4X01 Herrenvolk (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron/ProSieben, sofern es nicht dabei um eine Übersetzung des englischen Transkripts handelt. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden und dürfen nur nicht-kommerziell verwendet werden. Und dienen zur Zugänglichmachung zugunsten behinderter Menschen sowie zur Verwendung als Zitat. Wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.

Anmerkung von CayceP: Dies hier ist eine Übersetzung des Originals, keine Abschrift der deutschen Episode.



4X01 Herrenvolk
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen



Ein Lieferwagen hält an einem Telegrafenmast mitten im Nirgendwo. Der Mechaniker steigt aus seinem Lieferwagen aus und bringt zwei Steigeisen an seinen Stiefeln an. Dann klemmt er auf der einen Seite einen Riemen an eine Klammer, wirft den Riemen um den Pfosten und klemmt ihn auf der anderen Seite. Indem er die Spikes in das Holz gräbt, klettert er den Pfahl hinauf, wobei er den Riemen als Stütze benutzt. Er öffnet oben einen Kasten mit der Nummer 428 und beginnt, einen Schraubenzieher zu benutzen, als sich ihm eine Biene nähert. Er will sie wegschieben, aber das Insekt kommt zurück. Er versucht erneut, sie zu verscheuchen.

TECHNIKER: Geh weg.

Die Biene landet auf seinem Hals und sticht ihn.

TECHNIKER: Oh, verdammt noch mal!

Er erschlägt die Biene und sie fällt zu Boden, liegt auf dem Rücken und summt wild umher. Fünf Jungen gehen auf den Mast zu. Fünf identische Jungen. Der Mechaniker nimmt ihre Anwesenheit zur Kenntnis, sieht sie aber nicht direkt an.

TECHNIKER: Eine Biene hat mich gestochen, was?

Er schaut sie an und sieht, dass sie identisch sind.

TECHNIKER: Also, nun... seid ihr nicht alle der Hammer?

Er lacht auf.

TECHNIKER: Bringt eure Mutter euch manchmal durcheinander?

Die Jungs antworten nicht. Er lacht vor sich hin, dann fängt er an zu würgen und zu schlucken und umklammert seinen Hals. Die Jungs treten zurück, als der Mann heftig krampft und die Steigeisen und Riemen losrüttelt. Er fällt schreiend vom Mast und rollt sich dann auf den Rücken. Die Jungen gehen zu ihm hinüber, als sein letzter Atemzug ihm entweicht. Einer der Jungen stößt seinen Kopf mit dem Fuß an, dann gehen die Jungen zurück in die Richtung, aus der sie gekommen sind.


Bond Mill Road
Ländliches Maryland

Jeremiah Smith geht auf Mulder zu, gefolgt von Scully.

JEREMIAH SMITH: Ich bin unter großem Risiko zu Ihnen gekommen... Ich will Ihnen nichts Böses.

Mulder zielt trotzdem mit seiner Waffe auf ihn.

SCULLY: Mulder, er weiß von Ihrer Schwester.

MULDER: Woher weiß ich, dass Sie es ernst meinen?

JEREMIAH SMITH: Ich kann Ihnen alles erklären.

MULDER: Zuerst möchte ich, dass Sie mit mir an einen bestimmten Ort gehen. Ich möchte, dass Sie mit mir zu meiner Mutter kommen.

Smith nickt. Ein helles Licht leuchtet auf sie und sie schauen hinüber, und sehen Scheinwerfer, die sich schnell nähern. Das Auto hält an, als Mulder und Smith sich ansehen. Der Kopfgeldjäger steigt aus dem Auto und lässt die Spitze aus seinem Stilett schnellen. Smith dreht sich um und rennt in das Gebäude.

MULDER: Gehen Sie ihm aus dem Weg, Scully, er will Sie nicht verletzen. Ihre Waffe kann ihn nicht aufhalten.

Mulder rennt hinter Smith her. Scully zielt mit ihrer Waffe auf ihren Angreifer um Mulder und Smith etwas Vorsprung zu verschaffen.

SCULLY: Bleiben Sie genau dort stehen, Sir!

Der Kopfgeldjäger rennt auf sie zu und schubst sie, wodurch sie zu Boden geht. Sie stöhnt, als der Kopfgeldjäger seinen Weg fortsetzt. Jeder sucht jetzt nach jedem. Mulder sieht Smith eine Treppe hinauflaufen und folgt ihm. Der Kopfgeldjäger betritt als Nächster das Gebäude und eilt die Treppe hinauf. Mulder erhascht einen kurzen Blick auf Smith in einer Etage über ihm. Der Kopfgeldjäger scheint sich instinktiv zu seiner Beute hingezogen zu fühlen. Scully schleicht vorsichtig ebenfalls durch das Gebäude. Der Kopfgeldjäger läuft eine Etage unter Smith und sieht seine Gelegenheit, springt eine Leiter hoch und packt Smiths Fuß von der unteren Etage aus, aber Smith ringt sich frei und läuft weiter. Als der Kopfgeldjäger von seinem kurzen Steg herunterspringt, kommt Mulder hereingelaufen. Die beiden starren sich ein paar Augenblicke lang angespannt an, warten darauf, dass der andere etwas tut. Sie drehen sich in die entgegengesetzte Richtung und beginnen, auf ihre Ziele zuzulaufen. Smith schaut sich nervös um und findet eine Ausgangstür auf dem Dach. Während Scully weiter sucht, findet der Kopfgeldjäger ebenfalls die Ausgangstür. Smith kommt am Ende des Daches an und blickt zurück, und sieht den Kopfgeldjäger schnell herankommen. Da er keine andere Wahl hat, springt er hinunter auf ein Flachdach unter ihm. Mulder rennt hinaus und sieht Smith gegenüber auf dem Boden liegen. Er rennt hinüber und hilft ihm auf.

MULDER: Kommen Sie.

Als sie anfangen loszurennen, springt der Kopfgeldjäger herunter und landet auf seinen Füßen. Langsam pirscht er sich an die beiden Männer heran und läuft hinter ihnen her, wird aber gestoppt, als Mulder die Tür zu dem Dachausgang hinter sich verschließt. Der Kopfgeldjäger versucht, die Klinke zu drücken, aber ohne Erfolg. Mulder rennt eine Treppe hinunter, Smith dicht hinter ihm. Scully sieht von einer unteren Ebene zu ihnen hoch, als sie vorbeilaufen.

SCULLY: Mulder!

MULDER: Scully, holen Sie das Auto!

Sie rennt los. Mulder und Smith rennen weiter.

MULDER: Hier entlang.

Sie rennen eine Treppe hinunter. Scully steigt in den Wagen und die Reifen quietschen, als sie auf den Eingang zusteuert. Bevor sie ihn jedoch erreichen kann, springt der Kopfgeldjäger auf die Motorhaube herunter. Scully starrt ihn eine Sekunde lang an, bevor die Autohupe losgeht. Der Kopfgeldjäger beginnt, von der Motorhaube zu klettern. Mulder und Smith hören den Lärm im Inneren.

MULDER: Verdammt.

Nachdem sie aus dem Fenster geschaut haben, gehen sie in die andere Richtung, als das Hupen aufhört.

MULDER: Hier entlang.

Sie eilen einen stählernen Steg hinunter, der Kopfgeldjäger rennt hinein und eine Treppe hinauf hinter ihnen her. Draußen schließt sich die Tür und er geht hinüber zu einem Fenster. Er wischt sich die Kondensation auf dem Glas weg und sieht, wie Mulder und Smith auf eine Halde voller Holzspänen zugehen. Der Kopfgeldjäger rennt die Halde mit den Holzspänen hinauf und schaut auf eine Anlegestelle hinunter. Mulder gleitet aus den Holzspänen heraus, nachdem er sich in ihnen versteckt hat. Er drückt auf den Knopf des Stilett und die Spitze schießt heraus. Mit einem Grunzen rammt er die Waffe in den Nacken des Kopfgeldjägers. Der Kopfgeldjäger zuckt vor Schmerz zusammen. Der Attentäter rollt den Hügel hinunter, offenbar tot. Grünes Blut, typisch für seine Spezies, sickert aus der Wunde. Mulder hebt die Waffe des Attentäters auf und rutscht auf der anderen Seite des Holzstapels hinunter zur Anlegestelle. Dort lässt Smith ein Motorboot an und fährt los.

MULDER: Hey! Jeremiah!

Er rennt den Steg entlang auf ihn zu.

MULDER: Jeremiah, halt! Was machen Sie denn da?

JEREMIAH SMITH: Gleich nach ihm werden noch mehr kommen!

MULDER: Sie können hier nicht weg!

JEREMIAH SMITH: Die werden mich umbringen!

MULDER: Ich brauche Ihre Hilfe!

Smith starrt ihn an.

MULDER: Meine Mutter liegt im Sterben!

Die grüne blubbernde Flüssigkeit im Nacken des Kopfgeldjägers löst sich auf, als sich die Wunde schließt. Scully rennt auf die Halde mit den Holzspänen zu.

SCULLY: Mulder! Mulder!

Sie geht zögernd um den Körper des Kopfgeldjägers herum, als sie auf die Spitze der Halde läuft, um Mulder und Smith im Motorboot davonfahren zu sehen. Sie schreit aus vollem Halse.

SCULLY: Mulder! Mulder!

Als sie keine Antwort bekommt, dreht sie sich um und sieht auf die Leiche hinunter. Sie beugt sich vor und zieht ein Augenlid auf, um nach einem Lebenszeichen zu suchen. Plötzlich packt der Kopfgeldjäger sie an der Kehle und beginnt, das Leben aus ihr herauszuquetschen. Er drückt sie zu Boden, während er sich aufrichtet. Sie würgt und ringt nach Luft.

ALIEN-KOPFGELDJÄGER: Wohin gehen sie?

SCULLY: Äh... ich weiß nicht...

ALIEN-KOPFGELDJÄGER: Ich muss es wissen.

SCULLY: Bitte, ich weiß es nicht.

Mit einem Grunzen reißt er das Stiletto aus seinem Hals. Er schaut auf Scully herab und löst seinen Todesgriff.

Flussabwärts binden Mulder und Smith das Boot an ein hölzernen Dock und steigen aus.

JEREMIAH SMITH: Sie wissen, wo sie uns finden können. Sie werden auf uns warten.

MULDER: Wer?

JEREMIAH SMITH: Ihre Regierungsleute. Sie werden im Krankenhaus bei Ihrer Mutter warten.

MULDER: Was können die schon tun? Wir arbeiten im Licht. Die können uns nicht aufhalten, ohne aufzufliegen, ohne Konsequenzen.

JEREMIAH SMITH: Sie müssen etwas verstehen. Ich muss sterben. Was auch immer die Konsequenzen dafür sind, sie sind unberechenbar für die Erhaltung des großen Plans.

MULDER: Der große Plan?

Smith starrt ihn an.

MULDER: Sie meinen die Kolonisierung.

JEREMIAH SMITH: Hegemonie, Mr. Mulder. Ein neuer Ursprung der Spezies.

MULDER: Ich verstehe nicht...

JEREMIAH SMITH: Ich kann es Ihnen zeigen.

MULDER: Meine Mutter liegt im Sterben. Ich muss Sie jetzt sofort zu ihr bringen.

JEREMIAH SMITH: Und wenn die auf uns warten? Wenn sie bereit sind, mich zu töten und sich den Konsequenzen ihrer Taten zu stellen, vor Ihrem unwirksamen Justizsystem, werde ich tot sein. Ich werde nicht in der Lage sein, Ihre Mutter zu retten. Die Arbeit wird weitergehen. Der Plan wird weiterhin ausgeführt werden. Oder Sie können ihn aufhalten.

MULDER: Wie kann ich es aufhalten?

JEREMIAH SMITH: Ich kann Sie an einen Ort bringen, der Ihnen die Arbeit zeigt, wo Sie sehen können...

MULDER: Nein, hören Sie, wir haben keine Zeit!

JEREMIAH SMITH: Wo Sie Ihre Schwester sehen können!

Mulder starrt ihn fassungslos an.


Providence, Rhode Island
4:56 Uhr morgens.


Mrs. Mulder ist an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Der Raucher lässt ihre Hand los, als der 1st Elder hereinkommt.

ELDER: Er wird nicht kommen.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Ich habe es Ihnen gesagt.

ELDER: Wo ist er dann?

CIGARETTE-SMOKING MAN: Ich weiß es nicht. Sicherlich hat er damit gerechnet, dass wir hier sind und warten.

Die Badezimmertür öffnet sich und der grauhaarige Mann kommt herein. Der Älteste schließt die Tür.

ELDER: Es sei denn, wir haben ein Sicherheitsleck.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Wer?

ELDER: Ich habe ein paar Bilder erhalten... von Ihrem Besuch in Mrs. Mulders Sommerhaus.

Er überreicht CSM ein Bild von ihm und Mrs. Mulder, die sich auf der Terrasse streiten.

ELDER: Wussten Sie, dass Sie fotografiert wurden?

CIGARETTE-SMOKING MAN: Von wem?

ELDER: Ich glaube, das lässt sich durch einfaches Unterschieben einer Information feststellen... um zu sehen, wohin diese Informationen fließen.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Welche Information?

Dass das Leben von Mrs. Mulder in Gefahr ist. Dass sie, wenn sie nicht beschützt wird, ein unnatürliches Ende finden könnte.

Der Cigarette-Smoking Man schaut mit Sorge auf Mrs. Mulder herab.


7:05 Uhr.


Scully sitzt in ihrem Auto vor der Holzfabrik. Es ist mittlerweile hell. Ihr Mobiltelefon klingelt.

SCULLY: Scully.

MULDER: Scully, ich bin's.

Schnitt zu Mulder, der mit Smith im Auto sitzt. Smith fährt.

MULDER: Wo sind Sie?

SCULLY: Ich bin genau da, wo Sie mich zurückgelassen haben, Mulder. Ich sitze hier in meinem Auto.

MULDER: Warum?

SCULLY: Weil Sie nicht ans Telefon gegangen sind und weil ich nicht wusste, was ich sonst tun sollte.

MULDER: Sind Sie in Ordnung, Scully?

SCULLY: Ja, es geht mir gut.

Sie scheint sehr angespannt zu sein.

MULDER: Hören Sie mir zu, es wird... es wird Leute geben, die nach mir suchen. Die werden denken, dass sie durch Sie an mich herankommen können.

SCULLY: Mulder...

MULDER: Nein, nein, nein, warten Sie, hören Sie einfach nur eine Sekunde zu, Scully. Ich brauche Sie, um etwas für mich zu tun. Ich musste ein Auto von einem Flughafen in Alberta stehlen.

Der Kopfgeldjäger, der hinter Scully sitzt, legt seine Hand auf ihre Schulter und zielt mit ausgefahrenen Stilett auf ihren Kopf, während er Mulders Ausführungen aufmerksam zuhört.

MULDER: Es wird eine Aufzeichnung darüber geben, wie ich durch den kanadischen Zoll gegangen bin und ich brauche Sie, um meine Spuren zu verwischen. Außerdem müssen Sie wissen, dass es mir gut geht, Scully. Mir geht's gut. Alles in Ordnung?

Der Kopfgeldjäger steigt aus dem Auto und geht zu seinem, das neben dem von Scully steht.

SCULLY: Mulder, er ist hinter Ihnen her.

MULDER: Wer?

SCULLY: Der Mann, den Sie für tot gehalten haben. Er ist am Leben.

Mulder und Smith sehen sich gegenseitig an.


Später fahren Smith und Mulder einen Feldweg entlang, bis das Auto plötzlich zum Stehen kommt.

JEREMIAH SMITH: Das war's mit dem Benzin.

Sie steigen aus dem Auto aus.

MULDER: Wie weit ist es noch von hier?

JEREMIAH SMITH: Ungefähr zwanzig Meilen. Vielleicht die Hälfte davon zu Fuß über diese Hügel.

Er zeigt auf ein paar Hügel.

MULDER: Los geht's.

Sie beginnen, loszulaufen.


FBI-Hauptquartier. Skinner sieht sich mit seiner Sekretärin an ihrem Schreibtisch Papiere an, als Scully hereinkommt.

SCULLY: Sir.

SKINNER: Agent Scully.

SCULLY: Ich habe gehört, dass Sie nach mir gesucht haben.

SKINNER: Es gab einige Bedenken ihretwegen und Agent Mulder.

SCULLY: Uns geht es gut, Sir. Wir haben nach diesem Mann, Jeremiah Smith, gesucht.

SKINNER: Haben Sie ihn gefunden?

SCULLY: Nein.

Skinner starrt sie an, skeptisch.

SKINNER: Ich habe ein Memo von Ihnen erhalten, dass es noch mehr Verwirrung um diesen Mann gibt... dass es in der Sozialversicherungsbehörde fünf Männer mit diesem Namen gibt, die in Zweigstellen im ganzen Land arbeiten... mit identischen Fotokennkarten. Ich habe eine Überprüfung dieser Männer durchgeführt. Alle fünf haben sich seit drei Tagen nicht zur Arbeit gemeldet. Würden Sie oder Agent Mulder mir sagen, was Ihr Verdacht ist?

SCULLY: Ich fürchte, wir haben bisher keinen klaren Verdacht formuliert, Sir.

SKINNER: Nun, wir aber schon, Agent Scully.

SCULLY: Sir?


Sci-Crime Lab.Pendrell sitzt an seinem Computer und tippt. Skinner und Scully stehen hinter ihm.

PENDRELL: Wir waren in der Lage, die Festplattendaten von den Arbeitsplätzen der fünf vermissten Männer herunterzuladen. Und in jedem Fall haben wir eine enorme Menge an Dateien und Daten gefunden, die nicht identifiziert werden können, die nicht mit irgendeiner Art von Buchführung oder Dokumentensammlung übereinstimmen, die mit ihrer normalen Arbeit zu tun haben.

Er zeigt eine scheinbar unendliche Liste von Zahlen und Buchstaben auf dem Monitor.

PENDRELL: Die Daten waren alle als Kennwortdateien verschlüsselt.

SCULLY: Wie viele davon gibt es?

PENDRELL: Genug, um sieben Zehn-Gigabyte-Festplatten zu füllen, ungefähr, äh, eine Milliarde Einträge.

Scully sieht ihn schockiert an.

SKINNER: Es scheint eine Art personenbezogene Datensammlung zu sein.

Die Datei auf dem Monitor scrollt die Liste herunter.

SCULLY: Könnte es eine Art von Kryptogramm sein?

PENDRELL: Wenn es das ist, kann ich es nicht knacken.

SCULLY: Ich würde gerne eine Kopie von einem Teil davon bekommen. Vielleicht kann ich es entschlüsseln.

Pendrell tippt ein paar Tasten und der Drucker schaltet sich ein.

PENDRELL: Ernsthaft?

SCULLY: Vielleicht. Es gibt jemanden, mit dem ich es durchgehen möchte.

SKINNER: Agent Mulder?

SCULLY: Nein. Ich denke, Sir, das liegt mehr in meinem Fachgebiet.

Sie nimmt die Ausdrucke aus dem Drucker und geht hinaus.


Mulder und Smith gehen durch Grasland. Als sie eine Leiche bei einem großen Pfosten sehen, laufen sie hinüber und finden den verwesenden Körper des toten Technikers. Er hat Pusteln im Gesicht, in dem es von Ameisen wimmelt. Abgesehen davon ist der Tatort unberührt.

MULDER: Was ist mit diesem Mann passiert?

JEREMIAH SMITH: Ich würde die Leiche nicht anfassen, Mister Mulder.

Mulder beugt sich hinunter und schaut über die Leiche, während Smith zu den offenen Hintertüren des Trucks geht. Mulder zieht ein rosafarbenes Stück Papier aus der Tasche der Leiche heraus. Es befindet sich ein Logo der Firma Telus aus Alberta darauf. Die Nummer des Auftrags lautet 638774.

MULDER: Hier ist ein Arbeitsauftrag. Er ist von gestern. Er liegt erst seit etwas mehr als vierundzwanzig Stunden hier.

Smith geht zu ihm hinüber.

MULDER: Sie wissen, was ihn getötet hat, nicht wahr?

JEREMIAH SMITH: Es ist nicht mehr weit.

Smith beginnt, weiterzugehen. Mulder folgt ihm zögernd. Als sie einen Hügel hinaufgehen, sehen sie Beete, die mit riesigen, schwarzer Folie, die viele Meter von Boden überspannen.

JEREMIAH SMITH: Sie blicken in die Zukunft, Mr. Mulder.

MULDER: Was ist das?

JEREMIAH SMITH: Ein blühender Strauch. Aber seine spezifische Art kann in keiner Ihrer taxonomischen Tabellen gefunden werden.

Er reicht Mulder ein Fernglas, durch das Mulder schaut.

MULDER: Wofür wird er gezüchtet?

JEREMIAH SMITH: Pollen.

Mulder sieht einen Jungen, die gleiche Art wie die, die den Techniker sterben sahen, und ein Mädchen gehen, beide tragen Eimer. Mulder erkennt das Mädchen sofort wieder.

MULDER: Was ist das? Was ist denn hier los?

JEREMIAH SMITH: Was habe ich Ihnen gesagt, Mister Mulder?

MULDER: Sie sieht genauso aus wie meine Schwester.

Er schaut wieder durch das Fernglas.

MULDER: Aber das ist doch nicht möglich. Sie ist nicht älter als an dem Tag, an dem sie entführt wurde.

Sie gehen den Hügel hinunter.

MULDER: Samantha?

Bienen summen in den Blumen unter den Folien.

MULDER: Samantha! Samantha?

Der Junge und das Mädchen drehen sich um und sehen Mulder auf sie zulaufen.

MULDER: Samantha? Samantha?

Als er seine Schwester erreicht, geht er auf die Knie und legt seine Hände auf ihre Arme.

MULDER: Samantha, ich bin's. Ich bin's, Fox, dein Bruder.

Sie zeigt keine Reaktion. Smith rennt auf sie zu.

MULDER: Erinnerst du sich an mich?

Mulder schaut wieder zu Smith.

MULDER: Was ist denn mit ihr los?

JEREMIAH SMITH: Sie hat keine Sprache.

MULDER: Wie meinen Sie das?

JEREMIAH SMITH: Sie ist eine Drohne, Mister Mulder. Eine Arbeiterin.

Samantha blickt zu Smith auf, dann starrt sie wieder zu Mulder.

MULDER: Wovon reden Sie?

JEREMIAH SMITH: Es gibt noch mehr, was Sie sehen sollten, damit Sie es verstehen.

Die vier gehen eine unbefestigte Straße in einer schönen, fast malerischen Gegend entlang zu einer kleinen Siedlung. Der Junge und das Mädchen lassen ihre Eimer auf den vorderen Stufen zu ihrem grünen Haus stehen, als sie hineingehen.

MULDER: Wie sind die hierher gekommen?

JEREMIAH SMITH: Sie sind hier stationiert. Sie sind Teil einer landwirtschaftlichen Arbeitsgruppe.

Mulder sieht sich um.

MULDER: Wer kümmert sich um sie?

JEREMIAH SMITH: Sie kümmern sich um sich selbst. Elternschaft ist unnötig... eine unnötige Verschwndung von Energie.

Fast gleichzeitig kommen viele Jungen und Mädchen aus ihren Häusern und sehen sich die beiden Neuankömmlinge an, die jeweils andere Kleidung tragen. Mulder sieht sich mit leichtem Entsetzen um.

MULDER: Sie sind Klone.

JEREMIAH SMITH: Serielle Ovotypen. Haben Sie genug gesehen, Mister Mulder? Wir können uns hier nicht mehr lange aufhalten.

Mulder scheint verwirrt zu sein.

JEREMIAH SMITH: Ich werde sehen, ob ich etwas Benzin finden kann.

Er geht weg. Mulder sieht das ursprüngliche Paar des Samantha und Kurt Crawford Klone an.


Mulders Wohnung. Scully kommt herein und klebt sofort ein "X" an Mulders Fenster, dann schaut sie auf ihre Uhr.

Die Zeit vergeht, während sie auf Mulders Ledersofa sitzt, wartend und die Liste durchgeht. Es klopft an der Tür. Sie nimmt ihre Waffe aus dem Holster und geht zur Tür, um zu lauschen.

X: Öffnen Sie die Tür, Agent Scully.

Sie schließt auf und X, der sich paranoid umschaut, geht hinein und geht in den Hauptraum von Mulders Wohnung.

SCULLY: Woher wussten Sie, dass ich hier bin?

X: Ich habe versucht, Agent Mulder zu erreichen. Ich habe gesehen, wie Sie das Gebäude betreten haben. Wo ist er?

Sie geht zu ihm hinüber.

SCULLY: Ich weiß es nicht.

X: Ich habe Informationen für ihn. Eine Angelegenheit, die ihn persönlich betrifft.

SCULLY: Inwiefern betrifft es ihn?

X: Es geht um seine Mutter.

SCULLY: Ist ihr etwas zugestoßen?

X: Nein. Nein, noch nicht.

SCULLY: Ist sie in Gefahr?

X: Ich ziehe es vor, mit Agent Mulder direkt zu sprechen. Lassen Sie mich nur sagen, dass sie ungeschützt ist.

SCULLY: Vor wem?

Er geht an ihr vorbei, aber sie ergreift seinen Arm und dreht ihn herum, damit er sie ansieht.

SCULLY: Vor wem?

X: Wenn Sie sich einmischen wollen, Agent Scully, täten Sie vielleicht gut daran, diese Information Ihrem Partner zu geben.

SCULLY: Nicht, bevor Sie mir nicht zuerst ein paar Informationen geben.

X starrt sie an. Scully hebt die Liste auf und bringt sie zu ihm rüber.

SCULLY: Das sind Dateneinträge aus den Sozialversicherungsunterlagen...

X: Sie gehen in die falsche Richtung, Agent Scully.

SCULLY: Alle beginnen mit den Buchstaben S-E-P. Sie wissen, was das ist. Bestätigen oder verneinen Sie.

X: Smallpox Eradication Program (Anmerkung: Pockenausrottungsprogramm)

SCULLY: Pocken.

X: Schließen Sie keine Türen auf, durch die Sie nicht bereit sind zu gehen, Agent Scully.

SCULLY: Was soll das denn heißen?

X: Lassen Sie die Finger davon. Beschützen Sie die Mutter.

Er geht hinaus.


Zurück auf der Farm. Smith kommt mit einem Benzinkanister in der Hand zurück. Er sieht Mulder mit einer Samantha gehen.

JEREMIAH SMITH: Was machen Sie da?

MULDER: Sie kommt mit uns mit.

JEREMIAH SMITH: Das können Sie nicht tun. Sie ist nicht Ihre Schwester.

MULDER: Und wer ist sie dann?

JEREMIAH SMITH: Sie haben hier die Chance, etwas so viel Größeres zu verstehen, es zu begreifen, es zu entlarven.

MULDER: Nun, dann erklären Sie es mir. Erklären Sie es mir jetzt!

Reifen quietschen, als der Kopfgeldjäger den Feldweg entlang rast. Mulder und seine Mitstreiter beginnen, loszurennen. Der Kopfgeldjäger biegt auf die Straße ein und nimmt die Verfolgung auf. Mulder, Samantha und Smith rennen durch die Grasland, bis sie anhalten und ein Versteck suchen. Samantha rennt auf ein Gebäude zu und die Männer folgen ihr. Samantha schaut ihnen nach, dann reißt sie eine Tür auf und enthüllt einen Bienenstock.

MULDER: Bienen.

JEREMIAH SMITH: Es ist ein Bienenhaus.

MULDER: Waren es Bienen, die den Mann getötet haben, den wir gefunden haben?

JEREMIAH SMITH: Ja.

MULDER: Es ist wahrscheinlich keine gute Idee, sich da drin zu verstecken.

JEREMIAH SMITH: Nein, Sie haben keine Immunität gegen sie.

MULDER: Aber Sie schon?

Smith schaut zurück in die Richtung, aus der sie gekommen sind, dann zu Mulder. Mulder nimmt Smith den Benzinkanister aus der Hand und übergießt sich selbst damit. Er stöhnt und hält sich die Augen zu.

MULDER: Jemand soll mich führen, ich kann nichts sehen.

Smith nimmt den Kanister und Samantha und Smith nehmen beide seine Hand. Zusammen gehen sie in den Bienenstock, während Mulder schwer atmet, das Benzin brennt in seinen Augen. Überall fliegen Bienen herum, riesige Waben baumeln von der Decke. Als er sich wieder erholt, sieht er sich im Raum um und erblickt eine Treppe.

MULDER: Ist das der einzige Weg nach draußen?

Samantha schaut nach oben und sieht ein kleines Loch in der Decke, der einzige andere Weg nach draußen. Sie schauen alle nach oben.

JEREMIAH SMITH: Wir sind in unsere eigene Falle getappt.


Der Kopfgeldjäger fährt auf das Bienenhaus zu und steigt aus. Er eilt die Treppe hinunter, doch seine Zielpersonen sind nirgends zu finden. Er stößt leicht den Benzinkanister auf den Boden an, als die Bienen um ihn herumschwärmen, eine landet auf der Spitze seines Stiletts, als er ihn in die Hand nimmt. Er schaut auf eine Wabe und sieht ein Loch, dann purzelt die meterhohe Wabe auf ihn zu. Er stöhnt, als er auf den Boden fällt, und Smith, Mulder sowie der Samantha-Klon rennen hinter der Wabe hervor und zur Treppe hinüber.

MULDER: Kommt schon!

Die Bienen sind wütend und schwärmen um den Kopfgeldjäger herum, stechen ihn wie verrückt, während Mulder, Smith und der Samantha-Klon zusehen. Der Kopfgeldjäger schreit, während er verzweifelt versucht, die Insekten abzuwehren. Er keucht, als er langsam fällt.


FBI-Hauptquartier
Washington, D.C.

Pendrell sitzt an seinem Schreibtisch und liest, als Scully hereinkommt.

SCULLY: Sind Sie beschäftigt, Agent Pendrell?

Pendrell wird von Scullys Erscheinen überrascht.

PENDRELL: Nein, ich war nur, äh...

Er rückt seine Krawatte zurecht, als Scully die Tür schließt.

SCULLY: Gut, denn ich glaube, ich bin mit diesen Daten ein Stück weitergekommen. Können Sie die Dateien abrufen?

PENDRELL: Ja. Ich muss Ihnen sagen, dass ich nicht weitergekommen bin.

Die Dateien werden aufgerufen. Scully zeigt auf die Buchstaben "SEP.".

SCULLY: "SEP." Pockenausrottungsprogramm.

PENDRELL: Pocken? Wie sind Sie denn darauf gekommen?

SCULLY: Ich hatte Glück, aber der Schlüssel liegt in dieser ersten Buchstabenfolge.

Sie zeigt auf die scrollenden Zeilen von Buchstaben auf dem Bildschirm.

PENDRELL: Zwanzig Buchstabenketten. Dreißig verschiedene Variationen.

SCULLY: Wenn Sie "ein Code mit zwanzig Buchstaben" zu irgendeinem Wissenschaftler sagen, denken sie sofort an "Protein-Aminosäure-Sequenzcode", was sich als das herausstellte, was es ist.

PENDRELL: Proteinsequenzcode wofür?

Sie beginnt zu tippen.

SCULLY: Kuhpockenvirus... das Virus, mit dem man Menschen gegen Pocken impft.

PENDRELL: In Ordnung, richtig. Diese Typen haben Aufzeichnungen über Pockenimpfungen gemacht. Und weshalb?

SCULLY: Das habe ich noch nicht herausgefunden, aber die große Frage ist diese zweite alphanumerische Zeichenfolge.

Sie zeigt auf eine scrollende Liste von Zahlen und Buchstaben.

SCULLY: Fünfzehn Ziffern.

PENDRELL: Ja, ich habe es überprüft. Jede davon ist anders... eine unendliche Anzahl von Variationen.

SCULLY: Ein Inventar.

PENDRELL: Wovon?

SCULLY: Von uns.

Sie zieht ihre Jacke aus, um eine kleine Bandage an ihrem Oberarm zu enthüllen.


Skinners Büro. Eine Projektion ist an einer hellen Wand von einer großen glühenden blauen Masse vor einem dunkelblauen Hintergrund mit kleinen weißen Punkten. Der zweite Senior-Agent steht da. Skinner, eine Frau, der leitende FBI-Agent und ein weiterer Mann sitzen. Scully steht neben dem Dia.

ZWEITER SENIOR-AGENT: Bei allem Respekt, Agent Scully... das sieht aus wie etwas vom Hubble-Teleskop.

SCULLY: Eigentlich ist es ein Bild, das von einem sogenannten konfokalen Mikroskop erzeugt wird. Sie sehen hier ein dreidimensionales Bild der Lage eines Proteins. In diesem Fall ist es das Kuhpocken-Strukturprotein Nummer sechs. Es ist einer der Impfstoffe, die in Pockenimpfstoffen verwendet werden.

SENIOR FBI AGENT: Woher stammt es?

SCULLY: Von mir. Ich habe eine Biopsie aus der Pockenimpfnarbe an meinem Oberarm entnehmen lassen. Durch einen Prozess, den man immunhistochemische Färbung nennt und durch die Zugabe eines Antikörpers für das Kuhpockenvirus sechs, war ich in der Lage, dieses Bild von der Lage eines Proteins zu bekommen... ein einzelnes, nicht zufälliges, Proteinmuster.

SKINNER: Ich bin kein Wissenschaftler, Agent Scully, und ich kenne nicht so viele Leute in diesem Raum...

SCULLY: Was ich damit sagen will, ist, dass ich glaube, dass dieses Protein eine Markierung ist... eine Art genetischer Marker, der auf mich angewendet wurde, als ich als Kind gegen Pocken geimpft wurde.

SENIOR FBI-AGENT: Warum Sie?

SCULLY: Nicht nur ich. An uns allen. Ziemlich wahrscheinlich jeder, der in den letzten fünfzig Jahren geimpft wurde.

Die Gruppe murmelt.

ZWEITER SENIOR-AGENT: Agent Scully... offen gesagt, das klingt wie etwas, das wir von Agent Mulder erwartet hätten.

SCULLY: Ich hatte meine Zweifel... und ich bin mir immer noch nicht sicher. Aber ich habe die gleiche Prozedur bei Agent Pendrell durchgeführt.

Pendrell, der mehr an der Seite steht, reicht Scully ein weiteres durchsichtiges Diagramm, das Scully auf Leuchtkasten befestigt.

SCULLY: Die Position des Proteins aus seiner Biopsie sollte mit meiner identisch sein, aber sie ist etwas anders, was den alphanumerischen Einträgen entsprechen könnte, die von den Männern bei der, äh, Sozialversicherungsbehörde gesammelt wurden.

SKINNER: Sie sagen also, Agent Scully, dass wir markiert, katalogisiert und inventarisiert wurden? Von wem?

SCULLY: Ich weiß es nicht, aber es müsste eine Regierungsbehörde sein.

SENIOR FBI-AGENT: Und zu welchem Zweck?

SCULLY: Das weiß ich auch nicht, und ich denke, der einzige Mann, der uns diese Information geben könnte, ist Jeremiah Smith.

Skinner steht auf und seufzt.

SKINNER: Agent Scully, kann ich Sie für einen Moment draußen sprechen? Allein.

Sie gehen aus dem Büro und in den Vorraum.

SKINNER: Ist Ihnen klar, was Sie da drinnen fördern? Sie trommeln diese Leute mitten am Arbeitstag zusammen, um anzudeuten, dass es...

SCULLY: Ich bin eine Wissenschaftlerin, Sir. Was ich da drinnen anpreise, sind reduktive Beweise. Es ist der Grund, warum ich glaube, dass ich überhaupt den X-Akten zugeteilt wurde, nicht wahr? Um Agent Mulders Arbeit auf den Prüfstand der Wissenschaft zu stellen?

Scullys Mobiltelefon klingelt. Sie nimmt es heraus.

SCULLY: Entschuldigen Sie mich.

Sie drückt einen Knopf. Es piept, als sie es an ihr Ohr hält.

SCULLY: Scully.

Schnitt zu einer Telefonzelle auf der Bienenfarm, wo Mulder am Telefon ist. Jeremiah sitzt auf dem Beifahrersitz, Samantha sitzt auf dem Rücksitz.

MULDER: Scully, wo sind Sie gerade?

SCULLY: Ich bin in Skinners Büro, wo sind Sie?

MULDER: Ich bin noch in Kanada, aber ich werde bald ein Flugzeug nehmen. Ich möchte, dass Sie mich treffen.

SCULLY: Sagen Sie mir einfach, wo.

MULDER: In dem Krankenhaus, in dem meine Mutter liegt.

SCULLY: Mulder, ich weiß nicht...

Mulder sieht seine Passagiere an.

MULDER: Ihr Leben hängt davon ab, dass ich und meine Begleiter sicher dort ankommen.

SCULLY: Wer?

MULDER: Jeremiah Smith... und noch jemanden.

Scully sieht Skinner an.

MULDER: Ich werde etwas Schutz brauchen, Scully.

SCULLY: Oh, glauben Sie mir, Mulder, den werden Sie bekommen.

MULDER: Was meinen Sie?

SCULLY: Es gibt eine Menge Leute, die mit Jeremiah Smith sprechen wollen.

MULDER: Die werden ihre Gelegenheit bekommen.

'#Er sieht Smith an. In der Ferne kreischen die Reifen. Sie schauen hinter sich und sehen den Kopfgeldjäger im Wagen des toten Kabeltechnikers auf sie zurasen. Als das Alien auf die Telefonzelle zufährt, schnappt Mulder nach Luft und springt heraus. Die Telefonzelle zerbirst, als der Attentäter mit ihr kollidiert und gegen die Front des anderen Wagens prallt. Mulder, leicht verletzt, wird von dem Kopfgeldjäger hochgezogen und stöhnt. Der Kopfgeldjäger hat Bienenstiche über fast sein ganzes Gesicht und seine Hände.

MULDER: Bitte, Sie dürfen ihn nicht töten...er darf nicht sterben.

ALIEN-KOPFGELDJÄGER: Er muss.

MULDER: Dieses Mädchen ist meine Schwester.

ALIEN-KOPFGELDJÄGER: Er zeigt Ihnen Teile, aber sagt Ihnen nichts vom Ganzen... weil er belanglos ist... ein Verräter am Projekt.

Smith steigt aus dem Auto und fängt an, wegzuhumpeln, da er bei dem Unfall verletzt wurde.

MULDER: Töten Sie mich, lasst sie gehen.

ALIEN-KOPFGELDJÄGER: Sie würden Ihr Leben gegen seins tauschen?

MULDER: Für das meiner Mutter.

Der Kopfgeldjäger nickt leicht. Sie starren sich an, Mulder scheint sehr abwesend zu sein.

ALIEN-KOPFGELDJÄGER: Alles stirbt.

Als Smith weghumpelt, hebt der Kopfgeldjäger Mulder über seinen Kopf und wirft ihn gegen die Rückseite des Wagens des Kabeltechnikers. Mulder beginnt in die Bewusstlosigkeit abzudriften, als der Kopfgeldjäger sein Stilett aufhebt. Samantha schaut auf Smith, der davonhumpelt, dann auf den Kopfgeldjäger. Als Mulder ohnmächtig wird, sieht er, wie der Kopfgeldjäger über ihn tritt und hört Samantha schreien.


Providence, Rhode Island. Skinner geht von einem Agenten weg und schaut ins Zimmer von Mrs. Mulder. Scully kommt aus dem Zimmer, um die Tür zu schließen. Agenten und das Krankenhauspersonal sind ebenfalls anwesend.

SKINNER: Seit fünf Stunden stehen wir hier draußen warten sinnlos, Agent Scully.

SCULLY: Etwas stimmt nicht. Irgendetwas ist passiert.

SKINNER: Sie haben keine Möglichkeit, ihn zu erreichen?

Eine weibliche Pflegefachkraft geht auf sie zu.

PFLEGEFACHKRAFT: Das fängt an, unsere Möglichkeiten, Patienten zu behandeln, ernsthaft zu beeinträchtigen.

Scully nickt, Skinner seufzt. Die Agenten fangen an, lauter zu murmeln, als Mulder den Korridor entlang auf sie zugeht. Er trägt kein Jackett und sieht ziemlich ramponiert aus.

SCULLY: Oh, mein Gott... Mulder...

Sie eilt auf ihn zu.

MULDER: Ich kann nicht... da ist nichts.

Scully geht mit ihm, die Hand auf seiner Schulter, besorgt. Skinner sieht zu, ebenfalls besorgt.

SCULLY: Oh, mein Gott... nein... Sie sind eiskalt. Er steht, Sie stehen unter Schock, Mulder.

SKINNER: Was ist passiert?

Mulder geht an ihm vorbei in das Krankenhauszimmer seiner Mutter und stellt sich neben sie und nimmt ihre Hand. Scully kommt hinter ihn in das Zimmer. Skinner steht in der Tür.

MULDER: Sie wird es nie erfahren.

Scully drapiert eine Decke über seine Schulter. Skinner, der den Ernst des Augenblicks spürt, geht hinaus und schließt die Tür.

MULDER: Sie wird es nie erfahren...

Er beginnt zu weinen. Scully hält ihn fest, während er in ihre Schulter weint.


Mulders Wohnung. Das "X" auf Mulders Fenster ist immer noch deutlich gegen den Nachthimmel zu erkennen. Ein Mann geht im Inneren von Mulders Wohnung herum. X klopft an die Tür und sie schwingt auf. Als er realisiert, was los ist, tritt er langsam aus der Tür und geht auf den Aufzug zu, wobei er alle paar Meter hinter sich schaut. Er drückt auf den Knopf, um den Aufzug zu rufen und starrt hinter sich. Als er nach seiner Waffe greift, öffnet sich die Tür. Er dreht sich um und sieht den grauhaarigen Mann, der auf ihn wartet. Die Kugel schießt aus der Kammer und trifft X. X fällt auf den Boden, würgt und stöhnt. Der Schatten des Mannes in Mulders Wohnung streicht über ihn hinweg und in den Aufzug hinein, während X sich vor Schmerzen am Boden windet.


Providence, Rhode Island. Mulder und Scully sitzen am Bett von Mrs. Mulder.

MULDER: Ich hätte sie retten können, Scully.

SCULLY: Solange sie hier liegt, dürfen Sie sie nicht aufgeben. Es ist mir egal, was die Ärzte sagen.

Er seufzt.

MULDER: Ich hatte eine Möglichkeit... und ich habe sie verstreichen lassen.

SCULLY: Das wissen wir nicht, Mulder. Sie dürfen sich nicht die Schuld dafür geben, was Sie nur hoffen konnten.

MULDER: Er hat mich an einen Ort mit grünen Feldern gebracht. Und ich habe meine Schwester gesehen. Sie war noch ein kleines Mädchen. Ich habe zu viele Dinge gesehen, um nicht zu glauben.

SCULLY: Ich habe auch Dinge gesehen. Aber es gibt jetzt Antworten zu finden. Wir haben die Hoffnung, dass es einen Ort gibt, an dem wir anfangen können. Das ist es, woran ich glaube.

MULDER: Sie setzen so viel Vertrauen in Ihre Wissenschaft, Scully. Aber... die Dinge, die ich gesehen habe, die Wissenschaft bietet keinen Platz zum Anfangen.

SCULLY: Nichts geschieht im Widerspruch zur Natur, nur im Widerspruch zu dem, was wir von ihr wissen. Und das ist ein Ort, an dem man anfangen kann. Das ist der Ort, an dem die Hoffnung liegt.

Mulder starrt seine Mutter an, dann schüttelt er den Kopf.

MULDER: Ich fühle, dass ich so nah dran war.

SCULLY: Ich fühle es auch. Ich weiß es.

MULDER: Woher?

SCULLY: Ich wurde gewarnt...


Schnitt auf den Gang in der Nähe von Mulders Wohnung. X schleppt sich auf dem Bauch über den Boden in Richtung Mulders Wohnung und hinterlässt eine breite Blutspur, während er kriecht. Scully spricht über die Szene.

SCULLY: Von einem Mann, den wir beide kennen... der, wie ich glaube, die Wahrheit kennt... der uns zu einem Ort führen kann, an dem wir anfangen können.

X erreicht endlich Mulders Wohnung, keuchend und stöhnend. Er zieht sich vor die Tür und beginnt, etwas mit seinem Blut zuschreiben, während er an seinen sterbenden Atemzügen erstickt. Als er fertig ist, wird sein Körper schlaff, seine Augen sind tot. X stirbt vor Mulders Wohnung und hinterlässt eine Nachricht aus Blut: "SRSG.".


Gebäude der Vereinten Nationen
New York City
Einen Monat später


Eine Tür ist mit "Special Representative to the Secretary General" beschriftet. Marita Covarrubias öffnet sie und betritt den Raum. Mulder sieht zu ihr auf.

COVARRUBIAS: Mister Mulder. Mein Name ist Marita Covarrubias. Ich bin die Assistentin des Sonderbeauftragten.

Sie geht zu ihm hinüber und sie geben sich die Hand.

MULDER: Hi, konnte er das Material ansehen, das ich ihm geschickt habe?

COVARRUBIAS: Ja.

MULDER: Und wird er mich empfangen?

COVARRUBIAS: Ich befürchte, er wurde zu einem wichtigen Termin gerufen.

Mulder nickt frustriert.

COVARRUBIAS: Darf ich fragen, wer Sie hergeschickt hat, Mister Mulder?

MULDER: Ein Freund. Wissen Sie, ich habe mich den ganzen Monat über bei jedem der Sonderbeauftragten über das Farmland in Kanada erkundigt. Ich habe versucht, ein paar Antworten zu bekommen und alle Anfragen waren Sackgassen.

COVARRUBIAS: Nun, ich kann Ihnen sagen, dass die Farm aufgegeben wurde. Die Pflanzen, die Sie beschrieben haben, wurden zum Sterben zurückgelassen, aber sie wurden als Ginseng identifiziert. Es wurden keine Hinweise auf Bienenstöcke oder Bienenhaltung gefunden.

Covarrubias scheint sich Sorgen um Mulder zu machen.

COVARRUBIAS: Ich weiß, es ist nicht die Antwort, die Sie erhofft haben.

Mulder schüttelt den Kopf.

MULDER: Nein, ich, äh...

COVARRUBIAS: Darf ich fragen, warum das so wichtig für Sie ist?

MULDER: Ich habe gelitten... Ich habe kürzlich einige sehr persönliche... Verluste erlitten, und... Ich hatte... ich hatte gehofft...

Er richtet sich auf und versucht, seine Entschlossenheit wiederherzustellen.

MULDER: Das, ähm...

Sie reicht ihm eine Mappe und er nickt. Er öffnet die Mappe und findet darin Bilder von den Kurt Crawford und Samantha Klonen der Bienenfarm in Kanada, die sich über der Ernte abmühen. Er sieht sie wieder an.

COVARRUBIAS: Nicht alles stirbt, Mister Mulder.

Mulder starrt sie an und wundert sich über ihre Zugehörigkeit.


Providence, Rhode Island. Abends. Der außerirdische Kopfgeldjäger geht den Flur entlang, gekleidet in einen schwarzen Anzug und Krawatte. Er öffnet die Tür zum Krankenzimmer von Mrs. Mulder und geht zu ihrem Bett hinüber. Er schaut zum Raucher auf der anderen Seite des Bettes hinüber.

ALIEN-KOPFGELDJÄGER: Ich muss wissen, warum das sein muss.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Damit die Arbeit weitergehen kann.

Er macht ein paar Schritte hinüber zum Bett.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Damit das Projekt ungehindert fortgesetzt werden kann, indem ein unnötiges Hindernis beseitigt wird.

ALIEN-KOPFGELDJÄGER: Welches Hindernis?

CIGARETTE-SMOKING MAN: Agent Mulder, um genau zu sein.

Er fummelt mit der nicht angezündeten Zigarette zwischen seinen Fingern herum und schaut auf Mrs. Mulder herab.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Wenn seine Mutter sterben würde, würde er...

ALIEN-KOPFGELDJÄGER: Er würde was?

CIGARETTE-SMOKING MAN: Sehen Sie... der schärfste Feind ist der Mann, der nichts mehr zu verlieren hat.

Sie starren sich gegenseitig an.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Und Sie wissen, wie wichtig Agent Mulder in dieser Gleichung ist.

Der Kopfgeldjäger nickt leicht, dann schließt er die Tür. Die Bienenstiche in sind fast vollständig abgeheilt. Nachdem er sich mental auf die bevorstehende Aufgabe vorbereitet haben, spannt sich der Cigarette-Smoking Man an, als sein Mitstreiter seine Hand auf die Stirn von Mrs. Mulder legt. Der Kopfgeldjäger schließt seine Augen und konzentriert sich. Mrs. Mulders Augenlider beginnen langsam zu flattern und öffnen sich dann. Sie schaut zu dem Cigarette-Smoking Man hinüber, der wie gebannt auf sie starrt.

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