2X22 Verseucht (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron/ProSieben, sofern es nicht dabei um eine Übersetzung des englischen Transkripts handelt. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden und dürfen nur nicht-kommerziell verwendet werden. Und dienen zur Zugänglichmachung zugunsten behinderter Menschen sowie zur Verwendung als Zitat. Wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.

Anmerkung von CayceP: Dies hier ist eine Übersetzung des Originals, keine Abschrift der deutschen Episode.



2X22 Verseucht
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen



GUANACASTE-REGENWALD
COSTA RICA


Ein Mann hebt mit einem kleinen Stock die Rinde eines Baumes an und beobachtet einen Käfer, der darauf herum kriecht. Er hört Vögel krächzen und schaut auf und sieht Geier, die über einem anderen Teil in der Nähe Waldes kreisen. Er deponiert den Käfer in einem Glasbehälter neben anderen lebenden Käfern, schließt dann den Deckel und verriegelt den Koffer, in dem sie sich befinden. Dann holt er seinen Rucksack und macht sich auf den Weg zur Fundstelle. Geier picken an einem toten Warzenschwein herum.

ROBERT TORRENCE: Weg da! Husch! Verschwindet, husch!

Er verscheucht die Geier und kniet sich neben das tote Tier. Viele kleine Käfer der gleichen Art krabbeln über den Kadaver, und am Tier sind riesige Furunkel zu sehen, die auf eine Art Krankheit hindeuten. Er zieht seine Gummihandschuhe an. Der Arzt drückt auf eine riesige, pulsierende Eiterbeule, die aufplatzt und ihren Eiter über das ganze Gesicht des Arztes spritzt. Der Arzt keucht schockiert, spuckt dann etwas Eiter aus und wischt sich das Gesicht ab. Er nimmt seine Brille ab, öffnet seine Tasche und sammelt einige der Wanzen zur Analyse ein. Später, bei Einbruch der Dunkelheit, benutzt er sein Funkgerät.

ROBERT TORRENCE: R.B.P.-Feldbasis, bitte kommen.

Rauschen. Er drückt wieder auf den Knopf.

ROBERT TORRENCE: Feldbasis, bitte kommen.

Noch mehr statisches Rauschen, also versucht er es noch einmal.

ROBERT TORRENCE: Hier spricht Dr. Robert Torrence vom Biodiversitätsprojekt... Bitte um sofortige Evakuierung aus Sektor Z-eins-fünf. Dies ist ein medizinischer Notfall. Bitte antworten Sie.

Sein Gesicht und sein Hals sind mit denselben Geschwüren bedeckt, mit denen das Warzenschwein bedeckt war.

ROBERT TORRENCE: Ich wiederhole... Dr. Robert Torrence... Biodiversitätsprojekt. Sofortige Evakuierung aus Sektor Z-eins-fünf.


7 STUNDEN SPÄTER


Truppen bahnen sich ihren Weg durch den dichten Dschungel.

MANN 1: Espera momento. (Übersetzung: "Warten Sie einen Moment.")

Sie bleiben stehen.

MANN 1: Oyeron eso? "Hören Sie das?"

Sie hören das Gekrächze der Geier.

MANN 1: Vamanos. Sigen me. (Übersetzung: "Lasst uns gehen. Folgt mir.")

Sie rennen in die Richtung des Gekrächze und finden die Geier, die sich über einen weiteren Körper beugen. Sie schießen in die Luft, um die Geier zu verscheuchen. Sie blicken auf die Leiche von Robert Torrence hinunter, dessen Gesicht furchtbar zerstört ist und die gleichen pulsierenden Furunkel hat, bedeckt mit den gleichen Wanzen.


STAATLICHE JUSTIZVOLLZUGSANSTALT VON CUMBERLAND
DINWIDDIE COUNTY, VIRGINIA


Ein Wachmann geht eine lange Rampen hinauf in einen dunklen Flur mit vielen Räumen. Er bleibt an einer Tür stehen und öffnet den Riegel.

WINSTON: Hey, Bobby? Du hast Post bekommen.

ROBERT TORRENCE: Verschwende nicht meine Zeit, Winston, wir wissen beide, dass ich niemanden habe.

WINSTON: Könnten diese Baptisten aus Annandale sein. Ich habe gehört, die schicken Obstkuchen.

Er schiebt das Paket durch das Loch und verschließt die Öffnung. Bobby nimmt widerwillig das Paket in die Hand und liest den Adressaufkleber:

"NICHT ZUTREFFEND NICHT ZUTREFFEND
804 555-922
ROBERT TORRENCE
durchgestrichener Abschnitt Cumberland
Justizvollzugsanstalt
Dinwiddie County
5300"

Er öffnet es und stößt auf eine blutverschmierte Zeitung. Er faltet die Zeitung auseinander und findet ein abgetrenntes Bein eines Warzenschweins. Er grunzt, lässt es fallen und tritt es durch den Raum, dann beginnt er durch den Türschlitz zu schreien.

ROBERT TORRENCE: He, Winston! Findest du das lustig? Was für einen Mist willst du hier abziehen? Holt das Ding aus meiner Zelle! Hey, Winston! Winston! Winston! (schreit) Winston! Winston!

Niemand hört seine Schreie.


Die Zeit vergeht, und Bobby liegt auf seinem Bett und kann nicht schlafen. Er hört ein schabendes Geräusch und schaut hinüber zu dem Warzenscheinbein, das in der erleuchteten Ecke des Zimmers liegt. Eine Eiterbeule, die kurz vor dem Platzen ist, pulsiert. Keuchend und ängstlich, starrt er sie an. Später, im medizinischen Labor, schauen zwei Ärzte in Eindämmungsanzügen auf Bobby, der jetzt die gleiche Krankheit wie Dr. Torrence hat.

OSBOURNE: Wann wurde er dem ausgesetzt?

SIMON AUERBACH: Vor achtzehn Stunden.

OSBOURNE: Ich habe noch nie von etwas gehört, das sich so schnell entwickelt.

ROBERT TORRENCE: Wo ist der Gefängnisarzt? Ich will den Gefängnisarzt sprechen...

SIMON AUERBACH: Wir sind Spezialisten, Mister Torrence.

ROBERT TORRENCE: Was stimmt nicht mit mir?

Osbourne misst eine Eiterbeule an Torrences Hals.

OSBOURNE: Fünf Zentimeter. Sie scheinen ziemlich gleichförmig zu sein.

SIMON AUERBACH: Basaltemperatur?

OSBOURNE: Eins-drei-fünf Komma fünf. Sauerstoffsättigung... einundachtzig Prozent.

ROBERT TORRENCE: Sssss, was stimmt nicht mit mir?

SIMON AUERBACH: Versuchen Sie, sich zu entspannen, Mr. Torrence. Wir sind hier, um Ihnen zu helfen.

Winston öffnet Bobbys Zelle, zwei Männer kommen rein und schieben einen Wäschewagen.

WINSTON: Legt die Laken in den Wagen. Stellt sicher, dass ihr auch alle Kissen einsammelt. Ich bin in fünf Minuten zurück.

Er geht hinaus. Einer der Gefangenen, Paul, schaut ihn durch die Tür an.

PAUL: Wir werden hier sein.

Die Tür schlägt im Gang zu.

PAUL: Siehst du das? Er konnte nicht schnell genug von hier wegkommen.

STEVE: Der ganze Zellenblock ist leer.

PAUL: Ja, McGuire sagt, auf der Krankenstation sind sie voll. Sie bringen noch mehr Betten.

STEVE: Ja, nun... da geht wahrscheinlich irgendetwas um.

Er legt die Laken in den Wagen.

PAUL: Vielleicht.

STEVE: Warum? Weißt du etwas?

PAUL: Ich weiß, dass die Laken nicht in die Wäscherei kommen. McGuire sagt, sie kommen in eine Art Verbrennungsofen.

STEVE: Aber die Wäsche wird immer noch abgeholt?

Paul nickt. Steve lächelt und lacht ein wenig.


Es vergeht noch mehr Zeit, und ein bewaffneter Wachmann führt Mulder und Scully eine Treppe hinunter, gefolgt von weiteren Männern.

SCULLY: Meiner Lagebesprechung zufolge entkamen die Gefangenen, indem sie sich in einem Wäschewagen versteckten.

MULDER: Ich glaube, die Wachen sehen sich nicht genug Gefängnisfilme an.

SCULLY: Und beide haben lebenslänglich. Verurteilungen wegen Mordes.

Der Wachmann nimmt das Telefon in der Nähe der Tür und am Ende des Treppenhauses in die Hand.

WACHMANN: Alle sind hier.

Die Tür summt und öffnet sich. Sie gehen hindurch und ein Stück den Flur entlang. Mulder schaut durch ein Türfenster auf Männer in Schutzanzügen.

MULDER: Ich dachte, hier geht es um entflohene Gefangene.

SCULLY: Das tut es auch.

MULDER: Wer sind dann die Männer in den komischen Anzügen?

Scully schaut ebenfalls durch die Öffnung.

SCULLY: Ich weiß es nicht. Sieht aus wie eine Art Dekontaminationssituation.

Die Tür hinter ihnen schwingt auf und weitere Wachen kommen herein, angeführt von U.S. Marshal Tapia.

TAPIA: Sind dem FBI die korrupten Politiker ausgegangen, die sie nerven können?

MULDER: Wie bitte?

Ein Wachmann reicht Tapia ein Klemmbrett.

TAPIA: Mulder und, äh, Scully?

SCULLY: Das stimmt. Wir haben den Befehl, mit den Federal Marshals bei dieser Suche zusammenzuarbeiten.

TAPIA: Hat einer von Ihnen beiden jemals eine Operation für entflohene Sträflinge geleitet?

MULDER: Nein.

TAPIA: Nun, dann wären Sie eine wirklich große Hilfe, wenn Sie einfach versuchen würden, uns nicht in die Quere zu kommen.

Er dreht sich um, um zu gehen.

MULDER: Oh, das würden wir gerne tun, sobald wir mit einem Verantwortlichen sprechen können.

Tapia marschiert wieder auf die Agenten zu.

TAPIA: Ich habe hier das Sagen.

MULDER: Anscheinend nicht, sonst wüssten Sie, warum unsere Beteiligung angefordert wurde.

SCULLY: Wir wissen nicht, warum wir hierher geschickt worden sind. Vielleicht, wenn wir mit dem Gefängnisdirektor oder jemandem sprechen könnten...

TAPIA: Nun, es ist niemand hier. Das Gefängnis ist von der Nationalgarde übernommen worden. Sie haben den Großteil der Einrichtung abgeriegelt.

SCULLY: Warum?

TAPIA: Ich weiß nicht, warum. Die Aufgabe eines Federal Marshals ist nicht hier drinnen, sondern da draußen, versuchen, diese beiden Verurteilten zu fangen.

Alle bis auf die beiden Agenten gehen.

MULDER: Wo hat dieser Fall seinen Ursprung, Scully?

SCULLY: Er kam aus Skinners Büro.

MULDER: Hat er gesagt, warum er ihn uns gegeben hat?

SCULLY: Nein, warum?

MULDER: Nun, das ist nicht die Art von Dingen, bei denen das FBI normalerweise eingeschaltet wird. Ich habe das Gefühl, dass uns hier nicht die ganze Geschichte erzählt wird.

SCULLY: Ich habe das gleiche Gefühl, Mulder.

Mulder blickt zurück in den Raum mit den Ärzten in den Schutzanzügen.

MULDER: Glauben Sie, Sie könnten da hinein gelangen und herausfinden, was da vor sich geht?

SCULLY: Ich kann es versuchen. Wo wollen Sie hin?

MULDER: Ich versuche, ob ich in die Quere kommen kann.

Er geht an einem bewaffneten Wachmann vorbei.


RASTSTÄTTE
VIRGINIA


Ein Wohnmobil fährt vor und eine typische, amerikanische Familie steigt aus.

VATER: Hey, ihr Mädchen geht mit Mom. Wir sehen uns in ein paar Minuten.

Während die beiden Töchter mit ihrer Mutter zur Toilette laufen, geht der Vater in die Herrentoilette. Als er hereinkommt, steigt Paul von einer Toilette herunter und öffnet die Kabine. Die Frauen der Familie laufen aus der Toilette, um ihren Wohnwagen wegfahren zu sehen.

FRAU: Robert? Robert? Robert!

Steve, der auf dem Beifahrersitz sitzt, johlt und brüllt, als sie losfahren, die Mutter verfolgt das Wohmobil.

FRAU: Robert! Robert, hey!


STAATLICHE JUSTIZVOLLZUGSANSTALT VON CUMBERLAND
DINWIDDIE COUNTY, VIRGINIA


Scully spricht durch eine Glasscheibe mit einem Arzt.

OSBOURNE: Es tut mir leid, dies ist ein eingeschränkter Bereich.

SCULLY: Wer sind Sie?

OSBOURNE: Dr. Osbourne.

SCULLY: Sind Sie der Gefängnisarzt?

OSBOURNE: Nein.

SCULLY: Für wen arbeiten Sie?

OSBOURNE: Für das CDC.

SCULLY: Sie Arbeiten für die Seuchschutzbehörde? Und was machen Sie hier?

Osbourne seufzt und geht weg. Scully klopft an die Tür.''

SCULLY: Sir! Ich bin Ärztin. Ich will wissen, was hier vor sich geht.

Er dreht sich um. Sie klopft wieder an die Tür.

SCULLY: Sir, wenn Sie mich nicht hereinlassen, werden eine Menge Leute in Washington herausfinden, dass Sie hier drin eine geheime Quarantäne durchführen.

Osbourne entriegelt die Tür, öffnet sie leicht und sieht sie an.

OSBOURNE: Ich habe strikte Anweisungen.

SCULLY: Die habe ich auch.

Sie schiebt sich an ihm vorbei und öffnet die Tür. Sie geht schnell den Flur entlang, er versucht mitzuhalten.

OSBOURNE: Ich kann Ihnen nur sagen, dass sich bei einigen Gefangenen eine grippeähnliche Krankheit ausbreitet.

SCULLY: Wie viele Menschen sind infiziert?

OSBOURNE: Bis jetzt vierzehn Männer.

SCULLY: Gab es Todesfälle?

OSBOURNE: Zehn von den vierzehn.

Sie bleibt stehen und schaut ihn erstaunt an.

SCULLY: Wie stehen die Chancen, dass die Männer, die entkommen sind, infiziert sind?

Er sieht sie an und geht dann den Flur hinunter. Sie keucht und folgt ihm.


RASTSTÄTTE
VIRGINIA


Mulder geht an vielen Regierungsbeamten aus dem Büro des Federal Marschalls vorbei. Eine Frau schluchzt im Hintergrund. Mulders Mobiltelefon klingelt und er geht ran.

MULDER: Mulder.

Schnitt zu Scully, die vor einem Raum steht, in dem sich Ärzte um die Patienten kümmern.

SCULLY: Mulder, ich bin es. Ich beginne, mir ein Bild davon zu machen, was hier vor sich geht.

Schnitt zu Mulder, der auf die Toilette zugeht.

MULDER: Was haben Sie heraus gefunden?

SCULLY: Es scheint eine Art von...

Schnitt zurück zu Scully.

...tödliche Seuche zu sein, die die Gefängisinsassen befällt.

MULDER: Tödlich? Wie tödlich?

Scully schaut auf einen infizierten Mann in einem dichten Glasbehälter, der von einem anderen Mann in einem Eindämmungsanzug hineingefahren wird.

SCULLY: Nun, von dem, was ich bis jetzt gesehen habe, sechsunddreißig Stunden nach der Infektion, tödlich.

Schnitt zu Mulder.

MULDER: Besteht die Möglichkeit, dass einer der Entflohenen infiziert wurde?

Schnitt zurück zu Scully.

SCULLY: Die genaue Natur dieses Dings...

Schnitt zurück zu Mulder, der wieder auf die Toilette zu geht.

SCULLY: ...oder wie es verbreitet wird, ist unklar. Genauso dessen Übertragung und die Gefahr, die es darstellen könnten.

MULDER: Ich würde sagen, dass diese Typen auf jeden Fall eine Gefahr darstellen.

Er schaut auf den Körper des Vaters herab, dessen Gesicht zugerichtet ist. Eine Blutlache befindet sich unter seinem Kopf.

MULDER: Rufen Sie mich an, sobald Sie etwas wissen.

Er legt auf. Schnitt zu Scully, die das Gleiche tut. Auerbach geht auf sie zu, gefolgt von Osbourne.

SIMON AUERBACH: Es ist mir egal wer Sie sind oder was Ihre Angelegenheit ist, ich möchte das Sie sofort von hier verschwinden.

SCULLY: Nicht bevor ich ein paar Antworten bekommen habe.

SIMON AUERBACH: Sie verstoßen gegen Bundesgesetze.

SCULLY: Ich bin ein Bundesagentin, Sir.

SIMON AUERBACH: Mit wem haben Sie telefoniert?

SCULLY: Mit meinem Partner, der wissen muss, ob die Männer, die er verfolgt, infiziert sind.

SIMON AUERBACH: Diese Information ist nicht verfügbar.

SCULLY: Nun, dann möchte ich die Krankenblätter sehen und ich möchte Zugang zur Krankenstation.

SIMON AUERBACH: Sie sehen nur, was ich Sie sehen lasse.

Er stürmt davon. Osbourne sieht sie eine Sekunde lang an, dann folgt er seinem Kollegen. Scully schaut hinüber zu einem medizinischen Beispieltisch und nimmt einige Gummihandschuhe und einen medizinischen Mund-Nasenschutz.


TANKSTELLE
VIRGINIA


Das Wohnmobil wird mit Benzin voll betankt. Der Kassierer schaut auf seine Uhr und liest seine Zeitschrift. Schnitt zum Haus einer Frau namens Elisabeth, die ihren kleinen Sohn auf dem Arm wiegt und zum Telefonhörer greift, als es klingelt.

ELIZABETH: Hallo?

Schnitt zu Paul, der an einer Telefonzelle vor der Tankstelle steht.

PAUL: Ich bin frei, Baby.

Schnitt zu Elizabeth.

ELIZABETH: Paul?

PAUL: Hör zu, ich werde...

ELIZABETH: Wo bist Du?

Schnitt zu Paul.

PAUL: Ich komme nach Hause.

Schnitt zurück zu Elizabeth.

ELIZABETH: Wovon redest du?

Schnitt zu Paul.

PAUL: Ich komme und hole dich.

Schnitt zu Elizabeth, die lächelt und fast lacht.

ELIZABETH: Was? Was?

Der Kassierer, Angelo Garza, sieht den Wohnwagen nervös an und geht nach draußen. Er wirft einen Blick auf den Fahrersitz.

ANGELO GARZA: Hey! Ist jemand dort drin?

Er geht ein wenig um das Fahrzeug herum und schaut wieder hinein. Er geht zum Waschraum und klopft an die Tür.

ANGELO GARZA: Hallo?

Ein Mann stöhnt im inneren. Der Kassierer kommt herein und sieht Steve mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden liegen, eine riesige Pustel auf seiner Wange.'#'

ANGELO GARZA: Hey, Mann... alles in Ordnung?

Der Kassierer kniet sich hin und sieht ihn an.

ANGELO GARZA: Sie siehen übel aus!

Steve schleicht sich leise hinter ihm an. Er hebt eine provisorische Waffe hoch und der Kassierer dreht sich erschreckt um.


STAATLICHE JUSTIZVOLLZUGSANSTALT VON CUMBERLAND
DINWIDDIE COUNTY, VIRGINIA


Scully blickt durch das kleine Fenster an der Tür zum Verbrennungsraum und geht dann hinein. Scully zieht ihre Gummihandschuhe an und geht langsam zu einem Haufen von Leichen in Säcken, wobei sie die medizinische Schutzkleidung anzieht. In einem Sack mit der Aufschrift "001 - Torrence" befindet sich die Leiche von Robert Torrence. Sie öffnet den Sack mit einem Messer. Plötzlich ergreift Osbourne ihren Arm und dreht sie herum. Sie schreit vor Schreck auf.

OSBOURNE: Sie dürfen nicht hier unten sein!

Er versucht, den Leichensack zu schließen.

SCULLY: Ich muss wissen, woran diese Männer sterben. Sie sagten, es sei eine Art grippeähnliche Krankheit. Was ist das?

Sie setzt ihren medizinischem Mund-Nasenschutz ab.

OSBOURNE: Bitte! Bitte! Diese Körper sollten nicht exponiert werden.

SCULLY: Haben alle Opfer diese Geschwüre?

Er stößt sie weg, aber sie geht direkt wieder auf ihn zu.

SCULLY: Sie verbrennen die Leichen, warum?

Eine Eiterbeule explodiert auf Torrences Gesicht und bedeckt Osbourne mit ihrem Inhalt. Er keucht vor Entsetzen und rennt aus dem Raum und den Flur hinunter. Scully läuft ihm nach.'#'

SCULLY: Dr. Osbourne, warten Sie!


TANKSTELLE
VIRGINIA


Morgen. Die Vögel zwitschern und alles ist relativ friedlich. Ein Schild schwingt sanft im Wind. Die Zapfpistole sitzt immer noch im Wohnmobil. Die Stille wird von drei blauen Autos durchbrochen, die in das Gebiet rasen, röhrend zum Stehen kommen und das Gebiet umstellen. Die Marschalls steigen aus ihren Autos aus, entsichern ihre Gewehre und gehen langsam auf den Wohnwagen zu. Andere Beamte umzingeln den Wohnwagen und zielen mit Handfeuerwaffen. Mulder rennt vorbei. Auch das Hauptgeschäft wird von den Behördenvertretern abgesucht. Die Tür des Wohnmobils schwingt auf, und ein Mann läuft hinein und zielt mit seiner Waffe in den Raum.

MANN: Keine Bewegung! Nehmen Sie die Hände hoch! Hände hoch! Keine Bewegung!

Bei der Durchsuchung des Wohnmobils stellt er fest, dass es leer ist. Er schwingt die Badezimmertür auf, als andere Männer in das Wohnmobil eindringen.

MANN: Keine Bewegung! Gesichert.

Mulder tritt die Toilettentür auf, um zu sehen, wie der Kassierer mit Schmerzen auf dem Boden liegt und sich wegen seiner Kopfwunde nur schwer aufrichten kann.

MULDER: Wir haben einen Verletzten! Er ist am Leben.

Tapia versucht, einen Getränkeautomaten zu bedienen, als Mulder auf ihn zugeht.

MULDER: Der Name des Kassierers ist Angelo Garza. Er hat einen heftigen Schlag auf den Kopf bekommen, aber er kann aussagen.

Sie beginnen los zu laufen, gefolgt von anderen Beamten.

TAPIA: Ja, er hat Glück, dass sie ihn nicht getötet haben.

MULDER: Der Junge hat eine Menge Haare, wahrscheinlich haben sie den Schlag absorbiert. Er fand einen der Männer mit Schmerzen auf dem Badezimmerboden mit einer großen Eiterbeule im Gesicht.

Sie bleiben stehen.

MULDER: Es gibt eine ansteckende Krankheit im Gefängnis, diese Männer könnten infiziert sein.

Tapia sieht einen seiner Hilfssheriffs an.

TAPIA: Gehen Sie ans Funkgerät, mal sehen, was irgendjemand darüber weiß.

Sie gehen auf zwei Männer zu, die neben einer Karte auf der Motorhaube eines Wagens stehen.

TAPIA: Sie nahmen die Schlüssel des Jungen und haben den Safe geleert. Sie haben Geld, das Auto des Jungen, möglicherweise eine Schusswaffe und sie haben einen großen Vorsprung.

MULDER: Irgendeine Ahnung, wo sie hin wollen?

TAPIA: Es gibt dreiundzwanzig mögliche Straßen und Verkehrswege.

Mulder sieht sich um.

MULDER: Hat einer der beiden Jungs eine Freundin, wissen Sie das?

TAPIA: Ich wünschte, ich könnte es Ihnen sagen, aber diese Unterlagen sind im Gefängnis eingeschlossen. Wenn wir keinen Zugang bekommen, ist das hier wie bei Ein ausgekochtes Schlitzohr.

MULDER: Nun, wenn sie Freundinnen hätten, würden sie wahrscheinlich versuchen, sie anzurufen. Haben Sie daran gedacht?

Mulder geht auf das Münztelefon zu und drückt die Null. Es klingelt.

VERMITTLUNG: Bell Atlantic Operator, wie kann ich Ihnen helfen?

MULDER: Ich bin ein Bundesagent, der bei der Fahndung nach zwei entflohenen Gefangenen hilft. Meine Dienstmarken-Nummer lautet J-T-T-O-4-7-1-0-0-1-1-1-1-1-1e. Ich benötige die Nummer des letzten Anrufs, der von dieser Telefonzelle aus getätigt wurde.

VERMITTLUNG: In Ordnung, Sir...

Ihre Stimme wird von dem Hubschrauber übertönt, der auf dem Feld neben der Telefonzelle landet.

MULDER: Können Sie das bitte wiederholen?

Die Telefonistin sagt es noch einmal, als Tapia und andere Beamte auf den Hubschrauber zusteuern.

MULDER: In Ordnung, vielen Dank.

Er legt auf und schaut vier Männer in Eindämmungsanzügen an, die mit einem dichten Glasbehälter auf Garza zulaufen. Sie stürmen in den Toilettenraum und stecken den Garza in den Behälter. Tapia rennt zu ihnen und ruft über das Geräusch der Hubschraubertotoren.

TAPIA: Was ist denn hier los? Hey, was macht ihr denn hier? Was, zum Teufel, ist hier los?

Die Männer ignorieren ihn und gehen zurück zum Hubschrauber, als Garza hektisch und schreiend aus dem Inrren auf die Seiten des Containers schlägt.

TAPIA: Wer hat das genehmigt? Wer hat das genehmigt? Hey!

Mulder rennt auf einen Mann in einem sauberen Anzug zu, der ihn wegstößt.

MULDER: Was ist hier los, was ist hier los?

ANGELO GARZA: Wo bringen die mich hin? Hilfe!

MULDER: Wer sind Sie?

Der letzte Mann schließt die Tür zum Hubschrauber und sie fliegen davon.

TAPIA: Hey! Haben Sie die angfordert?

MULDER: Nein!

TAPIA: Wer zum Teufel waren die dann?

MULDER: Ich weiß es nicht, aber vor etwa zwei Stunden wurde von dieser Telefonzelle aus ein Anruf getätigt. Ich habe eine Adresse und Telefonnummer aus Dinwittie County.

Er überreicht Tapia einen Notizblock, auf dem zu lesen ist:

"925 August St.
555-6936"


925 AUGUST ST.


Paul und Steve fahren vor dem Haus und hupen. Elizabeth rennt aufgeregt zur Tür und setzt ihren Sohn ab.

ELIZABETH: Warte hier, Liebling. Bin gleich wieder da.

Sie sieht Paul an, als er aus dem Auto aussteigt.

ELIZABETH: Ich dachte, du wolltest mich verarschen!

PAUL: Ich bin raus, Süße!

Sie keucht, als er auf sie zuläuft und sie fest umarmt.

PAUL: Die werden mich nie wieder zurück bringen.

ELIZABETH: Das lasse ich nicht zu.

Sie küssen sich.

JUNGE: Mommy! Mommy!

ELIZABETH: Ich komme, mein Schatz! Daddy ist zu Hause. Komm schon.

Sie versucht, ihn ins Haus zu ziehen, aber er führt sie zurück zum Auto.

PAUL: Ich habe jemanden bei mir.

ELIZABETH: Was?

Er öffnet die Tür, Steve stöhnt und über einen Großteil seines Gesichts sind Beulen verteilt. Elizabeth sieht ihn angewidert an.

ELIZABETH: Was stimmt nicht mit ihm?

PAUL: Ich weiß es nicht. Er ist ohnmächtig.

Sie legt ihre Hand auf seine Stirn.

ELIZABETH: Oh, verdammt, er glüht förmlich.

PAUL: Wir müssen ihn ins Haus bringen.


STAATLICHE JUSTIZVOLLZUGSANSTALT VON CUMBERLAND
DINWIDDIE COUNTY, VIRGINIA


Scully ist am Mobiltelefon im Verbrennungsraum. Sie trägt ein Paket in der Hand und geht auf und ab. Bobbys Kopf ist immer noch freigelegt.

SCULLY: Ja, ich versuche, die Herkunft eines Pakets zurückzuverfolgen, das an Robert Torrence von der Cumberland State Correctional Facility in Virginia geschickt wurde. Ja, ja. Die Paketnummer lautet D-D-P-[[1]]. Sicher, ich bleibe dran.

Sie wartet.

SCULLY: Ja.

Ein Mann spricht am anderen Ende.

SCULLY: Das Paket wurde aus Wichita, Kansas, verschickt? Haben Sie den Namen des Absenders?

Er sagt ihr etwas.

SCULLY: Könnten Sie das bitte noch einmal überprüfen?

Er redet weiter.

SCULLY: Ich danke Ihnen.

Sie legt auf und wählt eine andere Nummer. Schnitt zu Mulder, der auf dem Beifahrersitz eines Autos sitzt. Sein Telefon klingelt und er nimmt es heraus.

MULDER: Ja.

Schnitt zu Scully.

SCULLY: Was wissen Sie über Pinck Pharmaceuticals?

Schnitt zurück zu Mulder.

MULDER: Äh, es ist einer der, wenn nicht der größte Hersteller von Arzneimitteln in Amerika. Und warum?

Schnitt zu Scully.

SCULLY: Sie haben ein Paket an einen Gefangenen hier geschickt, der vielleicht das erste Opfer der Krankheit war.

Schnitt zu Mulder.

MULDER: Haben Sie eine Ahnung, was in dem Paket war?

SCULLY: Nein, es ist leer.

Er lehnt sich zurück und denkt nach.

MULDER: Scully, nach der Beschreibung, die wir bekommen haben, hatte einer der Gefangenen eine große, lila-farbene Entzündung im Gesicht.

Schnitt zu Scully.

SCULLY: Das klingt nach dem, was ich bei allen Opfern hier gesehen habe. Wissen Sie, was das bedeutet, Mulder?

Schnitt zurück zu Mulder.

MULDER: Ja, es könnte sich ausbreiten. Ich, ich, ich muss mehr darüber erfahren.

Schnitt zurück zu Scully.

MULDER: Wie es übertragen wird.

SCULLY: Ich arbeite daran.

Sie legt auf und sieht sich die Leiche an. Sie bemerkt etwas im Inneren der aufgeplatzten Eiterbeule und zieht ihre Pinzette heraus. Nachdem sie ihre Maske aufgesetzt hat, greift sie mit der Pinzette in die Eiterbeule und zieht einen der Käfer heraus, die die Krankheit zuvor übertragen hatten.


925 AUGUST ST.


Steve liegt auf einem Bett, seine Furunkel sind jetzt unglaublich groß.

STEVE: Ich muss gehen. Muss in Bewegung bleiben.

Elizabeth betupft seine Stirn mit einer kalten Kompresse.

ELIZABETH: Paul... Paul, er ist wach. Paul, komm her.

Steve greift plötzlich ihr Handgelenk und zieht sie zu sich heran. Seine Eiterbeule beginnt zu pochen.

STEVE: Du musst mir helfen. Ich, ich, ich verbrenne hier. Bitte, ich bin...

Die Eiterbeule platzt und spritzt ihr den infektiösen Eiter über das ganze Gesicht. Sie versucht, es abzuwischen und rennt ins Badezimmer, ihr Sohn beobachtet sie.

ELIZABETH: Ahh! Paul! Ahh! Oh!

Sie versucht verzweifelt, den verteilten Eiter auf ihrem Gesicht abzuwaschen, sie befeuchtet schnell ihr Gesicht mit Wasser und trocknet sich dann hektisch ab. Sie läuft in den Hauptraum.

ELIZABETH: Paul! Paul! Paul!

Die Tür wird von den Marschalls aufgebrochen. Sie schreit, als sie sie umgeben, alle schreien gleichzeitig. Sie legt sich auf den Boden, auf ihre Befehle hin, die verständlich sind und sich unter so viele andere mischen. Sie legen ihr Handschellen an, während ihr Sohn weint. Mulder verlässt das Schlafzimmer und geht hinüber zu Tapia, der wie alle anderen seine Waffe auf Elizabeth gerichtet hat.

MULDER: Wir haben einen toten Gefangenen im Schlafzimmer. Der andere ist verschwunden.

Sie schaut zu ihrem weinenden Sohn auf.


STAATLICHE JUSTIZVOLLZUGSANSTALT VON CUMBERLAND
DINWIDDIE COUNTY, VIRGINIA


Scully beobachtet durch das Fenster der Tür zum medizinischen Raum, wie Garza in seinem Glasbehälter liegend herübergebracht wird. Osbourne geht auf sie zu und legt seine Hand auf ihre Schulter.

OSBOURNE: Kommen Sie mit mir.

SCULLY: Warum? Was geht hier vor?

OSBOURNE: Kommen Sie einfach mit mir.

Sie gehen zu einem separaten medizinischen Labor. Er schließt die Tür.

SCULLY: Was zum Teufel geht hier vor?

Osbourne zieht den rechten Teil seines Hemdes leicht herunter, um eine riesige Eiterbeule zu enthüllen, die darunter pulsiert.

OSBOURNE: Ich bin infiziert worden und sie lassen mich nicht raus. Das gesamte Gefängnis ist unter Quarantäne gestellt worden.

SCULLY: Von wem, dem CDC?

OSBOURNE: Die CDC hat damit nichts zu tun.

Er geht ein Stück weg, Scully beobachtet ihn aufmerksam.

OSBOURNE: Es ist die Firma. Sie stecken hinter allem.

SCULLY: Pinck Pharmaceuticals. Sie arbeiten für Pinck Pharmaceuticals?

Er nickt.

SCULLY: Wie ist das passiert?

OSBOURNE: Wir finanzieren die Erforschung neuer Arten aus dem Regenwald für potenziellen Medikamentenanwendungen. Vor drei Monaten verschwand ein Feldentomologe in Costa Rica.

SCULLY: Wie ist er verschwunden?

OSBOURNE: Wir sind uns nicht sicher. Er hatte uns gerade einige Proben eines Insekts geschickt.

SCULLY: Etwa solche?

Sie holt eine Kapsel mit dem Insekt heraus.

SCULLY: Das habe ich in einem der toten Gefangenen gefunden.

Er nimmt es mit.

OSBOURNE: Faciphaga Emasculata. Wir waren an ihr interessiert, weil sie ein ausdehnendes Enzym absondert.

Sie hält es hoch.

SCULLY: Ist das die Ursache des Ausbruchs?

OSBOURNE: Nein, nein, nicht genau.

Er setzt sich vor ein Mikroskop.

OSBOURNE: F. Emasculata ist ein Parasitoid, ein Käfer, der einen Parasiten trägt. In diesem Fall handelt es sich um einen tödlichen Parasiten, der das Immunsystem angreift. Die Pusteln sind Teil des natürlichen Fortpflanzungszyklus. Sie sind voll von den Larven, die Sie dort in Vergrößerung sehen.

Sie schaut hindurch und sieht winzige Larven herumkriechen.

SCULLY: Die Ansteckung breitet sich also erst dann aus, wenn die Pusteln aufbrechen und die Larven, die ausgestoßen werden, sich in den neuen Wirt eingraben.

Sie schaut ihn an.

OSBOURNE: Agent Scully... Sie waren dabei, als die Pustel bei mir ausbrach... was bedeutet, dass auch Sie infiziert sein könnten.

Ihr Verstand rast.


FBI-HAUPTQUARTIER
WASHINGTON, D.C.


Mulder klopft an die Tür zu Skinners Büro. Skinner steht auf.

SKINNER: Herein.

Mulder geht hinein.

MULDER: Danke, dass Sie mich zu dieser späten Stunde empfangen, Sir.

SKINNER: Was gibt es denn, Agent Mulder?

MULDER: Dieser Fall, der uns zugewiesen wurde, ich glaube, wir wurden irregeführt, möglicherweise getäuscht.

SKINNER: Getäuscht? Von wem?

MULDER: Von wem auch immer der Fall ins Rollen gebracht wurde.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Was ist die Anschuldigung, Agent Mulder?

Mulder schaut hinüber zu einem abgedunkelten Teil des Raumes, wo eine Lampe teilweise die schattenhafte Gestalt des Rauchers beleuchtet, der in einem Sessel sitzt. Er zündet sich eine Zigarette an. Mulders Augen weiten sich in Erkenntnis. Er sieht Skinner kurz an und geht dann zu dem schattenhaften Mann hinüber.

MULDER: Dass Agent Scully und ich auf diese Verbrecherjagd geschickt wurden, ohne dass wir von der Existenz oder der Art einer Seuche wussten.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Was ist die genaue Art der Ansteckung?

MULDER: Sie ist tödlich. Sie tötet innerhalb von sechsunddreißig Stunden. Ein entflohener Strafgefangener wurde infiziert. Er ist jetzt tot. Der andere Mann ist vielleicht infiziert und läuft frei herum.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Weiß jemand, wie es übertragen wird, ob es ein Virus oder Bakterien sind?

MULDER: Nein, wir wissen nur, dass über ein Dutzend Menschen daran gestorben sind, und es scheint hoch ansteckend zu sein.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Dann wissen Sie nicht viel, Agent Mulder.

MULDER: Warum hat man uns nicht die Wahrheit gesagt?

CIGARETTE-SMOKING MAN: Wir kannten die Wahrheit nicht. Was wir wussten, hätte Sie nur aufgehalten.

MULDER: Aber unschuldige Menschen könnten infiziert werden! Was Sie wussten, hätte das verhindern können.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Wie?

Mulder versucht, etwas zu sagen, aber der Raucher fällt ihm ins Wort.

CIGARETTE-SMOKING MAN: 1988 gab es einen Ausbruch des hämorrhagischen Fiebers in Sacramento, Kalifornien. Die Wahrheit hätte Panik ausgelöst. Panik hätte Leben gekostet. Wir kontrollierten die Krankheit durch die Kontrolle der Informationen.

MULDER: Man kann die Öffentlichkeit nicht schützen, indem man sie anlügt.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Das wird jeden Tag gemacht.

MULDER: Ich mache da nicht mit.

Mulder beginnt zu gehen, seinen Blick auf Skinner gerichtet.

MULDER: Was ist mit Ihnen?

CIGARETTE-SMOKING MAN: Sie sind bereits daran beteiligt.

Mulder bleibt stehen.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Wie viele Menschen werden infiziert, während Sie hier stehen und nicht Ihre Arbeit machen?

Mulder dreht sich um.

CIGARETTE-SMOKING MAN: Zehn? Zwanzig? Was ist die Wahrheit, Agent Mulder?

Mulder blickt Skinner kurz an, geht hinaus und knallt die Tür zu. Mulder geht zu seinem Auto, aber der Sicherheitsgurt funktioniert nicht. So sehr er auch zieht, er bewegt sich nicht, also lässt er ihn wütend los. Das Telefon klingelt und er nimmt den Anruf entgegen.

MULDER: Mulder.

'#Schnitt zu Scully, während Osbourne im Hintergrund einige Tests vorbereitet.

SCULLY: Mulder, die erzwingen eine vollständige Quarantäne.

Schnitt zu Mulder, der das Telefon an sein anderes Ohr hält und energisch spricht.

MULDER: Was?

Schnitt zurück zu Scully.

SCULLY: Einer der Epidimiologen, die behaupteten, vom CDC zu sein, sagte mir, dass dies kein Unfall war.

Schnitt zurück zu Mulder.

SCULLY: Pinck Pharmaceuticals ist hier und versucht, die Sache in aller Stille zu bereinigen...

Schnitt zurück zu Scully.

SCULLY: ...und die Regierung muss davon wissen.

Schnitt zu Mulder.

MULDER: Haben Sie Beweise dafür?

Schnitt zu Scully.

SCULLY: Warum sonst sollte die Nationalgarde hier sein?

Schnitt zurück zu Mulder.

SCULLY: Sie beschützen Pinck Pharmacuetical.

MULDER: Okay, hören Sie zu, Scully. Ich muss wissen, wie das passiert ist. Ich möchte, dass Sie anfangen, alles zu dokumentieren, was Sie in die Hände bekommen können.

Schnitt zurück zu Scully.

MULDER: Die Menschen müssen von der Vertuschung wissen.

SCULLY: Die Öffentlichkeit?

Schnitt zurück zu Mulder.

MULDER: Es ist eine öffentliche Gesundheitskrise.

Schnitt zurück zu Scully.

SCULLY: Mulder, wir können das nicht durchsickern lassen, nicht bevor wir mehr wissen.

Schnitt zu Mulder.

SCULLY: Der Geflohene, nach dem Sie suchen...

Schnitt zurück zu Scully.

SCULLY: Er könnte nicht einmal infiziert sein.

Schnitt zu Mulder.

MULDER: Ja, aber was, wenn er es ist?

SCULLY: Wenn das rauskommt...

Schnitt zu Scully.

SCULLY: ...wird sich die Panik schneller ausbreiten als die Infektion. Mulder, wir können nicht zulassen, dass das bekannt wird.

Schnitt zu Mulder.

MULDER: Was ist, wenn jemand stirbt, weil wir das, was wir wussten, verschwiegen haben?

Schnitt zu Scully.

SCULLY: Was ist, wenn jemand stirbt, weil wir es nicht verschwiegen haben?

Schnitt zurück zu Mulder.

SCULLY: Es wird eine Zeit für die Wahrheit geben, Mulder, aber das ist sie nicht.

Mulder seufzt.

MULDER: Geht es Ihnen da drinnen gut, Scully?

Schnitt zu Scully, die sich sichtbar verkrampft.

SCULLY: Ja, mir geht es gut. Ich möchte nur, dass Sie sich darum sorgen, wie Sie diesen Flüchtigen fassen.

Schnitt zu Mulder.

SCULLY: Passen Sie auf sich auf, Mulder.

Sie legen auf. Schnitt zu Scully, die sich umdreht und Osbourne zusieht, wie er das Exemplar von Faciphaga Emasculata in einen kleine Plastikschale legt. Sie zieht ihren Mantel aus und setzt sich hin.

OSBOURNE: Wenn Sie nicht infiziert sind, sollten Sie sofort gehen.

SCULLY: Und wenn ich infiziert bin?

Er sieht sie eine Sekunde lang an und schaut dann weg.

OSBOURNE: Der Parasit ist in der Blutbahn nicht nachweisbar. Das ist die einzige Möglichkeit zu testen, ob Sie infiziert sind oder nicht.

Er legt die kleine Plastiskschale auf ihren Arm und legt die Wanze hinein, wobei die Unterseite offen ist, damit die Wanze auf ihrer Haut herumkriechen kann.

OSBOURNE: Diese nicht infizierten Insekten fungieren als Inkubatoren.

Er klebt sie fest.

OSBOURNE: Nun, der Insektenstich infiziert Sie nicht. Die Ansteckung kann nur durch den Kontakt mit den Larven erfolgen.

SCULLY: Wie lange wird das dauern?

OSBOURNE: Dreißig Minuten... und weitere zwei Stunden, bevor sich der Parasit so weit vermehrt, dass wir ihn sehen können.

Sie atmet schwer und schaut auf das Insekt herab, während es beginnt, seine Eier zu legen.


DINWIDDIE COUNTY KRANKENHAUS


Elisabeth sitzt in einem engen Raum. An allen Seiten der Kammer befinden sich Fenster. Mulder steht auf einer Seite.

MULDER: Elizabeth? Mein Name ist Fox Mulder, ich bin vom FBI. Wo ist Paul hingegangen, Elizabeth?

ELIZABETH: Ich weiß es nicht.

MULDER: Ich glaube, Sie wissen es.

Er setzt sich gegenüber von ihr hin.

MULDER: Und ich glaube, Sie wissen auch, warum Sie hier drin sind. Wie fühlen Sie sich?

ELIZABETH: Mir geht es gut.

Mulder nickt.

MULDER: Steve fühlte sich auch gut. Es hat nicht lange gedauert, bis sich das geändert hat.

ELIZABETH: Sie versuchen nur, mir Angst zu machen.

MULDER: Sie sollten Angst haben. Wenn ich Sie wäre, würde ich Angst haben.

ELIZABETH: Sie lügen!

MULDER: Nein, Paul ist derjenige, der lügt, und wenn er infiziert ist, werden eine Menge Menschen sterben.

ELIZABETH: Wenn das wahr ist, warum ist es dann nicht im Fernsehen zu sehen? Wie kommt es, dass sie es nicht jedem sagen?

MULDER: Das ist nicht meine Entscheidung.

ELIZABETH: Nun, wessen Entscheidung ist es dann? Sie wussten davon und haben nichts gesagt! Warum sollte ich die Wahrheit sagen, wenn Sie es nicht tun?

MULDER: Elizabeth, Paul ist irgendwo da draußen. Ich muss ihn finden. Sie können mir jetzt helfen... oder auch nicht.

Sie sieht ihn an und lächelt. Ein paar Minuten später eilt Mulder aus dem Zimmer, vorbei an Tapia, der mit ihm läuft.

MULDER: Er sitzt in einem Zehn-Uhr-Bus nach Toronto, sie sollte eigentlich bei ihm sein.

TAPIA: Der Busbahnhof ist über eine halbe Stunde von hier entfernt, sogar falls wir neunzig fahren.

Er wendet sich an einen seiner Officers.

TAPIA: Rufen Sie die Polizei an. Ich will jeden Mann, den sie haben.

Mulder hält ihn auf.

MULDER: Nein! Nein, sie wissen nicht, womit sie es zu tun haben. Wenn er infiziert ist, könnte er es verbreiten. Was wir brauchen, ist Kontrolle.

Mulder und Tapia gehen weiter.


BUSBAHNHOF


Die Frau am Fahrkartenschalter ist zu Recht nervös, weil der kränkelnde Mann vor ihr trocken hustet.

FRAU: Toronto, einfache Fahrt?

PAUL: Ja.

Sie versucht, nicht auf die Eiterbeule in seinem Gesicht zu starren, aber sie kann sich nicht helfen. Er bemerkt, dass sie ihn anstarrt, und dreht sich weg, zu den Leuten hinter ihm.


STAATLICHE JUSTIZVOLLZUGSANSTALT VON CUMBERLAND
DINWIDDIE COUNTY, VIRGINIA


Scully seufzt ein paar Mal erleichtert auf, als Osbourne die Plastikhülle abhebt.

OSBOURNE: Nun, sobald wir das Blut des Insekts gewonnen haben...

Er keucht und stöhnt, sein Körper verkrampft sich.

SCULLY: Was ist los?

Osbourne fällt auf den Boden. Scully kniet sich neben ihn und versucht zu helfen. Als sie seinen Kopf vom Boden hebt, bemerkt sie, dass die Eiterbeule an seinem Hals jetzt unglaublich groß ist.

OSBOURNE: Die Giftstoffe... sie dringen in mein Gehirn ein, genau wie bei den Gefangenen. Ich habe nicht mehr viel Zeit. Sie müssen mir helfen.

SCULLY: Was wollen Sie, dass ich tue?

Er schnappt nach Luft und kämpft sich auf die Beine. Später, am Ende des Gangs, ist Osbourne in einem Glasbehälter.

OSBOURNE: Gehen Sie. Sie müssen den Test beenden.

SCULLY: Warum haben Sie sich mir anvertraut?

OSBOURNE: Es ist kein Geheimnis, das ich mit ins Grab nehmen möchte. Die Menschen haben ein Recht darauf zu wissen, in welche Gefahr wir sie gebracht haben. Falls Ihr Test negativ ist... müssen Sie es ihnen sagen.

SCULLY: Wie kann ich es beweisen?

OSBOURNE: Ich weiß es nicht. Aber wenn Sie es nicht tun... wird es einfach wieder passieren. Glauben Sie nicht für eine Sekunde..., dass dies er einzige Vorfall ist.

Sie starrt ihn an, während das Beatmungsgerät keucht. Zurück in dem privaten Labor setzt Scully die Tests an der Wanze fort und sammelt das Blut, das ihr dabei entzogen wurde. Sie gibt ein paar Tropfen auf einen Objektträger und legt ihn unter das Mikroskop. Sie hält verzweifelt inne, hofft verzweifelt, bevor sie in das Mikroskop schaut. Ihre Augen prüfen einen Moment lang durch die Brille, dann zieht sie die Schutzbrille und den Mund-Nasenschutz ab und atmet schwer aus. Sie seufzt erleichtert. Als sie aufgeregt in den Gang hinausgeht, stellt sie fest, dass Osbourne weg ist.


BUSBAHNHOF


Ein kleiner Junge rennt durch den Terminal, seine Mutter läuft ihm hinterher.

DURCHSAGE: Achtung bitte, Bus Nummer neun...

MUTTER: Kannst du bitte eine Sekunde warten?

JUNGE: Ich will den Bus nicht verpassen.

Der Junge rennt zur Seite eines Busses mit einem Schild, auf dem "Gate 20; Toronto" steht, und stellt seine Tasche ab.

MUTTER: Siehst du das? Sie laden immer noch das Gepäck ein, du verpassen nichts.

Der Junge rennt zur Tür.

MUTTER: Du hast genug Zeit, um deiner Mutter einen Abschiedskuss zu geben.

Er sieht sich um und gibt seiner Mutter einen Kuss auf die Wange. Sie erwiedert den Kuss. Er will gerade losrennen, als sie sein Handgelenk packt und das Ticket hochhält.

MUTTER: Warte. Der Fahrschein.

Er nimmt ihn, beide lachen. Er steigt in den Bus.

MUTTER: Sei vorsichtig! Sag hallo zu Onkel Jake!

Sie winken sich zu. Der Junge macht sich auf den Weg nach hinten, als eine Hand seinen Arm packt.

JUNGE: Hey!

Er sieht den kränklichen Paul an, dessen Eiterbeule jetzt unglaublich groß ist und gleich platzen könnte.

PAUL: Wie spät ist es?

Der Junge schaut auf seine Uhr.

JUNGE: Zwanzig vor zehn.

Paul lässt den Arm des Jungen langsam los. Der Junge läuft nach hinten.


STAATLICHE JUSTIZVOLLZUGSANSTALT VON CUMBERLAND
DINWIDDIE COUNTY, VIRGINIA


Dr. Auerbach öffnet die Tür zum Verbrennungsofen. Männer beginnen, die Leichen hineinzuladen. Scully kommt herein, als die erste Leiche in die Verbrennungsanlage gebracht wird.

SCULLY: Was machen Sie da?

SIMON AUERBACH: Dieses Material wurde beschlagnahmt und wird nach dem CDC-Standardverfahren vernichtet.

SCULLY: Sie arbeiten nicht für das CDC.

Er sieht sie an und lächelt.

SCULLY: Wo ist Dr. Osbourne?

Er schaut kurz auf den Boden und schaut weg. Sie schaut auf den nächste Leichsack, auf dessen Etikett "017 - Osbourne" steht. Osbourne ist die nächste Leiche, die in den Verbrennungsofen geworfen wird, während sie entsetzt zusieht.

SCULLY: Er erzählte mir, was hier passiert ist.

SIMON AUERBACH: Was hier geschah, war unvermeidlich.

SCULLY: Nun, überlassen wir diese Entscheidung anderen.

SIMON AUERBACH: Dr. Osbourne ist tot. Niemand in diesem Raum wird Ihre Geschichte bestätigen. Seien Sie einfach froh, dass die Sache unter Kontrolle ist.

Als die letzte Leiche in den Ofen geladen ist, schließt ein Mann die Tür, während die Leichen im Inneren verbrennen und alle Spuren der Krankheit auslöschen.


BUSBAHNHOF


Mulder und seine Begleitung halten an und gehen hinein. Sie schwärmen aus und durchsuchen die Menschenreihen nach Paul. Ohne ihn zu sehen, geht Mulder zu der Fahrkartenverkäuferin. Tapia durchsucht den nächsten Raum, bis Mulder auf ihn zugeht.

MULDER: Er ist hier. Er hat ein Ticket nach Toronto gekauft.

TAPIA: Verdammter Mistkerl.

MULDER: Und er ist infiziert.

Mulders Telefon klingelt. Er nimmt den Anruf an, als Tapia weggeht.

MULDER: Mulder.

Schnitt zu Scully, immer noch unten in den Tiefen des Gefängnisses.

SCULLY: Mulder... Ich glaube, hier ist alles unter Kontrolle.

Schnitt zu Mulder.

MULDER: Sind Sie okay, Scully?

SCULLY: Ja.

Schnitt zu Scully.

SCULLY: Haben Sie den zweiten Gefangenen gefunden?

MULDER: Ja, er ist auf dem Weg nach Toronto.

SCULLY: Ist er am Leben? Mulder, hören Sie mir zu. Alles hier ist vernichtet worden.

Schnitt zu Mulder.

SCULLY: Jegliche Beweise für eine Vertuschung sind verbrannt worden. Dieser Gefangene ist der letzte Mann, der eine Verbindung zwischen den Verschwörern herstellen kann.

MULDER: Aber er ist infiziert. Er wird sterben.

Schnitt zurück zu Scully.

SCULLY: Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen, Mulder, wird er eine Ausage machen müssen.

Schnitt zu Mulder, während er das Telefon von seinem Ohr wegzieht. Der Name des Zielortes auf dem Schild des Busses verschiebt sich von Thunder Bay nach Toronto. Die Marshals gehen hinten herum und steigen aus anderen Bussen aus. Die Leute entladen die anderen Busse, während alle Männer von Tapia beginnen, strategische Positionen einzunehmen. Tapia winkt die Leute in der Türöffnung hinaus. Mulder geht auf ihn zu.

MULDER: Halten Sie Ihre Männer zurück.

TAPIA: Was ist denn da los?

MULDER: Ich steige in den Bus.

TAPIA: Wir haben die Situation unter Kontrolle. Dieser Bus fährt nirgendwohin.

MULDER: Es sind noch andere Fahrgäste an Bord. Wenn der Gefangene eine Uniform sieht, könnte er in Panik geraten. Wenn er in Panik gerät werden unschuldige Menschen sterben.

TAPIA: Was wollen Sie tun?

MULDER: Ich steige in den Bus, nehme den Platz direkt hinter dem Gefangenen ein, halte ihm meine Waffe an den Kopf und fordere ihn auf, den Bus zu verlassen.

Tapia lächelt ein wenig und neigt den Kopf, als wolle er sagen "es könnte funktionieren". Im Bus spielt der Junge an seinem Taschen-Videospielgerät, während Mulder in den Bus steigt und dem Fahrer sein Ticket gibt.

BUSFAHRER: Danke.

Mulder begutachtet den Businnenraum und stellt fest, dass Paul nirgendwo zu sehen ist.

BUSFAHRER: Würden Sie Ihren Platz einnehmen, Sir?

MULDER: Es soll ein Mann im Bus sein.

BUSFAHRER: Sir, ich muss einen Zeitplan einhalten. Bitte setzen Sie sich jetzt, oder ich muss Sie bitten, auszusteigen.

'Mulder setzt sich auf den Sitz direkt hinter dem Fahrer und beugt sich nach vorne.

MULDER: Ziehen Sie den Schlüssel aus der Zündung und drehen Sie sich langsam um.

Er tut dies, während Mulder ihm seine Marke zeigt.

BUSFAHRER: Was ist das?

MULDER: Ich bin vom FBI. Ich muss wissen, ob dieser Mann in den Bus gestiegen ist.

Er zeigt ihm ein Bild von Paul, wobei er darauf achtet, beides und seine Marke von den Augen der Leute hinter ihm fernzuhalten.

BUSFAHRER: Ja.

Er schaut zurück und sieht Paul aus dem Toilettraum kommen, hustend und keuchend.

BUSFAHRER: Das ist er. Genau dort hinten.

Er zeigt auf Paul. Paul sieht Mulder an, der zerlumpt und krank aussieht, und kommt zu einer schnellen Erkenntnis. Er zieht seine Waffe und Mulder reagiert schnell, steht auf und zieht ebefalls seine Waffe.

MULDER: Bundesagent! Lassen Sie die Waffe fallen!

Die Leute im Bus schreien. Paul zieht den kleinen Jungen doch, setzt sich auf seinen Sitz und setzt den Jungen auf seinen Schoß. Das Gesicht des Jungen befindet sich direkt neben der Eiterbeule, die bereit zu platzen scheint. Tapia beobachtet das Handgemenge aus dem benachbarten Bus. Er holt sein Funkgerät heraus.

TAPIA: Plan A ist schief gegangen. Macht euch bereit zum Aufbruch, Leute.

Mulder hält seine Waffe auf Paul gerichtet, der mehr Angst hat als alles andere.

MULDER: Lassen Sie den Jungen gehen!

PAUL: Starten Sie den verdammten Bus!

MULDER: Sie haben über zwei Dutzend U.S. Marshalls da draußen, Paul. Wie weit werden Sie kommen?

Paul schaut aus seinem Fenster und sieht Scharfschützen, die von allen Seiten auf ihn gerichtet sind. Er keucht und atmet schwer.

PAUL: Ich sterbe, nicht wahr?

MULDER: Die Frage ist, wie viele Menschen werden Sie mitnehmen?

PAUL: Was ist das für ein Ding?

MULDER: Sie wurden im Gefängnis infiziert.

Paul lächelt und seufzt, fast lacht er.

PAUL: Das ist es, was Robert Torrence hatte.

MULDER: Und Ihre Freundin Elizabeth und möglicherweise Ihr Sohn.

Er nähert sich ihm langsam.

MULDER: Wie viele Menschen wollen Sie noch gefähren?

PAUL: Das kam mit dem Paket in Bobbys Zelle, nicht wahr?

MULDER: Sie haben ein Paket gesehen?

Paul nickt leicht, kurz davor, zu weinen. Der Junge ist überraschend ruhig.

PAUL: Was zum Teufel war es?

Er hustet, seine Eiterbeule beginnt leicht zu pulsieren.

MULDER: In Ordnung, alle Mann, raus aus dem Bus.

Die Leute fangen an, auszusteigen.

MULDER: Machen Sie einfach weiter. Gehen Sie einfach weiter. Gehen Sie einfach weiter!

Die Leute haben alle den Bus verlassen. Mulder sieht den Jungen an.

MULDER: In Ordnung, komm’ da raus. Es ist alles in Ordnung. Komm’ raus, rutsch’ einfach raus. Ich bin für dich da.

Paul lässt den Jungen los.

MULDER: So ist es gut.

Paul keucht und stößt den Jungen weg. Der Junge rennt aus dem Bus.

MULDER: In Ordnung.

Paul erstickt und keucht, seine Eiterbeule pocht.

MULDER: In Ordnung, Paul, was war in dem Paket?

Paul scheint nicht atmen zu können, geschweige denn sprechen.

MULDER: Was war in dem Paket? Ein Pharmaunternehmen hat Sie als Versuchskaninchen benutzt! Wenn Sie mir sagen, was in dem Paket war, werde ich dafür sorgen, dass die nicht damit durchkommen! Kommen Sie, Paul, Sie erinnern sich. Sagen Sie's mir!

PAUL: Es... es...

Paul will es Mulder sagen, als ein Schuss fällt. Die Fensterscheibe neben Paul zersplittert, als Mulder entsetzt zusieht. Paul kippt tot um. Rauch füllt die Luft draußen.

MANN 1: Kommen Sie da raus!

MANN 2: Abstand halten!

Zwei Männer in sauberen Anzügen eilen in den Bus und bringen Mulder weg.

MANN 1: Sie müssen aussteigen, los! Los, aussteigen!

Der Scharfschütze sitzt im Bus nebenan, sein Gesicht in Rauch gehüllt.


FBI-HAUPTQUARTIER
WASHINGTON, D.C.


Skinner betrachtet das kleine, letzte Exemplar von Faciphaga Emasculata in einer Kapsel. Es ist tot.

MULDER: Robert Torrence war Patient Null, der erste Gefangene, der an der Krankheit erkrankte. Kurz bevor er in die Krankenstation eingeliefert wurde, erhielt er ein Paket von Pinck Pharmaceuticals. Sie haben diese ganze Sache inszeniert, um jahrelange FDA-Versuche zu umgehen, um ihr Medikament auf den Markt zu bringen.

Skinner stellt die Kapsel ab.

SKINNER: Warum erzählen Sie mir das, Agent Mulder?

MULDER: Weil ich wollte, dass Sie es von mir hören, bevor Sie es in der Zeitung lesen.

Skinner setzt sich hin.

SKINNER: Ich würde ernsthaft darüber nachdenken, dies in die Medien zu bringen, falls das Ihre Absicht ist.

MULDER: Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, es zu erfahren, damit es nicht wieder passiert.

SKINNER: Und Sie werden diese ausgeklügelte Verschwörung mit einer, einer leeren Packung und einem toten Insekt beweisen? Lassen Sie die Finger davon, Agent Mulder. Die Epidemie wurde eingedämmt.

MULDER: Achtzehn Menschen sind tot, und wenn Sie ihnen helfen, die Wahrheit hinter diesen Todesfällen zu vertuschen, dann sind Sie genauso schuldig wie die.

SKINNER: Sie haben wirklich keine Ahnung, mit wem Sie es zu tun haben, oder?

MULDER: Ich dachte, ich hätte es mit Ihnen zu tun.

Es klopft an der Tür und Scully kommt herein.

SCULLY: Wir können nichts beweisen, Mulder. Die haben dafür gesorgt.

Sie geht zu ihm hinüber.

MULDER: Wovon reden Sie da?

SCULLY: Die Regierung von Costa Rica hat mir gerade den Bericht über den vermissten Wissenschaftler gefaxt.

Sie gibt ihm eine Mappe.

SCULLY: Sein Name ist Robert Torrence, derselbe Name wie der unseres Gefangenen. Es war ihre Versicherung für den Fall, dass es jemals so weit kommen sollte, damit sie es auf einen einfachen Fehler der Post schieben konnten. Ein Versehen.

Mulder, der über den Inhalt der Mappe liest, lacht.

MULDER: Deshalb wurde uns dieser Auftrag erteilt, richtig? Sie wussten es die ganze Zeit... sodass, selbst wenn es uns gelingen würde, die Wahrheit zu finden, wir als Teil davon diskreditiert wären. Habe ich recht?

Skinner starrt ihn nur an.

MULDER: Habe ich recht?!

SKINNER: Sie hatten nie eine Chance, Agent Mulder. Für jeden Schritt, den Sie machen, sind die Ihnen drei Schritte voraus.

MULDER: Nun, was ist mit Ihnen, wo stehen Sie?

SKINNER: Ich stehe genau auf der Grenze, die Sie immer wieder überschreiten.

Mulder schüttelt leicht angewidert den Kopf.

SCULLY: Kommen Sie, gehen wir.

Sie beginnen, das Büro zu verlassen.

SKINNER: Agent Mulder.

Scully öffnet die Tür, als sie sich umdrehen und ihn mit großer Verachtung anschauen.

SKINNER: Ich sage das als Freund. Passen Sie auf sich auf. Dies ist nur der Anfang.

Mulder und Scully gehen hinaus. Skinner starrt für eine Sekunde auf die Tür, dann auf die letzte verbliebene Spur der Epidemie, Faciphaga Emasculata.

Mitgeschrieben von:[Bearbeiten]