2X18 Sophie (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron/ProSieben, sofern es nicht dabei um eine Übersetzung des englischen Transkripts handelt. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden und dürfen nur nicht-kommerziell verwendet werden. Und dienen zur Zugänglichmachung zugunsten behinderter Menschen sowie zur Verwendung als Zitat. Wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.

Anmerkung von CayceP: Dies hier ist eine Übersetzung des Originals, keine Abschrift der deutschen Episode.


2X18 Sophie
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen

IDAHO MUTUAL TRUST VERSICHERUNG
FAIRFIELD, IDAHO


Zwei Hausmeister reinigen nach Feierabend den Eingangsbereich des Gebäudes. Ein Radio läuft und der jüngere der beiden tanzt mit seinem Mopp im Takt der lateinamerikanischen Musik. Der ältere scheuert mit einer Zigarette im Mundwinkel den Boden und schaut zu ihm hinüber.

HAUSMEISTER 1: (auf Spanisch) Sie bezahlen dich nicht fürs Tanzen, Roberto!

HAUSMEISTER 2:: Okay, okay.

Hausmeister 1 zeigt nach oben auf die Überwachungskamera.

HAUSMEISTER 1: (auf Spanisch) Gott schaut zu.

HAUSMEISTER 2:: (auf Spanisch) Okay.

Der erste Hausmeister legt seine Zigarette hochkant mit dem Filter nach auf den Boden. Der Boden beginnt zu beben und die Zigarette vibriert über die Bodenfliese. Die Sicherheitskamera wackelt in ihrer Halterung und es ist ein lautes Pochen zu hören. Der erste Hausmeister schaltet das Radio aus und beide schauen in Richtung des großen Vorderfensters. Plötzlich zerbricht es. Sie ducken sich und rennen dann zum Fenster, um nach draußen zu schauen. Ein Pfad der Zerstörung bahnt sich seinen Weg die Straße entlang. Zuerst wird ein Auto zerquetscht, dann wird ein Straßenschild verbogen und ein Zeitschriftenstand zerschmettert. Dann wird ein zweites Auto zerquetscht und auf den Bürgersteig geschoben. Die Hausmeister schauen staunend zu. Der erste Hausmeister bekreuzigt sich.

HAUSMEISTER 1: Santa maria san locos. (Heilige Maria ist das verrückt)

Einige Straßenbauarbeiter trinken Kaffee, als sie ein herannahendes Rumpeln hören.

ARBEITER 1: Was zum Teufel ist das?

Sie sehen nichts, aber die Straßenabsperrungen, die zu ihnen führen, werden einer nach dem anderen niedergerissen.

ARBEITER 2: Hey! Geht aus dem Weg!

Alle flüchten, bis auf den ersten Arbeiter, der auf der Fahrbahn bleibt. Er wird plötzlich nach hinten geworfen und das Geräusch eines wütenden Elefanten ist zu hören. Die anderen Männer gehen zu ihrem verletzten Kollegen.

ARBEITER 3: Er ist schwer verletzt, Mann!

ARBEITER 2: Beeilt euch! Ruft einen Krankenwagen!


Es ist früh am Morgen, und ein Lastwagen rast im Nebel über eine Autobahn. Der Fahrer meldet sich über sein CB-Funkgerät.

'DER FAHRER ÜBER CB-FUNK: Hier spricht Wesley Brewer auf der Route 7. Sieht so aus, als wäre ich um etwa 8.00 Uhr da, um den Hänger aufzuladen. Der Nebel wird mich etwas bremsen.

DISPATCHER: 10-4, Wesley.

Aus dem vor uns liegenden Nebel taucht plötzlich ein Elefant auf, der direkt auf den Lastwagen zusteuert.

BREWER: Heilige Mutter Gottes!

Er tritt auf die Bremse und der Lastwagen kommt nur Zentimeter vor dem Elefanten zum Stehen. Der Elefant bewegt sich an der Kabine entlang, starrt Brewer einen Moment lang an und geht dann weiter.


Zwei Streifenwagen der Staatspolizei rasen mit heulenden Sirenen auf der Autobahn entlang. Sie halten bei einer Gruppe von Menschen an, die auf der Straße stehen. Ein kleines Kind weint. Sie nähern sich dem Elefanten, der seitlich auf der Straße liegt.

FRAU: Sie lag einfach nur da, als wir sie fanden, Officer.

Der Elefant lebt, aber er kann nicht aufstehen. Während das kleine Kind weiter weint, kniet ein anderes Kind vor dem Tier nieder. Der Elefant stöhnt.


Scully steht vor dem Idaho Mutual Trust Gebäude und befragt die beiden Hausmeister.

SCULLY: Sie haben also nichts gesehen, als das Fenster zerbrach? Niemand draußen?

HAUSMEISTER 1: Nein.

HAUSMEISTER 2:: (schüttelt den Kopf) Nichts.

HAUSMEISTER 1: Wir hörten ein Geräusch wie Donner. Dann überall Glas.

SCULLY: Okay, Danke.

Die Hausmeister gehen. Mulder, der im Gebäude war, klettert durch den zerbrochenen Fensterrahmen heraus.

MULDER: Was haben die Hausmeister gesagt?

SCULLY: Sie behaupten, sie hätten nichts gesehen.

MULDER: Das ist nicht überraschend. Die Sicherheitskameras haben auch keine Aufzeichnung von irgendetwas. Nur eine riesige Implosion von Glas wie eine Art riesige Schockwelle.

SCULLY: Was die Hausmeister beschreiben, klingt eher wie ein Überschallknall.

MULDER: Das war kein Überschallknall.

Er zeigt auf das zerquetschte Auto auf der Straße.

MULDER: Dem Bauarbeiter, der getötet wurde, wurde die Wirbelsäule wie eine Muschelkette zerquetscht, ein kreisförmiger Abdruck an seinem Oberkörper in etwa der Form eines Elefantenfußes. Andere Arbeiter der Baustelle sagten, sie fühlten, wie der Boden bebte, gefolgt von einem schwachen Tiergeruch.

SCULLY: Mulder, wenn Sie immer noch unterstellen, dass der Elefant das getan hat, widerspricht das einfach jeder Logik. Jemand hätte es gesehen.

MULDER: Nun, wenn es jemand gesehen hätte, Scully, wären wir nicht hier. Ein anderes Fahrzeug hätte Beweise für einen Zusammenstoß hinterlassen - Beschädigungen des Metalls oder des Lacks. Ich kann keine Anzeichen für diese Dinge sehen. Ich wäre bereit, die Möglichkeit eines Tornados in Erwägung zu ziehen, aber es ist nicht wirklich Tornadosaison. Ich wäre sogar bereit, die Vorstellung eines Schwarzen Lochs, das über das Gebiet zieht, in Betracht zu ziehen...

Scully wirft ihm einen skeptischen Blick zu.

MULDER: ... oder irgendeine kosmische Anomalie, aber es ist auch nicht wirklich Schwarze-Loch-Saison. Er lächelt. Wenn ich ein Spieler wäre, würde ich sagen, es war, äh, ...

SCULLY: Ein unsichtbarer Elefant?

MULDER: Ich habe einmal gesehen, wie David Copperfield die Freiheitsstatue verschwinden ließ.

ED MEECHAM: Agent Mulder?

Ein Mann nähert sich, der gerade mit einem Lieferwagen vorgefahren ist.

MULDER: Ja.

ED MEECHAM: Ed Meecham, Fairfield Zoo. Entschuldigen Sie die Verspätung. Wir hatten heute Morgen Probleme, Ganeshas Leichnam zu transportieren.

MULDER: Das ist Agent Scully.

ED MEECHAM: (zu Scully) Hi.

SCULLY: Haben Sie festgestellt, woran er gestorben ist?

ED MEECHAM: (zu Scully) Sie. Ganesha war ein 12-jähriges indisches Weibchen. Soweit ich es mir vorstellen kann, ist sie bis zu Erschöpfung gelaufen.

MULDER: Wie ist sie entkommen?

ED MEECHAM: Nun, das ist ein Rätsel. Als ich heute Morgen den Anruf erhielt, erwartete ich, dass ihr Käfig offen war oder etwas in der Art, aber er war fest verschlossen - so wie ich ihn verlassen hatte.

MULDER: Irgendeine Idee, wie sie aus einem verschlossenen Käfig entkommen konnte?

ED MEECHAM: Nein, Sir. Keine Anzeichen einer Manipulation.

MULDER: Ich habe über etwas gelesen, das man die Elefantenrebellion in Zoos im ganzen Land nennt - eine hohe Anzahl von Elefanten, die sich gegen ihre Pfleger wenden und ihre Gehege zerstören. Hat Ganesha jemals solche Problem gemacht?

ED MEECHAM: Elefanten sind sehr große, sehr eigensinnige Tiere.

MULDER: Sie sagen also, es gab Probleme?

ED MEECHAM: Nun, die Person, mit der Sie darüber sprechen wollen, ist Willa Ambrose.

SCULLY: Ambrose?

ED MEECHAM: Sie ist eine Naturforscherin. Sie wurde letztes Jahr vom Aufsichtsrat eingestellt, um diese Dinge zu überwachen. Nun, jetzt soll sie die regierende Autorität sein.

MULDER: Nun, lassen Sie mich Sie etwas fragen. Meinen Sie, dass der Schaden hier auf der Straße - könnte das von einem entflohenen Elefanten verursacht worden sein?

ED MEECHAM: Meiner ehrlichen Meinung nach?

MULDER: Ja.

ED MEECHAM: Sicher. Würden Sie mich entschuldigen?

Meecham geht weg. Mulder geht weiter und sieht sich den Müll auf der Straße an.

SCULLY: Wonach suchen Sie, Mulder?

MULDER: Eine Lokalzeitung. Ich möchte sehen, ob David Copperfield in der Stadt ist.


FAIRFIELD ZOO


Der Zoo ist geöffnet. Mulder und Scully nähern sich einem Mitarbeiter des Zoos.

SCULLY: Entschuldigen Sie mich. Wir sind auf der Suche nach Willa Ambrose.

ARBEITER: (zeigt auf sie) Dort.

SCULLY: Danke.

ARBEITER: Klar.

Sie nähern sich Willa Ambrose, die mit einem Klemmbrett an einem der Wege des Zoos steht.

SCULLY: Miss Ambrose?

WILLA AMBROSE: Ja.

SCULLY: Ich bin Agent Dana Scully. (zeigt ihre Dienstmarke) Das ist Agent Mulder. Wir sind vom FBI.

WILLA AMBROSE: Wie kann ich Ihnen helfen?

SCULLY: Nun, ein Bundesangestellter wurde letzte Nacht tödlich verletzt und es scheint sich ein Fall um den Elefanten zu entwickeln, der aus Ihrem Zoo ausgebrochen ist.

WILLA AMBROSE: Soweit ich weiß, sagten die Augenzeugen des Unfalls, sie wüssten nicht, wie der Mann getötet wurde.

MULDER: Eigentlich versuchen wir herauszufinden, wie Ganesha entkommen konnte.

WILLA AMBROSE: Nun, was hat Ed Ihnen erzählt?

MULDER: Er sagte, er fand den Käfig verschlossen, so wie er ihn verlassen hat.

WILLA AMBROSE: Was soll ich noch sagen?

MULDER: Ich will nicht darauf herumreiten, aber ein Mann wurde zu Tode getrampelt. Ein Tier aus Ihrem Zoo wurde 43 Meilen (Anmerkung: ca. 69 Kilometer) von hier entfernt gefunden. Niemand sucht nach einer Schuldzuweisung, wir versuchen nur, die Fakten zu verstehen, die zu diesem Vorfall geführt haben.

Sie befinden sich jetzt in einem Betongebäude und Willa zeigt ihnen ein schweres Vorhängeschloss an einer 2 Meter hohen schweren Metalltür.

WILLA AMBROSE: Hier wurde Ganesha festgehalten, als sie nicht in ihrem Lebensraum war.

MULDER: Wer hat Schlüssel zu diesem Schloss?

WILLA AMBROSE: Nur ich und Mr. Meecham. Ansonsten ist dies ein Sperrgebiet.

Scully schaut auf die oberen Enden der Gitterstäbe des Käfigs.

WILLA AMBROSE: Elefanten sind keine besonders guten Springer, falls es das ist, was Sie denken.

SCULLY: Nein, ich habe mich nur gefragt, warum ein so kleiner Pferch für ein so großes Tier.

WILLA AMBROSE: Der Zoo wurde in den 1940er Jahren gebaut. Die Gehege und Lebensräume sind alle zu eng. Ich wurde dazu gebracht, zu expandieren und humanere Umgebungen zu schaffen. Leider brauchen diese Dinge Zeit.

Mulder hat sich einen Befestigungsring mit Ketten angeschaut.

MULDER: Diese, äh, Ketten auf dem Boden dort?

WILLA AMBROSE: Das sind Fesselbänder. Sie sind dazu gedacht, die Bewegung des Tieres einzuschränken. Ich habe ihren Gebrauch verboten, als ich hierher zur Arbeit kam.

MULDER: Wem haben Sie die Verwendung untersagt?

WILLA AMBROSE: Es war Ed Meechams Praxis. Sie spiegelte eine alte, nicht fortschrittliche Zoo-Politik wider.

MULDER: Wie ist Ihre Beziehung zu Ed Meecham?

WILLA AMBROSE: Ich bin seine Chefin und ich bin eine Frau und Ed mag das nicht besonders.

SCULLY: Wäre er rachsüchtig genug, Ganesha als Sabotageakt zu befreien?

WILLA AMBROSE: Nun, wenn er das tun würde, wäre das töricht. Die Einrichtung hat ein Defizit und läuft Gefahr, ihre Finanzierung zu verlieren.

MULDER: Haben Sie mit Ed über den Vorfall gesprochen?

WILLA AMBROSE: Nein. Ich denke, Ed hat genug mit der W.A.O. zu tun.

SCULLY: W.A.O.?

MULDER: Das ist die Wild Again Organization - das ist eine radikale Gruppe, die glaubt, dass jedes gefangene Tier ein Verbrechen gegen die Natur ist.

WILLA AMBROSE: Glauben Sie mir, sie werden großen Spaß mit dieser Organisation haben. Entschuldigen Sie mich bitte.


BAUSTELLE
HIGHWAY 24


In den Trümmern des Unfalls vom Vorabend sprechen Scully und Mulder mit Kyle Lang, dem Anführer des örtlichen W.A.O. Scully und Mulder untersuchen einige Fotos, die von Ganesha aufgenommen wurden, als sie auf der Autobahn lag.

KYLE LANG: Die W.A.O. glaubt, dass die Haltung von Tieren in Gefangenschaft nur tragische Folgen hat. In der Wildnis würde ein solcher Elefant ein Gebiet von mindestens 20 Quadratmeilen durchstreifen. Ganesha wog mehr als 5000 Pfund, und sie wurde in einem 50 mal 50 Fuß großen Käfig gehalten.

SCULLY: Und Sie halten diese Behandlung für unmenschlich?

KYLE LANG: Es ist, als würden Sie oder ich in einem Gurkenfass leben.

SCULLY: Den FBI-Akten zufolge sind Sie über ein Dutzend Mal wegen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Entführung von Zirkus- und Zootieren verhaftet worden.

KYLE LANG: Das W.A.O. sieht es als Befreiung an.

SCULLY: Hmmm. Waren Sie an der Befreiung von Ganesha beteiligt?

KYLE LANG: Das würde mich zum Mittäter eines Mordes machen, nicht wahr?

Scully hebt ihre Augenbrauen.

KYLE LANG: Diese Tiere zu gefährden ist gegen alles, an was wir glauben. Es sind unglaublich spirituelle Kreaturen. Ihre Rituale und ihr Verhalten sind mit einer Vergangenheit verbunden, die kein Mensch je erlebt hat. Wussten Sie, dass sie ihre Toten tatsächlich begraben? Sie können einen Elefantenfriedhof besuchen, der Jahrhunderte alt ist, und wissen instinktiv, wo die Gebeine ihrer alten Vorfahren liegen.

MULDER: Was glauben Sie, wovor Ganesha weggelaufen ist?

KYLE LANG: Wollen Sie sehen, wovor sie weggelaufen ist? Ich werde es Ihnen zeigen.

Sie sind jetzt im W.A.O.-Büro. Lang zeigt ihnen ein Video von zwei Männern, die einen Elefanten gewaltsam an den Füßen ziehen. Ein weiteres jüngeres Mitglied des W.A.O. ist mit ihnen im Raum.

KYLE LANG: So geht Ed Meecham mit diesen majestätischen Tieren um.

MULDER: Das geht immer noch so weiter?

KYLE LANG: Ed Meecham ist ein Barbar. Er quälte seit Jahren Tiere im Fairfield Zoo. Wir nehmen an, dass er es immer noch tut. Irgendwann werden wir einen Beweis bekommen. Wir sind hier, um Druck auf den Zoo auszuüben. Wir verfolgen, was dort vor sich geht.

MULDER: Auch wenn Willa Ambrose behauptet, dass sie den meisten seiner alten Praktiken ein Ende gesetzt hat?

KYLE LANG: Was auch immer Willa Ambrose vorhat, sie ist zu sehr damit beschäftigt, um wirklich zu wissen, wie Meecham arbeitet.

SCULLY: Beschäftigt womit?

KYLE LANG: Eine Klage, die sie gegen die Regierung Malawis wegen eines Flachlandgorillas namens Sophie führt. Willa hat sie vor zehn Jahren aus einem nordafrikanischen Zollhaus gerettet. Sie hat sie wie ein Kind aufgezogen. Jetzt will die Regierung Malawis sie zurückhaben.

SCULLY: Wird sie gewinnen?

KYLE LANG: Dies ist ein perfektes Beispiel für den Imperialismus des Menschen über das Tierreich - dieser feige Drang, Tiere in Objekte für unser eigenes egoistisches Vergnügen zu verwandeln.

SCULLY: Ich dachte, Sie sagten, sie hätte diesen Gorilla gerettet.

KYLE LANG: Ja, rettete sie, damit sie ihr Leben hinter Gittern verbringen konnte. Es hätte ihre Pflicht sein sollen, den Gorilla in die Wildnis zurückzuführen. Alle Tiere sollten frei herumlaufen.

SCULLY: Auch wenn das bedeutet, einen Mann zu Tode zu trampeln?

KYLE LANG: Vielleicht hätte er aus dem Weg gehen sollen.

MULDER: Ich bin sicher, er hätte es, wenn er es hätte kommen sehen. Vielen Dank für Ihre Zeit, Sir und wir werden uns bald bei Ihnen melden.

Scully scheint über Lang verärgert zu sein. Auf ihrem Weg nach draußen bemerkt Scully eine Videokamera auf einem Regal. Sie treten aus dem W.A.O.-Büro heraus. Es ist jetzt dunkel.

MULDER: Es passiert alles im Zoo, Scully.

SCULLY: Nun, wir haben unsere Verdächtigen gefunden.

MULDER: Glauben Sie, sie haben den Elefanten rausgeholt?

SCULLY: Nun, Sie haben den Mann gehört - "alle Tiere sollten frei herumlaufen".

MULDER: Was ist mit all den Augenzeugenberichten, den Überwachungsbändern der Videokamera, der Tatsache, dass niemand einen Elefanten gesehen hat, bevor er meilenweit vom Zoo entfernt war?

SCULLY: Nun, die Lichter, die sie auf der Baustelle benutzten, verwenden Quecksilberdampf, 10.000 Kerzenstärke. Sie können die Fähigkeit eines Menschen einschränken, seine Sicht auf die Dunkelheit einzustellen. Und die Sicherheitskameras sind von schlechter Qualität. Ein grauer Elefant hat im gedämpften Licht vor dem Gebäude möglicherweise kein Bild auf dem Band erzeugt.

MULDER: Ah, das kaufe ich Ihnen nicht ab, Scully. Ich glaube, diese Typen sind nur Gerede.

SCULLY: Diese Jungs widmen sich genau dieser Art von Aktivität, ohne Scheu. Haben Sie sich die Nachtsichtkamera gesehen, die auf dem Regal lag?

MULDER: Nein.

SCULLY: Es würde mich nicht überraschen, wenn sie versuchen würden, aus ihrem Erfolg Kapital zu schlagen.

MULDER: Indem sie was tun?

SCULLY: Indem sie ein anderes Tier befreien. Willa Ambrose sagte, dass der Zoo finanziell in Schwierigkeiten sei. Der Verlust eines weiteren großen Exponats könnte den Zoo komplett in den Ruin treiben.

MULDER: In Ordnung. Sie behalten die W.A.O. im Auge.

SCULLY: Und wo wollen Sie hin?

MULDER: Mit den Tieren sprechen.


JOJO'S KOPIERZENTRUM


Mulder befindet sich in einem Satelliten-Konferenzraum. Frohike und Byers werden auf die Leinwand projiziert.

FROHIKE: Beamen mich hoch, Scotty.

MULDER: Hat dir schon mal jemand gesagt, dass die Kamera dich liebt, Frohike?

FROHIKE: Ja, die festnehmenden Beamten bei der "Free James Brown"-Kundgebung.

BYERS: Und was kostet das die Steuerzahler, Mulder?

MULDER: Äh, ungefähr 150 Dollar pro Stunde.

FROHIKE: Autsch. Fast so viel wie Bill Clintons Haarschnitt.

MULDER: Wo ist Langly?

BYERS: Er hat ein philosophisches Problem damit, dass sein Bild von einem Satelliten abgestrahlt wird.

FROHIKE: Was machst du in Idaho?

MULDER: Ich bin in der Stadt Fairfield. Was wisst ihr darüber?

BYERS: Dort gibt es einen kleinen Zoo. Viele seltsame Überlieferungen - Tiere entkommen, verschwinden spurlos.

MULDER: Habt ihr eine Ahnung, warum?

FROHIKE: Du bist nicht weit von der Mountain Home Air Base entfernt. Ein wichtiger UFO-Hotspot.

BYERS: Seltsame Tatsache, Mulder. Kein Tier im Zoo von Fairfield hat jemals eine Schwangerschaft erfolgreich beendet.

FROHIKE: Weder ein Jungtier noch ein Küken.

BYERS: Die Frau, die den Zoo leitet, hat einen Gorilla, der die Zeichensprache beherrscht - angeblich mit einem Wortschatz von 1.000 Wörtern.

Mulders Mobiltelefon klingelt. Frohike tritt auf die Kamera zu.

FROHIKE: Falls das die reizende Agent Scully ist, lasse sie wissen, dass ich trainiert habe. Ich bin muskulös.

MULDER: (lächelt und nimmt den Anruf entgegen) Mulder.

Es ist die reizende Agent Scully. Sie ist nicht weit vom Eingang des Zoos entfernt.

SCULLY: Mulder, ich bin's. Ich hatte recht. Ich bin gerade dem Jungen von der W.A.O. zum Zoo gefolgt. Er ist gerade dabei, über den Zaun zu klettern.

MULDER: In Ordnung, ich bin gleich da, Scully.

Der Junge klettert über den Maschendrahtzaun. Scully eilte zum Zaun, klettert auch darüber und läuft durch den Zoo, wobei Scully einen diskreten Abstand hält. Dann steigt er über eine Steinbarriere. Als Scully sich der Barriere nähert, ergreift eine Hand ihre Schulter und dreht sie um. Sie keucht überrascht auf.

ED MEECHAM: Was zum Teufel machen Sie hier?

SCULLY: Es ist ein Mitglied des W.A.O. auf dem Gelände.

ED MEECHAM: Kommen Sie mit mir.

Sie betreten ein Zoogebäude, während der Junge weiter durch den Zoo geht. Er zieht die Nachtsichtkamera aus einer Flanelltasche.

Mulder hält am Eingang des Zoos an und klettert ebenfalls über den Zaun.

Der Junge läuft nun an einem Tigerkäfig entlang, der Tiger knurrt ihn an. Mehrere andere Tiere, darunter ein Löwe, ein Puma, ein Pavian und mehrere Vögel, fangen an, viel Lärm zu machen.

Scully und Meecham befinden sich immer noch in einem Zoogebäude. Sie hören den Lärm draußen.

SCULLY: Was geht hier vor?

In einem anderen Gebäude schaut Willa Ambrose auf, als Sophie, in einem Käfig auf der anderen Seite des Raumes, ebenfalls immer aufgeregter wird.

WILLA AMBROSE: (in Zeichensprache) Es ist alles in Ordnung, Sophie. Beruhige dich.

Draußen richtet der Junge die Nachtsichtkamera auf den Tiger und beginnt zu filmen. Plötzlich erscheint es ein blendendes Licht und er schirmt seine Augen ab. Als das Licht verblasst, ist der Tiger verschwunden. Er hört Gebrüll hinter sich und wirbelt herum, sieht aber - nichts. Er wird zu Boden gerissen und lässt die Kamera fallen, die immer noch filmt. Sein Gesicht hat mehrere große Risse, als ob er gekratzt worden wäre. Dann wird er am Hals gepackt und von einer Seite auf die andere geschleudert, obwohl kein Tier zu sehen ist. Er schreit, während die Kamera weiter filmt.


W.A.O.-BÜROS


Scully befragt Kyle Lang. Mehrere Polizeibeamte sind ebenfalls im Raum.

KYLE LANG: Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.

SCULLY: Sie haben keine Ahnung, was er im Zoo gemacht hat?

KYLE LANG: Wenn Sie mich fragen, ob ich eine Ahnung von seinen Absichten hatte, ist die Antwort einfach: nicht die geringste.

Scully hält eine Plastiktüte mit der Nachtsichtkamera hoch.

SCULLY: Was wäre, wenn ich sagen würde, dass ich diese Kamera gestern dort oben auf dem Regal gesehen habe?

KYLE LANG: Ich schätze, das ist mir vorher noch nie aufgefallen.

SCULLY: Ein Tiger wird vermisst und ein Mitglied Ihrer Organisation ist tot. Für einen so prinzipientreuen Mann zeigen Sie einen erstaunlichen Mangel an Emotionen.

KYLE LANG: Wenn der Tiger diese Person getötet hat, dann war es ein natürlicher Vorgang.

SCULLY: Nun, sollte ich Beweise dafür finden, dass er diese Tiere auf Ihren Befehl hin freigelassen hat, werde ich dafür sorgen, dass Sie den Rest Ihres Lebens hinter Gittern verbringen.

Mulder öffnet die Tür und tritt ein.

MULDER: Scully?

Er winkt ihr zu. Scully geht hinaus und übergibt die Tasche mit der Kamera an einen Beamten an der Tür. Sie gehen durch das Gebäude.

SCULLY: Wissen Sie, dieser Typ macht mich wirklich wütend.

MULDER: Alles in Ordnung, Scully?

SCULLY: Ja.

MULDER: Haben Sie sich beruhigt?

Sie wirft ihm einen nicht sonderlich erfreuten Blick zu.

SCULLY: Haben sie den Tiger schon gefunden?

MULDER: Nein, aber ich habe mir die Kassette aus dem Rekorder des Jungen angesehen. Er wurde nicht von dem Tiger getötet.

SCULLY: Was?

MULDER: Wenn es sich nicht um Trickaufnahmen handelt, wurde der Junge von einer Art Phantomangreifer getötet.

SCULLY: Sie haben seine Leiche gesehen, Mulder. Der Junge wurde zu Tode gebissen. Er hatte tiefe Kratzspuren auf seiner Brust und auf seinem Rücken.

MULDER: Ich kann es auch nicht erklären, aber ich kenne jemanden, der es vielleicht kann.

Mulder und Scully gehen durch ein Gebäude im Zoo.

MULDER: Entschuldigung? Miss Ambrose? Können wir Sie kurz sprechen?

Willa Ambrose trägt ein Klemmbrett und war gerade dabei, in einen Raum mit einem "Krankes Tier - Zutritt verboten"-Schild an der Tür.

WILLA AMBROSE: Ich weiß nicht mehr, als ich der Polizei bereits gesagt habe. Ich habe nichts zu sagen.

MULDER: Wird Sophie hier von ihnen gehalten?

WILLA AMBROSE: Sophie ist krank.

MULDER: Glauben Sie, wir könnten sie treffen? Wir sind nicht hier, um zu versuchen, sie Ihnen wegzunehmen.

Sie öffnet die Tür. Sophie sitzt in ihrem Käfig und stöhnt.

WILLA AMBROSE: Vor ungefähr sechs Wochen musste ich Sophie aus ihrem öffentlichen Lebensraum herausholen. Sie war so zurückgezogen und depressiv geworden, dass sie sich in der Ecke ihres Käfigs zu einem Ball zusammengerollt hatte und nur noch zitterte.

MULDER: Haben Sie sie gefragt, warum?

WILLA AMBROSE: Die ganze Zeit.

MULDER: Was hat sie gesagt?

WILLA AMBROSE: "Licht ängstlich." Buchstäblich, sie fürchtet sich vor dem Licht.

SCULLY: Sie spricht zu Ihnen?

WILLA AMBROSE: Über 600 Wörter in amerikanischer Zeichensprache. Sie versteht über tausend. Ich zeige Ihnen ihre Vokabelliste.

Sie geht zu ihrem Schreibtisch hinüber.

SCULLY: Ist das diejenige, mit der Sie sprechen wollten, Mulder?

MULDER: Das ist sind grundlegende Ermittlungsverfahren, Agent Scully - befragen Sie alle möglichen Zeugen.

Willa kommt zurück und gibt beiden ein Stück Papier.

WILLA AMBROSE: Gorillas sind hochsensible Geschöpfe und Sophies Sprachkenntnisse machen sie noch sensibler.

SCULLY: Warum sollte sie sich vor dem Licht fürchten?

WILLA AMBROSE: Nun, Sie haben offensichtlich von den Schwierigkeiten mit der Regierung Malawis gehört. Es besteht die Möglichkeit, dass mir Sophie weggenommen werden könnte und ich denke, dass sie das weiß.

Mulder hat sich einige "Zeichnungen" an der Wand angesehen.

MULDER: Sind die von Sophie?

WILLA AMBROSE: Ja.

MULDER: Was glauben Sie, was sie bedeuten?

WILLA AMBROSE: Nun, bis vor kurzem wünschte sich Sophie verzweifelt ein Baby. Das braune Objekt in der Mitte ...

Sie zeigt auf eine der Zeichnungen.

WILLA AMBROSE: ... ist ihr Ausdruck dafür.

MULDER: Haben Sie versucht, sie zu paaren?

WILLA AMBROSE: Wir waren auf der Suche nach einem Partner, aber unter diesen stressigen Bedingungen wollte ich ihr das nicht zumuten.

MULDER: Haben Sie hier eine tierärztliche Einrichtung?

WILLA AMBROSE: Ja.

MULDER: In Ordnung, das mag wie eine ziemlich seltsame Bitte erscheinen, aber es könnte helfen zu erklären, was hier vor sich geht. Ich werde hierbei auch Ihre Hilfe brauchen, Scully.


Mulder und Scully stehen auf einem Gerüst, während Willa unten ihnen arbeitet und Ganeshas Brusthöhle freilegt. Scully trägt Handschuheeine Overall und eine Stirntaschenlampe.

SCULLY: Ich hoffe, Sie wissen, was Sie uns da einbrocken, Mulder.

MULDER: Ich bin mir ziemlich sicher, was wir finden werden.

SCULLY: Das ist nicht wirklich Teil meiner Stellenbeschreibung.

MULDER: Und bevor Sie sich versehen, sind sie bei MTV Sports.

WILLA AMBROSE: (von unten) Okay. Die Bauchhöhle des Elefanten ist frei. Ich bin bereit für Sie.

Scully klettert das Gerüst hinunter, um sich ihr anzuschließen.

WILLA AMBROSE: (von unten) Das Messer ist genau dort unten.

SCULLY: Okay.

MULDER: Mir wurde gesagt, dass es nie eine erfolgreiche Schwangerschaft im Fairfield Zoo gegeben hat.

WILLA AMBROSE: Klingt, als hätten Sie mit Kyle Lang gesprochen.

Scully nimmt das Messer und kniet sich hin, außer Sichtweite. Verschiedene quetschende Geräusche sind zu hören.

MULDER: Nun, stimmt es?

WILLA AMBROSE: Ja. Aber ich glaube nicht aus den Gründen, die Kyle behauptet - nicht, weil Ed Meecham diesen Tieren etwas angetan hat.

MULDER: Warum dann?

WILLA AMBROSE: Weil es in Gefangenschaft immer schwierig ist, eine Schwangerschaft erfolgreich zu Ende zu bringen.

MULDER: Aber eine perfekte Misserfolgsrate?

WILLA AMBROSE: Ich weiß. Das ist eines der Dinge, die ich unbedingt ändern wollte, als ich in den Zoo kam.

MULDER: Wurde jemals ein Versuch unternommen, Ganesha zu paaren?

WILLA AMBROSE: Nein. Die Paarung eines Elefanten in freier Wildbahn ist selten erfolgreich. Es wurden in den letzten zehn Jahren nur sechs Elefanten in Gefangenschaft geboren.

Scully taucht mit einem großen Stück Elefantengewebe wieder auf, das sie Willa übergibt.

WILLA AMBROSE: Hier ist das Gebärmuttergewebe, aber mir ist immer noch nicht klar, was Sie zu finden erwarten.

Scully untersucht jetzt das Gebärmuttergewebe mit einer Lupe.

SCULLY: Sie haben recht, Mulder. Die Anzeichen in der Gebärmutter und den Eierstöcken sind unverkennbar.

WILLA AMBROSE: Und was haben Sie gefunden?

SCULLY: Dieses Tier war trächtig.

WILLA AMBROSE: Wovon sprechen Sie?

SCULLY: Es gibt Anzeichen von Hyperplasie und das Corpus luteum ist gerissen.

WILLA AMBROSE: Das ist nicht möglich.

MULDER: Genauso wenig wie ein unsichtbarer Elefant.

WILLA AMBROSE: Was geht hier vor?

MULDER: Was auch immer es ist, es geht schon seit einiger Zeit vor sich und ich denke, Sie werden Beweise für die gleiche Sache finden, wenn Ihr Tiger zurückkehrt.


BLAKE TOWERS BAUSTELLE
DOWNTOWN BOISE


Zwei Arbeiter tragen ein großes Stück Holz über ihren Schultern.

ARBEITER 1: Ich kann immer noch nicht glauben, dass Sie auf die Chargers gewettet haben.

Im Hintergrund ist ein lautes Donnern zu hören. Der andere Arbeiter bleibt stehen.

ARBEITER 2: Hörst du das?

ARBEITER 1: Was hast du gehört?

Da ist ein zweites Geräusch, viel näher und klingt eher wie ein Brüllen. Die beiden Männer schauen mit geweiteten Augen nach rechts.


Einige Zeit später ist das Gebäude von Polizei- und Rettungsfahrzeugen umstellt. Ein Lieferwagen hält an, und Ed Meecham steigt mit einem Gewehr aus.

ED MEECHAM: Wo ist der Tiger?

POLIZIST: Irgendwo innerhalb der Baustelle. Zwei Männer werden von ihm da drin in Schach gehalten.

Willa, Mulder und Scully nähern sich.

WILLA AMBROSE: Legen Sie die Waffe weg, Ed.

ED MEECHAM: Wollen Sie für einen weiteren Todesfall verantwortlich sein, Miss Ambrose?

WILLA AMBROSE: Ich glaube, wir können diese Katze einfangen, ohne dass jemand zu Schaden kommt.

ED MEECHAM: Das ist nicht die Zeit für Wunschdenken.

WILLA AMBROSE: Ich befehle es Ihnen, Ed.

ED MEECHAM: (sarkastisch) Ja, Ma'am. Nach Ihnen.

WILLA AMBROSE: Ich danke Ihnen.

Willa geht an ihm vorbei. Sie bewegt sich durch die Baustelle, während sie eine Patrone mit Beruhigungsmittel in ein Gewehr lädt. Mulder und Scully folgen in einiger Entfernung.

SCULLY: Wie ist der Tiger den ganzen Weg durch die Stadt gelaufen, ohne entdeckt zu werden?

MULDER: Ich weiß es nicht, aber wir finden ihn besser vor Meecham.

Meecham steht in der Nähe und trägt immer noch seine Waffe.

Der Tiger bewegt sich durch das Gebäude. Die beiden Arbeiter sind auf einem Gitter direkt über dem Tier. Willa Ambrose bewegt sich in den gleichen Bereich. Die Arbeiter rufen ihr von oben zu.

ARBEITER 1: (flüstert) Hey! Psst! Er war gerade hier.

Willa bewegt sich langsam durch das Gebiet. Der Tiger beobachtet alles aus dem Schatten und läuft dann auf sie zu. Willa hört den Tiger im letzten Moment brüllen und dreht sich mit erhobenen Händen um. Ein Schuss wird abgefeuert. Mulder und Scully hören den Schuss, rennen darauf zu und finden Meecham, der seine Waffe senkt. Der Tiger liegt Willa tot zu Füßen.

ED MEECHAM: Es ist alles in Ordnung, Willa. Nicht alle reden und zeichnen Bilder.


Auf einem Schild am Eingang des Zoos steht "Zoo bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen". Drinnen, in einem Raum mit Blick auf das Aquarium des Zoos, geht gerade eine Vorstandssitzung zu Ende.

VORSTANDSMITGLIED: Dieser letzte Vorfall hat dem Vorstand keine andere Wahl gelassen, als die gesamte Finanzierung zurückzuziehen.

WILLA AMBROSE: Nun, wenn das Ihre Entscheidung ist, kann ich nichts weiter dazu sagen.

VORSTANDSMITGLIED: Es tut mir leid.

Die Vorstandsmitglieder gehen. Willa ist den Tränen nahe, eine Kombination aus Trauer und Frustration, als Mulder eintritt und die Tür hinter sich schließt.

WILLA AMBROSE: Ich bin arbeitslos. Sie haben mir alle Gelder gestrichen. Die Tiere werden ab Montag in andere Zoos verschifft.

MULDER: Es tut mir leid.

WILLA AMBROSE: Es hätte nicht zu einem schlechteren Zeitpunkt passieren können.

MULDER: Sie meinen für Sophie?

WILLA AMBROSE: Ich hatte meine Position hier. Einen Platz für sie zu haben. Sind die Ergebnisse des Tigers eingetroffen?

MULDER: Agent Scully hat gerade den Test beendet. Die Tigerin war ebenfalls trächtig.

WILLA AMBROSE: Das ist unmöglich. Es gibt keine Möglichkeit, dass diese Tiere trächtig sein könnten. Auf keinen Fall.

MULDER: Was, wenn sie künstlich befruchtet worden sind?

WILLA AMBROSE: Das ist ein extrem feiner und komplexer Vorgang. Ich hätte es bemerkt.

MULDER: Es sei denn, es wurde woanders durchgeführt.

WILLA AMBROSE: Wo?

MULDER: Was wissen Sie über Entführungen durch Außerirdische?

WILLA AMBROSE: (lacht ungläubig) Sie... Sie... Sie wollen mich veräppeln.

Mulder starrt sie an, ohne eine Antwort zu erhalten.

WILLA AMBROSE: Sie glauben, dass diese Tiere an Bord irgendeines Raumschiffes entführt wurden?

MULDER: Ich weiß nicht, wo sie hingebracht wurden, aber es gibt offensichtlich ein Problem, sie wieder zurückzubringen. Es handelt sich wahrscheinlich um eine astrologische Variation, ein Problem mit dem Zeit-Raum-Kontinuum - diese Tiere, die aus verschlossenen Käfigen geholt werden, werden etwa zwei Meilen westsüdwestlich des Zoos zurückgebracht.

WILLA AMBROSE: Aliens, die Zootiere schwängern?

MULDER: Ja, und sie ernten die Embryos.

WILLA AMBROSE: Warum?

MULDER: Vielleicht für ihre eigene Arche Noah? Um die DNS dieser Tiere zu erhalten, die wir bis zur Ausrottung dezimieren. Was auch immer es ist, das ist wahrscheinlich der Grund, warum Sie noch nie eine erfolgreiche Geburt in dieser Einrichtung hatten.

WILLA AMBROSE: Ich glaube, das ist das Lächerlichste, was ich je gehört habe.

MULDER: Ich verstehe, dass Sie es vielleicht lächerlich finden. Vielleicht sollten Sie Sophie fragen.

WILLA AMBROSE: Glauben Sie, dass es das ist, wovor sie so viel Angst hat?

MULDER: Ich glaube, sie ist trächtig, und sie hat Angst davor, dass die ihr Baby holen kommen.

Mulder und Willa stehen an der Tür von Sophies Käfig.

WILLA AMBROSE: (signalisiert ihr) Sophie, komm her. Ich möchte dir eine Frage stellen. Es ist in Ordnung, Sophie. Sophie, komm her.

Sophie macht eine Bewegung mit ihren Armen.

MULDER: Was hat sie gesagt?

WILLA AMBROSE: Sie sagt: "Mann, Frau - verletzt." Sie denkt, dass Sie oder Ihre Partnerin ihr oder mir wehtun werden. Sophie ... (signalisiert wieder) ... Mann, Frau sind hier, um dir zu helfen. Sie wollen etwas über Sophies Baby wissen.

Sophie stöhnt und wirkt unruhig.

MULDER: Kann ich ihr eine Frage stellen?

WILLA AMBROSE: Ja.

MULDER: Würden Sie sie fragen, ob sie von hier weg will?

WILLA AMBROSE: (signalisiert) Sophie - willst du von hier weggehen?

Sophie bewegt wieder ihre Armen.

WILLA AMBROSE: Sie sagt "Licht Angst". (signalisiert erneut) Sophie, wovor hast du Angst? Sage es mir.

Sophie bewegt weiter ihre Arme.

MULDER: Was hat sie gesagt?

WILLA AMBROSE: Sie sagte: "Baby fliegen Licht."

Scully klopft und tritt ein.

SCULLY: Ich bin gerade auf der Krankenstation fertig geworden. Ein Deputy des Sheriffs kommt gleich vorbei, um Ihnen Papiere zuzustellen. Ich glaube, es geht um Sophie.

WILLA AMBROSE: Was soll ich jetzt tun?

MULDER: Was auch immer Sie tun, Sie können Sophie nicht hier lassen. Nicht, wenn Sie sie beschützen wollen.

WILLA AMBROSE: Ich kann sie nirgendwo anders hinbringen.

DEPUTY: (klopft, tritt dann ein) Entschuldigung. Willa Ambrose?

WILLA AMBROSE: Ja?

DEPUTY: Ich liefere Ihnen einen Gerichtsbeschluss zur Freigabe eines Gorillas namens Sophie um ihn in Schutzhaft nehmen.

Willa nimmt den Beschluss vom Deputy entgegen.


Ein Fahrzeug hält vor einem Gebäude in der Innenstadt. Kyle Lang schreibt gerade einen Bericht an seinem Schreibtisch. Willa Ambrose erscheint vor ihm.

KYLE LANG: Was machst du hier?

WILLA AMBROSE: Ich bin gekommen, um dich um Hilfe zu bitten, Kyle.

KYLE LANG: Hilfe wobei?

WILLA AMBROSE: Sophie. Die haben sie in Schutzhaft genommen.

KYLE LANG: Lass’ sie gehen, Willa.

WILLA AMBROSE: Sie stecken sie in einen Eisenkäfig, während wir uns unterhalten - ohne Gitter, ohne Fenster. Das wird sie umbringen.

KYLE LANG: Sophie war ihr ganzes Leben hinter Gittern. Lass’ sie nach Hause gehen, Willa. Sie wird die Freiheit haben, die sie verdient.

WILLA AMBROSE: (wütend) Freiheit wozu - von Wilderern getötet zu werden und sich als Souvenir die Hände abschneiden zu lassen?

KYLE LANG: Sie haben versprochen, dass sie in einem Reservat unterkommen wird.

WILLA AMBROSE: Sie gehört mir, Kyle! Ich werde sie nicht gehen lassen! Bitte, komm’ schon. Wir können hier einen Platz für sie finden - ein privates Reservat. Du kennst Leute.

KYLE LANG: (schüttelt den Kopf) Das ist gegen alles, wofür ich stehe!

WILLA AMBROSE: Sie ist trächtig.

KYLE LANG: Was?

WILLA AMBROSE: Sophie ist trächtig.

KYLE LANG: Ich glaube Ihnen nicht, Willa.

WILLA AMBROSE: Es ist wahr.

KYLE LANG: Und wenn sie es wäre? Wird das Baby auch sein Leben hinter Gittern verbringen? Hören Sie zu, Willa, sie gehört Ihnen nicht. Sie ist nicht Ihr Kind. Sie gehört zu anderen Gorillas, nicht in einen Zoo um Eintrittskarten zu verkaufen.

WILLA AMBROSE: Sie wollen mir nicht helfen?

KYLE LANG: Nein.

Sie geht weg.

Ed Meecham fährt einen Gabelstapler, der einen großen Metallkäfig aufgeladen hat. Er stellt ihn ab. Mulder schaut aus der Nähe zu. Scully geht auf ihn zu.

SCULLY: Wollen Sie etwas Interessantes sehen?

Sie gibt ihm einen Zeitungsausschnitt.

MULDER: Wo haben Sie den her?

Der Zeitungsausschnitt zeigt eine jüngere Willa Ambrose und Kyle Lang, die mit dem Arm um ihre Schulter stehen. Die Schlagzeile unten lautet: "Die Naturforscher Willa Ambrose und Kyle Lang werden das Tier in die USA zurückbringen".

SCULLY: Ich suchte in Willas Büro nach einem Stift, um meinen Bericht fertigzustellen und er lag in ihrer Schublade.

MULDER: Die Welt ist ein Dorf.

Sie sehen auf, um zu sehen, wie Willa sich dem großen Stahlkäfig nähert. Sophie fängt an, auf den Käfig zu schlagen und laut zu grunzen. Willa eilt zur Vorderseite des Käfigs und gibt Sophie ein Zeichen.

WILLA AMBROSE: Ist schon gut, Sophie. Ist schon gut, Schatz. Sophie, Sophie, Sophie, Sophie - mach dir keine Sorgen. Ich bin bei dir.

Sophie beruhigt sich. Mulder und Scully sehen zu und gehen dann weg. Willa wehrt sich gegen die Tränen, während Sophie ihre Hände durch ein Loch in der Tür des Käfigs steckt.

WILLA AMBROSE: Ich liebe dich auch.


Nachts hält ein Lastwagen vor dem Haupteingang des Zoos und Kyle Lang steigt aus. Kyle betritt Willas Büro.

KYLE LANG: Willa?

Niemand ist dort. Er geht durch das Zoogebäude und öffnet die Tür mit der Aufschrift "Maintenance Entrance".

KYLE LANG: Willa? Bist du hier?

Keine Antwort. Er geht in den abgedunkelten Bereich, vorbei an Tierkäfigen.

KYLE LANG: Willa? Wo bist du? Willa? Wo bist du?

Er geht zu Sophies Käfig und schaut hinein, aber der Käfig ist leer. Plötzlich wird er quer durch den Raum und gegen einen anderen Käfig geworfen. Er schaut auf und sieht einen großen Metallkäfig auf ihn fallen. Er schreit.

Willa wird von Scully und Mulder in ihrem Büro befragt.

WILLA AMBROSE: Ich habe Ihnen gesagt, es ist genau so passiert, wie es mit dem Tiger passiert ist. Ich habe gehört, wie die Tiere verrückt wurden. Ich bin aus dem Bett aufgestanden, um nach Sophie zu sehen und sie war weg. Dann habe ich Kyle gefunden.

SCULLY: Haben Sie eine Ahnung, was er im Zoo gemacht haben könnte?

WILLA AMBROSE: Nein.

SCULLY: Wir haben einen Zeugen, der sagt, dass Sie gestern Kyle in seinem Büro besucht haben. Ist das wahr?

WILLA AMBROSE: Ja.

SCULLY: Zu welchem Zweck?

WILLA AMBROSE: Im Grunde, um ihm zu sagen, dass er gewonnen hat. Dass der Zoo geschlossen wurde, dass Sophie in Schutzhaft genommen wurde.

SCULLY: Haben Sie ihn gebeten, Ihnen bei der Entführung von Sophie zu helfen, um zu verhindern, dass sie Ihnen weggenommen wird?

WILLA AMBROSE: Nein. Das wäre gegen alles, woran Kyle geglaubt hat.

SCULLY: Aber er hat Ihnen ursprünglich geholfen, sie zu retten, ist es nicht so? Er hatte eine Verbindung zu Ihnen und zu diesem Tier, die mehrere Jahre zurückliegt.

WILLA AMBROSE: Welche Verbindung er und ich auch immer hatten, sie ist schon lange vorbei.

SCULLY: Aber Sie baten ihn trotzdem ..., Ihnen zu helfen.

WILLA AMBROSE: Nein.

SCULLY: Was hat er dann gestern Abend hier gemacht und warum hat er Ihnen diese Notiz gegeben?

Sie gibt ihr ein kleines Stück Papier. Darauf steht geschrieben: "Willa - Lass uns reden. Kyle."

WILLA AMBROSE: Ich weiß es nicht. Ich habe es Ihnen gesagt.

SCULLY: Hat er sich den Zoobesuch zur Gewohnheit gemacht?

WILLA AMBROSE: Wenn ja, war es wahrscheinlich spät in der Nacht, nachdem er wie ein guter W.A.O.-Soldat über den Zaun gesprungen war. Wie auch immer, warum fragen Sie Agent Mulder nicht, was seiner Meinung nach passiert ist? Er scheint eine neue Theorie zu haben. Vielleicht war es eine Entführung durch Außerirdische.

MULDER: Scully, kann ich kurz mit Ihnen sprechen?

Sie gehen nach draußen.

SCULLY: Glauben Sie, dass sie die Wahrheit sagt?

MULDER: Warum fragen Sie das?

SCULLY: Nun, der Tod von Kyle Lang und das Verschwinden des Tieres passen zu den vorherigen Vorfällen.

MULDER: Ja.

SCULLY: Und Sie haben diesen “Entführung durch Außerirdische”-Blickwinkel propagiert.

MULDER: Das tue ich immer noch, aber in diesem Fall sind Willas Reaktionen völlig falsch.

SCULLY: Sie meinen, Sophie zu verlieren?

MULDER: Ich glaube, sie weiß, wo Sophie ist und dass Kyle Lang ist gestorben, weil er wusste, wozu sie fähig ist.

SCULLY: Sie glauben, sie hat ihn getötet?

MULDER: Ich glaube, sie würde alles tun, um dieses Tier zu beschützen.

SCULLY: Sogar auf einem Stapel Kisten warten, bis ein ehemaliger Liebhaber darunter läuft?

MULDER: Ich denke, eine Untersuchung der Leiche wird uns ein viel klareres Bild davon geben, was letzte Nacht passiert ist. Tun Sie das und ich werde das Lagerhaus überprüfen.

Mulder geht durch das Lagerhaus, untersucht Sophies Käfig und sieht etwas Stroh direkt vor der Tür. Er hört ein Geräusch und geht hinüber, um zu beobachten, wie Ed Meecham an der Laderampe eine elektrische Tür schließt. Draußen scheint es später Nachmittag zu sein.


Es ist jetzt dunkel und Ed Meecham fährt seinen Lastwagen zu einer anderen Laderampe zurück. Er steigt mit einer Waffe aus und betritt das Gebäude. Mulder sieht von seinem Auto aus zu und steigt dann aus.


In ihrem Büro packt Willa ihre Habseligkeiten zusammen, darunter ein Bild von Sophie und ihr. Scully betritt das Gebäude.

SCULLY: Sieht aus, als hätten Sie es eilig.

WILLA AMBROSE: Nun, es gibt nicht viel, wofür es sich noch lohnt, hierzubleiben, oder?

SCULLY: Ich fürchte, doch. Ich habe Beweise dafür gefunden, dass Kyle eines unnatürlichen Todes gestorben ist. Er wurde mit einem Viehtreiber geschlagen. Es wird eine Untersuchung geben, also muss ich Ihnen Ihre Rechte vorlesen.

WILLA AMBROSE: Es war ein Unfall. Kyle hat Ed überrascht. Er hätte nicht dort sein sollen.

SCULLY: Ed Meecham hat Sophie mitgenommen?

WILLA AMBROSE: Ja. (weint fast) Es gab sonst niemanden, an den man sich wenden konnte.

SCULLY: Wo ist sie, Willa?

WILLA AMBROSE: Ed hat sie. Sie ist in irgendeinem Gebäude an der Straße nach Boise.

Ed Meecham geht durch das andere Gebäude, mit einer Taschenlampe in der einen Hand und der Waffe in der anderen. Mulder tritt mit erhobener Waffe vor ihn.

MULDER: Nehmen Sie sie runter, Ed. Es hat genug Gewalt gegeben, meinen Sie nicht auch?

ED MEECHAM: Ich habe Kyle Lang nicht getötet.

MULDER: Nehmen Sie die Waffe runter und wir werden darüber reden.

ED MEECHAM: (er nimmt die Waffe runter) Ich habe nur das getan, wofür sie mich bezahlt hat.

MULDER: (nimmt die Waffe in die Hand) Wo ist das Tier, Ed?

ED MEECHAM: Den Gang runter.

MULDER: Okay. Zeigen Sie mir wo - wir gehen zusammen hin. Kommen Sie mit.

Sie gehen durch das Gebäude, Mulder folgt, seine Waffe auf Meecham gerichtet. Sie nähern sich einem Lagerraum, aus dem lautes Gebrüll und knallende Geräusche kommen.

MULDER: Was macht sie da?

ED MEECHAM: Sie wirft sich gegen die Tür. Sie ist verrückt geworden

Mulder geht zur Tür und schaut durch das verstärkte Glas im oberen Bereich an der Tür. Etwas schlägt gegen das Glas und erschreckt ihn. Er weicht zurück.

MULDER: Sie hat Angst.

ED MEECHAM: Ja? Nun, sie wird sich umbringen.

MULDER: Okay, Ed. Nun, Sie werden sie retten müssen. Nehmen Sie Ihre Betäubungspistole. Ich werde direkt hinter Ihnen sein.

'Er gibt EdMeecham die Pistole und nimmt seine Taschenlampe. Ed öffnet die Tür.

ED MEECHAM: Ich habe nur einen Pfeil in dem Ding, also müssen Sie sie ins Licht bringen.

Mulder richtet die Taschenlampe im Raum herum.

MULDER: Sehen Sie sie?

ED MEECHAM: Ich glaube, sie ist in der Ecke dort drüben.

Sophie taucht plötzlich aus dem Schatten auf und schlägt Mulder nieder. Meecham duckt sich aus dem Raum und verriegelt die Tür hinter sich.

MULDER: He, Meecham!

Meecham verschwindet und lässt Mulder mit Sophie in dem Raum zurück.

MULDER: Ich werde dir nichts tun.

Sophie geht auf Mulder zu und schlägt ihn erneut. Dann geht sie weg und setzt sich in die gegenüberliegende Ecke des Raums. Benommen beobachtet Mulder, wie sie ihre Arme bewegt. Dann erscheint ein blendendes Licht und Mulder verliert das Bewusstsein.


Einige Zeit später schließt Scully die Tür zu dem Raum auf. Mulder liegt auf dem Boden, allein im Raum. Ein Polizist ist bei Scully.

SCULLY: Mulder?

Sie sieht ihn und eilt an seine Seite. Er blutet aus einer Schnittwunde an der Oberseite seines Kopfes. Scully berührt seinen Kopf und er wacht auf und stöhnt laut auf.

SCULLY: Entschuldigung. Bleiben Sie ruhig liegen.

MULDER: Wo ist Sophie?

SCULLY: Legen Sie sich hin. (zum Polizisten) Können Sie einen Sanitäter herbeirufen?

POLIZIST: Ja, Ma'am.

MULDER: Meecham.

SCULLY: Ed Meecham ist verhaftet worden. Wir haben ihn auf dem Weg nach Boise aufgelesen. So haben wir Sie auch hier gefunden.

MULDER: Sie haben Sophie mitgenommen.

SCULLY: Wer?

MULDER: Wo ist Willa?

SCULLY: Sie ist draußen. Sie wird eine Aussage über Kyle Lang zu machen.

MULDER: Ich muss mit ihr sprechen.

Er steht auf und eilt aus dem Raum. Scully nimmt seine Waffe und folgt ihm. Mulder rennt nach draußen, wo es früh morgens und neblig ist. Willa steigt vom Rücksitz eines Polizeiautos aus, als sie Mulder näher kommen sieht.

WILLA AMBROSE: Wo ist sie?

MULDER: Sie ist weg.

WILLA AMBROSE: Was hat er mit ihr gemacht?

MULDER: Es war nicht Ed. Sie hat versucht, mir etwas zu sagen.

Er bewegt sich mit seinen Armen, auf dieselbe Art wie Sophie zuvor.

MULDER: Was bedeutet das?

WILLA AMBROSE: Das ergibt überhaupt keinen Sinn.

MULDER: Was hat das zu bedeuten?

WILLA AMBROSE: "Mensch retten Mensch."

Eine Meldung aus dem Polizeifunk ist zu hören.

STIMME DES DISPATCHERS: (im Radio) Wir haben gerade einen Bericht über ein großes Tier erhalten, das an der Interstate westlich der Zufahrtsstraße ...

MULDER: Das ist sie.

WILLA AMBROSE: Sie ist auf dem Weg zurück zum Zoo.

Sie steigen schnell in den Wagen.

Kurz darauf nähert sich ihr Auto dem Gelände. Es sind mehrere Autos und Polizeifahrzeuge dort, zusammen mit einer Anzahl von Schaulustigen. Sie steigen aus dem Auto aus.

WILLA AMBROSE: (zu einem Beamten) Wo ist sie?

OFFICER: (zeigt auf Willa) Da drüben.

Willa läuft in diese Richtung.

SCULLY: (zu einem Officer) Was ist hier passiert?

OFFICER: Ein Tier wurde von einem Auto angefahren. Ist in das Feld gelaufen.

Mulder und Scully rennen hinter Willa her und überqueren ein kleines Feld. Willa kommt zu Sophie, die tot daliegt. Sie wirft sich weinend auf die Seite von Sophie.

WILLA AMBROSE: Oh, nein, nein, nein. Sophie! (schluchzt) Sophie! Sophie! Sophie!

Sie legt ihren Kopf auf Sophie, während Mulder und Scully zusehen.

Mulder und Scully fahren vom Ort des Geschehens weg. Beide starren finster geradeaus.

MULDER: (Voiceover) Willa Ambrose und Ed Meecham sind wegen Totschlags für den Tod von Kyle Lang angeklagt worden. Und obwohl die Gerichte in dieser Angelegenheit entscheiden werden und der Gerechtigkeit zweifellos Genüge getan wird, bleibt die Hülle einer größeren Tragödie. Die Motive der schweigenden Besucher, die diese Ereignisse in Gang gesetzt haben, bleiben unklar. Könnte dies ein Urteil über eine globale Ausrottungsrate sein, die in diesem Jahrhundert auf das tausendfache ihrer natürlichen Rate angestiegen ist? Ein Akt außerirdischen Erhaltung von Tierarten, die wir unweigerlich in die Vergessenheit treiben? Und falls ja, könnte daraus folgen, dass unser eigenes Schicksal und unsere eigene Existenz schlussendlich von der Erhaltung einer außerirdischen Rasse abhängen könnte? Oder mit den einfachen Worten eines Geschöpfes, dessen eigene Zukunft ungewiss ist: "Wird der Mensch den Menschen retten?

Während sie fahren, kommen sie an einer Kirche vorbei, vor der ein Schild steht, auf dem geschrieben steht “die Gedanken der Woche von Rev. Symon Bushman: Der Mensch hat nichts mehr denn das Vieh; denn es ist alles eitel. Prediger 3:19."[1]

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