Kirlian-Photographie

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Dieser Artikel gehört
zum Akte X-Universum.
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Beispiel einer Kirlian-Photographie im Akte X-Vorspann

Bezug zur Serie

In Akte X wird dieses Thema in der Episode 4X14 Leonard Betts angeschnitten. Mulder zieht einen befreundeten Wissenschaftler namens Dr. Chuck Burks der University of Maryland zurate, der ihm einen forensisch noch nicht legitimierten Beweis für Leonard Betts übernatürlich regenerative Fähigkeiten anhand eines plastinierten Hypophysenschnittes geben soll. Dr. Burks wendet dabei die sogenannte Kirlian-Photographie an.

Definition

Die Kirlian- oder auch Aura-Photographie ist eine Photographie der koronaren Endladung von Organismen, die mithilfe von hochfrequener Elektrizität hervorgerufen wird. Laut Akte X ist diese koronare (= von innen ausgehende, strahlenkranzartige) Endladung die Lebenskraft oder auch das Chi, das in den meisten östlichen Kulturen als akzeptierter Fakt gilt und die theoretische Basis für ganzheitliche Medizin und Akupunktur darstellt. Eine dieser Photographien finden wir auch im Intro der Serie an der Stelle, an der die blaue undeutliche Hand mit einem roten Punkt am unteren Element des Zeigefingers zusehen ist. Diese leuchtenden Farben haben übrigens keine Bedeutung. Ihre Variieranz ist immer vom verwendeten Filmmaterial abhängig.

Praxis

Das Filmmaterial wird zwischen eine Elektrode und ein geerdetes Objekt gelegt. Die zwischen der Elektrode und dem Objekt entstehende Hochspannung entlädt sich. Es folgt Blaulicht, das den Film belichtet. Nach der Entwicklung werden Lichthöfe rund um das Objekt sichtbar. (In der Bezugsepisode deutete Mulder sie als Schultern, die noch weit vom bereits abgetrennten Kopf zusehen waren, was auf ein anderes Phänomen stoßen könnte: Den Astralkörper.)

Geschichte

Semjon Kirlian

Forschungslabor in Krasnodar, Ukraine 1939:

Der russische Ingenieur Semjon Davidovits Kirlian berührte bei der Reparatur eines Elektro-Therapiegeräts ausversehen eine unter Strom stehende Elektrode, wobei er nicht nur einen Schlag bekam sondern auch einen hellen Lichtblitz sah, den ein großer elektrischer Funke ausgelöst hatte. Daraufhin fragte er sich, ob es wohl möglich wäre diesen Funken zu photographieren. Dazu hielt er einfach seine Hand hinter ein Blatt lichtempfindliches Papier und machte ein paar Aufnahmen. Er stellte fest, dass die Konturen seiner Fingerspitzen von streifenförmigen Strahlen umgeben waren, die ein individuelles Muster aufweisen. Fortan verbrachte Kirlian seine gesamte Freizeit mit der Untersuchung dieses Phänomens und richtete sich ein Labor in seiner kleinen 2-Zimmerwohnung ein. Seine Forschungsergebnisse der folgenden 40 Jahre auf dem Gebiet der Hochspannungsphotographie führten zu heftigen Diskussionen, zumal einige Experten in diesen Strahlen einen Beweis für die Existenz eines sogenanntes „Astralkörpers“ sehen wollten.

Nikola Tesla

Forschungslabor in Colorado, USA 1917:

Der jugoslawische Physiker und Elektrotechniker Nikola Tesla erzielt ganz ähnliche Ergebnisse mit der Hochspannungsphotographie. Insofern waren Kirlians Ergebnisse nicht völlig neu. Tesla galt neben seinem Schaffen als Erfinder auch als Prophet. Wir verdanken ihm außerdem den Elektromotor mit rotierenden Magnetfeld und den Tesla-Transformator mit dem hochfrequente Wechselströme sehr hocher Spannung erzeugt werden können. Nebenbei erwähnt behauptete Tesla auch in seinem dortigen Labor Signale von einem anderen Planeten empfangen zuhaben, was in der damaligen Fachpresse noch höhnisches Gelächter auslöste.

Medizinische Anwendung

Es gibt eine These, dass aus den Entladungsmustern von Kirlian-Photographien verschiedener Patienten Rückschlüsse auf die psychosomatischen (= den zwischen Psyche und Körper wechselwirkenden) Krankheitsbilder gezogen werden können. Diese These ist in medizinischen Fachkreisen allerdings äußert umstritten.

Als Kirlian seine Ausrüstung für einen wichtigen Besuch vorbereitete, musste er enttäuscht feststellen, dass seine Bilder gerade an diesem Tag nicht gewohnt gestochen scharf waren. Nachdem er sie ohne Erfolg auseinander und wieder zusammenbaute bat er seine Frau sich photographieren zulassen. Überraschenderweise waren die Bilder von ihr allerdings wieder scharf. Kirlians Lösung auf diese Ungereimtheit war seiner Meinung nach seine nahende Grippe, die derzeit erste Symptome zeigte.

Eines Tages bat ihn der Leiter eines Forschungsinstituts um Photographien zweier gleichzeitig abgerissener äußerlich identischer Blätter der gleichen Baumart. Verzweifelt musste Kirlian feststellen, dass es auch hier unerklärliche Unterschiede gab, die er dem Leiter bedauerlicherweise mitteilen musste. Begeistert und voller Freude erklärte dieser ihm jedoch, dass die Blätter von jeweils einem gesunden und einem kranken Baum stammten.

Anhand dieser beiden und mittlerweile sehr vielen Beispielen lässt sich also ableiten, dass Kirlian-Photographien anstehende Krankheiten feststellen können, noch bevor erste Symptome auftreten.

Fazit

Ungeklärt ist trotz allem noch bis heute, was diesen hellen Schein um Hände, Füße, Blätter oder andere Objekte herum verursacht, die mit der Kirlian-Methode photographiert wurden.

Quellen

  • D. Harald Alke, Phänomene, Karl Müller Verlag, Erlangen, 1994, S.52f
  • Microsoft® Encarta® Enzyklopädie Professional 2003, © 1993-2002 Microsoft Corporation