3X09 Die Autopsie

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3X09 Die Autopsie (Originaltitel: "Nisei") ist die achtunfünftigste Episode der Serie Akte X - die unheimlichen Fälle des FBI.

Die Autopsie
TXF 201 DAYS s3e09.jpg
Originaltitel: Nisei
Episodendaten
Produktionscode 3X09
Laufende Nummer 58
US Erstausstrahlung Freitag, 24. November 1995 (FOX)
DE Erstausstrahlung Donnerstag, 23. Januar 1997 (ProSieben)
US Einschaltquote 9.398 Mio. Haushalte
16.4 Mio. Zuschauer
DE Einschaltquote 4.79 Mio. Zuschauer
15.1% Marktanteil
Cast & Crew
Autor(en) Chris Carter, Howard Gordon und Frank Spotnitz
Regisseur David Nutter
Zusatzinformationen
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Merchandise
Diese Episode ist enthalten in der
Season 3 Collection sowie der Akte X Seasons 1-9 Blu-ray Collection.

Darsteller

Starring

Also Starring

Guest Starring

Featuring

Uncredited

Inhalt

Zusammenfassung

Ein Video über eine Autopsie an einem Außerirdischen bringt Mulder und Scully auf die Spur einer Verschwörung, an der japanische Wissenschaftler beteiligt sind. Es scheint eine Verbindung zu Scullys Entführung zu bestehen.

Inhaltsangabe

  Printwerbung zur Episode

Mit großem Interesse schaut sich Mulder ein Video an, welches angeblich die Autopsie eines Außerirdischen zeigt. Das Video zeigt ein japanisches Chirurgenteam, das die Prozedur durchführt. Der dazugekommenen Scully präsentiert er das Video als authentisch, weil das Szenario, die Prozedur und die Handgriffe des Teams stimmig sind und weil das Video plötzlich endet, als eine Gruppe bewaffneter Soldaten den Operationsraum stürmt. Mulder und Scully wollen den Verkäufer des Videos aus Allentown, Pennsylvania, aufzusuchen, der die Aufnahmen angeblich nachts mit seiner Satellitenschüssel empfangen hat. Die Hintertür ist aufgebrochen worden, drinnen finden sie den noch warmen Körper eines toten Mannes namens Steve Zinnzser, mit einem Kopfkissen über dem Kopf und an Armen und Beinen gefesselt. Mulder entdeckt einen Japaner, der versucht zu fliehen, stürmt ihm hinterher und nimmt ihn fest. Auf der Polizeiwache taucht nachts plötzlich Skinner und erklärt den Beiden, bei dem Verdächtigen handele es sich um Kazuo Sakurai, einen hochrangigen japanischen Diplomaten, der unbedingt freizulassen sei.

Mulder durchsucht Takeos Ledermappe, welche er nicht abgegeben hatte, in der er Satellitenfotos und eine Liste mit Namen von Mitgliedern des Mutual UFO Networks aus der Gegend Allentowns findet, bei der der Namen Betsy Hagopian eingekreist ist. Mulder fliegt zurück nach Washington und zeigt die Fotos den Lone Gunmen: die Fotos zeigen Bilder des Bergungsschiffes Talapus aus San Diego, welches mehrere Monate auf der Suche nach einem versunkenen japanischen U-Boot aus dem 2. Weltkrieg war, das angeblich eine Ladung Goldbarren an Bord hatte. Das Schiff war auf dem Weg zurück, wie die Satellitenaufnahmen zeigen, aber nicht nach San Diego, sondern zu den Marinewerften nach Newport News, Virginia, was zu Spekulationen führt, ob das Schiff etwas anderes als das verschollene U-Boot gefunden hat.

Aus der japanischen Botschaft in Washington, D.C., herauskommend, steigt der Diplomat Kazuo Sakurai in eine Limousine ein und wird vom Red-Haired Man ermordet.

Die Liste der MUFON-Mitglieder führt Scully zu Lottie Holloway und Penny Northern. Sie erzählen Scully, sie wäre eine von ihnen. Etwas verwirrt besteht Scully darauf, nur eine FBI-Untersuchung betreffs des Mordes an Steve Zinnzser durchzuführen. Die Frauen erzählen Scully, Zinnzser war Mitglied ihrer Gruppe. Sie beschreiben auch ihre Erfahrungen von einem „hellen weißen Ort”, was in Scully Erinnerungen an ihre Entführung vor einiger Zeit erweckt. Die Frauen zeigen ihr kleine Metallstücke, die ihnen chirurgisch aus dem Nacken entfernt wurden. Sie fahren danach mit Scully ins Krankenhaus, wo ein weiteres Mitglied der Gruppe, Betsy Hagopian, mit einer unheilbaren Krebserkrankung im Sterben liegt. Penny behauptet, jeder Entführte wird dieses Schicksal erleiden.

In der Zwischenzeit fährt Mulder nach Marinewerft nach Newport News, Virginia, wo ihm der Hafenkapitän erzählt, dass die DEA das Einlaufen der Talapus verhinderte, weil man Rauschgift an Bord vermutete; das Schiff kam aus Panama. Doch die DEA ging nie an Bord, weil man noch überprüfen musste, ob man das Schiff konfiszieren dürfe, wenn die Mannschaft verhaftet wurde. Doch dazu kam es nicht und die Talapus verließ am nächsten Morgen den Hafen. Mulder interveniert, dass die Talapus, da sie direkt aus Panama kam, zumindest tanken musste. Er bittet den Hafenmeister zu überprüfen, ob die Talapus einen Bestimmungshafen, sprich Zielhafen, angegeben hat. Als der Hafenmeister zurückkommt, ist Mulder jedoch nicht mehr da. Er ist über das Hafengelände gelaufen und findet ein Schiff ohne Schiffsnamen: es ist die Talapus. Doch bevor Mulder das Schiff näher durchsuchen kann, hört und sieht er, wie aus drei Fahrzeugen mehrere schwerbewaffnete Männern aussteigen und das Schiff stürmen. Nur durch einen Sprung ins Wasser, der unentdeckt bleibt, kann er sich retten.

Es ist Nacht geworden und Mulder kommt aus seinem Versteck - ihm fällt eine hell erleuchtete Halle auf, vor der mehrere Fahrzeuge und Soldaten stehen. Er wirft einen Blick ins Innere der Halle: Wissenschaftler in Ganzkörper-Anzügen arbeiten an einem großen kreisförmigen Objek, welches die Talapus vom Meeresgrund geborgen haben muss.

Mulder fährt zu seiner Wohnung: die Tür ist aufgebrochen, die Wohnung ist offensichtlich durchsucht worden und das Licht geht nicht an. „Ich glaube, sie haben gefunden, wonach sie gesucht haben”, meint ein im Dunkeln sitzender Skinner. Weiter erzählt er Mulder vom ermordeten Diplomaten Sakurai und dass die Japaner die Aktentaschen und den Mörder fordern. Auch dass Mulder von nun an ohne seine Hilfe rechnen muss, da das halbe Außenministerium im Genick sitzt.

Am nächsten Tag sucht Mulder Senator Richard Matheson in dessen Büro auf, der von Mulders Situation weiß und ihn um die Rückgabe der Satellitenfotos bittet. Mulder glaubt allerdings, dies könnte ihn selber in den Mordfall hineinziehen. Matheson überlässt Mulder eine Liste mit den Namen von vier weiteren japanischen Staatsangehörigen, die vor einigen Wochen in Knoxville, Tennessee, ermordet wurden; alles prominente Ärzte, die offensichtlich mit der Durchführung eines streng geheimen Projekts beauftragt waren. Ob die Autopsie eines außerirdischen Lebensform etwas damit zu tun hatte, kann ihm Matheson nicht sagen: „Manche Geheimnisse werden besonders geheim gehalten, Fox, sogar vor mir.”

Scully und Mulder treffen sich im FBI-Hauptquartier wieder: Scully erzählt ihm von Betsy Hagopian, die im Sterben liegt, und das alle MUFON-Mitgliedern sterben werden, denen eines der dieser Implantate in den Nacken eingesetzt wurden, so wie ihr. Mulder beruhigt sie und zeigt ihr ein Foto aus dem 2. Weltkrieg, das sieben japanische Militär-Ärzte zeigt, die zur Einheit 731 gehörten, welche Experimente an lebenden Menschen durchgeführt haben. Scully erkennt einen der Ärzte wieder - der Arzt Takeo Ishimaru, der der Befehlshaber der Einheit 731 war, ist jedoch seit 1965 tot. Vier dieser sieben Ärzte waren die ermordeten Ärzte des Autopsie-Videos. Mulder glaubt, dass die Wissenschaftler einen menschlich-außerirdische Hybriden erschaffen wollten; eine Fortsetzung ihrer Arbeit aus dem Krieg. Er vermutet weiter, dass die US-Regierung hinter den Morden steckt. Mulder zeigt Scully auch ein Foto von einem Zug, von dem er glaubt, er gehöre zu den geheimen Zügen der Regierung, in denen Testpersonen, als auch Autopsien durchgeführt werden, wie die auf dem Video zu sehende.

„Nach all Ihren Erfahrungen, denken Sie doch bloß mal an das Bergwerk voller medizinischer Unterlagen und die Wesen, die an Ihnen vorbei gegangen sind und das Implantat in Ihrem Nacken. Warum weigern Sie sich zu glauben, Scully?”
„Weil es zu leicht ist zu glauben, Mulder. Ich als Skeptikerin lege großen Wert auf Beweise.”
„Sie denken zu glauben wäre leicht?”

Scully lässt ihr Implantat von Agent Pendrell untersuchen: Es sieht wie eine Art Mikroprozessor aus, meint er, ein Spitzenprodukt, das er nicht einmal im Ansatz jemals so gesehen hat.

Mulder ist währenddessen nach Quinnimont, West Virginia, gefahren, wo er auf dem Güterbahnhof per Fernglas einen Waggon wie auf den Satellitenfotos entdeckt und beobachtet wie mehrere Japaner einen noch lebenden Außerirdischen in einem Schutzanzug in den Waggon begleiten. Er nähert sich dem Waggon, sieht die Japaner in Autos davon fahren und den Waggon sich in Bewegung setzen. Mulder rennt noch hinterher, doch erreicht den Zug nicht mehr, findet jedoch heraus, dass der Waggon bei Cincinnati, Ohio, an einen kanadischen Personenzug gekoppelt wird, wo er an Bord gehen möchte.

Scully schaut sich nochmals das Autopsie-Video an und erkennt auf dem Band, den von ihr auf dem Foto aus dem 2. Weltkrieg wiedererkannten Arzt Takeo Ishimaru, der jedoch 1965 offiziell für Tod erklärt wurde. In einem weißen Traum sieht man Scully liegend und von drei verhüllten Ärzten begutachtet – ein weiterer Arzt kommt ins Bild, unverhüllt: es ist Takeo Ishimaru.

Am Edwards Terminal in Queensgate, Ohio, sieht man wie einer der Japaner vom Güterbahnhof in Quinnimont in die Toilette geht, gefolgt vom Red-Haired Man, der ihn ermordet. In der Bahnhofshalle steht Ishimaru, der nach einer Durchsage zum Bahnsteig und dem kanadischen Personenzug geht. Kurz darauf komm Mulder am Bahnhof an, verpasst jedoch den Zug.

Scully möchte gerade Mulders Wohnungstür aufschließen, als Mister X sie anspricht. Mulder sei in großer Gefahr und dürfe den Zug nicht weiter verfolgen. Szenenwechsel: Man sieht Mulder über eine Brücke laufen, den heranfahrenden Zug im Auge behaltend. Sein Handy klingelt: Es ist Scully, die ihn mehrmals warnt, nicht den Zug zu besteigen, jedoch sagt sie ihm, trotz mehrmaliger Nachfrage nicht, woher sie das weiß. [im Hintergrund ist Mister X zu sehen]

„Mein Zug kommt jetzt.”
„Lassen Sie ihn fahren!”
„Das kann ich nicht!”

Er springt auf den Zug und verliert dabei sein Handy.

Schauplätze

Hintergründe

Notizen

  • Die von Scully in dieser Episode angesprochene TV-Alien-Autopsie lief noch am gleichen Abend auf dem US-Sender FOX unter dem Titel Alien Autopsy: Fact or Fiction. Es handelt sich dabei um den dem Santilli Alien-Autopsiefilm, en Darin Morgan in der Episode 3X20 Andere Wahrheiten genüsslich parodiert.
  • Das Kampfteam, das in der Eröffnungssequenz den Waggon stürmt, bestand nicht aus Schauspielern, sondern aus echten trainierten Rangern.
  • Die Nummer des Waggons, in dem die Alien-Autopsie stattfindet, lautet 82594. Dies ist das Datum von Chris Carters erster Regiearbeit für die X-Files am 25. August 1994 (2X05).
  • Die Nummer des Waggons, auf den Mulder springt, lautet 82517.
  • Der "Red-Haired Man" sollte ursprünglich wohl Malcolm Gerlach heißen. Stattdessen nannte man ihn intern nur den "Rothaarigen Mann", obwohl er gar keine roten Haare hat.
  • Dies ist die erste Episode von Agent Pendrell, den wir während Staffel 3 und 4 noch öfters sehen werden.
  • "Nisei" ist Japanisch und heißt wörtlich übersetzt "zweite Generation" und ist die Bezeichnung für Menschen, die als Kinder japanischer Eltern in Nordamerika geboren wurden.
  • Gillian Barber spielt in dieser Episode bereits ihre dritte Rolle bei den X-Files. In 1X06 Die Maschine verkörperte sie Jane Spiller, in 2X10 Rotes Museum spielte sie Beth Kane und nun Penny Northern. Einen vierten und letzten Auftritt wird sie in der Episode 4X15 Memento Mori haben, ebenfalls als Penny.
  • Mulders neue Telefonnummer ist (202) 555-0199.

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