Skinner steht rechts von ihm.

BLEVINS: Ich bin etwas ratlos, wie ich jetzt hier weitermachen soll. Diese Situation, die sich unerwartet entwickelt hat während unserer formellen Untersuchung Ihres angeblichen Todes, Agent Mulder. Die Tatsache, dass Sie hier heute sehr lebendig anwesend sind, dürfte wohl zur Folge haben, dass wir von jetzt an in einem ganz neuen Kontext ermitteln müssen, denn nun stehen wir vor der Aufgabe, die Identität der in Ihrer Wohnung gefundenen Leiche und die Umstände, die dazu geführt haben, zu verifizieren.

Ein Senior Agent sitzt zu Blevins Rechten.

SENIOR AGENT: Möchten Sie uns vielleicht erklären, was zu diesen Umständen geführt hat?

MULDER: Unterstellen Sie, dass ich das kann?

BLEVINS: Agent Mulder, wir wollen Ihnen ganz inoffiziell die Möglichkeit geben sich selbst zu helfen.

MULDER: Wie soll ich mir denn helfen?

SENIOR AGENT: Indem Sie hier Fakten und Einzelheiten offen legen, die es diesem Ausschuss ermöglichen, etwas informierter mit seiner Arbeit fortzufahren.

MULDER: Das hilft Ihnen, aber wie hilft es mir?

BLEVINS: Agent Mulder, das hier kann schnell zur Untersuchung eines Mordes werden und es dürfte zur Anklageerhebung kommen.

SKINNER: Wir haben nur eine weitere verdächtige Person und die ist vielleicht nicht mehr lange in der Lage, sich zu entlasten.

BLEVINS: Agent Scully hat uns belogen. Warum?

Kurze Pause.

SENIOR AGENT: Wer schützt hier wen, Agent Mulder?

BLEVINS: Es liegt ganz bei Ihnen, aber Ihre Weigerung zu antworten, dürfte bei einer offiziellen Befragung einen sehr schlechten Eindruck machen.

MULDER: Sind wir dann fertig?


Auf dem Gang.

Skinner folgt Mulder aus dem Büro hinaus und den Gang entlang.

SKINNER: Ein guter Rat von einem Freund, spielen Sie weiter so wie bisher.

MULDER: Exfreund, meinen Sie.

SKINNER: Sie brauchen jetzt einen Freund und jede nur mögliche Hilfe.

MULDER: Das hätten Sie im Krankenhaus erwähnen sollen, als Sie meinen Arsch wegschleifen ließen.

SKINNER: Ich habe Ihren Arsch gerettet, Agent Mulder. Ich habe die gerichtsmedizinischen Beweise über die Leiche auf Ihrem Fußboden zurückgehalten. Ich habe Ihr Geheimnis bewahrt, bis Sie gestern Abend aufgekreuzt sind. Dadurch musste ich Sie da mit reinziehen. Scully wird das alles bestätigen.

MULDER: In Anbetracht ihres Zustands, können Sie das leicht sagen.

SKINNER: Soll ich mal die Dinge beim Namen nennen, Agent Mulder? Die Pathologen haben bei dem Toten aus Ihrer Wohnung zwei Schusswunden gefunden. Die erste war ein Treffer mitten ins Herz aus einer Handfeuerwaffe und die zweite ein post mortem Schuss ins Gesicht, um die Identität des Mannes zu vertuschen. Ich wäre ja schon zufrieden, wenn ich das ballistische Ergebnis des ersten Schusses hätte.

MULDER: Wie können Sie mir helfen?

SKINNER: Sagen Sie mir, warum Scully für Sie gelogen hat.

Mulder denkt nach, geht zum Fenster, Skinner folgt ihm, niemand anderes hört zu.

MULDER: Sie ist mit dieser Krankheit infiziert worden. Von jemandem, der in Verbindung zum FBI steht, einem Maulwurf, der hier arbeitet.

SKINNER: Und ... wer ist es?

MULDER: Das habe ich bisher nicht herausfinden können.

SKINNER: Sie sollten trotzdem nicht vergessen, wer Ihre Freunde sind, Agent Mulder. Denken Sie daran, wem Sie vertrauen können.


Auf der Rennbahn - im Fernsehen.

Auf dem Sender WWN läuft eine Anhörung über das Klonen.

VORSITZENDER: Senator, wo müssen dem Wissensdurst der Menschen Grenzen gezogen werden?

MANN IM TV: Ich glaube, es gibt keine absteckbaren Grenzen. Solange die Wissenschaft öffentlich operiert, und aus freiem Willen, sollten ihr keine Grenzen gesetzt werden.

VORSITZENDER: Senator Kennedy ...

KENNEDY: Dr., darf ich Sie vielleicht an Ihre Aussage erinnern, dass das Klonen von Menschen nicht in Betracht gezogen werden sollte, wenn es sich als technisch zu schwer durchführbar erweist. Würden Sie uns freundlicherweise Mal erläutern, was Sie als größtes technisches Hindernis beim Klonen von Menschen ...

Der Ton geht aus, als die Kamera zurückzoomt und wir den Elder sehen, der in seiner Box auf der leeren Rennbahn fernsieht. Der Cigarette-Smoking Man gesellt sich zu ihm.

CSM: Sie haben es wohl schon gehört.

ELDER: Mulder ist also noch am Leben.

CSM: Hab ich es nicht gesagt? Man sollte ihn eben nicht unterschätzen.

ELDER: Ja, wie Sie schon sagten. Andererseits hat er seine neue Freiheit wohl auch Ihnen zu verdanken.

CSM: Mit einem gestohlenen Ausweis konnte sich Mulder Zutritt zu den Labors für Spezialforschungsprojekte verschaffen.

ELDER: Und Sie ließen ihn unbehelligt wieder abhauen.

CSM: Ja.

ELDER: Wir sind zu verwundbar. Unser Mann im FBI ist schon bloßgestellt und das, was Mulder vielleicht gesehen hat, könnte unsere Pläne gefährden.

CSM: Was Mulder gesehen hat, wird uns auf jeden Fall nutzen. Und es hilft uns bei unseren Plänen. Mulder hat Schwierigkeiten, er könnte Hilfe brauchen und wir könnten sie ihm geben.

ELDER: Und was kriegen wir dafür?

CSM: Seine Loyalität uns gegenüber. Wie ich schon immer gesagt habe, Mulder ist sehr viel wertvoller für uns, wenn er am Leben ist.

Der Cigarette-Smoking Man geht weg. Der Elder wendet sich einem Mann zu, der ein paar Reihen hinter ihm sitzt.

ELDER: Sie können wie geplant vorgehen.

Der Mann nickt


Scullys Krankenzimmer


Scully liegt mit halbgeöffneten Augen auf der Seite. Mulder erscheint im Gang ihres Zimmers, der durch ein großes Fenster vom eigentlichen Zimmer getrennt ist. Als Mulder sieht, dass Scully wach ist, grinst er breit. Er kommt herein.

SCULLY: Mulder, was machen Sie denn hier?

MULDER: Ich habe gehört, dass Sie von der Intensivstation verlegt worden sind und dass es Ihnen besser geht.

SCULLY: Aber jemand könnte Sie hier erkennen.

MULDER: Keine Sorge.

Er greift ihre Hand, küsst sie auf die Wange und setzt sich auf die Bettkante

MULDER: Ich bin jetzt offiziell nicht mehr tot.

SCULLY: Was ist passiert?

MULDER: seufzt Ich bin nicht hier, um darüber zu reden.

SCULLY: Versuchen Sie nicht, mich zu schonen, Mulder. Ich will es wissen!

MULDER: Na ja, viel gibt's da sowieso nicht zu erzählen. Ich werde dem FBI-Ausschuss über alles, was ich weiß, berichten. Vom Komplott, den Männern im Hintergrund und was vermutlich damit bezweckt wird.

SCULLY: Konnten Sie herausfinden, wer beim FBI dahintersteckt?

MULDER: Nein. Doch das spielt jetzt keine Rolle.

SCULLY: Oh doch.

MULDER: Aber Scully ... wir müssen das jetzt nicht durchkauen.

SCULLY: Mulder, Skinner hat vernichtende Beweise gegen Sie. Er weiß, dass Sie diesen Mann, der in Ihrer Wohnung lag, umgebracht haben.

MULDER: Ja. Skinner hält die Beweise zurück.

SCULLY: Aber Skinner ist nicht echt. Er ist nicht Ihr Freund und ich bin mir fast sicher, dass er der Maulwurf ist.

MULDER: Das glaube ich nicht.

SCULLY: Wenn Sie aussagen, Mulder seufzt dann wird er das benutzen, um Sie fertig zu machen.

Mulder legt seine Hand auf Scullys Wange und betrachtet sie.

MULDER: Nein, nicht Skinner.

SCULLY: Er ist aber in der Position gewesen, um alles zu wissen, alles, was wir in den vergangenen vier Jahren gemacht haben.

MULDER: Wenn ich jetzt nicht aussage, können die die Beweise verschwinden lassen.

SCULLY: seufzt Dann schieben Sie es einfach auf mich. Sie müssen ihnen sagen, dass ich den Mann umgebracht habe.

MULDER: lächelt und schüttelt den Kopf Das kann ich nicht. Das kann ich nicht tun.

SCULLY: Doch, das können Sie. Mulder, wenn ich Sie retten kann, dann lassen Sie mich doch. Dann ergibt das, was mir passiert ist, wenigstens ein bisschen Sinn.

Mrs. Scully und Bill betreten das Zimmer.

MRS. SCULLY: Dana? Hallo Fox!

MULDER: Hallo Mrs. Scully.

MRS. SCULLY: Ich hoffe, wir stören nicht irgendwie.

MULDER: Nein ... ich wollte sowieso gerade wieder gehen.

Mulder küsst Scullys Hand, die er die ganze Zeit gehalten hat. Er steht auf, in der Tür trifft er auf Bill, Jr.

MULDER: Hallo, ich bin Fox Mulder, wir kennen uns glaub' ich noch nicht.

BILL, JR.: Ich bin Bill Scully. Sie schütteln Hände.

MULDER: Das mit ihrer Schwester tut mir sehr leid.

BILL, JR.: Mr. Mulder?

MULDER: Ja?

BILL, JR.: Ich weiß ein paar Dinge über Sie. Was Dana so mit Ihnen durchgemacht hat. Also ... halten Sie die Arbeit fern von ihr, in Ordnung? Lassen Sie sie in Würde sterben.


Treppenhaus

Der Mann, der eher hinter dem Elder saß, geht die Treppe mit einem Koffer hoch. Er stellt ihn auf die Treppen und öffnet ihn. Es ist ein zerlegtes Maschinengewehr.


Krankenhausgang. Mulder verlässt Scullys Zimmer und geht den Gang entlang. Er sieht den Cigarette-Smoking Man

MULDER: Bitte sagen Sie mir, dass Sie wegen Ihres Lungenkrebses hier sind.

CSM: Sie sollten froh sein über meine Anwesenheit. Ich erweise Ihnen damit Respekt.

MULDER: Fahren Sie zur Hölle!

CSM: Für Ihre Cleverness und Ihre Findigkeit und was Sie damit für Scully tun konnten.

MULDER: Wovon reden Sie überhaupt?

CSM: Sie haben es doch schließlich geschafft, in das Verteidigungsministerium einzudringen und ein Heilmittel für Scully zu finden.

MULDER: Was ich gefunden habe, war nutzlos.

CSM: Ganz im Gegenteil. Es ist entscheidend für ihr Überleben. Wenn Sie möchten, können wir zusammen rausgehen, damit ich es Ihnen mal erklären kann. Mulder zögert Ich bin heute als Freund hier, Agent Mulder. Mulder folgt ihm nach draußen


Büro der Lone Gunmen.

Mulder und die Lone Gunmen stehen um einen Tisch herum.

MULDER: Er hat mir versichert, dass es da drin ist.

Byers klopft das Metallröhrchen aus der letzten Folge leicht auf eine Platte. Etwas von dem entionisiertes Wasser spritzt heraus und auch ein kleiner Mikrochip.

FROHIKE: Ach du lieber Himmel!

Sie schauen sich den Chip unter dem Mikroskop an. Es ist ein Computerchip

BYERS: Es ist mir nie in den Sinn gekommen, wofür entionisiertes Wasser gut wäre.

LANGLY: Woher sollten wir wissen, dass wir nach einem Mikrochip suchen?

FROHIKE: DAs soll das Heilmittel für Krebs sein?

MULDER: Vielleicht wenigstens für Scullys.

BYERS: Wie denn?

MULDER: Kurz nach ihrer Entführung entdeckte sie in ihrem Genick ein metallisches Implantat unter der Haut ... nachdem sie das entfernen ließ, hat sich schon bald ihr Krebs entwickelt.

BYERS: Ist ja Wahnsinn.

FROHIKE: Das ist einfach zum Kotzen!

MULDER: Hör auf zu fluchen, Frohike. Gib mir lieber eine Pinzette.


FBI-HAUPTQUARTIER


Kritschgau wurde wie Scully in die Versammlungssitzung gerufen. Blevins und Skinner sind auch da.

BLEVINS: Mr. Kritschgau, danke, dass Sie heute gekommen sind, um bei dieser Untersuchung mitzuarbeiten. Wir hoffen, dass Sie uns Informationen geben können, die es uns ermöglichen Anklage zu erheben, wegen des Mordes an dem Pentagonmitarbeiter Scott Ostelhoff. Mr. Kritschgau, wir haben erfahren, dass Sie unmittelbar vor dem Tod dieses Mannes Kontakt mit Agent Mulder und Agent Scully hatten.

KRITSCHGAU: Das ist richtig.

BLEVINS: Und dass Sie ihnen vielleicht geheime Informationen gegeben haben ...

Kritschgau nickt

BLEVINS: Was hat Sie dazu veranlasst?

KRITSCHGAU: Meine Kenntnis von einer Regierungsbeteiligung an einer Konspiration gegen die amerikanische Bevölkerung.

SENIOR AGENT: Ähm ... bevor ... bevor wir uns jetzt eingehender mit dieser Thematik beschäftigen, möchte ich Ihnen eine ganz konkrete Frage stellen. Wissen Sie, wer Scott Ostelhoff getötet hat?

KRITSCHGAU: Nein, keine Ahnung.

BLEVINS: Wissen Sie von irgendeinem Zusammenhang zwischen seinem Tod und Agent Mulder oder Agent Scully?

KRITSCHGAU: Nein. Pause Ich weiß aber von einem anderen Todesfall, der damit zusammenhängt ... Mein Sohn ist heute Morgen gestorben. Stille am ganzen Tisch.

SENIOR AGENT: Mr. Kritschgau, Sie sind beim Verteidigungsministerium angestellt. Ist das richtig?

KRITSCHGAU: Im Grunde schon. Zum Teil beziehe ich meine Einkünfte aber aus einer anderen Quelle. Von einer Kongresslobbyfirma. Diese Firma nennt sich "Roush".

SKINNER: Roush? Irgendeine Ahnung, was das ist?

KRITSCHGAU: Nein, Sir.

Skinner schreibt "Roush" auf seinen Notizblock und unterstreicht es.


Scullys Krankenzimmer

Mulder, Bill, Mrs. Scully und ein gewisser Dr. Zuckerman stehen um Scullys Bett herum. Sie sitzt aufrecht im Bett und hält das Röhrchen in der Hand.

BILL, JR.: Das ist verrückt. Total verrückt.

MULDER: Verrückt? In welchem Sinn? Dass es Ihrer Schwester das Leben retten kann?

BILL, JR.: Sie sind kein Arzt. Es steht Ihnen überhaupt nicht zu, dieses Science Fiction - Zeug vorzuschlagen.

MULDER: Das ist keine Science Fiction.

BILL, JR.: Er hat noch nie davon gehört!

MRS. SCULLY: Bill ...

BILL, JR.: wendet sich Dr. Zuckerman zu Oder?

DR. ZUCKERMAN: Nein, bisher noch nicht.

MRS. SCULLY: Ich fürchte, dass es hier offensichtlich eine Meinungsverschiedenheit gibt ...

SCULLY: Hört zu ... Ich bin sicher, dass ihr alle nur das Beste wollt ... aber ist und bleibt meine Entscheidung.

BILL, JR.: Dana ...

SCULLY: Ich weiß, dass du nur mein Wohl im Sinn hast, Bill. Aber ich weiß auch, dass du nicht alle Fakten kennst.

Bill vermeidet Blickkontakt mit Mulder-

MRS. SCULLY: Aber solltest du nicht auf deinen Arzt hören?

SCULLY: Ja ... und das tue ich.

MULDER: Müsste sie mit der konventionellen Behandlung aufhören?

DR. ZUCKERMAN: Um ehrlich zu sein, an diesem Punkt sind die einzigen Behandlungsmethoden für ihren speziellen Krebs sowieso nur noch ... unkonventioneller Natur.

SCULLY: kurze Pause, Scully seufzt. Ich würde das gern versuchen.


Treppenhaus

Der Mann mit dem Maschinengewehr packt seinen Koffer wieder zusammen.


Krankenhausgang. Mulder sitzt auf einem Stuhl vor Scullys Tür. Bill Jr. kommt aus Scullys Zimmer und stellt sich vor Mulder

BILL, JR.: Sie glauben wirklich an diesen Quatsch, nicht wahr?

MULDER: Ja, durchaus.

BILL, JR.: Sie ... sie verteidigt Sie zwar immer, aber ... ich denke, die Wahrheit ist, dass sie Sie nur nicht enttäuschen möchte.

MULDER: seufzt Wenn es funktioniert, ist es mir egal, was sie davon hält.

BILL, JR.: Sie sind schon ein merkwürdiger Typ, wissen Sie das, Mr. Mulder?

MULDER: Warum? Nur weil ich nicht so denke wie sie? Weil ich mich nicht mit der Rolle des passiven Beobachters der Familientragödie abfinde?

BILL, JR.: Sie sind der Grund für die Tragödie. Pause. Eine Schwester habe ich schon an Ihren Kreuzzug verloren ... jetzt stirbt die andere ... Bill hält Tränen zurück. .., ist es das wert gewesen? Für Sie, meine ich. Haben Sie gefunden, wonach Sie gesucht haben?

Lange Pause.

MULDER: Nein.

BILL, JR.: Nein. Er nickt. Wissen Sie, was für ein Gefühl mir das gibt?

MULDER: In gewisser Weise ja. Da ich auch jemanden verloren habe, auch eine Schwester. Und meinen Vater. Nur, weil ich auf der Suche nach etwas war.

BILL, JR.: Wonach? Kleinen grünen Außerirdischen?

MULDER: Genau ... nach kleinen Außerirdischen.

BILL, JR.: Sie armseliger kleiner Schweinehund. Mulder sieht ihn verzweifelt an. Was anderes fällt mir nicht zu Ihnen ein.

Bill geht weg. Mulder bleibt sitzen. Sein Mobiltelefon klingelt und er nimmt den Anruf an.

MULDER: Hallo, hier ist ein armseliger kleiner Schweinehund.

CSM: Er ist vermutlich in seinem Apartment. Wie geht es unserer Patientin? Sie haben den Chip doch gefunden, nicht wahr, Agent Mulder?

MULDER: Ja.

CSM: Ich kann mir vorstellen, dass es ein paar Fragen nach seinem medizinischen Wert gab.

MULDER: Die scheint es noch zu geben.

CSM: Anscheinend muss ich mir Ihr Vertrauen noch verdienen, trotz meiner noblen Geste.

MULDER: lacht freudlos. Das könnte man so sagen.

CSM: Ich habe Ihnen noch etwas anzubieten. Und zwar habe ich ein Treffen arrangiert, an dem Sie bestimmt teilnehmen möchten, Mr. Mulder.


Diner.

Mulder sitzt am Tresen. Eine Kellnerin stellt Tabasco-Flaschen auf jeden Platz am Tresen. Mulder scheint der einzige Gast zu sein.

KELLNERIN: Tabasco. Das heilt alles.

MULDER: Hm, werd' ich mir merken.

Sie macht mit ihrer Arbeit weiter. Mulder sieht auf die Uhr. Draußen hält ein Auto, dessen Scheinwerfer auf Mulder scheinen und ihn blenden. Er geht zur Tür. Die Scheinwerfer werden ausgeschaltet. Der Cigarette-Smoking Man sitzt am Steuer. Die Kellnerin stellt sich hinter Mulder und sieht auf das Auto.

KELLNERIN: Kennen Sie die Leute in dem Wagen?

Mulder sieht auf den Beifahrersitz. Es ist Samantha!

MULDER: Das ist wahrscheinlich meine Schwester.

Er geht nach draußen. Samantha steigt aus dem Auto aus

MULDER: Samantha?

SAMANTHA: Ich habe befürchtet, ich würde dich nie wieder sehen. Er hat mir immer erzählt, dir wäre etwas zugestoßen, in jener Nacht.

MULDER: Wer? Wer hat dir das erzählt?

SAMANTHA: Mein Vater.

Sie dreht sich um und deutet auf den Cigarette-Smoking Man, der sich gerade eine Zigarette anmacht. Mulder sieht verwirrt und durcheinander aus.


RESTAURANT
41 MINUTEN SPÄTER


SAMANTHA: Ich hab' nie erfahren, was wirklich passiert ist. Ich konnte irgendwie meine Erinnerung niemals richtig zusammenfügen. Ich habe zwar immer versucht mich zu erinnern, aber... ich versuchte noch mehr zu vergessen.

MULDER: Warum?

SAMANTHA: Ich war 8 Jahre alt und hatte fürchterliche Angst. Sie sagten mir, ich wäre eine Waise.

MULDER: Aber du hast diesen Mann deinen Vater genannt.

SAMANTHA: Einige Zeit später, ich weiß nicht wie lange, brachten mich meine Pflegeeltern in ein Hotelzimmer und sagten, ich würde meinen Vater kennenlernen.

MULDER: Aber du wusstest doch, wer dein Vater war.

SAMANTHA: Ich dachte, ich wüsste es. Aber... er sagte mir, dass das alles ein Geheimnis gewesen wäre und dass er und Mom es niemandem gesagt hätten, um die Familie zu schützen.

MULDER: Und das hast du ihm geglaubt?

SAMANTHA: Er war immer so gut zu mir. Und er war der Einzige, an den ich mich erinnern konnte aus der Zeit, bevor das passiert ist.

MULDER: Du kannst dich an nichts mehr, was damals geschehen ist, erinnern?

SAMANTHA: Ich erinnere mich nur noch ... an dich Tränen steigen ihr in die Augen ... und ich erinnere mich, dass da ein paar ... Männer gewesen sind und dann ein gar nichts.

MULDER: Ich kann dir helfen. Du wurdest entführt, Samantha. Ich kann dir helfen, dich wieder zu erinnern.

SAMANTHA: Ich will das aber nicht, Fox. Ich will das nicht.

MULDER: Und warum bist du dann hier?

SAMANTHA: Mein Vater sagte mir, dass er dich gefunden hätte und dass du mich unbedingt sehen wolltest. Dass du niemals... dass du niemals aufgehört hättest nach mir zu suchen. Ist das wahr, Fox? Mulder beginnt zu weinen.

MULDER: leise Ja.

SAMANTHA: Das tut mir schrecklich leid ... und ich wünschte, ich hätte gewusst, wie ich dich finden kann.

MULDER: Was man dir erzählt hat, hör mir bitte genau zu, was dieser Mann dir erzählt hat, ist möglicherweise nicht wahr.

SAMANTHA: Warum sagst du denn das?

MULDER: Weil der Mann, der dich hergebracht hat, schon seit langem ganz genau weiß, wo ich bin.

SAMANTHA: Das verstehe ich nicht ganz ... wieso ... wa... warum sollte er es mir nicht sagen?

MULDER: Woher soll ich das wissen? Aber ich fürchte, er hat dir sehr viel vorenthalten.

SAMANTHA: Das glaube ich dir einfach nicht. Er ist mir ein guter Vater gewesen. Er hat mir ein normales Leben ermöglicht und er hat sich um mich gekümmert, als niemand sonst da war!

MULDER: Na gut, dann komm mit und wir besuchen zusammen Mom.

SAMANTHA: Mom ist ... sie lebt noch?

MULDER: Ja und ich weiß, dass sie dich gern wiedersehen möchte.

Samantha beginnt zu weinen.

SAMANTHA: Ich kann das nicht!

MULDER: Wieso?

SAMANTHA: Das ist zu viel. Ich wollte sowieso nicht herkommen. Ich hatte Angst davor, dich zu sehen. Ich führe jetzt ein anderes Leben und ich habe selbst schon Kinder. Sie steht auf und Mulder hält sie am Handgelenk fest.

MULDER: Nein. Nein, bitte, geh nicht.

SAMANTHA: Ich kann jetzt nicht hier bleiben.

MULDER: Na gut, sag mir, wie ich dich erreichen kann.

SAMANTHA: Ich brauche ein bisschen Zeit.

MULDER: Sag mir nur, wo ich dich finden kann.

SAMANTHA: Bitte nicht, Fox!

MULDER: Wir werden erst was tun, wenn du es möchtest, nur ...

SAMANTHA: Dann lass mich jetzt gehen. Bitte lass mich jetzt gehen. Widerwillig lässt er ihre Hand los. Ich verspreche dir, ich werde darüber nachdenken.

Samantha geht nach draußen zum Auto und steigt ein. Der Cigarette-Smoking Man fährt ihr mit der Hand durchs Haar. Mulder ist betäubt als sie wegfahren.


Krankenhaus

Dr. Zuckerman gibt Scully eine Spritze.

DR. ZUCKERMAN: Ist alles in Ordnung?

SCULLY: Also, entweder bin ich verwirrt oder mein Medizinstudium liegt schon zu lange zurück. Ich weiß nicht mehr, was Sie mir da injizieren.

DR. ZUCKERMAN: Fluorodeoxyglucose. (Anmerkung: Eine Art Kontrastmittel, um Gewebe in einer MRT-Untersuchung sichtbar zu machen.)

SCULLY: Disoxyglucose?

DR. ZUCKERMAN: Wenn Sie Fortschritte machen, wird das das CT bald zeigen.

SCULLY: Sie halten nicht gerade den Atem an, oder?

DR. ZUCKERMAN: Ich bin gegen Ihren Krebs so aggressiv wie möglich vorgegangen. Wenn ich Ihr Immunsystem in Schwung bringen kann, wenn Ihre Abwehrzellen erst mal erkennen, dass es erforderlich ist Ihren Tumor anzugreifen ... dann haben Sie eine Chance.

SCULLY: Haben Sie schon mal ein Wunder erlebt, Dr. Zuckerman?

DR. ZUCKERMAN: Nein, nicht, dass ich wüsste. Aber ich habe schon Menschen genesen sehen, die so krank waren, dass es unerklärbar ist.

SCULLY: Ist das kein Wunder?

DR. ZUCKERMAN: Vielleicht gibt es ja Wunder ... aber ich wage es nicht sie so zu nennen.

SCULLY: Danke.


Straße in der Innenstadt Washingtons.

Mulder trifft den Cigarette-Smoking Man und sie gehen ein Tück spazieren und reden. Der Mann mit dem Maschinengewehr zielt auf sie, während sie gehen.

CSM: Bitte entschuldigen Sie meinen etwas hastigen Aufbruch gestern Abend.

MULDER: Was wollen Sie von mir?

CSM: Was ich von Ihnen will?

MULDER: Sie geben mir diese Information, die ich immer haben wollte. Ohne irgendwelche Hintergedanken werden Sie das jawohl kaum tun.

CSM: Das ist schon wahr. Keine Tat ist völlig selbstlos. Aber heute bin ich eigentlich nur hier, weil ich Ihnen etwas anbieten will. Ich biete Ihnen die Wahrheit an, die Sie so verzweifelt gesucht haben. Über das Projekt und die Männer, die es konzipiert haben und beschützen.

MULDER: Ich kenne die Wahrheit.

CSM: Ach ja?

MULDER: Ich habe mit einem Ihrer Männer gesprochen.

CSM: Und wenn der Mann ein Lügner ist?

MULDER: Ich habe genug gesehen, um zu wissen, dass er keiner ist.

CSM: Sie haben bloß ein kleines bisschen des Ganzen gesehen.

MULDER: Was können Sie mir denn darüber hinaus zeigen?

CSM: Der Mann, der Sie angesprochen hat, dieser Michael Kritschgau, hat Sie mit wunderschönen Lügen getäuscht. Er hat Ihnen gesagt, dass alles, was Sie über die Existenz außerirdischen Lebens geglaubt haben, nicht stimmen würde.

MULDER: Was sagen Sie dazu?

CSM: Wie ich schon gesagt habe, ich biete Ihnen die Möglichkeit, die Wahrheit zu erfahren.

MULDER: Und was erwarten Sie dafür?

CSM: Kündigen Sie beim FBI und arbeiten Sie für mich. Ich kann Ihre Probleme aus dem Weg räumen.

Pause.

MULDER: schüttelt den Kopf Daraus wird nichts.

CSM: Nach allem, was ich Ihnen gegeben habe?

MULDER: Was ... was haben Sie mir denn gegeben? Ein angebliches Heilmittel für Scully, ist sie geheilt? Sie zeigen mir meine Schwester und nehmen sie mir gleich wieder weg. Sie geben mir gar nichts!

CSM: Ich gehöre zu den Menschen, die ihr Versprechen halten, doch dazu brauch' ich etwas von Ihnen.

MULDER: Sie haben meinen Vater ermorden lassen. Und Scullys Schwester. Wenn Scully stirbt, dann bring' ich Sie um! Ganz egal wessen Vater Sie sind, ich werd' Sie abknallen!

CSM: Dazu wären Sie wohl sicherlich imstande, wie man so hört. Soweit ich weiß, müssen Sie sich morgen bei einer Anhörung für Ihre mörderische Impulsivität verantworten. Mulder sieht geschockt, dann nervös. Er geht weg. Falls Sie es sich anders überlegen, das Angebot steht noch.


Scullys Krankenzimmer. Mrs Scully kommt herein. Scully liegt im Bett auf der Seite. Man sieht, dass sie geweint hat.

MRS. SCULLY: Dana? Scully dreht sich zu ihr um. Dr. Zuckerman hat angerufen. Er sagte, du wolltest mich sehen. Was ist denn? Sie setzt sich auf Scullys Bettkante und sie umarmen sich. Scully weint.

SCULLY: Es tut mir ja so leid. Ich kämpfe und ich kämpfe und ich kämpfe ... aber ich bin so dumm gewesen.

MRS. SCULLY: Wieso? Was ist denn?

SCULLY: Ich bin in meinem Leben so weit gekommen mit meinem Gottvertrauen und jetzt, wo ich es am meisten brauche, schiebe ich es weg. Ich meine, wieso ... warum trage ich das hier wohl sonst? Scully hält ihre Kreuzkette hoch. Warum trage ich das hier, Mom? Ich lasse mir etwas, das ich weder kenne noch verstehe unter die Haut implantieren. Ich setze mich fort während diesen verrückten Behandlungsmethoden aus und rede mir immer ein, ich würde alles in meiner Macht Stehende tun, aber das ist eine Lüge!

MRS. SCULLY: Du hast dein Gottvertrauen nicht verloren, Dana.

SCULLY: Doch, ich fürchte ... irgendwie schon. Als du zum Beispiel... als du Father McCue zum Essen eingeladen hast, damit er meinen Glauben erneuert ... da verschloss ich mich vor ihm.

MRS. SCULLY: Ich glaube, das Wichtigste ist jetzt, dass du dir deine Energie richtig einteilst.

SCULLY: Ich werde nicht wieder gesund, Mom.

MRS. SCULLY: Das weißt du doch jetzt noch gar nicht ...

SCULLY: Meine Tomografie zeigt keinerlei Besserung.

Sie umarmen sich und weinen beide.

MRS. SCULLY: Du hast Angst, ich weiß. Ich weiß, dass du Angst hat es mir zu sagen, aber du musst es jemandem sagen.


Unbekannter Ort.

Der Elder sieht sich die Konferenz auf dem Sender WWN an.

MANN IM TV: Ich möchte hier gleich mal voraussagen. Das Klonen wird weitergehen. Der menschliche Forschungsdrang wird sich auch in Zukunft damit beschäftigen und ich fürchte irgendwann werden auch Menschen geklont werden, egal ob wir das nun richtig finden oder nicht. Egal, ob wir uns hier über ethische Aspekte die Köpfe heiß reden. Ich glaube, dass es unschätzbare Vorteile für die menschliche Rasse haben könnte ...

Skinner betritt die Anhörung. Der Elder ist nicht glücklich darüber und greift zum Telefon. Skinner setzt dich hinter den Sprecher und unterhält sich kurz mit seinem Sitznachbarn.

ELDER: Schalten Sie mal Ihren Fernseher ein. Sehen Sie auch die Anhörung? Sehen Sie, wer da ist? Er sammelt Informationen. Für wen? Unser Kollege hat doch versprochen, eine Lösung für dieses FBI-Problem zu finden. Sie werden das jetzt lösen, verstehen Sie mich? Und zwar ein für alle Mal!


Scullys Krankenzimmer. Es ist nachts. Mulder betritt das abgedunkelte Zimmer. Scully schläft auf der Seite, mit dem Rücken zur Tür. Mulder geht um das Bett herum und legt sein Jackett über ihr Fußende. Er sieht sie an und berührt ihre Haare. Dann geht er auf die Knie, hält ihre Hand und weint ganz bitterlich.


Blevins Büro. Mulder kommt rein. Der Senior Agent ist bei Blevins.

BLEVINS: Agent Mulder, würden Sie bitte Platz nehmen. Wir müssen etwas äußerst Wichtiges jetzt erst mal vorziehen. Mulder setzt sich. Sie sollten ja heute erst später für sich aussagen, aber ich habe inzwischen alarmierende gerichtsmedizinische Beweise über die Leiche in Ihrer Wohnung bekommen. Hier in meiner Hand halte ich ballistische Daten, die zu Ihrer Dienstwaffe passen, Agent Mulder.

MULDER: Woher haben Sie die?

BLEVINS: Ich bin nicht berechtigt das zu sagen, aber wenn Sie nicht in der Lage sind uns jemand anderen zu benennen, der den tödlichen Schuss abgefeuert hat, deutet alles auf Sie als Mörder hin. Sind Sie bereit zu beeiden, dass Sie nicht den Schuss abgegeben haben?

MULDER: W … warum bin ich hier?

BLEVINS: Dieser Mann hat für das Pentagon gearbeitet, Agent Mulder.

MULDER: Dieser Mann hat mich ausspioniert.

BLEVINS: Wissen Sie auch für wen? Pause. Agent Scully war schon mal bereit den Namen des Mannes beim FBI zu nennen, der Ihrer Meinung nach in das Komplott gegen Sie verwickelt war. Wir glauben, dass sie den stellvertretenden Direktor Skinner nennen wollte ... von dem wir gerade erfahren haben, dass er innerhalb des FBI an einer Geheimsache arbeitet.

MULDER: Ich weigere mich, das zu glauben.

BLEVINS: Aber die Bewiese, die wir zusammengetragen haben, sind erdrückend.

MULDER: Können Sie sie mir zeigen?

BLEVINS: Agent Mulder, wenn Sie diesen Mann heute bei Ihrer Anhörung benennen, können wir Anklage gegen ihn erheben und das könnte sich wiederum zu Ihrem Vorteil auswirken.

MULDER: Indem ich Skinner nenne, rette ich also meinen Kopf.

BLEVINS: Ich ließ Sie rufen, um Ihnen das zu empfehlen. Als Ihr Freund. lange Pause.

MULDER: Wir sehen uns bei der Anhörung. Sie nicken einander zu.


Scullys Krankenzimmer. Scully liegt im Bett. Sie sieht nicht sehr gut aus. Mulder kommt rein und setzt sich auf einen Stuhl neben ihrem Bett.

MULDER: Guten Morgen.

SCULLY: Was machen Sie denn hier? Sie haben doch eine Anhörung.

MULDER: Ja. Ich war schon gestern Nacht hier, aber ich brachte es einfach nicht fertig, Sie zu wecken.

SCULLY: Und warum waren Sie hier? Mulder, was ist los?

MULDER: Ich war gestern Nacht sehr verwirrt. Doch als ich hier stand, dachte ich, ich hätte meinen Weg gefunden. Man hat mir ... ein Geschäft angeboten, einen Handel, durch den ich mein Leben retten könnte. Und obwohl ich ihn zuerst ausgeschlagen habe, ging ich hier gestern Nacht mit der Absicht weg, ihn anzunehmen.

SCULLY: Einen Handel? Mit wem denn?

MULDER: Das spielt keine Rolle mehr. Ich werde diesen Handel auf keinen Fall annehmen. Nicht nachdem, was heute Morgen passiert ist.

SCULLY: Was ist heute Morgen denn passiert?

MULDER: Sektionschef Blevins hat mir empfohlen, Skinner zu beschuldigen. Ihn als den Mann innerhalb des FBI zu benennen, der uns beide getäuscht hat. Und wenn ich ihn benenne, werden Sie mich schützen.

SCULLY: Werden Sie ihn denn benennen?

MULDER: Nein.

SCULLY: Dann wird man Sie vor Gericht stellen.

MULDER: Ja, sie haben Beweise gegen mich. Sie wissen, dass ich ihn umgebracht habe.

SCULLY: Mulder, selbst bei den ballistischen Beweisen, könnte der Schütze noch immer ich gewesen sein ...

MULDER: Nein! Ich lasse nicht zu, dass Sie die Schuld auf sich nehmen. Wegen ihres Bruders ... und wegen Ihrer Mutter. Und, weil ich nicht damit leben könnte. Um mit der Lüge leben zu können, muss man an sie glauben - wie diese Männer, die uns was vormachen. Denen Sie verdanken, dass Sie so krank sind. Wir alle glauben an etwas, ich glaube an die Wahrheit.

SCULLY: Wieso sind Sie überhaupt hergekommen, wenn Sie sich bereits entschieden haben?

MULDER: grinst sehr und lacht. Weil ich genau wusste, dass Sie es mir ausreden würden, wenn ich einen Fehler mache.

Scully lächelt, sieht dann aber, als würde sie gleich anfangen zu weinen. Die Tür geht auf und Father McCue tritt ein. Mulder greift nach Mulder's Hand und hält sie.

SCULLY: flüstert Ich werde für Sie beten. Mulder lehnt sich zu Scullys Ohr.

MULDER: Lassen Sie Ihren Beichtvater auch ein paar “Ave Mulder” für mich beten.

Er küsst ihre Wange und dreht sich um, um zu gehen. Scully kämpft mit den Tränen und hält seine Hand noch einen Moment fest und lässt sie dann widerwillig los. Sie sieht Father McCue an.


FBI-HAUPTQAUERTIER
WASHINGTON D.C.


Derselbe Konferenzraum. Ein Platz ist noch leer.

BLEVINS: Wenn er nicht gleich kommt, sehe ich mich gezwungen ihn verhaften zu lassen.

Mulder tritt ein.

MULDER: Tut mir leid, dass ich zu spät komme. Er setzt sich auf den leeren Stuhl.

BLEVINS: Agent Mulder ... die hier versammelten Mitglieder dieses Überprüfungsausschusses sind zunächst zusammengetreten, um Ihren angeblichen Tod zu untersuchen, nur um kurz darauf festzustellen, dass diese Meldung offenbar nicht stimmt. Dass Sie in Wirklichkeit sehr lebendig unter uns weilen, dass der Leichnam, der in Ihrer Wohnung gefunden wurde, nicht etwa Ihrer war, sondern ein Mordopfer. Getötet mit einer Dienstwaffe des FBI, die auf Ihren Namen registriert ist.

MULDER: Ich bitte um Verzeihung, aber ich bin heute hier, um das Protokoll zurechtzurücken, damit dieses Verfahren beendet werden kann ... und die Schuldigen benannt werden können. Blevins sieht glücklich aus.

SKINNER: Sir, ich bitte um eine Unterbrechung.

MULDER: Aber ich würde gern weitermachen, Sir

Mulder sieht Skinner an. Skinner wirft Mulder und Skinner abwechselnd Blicke zu.

BLEVINS: Fahren Sie fort, Agent Mulder.

MULDER: Als ich vor vier Jahren anfing beim FBI immer außergewöhnlichere Fälle zu bearbeiten, wurde mir plötzlich Special Agent Dana Scully zugeteilt, von der ich zunächst glaubte, sie würde mich bespitzeln ... um meine Ermittlungen als Science Fiction Quatsch bloßzustellen. Dass Agent Scully ihrem Auftrag zuwider handelte, habe ich ihrer Integrität als Ermittlerin, Wissenschaftlerin und als Mensch zu verdanken. Sie hat diese Integrität teuer bezahlt.

BLEVINS: Agent Mulder, Agent Scully hat diesen Ausschuss über ihren Tod belogen, ohne mit der Wimper zu zucken.

MULDER: Sie log, weil ich sie darum gebeten habe. Weil ich Beweise gegen eine Verschwörung habe, eine Verschwörung gegen das amerikanische Volk.

SENIOR AGENT: Wir haben zu diesen Beschuldigungen bereits Aussagen gehört, Agent Mulder.

MULDER: Und eine Verschwörung, deren Zielsetzung die Zerstörung des Lebens derjenigen war, die ihren wahren Zweck offenbaren könnten. Nämlich Experimente an unwissenden Opfern durchzuführen zur Förderung eines geheimen Projekts für Leute innerhalb der Regierung, die auf Ebenen fernab jeder Beschränkung durch Verantwortung operieren ...

Dieser Schütze hat den Cigarette-Smoking Man im Visier als den Innenhof überquert.

MULDER: Ohne Moral und ohne Gewissen. Männer, die das verraten, was sie zu ehren vorgeben. Und der Preis dieses Verrats ist das Leben und das Ansehen der Betrogenen. Agent Scully ... liegt jetzt in einem Krankenhausbett ...

Father McCue hält einen Rosenkranz hoch.

MULDER: … und kämpft mit ihrem Krebs im Endstadium. Sie ist auch ein Opfer dieser Tests, die ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung durchgeführt wurden. Von denselben Männern, die bei dem Versuch ihre Spuren zu verwischen so borniert waren, diejenigen, die sie benutzt haben, auch noch strafrechtlich verfolgen zu wollen. Und jetzt werde ich Namen nennen!

SENIOR AGENT: Agent Mulder, haben Sie denn nun oder haben Sie nicht den Mann erschossen, der tot in Ihrer Wohnung gefunden wurde?

MULDER: Ich beantworte diese Frage gleich, Sir.

BLEVINS: Haben Sie Scott Ostelhoff erschossen? Einen Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums.

MULDER: Ich werde die Frage beantworten, Sir.

Scully betet mit Father McCue. Tränen fließen ihr in Strömen das Gesicht hinunter.

SENIOR AGENT: Beantworten Sie die Ihnen gestellte Frage, Agent Mulder!

MULDER: Ich werde die Frage beantworten, nachdem ich den Mann benannt habe!

SENIOR AGENT: mit Nachdruck Agent Mulder!

MULDER: Ich werde die Frage beantworten, nachdem ich den Mann benannt habe, der verantwortlich für Agent Scully ist! Den Mann, der meine Wohnung vom Verteidigungsministerium beobachten ließ. Ein Mann, der sich für seine Verbrechen verantworten muss und der während ich zu Ihnen spreche, in unserer Mitte sitzt!

SENIOR AGENT: Agent Mulder, der Section Chief hat Ihnen eine Frage gestellt und Sie werden sie beantworten!

MULDER: Das kann ich nicht, Sir!

SENIOR AGENT: Sie können und Sie werden!

MULDER: Das kann ich nicht, Sir, weil der Section Chief der Mann ist, den ich beschuldige!

Blevins Augen weiten sich. Alle sehen ihn an. Skinner sieht Mulder an. Mulder lehnt sich zurück und sieht Skinner an.


Wohnung des Rauchers. Dieser steht vor dem Fenster und hält das Foto aus der Mulders Wohnung von Mulder und Samantha in der Hand. Plötzlich fällt ein Schuss von der anderen Straßenseite durchs Fenster.


Blevins Büro. Blevins stürmt hinein und schließt panisch die Tür hinter sich. Der Senior Agent sitzt am Schreibtisch und telefoniert. Dann legt er auf und steht auf. Er schießt Blevins in die Brust, legt ihm die Waffe in die Hand und geht.


Wohnung des Rauchers. Der Raucher liegt mit einem Einschussloch auf dem Boden mit dem Foto neben ihm liegend. Er schließt die Augen.


TRINITY KRANKENHAUS
00:00 UHR


Mulder sitzt wieder auf dem Stuhl vor Scullys Krankenzimmer. Skinner kommt den Gang entlang und setzt sich neben ihn.

SKINNER: Der Krebskandidat ist tot.

MULDER: Wie?

SKINNER: Ein Schuss durch sein Fenster. Er holt das mit Blut bespritzte Foto von Fox und Samantha raus und reicht es Mulder. Die Spurensicherung hat das am Tatort gefunden. Wir nehmen an, dass das sein Blut ist.

MULDER: Sie nehmen es an?

SKINNER: Wir haben zwar keine Leiche gefunden, aber der Blutverlust war zu groß, um es überleben zu können. Es geschah heute Nachmittag, als Sie Blevins bloßstellten ... Woher wussten Sie es?

MULDER: Ich hatte nur so eine Ahnung.

SKINNER: Na, das war ja gut geraten. Blevins war seit vier Jahren auf der Lohnliste einer biotechnischen Firma namens "Roush", die irgendwie mit alldem in Verbindung steckt.

MULDER: Diese Verbindung wird schon in Kürze nicht mehr nachvollziehbar sein, schätze ich.

SKINNER: Die machen reinen Tisch und bringen alles weg.

MULDER: Alles gelingt ihnen jedenfalls nicht. Er lächelt. Scullys Krebs hat sich zurückgebildet.

SKINNER: Das sind ja unglaubliche Neuigkeiten.

MULDER: immer noch lächelnd Das ist die beste Neuigkeit, die ich mir vorstellen kann.

SKINNER: Und worauf führen Sie das zurück?

MULDER: Ich weiß nicht, ob wir das je erfahren werden.

SKINNER: Kann ich sie sehen?

MULDER: Ja, ihre Familie ist bei ihr und ich glaube, dass sie Sie auch gerne sehen würde.

Skinner steht auf und öffnet die Tür zu Scullys Zimmer. Ihre Familie steht um ihr Bett herum. Sie bemerkt, dass Skinner sie ansieht und lächelt ihn wehmütig an, als wollte sie sagen "Danke" und "Es tut mir leid" zur gleichen Zeit. Skinner lächelt zurück, erleichtert, dass es ihr gut geht. Zurück im Gang, Mulder sieht auf das Bild in seinen Händen und beginnt zu weinen.

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  • Autor: TinyDancer
  • Übersetzung: Knäuel
  • Dt. Überarbeitung: CayceP
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