2X09 Der Vulkan (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron/ProSieben, sofern es nicht dabei um eine Übersetzung des englischen Transkripts handelt. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden und dürfen nur nicht-kommerziell verwendet werden. Und dienen zur Zugänglichmachung zugunsten behinderter Menschen sowie zur Verwendung als Zitat. Wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.

Anmerkung von CayceP: Dies hier ist eine Übersetzung des Originals, keine Abschrift der deutschen Episode.


2X09 Der Vulkan
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen

KALIFORNISCHES INSTITUT FÜR TECHNIK
VULKAN-OBSERVATORIUM
PASADENA, KALIFORNIEN 2:45 UHR MORGENS


Pierce und Vosberg gehen einen Gang entlang.

VOSBERG: Auf dem Dienstplan stand, dass sie sich um Mitternacht bei uns melden sollten.

PIERCE: Haben Sie alle Frequenzen ausprobiert?

VOSBERG: Mehrmals. Alle audiovisuellen Medien scheinen ausgefallen zu sein.

PIERCE: Vielleicht ist es nur eine Satelliten-Störung.

Vosberg greift in seine Hemdtasche und holt ein Stück Papier heraus.

VOSBERG: Das dachten wir auch, bis wir das hier erhielten ... (er gibt das Papier an Pierce) ... von einer Bodenstation in Bend, Oregon. Sie haben es vor etwa einer halben Stunde über eine Notfrequenz abgefangen.

Auf dem Papier steht: "NOTFALL ÜBERMITTLUNG
KASKADEN-VULKANFORSCHUNGSTEAM BITTET UM SOFORTIGEN LUFTTRANSPORT".

PIERCE: Was machen diese Typen?

Sie gehen in den "Datenraum des Vulkanforschungsteams", wo ein Techniker an der Steuerung sitzt.

VOSBERG: Wir haben es geschafft, die Videokamera von Firewalker hochzuladen. Sie befindet sich im Basislager, also hoffen wir, dass sie uns, äh, ein Bild geben und uns sagen kann, was dort vor sich geht.

TECHNIKER: Die Daten kommen jetzt rein.

Das Video von Firewalker wird auf einem Monitor angezeigt. Es zeigt einen Blick aus dem Inneren des Vulkans.

PIERCE: Was macht der Roboter im Vulkan?

VOSBERG: Ich weiß es nicht. Es ist kein Abstieg geplant.

TECHNIKER: Firewalker antwortet nicht. Abgesehen von der Videoübertragung bekomme ich keine Kontrolle. Jemand blockiert sie.

Der Monitor zeigt jetzt eine Lufttemperatur von 143 Grad an.

PIERCE: Kamera abschalten und nach links schwenken.

Der Techniker bedient einen Joystick und der Videomonitor zeigt, dass die Kamera reagiert. Während sie nach links schwenkt, sieht man die Beine eines Mannes, der am Boden liegt, über den oberen Teil des Bildschirms gehen.

PIERCE: Stopp. Anhalten. Gehen Sie zurück. Nach oben schwenken und heranzoomen.

Der Techniker willigt ein und der Monitor zeigt einen Mann, der bewegungslos auf dem Boden im Inneren des Vulkans liegt.

PIERCE: Erikson.

Ein Schatten huscht über den Körper.

VOSBERG: Was zum Teufel?

PIERCE: Geben Sie mir das.

Pierce übernimmt die Steuerung. Als er herauszoomt und nach rechts schwenkt, sieht man den Schatten wieder.

VOSBERG: Da ist er wieder. Haben Sie das gesehen? Sie haben den Schatten gesehen, nicht wahr?

TECHNIKER: Ja, aber was könnte sich bei dieser Hitze herumbewegen?

VOSBERG: Ich weiß nicht, vielleicht war es, äh, nur ein Geistersignal. Es wäre nicht das erste Mal.

Pierce schwenkt weiter über das Gebiet, aber es gibt keine Anzeichen dafür, was den Schatten verursacht hat. Dann geht die Videoübertragung verloren und auf dem Monitor bleibt nur noch Rauschen zurück.

VOSBERG: Was geht da oben vor sich?


KELLERBÜRO


Pierce zeigt Mulder und Scully ein Videoband. Der erste Teil des Bandes stammt aus einer Nachrichtensendung.

NACHRICHTENSPRECHERIN: (auf Video) Wir schalten nun zu unserem Wissenschaftsredakteur Eric Parker, der in Mount Avalon, Washington, bereit steht. Eric Parker?

Der Reporter geht vor einem großen mechanischen Gerät, mit einer kleinen Gruppe von Menschen im Hintergrund. Dann nähert er sich Trepkos, der davor steht.

NACHRICHTENSPRECHERIN: (auf Video) Ich stehe hier an einem historischen Vorabend, mit einer Gruppe von Wissenschaftlern, die ihre Aufregung über dieses Gerät, das wie ein großer Titan-Insekt aussieht, kaum in Grenzen halten können. Sein Name ist Firewalker und nächste Woche wird er zum ersten Mal in einen aktiven Vulkan hinabsteigen. Nun ist dieser erstaunliche Roboter eine Idee des Vulkanologen Daniel Trepkos, dessen Ziel es ist, Proben vom Kraterboden zu sammeln, die wertvolle wissenschaftliche Daten über den Erdkern enthalten können.

TREPKOS: (auf Video) Wissenschaftliche Daten? Wir sprechen davon, den Ursprung der Erde selbst zu rekonstruieren, in das Feuer zu blicken, in dem alles begann - ein menschliches Unterfangen, das sogar noch wichtiger ist als die Erforschung des Weltraums durch den Menschen.

Pierce hält das Video an.''

MULDER: Das ist keine bescheidene Behauptung.

PIERCE: Daniel hatte immer einen Hang zur Selbstinszenierung.

SCULLY: Ich habe immer gehört, dass er außergewöhnlich war.

PIERCE: Außergewöhnlich geht nicht weit genug. Daniel nimmt diesen seltenen Platz unter den Wissenschaftlern ein, an dem Träume, Ehrgeiz und großes Glück zusammenkommen.

MULDER: Und Sie glauben, sein Glück ist nun einfach zu Ende?

PIERCE: Das Team von Wissenschaftlern, das Sie gerade gesehen haben, hat gestern ein Notsignal gesendet, nachdem es versäumt hatte, einen planmäßigen Statusbericht zu erstellen und sie haben auf keinen unserer Anrufe reagiert. Aber mit Hilfe der Fernsteuerungstechnik konnten wir die Kamera von Firewalker aktivieren. Das haben wir gefunden.

Pierce startet das Videoband neu, das die zuvor gesehene Szene aus dem Inneren des Vulkans zeigt.

PIERCE: Sie sehen auf den Boden des Vulkans. Aber das ist das Letzte, was wir zu entdecken erwartet hatten. Der Tote ist, äh, Phil Erikson, Chef-Seismologe. Jetzt sehen Sie sich das an.

Der Schatten erscheint und sowohl Mulder als auch Scully bewegen sich näher an den Monitor heran.

MULDER: Wow! Was zum Teufel ist das?

PIERCE: Das wissen wir nicht. Was auch immer es war, es hat die Kamera deaktiviert. Die Temperaturmessungen liegen in dieser Tiefe bei über 130 Grad.

SCULLY: Aber das war lebendig.

MULDER: Warum waren Sie nicht da oben?

PIERCE: Ich habe das Projekt vor sechs Wochen verlassen. Trepkos und ich hätten uns fast geprügelt.

SCULLY: Weswegen?

PIERCE: Ich wünschte, ich könnte es erklären. Daniel und ich, äh... Ich habe immer Salieri zu seinem Mozart gespielt. Ich war nie ganz auf seiner intellektuellen Ebene, aber dieses Mal fand ich, dass er in den Wahnsinn abglitt, so wie er begann, die anderen zu kontrollieren.

MULDER: Glauben Sie, dass er für das, was passiert ist, verantwortlich ist?

PIERCE: Was auch immer zwischen mir und Trepkos ist, ich bete, dass er es nicht ist. Wir haben 20 Millionen Steuergelder in diesem Projekt. Wenn sich das herumspricht, könnte das jahrelange Arbeit zunichtemachen. Ich habe Angst, den richtigen Weg zu gehen.

MULDER: (lächelt) Wir sind nicht gerade der richtige Weg.

SCULLY: Wie schnell können wir da oben ankommen?

PIERCE: Nun, wir haben einen Charterflug, der uns nach Seattle bringen wird. Von dort wird uns ein Hubschrauber zum Mount Avalon fliegen.

Pierce dreht sich zurück zum Monitor, um das Videoband zu entnehmen. Mulder sitzt an seinem Schreibtisch, während Scully an der Kante des Schreibtisches sitzt.

MULDER: (leise) Scully? Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee ist, dass Sie gehen.

SCULLY: Mulder, ich weiß Ihre Besorgnis zu schätzen - aber ich bin bereit. Ich möchte arbeiten.

MULDER: Nun, vielleicht sollten Sie sich eine Auszeit nehmen.

SCULLY: Ich habe schon zu viel Zeit verloren.


KASKADENGEBIRGE


Pierce, Mulder und Scully fliegen in einem Hubschrauber zur Projektstation. Im Hintergrund gibt es gelegentlich Funkverkehr. Pierce zeigt auf den nebelverhangenen Vulkan.

PIERCE: Da ist er!

Der Hubschrauber fliegt weiter über einen Bergrücken zu einem Betongebäude mit einer Reihe von großen Satellitenschüsseln davor. Sie steigen aus dem Hubschrauber aus, der dann wegfliegt. Pierce geht zu einer beschädigten Schüssel.

PIERCE: Das war Firewalkers Satellitenrelais. Wir haben überall in diesem Gebiet Feldinstrumente installiert - Seismographen, Neigungsmesser ...

MULDER: Wir werden uns hier draußen umsehen, nachdem wir uns drinnen umgesehen haben.

PIERCE: Diese Instrumente sind Millionen von Projektdollar wert und ich bin gegenüber dem USGS für jeden einzelnen von ihnen rechenschaftspflichtig.

SCULLY: Sollten wir nicht zuerst den Rest der Abstiegsmannschaft finden?

PIERCE: Ich möchte nur eine schnelle Schadensaufnahme machen. Ich komme in ein paar Minuten nach.

Als er weggeht, seufzt Scully und drückt leichte Verärgerung über Pierces Prioritätensetzung aus. Dann betreten Mulder und sie das Gebäude. Sie gehen durch einen Eingangsbereich und einige Stufen hinunter in einen dunklen Bereich.

MULDER: Hallo?

Es kommt keine Antwort. Mulder versucht es mit dem Lichtschalter neben der Tür, aber das Licht bleibt aus. Sie benutzen Taschenlampen, um durch den ersten Raum zu sehen. Scully entdeckt einige zerbrochene elektrische Komponenten und Geschirr auf dem Boden. Mulder macht einen Schreibtisch und ein Regal mit verstreuten Materialien aus.

MULDER: Sieht aus, als wollte jemand diese Operation dauerhaft außer Betrieb setzen.

Mulder geht durch eine Reihe von Doppeltüren in den nächsten Raum und man sieht einen Mann mit einem Bergsteigerpickel, der sich ich darin versteckt. Mulder sieht sich in dem Raum um, der ein Labor zu sein scheint. Er findet zahlreiche Instrumente sowie einen kontaminierten Bereich. Plötzlich taucht der Mann auf und schlägt mit dem Pickel nach Mulder. Mulder duckt sich, greift den Mann an und drängt ihn zurück in eine Ecke. Scully hört den Tumult, tritt ein und zieht ihre Waffe.

SCULLY: Mulder!

Mulder hat nun den Mann in einem Half Nelson-Nackenhebel und läuft mit ihm quer durch den Raum auf einen der Schreibtische zu.

LUDWIG: Warten Sie! Warten Sie!

SCULLY: Was geht hier vor?

LUDWIG: Hey, das ist nicht das, wonach es aussieht!

MULDER: Er hat mir fast den Kopf abgerissen!

LUDWIG: Ich habe Ihnen gesagt, dass ich einen Fehler gemacht habe, Okay? Es tut mir leid, in Ordnung?

Mulder stößt ihn weg.

MULDER: Und wer zum Teufel sind Sie?

LUDWIG: Ich bin Ludwig. Ich bin Jason Ludwig. Ich bin der Roboteringenieur für die Abstiegsmannschaft.

MULDER: Begrüßen Sie die Leute immer auf diese Weise?

LUDWIG: Ich habe ein Geräusch gehört, okay, ich dachte, er wäre es. Ich habe nur versucht, mich zu schützen. Sie wissen schon, zur Selbsterhaltung?

MULDER: Für wen haben Sie mich denn gehalten, dass Sie dachten, Sie müssten sich schützen?

LUDWIG: Trepkos.

Kurz danach gehen die drei durch einen anderen Teil des Stützpunktes, eine Treppe hinunter. Während er spricht, öffnet Ludwig den Stromkasten, betätigt den Schalter, um den Strom einzuschalten und das Licht geht wieder an.

LUDWIG: Er war heiß und kalt, verstehen Sie? Manchmal redete er tagelang nicht mit uns und dann - bumm - konnte man ihn nicht zum Schweigen bringen. Verstehen Sie mich nicht falsch, okay? Niemand verehrte den Mann mehr als ich. Ich meine, er war ein Prophet, ein Orakel. Er sah Dinge ... Ich meine, er sah Dinge, von denen Sie und ich nur träumen und die wir dann vergessen, wenn wir aufwachen.

Ludwig geht hinüber in ein paar Zimmer abseits des Hauptbereichs.

LUDWIG: Oh, es ist in Ordnung, ihr könnt jetzt rauskommen, die Kavallerie ist hier.

Ein Mann und eine jüngere Frau kommen langsam aus den Räumen heraus. Der Mann hustet. Als er alle einander vorstellt, zeigt Ludwig eine leichte Verachtung für die junge Frau.

LUDWIG: Das ist Peter Tanaka, unser Systemanalytiker. Und, äh, das ist Jesse O'Neil.

O'NEIL: Sind Sie das Rettungsteam?

MULDER: Nein, wir sind vom FBI.

O'NEIL: Vom FBI? Aber Sie bringen uns doch zurück, oder?

MULDER: Nachdem wir untersucht haben, was hier passiert ist.

Während sie reden, wirkt O'Neil gestresst, lächelt oder lacht gelegentlich nervös. Tanaka ist sehr ruhig und scheint sich nicht wohl zu fühlen.'#'

LUDWIG: Trepkos ist das, was hier passiert ist.

MULDER: Hat er Erikson getötet?

LUDWIG: Er ist ausgeflippt. Gleich nach dem Abstieg ist er einfach ausgeflippt.

SCULLY: Können Sie sich vorstellen, was sein Verhalten verursacht oder dazu beigetragen haben könnte?

LUDWIG: Das fragen Sie mich?

O'NEIL: Daniel ist krank. Er hatte eine bipolare Störung, ich glaube, das war es. Es war kein Geheimnis, aber auch nichts, womit er hausiert hat. Aber mit seinen Medikamenten ging es ihm gut.

Mulder geht in ein angrenzendes Büro und macht das Licht an.

LUDWIG: Tja, ich glaube, Eriksons Frau würde dem nicht zustimmen.

O'Neil starrt Ludwig an.

SCULLY: Sie gehören zum Team, Jesse?

O'NEIL: Daniel war mein Doktorvater an der Universität. Er bat mich, ihm bei diesem Projekt zu assistieren.

Mulder kommt mit einigen Papieren aus dem Büro.

MULDER: Sind das seine Notizen?

O'NEIL: Oh, ja, was davon noch übrig ist. Das erste, was er getan hat, war, seine gesamte Arbeit zu zerstören - Sie wissen schon, seine Forschungstagebücher, seine Computerdisketten. Wir haben gerettet, was wir konnten, aber ich glaube nicht, dass Sie da drin wirklich viel finden werden ... jedenfalls nicht viel Brauchbares.

Mulder schaut die Papiere durch und stößt auf eine Seite, auf der "NEUE LEBENSFORM" geschrieben und unterstrichen steht.


Draußen geht Pierce am frühen Abend durch ein Waldgebiet. Er hört ein Geräusch.

PIERCE: Hallo? Ist da jemand?

Keine Antwort.


Zurück im Gebäude geht Mulder mit Scully in einen Raum, wo sie sich unter vier Augen unterhalten.

MULDER: Scully? Was halten Sie von Mr. Trepkos' Nachbarn?

SCULLY: Wie meinen Sie das?

MULDER: Finden Sie nicht, dass ihr Verhalten ein wenig bizarr, fast paranoid ist?

SCULLY: Nun, wenn man bedenkt, was sie durchgemacht haben, nicht besonders.

MULDER: Die gehen da drin praktisch die Wände hoch.

SCULLY: Nun, sie leben jetzt seit fast einem Jahr mitten im Nirgendwo. Eines ihrer Teammitglieder ist tot, wahrscheinlich durch die Hand eines anderen. Sie müssen mit einem erhöhten Grad an emotionalem Stress rechnen.

MULDER: Nein, da ist mehr als das ... etwas, das sie uns nicht sagen.

SCULLY: Warum glauben Sie das?

MULDER: Weil Ludwig versucht hat, mit meinem Kopf Baseball zu spielen. Er wusste, dass ich nicht Trepkos war.

SCULLY: Nun klingen Sie paranoid, Mulder

MULDER: Pierce kennt diese Leute. Lassen Sie uns herausfinden, was er denkt.

SCULLY: In Ordnung.

Im Wald inspiziert Pierce einen Seismographen-Sensor und macht sich Notizen in einem Buch. Als er aufsteht, wird er von Trepkos, der dunkle Brandflecken im Gesicht hat, gegen einen Baum gestoßen. Trepkos legt ihm einige Kabel um den Hals und erwürgt ihn damit.

TREPKOS: Niemand geht.

Trepkos schiebt den keuchenden Pierce nach unten und bricht ihm dann mit einer drehenden Bewegung den Hals.

Draußen ist es jetzt dunkel. Während der Körper von Pierce auf dem Boden liegt, sind in der Ferne die Geräusche eines Suchtrupps zu hören.

VERSCHIEDENE STIMMEN: Pierce ... Pierce ... Er ist nicht hier ... Pierce ... Hörst du mich? ... Irgendwas ist mit ihm passiert... Pierce, hörst du mich? Ich überprüfe den Landeplatz...

Ein Taschenlampenstrahl fällt auf Pierces' Leichnam.

TANAKA: Oh, mein Gott. Schreiend Kommt hier rüber! Er ist hier drüben! Ich habe ihn gefunden! Ich habe ihn gefunden! Ich habe ihn gefunden! Ich habe ihn gefunden!

Später ist die Gruppe wieder in der Station. Die Leiche von Pierce liegt in Plastik eingewickelt auf dem Boden.

SCULLY: Das sollte reichen.

LUDWIG: Was sollen wir mit der Leiche machen?

SCULLY: Haben Sie eine Gefriertruhe?

LUDWIG: Ja, ich nehme sie.

SCULLY: (zu Mulder) Warum funken Sie nicht den Hubschrauber an, ich bin hier fast fertig.

MULDER: (zu Ludwig und Tanaka, die die Leiche hochheben) Lassen Sie mich Ihnen helfen.

LUDWIG: Das geht in Ordnung, wir haben ihn.

Ludwig und Tanaka tragen die Leiche hinaus und lassen Mulder und Scully allein.

MULDER: Wir können nicht gehen, Scully. Noch nicht.

SCULLY: Warum nicht?

MULDER: Trepkos ist immer noch da draußen.

SCULLY: Ich weiß. Er hat Pierce und wahrscheinlich auch Erikson getötet. Ich denke, wir sollten mit einer größeren Gruppe zurückkommen und ihn suchen.

MULDER: Ich bin Trepkos' Arbeit durchgegangen, hauptsächlich Fragmente, aber ich habe mehrere Hinweise auf einen unterirdischen Organismus gefunden.

SCULLY: Wovon sprechen Sie?

MULDER: Von einem unbekannten Organismus, der innerhalb des Vulkans existiert. Ich habe noch nichts gefunden, was ihn spezifisch beschreibt, aber ...

Mulder zieht ein Stück Papier aus seiner Tasche und legt es auf einen Tisch.

SCULLY: Mulder, nichts kann in einem vulkanischen Inneren leben, nicht nur wegen der intensiven Hitze, sondern die Gase wären für jeden Organismus giftig.

MULDER: (bewegt sich zum Papier) Was steht da?

SCULLY: (untersucht das Papier) Es beschreibt den Metabolismus von Schwefelwasserstoff zu Siliziumdioxid.

MULDER: Deutet das nicht auf eine Lebensform auf Siliziumbasis hin?

SCULLY: Aber der fundamentale Baustein für jeden dem Menschen bekannten Organismus ist Kohlenstoff, von der kleinsten Bakterie bis zum größten Mammutbaum.

MULDER: Ja, aber Silizium ist das Element, das dem Kohlenstoff am nächsten kommt. Es reagiert fast identisch mit anderen Elementen, so wie es sich zu komplexen Molekülen verbindet. Eine auf Silizium basierende Lebensform in der tiefen Biosphäre ist einer der Heiligen Grale der modernen Wissenschaft und vielleicht hat Trepkos ihn gefunden.

SCULLY: Mulder, das ist Science-Fiction. Es ist, es ist ein ausgeklügeltes Konstrukt eines wahnhaften Verstandes. Das beweist gar nichts.

Scully fängt an, wegzugehen.

MULDER: Trepkos sagte, er hätte physische Beweise. Die muss hier irgendwo sein.

Scully bleibt stehen und wendet sich wieder Mulder zu.

SCULLY: Mulder, welche Beweise Trepkos auch immer hatte, er hat sie zerstört.

MULDER: Vielleicht war es nicht Trepkos, der sie zerstört hat. Was, wenn es einer der anderen war?

SCULLY: Warum in aller Welt sollten sie das tun? Aber, Mulder, Tatsache ist, dass all diese Menschen in unterschiedlichem Maße unter posttraumatischem Stress leiden und aus streng medizinischer Sicht müssen wir sie eher früher als später von hier wegbringen.

Sie geht weg und hinterlässt Mulder etwas verärgert.


Kurz darauf ist O'Neil in ihrem Zimmer. Sie scheint durcheinander zu sein, als Scully an die Tür klopft und eintritt. O'Neil ist den Tränen nahe.

SCULLY: Jesse? Kann ich mit Ihnen sprechen? Geht es Ihnen gut?

O'NEIL: Ich hasse diesen Ort.

SCULLY: Was ist hier passiert, Jesse? Sie können mir vertrauen.

O'NEIL: Nach dem ersten Abstieg veränderte sich Daniel. Er wurde immer zurückgezogener und paranoid. Er schloss sich drei Tage lang im Labor ein und wollte keinen von uns reinlassen.

SCULLY: Glauben Sie, dass der Abstieg irgendwie seinen Zusammenbruch ausgelöst hat?

O'NEIL: Nun, das dachte ich auch. Und dann...

Sie geht hinüber zu einer Kommode und nimmt ein paar Pillen heraus.

O'NEIL: ... Ich fand heraus, dass er seine Pillen nicht mehr nahm.

Sie gibt Scully die Pillen.

SCULLY: Lithiumkarbonat. (Anmerkung: Ein Medikament, dass in der Therapie gegen depressive Störungen eingesetzt wird)

O'NEIL: Ja, er sagte, dass die Medikamente sein Gehirn verunreinigen. Und er sagte, ich würde seinen Körper verunreinigen. Ich habe Angst. Ich will hier nicht sterben.

SCULLY: Wovor haben Sie solche Angst, Jesse?

O'NEIL: Daniel. Der einzige Grund, warum ich überhaupt hierher gekommen bin, war seinetwegen. Er hat mir versprochen, dass dies ein Abenteuer sein würde ... und dass es mein Leben verändern würde. Aber acht Monate sind eine lange Zeit und ich möchte jetzt einfach nach Hause gehen.

SCULLY: Wo ist Zuhause?

O'NEIL: Überall, nur nicht hier.

Mulder hat ein loses Tonband mit Trepkos' Protokoll-Aufnahmen gefunden. Er hat eine Aufwickelspule improvisiert und spielt das lose Band auf einem Rekorder ab, während er über Kopfhörer zuhört.

TREPKOS: (auf Band) Die Proben 7, 12 und 22 enthalten auch Spuren des Organismus. Die Möglichkeit dieser neuen, oder vielleicht unergründlich alten Lebensform hat mich schlaflos gemacht und ich habe mich gefragt, ob ich nicht jede Perspektive verloren habe ... ob mein intensives Verlangen, die Wahrheit zu finden, nicht endlich die Wahrheit selbst in den Schatten gestellt hat. Unser sich einmischender Intellekt verformt die schönen Formen der Dinge, die wir ermorden, um sie zu sezieren. Mein Verstand ist ein verworrener Knoten, den ich nicht mehr lösen kann. Täglich kämpfe ich gegen den Drang an, ihn vollständig zu durchtrennen, diesen Abstieg aufzuhalten ... Das Tonband läuft aus

Während Mulder seine Notizen weiter studiert, gibt es ein Erdbeben. Mulder begibt sich in den Hauptkontrollraum zu Ludwig und Tanaka, der an einem Computerterminal sitzt. Tanaka schwitzt heftig.

MULDER: Was hat dieses Beben verursacht?

TANAKA: (heiser) In letzter Zeit gab es eine Menge seismische Aktivität in der nordöstlichen Riftzone.

LUDWIG: Ja, wenn Trepkos nicht alle unsere Instrumente zerstört hätte, hätten wir vielleicht sogar etwas daraus gelernt.

Tanaka hustet.

MULDER: (zu Tanaka) Geht es Ihnen gut?

TANAKA: (zu Tanaka) Ja.

MULDER: Wissen Sie, Agent Scully ist Ärztin. Sie sollten sie einen Blick auf Sie werfen lassen.

TANAKA: Mir geht es gut.

MULDER: Warum lassen Sie sie nicht einfach mal einen Blick ...

TANAKA: Nein.

Tanaka steht auf und stößt Mulder weg, aber dann kollabiert er zu Boden.

MULDER: Ich werde Scully holen.

Als Mulder geht, geht Ludwig zu Tanaka um ihn zu helfen. Als Ludwig sieht, das Mulder weg ist hilft er Tanaka auf die Beine.

LUDWIG: Komm', stehe auf. Sie wird dir helfen.

TANAKA: Ich will nicht, dass sie mir hilft.

LUDWIG: Natürlich wilslt du dass. Es ist das Beste so. Wir müssen von hier verschwinden.

Mulder und Scully laufen zurück zum Kontrollraum.

MULDER: Er ist nach dem Beben einfach zusammengebrochen. Es scheint ihm ziemlich schlecht zu gehen.

Sie betreten den Kontrollraum. Ludwig hat Tanaka auf einen Untersuchungstisch gelegt.

LUDWIG: Er glüht.

MULDER: Was ist das?

SCULLY: Ich kann nicht sagen, ob es eine Infektion oder eine toxische Reaktion ist, aber wir müssen ihn in ein Krankenhaus bringen.

LUDWIG: Ich hole eine Trage.

MULDER: Was ist mit Trepkos? Wir können ihn nicht einfach zurücklassen.

SCULLY: Geben Sie mir den Kurzwellenfunk.

Mulder fügt sich, während Ludwig mit einer Trage zurückkommt. Er und Mulder beginnen, Tanaka darauf zu legen.

SCULLY: (über Funk) Hier ist Agent Scully vom Firewalker-Team.Such- und Rettungsdienst, bitte kommen.

MULDER: (zu Ludwig) Haben Sie ihn?

LUDWIG: (zu Mulder) Ja.

SCULLY: (zu Mulder und Ludwig) Ihr Jungs geht vor. Ich hole O'Neil und treffe Sie am Landeplatz.

FUNK: (zu Scully) Hier ist der Such- und Rettungsdienst, over.

SCULLY: (über Funk) Bitte um sofortige Entsendung einer Medizinischen Evakuierung zu unserem Standort. Wir haben einen asiatischen Mann, Mitte dreißig, der ein hochgradiges Fieber hat.

Mulder und Ludwig tragen Tanaka auf der Trage durch den Eingangsbereich. Während sie gehen, bemerkt Mulder, dass sich an der Vorderseite von Tanakas Kehle Wülste bilden.


Scully klopft an O'Neils Tür und tritt ein.

SCULLY: Tanaka ist zusammengebrochen. Wir fliegen ihn aus.

Mulder und Ludwig kommen durch die Vordertür der Station heraus. Draußen hat es geregnet und ist immer noch dunkel, obwohl der Bereich gut beleuchtet ist. Als sie von der Tür weggehen, dreht sich Tanaka plötzlich um und fällt von der Trage. Er steht auf und beginnt, vor Mulder und Ludwig wegzurennen, die ihm nachlaufen.

MULDER: Tanaka!

LUDWIG: Peter! Peter, komm schon, komm zurück!

Tanaka rennt in den Wald, verfolgt von Mulder und Ludwig. Tanaka erreicht den Rand einer kleinen Schlucht und stürzt in diese hinunter. Mulder und Ludwig tauchen am oberen Ende der Schlucht auf.

LUDWIG: (zeigt nach unten) Da!

Mulders Taschenlampenstrahl findet Tanaka, der sich am Boden der Schlucht würgt und vor Schmerzen windet.

LUDWIG: (zeigt nach unten) Los!

Mulder packt Ludwig am Arm und hält ihn zurück, während er Tanaka beobachtet.

MULDER: Gehen Sie nicht da runter!

LUDWIG: Was machen Sie denn da? Lassen Sie..., lassen Sie mich los!

MULDER: Gehen Sie nicht da runter!

LUDWIG: Um Himmels willen, was machen Sie denn da? Er braucht unsere Hilfe!

Während sie von oben zusehen, wird die Beule vorne an Tanakas Kehle größer. Es gibt ein platzendes Geräusch und ein weißes, pulverförmiges Material wird aus seiner Kehle ausgestoßen. Ein pflanzenähnlicher Stachel drängt heraus, der sich etwa sechs Zentimeter von seiner Kehle nach oben erstreckt. Tanaka fällt tot um.


Im Inneren der Station wird Tanakas Leichnam in einem Isolationsbereich in Plastik eingewickelt. Scully betrachtet etwas unter einem Mikroskop.

MULDER: Also, was ist es, Scully? Womit haben wir es zu tun?

SCULLY: Ohne bessere Bildgebungsausrüstung kann ich das nicht mit Sicherheit sagen.

MULDER: Ich nehme jede Theorie, die Sie haben.

SCULLY: Es scheint eine Art Pilz zu sein.

MULDER: Erkennen Sie irgendetwas?

SCULLY: Nun, ich bin keine Botanikerin, aber ich denke, es ist angemessen zu vermuten, dass es sich um eine unbekannte Gattung handelt.

Sie tritt zurück und Mulder schaut durch das Mikroskop.

MULDER: Was sehe ich mir hier an?

SCULLY: Sporen. Ich habe sie von der Spitze des Pilzes abgekratzt. Es sieht so aus, als ob eine der Sporen im Inneren von Tanaka gewachsen ist, bis sie die Fortpflanzungsreife erreicht hat ... im Wesentlichen über ihren Wirt hinausgewachsen ist. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits massive Gewebeschäden verursacht, insbesondere in den Atemwegen.

MULDER: Das würde den Sand in seinen Lungen erklären.

LUDWIG: Sie haben Sand in seinen Lungen gefunden?

MULDER: Siliziumdioxid, das Abfallprodukt eines Organismus auf Siliziumbasis.

LUDWIG: Warten Sie eine Sekunde, es gibt keinen Organismus auf Siliziumbasis.

SCULLY: Vielleicht gibt es ihn jetzt, aber wir werden keinen schlüssigen Beweis haben, bis wir seine molekulare Struktur bestimmt haben.

MULDER: Kommen Sie, Scully, wie sonst erklären Sie den Sand in seiner Lunge - der beste Beweis, den wir verlangen könnten. Trepkos hatte Recht.

O'NEIL: Daniel wusste davon?

MULDER: Er hat die Sporen in den Proben entdeckt, die Firewalker mitgebracht hat.

O'NEIL: Er hätte es uns gesagt.

MULDER: Nicht, wenn das, was er entdeckt hat, selbst für ihn zu beunruhigend war, um es zu verstehen.

SCULLY: Aber das könnte etwas anderes erklären. Die Sporen könnten Trepkos' Demenz erklären. Pilze enthalten oft Alkaloide, die das Nervensystem beeinträchtigen können.

LUDWIG: Ja, aber was ist mit uns? Ich meine, wir waren dem nicht ausgesetzt.

SCULLY: Das wissen wir nicht. Wenn es eine durch die Luft übertragene Mikrobe war, könnte jeder von uns die Sporen eingeatmet haben.

O'NEIL: Also gehen wir nicht nach Hause, richtig?

SCULLY: Nicht bevor wir wissen, wie sie übertragen wird, wie es sich entwickelt. Wenn auch nur einer von uns infiziert ist, könnten wir riskieren, eine viel größere Population anzustecken.

Verärgert geht O'Neil zurück in ihr Zimmer.

MULDER: (über Funk) Such- und Rettungsdienst, hier spricht Agent Mulder. Hören Sie mich?

FUNK: Ja, hier ist der Such- und Rettungsdienst. Wir sind immer noch in Wartestellung, over.

MULDER: (über Funk) Bitte benachrichtigen Sie das FBI-Bezirkshauptquartier in Spokane, dass sich unsere Gruppe wegen einer möglichen Ansteckung unter Quarantäne befindet. Das CDC soll eine Evakuierungseinheit in höchster Alarmbereitschaft einrichten.

FUNK: Wie ist die Art der Ansteckung?

Mulder schaut zu Scully, aber sie gibt keine Hilfe.

FUNK: Agent Mulder?

MULDER: (über Funk) Sagen Sie ihnen, es handelt sich um einen biologischen Erreger... unbekannter Herkunft.

FUNK: Bestätigt. Wir stehen bereit ...

SCULLY: (zu Ludwig) Vielleicht sollten Sie mal nach O'Neil sehen.

Ludwig geht zu den Wohnräumen und lässt Mulder und Scully allein. Mulder starrt auf Tanakas Körper, während Scully sich an seine Seite begiebt.

MULDER: Ich werde Trepkos suchen gehen.

SCULLY: Was, wenn er schon tot ist?

MULDER: Dann wird er es schwer haben, meine Fragen zu beantworten. Ich muss herausfinden, was er weiß. Was er gefunden hat, könnte alles verändern, was wir über den Ursprung und die Evolution des Lebens verstehen.

SCULLY: Er ist gefährlich, Mulder. Er hat bereits zwei Männer getötet.

MULDER: Dann muss ich herausfinden, warum.

In der Nähe ist Ludwig stehengeblieben und hat ihr Gespräch belauscht. Dann geht er weg.

SCULLY: Würden Sie mich wenigstens mit Ihnen gehen lassen?

MULDER: (schnell, den Kopf schüttelnd) Nein.

SCULLY: Hören Sie, ich weiß, was Sie denken, aber Sie müssen darüber hinwegkommen. Das müssen wir beide. Ich bin zurück und ich...Ich gehe nirgendwo hin.

MULDER: Sie müssen die Autopsie an Tanaka beenden. Hoffentlich gibt uns das eine bessere Vorstellung davon, womit wir es zu tun haben, was auch immer es ist.

Mulder kommt näher und legt eine Hand auf Scullys Schulter.

MULDER: Ich zähle auf Sie, dass Sie verhindern, dass wir alle auf diesem Tisch landen.

Er geht weg und Scully fängt wieder an, an Tanakas Körper zu arbeiten.


Mulder kommt die Treppe hinunter in den Wohnbereich. Als er sich nähert, führen Ludwig und O'Neil eine ruhige Unterhaltung.

LUDWIG: (leise) Mach es so, wie wir besprochen haben, okay?.

O'NEIL: (leise) Mhh. Du weißt, was du sagen musst, oder?

MULDER: (zu Ludwig) Ich könnte ein wenig Hilfe gebrauchen.

O'NEIL: Entschuldigen Sie mich.

LUDWIG: Also, was brauchen Sie?

MULDER: Wegbeschreibung, Höhenlinienkarte, USGS-Vermessungen, alles, was mir helfen kann, hierher zu kommen.

Er gibt Ludwig ein paar Fotos.

LUDWIG: Oh. Das sind die Dampfhöhlen. Sie führen in den Sherman Krater. So gelangen wir in die Caldera. Woher haben Sie die?

MULDER: Vom Firewalker. Sie wurden übertragen, kurz bevor Trepkos seine Kamera zerstörte.

LUDWIG: Oh. Sie sind also endlich hinter Trepkos her. Nun, ich sage Ihnen eines. Damit werden Sie ihn nicht finden. Und auch nicht mit irgendeiner Karte.

Ludwig geht weg und holt sich ein Getränk aus dem Kühlschrank.

MULDER: Und wie soll ich sie finden?

LUDWIG: Sie werden sie nicht finden. Nicht ohne einen Führer.

MULDER: (lächelt misstrauisch) Einen Führer.

LUDWIG: Ja, einen Reiseführer. Sehen Sie, ich bin seit fast einem Jahr hier oben. Ich habe Monate in diesen Höhlen verbracht und jeden Riss, jede Spalte, jeden Spalt kartographiert, damit Firewalker nicht stolpert. Wenn Trepkos dort ist, kann ich ihn finden.

MULDER: Nun, warum sind Sie so begierig darauf, mir zu helfen, ihn zu finden?

LUDWIG: Oh, ich bin, ich bin nicht begierig. Ich habe nur keine Lust, darauf zu warten, dass Trepkos mit mir macht, was er Pierce und Erikson angetan hat. Außerdem haben Sie die Waffe. Sie sind der Einzige, der uns hier rausholen kann.


Kurze Zeit später steigen Mulder und Ludwig einen Abhang hinunter, der zu den Dampfhöhlen führt.

MULDER: Was immer ich da rieche, ist es giftig?

LUDWIG: Zwischen der Hitze und dem Schwefel kann es hier drin ziemlich eklig werden, aber es wird Sie nicht verletzten. Sie werden sich daran gewöhnen.

MULDER: Wie weit reicht die Höhle?

LUDWIG: Etwa eine dreiviertel Meile bis zum Kraterrand. Lassen Sie uns hineingehen. Es schlängelt sich ziemlich viel, bis Sie dort ankommen. Es gibt viele Sackgassen und unsichtbare Löcher und wenn man nicht weiß, wohin man geht, ist man schnell wie eine Ratte in einem Labyrinth gefangen.

Sie halten einen Moment inne und Mulder wendet sich ab. Plötzlich kommt eine Leuchtkugel aus dem Gang vor ihnen und trifft Ludwig in den Rücken. Er fällt zu Boden. Als Mulder über ihm kniet, taucht Trepkos aus der Höhle auf, lädt seine Leuchtpistole nach und richtet sie auf Mulder.


In der Höhle hat Trepkos immer noch die Leuchtpistole auf Mulder gerichtet.

TREPKOS: Ihre Waffe.

Mulder gibt sie ihm.

TREPKOS: Zurück. Gehen Sie zurück.

Trepkos gießt eine brennbare Flüssigkeit über Ludwigs Körper.

MULDER: Warum tun Sie das, Trepkos? Er ist doch schon tot. Wie oft müssen Sie ihn noch töten?

Mulder schaut nach unten und sieht eine große Beule, die sich in Ludwigs Hals bewegt. Trepkos bereitet sich darauf vor, eine weitere Leuchtrakete auszulösen.

TREPKOS: Er ist es nicht, den ich töten will.

Er zündet die Leuchtrakete an und wirft sie auf Ludwigs Körper, der in Flammen aufgeht.


Zurück an der Basis arbeitet Scully im Labor, mit einem Reagenzglas, in dem sich ein rötliches Material befindet, das über einem Brenner erhitzt wird. Sie nimmt ihr Tonbandgerät in die Hand und diktiert einen Protokolleintrag.

SCULLY: (zum Aufnahmegerät) Ich habe versucht, die Sporen zu kultivieren, wobei ich Temperaturen verwendet habe, die von der menschlichen Basaltemperatur bis zu Temperaturen nahe dem vulkanischen Inneren reichen. Ich habe Nährmedien verwendet, die menschliches Gewebe, Blut und Speichel und sogar Schwefel enthalten. In keinem der sieben Versuche ist es jedoch gelungen, den Pilz zu züchten, der Tanaka getötet hat. Auf der Grundlage dieser vorläufigen Daten bin ich zu folgender Hypothese gekommen: Wenn diese Sporen nicht unmittelbar nach ihrer Freisetzung vom Wirtsorganismus aufgenommen oder eingeatmet werden, werden sie harmlos ... effektiv tot.

Kurz darauf klopft Scully an O'Neils Tür.

SCULLY: Jesse?

Keine Antwort. Sie klopft noch einmal und versucht die Tür zu öffnen, aber sie ist verschlossen.

O'NEIL: (von drinnen) Was ist los?

SCULLY: Ich dachte, es würde Sie interessieren, die Chancen stehen gut, dass keiner von uns infiziert wurde. Wir waren in sicherer Entfernung von Tanaka, als sich die Sporen verstreuten und sobald Mulder und Ludwig zurückkommen, können wir gehen. Ich, ich muss nur noch ein paar weitere Tests machen, aber ich glaube, wir werden es schaffen.

Drinnen sitzt O'Neil vor einem Spiegel und hustet. Sie sieht, dass sich vorne in ihrem Hals eine Beule bewegt und stöhnt.

SCULLY: In Ordnung, Jesse? Jesse?

Mulder und Trepkos sind bei Firewalker.

MULDER: Was ist schiefgegangen, Trepkos? Firewalker brachte etwas an die Oberfläche zurück.

TREPKOS: Firewalker brachte einen Elefanten hoch. Die Wahrheit ist ein Elefant, der von drei blinden Männern beschrieben wird. Der erste Mann berührt den Schwanz und sagt, es sei ein Seil. Der zweite Mann fühlt das raue Bein und sagt, es sei ein Baum. Der dritte Mann spürt den Rüssel und sagt, es sei eine Schlange.

MULDER: Was ist mit Ihnen? Was sagen Sie, was es ist?

TREPKOS: Ich sage, die Erde birgt einige Wahrheiten, die man am besten vergraben lässt.

MULDER: Wie die Sporen?

TREPKOS: (starrt Mulder an) Wer sind Sie?

MULDER: Ich bin Special Agent Mulder. Ich bin vom FBI.

TREPKOS: Sie sehen nicht wie ein Polizist aus.

MULDER: Ich bin hergekommen, um Eriksons Tod zu untersuchen.

TREPKOS: Das ist nicht der Grund, warum Sie hier sind. Sie glauben immer noch, dass Sie den Himmel bitten und eine durchdringende Antwort bekommen können. Wenn Sie diese Antwort finden würden, was würden Sie damit machen?

MULDER: Ich möchte nur wissen, was nach dem ersten Abstieg passiert ist. Was haben Sie gefunden?

TREPKOS: Es war porös. Obsidian. Erikson dachte, es sei eine Art Gestein, also sagte ich ihm, er solle es für die Analyse pulverisieren.

MULDER: Erikson hat die Sporen freigesetzt?

TREPKOS: Er entdeckte eine neue Lebensform. In einem einzigen Augenblick drehte sich plötzlich alles, was der Wissenschaft heilig war, auf den Kopf.

MULDER: Was ist mit Erikson? Wenn er infiziert war...

TREPKOS: Ich war zu sehr in die Arbeit vertieft, um es zu bemerken. Ich war drei Tage lang allein im Labor, als ich ihre Schreie hörte. Sie waren alle um ihn versammelt. Als ich merkte, was geschah, waren sie bereits dabei, sich zu verändern. Die Sporen wuchsen in jedem von ihnen, bis sie zu ihnen wurden.

MULDER: Was meinen Sie damit?

TREPKOS: Es ist ein Parasit. Er lebt, um einen Wirt zu finden.

MULDER: Aber Sie wurden nicht infiziert?

TREPKOS: Nein.

MULDER: Sie haben Ihre Arbeit zerstört, die Sendeanlage, Sie haben Pierce getötet, damit niemand mehr gehen konnte.

TREPKOS: Niemand darf gehen.

MULDER: Was ist mit O'Neil?

TREPKOS: Jesse?

MULDER: War sie den Sporen ausgesetzt?

TREPKOS: Sie waren alle ausgesetzt. Alle von ihnen.

MULDER: Ich habe eine Kollegin - eine Freundin - die gerade bei O'Neil ist. Lassen Sie mich zu ihr gehen.

TREPKOS: Sie könnte bereits infiziert sein.

Mulder beginnt zu gehen, aber Trepkos zielt mit der Waffe auf Mulder und spannt den Hammer.

TREPKOS: Ich kann Sie nicht gehen lassen.

MULDER: Dann werden Sie mich erschießen müssen. Denn ich werde hier rausgehen.


In der Station arbeitet Scully weiterhin mit dem Mikroskop. Plötzlich gehen die Lichter aus. Scully schnappt sich eine Taschenlampe und macht sich auf den Weg zu den Wohnräumen.

SCULLY: Jesse?

Keine Antwort. Scully geht zum elektrischen Schaltkasten und überprüft die Schalter, aber das Problem liegt nicht dort. Als sie die Tür zum Schaltkasten schließt, erscheint O'Neil und erschreckt Scully.

SCULLY: Oh! Gott, haben Sie mich erschreckt! (Scully) Jesse? Sind Sie in Ordnung? Jesse, was ist los? (Scully) Jesse?

O'Neil scheint Schmerzen zu haben. Sie schiebt Scully zu einem Tisch und legt Scully eine Handschelle um ihr Handgelenk, wobei sie sich an Scully fesselt.

SCULLY: Jesse, was machen Sie da?

Scully schaut auf und sieht, wie sich eine große Beule in O'Neils Kehle bildet.


Draußen rennt Mulder durch den Wald.


In der Station zieht Scully O'Neil zurück ins Labor. Sie legt ihre Handgelenke auf den Tisch und greift nach dem Bergsteigerpickel. Sie schlägt wiederholt auf die Kette und versucht erfolglos, sie zu durchtrennen.


Draußen kommt Mulder aus dem Wald und ist in Sichtweite der Station.


Drinnen ist es Scully nicht gelungen, die Kette zu durchtrennen und sie sieht, dass die Beule in O'Neils Kehle immer größer wird. Sie wirft O'Neil über ihre Schulter und geht in den nächsten Raum. Sie legt O'Neil in eine Probenkammer mit verunreinigte Plexiglas, klemmt die Kette zwischen Tür und Rahmen und lehnt sich von außen an die Tür, um sie geschlossen zu halten. O'Neil erhebt sich und versucht, das Plexiglas zu durchbrechen, schaft aber nicht. Sie fällt zurück in den Raum und die Pilzspitze bricht aus, wodurch die Sporen gegen die Innenseite des Plexiglases geschleudert werden, während Scully draußen in Sicherheit ist. Scully sinkt auf den Boden und versucht zu atmen, als Mulder die Station betritt.

MULDER: (in der Ferne) Scully!

Er stürmt in das Laboratorium.

MULDER: (in der Ferne) Scully!

SCULLY: Mir geht es gut, mir geht es gut.

Mulder kommt an ihre Seite. Scully seufzt heftig und Mulder legt sanft seine Hand an die Seite ihres Nackens.

MULDER: Sind Sie in Ordnung?

SCULLY: Mir geht es gut.

Sie sieht zu den Handschellen auf. Mulder benutzt seinen Schlüssel, um sie zu entriegeln und befreit ihren Arm. Mulder gibt ihr einen "Sicher, dass Sie in Ordnung sind?"-Blick.

SCULLY: Ja.

Mulder hilft ihr auf und sie schauen durch das Plexiglas auf O'Neils Körper.

SCULLY: Sehen Sie. Sie war infiziert. Ich weiß nicht, wie das passiert ist.

MULDER: Erikson war der ursprüngliche Wirt. Als der Pilz seine Sporen abgab, waren alle am Ort des Geschehens, außer Trepkos.

SCULLY: Haben Sie ihn gefunden?

Trepkos betritt das Labor und trägt immer noch die Waffe, die er beiseite legt. Er sinkt an der Kammertür auf die Knie und starrt durch das Plexiglas auf O'Neils Körper.

TREPKOS: Ich sagte ihr, es würde ihr Leben verändern.

MULDER: (über Funk) Such- und Rettungsdienst, hier spricht Agent Mulder. Hören Sie mich?

FUNK: Hier ist die Seuchenbekämpfungsspezialeinheit der Armee. Wie viele sind in Ihrer Gruppe?

Mulder schaut zu Trepkos, der den Blick erwidert.

MULDER: (über Funk) Wir haben zwei Überlebende, Agent Scully und ich.

FUNK: Verstanden. Unsere voraussichtliche Ankunftszeit beträgt sieben Minuten.

SCULLY: Mulder, was machen Sie da? Die werden ihn befragen wollen.

MULDER: Es ist vorbei, Scully. Er wird nicht reden.


Später dekontaminiert die Besatzung der Seuchenbekämpfungsspezialeinheit der Armee die Station und packt auch Notizbücher und andere Unterlagen in einen gelben biologische Gefährdungscontainer.

MULDER: (Voice-over) Scully und ich befinden uns am dritten Tag einer einmonatigen Quarantäne und unterziehen uns einem Dekontaminationsverfahren der Stufe 4. Wir sind bisher ohne Symptome einer Pilzverseuchung. Alle unsere Proben und Vorortnotizen wurden vor unserer Evakuierung vom militärischen Biogefährdungskorps konfisziert. Ihre Anwesenheit hat die Ankunft des USGS-Datenbeschaffungsteams auf unbestimmte Zeit verzögert. Ich vermute jedoch, dass ihnen nur noch wenig zum Zurückholen übrig bleiben wird. Gegenwärtig gibt es keine Pläne, einen der Hunderten von vulkanisch aktiven Bergen im Kaskadengebirge, einschließlich des Avalon Mountains, weiter zu erforschen. Alle Zugangspunkte zu diesem Vulkan sind von Ingenieuren der Armee abgeriegelt worden.

Trepkos trägt O'Neils Leiche die Eingangsschräge in die Dampfhöhlen hinunter und dann zum Firewalker-Gebiet.

MULDER: (voice over, Fortsetzung) Von den Mitgliedern des Firewalker-Abstiegsteams bleiben nur Trepkos und O'Neil unauffindbar. Sie werden für tot erklärt und die Suche nach ihnen wurde aufgegeben. Firewalker wurde jedoch geborgen, obwohl seine Sensoren- und Bewegungsapparate irreparabel beschädigt waren. Die Daten, die er aus dem Erdinneren gesammelt hat, werden nie veröffentlicht werden. Und von den Ereignissen, die sich zwischen dem 11. und 13. November 1994 am Mount Avalon ereignet haben, ist meine Aufzeichnung die Einzige.

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