2X16 Die Kolonie, Teil 1 (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron/ProSieben, sofern es nicht dabei um eine Übersetzung des englischen Transkripts handelt. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden und dürfen nur nicht-kommerziell verwendet werden. Und dienen zur Zugänglichmachung zugunsten behinderter Menschen sowie zur Verwendung als Zitat. Wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.

Anmerkung von CayceP: Dies hier ist eine Übersetzung des Originals, keine Abschrift der deutschen Episode.


2X16 Die Kolonie Teil 1
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen

Ein Nebelverhangener Himmel. Mulder spricht über die Szene.

MULDER: Ich habe mit dem zerbrechlichen Glauben gelebt, der auf dem Äther vager Erinnerungen aus einer Erfahrung aufgebaut ist, die ich weder beweisen noch erklären kann. Als ich zwölf Jahre alt war, wurde mir meine Schwester genommen, von einer Kraft, von der ich glaubte, sie sei außerirdisch.

Ein Licht erscheint aus dem Nebel.

MULDER: Dieser Glaube bestärkte mich in meiner Suche nach Wahrheiten, die so schwer fassbar waren, wie die Erinnerung selbst. So leidenschaftlich zu glauben, wie ich es tat, war nicht ohne Opfer, aber ich akzeptierte immer die Risiken... für meine Karriere, meinen Ruf, meine Beziehungen... für das Leben selbst...

Ein surrendes Geräusch wird lauter, je heller das Licht wird. Das Licht kommt aus einem Hubschrauber. Ein Mann winkt den Hubschrauber zu einem Landeplatz hinunter, während ein Armee-Krankenwagen mit heulenden Sirenen zu dem Hubschrauber fährt. Die Hintertüren öffnen sich und der Mann steigt aus.

MANN: Los!

Die Männer schreien sich gegenseitig an und einige von ihnen holen Mulder aus dem Hubschrauber. Er liegt in einer Art Thermosack auf einer Metalltrage. Sie eilen mit einer Krankenschwester hinein, die eine Infusion trägt.

KRANKENSCHWESTER: Wir brauchen die Erfrierungseinheit, sofort!

Sie laufen in die Notaufnahme.

ARZT: In Ordnung, machen Sie sich bitte fertig!

Die Sanitäter setzten ihm eine Sauerstoffmaske auf und schneiden ihm die Kleidung vom Körper. Man kann Piepen und Reden hören.

ARZT: Seine Temperatur beträgt 36 Grad.

KRANKENSCHWESTER: Rechtes Auge geweitet.

Sie zieht das andere Augenlid hoch und leuchtet ihm mit einer Taschenlampe in das andere Auge.

KRANKENSCHWESTER: Linkes Auge geweitet.

ARZT: In Ordnung, Leute, bringt ihn in die Wanne, sonst verlieren wir ihn.

Die Krankenschwester schaut zurück auf seinen Puls.

ARZT: Auf drei... eins, zwei, drei...

Der Arzt und einige andere Leute heben Mulder hoch. Scully kommt durch die Außentüren hineingerannt und wird von einem Wachmann aufgehalten.

SICHERHEITSMANN #1: Stehenbleiben...

SCULLY: Ein Agent Mulder wurde heute Abend hierher gebracht?

SICHERHEITSMANN #1: Dies ist ein gesperrter Bereich, nur für militärisches Personal.

SCULLY: Ich bin Bundesagentin!

Sie versucht, an den Sicherheitsmännern vorbeizukommen, aber diese halten sie auf.

SICHERHEITSMANN #2: Ma'am!

SICHERHEITSMANN #1: Warten Sie, Sie gehen nirgendwo hin, bis wir einen Ausweis sehen können.

SCULLY: Dafür haben wir keine Zeit.

Sie zeigt beiden ihren Ausweis.

SCULLY: Ein Mann liegt im Sterben.

Mulder wird ihn in einen Tank für Erfrierungsopfer gesteckt. Das warme Wasser bedeckt den größten Teil seines Körpers. Er spricht über die Szene.

MULDER: Was mir draußen auf dem Eis passiert ist, hat jeden Glauben gerechtfertigt. Wenn ich jetzt sterben sollte, dann mit der Gewissheit, dass mein Glaube rechtschaffen war. Und wenn durch den Tod größere Geheimnisse enthüllt werden, werde ich die Antwort auf die Frage, die mich hierher getrieben hat, bereits erfahren haben... dass es im Universum intelligentes Leben gibt, außer unserem eigenen... das sie hier unter uns sind... und das sie begonnen haben, zu kolonisieren.

Scully stürmt in die Notaufnahme. Die Leute reden im Hintergrund. Scully sieht Mulder an und hält ihre Dienstmarke hoch.

SCULLY: Ich bin Dana Scully, ich bin Agent Mulders Partnerin. Wie sind seine Vitalwerte?

Der Arzt geht zu ihr hinüber.

ARZT: Er leidet an extremer Unterkühlung.

SCULLY: Nein... Sie müssen ihn aus der Wanne herausholen.

ARZT: Er stirbt, er hat seine gesamte Körperwärme verloren.

SCULLY: Sie müssen mir zuhören! Wenn Sie ihn da drin behalten, werden Sie ihn töten! Die Kälte ist das Einzige, was ihn am Leben hält.

Mulder hat einen Herzstillstand.

KRANKENSCHWESTER: Sein Herz hat aufgehört zu schlagen!

ARZT: Eine Ampulle Epinephrin über eine Kanüle!


FORSCHUNGSSCHIFF ALTA
BEAUFORTSEE, POLARKREIS
ZWEI WOCHEN ZUVOR


Das Schiff fährt an Eisbergen vorbei, die aus dem Wasser ragen. Ein Mann klettert vom oberen Aussichtsdeck herunter und öffnet die Tür. Der Kapitän geht hinaus.

OFFIZIER: Captain, dass müssen Sie sehen, wir haben ein UFO oder irgendetwas, das um uns schwirrt.

Der Kapitän setzt seine Mütze auf und geht zur Leiter.

OFFIZIER: Gleich hier oben.

Der Kapitän klettert die Leiter zum Deck hinauf. Der Mann folgt. Zwei Männer stehen mit einem Fernglas da und beobachten etwas. Ein kreisförmiges Licht schwebt in der Ferne.

OFFIZIER: Es schwebt seit etwa zwanzig Minuten da oben.

CAPTAIN: Könnte ein Hubschrauber sein.

OFFIZIER: Nicht so, wie es uns überflogen hat.

Der Mann zu ihrer Linken hört auf, durch das Fernglas zu schauen.

MANN: Er kommt wieder auf uns zu.

Das Licht wird größer und rast an der Seite des Schiffes vorbei.

OFFIZIER: Es wird abstürzen...

Sie sehen zu, wie das Licht in einen fernen Eisberg kracht und in einem Feuerball explodiert.

CAPTAIN: Maschinen kehrt!

DECKARBEIT: Rückwärtsgang!

CAPTAIN: Wir verfolgen es.


WOMAN'S CARE FAMILY SERVICES AND CLINIC
SCRANTON, PENNSYLVANIA


Landon Prince, ein Arzt, geht den Flur hinunter in Richtung des Wartebereichs.

FRAU: Ich danke Ihnen vielmals.

KRANKENSCHWESTER: Gern geschehen.

Er geht in den Wartebereich und gießt sich eine Tasse Kaffee ein. Ärzte und Krankenschwestern sitzen herum. Der Fernseher ist zu hören.

MODERATOR: ...hat über diese Geschichte berichtet und diesen Bericht eingereicht.

REPORTER: Vor zwei Tagen glaubte die Besatzung eines am Polarkreis arbeitenden Eiskutters ein UFO gesehen zu haben, als ein seltsames Flugzeug in die Beaufortsee stürzte. Doch kurze Zeit später bargen sie einen russischen Kampfpiloten aus dem eisigen Wasser, wo er auf wundersame Weise die extremen arktischen Temperaturen überlebte.

Prince schaut jetzt konzentriert dem Nachrichtenbericht zu. Im Fernsehen wird der Mann von den Besatzungsmitgliedern des Schiffes mit einem Flaschenzug auf das Boot gehoben.

REPORTER: Der Mann wurde auf dem Luftweg in ein Militärkrankenhaus in Alaska gebracht, wo sein Zustand als stabil bezeichnet. Doch während die Behörden versuchten, die Identität des Piloten zu ermitteln, erfuhren wir, dass er offensichtlich aus dem Krankenhaus entlassen wurde...

Die Kamera zeigt eine deutliche Aufnahme des Gesichts des Piloten. Der Gesichtsausdruck von Prince wird ängstlich.

REPORTER: ...und wird nun als vermisst gemeldet. Wir berichten aus unserem Einsatzgebiet...

... Prince rennt aus dem Wartebereich und den Gang hinunter. Er geht durch die Schwingtüren und wird von dem Piloten im Fernsehen, dem Alien-Kopfgeldjäger, festgehalten. Der Attentäter stößt den Arzt am Hals gegen die Wand.

ALIEN KOPFGELDJÄGER: Wo ist er?

LANDON PRINCE: Ich weiß es nicht!

Der Kopfgeldjäger drückt ihn auf den Boden und kniet sich über ihn. Er zieht seinen Kopf zurück und holt ein kleines Metallröhrchen heraus, das man Stilett nennt. Eine lange, scharfe Spitze schießt vorne aus der Röhre heraus und der Kopfgeldjäger ist bereit, mit ihr zuzuschlagen. Der Arzt kämpft gegen seinen Angreifer, aber vergeblich. Der Attentäter stößt die Spitze in den Nacken des Arztes, aus dem eine grüne Flüssigkeit austritt und Blasen entstehen. Der Kopfgeldjäger steht dann auf und reißt den Deckel des Stromverteilerkastens ab, der Funken sprüht und Feuer fängt. Er geht lässig hinaus während der Raum hinter ihm in Flammen steht, während der Feueralarm losgeht und sich der Flur mit Rauch füllt.


KELLERBÜRO
FBI-HAUPTQUARTIER
WASHINGTON, D.C.


Mulder beugt sich über seinen Schreibtisch, als Scully hereinkommt und ihren Mantel auszieht.

MULDER: Ich habe nach Ihnen gesucht.

SCULLY: Ich war gerade die Straße runter. Jemand hat gestern Abend weitere Schüsse auf das Weiße Haus abgegeben.

MULDER: Sie müssen sich über ein Land wundern, in dem sich sogar der Präsident über Schüsse aus dem Auto Sorgen machen muss.

Er geht hinüber zu seinem Computer und setzt sich hin. Sie stellt sich neben ihn.

SCULLY: Woran arbeiten Sie gerade?

MULDER: Das habe ich heute Morgen in meiner E-Mail gefunden... drei Todesanzeigen.

SCULLY: Von wem wurde sie geschickt?

MULDER: Von niemandem, den ich kenne, aber offensichtlich von jemandem, der mich kennt.

Er klickt auf ein paar Tasten und das Textfeld erweitert sich auf dem Monitor.

SCULLY: Warum?

MULDER: Die Verstorbenen sind Dr. Landon Prince aus Scranton, Pennsylvania...

Er klappt ein weiteres Kästchen auf.

MULDER: Dr. Dale Gayhart aus New York City...

Er öffnet den dritten Nachruf.

MULDER: ...und Dr. Harvey Buchanon aus Tea Neck, New Jersey. Alle arbeiteten in Abtreibungskliniken. Sie starben bei unterschiedlichen Brandstiftungsbränden.

SCULLY: Klingt nach der Arbeit militanter Rechtsextremer.

MULDER: Hört sich so an.

SCULLY: Warum sollte das jemand Ihnen schicken?

MULDER: Ich habe den ganzen Morgen gebraucht, um das herauszufinden.

SCULLY: Was haben Sie herausgefunden?

Mulder geht hinüber zu seinem Schreibtisch und überreicht Scully ein Bild von Prince.

MULDER: Das ist das letzte Opfer, Dr. Landon Prince. Und das sind die beiden anderen Opfer... Dr. Gayhart...

Er überreicht ihr ein weiteres Bild. Der Mann ist in jeder Hinsicht identisch mit Prince.

MULDER: ...und Buchanon.

Sie erhält ein drittes Bild von einem anderen, identischen Mann.

SCULLY: Drillinge?

MULDER: Nein. Ich kann keine Blutverbindung zwischen ihnen finden. Tatsächlich kann ich überhaupt keine Aufzeichnungen über sie finden. Es ist, als hätten sie vor ihrem Tod nie existiert.

SCULLY: Was?


SCRANTON, PENNSYLVANIA


Mulder und Scully stehen beim Federal Marshall, der einen Ordner durchsieht.

FEDERAL MARSHALL: Dr. Prince führte legale, klinische Abtreibungen durch, was heutzutage einen eigenen Anteil an Berufsrisiken zu haben scheint.

MULDER: Sonst wissen Sie nichts über ihn?

FEDERAL MARSHALL: Nein, er ging ruhig seiner Arbeit nach. Keiner aus seiner Familie hat sich gemeldet.

SCULLY: Was ist mit dem Mann, den Sie verhaftet haben, diesem, äh, Prediger?

FEDERAL MARSHALL: Reverend Calvin Sistrunk. Er hat ein Motiv, er hat diesen Abtreibungsärzten schon einmal gedroht. Er hatte das hier bei sich, als wir ihn verhafteten.

Er überreicht Mulder einen Zeitungsausschnitt mit einer Anzeige, auf der ein Bild von Prince abgebildet ist und auf der steht: "Kennen Sie diesen Mann? Rufen Sie 212 555-2884 an.

FEDERAL MARSHALL: Wir hoffen auf eine Anklageerhebung.

MULDER: Sobald Sie die sterblichen Überreste von Dr. Prince gefunden haben.

FEDERAL MARSHALL: Ja ... aber diese Tatsache wurde noch nicht veröffentlicht.

MULDER: Nun, es gab zwei identische Feuertodesfälle. Keine der beiden Leichen wurde gefunden.

FEDERAL MARSHALL: Wir sind ziemlich sicher, dass er im Gebäude war. Sein Auto stand auf dem Parkplatz. Wir fanden seine Schlüssel im Treppenhaus, wo das Feuer gelegt wurde. Er wird seit dem Vorfall vermisst. Könnte sein, dass wir nur Zähne und Knochen finden werden.

Die Tür öffnet sich hinter Scully, und ein Beamter führt Reverend Sistrunk hinein.

CALVIN SISTRUNK: Guten Tag.

Er setzt sich hin.

FEDERAL MARSHALL: Reverend Sistrunk... das sind die Agenten Scully und Mulder. Sie möchten Sie fragen...

CALVIN SISTRUNK: ...ob Dr. Prince für seinen Mord an den Ungeborenen im Höllenfeuer schmort? Ob seine Verdammnis Gottes Wille ist?

MULDER: Ist es das, was Sie denken, Reverend?

CALVIN SISTRUNK: Ich schätze, das ist eine Frage der Meinung.

MULDER: Nun, ich bin der Meinung, dass derjenige, der Dr. Prince getötet hat, auch mit zwei anderen Morden in Verbindung gebracht werden wird. Wie denken Sie darüber?

CALVIN SISTRUNK: Es gibt diejenigen, die die Tötung des heidnischen Sünders im Namen Gottes befürworten, aber ich, Sir, gehöre nicht dazu.

MULDER: Waren Sie in den letzten zwei Wochen in New York oder New Jersey?

CALVIN SISTRUNK: Nein, Sir.

Mulder zeigt ihm die Anzeige.

MULDER: Dieser Ausschnitt, wo haben Sie ihn her?

CALVIN SISTRUNK: Aus der Zeitung. Offensichtlich gibt es noch mehr Soldaten Gottes, die diesen Mann zur Verurteilung suchen.

MULDER: Aus welcher Zeitung?

CALVIN SISTRUNK: Die Lokalzeitung, oben in Binghamton.


GLOBE AND MAIL
BINGHAMTON, N.Y.


Eine Frau an einem Schreibtisch sieht sich die Anzeige an.

FRAU: Oh, ja. Ich erinnere mich daran. Der Mann, der die Anzeige aufgegeben hat, hat bar bezahlt.

SCULLY: Würden Sie sein Gesicht wiedererkennen?

FRAU: Vielleicht.

Scully zeigt ihr ein Polizeifoto von Sistrunk.

FRAU: Nein, das ist er nicht.

MULDER: Haben Sie einen Eintrag seines Namens oder seiner Adresse?

FRAU: Nein, haben wir nicht. Er wollte nichts unterschreiben. Tatsächlich rief er an und bat darum, die Anzeige für eine zweite Woche zu schalten, was wir auch taten, aber er kam nie zurück, um dafür zu bezahlen.

MULDER: Ich danke Ihnen.

FRAU: Gern geschehen.

Die Agenten gehen weg.

SCULLY: Ich habe ein schlechtes Gefühl bei diesem Fall, Mulder.

MULDER: Wie meinen Sie das?

SCULLY: Nun, nichts daran ergibt Sinn. Wir haben drei Tode identischer Opfer, keine Leichen, einen virtuellen Nicht-Verdächtigen...

MULDER: Klingt genau wie eine X-Akte.

SCULLY: Sie wissen nicht einmal, wer Ihnen diese Informationen geschickt hat. Ich meine, wir sind schon einmal hereingelegt worden.

Mulder schaut auf eine Karte. Er geht hinüber, Scully folgt ihm.

MULDER: Wenn uns jemand wirklich eine Falle stellen wollte, würde er uns dann dieses bisschen zum Weitermachen geben? Hier gibt es etwas Größeres, Scully. Ich wäre bereit zu wetten, dass es da draußen noch mehr von diesen Typen gibt.

SCULLY: Mehr Opfer?

MULDER: Es sei denn, wir kriegen sie zuerst. Die Todesfälle folgen einem Muster... New Jersey, New York, Scranton...

Er legt seinen Finger auf die Karte und verschiebt sie in die nächste Stadt, als er den Namen sagt.

MULDER: ...und dann wird hier in Binghamton eine Anzeige aufgegeben, die nach einem Mann genau wie die anderen sucht. Der Mörder bewegt sich in nördlicher Richtung. Er schaut zu der Frau hinüber.

MULDER: Äh, eh, äh... wie bitte? Entschuldigen Sie mich bitte.

Sie sieht ihn an und sie gehen zu ihr hinüber.

MULDER: Die, äh, Nummer in der Anzeige, ist das... das eine Voicemail?

FRAU: Ja, das ist sie.

MULDER: Wie, wie würden man darauf zugreifen?

FRAU: Nun, Sie würden damit beginnen, die Rechnung zu bezahlen.

Mulder sieht Scully an und nimmt seine Brieftasche heraus. Er gibt Scully die Anzeige, die zum Telefon geht. Mulder gibt der Frau seine Kreditkarte.

FRAU: Wählen Sie die Nummer und drücken Sie dann Zwölf-Dreißig-Sechs.

Scully tut dies. Die Frau geht nach hinten. Mulder macht einen kleinen Schritt.

SCULLY: Es gibt vierundzwanzig Nachrichten, die auf die Anzeige geantwortet haben. Der erste Anrufer hat den Mann auf dem Foto in Syracuse gesehen.

Scully nimmt einen Stift und einen Block heraus.

MULDER: Das ist im Norden.


FBI-AUSSENSTELLE
SYRACUSE, N.Y.


Agent Barrett Weiss nimmt den Hörer ab.

BARRETT WEISS: Special Agent Weiss.

MULDER: Ja, hier spricht Agent Mulder. Ich muss Ihre Hilfe in Anspruch nehmen.

BARRETT WEISS: Schießen Sie los.

Er nimmt einen Stift heraus und beginnt aufzuschreiben, was Mulder sagt. Schnitt zu Mulder und Scully, die gerade aus dem Gebäude gehen.

MULDER: Ich komme mit Agent Scully zu Ihnen. Wir haben Grund zur Annahme, dass ein Mann in Ihrer Gegend in Gefahr sein könnte. Sein Name ist Dr. Aaron Baker, er lebt irgendwo in Syracuse. Wir brauchen Sie, um ihn zu finden und ihn zu beobachten...

Sie gehen zu ihrem Auto. Schnitt zurück nach Syracuse.

MULDER: ...bis wir dort ankommen.

BARRETT WEISS: Alles klar. Ich rufe Sie mit einer Adresse zurück, sobald ich ihn gefunden habe.


737 26. STREET
SYRACUSE, N.Y.


Weiss fährt zum Haus, sieht sich seine Zeitung an und geht dann zur Haustür. Er will gerade anklopfen, als er eine Unterhaltung hört.

AARON BAKER: Es gab Jahre, Jahre, in denen unsere Leute miteinander auskamen, in denen wir am gesamten Planeten teilhaben konnten.

Weiss schaut durch das Fenster.

AARON BAKER: Aber Sie scheinen... Sie scheinen nicht teilen zu wollen.

Ein Mann legt seine Hand auf Bakers Schulter.

AARON BAKER: Ich verstehe das nicht. Ich verstehe das nicht. Sie haben nicht versagt...

Weiss geht wieder die Treppe hinunter. Der Kopfgeldjäger wirft Baker gegen die Wand und hält ihn an der Kehle fest.

ALIEN BOUNTY HUNTER: Ihre Pläne werden nicht gelingen.

Weiss geht zur Hintertür. Der Kopfgeldjäger knallt Bakers Gesicht gegen die Wand und lässt das Stilett ausfahren. Während Weiss weiter um das Haus herumschleicht, fällt Baker tot zu Boden. Weiss tritt die Tür auf und zielt mit seiner Waffe auf den Kopfgeldjäger, sehr zur Überraschung des Attentäters.

BARRETT WEISS: Bundesagent, lassen Sie die Waffe fallen! Ich sagte, Waffe fallen lassen!

Er hört ein Blubbern und schaut nach unten, um zu sehen, wie sich Bakers Körper in eine grüne Flüssigkeit verwandelt, die blubbert und trieft. Der "Körper" beginnt zu zerfallen. Weiss ist ziemlich verwirrt.

BARRETT WEISS: Was zum Teufel...

Der Attentäter hebt die Hand, um das Stilett zu werfen, aber Weiss schießt ihm dreimal in die Brust. Der Attentäter bewegt sich nicht, er blutet lediglich die gleiche grüne Flüssigkeit, die Baker und Prince hatten. Weiss starrt ihn ehrfürchtig an, bis er anfängt zu würgen und zu ersticken. Er schreit und hält seinen Kopf. Mulder und Scully halten vor dem Haus an. Sie gehen auf die Veranda und klopfen an die Tür. Agent Weiss kommt hinter ihnen die Stufen hoch.

BARRETT WEISS: Agent Mulder?

MULDER: Ja, Agent Weiss?

Weiss holt seine Dienstmarke heraus.

BARRETT WEISS: Ja, Sir.

MULDER: Haben Sie Dr. Baker gefunden?

BARRETT WEISS: Nein, ich fürchte nicht. Es ist niemand zu Hause. Es ist Post der letzten zwei Wochen im Briefkasten.

MULDER: Äh, wir sind vielleicht schon zu spät, aber wir sollten uns trotzdem mal umsehen.

BARRETT WEISS: Da gibt es nicht viel zu sehen.

Mulder und Scully gehen um das Haus herum. Weiss legt seinen Ausweis weg und geht zurück zu seinem Auto. Als er den Kofferraum öffnet, sieht er den echten Barrett Weiss, tot, nackt bis auf seine Unterwäsche, gefesselt und geknebelt. Seine Augen, seine Nase und sein Mund sind entzündet. "Weiss" schaut sich um, dann verändern sich seine Gesichtszüge und seine Körpermasse zu denen des Alien-Kopfgeldjägers. Der Kopfgeldjäger wirft die Schlüssel auf den toten Agenten, dann schließt er den Kofferraum und geht weg.


FBI-HAUPTQUARTIER
WASHINGTON, D.C.


Skinner, der an seinem Schreibtisch sitzt, drückt auf einen Knopf am Telefon und die Sekretärin ist am anderen Ende zu hören.

SEKRETÄRIN: Agent Mulder ist eingetroffen.

SKINNER: Schicken Sie ihn gleich rein.

Mulder kommt herein.

SKINNER: Agent Mulder, bitte nehmen Sie Platz.

MULDER: Entschuldigen Sie die Verspätung, ich bin gerade erst gelandet.

SKINNER: Aus?

MULDER: Aus Syracuse.

Er setzt sich hin.

SKINNER: Wo Sie was gemacht haben?

MULDER: Agent Scully und ich sind einer Spur in einem Fall nachgegangen.

SKINNER: Hat jemand diese Untersuchung autorisiert, Agent Mulder?

MULDER: Nein, Sir.

SKINNER: Haben Sie die benötigten Unterlagen zu diesem Fall?

MULDER: Nein, Sir. Ich hatte angenommen, wir hätten eine Vereinbarung bezüglich der X-Akten.

SKINNER: Ich bin sicher, es überrascht Sie nicht, Agent Mulder, dass die Leute, denen ich Bericht erstatten muss, nicht ganz so verständnisvoll sind. Besonders dann nicht, wenn einer ihrer Außendienstagenten tot aufgefunden wird.

MULDER: Was?

Skinner steht auf.

SKINNER: Special Agent Barrett Weiss.

Er wirft ein Foto von Weiss' Leiche vor Mulder auf den Tisch.

SKINNER: Aus dem Büro in Syracuse. Seine Leiche wurde in einem Kofferraum eines Autos gestopft vor einem Haus gefunden, zu dem Sie ihn geschickt haben.

Mulder schaut ungläubig auf das Foto.

MULDER: Das ist unmöglich... Ich habe mit Agent Weiss gesprochen, ich habe ihn am Haus gesehen.

Skinner schlägt seine Fäuste auf den Schreibtisch und starrt Mulder direkt an.

SKINNER: Sparen Sie sich das, Agent Mulder, sparen Sie sich das für Ihren Bericht, denn bis diese Angelegenheit geklärt ist, sind Ihr Hintern und meiner in einer Schlinge und Ihre Untersuchung, offiziell oder anderweitig, ist beendet.

MULDER: Sir...

SKINNER: Unterschätzen Sie nicht den Ernst dieser Angelegenheit, Agent Mulder. Ein Mann ist tot.

Mulder starrt auf den Boden, während Skinner sich hinsetzt.

SKINNER: Ich will morgen früh einen vollständigen Bericht auf meinem Schreibtisch haben.

Mulder nickt und geht hinaus.


KELLERBÜRO
FBI-HAUPTQUARTIER
WASHINGTON, D.C.


Mulder kommt ins Büro, während das Telefon klingelt. Er wirft seine Jacke in den Raum und nimmt den Hörer ab, während er sich hinsetzt.

MULDER: Mulder.

SCULLY: Mulder, ich bin's.

MULDER: Wo sind Sie?

Schnitt zu Scully, die mit Brille an ihrem Schreibtisch vor dem Computer sitzt.

SCULLY: Ich bin zu Hause.

MULDER: Agent Weiss ist tot, Scully.

SCULLY: Was?

MULDER: Jemand hat ihn getötet und Skinner ist durch die Decke gegangen. Wir bekommen Hausarrest, bis er einen vollständigen Bericht bekommen hat.

Schnitt zurück zu Mulder.

MULDER: Ich wünschte nur, ich wüsste, was zum Teufel hier los ist.

Schnitt zu Scully, die auf den Computerbildschirm schaut.

SCULLY: Haben Sie heute Morgen Ihre E-Mail überprüft, Mulder?

MULDER: Nein, warum?

SCULLY: Weil ich etwas Beunruhigendes erhalten habe und ich mich fragte, ob Sie es auch bekommen haben.

Schnitt zu Mulder, der anfängt, auf seinem Computer zu tippen.

MULDER: Was ist es denn?

SCULLY: Es ist ein digital gescanntes Foto. Es gibt noch einen, Mulder.

Langsam taucht ein Bild von einem anderen identischen Arzt auf.

SCULLY: Sein Name ist Dr. James Dickens.

Schnitt zu Scully.

SCULLY: Und Mulder?

MULDER: Ja?

SCULLY: Er ist hier in Washington.

Die E-Mail-Nachricht auf ihrem Computer neben dem Bild lautet:

"Post 485723 DATE: -- Bild anhängend TO: D_Scully@FBI.gov VON: 82974@anon.server.ca

Dr. James Dickens, Washington D.C.".

Schnitt zu Mulder.

MULDER: Bleiben Sie, wo Sie sind, Scully, ich bin gleich da und hole Sie ab.

Er legt auf.


SCULLYS WOHNHAUS
WASHINGTON, D.C.


Mulder hält an und sieht jemanden unter dem Vordach stehen. Sie gehen auf dem Gehweg aneinander vorbei, und der Mann schaut zurück.

AMBROSE CHAPEL: Agent Mulder?

Mulder schaut zurück.

AMBROSE CHAPEL: Mein Name ist Ambrose Chapel.

Er geht auf Mulder zu und zeigt seine Marke.

AMBROSE CHAPEL: Ich arbeite mit der Central Intelligence Agency zusammen. Ich muss mit Ihnen über den Fall sprechen, an dem Sie gerade arbeiten.

Mulder schaut auf seine Dienstmarke.

MULDER: Was ist das für ein Fall?

AMBROSE CHAPEL: Der Mord an bestimmten identischen Opfern. Ich habe eine Geschichte zu erzählen, Agent Mulder. Glauben Sie mir, Sie wollen sie hören.

Im Inneren sitzen sich Scully und Chapel gegenüber. Mulder steht ein Stück von ihnen entfernt.

AMBROSE CHAPEL: Wir wissen seit einem Jahrzehnt von ihrer Existenz. Bis letztes Jahr wussten wir nicht, dass sie im Land waren.

SCULLY: Wer sind sie?

AMBROSE CHAPEL: Wir arbeiten mit vagen Geheimdienstberichten, aber es scheint, dass sowjetische Wissenschaftler zu Beginn des Kalten Krieges auf eine genetische Anomalie bei eineiigen Zwillingspaaren gestoßen sind. Sie waren in der Lage, das spezifische DNA-Material zu isolieren, das den Zwillingen ihre Gesichtszüge, Haarfarbe, Textur ... gab, und sie waren in der Lage, es zu reproduzieren.

Mulder steht jetzt hinter Scully, nachdem er während Chapels Tirade herumgelaufen ist.

SCULLY: Wollen Sie damit sagen, dass diese Männer Klone sind?

AMBROSE CHAPEL: Dem äußeren Anschein nach.

Scully und Mulder sehen sich gegenseitig an.

MULDER: Wie sind sie hierhergekommen?

AMBROSE CHAPEL: Das Programm lief unter dem Codenamen "Gregor"... der Name, der jedem Klon gegeben wurde. Wir glauben, dass der ursprüngliche Gregor irgendwann Mitte der 70er Jahre mit einem deutschen Pass hierherkam. Unter Verwendung desselben Dokuments konnten sie einen kleinen Kader von Klonen ins Land bringen. Mehrere von ihnen haben strategische Positionen in medizinischen Einrichtungen erhalten.

MULDER: Zu welchem Zweck?

AMBROSE CHAPEL: Im Kriegsfall würden sie gleichzeitig in verschiedenen Einrichtungen in den USA mobilisieren, um Blutkonserven zu kontaminieren, pharmazeutische Fabriken zu sabotieren... im Wesentlichen das Immunsystem des Landes zu zerstören.

Er nimmt einen Schluck Wasser.

SCULLY: Wenn Sie seit einem Jahr davon wussten, warum wurde dann nichts unternommen?

AMBROSE CHAPEL: Nun, an dieser Stelle wird die Geschichte vielleicht noch unglaublicher. In einer geheimen Übereinkunft lässt jemand zu, dass die Gregors systematisch von einem Mann eliminiert werden, der meiner Meinung nach ein russischer Spionmörder ist, im Austausch für die absolute Geheimhaltung der Existenz des Programms und um an die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu gelangen, die es geschaffen hat.

MULDER: Was haben Sie damit zu tun?

AMBROSE CHAPEL: Ich glaube, wir teilen ähnliche Ansichten über die Leugnungspolitik unserer Regierung, weshalb man auch versucht hat, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.

SCULLY: Wer?

AMBROSE CHAPEL: Die Gregors. Sie haben offensichtlich einen Ruf als jemand, der sie beschützen und diese Missetaten ans Licht bringen könnte.

Mulder sieht Scully an.

MULDER: Wie kommen Sie darauf, dass wir kontaktiert wurden?

AMBROSE CHAPEL: Ihre Ermittlungen zu ihren Todesfällen...

Chapel zieht ein Stück Papier heraus und Mulder hebt es auf.

AMBROSE CHAPEL: Und Ihre Antwort auf die Anzeige, die ich aufgegeben habe.

Auf dem Papier ist eine Kopie der gleichen Anzeige wie in der Zeitung. Mulder setzt sich hin.

AMBROSE CHAPEL: Wir reden hier über staatlich sanktionierten Mord. Wenn wir sie zuerst finden, können wir vielleicht die Wahrheit herausfinden.

Mulder und Scully sehen sich an.

MULDER: Wir wissen, wo einer dieser Männer sein könnte.

Chapel lächelt und nickt leicht.


GERMANTOWN, MARYLAND


Draußen fährt ein Lieferwagen vorbei. Dickens nimmt seine Aktentasche von einer Maschine und schaut auf vier große grüne Becken. Er drückt ein paar Knöpfe und geht hinaus. Der Name an der Tür lautet "3243 Edmonton". Er steigt in den Wagen und schaut eine junge Frau auf dem Fahrersitz an.

JAMES DICKENS: Okay, los geht's.

Sie fahren los.


DICKENS' WOHNUNG


Der Lieferwagen hält vor dem Wohnkomplex an. Sie gehen hinein und Dickens stellt seine Aktentasche ab. Draußen steigen Mulder, Scully und Chapel aus einem Auto. Dickens hängt gerade seinen Laborkittel auf, als jemand an die Tür klopft.

JAMES DICKENS: Wer ist da?

SCULLY: Agents Scully und Mulder, wir sind vom FBI.

Die Frau schnappt sich ihren Mantel und verlässt den Raum. Dickens öffnet die Tür und sieht die beiden Agenten.

MULDER: Dr. Dickens?

JAMES DICKENS: Ja?

MULDER: Ich glaube, Sie haben versucht, uns zu kontaktieren.

JAMES DICKENS: Äh...

Chapel tritt in Sichtweite und blickt den Doktor an.

SCULLY: Dürfen wir hereinkommen, Dr. Dickens?

JAMES DICKENS: Ähm...

Er beginnt, von der Tür wegzugehen und starrt Chapel erschrocken an.

MULDER: Es ist in Ordnung, Sir, es gibt nichts, wovor Sie sich fürchten müssen!

Dickens dreht sich um und rennt durch den Raum. Mulder verfolgt ihn. Er springt aus dem Fenster und landet aus etwa vier Stockwerken Höhe auf dem Boden. Die drei sehen aus dem Fenster auf Dickens' Leiche.

SCULLY: Ich rufe die Sanitäter...

Sie rennt weg. Dickens rührt sich.

MULDER: Er bewegt sich... er steht auf!

Dickens steht auf, richtet seine Brille und fängt an, loszurennen. Mulder und Chapel gehen vom Fenster weg.

SCULLY: Ich rufe Sie zurück.

Sie legt auf und geht zum Fenster, um zu sehen, wie Dickens die Straße entlangläuft, gefolgt von Chapel und Mulder. Mulder läuft ihm direkt hinterher, aber Chapel bleibt stehen und wendet sich nach rechts. Scully rennt zur Tür hinaus, während die Frau sie hinter dem Vorhang aus beobachtet. Dickens rennt die Straße entlang und Mulder folgt ihm. Ein entgegenkommendes Auto hupt und prallt gegen Mulder und lässt ihn gegen die Windschutzscheibe fliegen, die zersplittert. Mulder rollt von der Motorhaube herunter und landet stöhnend auf der Straße, wobei er sich die Seite hält. Scully rennt auf ihn zu und kniet sich hin. Er setzt sich auf.

SCULLY: Sind Sie in Ordnung?

Mulder flüstert, während er spricht.

MULDER: Okay. Mir ist gerade die Luft weggeblieben. Verlieren Sie ihn nicht! Los!

SCULLY: Okay...

Sie rennt weg, als der Fahrer aus dem Auto aussteigt und zu Mulder geht.

MANN: Sind Sie in Ordnung?

Dickens rennt eine Gasse entlang und schaut auf den Zaun vor ihm. Er schaut zurück und sieht Chapel am Eingang stehen. Chapel schreitet langsam auf ihn zu. Dickens schaut sich um und sieht eine Feuertreppe. Er klettert auf einen Müllcontainer und zieht die Leiter herunter, ein Ausdruck des Schreckens auf seinem Gesicht. Chapel greift nach oben und packt Dickens Fuß. Dickens keucht und wird nach unten gezogen, doch das Gesicht von Chapel ist nicht mehr da, sondern das des Kopfgeldjägers. Scully rennt in die Gasse und schaut sich um, sieht aber niemanden. Sie holt ihre Waffe heraus und geht langsam die Gasse entlang. Ein Mann stöhnt und sie schaut auf den Müllcontainer, hinter dem Chapel aufsteht. Sie seufzt erleichtert auf und senkt ihre Waffe.

AMBROSE CHAPEL: Er ist weg.

SCULLY: Wohin?

AMBROSE CHAPEL: Er hat mich überrumpelt. Er ist die Feuerleiter hochgeklettert, bevor ich ihn packen konnte. Ich werde prüfen, ob ich einen Weg nach oben auf das Dach finde.

Er geht weg. Scully beobachtet ihn vorsichtig, schaut sich dann um und geht bis hinter den Müllcontainer. Sie tritt in etwas hinein und schaut nach unten, um eine Pfütze grüner Flüssigkeit zu sehen. Sie versucht, sie von ihrem Fuß abzuwischen und geht weg. Die Pfütze, die eindeutig die Form eines liegenden Körpers hat, beginnt zu blubbern und zu zischen, während sie sich in Gas verwandelt.


KELLERBÜRO
FBI-HAUPTQUARTIER
WASHINGTON, D.C.


Mulder geht zu seinem Schreibtisch, als Scully hereinkommt.

SCULLY: Wie fühlen Sie sich?

MULDER: Als ob ich den Zebrastreifen hätte benutzen sollen. Viel besser als meinem Telefon.

Er setzt sich hin und winkt mit seinem dezimierten Mobiltelefon. Sie zieht ihren Mantel aus und stellt ihre Aktentasche ab.

SCULLY: Vielleicht hätten wir den Fall fallen lassen sollen, wie man es Ihnen gesagt hat.

MULDER: Scully, wenn das, was unser Freund von der CIA. sagt, wahr ist, könnte das eine der größten nationalen Sicherheitsverschwörungen aller Zeiten auffliegen lassen.

SCULLY: Unser Freund von der CIA. ist ungefähr so unglaublich wie seine Geschichte... wie alles an diesem Fall. Ich meine, was ist mit "Traue niemandem" passiert, Mulder?

MULDER: Oh, ich habe es in "Vertraue jedem" geändert. Habe ich das Ihnen nicht gesagt?

Er steht auf und holt einen Ordner aus einem Stapel heraus.

MULDER: Ich habe diesen Kerl gründlich überprüft. Ambrose Chapel ist seit siebzehn Jahren dabei und hat eine spezielle Geheimdienstfreigabe. Er ist echt, Scully.

Er gibt ihr die Mappe. Sie öffnet sie und sieht sie an. Ein Bild ist mit einer Büroklammer auf der auf die Akte befestigt.

SCULLY: Warum sollte ein Mann mit seiner Erfahrung unsere Hilfe brauchen... und wie konnte er einen Mann, nach dem er so lange gesucht hat, so leicht entkommen lassen? Wissen Sie, dieser Arzt ist nicht vor uns weggelaufen, Mulder, er ist vor Agent Chapel weggelaufen.

MULDER: Ich glaube, Sie sind übermäßig paranoid in Bezug auf ihn, Scully.

SCULLY: Paranoid. Haben Sie innegehalten, um in Betracht zu ziehen, dass es vielleicht Agent Chapel war, der diesen Außendienstagenten in Syracuse getötet hat?

Mulder geht zu seinem Schreibtisch.

MULDER: Wollen Sie, dass ich das in meinen Bericht an Skinner schreibe? Denn ich wäre mehr als glücklich, wenn Sie ihm das erklären würden.

SCULLY: Verdammt, Mulder, das ist nicht mein Job.

Sie wirft den Ordner auf den Schreibtisch.

SCULLY: Sie verfolgen einen Fall auf Kosten von allem, bis zum Punkt der Unzurechnungsfähigkeit und erwarten, dass ich Ihnen folge. Es muss einen Ort geben, wo man die Grenze ziehen kann.

MULDER: Drei identische Männer sind tot. Ein vierter identischer Mann ist am Leben und auf der Flucht. Wenn Ihnen die Verfolgung dieses Falles wie Wahnsinn erscheint, können Sie gerne davon Abstand nehmen.

SCULLY: Ein FBI-Agent ist gestorben, weil wir diesen Fall verfolgen.

MULDER: Das sind die Risiken, die wir eingehen. Entweder akzeptieren Sie sie oder nicht. Wir alle ziehen unsere eigenen Grenzen.

Er setzt sich hin. Scully starrt ihn an und schaut dann weg.

SCULLY: Ich muss Ihnen etwas zeigen.

Sie greift in ihre Aktentasche und holt einen Schuh heraus, bei dem ein Teil der Sohle geschmolzen ist.

SCULLY: Die habe ich vor einer Woche gekauft.

Sie gibt Mulder den Schuh und setzt sich auf seinen Schreibtisch.

SCULLY: Ich bin gestern Abend in etwas getreten, das sich durch die Sohle gefressen hat. Nun, vielleicht bin ich paranoid, aber es war genau an der Stelle, wo dieser Mann Chapel sagte, dass der Arzt entkommen sei.

Mulder schiebt einen Bleistift durch das Loch.

MULDER: Warum schicken Sie ihn nicht an unsere Laboranten zur Analyse?

Er gibt den Schuh zurück.

MULDER: Und wenn Sie schon dabei sind, warum arrangieren Sie nicht einen Autopsieplatz?

SCULLY: Einen Autopsieplatz?

MULDER: Als ich meinen Bericht für Skinner zusammenstellte, bin ich auf etwas gestoßen, das Sie sicher zu schätzen wissen. Wer auch immer diesen Feldagenten in Syracuse getötet hat, war so clever, dass keine eindeutige Todesursache festgestellt werden kann.

Scully sieht ihn ungläubig an.


AUTOPSY BAY
FBI-HAUPTQUARTIER
WASHINGTON, D.C.


Agent Weiss ist auf einem Untersuchungstisch mit einem Laken über ihm aufgebahrt. Scully liest gerade von einem Klemmbrett ab. Mulder geht zur Seite.

SCULLY: Es gibt keine durchdringenden Messer- oder Schussverletzungen. Keine Ligaturspuren oder Abschürfungen durch Strangulation. Der Toxikologe ist sauber... und das Blutbild... nun, das Blutbild ist seltsam.

Mulder schaut ihr bei der Akte über die Schulter.

MULDER: Inwiefern merkwürdig?

SCULLY: Nun, es gibt Anzeichen von Polyzythämie, einer übermäßigen Produktion roter Blutkörperchen.

Mulder geht auf die andere Seite von Weiss.

MULDER: Wie übermäßig?

SCULLY: Extrem. Der Arzt, der diesen Bericht gemacht hat, sagt, dass das Blut wie Gelee geronnen sei. Als ob etwas dafür gesorgt hat, dass das Blut vor dem Tod verdickt oder geronnen ist.

MULDER: Worauf ist das zurückzuführen?

SCULLY: Möglicherweise ein Gerinnungsmittel, das in den Körper eingeführt wurde, aber das hätte sich auf dem toxikologischen Befund gezeigt.

Mulder geht wieder hinüber.

MULDER: Hat Agent Chapel nicht etwas darüber gesagt, dass diese Ärzte in der Lage wären, die Blutversorgung zu kontaminieren? Könnte nicht eine dieser Verunreinigungen benutzt worden sein, um diesen Mann zu töten?

SCULLY: Ich weiß nicht, Mulder, ich... es gab eine Arzttasche, die ich als Beweismittel aus der Wohnung mitgenommen habe.

Ein Mann kommt herein.

MANN: Agent Mulder?

MULDER: Ja?

MANN: Assistant Director Skinner hat nach Ihnen gesucht.

MULDER: In Ordnung, ich bin gleich da.

Der Mann geht hinaus.

MULDER: Sehen Sie in der Tasche nach. Schauen Sie, ob Sie irgendetwas finden können, das eine Verbindung herstellen kann.

SCULLY: Nun, Skinner wird wissen wollen, warum Sie Ihren Bericht nicht eingereicht haben. Was werden Sie sagen?

MULDER: Nur die Wahrheit. Ich wurde von einem Auto angefahren.

Er lächelt und geht hinaus.


BÜRO DES STELLVERTRETENDEN DIREKTORS WALTER SKINNER
FBI-HAUPTQUARTIER
WASHINGTON, D.C.


Skinner schreibt gerade etwas an seinem Schreibtisch, als Mulder mit einer Mappe hereinkommt.

MULDER: Es tut mir leid, dass es schon so spät ist. Ich hatte Probleme mit den, äh, Daten aus der, äh, Autopsie...

Skinner geht zu ihm hinüber.

SKINNER: Das ist nicht der Grund, warum ich Sie hierher gerufen habe, Agent Mulder. Äh... Ihr Vater hat versucht, Sie zu erreichen. Es gab einen familiären Notfall.

Mulder sieht ihn überrascht an.

MULDER: Ich danke Ihnen.

Er geht hinaus.


KELLERBÜRO
FBI-HAUPTQUARTIER
WASHINGTON, D.C.


Mulder ist am Telefon, es klingelt. Eine Frau nimmt ab.

MRS. MULDER Hallo?

MULDER: Mom?

MRS. MULDER: Fox. Bist du das?

MULDER: Ja, ich, ich habe nicht erwartet, dass du ans Telefon gehen würdest. Was, was machst du bei Dad? Ist alles in Ordnung mit ihm?

MRS. MULDER: Ja. Lass’ mich ihn ans Telefon holen.

WILLIAM MULDER: Hallo?

MULDER: Dad?

Er setzt sich hin.

MULDER: Ich bekam eine Nachricht, dass ein Notfall in der Familie vorliegt.

WILLIAM MULDER: Ja, ich habe heute Nachmittag einen sehr seltsamen Anruf erhalten. Ich habe deine Mutter angerufen. Wir denken, es ist wichtig, dass du so schnell wie möglich hierherkommst.

MULDER: Kannst du mir sagen, worum es geht?

WILLIAM MULDER: Ich werde mehr wissen, sobald du hier bist.

Er legt auf. Mulder legt verwirrt auf, als Scully hereinkommt und den Dickens’ Aktenkoffer trägt.

SCULLY: Ich habe nicht viel gefunden, das uns weiterhilft, aber wir haben eine Adresse.

Mulder steht auf.

MULDER: Überprüfen Sie das, ich rufe Sie an, sobald ich kann.

SCULLY: Wohin gehen Sie?

MULDER: Nach Hause.

Mulder schnappt sich seinen Mantel und geht. Scully sieht sich das Schild an der Aktentasche an, auf dem steht:

"NAME: Dr. James Dickens
ADRESSE: 3243 Edmonton Street.
STADT: Germantown".


3243 EDMONTON STREET


Scully hält vor dem Gebäude, das wie eines in einer Reihe von Lagerhäusern aussieht. Sie öffnet langsam die Tür und geht mit der Waffe in der Hand hinein. Sie tritt in etwas hinein und schaut nach unten, wo sie noch viel mehr von der gleichen grünen Flüssigkeit auf dem Boden sieht. Trotzdem geht sie weiter durch das Gebäude und sieht den riesigen Raum mit den vier großen Becken mit der grünen Flüssigkeit. Einer wird von Agent Chapel, besser bekannt als der Alien-Kopfgeldjäger, mit einem schallenden Krachen umgestoßen. Der Raum ist ein völliges Durcheinander. Die kleinen Beutel mit daran befestigten Schläuchen, die sich in den Becken befanden, liegen auf dem Boden. Chapel schaut auf einen herab und tritt auf ihn, beobachtet, wie die grüne Flüssigkeit herausfließt und lächelt dabei vor sich hin. Er hört Schritte und dreht sich um, um zu sehen, wie sich Scullys Schatten wieder den Flur hinunterbewegt. Dem Schatten folgend sieht er, wie sich die Außentür schließt. Er geht hinaus, gerade als Scully wegläuft.


SCULLY'S APARTMENT
WASHINGTON, D.C.


Scully geht hin und her, das Telefon an ihr Ohr. Mulders Anrufbeantworter nimmt ab.

MULDER AUF AB: Hallo, hier spricht Fox Mulder. Hinterlassen Sie mir eine Nachricht und ich rufe Sie zurück, sobald ich kann.

Der Anrufbeantworter piept.

SCULLY: Mulder, ich bin's. Ich muss sofort mit Ihnen sprechen. Ich habe einige neue Informationen zu diesem Fall.

Sie geht zum Fenster und schaut durch die Jalousien. Sie sieht ein graues Auto, das draußen parkt.

SCULLY: Mulder, ich glaube, ich bin in Gefahr. Ich bin in meiner Wohnung und ich glaube, ich wurde verfolgt.

Sie legt auf.


MARTHA'S VINEYARD
WEST TISBURY, MASSACHUSETTS


Mulder steigt aus seinem Auto aus und läuft den Fußweg zur vorderen Veranda hinauf. Sein Vater sitzt auf einem Stuhl an der Seite.

WILLIAM MULDER: Deine Mutter braucht etwas Zeit.

Fox sieht ihn an, als er sich eine Zigarette anzündet.

MULDER: Du sagtest, es sei ein Notfall.

William steht auf und geht zu ihm hinüber. Fox geht zu ihm, um ihn zu umarmen, aber William streckt seine Hand aus. Fox schüttelt sie, enttäuscht.

WILLIAM MULDER: Sie wollte, dass Du kommst. Es ist eine schwierige Zeit. Ich weiß dein so kurzfristiges Kommen zu schätzen.

MULDER: Was ist denn, Dad?

William nimmt einen Zug seiner Zigarette.

WILLIAM MULDER: Die Gewissheit... wird zu einem Trost, der es einem erlaubt, weiterzumachen.

Fox schaut durch das Fenster und sieht seine weinende Mutter, die mit jemandem spricht.

WILLIAM MULDER: Wir vergraben unsere Erinnerungen so tief, nachdem alles zerstört wurde... ohne zu erwarten...

MULDER: Mit wem spricht Mom?

William zieht sich noch eine Zigarette aus der Packung.

WILLIAM MULDER: Mit deiner Schwester.

Mulder schaut durch das Fenster und dann ungläubig zu seinem Vater zurück. Er rennt in das Haus. Die Tür knallt hinter ihm zu, als er das Wohnzimmer betritt. Seine Mutter und die Frau stehen auf. Samantha geht auf Mulder zu, und es ist dieselbe Frau, die wir bei Dickens gesehen haben.

SAMANTHA MULDER: Fox.

Sie nickt. Mulder starrt sie nur ausdruckslos an. Bei Sonnenaufgang liegt Fox' Mutter im Bett und Fox schließt die Jalousien.

MRS. MULDER: Nach all den schlaflosen Nächten kann ich meine Augen kaum noch offen halten.

Er schüttelt ihr Kissen auf. Er legt sie hin und deckt sie zu.

MULDER: Du bsit erschöpft. Wir sind alle erschöpft. Es ist nach 5:30 Uhr.

MRS. MULDER: Oh, ich brauche nur ein paar Stunden.

Er macht die Lampe aus und küsst sie auf die Stirn.

MULDER: Versuche, etwas zu schlafen.

Er geht hinüber und schließt die anderen Jalousien. Sie setzt sich auf.

MRS. MULDER: Fox...

MULDER: Ja, Mom?

MRS. MULDER: Sie ist es wirklich...

Sie starrt ihn an und wartet auf eine Antwort.

MRS. MULDER: Ist es nicht so?

MULDER: Ich...Ich wüsste nicht, wer es sonst sein könnte.

Sie starren sich gegenseitig an.

MULDER: Schlaf jetzt.

Mulder geht auf die vordere Veranda hinaus und schließt seine Augen. Die Vögel zwitschern und er schaut zu seiner Rechten. Samantha sitzt in einem Stuhl, in eine Decke gehüllt. Sie lächelt strahlend.

SAMANTHA MULDER: Ist es zu spät für eine Partie Stratego?

Fox lacht.

MULDER: Es ist zweiundzwanzig Jahre zu spät.

Er geht auf sie zu.

SAMANTHA MULDER: Ich glaube, Dad fällt nichts ein, was er sagen könnte. Er hat einfach... hier gesessen.

MULDER: Es ist so viel passiert. Wo fangen Sie an?

Sie steht auf und schaut hinaus in den Garten.

SAMANTHA MULDER: Ich muss neun oder zehn gewesen sein, als ich zurückgebracht wurde. Ich konnte mich an nichts erinnern. Ich wurde bei einer Familie untergebracht, die mich wie ihre eigene Tochter aufzog.

MULDER: Wer waren die?

SAMANTHA MULDER: Ich wusste, dass es nicht meine Eltern waren, aber ich erinnerte mich nicht an Mom oder Dad...oder an dich.

MULDER: Aber du hast dich erinnert... an uns.

SAMANTHA MULDER: Ich fing vor einigen Jahren an, Probleme zu haben. Es wurde als allgemeine Angststörung diagnostiziert. Nichts funktionierte bei mir. Ich war am Tiefpunkt angelangt... bis ich mich einer Regressionshypno-Therapie unterzog. Und alles begann wieder zurückzukommen...

Sie beginnt zu weinen.

SAMANTHA MULDER: Die Entführungen, die Tests...

Sie umarmen sich, und Mulder sieht auch aus, als würde er weinen.

SAMANTHA MULDER: Ich bin in Gefahr, Fox.

MULDER: Wie meinst du das?

SAMANTHA MULDER: Du bist kontaktiert worden. Du weißt, dass es einen Mann gibt, der meinen Vater und die anderen Ärzte jagt.

MULDER: Deinen V... deinen Vater.

SAMANTHA MULDER: Meine Adoptiveltern. Sie sind nur Besucher hier... was die Leute als "Außerirdische" bezeichnen würden. Ein Kopfgeldjäger ist geschickt worden, um sie zu töten. Du hast diesen Mann getroffen. Seine Lügen, die er dir erzählt hat, haben andere wie meinen Vater in den Tod getrieben. Er wird nicht aufhören, bis er sie alle getötet hat und jeden, der versucht, ihn aufzuhalten. Er wird mich bald holen kommen.


SCULLY'S WOHNUNG
WASHINGTON, D.C.


Scully verlässt ihr Badezimmer in Laufkleidung, nimmt ihre Gürteltasche und geht. Sie schließt die Tür, und ein paar Sekunden später klingelt das Telefon. Der Anrufbeantworter geht ran.

SCULLY AUF AB: Hallo, hier spricht Dana Scully.


MULDER'S WOHNUNG
Alexandria, Virginia


Mulder ist am anderen Ende.

SCULLY AUF AB: Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht und ich rufe Sie so schnell wie möglich zurück.

Der Anrufbeantworter piept.

MULDER: Hey, Scully, hier ist Mulder, nehmen Sie den Hörer ab. Okay, falls Sie das Hören, nehmen Sie den Hörer ab, ich muss mit Ihnen sprechen.

Er seufzt.

MULDER: In Ordnung, vertrauen Sie dem CIA.-Agenten unter keinen Umständen. Ihr Leben könnte in Gefahr sein, rufen Sie mich sofort zurück.

Er legt auf. Samantha sitzt da und beobachtet ihn.

SAMANTHA MULDER: Sie ist vielleicht nicht in der Lage, ihn zu erkennen.

Sie steht auf.

SAMANTHA MULDER: Er hat die Fähigkeit, sich zu verkleiden.

MULDER: Wie kann er sich verkleiden?

SAMANTHA MULDER: Als irgendjemand.

MULDER: Als irgendjemand? Du machst wohl Witze.

SAMANTHA MULDER: Nein. Du kannst ihn nicht erkennen, aber ich schon.


BUSHALTESTELLE


Scully läuft auf eine Bushaltestelle zu, als der Bus anhält. Sie steigt ein, zahlt ihre Fahrt und schaut sich um. Da sie Chapel nicht sieht, setzt sie ihre Kapuze ab und setzt sich in den hinteren Teil des Busses. Sie sieht alle Männer an und holt ihr Mobiltelefon aus der Gürteltasche. Sie wählt eine Nummer.

MULDER AUF AB: Hallo, hier spricht Fox Mulder. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.

Es piepst.

SCULLY: Mulder, ich bin's. Ich habe gerade meine Wohnung verlassen und ich glaube nicht, dass mir jemand gefolgt ist. Ich werde im Vacation Village Motor Lodge an der I-90 in Germantown übernachten. Sobald Sie mich jetzt erreichen, sollte ich einige sehr wichtige Informationen zu diesem Fall für Sie haben.

Sie legt auf. Ein paar Plätze weiter sitzt der Alien-Kopfgeldjäger, der sie beobachtet.


3243 EDMONTON STREET


Scully schleicht sich zu dem Lagerhaus, in dem sie vorher war, und holt einen kleinen Dietrich an dem ein langer Metallstab vorne befestigt ist, heraus. Sie steckt den Dietrich in das Schlüsselschloss und drückt den Abzug. Die Tür wird entriegelt. Langsam öffnet sie die Tür zu dem Raum und sieht, dass das Labor noch immer in Trümmern liegt. Sie geht durch die Flüssigkeit auf dem Boden und beugt sich an einer Stelle nach unten und schaut auf einen der kleinen Beutel mit den daran befestigten Röhrchen. Als sie das Röhrchen aufhebt, sieht sie in dem Beutel, der wie eine Fruchtblase aussieht, eine kleine außerirdische Gestalt. Sie starrt sie an. Nach einigen Sekunden bewegt die embryonale Gestalt sich. Scully reagiert überrascht. Als sie aufsteht, hört sie ein Geräusch und entdeckt einen Mann, der genauso aussieht, wie die anderen Klone zuvor der sie hinter zwei Tanks versteckt beobachtet. Er beginnt wegzulaufen. Sie lässt den Beutel fallen und beginnt, ihn zu verfolgen.

SCULLY: Warten Sie.

Sie holt ihre Waffe heraus und er bleibt vor einer Wand stehen.

SCULLY: Halt! Bundesagent! Legen Sie Ihre Hände gegen die Wand. Tun Sie es!

GREGOR KLON #1: Sie werden mich nicht erschießen.

SCULLY: Legen Sie Ihre Hände an die Wand... sofort.

Er dreht sich um.

GREGOR KLON #1: Sie können uns nichts tun.

SCULLY: Sir...

Die Wand entpuppt sich als eine Schiebetür, die er zur Seite bewegt, um eine Treppe und ein paar Gänge freizulegen.

GREGOR KLON #1: Es ist alles in Ordnung.

Zwei weitere Klone kommen die Treppe hinunter und ein weiterer kommt von rechts rein.

GREGOR KLON #1: Wir sind die letzten Verbliebenen. Wenn Sie uns nicht beschützen, sind wir bereits tot.

Scully ist erstaunt. Später wimmelt es draußen von Polizeiautos. Scully gibt dem Federal Marshall Anweisungen während sie zusammen zum Auto des Marshalls gehen.

SCULLY: Diese Männer müssen in Hochsicherheits-Schutzhaft genommen werden. Keine Besucher, keine Presse, niemanden... okay?

FEDERAL MARSHALL: Ja. Darf ich fragen? Wer sind diese Männer?

SCULLY: Ich werde es Sie wissen lassen, wenn ich es selbst herausgefunden habe.

Sie geht weg. Er steigt in eines der Autos. Ein Gregor sitzt jeweils auf verschiedenen Rücksitzen in jedem Auto. Scully geht zu dem Autor mit dem ersten Gregor hinüber, der Nervös wirkt und sie beim Wegfahren ansieht. Von den Dächern aus beobachtet der Alien Bounty Hunter Scully.


MULDER'S APARTMENT
WASHINGTON, D.C.


Mulder spielt seinen Anrufbeantworter ab. Samantha geht zur Seite.

SCULLY AUF AB: ...ich sollte einige sehr wichtige Informationen für Sie bezüglich dieses Falles haben.

Es piepst. Er wählt eine Nummer. Es klingelt.

MANN: Vacation Village.

MULDER: Ja, ich möchte bitte mit Dana Scully sprechen.

Schnitt zur Vacation Village Motorlodge in Germantown.

MANN: Einen Moment bitte.

Er geht die Gästeliste durch. Schnitt zurück zu Mulders Wohnung.

MANN: Es tut mir leid, es ist niemand unter diesem Namen eingetragen.

MULDER: In Ordnung, sie soll Fox Mulder anrufen, sobald sie sich meldet, okay? Fox Mulder.

MANN: Fox Mulder.

MULDER: Ja.

Schnitt zum Vacation Village Motorlodge.

MANN: Wird gemacht.

Er legt auf und nimmt einen Bleistift und einen Block in die Hand. Die Bleistiftspitze bricht ab.'#'

MANN: Für wen war diese Nachricht nochmal?

Scully kommt herein.

SCULLY: Ich hätte gerne ein Einzelzimmer für eine Nacht, bitte.

MANN: Äh... mal sehen, was ich habe.

Scully geht in ihr Zimmer und schließt die Tür mit einer Türkette ab. Sie geht ins Badezimmer und dreht die Dusche auf. Sie schnappt sich ein Handtuch und schließt die Tür zum Bad. Das Mobiltelefon in ihrer Gürteltasche klingelt.


BUNDESGEFÄNGNIS
TILESTON, VIRGINIA
19:05 UHR


Ein Wachmann geht den Gang entlang, vorbei an verschiedenen Gefängniszellen. In jeder Zelle sitzt ein Gregor. Er öffnet die Tür am Ende und schaut einen weiteren Klon an. Der Federal Marshall kommt herein.

FEDERAL MARSHALL: Wessen Posten ist das?

WACHMANN #1: Meiner, Sir, wir führen gerade die Ablösung durch.

FEDERAL MARSHALL: Ich werde mit den Gefangenen sprechen.

Sie gehen rüber zur Tür.

FEDERAL MARSHALL: Oh, Könnten Sie mir einen Kaffee holen... Zucker und Milch, keine Sahne.

Der Wachmann gibt ihm die Schlüssel.

WACHMANN #1: Wollen Sie, dass ich Ausschau halte?

FEDERAL MARSHALL: Nein, holen Sie mir nur den Kaffee.

WACHMANN #1: Ja, Sir.

Der Marshall schließt die Tür auf und geht hinein. Der Wächter schließt die Tür hinter sich ab. Der Marshall schließt das Sichtfenster in der Tür mit einer Schiebelade und geht rüber zur Zelle des ersten Klons. Er sitzt nachdenklich da, schaut aber langsam zum Marshall auf. Der Marschall dreht seine Hand um, um das Stilett des Kopfgeldjägers zu enthüllen. Es schnappt auf. Der Marschall ist offensichtlich der Kopfgeldjäger, der sich getarnt hat


VACATION VILLAGE MOTORLODGE
GERMANTOWN, MARYLAND


Es ist 11:21 Uhr. Scully schläft. Es klopft an der Tür und sie ist sofort hellwach. Als sie blitzschnell die Lampe einschaltet, steht sie aus dem Bett auf.

SCULLY: Wer ist da?

MULDER: Scully, ich bin's.

Sie zieht den Vorhang leicht zurück und schaut aus dem Fenster. Sie geht hinüber und öffnet die Tür.

MULDER: Ich habe Ihre Nachricht erhalten.

SCULLY: Wo sind Sie gewesen?

Ihr Mobiltelefon klingelt.

SCULLY: Warten Sie...

Sie geht von Mulder weg und nimmt ab.

SCULLY: Scully.

MULDER: (am Telefon) Scully, ich bin's, wo sind Sie?

Scullys Körper verkrampft sich.

MULDER: (am Telefon) Scully? Sind Sie noch dran?

Sie dreht sich langsam um, um zu sehen, wie Mulder die Tür schließt.

MULDER: (am Telefon) Scully?

Ihr Atem wird schwer, als sie den vor ihr stehenden Mulder anstarrt...

Fortsetzung folgt

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