2X13 Todestrieb (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron/ProSieben, sofern es nicht dabei um eine Übersetzung des englischen Transkripts handelt. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden und dürfen nur nicht-kommerziell verwendet werden. Und dienen zur Zugänglichmachung zugunsten behinderter Menschen sowie zur Verwendung als Zitat. Wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.

Anmerkung von CayceP: Dies hier ist eine Übersetzung des Originals, keine Abschrift der deutschen Episode.


2X13 Todestrieb
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen

JANELLI-HELLER BESTATTUNGSINSTITUT


Ein junges Mädchen steht an einer Kanzel und hält eine schwierige Grabrede.

JUNGES MÄDCHEN: ...ich glaube, wir alle fühlen einen leeren Platz. Alle haben Jennifer geliebt, nicht nur, weil sie ein besonderer Mensch war..., sondern weil sie die Art von Freundin war, die immer für einen da war. Wir werden dich vermissen, Jen. Wir werden dein Lächeln vermissen. Wir werden die Zeit vermissen, die wir miteinander verbracht hätten. Wir werden diese Erinnerungen in unserem Herzen behalten, bis wir uns in Gottes Reich wiedersehen.

Die Trauernden gehen am offenen Sarg vorbei, während Eric Saties "Gymnopédia No. 1" spielt. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen jungen Teenager mit langen blonden Haaren. Donnie Pfaster, ein Angestellter des Bestattungsinstituts, betritt den Raum durch eine Tür seitlich der Kanzel. Seine Augen verraten ein Feuer der Faszination. Dieser Blick verflüchtigt sich, als Jackson Toews, sein Vorgesetzter, in der Nähe von Donnie eintritt.

TOEWS: leise Die Familie hat jetzt um einen Gottesdienst am Grab gebeten. Ich habe die Beerdigung auf morgen Nachmittag verschoben. Wir werden die Leiche über Nacht hier behalten.

Die Trauernden sind inzwischen gegangen. Donnie nähert sich dem Sarg und sieht das Mädchen an.

DONNIE: aufrichtig So ein schönes Mädchen.

Donnie streicht liebevoll über die Haare des Mädchens, dann schließt er den Sargdeckel.


Jackson Toews betritt einen dunklen Raum und sucht nach etwas. Er hört Lärm, dreht sich um und starrt in die Dunkelheit.

TOEWS: Hallo?

Der Raum ist still. Ein Geräusch von einem Sargdeckel, der geschlossen wird. Toews ist jetzt wirklich erschrocken.

TOEWS: Wer ist da?

Eine schemenhafte Form geht durch die Reihen der Särge.

TOEWS: Ich sagte, wer ist da?

Die Form ist die Silhouette einer Wasserspeier-ähnlichen, dämonischen, nackten Kreatur. Toews dreht sich entsetzt um, findet den Lichtschalter, schaltet ihn ein. Er ist überrascht von dem, was er sieht.

TOEWS: Donnie? Was zum Teufel machen Sie so spät noch hier?

Donnie sieht zerzaust aus, ist aber vollständig bekleidet.

DONNIE: Ich arbeite.

TOEWS: Arbeiten? Um diese Uhrzeit?

Er sieht eine Schere in Donnies Hand, dann eine Spur von blonden Haarbüschel, die auf dem Beton verstreut sind.

TOEWS: Was ist das? Was zum Teufel haben Sie da gemacht?

Er öffnet den Sarg, um festzustellen, dass dem toten Mädchen die Haare abgeschnitten wurden.

TOEWS: Verschwinden Sie von hier.

Er schließt den Sarg.

TOEWS: Sie Missgeburt! Verschwinden Sie hier und kommen Sie nie wieder!

Donnie dreht sich um und geht weg.

TOEWS: Ich sollte Sie melden. Na los, verschwinden Sie!

Donnie geht den Korridor entlang, währen Toews ihn weiter anschreit.


Auf einem Friedhof gehen Mulder, Scully und Special Agent [Moe Bocks]] auf eine Grabstätte zu.

BOCKS: Die Polizei von Minneapolis rief mich an und sagte, sie wollten, dass das FBI herkommt und sich das Grab ansieht. Irgendetwas leicht Ausgeflipptes, das ist die Vorgehensweise - rufen Sie Moe Bocks an. Als ob ich mit all den Verrückten in der Stadt vertraut wäre. Also renne ich hier her, um zu sehen, was-denn-so-wichtig-ist und ich will verdammt sein, wenn ich das, was die mir zeigen, mich nicht auf meinen Hintern gesetzt hat. In zweiundzwanzig Jahren habe ich so etwas noch nie gesehen. Ich warf einen Blick auf die Leiche und telefonierte mit meinem Freund Andy Schneider vom Mutual UFO Network. Sie kennen Andy?

MULDER: Nein, ich kenne ihn nicht.

BOCKS: Nun, er kennt Sie.

MULDER: Warum haben Sie bei MUFON angerufen?

Der Körper, der Frau ist auf die Vorderseite gedreht worden, mit dem linken Arm hinter dem Rücken. Ihre Kleidung ist zer- und ihr Haar sind abgeschnitten worden.

BOCKS: Ich wollte wissen, ob es in der Gegend viel UFO-Aktivität gegeben hat.

MULDER: Sie glauben, dass dieses Grab von Außerirdischen geöffnet wurde, Agent Bocks?

BOCKS: Nun, es hat alle verräterischen Zeichen, meinen Sie nicht auch? Ich meine, der Literatur zufolge.

MULDER: In der Literatur?

BOCKS: Sie wissen schon. Die Art und Weise, wie die Haare und Nägel abgeschnitten wurden. Ähnlich, wie sie es bei Rinderverstümmelungen tun.

Scully ist durch den Anblick der Leiche eindeutig verstört.

MULDER: Ich hasse es, Sie zu enttäuschen, Agent Bocks, aber das sieht für mich nicht nach der Arbeit von Außerirdischen aus.

Bocks sieht enttäuscht aus.

BOCKS: Nein? Wie können Sie da sicher sein?

MULDER: Ich habe so etwas schon einmal gesehen, als ich bei [[Violent Crimes Unit|Abteilung für Gewaltverbrechen] gearbeitet habe. Wer auch immer die Leiche ausgegraben hat, hat wahrscheinlich einen Bagger benutzt. Wenn Sie den Boden in der Gegend untersuchen, finden Sie wahrscheinlich frische, neue Spuren, die von hier zu einer Garage in der Nähe führen.

BOCKS: Meinen Sie?

MULDER: Ja. Er arbeitet vielleicht hier, aber das ist unwahrscheinlich. Obwohl er wahrscheinlich irgendwann einmal in einer Leichenhalle oder auf einem Friedhof gearbeitet hat. Wahrscheinlich wurde er sogar verhaftet, aber darüber werden Sie keine Aufzeichnungen finden. Es ist schlecht fürs Geschäft, wenn sich solche Geschichten herumsprechen.

BOCKS: Wollen Sie damit sagen, ein Mensch hat das getan?

MULDER: Wenn Sie ihn so nennen wollen.

Mulder und Scully gehen zurück zu ihrem Auto, Bocks bleibt zurück.

MULDER: Alles in Ordnung, Scully?

SCULLY: Ja... Ich habe schon öfter über Fälle von Totenschändung gelesen, aber das ist das erste Mal, dass ich es sehe.

MULDER: Nichts kann Sie darauf vorbereiten. Es ist fast unvorstellbar.

SCULLY: Warum tun Menschen das?

MULDER: Oh, manche Leute sammeln Salz- und Pfefferstreuer. Der Fetischist sammelt tote Dinge. Fingernägel, Haare... niemand weiß genau, warum. Obwohl ich selbst die Salz- und Pfefferstreuersammler nie wirklich verstanden habe.

Scully schaut Mulder neugierig an.

SCULLY: Manchmal überraschen Sie mich, Mulder.

MULDER: Warum?

Er öffnet Scully die Autotür und geht dann um das Auto herum, um einzusteigen.

SCULLY: Dass Sie das vorhin nicht schockiert hat.

MULDER: Ich habe mich darauf vorbereitet, bevor wir Washington verließen.

Scully wirft ihm einen Blick zu.

SCULLY: Sie wussten von Anfang an, dass das nichts mit UFOs zu tun hatte?

MULDER: Das hatte ich vermutet, ja.

SCULLY: Wir haben drei Stunden gebraucht, um hierherzukommen. Unser Flugzeug geht erst morgen Abend. Wenn Sie einen Verdacht hatten, warum -

Mulder zieht zwei Tickets aus seiner Tasche.

MULDER: Die Vikings gegen die Redksins, Scully. An der Vierzig-Yard-Linie, im Hubert H. Humphrey Metrodome. Sie und ich.


Ficicello Family Frozen Foods. Marilyn sitzt hinter einem Schreibtisch und führt mit Donnie Pfaster ein Vorstellungsgespräch.

MARILYN: Leben Sie schon lange in der Nähe der Twin Cities, Mr. Pfaster?

DONNIE: Ich bin hier aufgewachsen. Ich war für ein paar Jahre weg.

MARILYN: Welche Art von Arbeit haben Sie vorher ausgeübt?

DONNIE: Kosmetologie. Haare und Make-up.

MARILYN: Oh, das ist interessant.

DONNIE: Wenn ich das sagen darf, das ist eine schöne Lippenstiftfarbe, die Sie da tragen. Ist das Indian Summer?

Marilyn fühlt sich geschmeichelt.

MARILYN: Ja. Ja, das ist sie. Nun, Sie bewerben sich für den Job als Lieferfahrer?

DONNIE: Um meine Weiterbildung zu finanzieren. Ich gehe wieder zur Schule.

Marilyn lächelt und schreibt das auf.

MARILYN: Oh und was studieren Sie?

DONNIE: Vergleichende Religionswissenschaften.

MARILYN: Sind Sie selbst ein religiöser Mensch?

DONNIE: Ja. Sehr religiös.

Marilyn lächelt wieder und beugt sich vor.

MARILYN: Wissen Sie, ich sollte das wahrscheinlich nicht sagen, aber Mr. Ficicello ist ebenfalls sehr an Religion interessiert nach. Er ist stolz auf die Ehrlichkeit seiner Mitarbeiter.

DONNIE: Können Sie das in das im Bewerbungsformular vermerken?

MARILYN: Ich werde eine kleine Notiz beifügen.

Sie zwinkert.

DONNIE: Danke.


Agent Bocks sitzt in seinem Büro und schaut sich das Spiel Vikings gegen Redskins an. Scully und Mulder treten ein. Bocks stellt den Fernseher leiser.

BOCKS: Tut mir leid, dass Sie Ihr Spiel verpasst haben -

Mulder starrt sehnsüchtig auf den stummen Bildschirm. Bocks überreicht Scully einen Aktenordner.

BOCKS: Wir haben weitere ausgegrabene Leichen gefunden.

SCULLY: Haben Sie Ihren forensischen Bericht über die erste erhalten?

BOCKS: Da war jemand unten im Grab. Die Haare wurden mit einer Zickzackschere abgeschnitten. Man muss sich schon über diesen Kerl wundern.

MULDER: Wenigstens war er nicht da unten mit Dippity-Doo-Lockengel und seinem Föhn. Wie viele Leichen macht das jetzt?

BOCKS: Drei in den letzten zwei Tagen.

MULDER: Was können Sie mir noch über die Schändung der Leichen sagen?

BOCKS: Die Haare wurden von den Köpfen von zwei der Leichen abgeschnitten. Bei der dritten Leiche wurden die Fingernägel mit einer Zange herausgezogen, sieht aus als, ob eine Nadelzange verwendet wurde.

Scully sieht sich Fotos in der Akte an und sieht sich selbst als eines der Opfer! Eine Welle der Übelkeit überkommt sie. Sie legt die Akte auf den Schreibtisch und verlässt den Raum. Mulder bemerkt dies.

MULDER: In Ordnung, ich möchte, dass Sie für jeden in diesem Büro und für alle Strafverfolgungsbehörden im Stadtgebiet ein Memo verfassen, das nur für deren Augen bestimmt ist.

BOCKS: Was besagt es?

MULDER: Dass die Zwillingsstädte vielleicht einen eskalierenden Fetischisten am Hals haben.

BOCKS: Einen was?

MULDER: Einen eskalierenden Fetischisten. Die Sicherheit auf den Friedhöfen der Städte sollte verschärft werden. Leichenhallen, Bestattungsinstitute und Krankenhäuser sollten benachrichtigt werden. Die Presse sollte vor einem möglichen Stalker in der Gegend gewarnt werden.

Bocks zögert.

BOCKS: Wir sind hier nicht in New York, Agent Mulder. Die Leute verschließen hier immer noch ihre Türen nicht. Das wird ihnen Angst machen.

MULDER: Na gut, dann können Sie die grausigeren Aspekte in Ihrer Pressemitteilung weglassen.

BOCKS: Warum wollen Sie die Leute alarmieren, wenn dieser Kerl nur auf tote Menschen Jagd macht...

MULDER: Weil sein Zwang wächst. Vielleicht greift er auf Mord zurück, um sich seine Leichen zu beschaffen. Wenn er erst einmal einen Geschmack für einen warmen Körper bekommen hat, wird er wahrscheinlich mehr wollen.

Bocks schüttelt den Kopf.

BOCKS: Vielleicht war ich hier oben im großen weißen Norden zu lange isoliert.

MULDER: Wie meinen Sie das?

BOCKS: Die Leute haben sich gefragt, warum sie so lange gebraucht haben, um diesen Jungen in Milwaukee zu fangen. Sie dachten, jemand hätte merken müssen, dass er all diese kleinen Jungen tötete. Die Wahrheit ist, dass niemand jemals geglaubt hat, dass so etwas passieren könnte.

MULDER: Wenn Sie diesen Kerl schnappen, bevor er tötet, können sie vielleicht weiter daran glauben.

BOCKS: Wir haben weder die Leute noch das Fachwissen, um in dieser Sache schnell voranzukommen. Es wird schwer sein, an einem Samstag eine Mannschaft zusammenzutrommeln. Vor Montag oder Dienstag werden wir das nicht organisiert haben.

Auf dem Flur, vor dem Büro, sitzt Scully allein, mit einem verstörten Gesichtsausdruck. Sie ist erschrocken, als Mulder aus der Tür lehnt, aber sie schaut ihn nicht an.

MULDER: Wir haben hier noch etwas Arbeit zu erledigen. Ich werde unseren Flug absagen.

Scully starrt nach vorne, aber sie schaut ihn immer noch nicht an.

MULDER: Scully?

SCULLY: Ich bin gleich da.

Mulder geht sich zurück, während Scully erschüttert sitzen bleibt.


Später. In Bocks' Büro. Auf einem Computerbildschirm sind Informationen über alle Arten von Mördern und Verrückten zu sehen, begleitet von Fotos von ihnen.

SCULLY: (Stimme) Ein vollständiges Modell oder psychologisches Profil des Todesfetischisten existiert nicht. Der Zwang ist das Ergebnis einer komplexen Fehleinschätzung von Werten und einer Abweichung von kulturellen Normen und gesellschaftlichen Sitten. Es ist wahrscheinlicher, dass er weiß, männlich und von durchschnittlicher bis überdurchschnittlicher Intelligenz ist. Es sind Fälle von Fetischisten mit einem IQ über 150 dokumentiert worden. Das Fortschreiten der Pathologie lässt sich von der Fantasiephase bis zum schlussendlichen Handeln aus fetischistischen Impulsen heraus, einschließlich des opportunistischen Mordes, verfolgen. Agent Mulder ist der festen Überzeugung, dass der Verdächtige in diesem Fall in Richtung dieser Handlung eskaliert. Sobald er zu morden beginnt, ist es der Mord, der die Aufmerksamkeit von einem tieferen Motiv ablenkt. Ein Motiv, das sich die meisten Menschen, auch Angehörige der Strafverfolgungsbehörden, nicht vorzustellen wagen. Irgendwie ist es leichter, wie Agent Bocks an Außerirdische und UFOs zu glauben als an ein kaltblütiges, unmenschliches Monster, das die Lebenden ausbeuten könnte, um die Toten zu bergen.


Donnie Pfaster fährt in seinem Auto eine Straße entlang, die von Sexarbeiterinnen gesäumt ist. Er hält in der Nähe von zwei Prostituierten, eine von ihnen, Satin, beugt sich vor und lehnt sich an das Auto.

SATIN: Hallo.

DONNIE: Hallo.

SATIN: Sind Sie auf der Suche nach einer Verabredung?

DONNIE: Ja.

SATIN: Warum halten Sie nicht um die Ecke?

DONNIE: Eigentlich dachte ich an ein paar Stunden.

Satin lächelt.

SATIN: Was schwebt Ihnen vor?


Donnies Wohnung. Donnie und Satin treten ein. Ein normale Wohnung. Satin fröstelt.

SATIN: Haben Sie keine Heizung hier drin? Es ist eiskalt.

DONNIE: Die Klimaanlage ist kaputt. Ich würde dir gern ein Bad einlassen.

Er geht ins Badezimmer.


Donnies Badezimmer. Kleine Fläschchen mit Shampoos und Seifen, ordentlich auf die Seite der Wanne gestellt. Das Wasser läuft, Donnie gibt Badeschaum in das Wasser. Satin tritt ein.

DONNIE: Ist dein Haar behandelt?

SATIN: Wie bitte?

DONNIE: Brauchst du ein Shampoo für chemisch behandeltes Haar?

SATIN: Sie möchten, dass ich mir die Haare wasche?

DONNIE: Ich zahle extra, falls das etwas Ungewöhnliches ist.

SATIN: Danach hat noch nie jemand gefragt.

Satin sieht ihn an und greift dann nach unten, um ihre hochhackigen Schuhe auszuziehen. Ihre Fingernägel sind lang und leuchtend rot lackiert.

Ein Telefon klingelt aus einem anderen Teil des Hauses. Donnie beginnt, aus dem Badezimmer zu gehen.

DONNIE: Entschuldige mich.

Donnies Schlafzimmer, er geht ans Telefon.

DONNIE: Hallo.

MARILYN: Ist da Mr. Pfaster?

DONNIE: Ja.

MARILYN: Hallo, hier ist Marilyn von Ficicello Frozen Foods. Entschuldigen Sie die Störung zu der späten Stunde, aber ich rufe an, um Ihnen mitzuteilen, dass Sie eingestellt worden sind, Mr. Pfaster. Wir möchten, dass Sie sofort anfangen.

Satin kommt den Flur entlang.

SATIN: Hey, was ist denn hier los? Das Wasser ist eiskalt.

Sie betritt das Schlafzimmer, nur mit einem Handtuch bekleidet. Ihr Gesichtsausdruck verwandelt sich in einen Ausdruck des Schreckens.

SATIN: Was für ein kranker Freak sind Sie?

Donnies Schlafzimmer ist voller Trauerkränze, die meisten davon sind verwelkt. Er schaut ruhig auf Satin.

SATIN: Oh, mein Gott.

MARILYN: am Telefon Mr. Pfaster...

DONNIE: Ja. Das sind wunderbare Neuigkeiten. Ich danke Ihnen vielmals.

Er legt den Hörer auf und sieht Satin an, als sie sich in den Flur zurückzieht.

SATIN: Kommen Sie mir nicht zu nahe! Ich meine es ernst! Fassen Sie mich nicht an! Bleiben Sie mir vom Leib!

Donnie steht auf und geht auf sie zu. Satin rennt den Flur entlang.

SATIN: Bleiben Sie mir vom Leib!

Donnie geht auf sie zu. Das Bild wird dunkel und Satins Schreie sind zu hören.


In der Nacht. Eine Gasse. Überall stehen Polizeiautos, eine Leiche, bedeckt mit einem blauen Satinlaken liegt auf dem Boden. Bocks nähert sich mit Mulder und Scully.

BOCKS: Wir warten immer noch auf jemanden, der die Leiche identifiziert. Nach der Gegend zu urteilen, würde ich sagen, dass es sich wahrscheinlich um eine Prostituierte handelt.

Die Prostituierte, die neben Satin stand, als Donnie sie aufgabelte, nähert sich, sieht die Leiche und wird hysterisch.

PROSTITUIERTE: Oh mein Gott! Oh mein Gott, oh mein Gott! Wer hat ihr das angetan? Wer hat ihr das angetan?

Sie wird weggezogen.

MULDER: War er es?

BOCKS: Es sieht so aus. Ein Messer hat sie über die Länge ihres Oberkörpers verwundet. Hat ihr alle Haare abgeschnitten. Er hat ihre Fingernägel mitgenommen. Dieses Mal nahm er auch einige Finger. Wollen Sie die Leiche sehen?

Mulder bewegt sich auf die Leiche zu, Scully folgt ihm nicht. Er schaut zu ihr zurück.

SCULLY: Ich brauche eine Minute.


Tagsüber, eine nette Nachbarschaft. Donnie Pfaster, der eine Lieferantenuniform trägt, steigt mit einem Tiefkühlkostbehälter aus einem Lieferwagen. Er geht auf eines der Häuser zu und klopft an die Tür. Eine Frau antwortet.

DONNIE: Hallo, ich bin Ihr neuer Lieferant.

ELLEN: Oh, Hallo. Kommen Sie doch rein.

Sie gehen beide in die Küche. Donnie fängt an, das Essen in den Gefrierschrank zu stellen, während Ellen Keksteig mit einem Löffel auf ein metallenes Kuchenblech verteilt.

ELLEN: Hat man Ihnen Skips alte Route mitgeteilt?

DONNIE: Ja. Ich glaube schon. Ich habe gerade bei der Firma angefangen.

ELLEN: Skip beliefert uns schon so lange, dass wir es fast für selbstverständlich hielten, dass er immer da sein würde. Schon bevor die Kinder geboren wurden.

Lisa, Ellens Tochter, betritt die Küche.

ELLEN: Lisa, das ist...

DONNIE: ...Donnie. Donnie Pfaster.

ELLEN: Er ist Skips Nachfolger.

LISA: Oh, Hallo.

Sie wendet sich an ihre Mutter.

LISA: Ich gehe jetzt rüber zu Steve, okay?

ELLEN: OK. Amüsiere dich gut.

LISA: auf Donnie Wiedersehen.

DONNIE: Mach's gut.

Er starrt sie an, als sie geht.

ELLEN: Wir haben drei Töchter.

DONNIE: Oh.

Er lächelt höflich, als er die Tür zum Gefrierschrank schließt.

DONNIE: Entschuldigen Sie, darf ich Ihre Toilette benutzen, um mir die Hände zu waschen?

ELLEN: Oh, sicher. Es gibt einen Waschraum gleich neben der Veranda.

Die Toilette. Donnie, wäscht sich gründlich die Hände. Er trocknet sie ab und schaut auf einen Papierkorb. Er greift nach unten, hebt ihn auf und greift mit seiner Hand hinein. Er holt ein Haarbüschel heraus, sieht ihn liebevoll an und bringt ihn an sein Gesicht, um seine Beschaffenheit zu fühlen. Dann steckt er ihn in seine Tasche und stellt den Papierkorb wieder hin. Er dreht sich um, um den Raum zu verlassen und als er die Tür öffnet, steht er Ellen Auge in Auge gegenüber.

ELLEN: Ich wollte Ihnen nur sagen, wenn wir einmal nicht zu Hause sind, lassen wir hier immer die Hintertür offen.

DONNIE: Oh, vielen Dank. Ich werd's mir merken.


Bezirksleichenschauhaus, Minneapolis, Minnesota


Eine Gruppe von Gerichtsmedizinern und Polizeibeamte steht um die Leiche der toten Prostituierten Satin auf dem Autopsietisch. Ein Mann öffnet den Leichensack. Scully kommt herein, um die Autopsie durchzuführen, alle Männer machen schweigend Platz für sie.

SCULLY: (Stimme) Der Tod ist ein dokumentierbares Ereignis. Wenn ein Körper aus natürlichen oder unnatürlichen Gründen aufhört zu funktionieren, kann die Ursache klar rekonstruiert werden. Ein Körper hat eine Geschichte zu erzählen.

Sie zieht das Satintuch zurück und schaltet das Mikrofon über dem Autopsietisch ein.

SCULLY: Es ist 11.14 Uhr morgens, Montag, 14. November. Die Verstorbene ist eine Frau in den Zwanzigern...

Ihre Stimme verhallt.

SCULLY: (Stimme) Falls das Opfer erwürgt wurde, wird eine Untersuchung der Venen in den Augen dies zeigen. Wenn das Opfer erschossen wurde, können Eintrittswunden und Schießpulverrückstände verwendet werden, um die Ereignisse zu rekonstruieren, die zum Tod geführt haben und helfen, ein mögliches Motiv festzustellen. Haare und Fasern, Glassplitter, Plastik und sogar Insektenhüllen können dazu dienen, die Umstände, unter denen der Tod eintrat, zu rekonstruieren.

Scully sitzt nun an Agent Bocks' Computer, die gehörten Worte werden gerade von ihr auf dem Bildschirm geschrieben.

SCULLY: (Stimme) Es mag eine Ironie sein, die nur diejenigen von uns verstehen, die diese Untersuchungen durchführen, dass der Tod, wie das Leben selbst, ein Drama mit einem Anfang, einer Mitte und einem Ende ist. Nach Durchführung dieser Untersuchung bin ich der Meinung, dass das Opfer eines widerrechtlichen Todes gestorben ist, um ihre Haare und Fingernägel abzuschneiden.

Scullys Voice-over geht weiter, aber jetzt liest Mulder ein Dokument von Scullys Computer.

SCULLY: (Stimme) Der Zeitpunkt des Todes kann nicht genau bestimmt werden, da ich glaube, dass es sich um ein Eintauchen in eine kalte Umgebung gehandelt haben muss, höchstwahrscheinlich Wasser. Für das Protokoll, ich bin auch der Meinung, dass dies, abgesehen von dem Kindermord, der vielleicht noch tragischer und abscheulicher ist, einer der wütendsten und entmenschlichendsten Morde ist, die man sich vorstellen kann.


Mulder schaut von der Seite auf, er befindet sich jetzt in einem Beobachtungsraum für die Gegenüberstellung. Er steht bei Agent Bocks und der zweiten Prostituierten.'#'

PROSTITUIERTE: Mmm, ich weiß es einfach nicht.

BOCKS: zur Prostituierten Sehen Sie sich jeden Mann genau an.

Die Prostituierte schüttelt den Kopf.

PROSTITUIERTE: Er ist keiner von diesen Typen. Er war gewöhnlich. Er sah nicht wie ein Freak aus.

BOCKS: Wissen Sie noch, was für ein Auto er fuhr? Welche Farbe es hatte?

PROSTITUIERTE: Ich glaube, es war weiß.

BOCKS: In Ordnung, Sie können gehen. Hinterlassen Sie nur eine Nummer und eine Adresse, unter der Sie erreichbar sind.

PROSTITUIERTE: Werden Sie den Kerl schnappen?

BOCKS: Wir werden ihn fangen.

Bocks ist nicht sehr überzeugend.

MULDER: Könnte eine gute Woche sein, um den bezahlten Urlaub zu nehmen, den der Chef Ihnen schuldet.

PROSTITUIERTE: Ja. Genau.

Sie verlässt den Raum.

BOCKS: Wenn dieser Kerl normal aussieht und er keine Vorstrafen hat, wird es fast unmöglich sein, ihn zu finden.

MULDER: Bis er wieder tötet. Oder bis wir herausfinden können, was ihn antreibt.

BOCKS: Ich habe Ihr Profil gelesen. Klingt nach einem Kerl, der bei Frauen nicht ankommt. Was die Prostituierte erklären würde.

MULDER: Die Prostituierte war einfach praktisch. Er ist hinter Trophäen her. Sein Opfer war eine junge attraktive Frau. Die Leichen, die er ausgegraben hat, waren alle junge Frauen. Was also schürt sein Bedürfnis? Was ist ihm wichtig an den Haaren und Fingernägeln? Es ist fast so, als reiche es nicht aus, dass sie tot sind, sondern er muss sie auch noch schänden. Hier ist eine tiefere Psychose am Werk. Es ist ein unergründlicher Hass auf Frauen, der wahrscheinlich auf seine Mutter zurückgeht.

BOCKS: Ich würde behaupten, sie wäre bestimmt auch ziemlich sauer auf ihn.

MULDER: Ich denke, als Nächstes sollten wir alle psychiatrischen Einrichtungen in der Gegend anrufen und sie fragen, ob sie Aufzeichnungen von Patienten mit ähnlichen Pathologien haben. Diese Art von Monster entsteht nicht über Nacht. Er hat diesen Fetisch über Jahre entwickelt.


Ein Klassenzimmer, spät abends.

LEHRERIN: Die Notwendigkeit der Geschichte, des Mythos, in einer Kultur ist fast universell. Wir betrachten Mythen als Dinge, die unterhalten oder belehren, aber ihr tieferer Zweck besteht oft darin, Wünsche, Sehnsüchte oder Verhaltensweisen zu erklären oder fantasievoll zu machen, die die Gesellschaft sonst als inakzeptabel ansehen würde. Weil sie in einer Umhüllung der Unwahrheit - der Geschichte - übermittelt werden, werden diese Gedanken zu harmloser Fiktion.

Donnie sitzt im hinteren Teil des Klassenzimmers. Er starrt eine hübsche kurzhaarige blonde Studentin in der ersten Reihe an. Sie berührt ihren Hals, ihre Fingernägel sind lang gefeilt und farbig. Der Lehrer fährt fort.

LEHRERIN: Nehmen Sie zum Beispiel die Geschichten, die wir unseren Kindern vortragen, Schneewittchen, Alice im Wunderland. Die subtextuellen Themen, bei denen die Königin "ab mit dem Kopf" befiehlt oder der Prinz Dornröschen mit einem Kuss weckt, sind das, was Freud als Todestriebvorstellungen bezeichnen würde.

Parkplatz. Die hübsche Studentin geht zu ihrem Auto und öffnet die Tür. Donnie erscheint auf der anderen Seite des Wagens und überrascht sie.

DONNIE: Entschuldigen Sie mich. Ich bin in Ihrem Mythologiekurs.

MITSCHÜLERIN: Mhm-hm.

DONNIE: Ich heiße Donnie. Ich sitze ein paar Reihen weiter. Vielleicht haben Sie mich gesehen.

MITSCHÜLERIN: Ich... ich weiß es nicht. I -

DONNIE: Ich weiß.Sie sitzen vorne. Ich wollte nur...

Er geht auf ihre Seite des Wagens.

DONNIE: Sehen Sie, ich ging zu meinem Auto und ich sah Sie und... bat sie uns, Kapitel zehn und elf oder elf und zwölf zu lesen?

MITSCHÜLERIN: Oh, ich glaube, es war...

Sie greift in ihre Tasche, um ihr Notizbuch einzuchecken.

MITSCHÜLERIN: Es war das zehnte und elfte Kapitel.

DONNIE: Danke.

Die Studentin steckt das Notizbuch wieder in ihre Tasche, Donnie ist näher an sie herangekommen und hat sie in das enge "V" der offenen Tür gedrängt.

MITSCHÜLERIN: Ich muss jetzt gehen.

Sie versucht, die Autotür aus Donnies Griff zu entziehen, scheitert aber.

DONNIE: Gehen Sie nicht.

MITSCHÜLERIN: Wütend Lassen Sie die Tür los!

Donnie kommt einen Schritt näher und sie stößt ihr Knie ihm in die Leistengegend, gefolgt von einem Schlag, der ihn zu Boden bringt. Dann beginnt sie zu schreien.

MITSCHÜLERIN: Hilfe!!!! Irgendjemand!!!! Hilfe!!!!


Bezirksleichenschauhaus. Die Leiche liegt auf dem Autopsietisch, bedeckt mit einem Satinlaken. Agent Scully kommt in ihrer Autopsiekleidung herein und geht zur Leiche. Sie nimmt das Laken von der Leiche ab und mit einem entsetzten Gesichtsausdruck sieht sie... ..sich selbst! Sie liegt auf dem Autopsietisch. Aus der Sicht der toten Scully sehen wir die dämonische Gestalt von Anfang an, wo die untersuchende Scully vorher stand. Das Telefon beginnt zu klingeln.

Motelzimmer. Scully schreckt aufrecht im Bett auf und erwacht aus einem Alptraum. Sie geht an das klingelnde Telefon.

SCULLY: Hallo.

MULDER: Scully, ich bin's. Sie haben jemanden verhaftet, von dem sie glauben, dass er unser Mann sein könnte.

Scully ist immer noch schockiert von ihrem Alptraum.

SCULLY: Ich werde mich anziehen.

Die Weckuhr zeigt 23:21 Uhr.


Gefängnisblock, nachts. Scully, Mulder und Bocks gehen den Gefängnisflur entlang und auf eine Zelle zu.

BOCKS: Er ist wegen Körperverletzung vorbestraft. Der Notruf kam von einem Sicherheitsmann, der den Vorfall beobachtet hat. Sie hat ihn ziemlich schwer verletzt.

Sie kommen an die Zelle und, sehen hinein. Der Mann darin ist nicht Donnie. Er hat Messerwunden an Wange und Nase.

BOCKS: Er ist definitiv unser Mann.

MULDER: Wer hat ihn so zugerichtet?

BOCKS: Eine Sexarbeiterin. Sie tragen alle Messer bei sich, seit das passiert ist.

Sie betreten die Zelle. Hinter ihnen, in einer anderen Zelle, steht Donnie, sein Gesicht ragt zwischen den Gitterstäben hervor. Er starrt Scully mit dem gleichen faszinierten Blick an, den wir schon mehrfach gesehen haben.

MULDER: Ich bin Agent Mulder. Hat man Sie über Ihre Rechte belehrt?

Die Agenten befragen den Verdächtigen in seiner Zelle. Während sie sich unterhalten, was wir kaum hören, schwenkt die Kamera von dieser Zelle auf die gegenüberliegende, wo Donnie an den Gittern steht und versucht, das Gespräch mitzuhören. Dann öffnet ein Wachmann die Zellentür des Verdächtigen und die Agenten verlassen die Zelle.

MULDER: Er ist nicht unser Mann.

BOCKS: Ich dachte, wir hätten ihn.

MULDER: Wir sind wieder am Anfang.

Sie beginnen zu gehen, während Donnie Scully immer weiter anstarrt. Sie dreht sich um und fühlt seinen Blick auf sich. Sie sieht ihn an, dann dreht sie sich weg, erschüttert. Sie erreichen alle die Tür.

SCULLY: Mulder, kann ich Sie kurz sprechen?

MULDER: Ja.

Scully sieht Bocks an, sie will mit Mulder allein sprechen. Bocks versteht den Wink mit dem Zaunspfahl.

BOCKS: Ich werde draußen warten.

Er geht hinaus.

SCULLY: Ich glaube, ich bei dieser Untersuchung besser helfen, wenn ich mich auf die Beweise konzentriere.

MULDER: Was schlagen Sie vor?

SCULLY: Dass ich die Leiche zurück nach Washington bringe. Ich könnte sie dort durch das Fingerabdrucklabor laufen lassen. Sie kennen diese Typen, die können einen Abdruck nehmen -

MULDER: Scully, wenn Sie Probleme mit diesem Fall haben, möchte ich, dass Sie es mir sagen.

SCULLY: Ich habe keine Probleme, Mulder.

MULDER: Ich würde es verstehen, ich meine, es ist nicht gerade leicht zu verdauen.

SCULLY: Mir geht es gut. Wirklich. Ich denke nur, wir sind weit davon entfernt, diesen Kerl zu schnappen. Wenn wir einen Abdruck bekommen könnten, hätten wir etwas, auf das wir uns konzentrieren könnten. Aber im Moment haben wir einen Stillstand.

Mulder weiß, dass sie etwas verbirgt.

MULDER: Ich glaube, das ist eine gute Idee.

Er legt seine Hand auf ihre Schulter.

MULDER: Ich will nur nicht, dass Sie denken, Sie müssten etwas vor mir verbergen. Ich habe Agenten mit zwanzig Jahren Felderfahrung gesehen, die bei Fällen wie diesem zusammengebrochen sind.

SCULLY: Mir geht es gut. Ich kann damit umgehen.

Sanft zieht sie sich von seiner Berührung weg und beide gehen.

Donnie spricht mit dem Typen, den die Agenten befragt hatten.

DONNIE: Hey, wie ist Ihr Name?

VERDÄCHTIGER: Reden Sie mit mir?

DONNIE: Ja. Waren das FBI-Agenten?

VERDÄCHTIGER: Ja.

DONNIE: Was haben sie Sie gefragt?

VERDÄCHTIGER: Die dachten, ich wäre irgendein Freak, der Leichen ausgegraben hat. Man, ich habe schon genug Ärger.

DONNIE: Wie waren ihre Namen?

VERDÄCHTIGER: Wer?

DONNIE: Die jüngeren Agenten.

VERDÄCHTIGER: Ähm. Ich erinnere mich nicht an seinen Namen, aber sie hieß Scully, wie dieser Baseball-Ansager.

Ein Gefängniswärter nähert sich und öffnet Donnies Zelle.

GEFÄNGNISWÄRTER: Gehen wir. Mr. Pfaster.

DONNIE: Wohin?

GEFÄNGNISWÄRTER: Die Dame hat die Anklage gegen Sie fallen lassen. Sie lassen Sie raus, sobald Sie mit einem psychiatrischen Sozialarbeiter gesprochen haben.


FBI-Hauptquartier. Fingerabdruck-Analyselabor. Ein Gerichtsmediziner untersucht ein Stück Satin durch eine Vergrößerungsbrille.

GERICHTSMEDIZINER: Auf den ersten Blick gibt es nicht viel, mit dem man arbeiten kann. Auf Satin hält ein Abdruck nicht wirklich gut. Möglicherweise ist irgendwo in diesen Blutflecken ein latentes Element enthalten, aber ich vermute, dass der Mörder Handschuhe trug.

SCULLY: Nun, die Leiche wurde mit meinem Flug transportiert, also sollte sie innerhalb einer Stunde hier sein.

GERICHTSMEDIZINER: Wir werden uns das ansehen. Wie lange sind Sie in der Stadt, Agent Scully?

SCULLY: Ich habe für heute Abend einen Flug zurück nach Minneapolis gebucht. Aber ich könnte ihn stornieren.

GERICHTSMEDIZINER: Ich habe alle andere Arbeit beiseite gelegt.

SCULLY: Danke.

Scully nickt und verlässt den Raum.


FBI-Hauptquartier. Scully geht einen Flur entlang. Sie erreicht eine markierte Tür: "Employee Assistance Program, K. Kosseff L.C.S.S.W.". (Angestelltenunterstützungsprogramm K. Kosseff, Lizensierte klinische Sozialarbeiterin) Scully schaut sich um, um zu sehen, dass niemand hinsieht, dann tritt sie ein. Scully sitzt Karen Kosseff gegenüber und kämpft mit ihren Gefühlen.

SCULLY: Man denkt, dass man einen Weg findet, mit diesen Dingen umzugehen. Im Medizinstudium entwickelt man eine klinische Distanz zum Tod. In der FBI-Ausbildung wird man mit Fällen konfrontiert, den gewalttätigsten und schrecklichsten Fällen. Man glaubt, man könne dem reinen Bösen ins Gesicht sehen. Und dann fühlen man sich dadurch gelähmt.

KOSSEFF: Sind Sie sich bewusst, dass Sie in der zweiten Person von sich selbst gesprochen haben?

SCULLY: Nein. Habe ich das?

KOSSEFF: Wissen Sie, warum?

SCULLY: Ähm, wahrscheinlich, um zu versuchen, mich davon zu lösen.

KOSSEFF: Sie sind eine sehr starke Person. Sie haben wahrscheinlich schon immer das Gefühl gehabt, dass Sie mit jedem Problem alleine fertig werden. Aber jetzt fühlen Sie sich verletzlich. Wissen Sie, warum das so ist?

SCULLY: Nein.

KOSSEFF: Ist es Ihr Partner? Gibt es das ein Vertrauensproblem?

SCULLY: Nein. Ich vertraue ihm so sehr wie jedem anderen auch. Ich vertraue ihm mein Leben an.

KOSSEFF: Können Sie mit ihm darüber reden, wie Sie sich fühlen?

SCULLY: Ich möchte nicht, dass er weiß, wie sehr mich das beunruhigt. Ich will nicht, dass er das Gefühl hat, mich beschützen zu müssen.

KOSSEFF: Ich weiß, dass Sie letztes Jahr Ihren Vater verloren haben. Und ich habe in Ihrer Akte gelesen, dass Sie kürzlich sehr krank waren, dass Ihr Leben bedroht war. Diese Gefährdungen können Sie extrem verletzlich machen.

Scully hat Tränen in den Augen, aber sie weint nicht.

SCULLY: Ich weiß diese Dinge. Ich bin mir dessen bewusst. Ich weiß, dass die Welt voller Raubtiere ist, so wie sie schon immer war. Und ich weiß, dass es meine Aufgabe ist, die Menschen vor ihnen zu schützen. Und ich habe darauf gezählt, dass diese Tatsache mir Vertrauen in meine Fähigkeit gibt, das zu tun, was ich tue... Ich will diesen Glauben zurück... Ich brauche ihn zurück.


FBI-Hauptquartier. Labor für die Analyse von Fingerabdrücken. Scully tritt ein.

GERICHTSMEDIZINER: zu Kollege Das ist großartig.

GERICHTSMEDIZINER: zu Scully Da sind Sie ja. Ich habe Sie schon gesucht.

SCULLY: Ich hatte eine Besprechung.

GERICHTSMEDIZINER: Ich habe gute Neuigkeiten.

SCULLY: Was haben Sie gefunden?

GERICHTSMEDIZINER: Nun, wie ich vermutet habe, es war nichts auf den Laken. Aber wir haben etwas Nettes von der Leiche bekommen. Der Kerl hat ihr die Finger abgeschnitten, richtig? Aber nicht alle. An ihrer rechten Hand ließ er einen Daumen zurück.

Er gibt Scully einen Abdruck des Fingerabdrucks.

GERICHTSMEDIZINER: Das habe ich vom Nagellack abgenommen. Es muss einen Kampf gegeben haben, bevor er sie getötet hat. Bevor er die Handschuhe anzog.

SCULLY: Ich muss Agent Mulder anrufen.

Sie geht zum Telefon.

GERICHTSMEDIZINER: Oh. Jemand hat für Sie angerufen.

SCULLY: Wer?

GERICHTSMEDIZINER: Er sagte, er sei ein Agent, der in Minneapolis arbeitet. Ich habe ihm gesagt, dass Sie nicht da sind und dass Sie heute Abend einen Rückflug gebucht haben.

Scully sieht besorgt aus.

SCULLY: War es Agent Mulder?

GERICHTSMEDIZINER: Der Name kam mir nicht bekannt vor.

SCULLY: Haben Sie ihm von dem Abdruck erzählt?

GERICHTSMEDIZINER: Ich hatte ihn noch nicht gefunden.

Mulder geht an sein Telefon.

MULDER: Mulder.

SCULLY: Hallo, ich bin's. Wir haben einen Abdruck.

MULDER: Zu Bocks Scully hat einen Abdruck.

BOCKS: Fantastisch!

SCULLY: Am Telefon werde ich ihn Ihnen sofort per Modem zuschicken, um zu sehen, ob Sie einen Treffer finden können.

MULDER: Bleiben Sie da dran, Scully?

SCULLY: Nein. Ich komme heute Abend zurück.

MULDER: Hören Sie, ich weiß, das ist ein ziemlich schrecklicher Fall -

SCULLY: Ich habe kein Problem damit, Mulder. Wie auch immer, Sie könnten meine Hilfe gebrauchen.

MULDER: Immer!

Scully lächelt schwach.

SCULLY: Sie oder Agent Bocks haben hier vorhin nicht angerufen, um mich zu erreichen, oder?

Mulder erkundigt sich bei Bocks.

MULDER: Haben Sie Scully angerufen?

Bocks schüttelt den Kopf.

MULDER: Nein.

SCULLY: Okay, nun, ich sehe Sie, wenn ich dort bin.

Sie legt auf.


Donnie Pfasters Wohnung. Die Tür wird von uniformierten Beamten aufgebrochen. Schreie von: "FBI!" "Bewegung, Bewegung!" "Sicher!" "Hier hinten ist alles sauber!" Das Schlafzimmer, genau wie vorher, überall Blumen. Keine Laken auf dem Bett.

OFFICER: Bill! Ich glaube, das ist menschliches Haar.

Der Officer hält ein Kissen hin. Aus dem Reißverschlussende ragt eine Füllung aus langem Echthaar heraus. Bocks geht den Flur entlang und spricht in sein Funkgerät.

BOCKS: Der Verdächtige scheint nicht zu Hause zu sein. Geben wir eine Fahndung nach Donald Addie Pfaster, 28 Jahre alt.

Mulder steht in der Küche vor einem geöffneten Gefrierschrank. Er ruft nach Bocks.

MULDER: Moe. Sehen Sie sich das mal an.

Eine Schachtel mit Tiefkühlkost, die Rosenkohl und auch einige Finger sowie einen langen Fingernagel, leuchtend rot lackiert, enthält. Bocks seufzt.


Flughafen, Charles Lindbergh Terminal, bei Nacht. Scully verlässt den Flughafen. Sie geht zur Autovermietung Lariat.

Sie verlässt die Autovermietung. Fährt in ihrem Mietwagen weg. Aus einem anderen Auto in der Nähe beobachtet sie ein Mann. Es ist Donnie Pfaster.

Scully sitzt in ihrem Auto und fährt. Hinter ihr taucht ein Paar heller Scheinwerfer auf. Die Scheinwerfer werden heller und kommen näher. Scully ist vollkommen überrascht, als ihr Auto von hinten gerammt wird. Sie ergreift das Lenkrad und versucht, ihr Auto wieder auf Spur zu korrigieren, aber ihr Auto wird erneut gerammt.


Das Büro von Agent Bocks. Nacht. Mulder schaut besorgt auf seine Uhr.

MULDER: Sie hätte längst hier sein sollen.

BOCKS: Sie war im Flugzeug. Sie ist vor drei Stunden gelandet.

Ein FBI-Agent betritt das Büro.

AGENT: Wir haben Agent Scullys Auto gefunden.


Eine Straße. Scullys verbeultes Auto liegt am Straßenrand. Ein Team von FBI-Agenten ist in der Nähe. Auch Bocks und Mulder. Mulder schaut hinein, das Aufprallkissen hat ausgelöst. Er geht nach hinten herum - am Auto ist ein weißer Kratzer zu sehen.

MULDER: Sie wurde von der Straße gedrängt. Sieht aus wie ein weißes Auto. Holen Sie einen Ihrer Männer, um eine Probe dieser Farbe zu nehmen und setzen Sie sie in ein Flugzeug nach Washington. Wenn Sie sich beeilen und wir Glück haben, bekommen wir vielleicht bis morgen früh eine Marke und ein Modell des Autos. Wir werden sie finden.

Donnie ist in einem dunklen Haus. Draußen steht ein "Zu verkaufen"-Schild. Er geht einen Korridor entlang, betritt ein Badezimmer. Die Badewanne füllt sich, wir können die Wassertemperatur erahnen. An der Seite der Wanne stehen kleine Flaschen mit Shampoos und so weiter.

Donnie geht wieder einen Korridor entlang und betritt ein Schlafzimmer. Er öffnet die Schranktür. Drinnen ist Scully, in der Ecke zusammengekauert. Ihre Hände und Füße sind gefesselt, ihr Mund geknebelt. Ihr Gesicht ist zerschrammt, ihre Augen sind geschlossen. Sie öffnet die Augen und sieht... Die dämonische Gestalt aus ihrem Traum. Donnie schließt die Tür.

Bocks ist am Mobiltelefon.

BOCKS: Nichts registriert auf Donald Pfaster? Richtig... richtig. Verstanden.

Er legt auf und wendet sich an Mulder.

BOCKS: Die Farbe heißt Elfenbein. Es ist eine zweistufige Emaille, die von drei Herstellern von Mittelgroßraumautos der älteren Baujahre verwendet wurde. Sie schätzen, dass es im Ballungsgebiet etwa sechzigtausend Autos gibt, die auf diese Beschreibung passen.

Mulder telefoniert ebenfalls an seinem Mobiltelefon.

MULDER: Nichts? Niemand hat sie die Autovermietung verlassen sehen? Es gab keinen Mitarbeiter in der Nähe?

Er drückt frustriert den 'Ende'-Knopf und wendet sich an Bocks.

MULDER: Wissen Sie, die Leute nehmen Schläge durch Polizisten auf dunklen Straßen auf Video auf. Sie schaffen es jeden Tag, Elvis in drei Städten in ganz Amerika zu entdecken. Aber niemand hat gesehen, wie eine hübsche Frau in ihrem Mietwagen von der Straße gedrängt wurde.

BOCKS: Er hätte sie überall hinbringen können. Wie können wir sie finden?

MULDER: Nun, wir müssen am Anfang beginnen. Wissen Sie, so scheußlich es auch klingen mag, wir müssen versuchen, in den Kopf dieses Typen zu gelangen. Wo würde er hingehen?

Bocks zuckt mit den Achseln.

BOCKS: Irgendwohin, nur zu seiner Mutter, oder?

MULDER: Wieso sagen Sie das?

BOCKS: Weil er so wütend auf sie ist, wenn man Ihrem Profil Glauben schenken darf.

Mulder ist interessiert.

MULDER: Wissen wir, wo seine Mutter wohnt?

BOCKS: Ich weiß es nicht.

MULDER: Lassen Sie es uns herausfinden.


Donnie in dem dunklen Haus, ein Messer in der Hand haltend, geht auf den Schrank zu und öffnet ihn. Scully ist da drin, sehr verängstigt.


Bocks' Büro. Mulder und Bocks schauen auf einen Computerbildschirm.

BOCKS: Die Mutter lebt in Boca Raton, Florida. Korrektur. Sie hat früher dort gelebt. Sie starb vor einem Jahr.

Mulder sieht enttäuscht aus.

MULDER: Hatte sie ein auf sie zugelassenes Auto?

Bocks überprüft das.

BOCKS: Ein älteres Modell einer weißen Limousine.

MULDER: Er hat das Auto geerbt. Vielleicht war Boca Raton ein Winterhaus. Hatte sie einen Wohnsitz hier in Minneapolis?


Schlafzimmer. Im Schrank. Donnie ist bei Scully, er inspiziert ihre Fingernägel.

SCULLY: (Durch den Knebel) Gehen Sie verdammt noch mal weg von mir!!

Er benutzt ein scharfes Messer, um das Seil durchzuschneiden, das ihre Füße zusammenhält. Scullys Mund ist immer noch geknebelt. Zu ihrem Entsetzen sieht sie Donnies Gesicht, das sich verwandelt und zu Gesichtern verschiedener Männer wird. Das sind die Männer, die sie zuvor in den Computerdateien, die sie überprüft hat, gesehen hat. Die Figuren verwandeln sich dann wieder in diese dämonische Kreatur und dann zurück zu Donnie.

DONNIE: Hab’ keine Angst.

Donnie zerrt Scully nach oben, die Hände noch gefesselt, der Mund noch geknebelt. Er führt sie ins Badezimmer, wo die Wanne mit Wasser und Schaum gefüllt ist. Donnie geht im Badezimmer um sie herum, um die Shampoos zu überprüfen.

DONNIE: Ist dein Haar normal oder trocken?

Er dreht sich um, während Scully sich zur Tür bewegt.

DONNIE: Wo willst du hin?

Donnie geht auf Scully zu, packt sie, aber sie stößt ihn mit aller Kraft direkt in das eiskalte Wasser in der Badewanne. Scully eilt dann aus dem Badezimmer. Donnie zieht sich nass aus der Wanne und beginnt, sie zu verfolgen. Er geht aus dem Badezimmer und sieht sich um. Scully ist verschwunden. Er läuft im Haus herum und sucht nach ihr. Scully erreicht die Haustür. Sie ist verschlossen. Sie rennt zu einem Versteck.

DONNIE: Es gibt keinen Ausweg, kleines Mädchen.

Er betritt ein Schlafzimmer und holt eine Waffe aus der Kommode.

DONNIE: Ich kenne dieses Haus, meine Süße. Du kannst dich nirgendwo verstecken.

Dann hört er ein Geräusch aus einem der Zimmer und rennt in diese Richtung. Er bewegt sich auf eine geschlossene Tür zu und öffnet sie. Scully springt nach vorne, der Knebel hängt um ihren Hals, mit einer Sprühflasche in den gefesselten Händen. Sie sprüht ihm den Inhalt der Flasche in die Augen und rennt weg, während er rückwärts stolpert. Scully sprintet zur Treppe, Donnie hinter ihr her. Er erwischt sie oben auf der Treppe und beide stolpern die Treppe hinunter. Als sie auf dem Boden aufschlagen, rutscht Donnies Waffe aus seinem Griff. Scully beginnt in Richtung der Waffe zu kriechen, Donnie sieht, was sie vorhat und springt auf sie. Als sie die Waffe auf ihn richtet, sieht sie wiederum den Dämon aus ihrem Traum, was sie schockiert und es Donnie erlaubt, ihr die Waffe aus den Händen zu reißen. In diesem Moment springt die Tür auf, Mulder, Bocks und ein paar Beamte stürmen herein.

MULDER: Bundesagenten! Hände hoch! Nehmen Sie die Hände hoch!

Donnie nimmt langsam die Hände hoch und die anderen Männer nehmen ihn mit Gewalt fest. Mulder kniet sich zu Scully hin. Sie ist benommen, während sie versucht, aufzustehen.

MULDER: Wir brauchen sofort Sanitäter hierher!

Scully besteht darauf, aufzustehen und Mulder hilft ihr.

SCULLY: Helfen Sie mir einfach, meine Handgelenke loszubinden.

Mulder fängt an, sie loszubinden. Sie sieht zu, wie Donnie mit Handschellen gefesselt wird.

SCULLY: Wie haben Sie mich gefunden?

MULDER: Seiner Mutter gehörte das Haus, sie hat es seinen Schwestern vererbt. Ein Streifenpolizist sah sein Auto draußen.

Ihre Handgelenke wurden losgebunden, Scully reibt sie. Sie will Mulder nicht in die Augen sehen. Sie schaut zu Donnie hinüber.

MULDER: Sind Sie sicher, dass Sie sich nicht hinsetzen wollen, Scully, bis jemand einen Blick auf Sie werfen kann?

SCULLY: ruhig Es geht mir gut.

Mulder sieht sie an und bewegt ihr Kinn mit dem Finger nach oben. Dann begegnet sie seinem Blick und das ist alles, was es braucht, um die Dämme brechen zu lassen. Ihre Augen füllen sich mit Tränen und sie beginnt zu weinen. Mulder hält sie jetzt, obwohl sie die Arme vor sich verschränkt hält. Dann erlaubt sie sich, ihn zu halten, um ihre Emotionen vollständig herauszulassen. Scully weint weiter in Mulders Armen, während er sie fest hält.

Fotos von Donnie als Kind und seiner Familie, während wir Mulders Stimme hören.

MULDER: (Stimme) Die Überwindung der Angst liegt im Moment ihrer Akzeptanz. Und zu verstehen, was uns am meisten Angst macht, ist das, was uns am vertrautesten und alltäglichsten ist. Der Junge von nebenan, Donnie Pfaster, der unscheinbare jüngere Bruder von vier älteren Schwestern, außergewöhnlich nur in seiner Gewöhnlichkeit, konnte zu einem Teufel in einem Anzughemd aufwachsen. Es heißt, dass die Angst vor dem Unbekannten eine irrationale Reaktion auf die Exzesse der Fantasie sei. Aber unsere Angst vor dem Alltäglichen, vor dem lauernden Fremden und dem Geräusch von Schritten auf der Treppe. Die Angst vor dem gewaltsamen Tod und der primitive Drang zu überleben, sind so beängstigend wie jede X-Akte, so real wie die Annahme, dass es einem selbst passieren könnte.

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