H. P. Lovecraft

Aus Spookyverse
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Howard Phillips Lovecraft (*20.08.1890 in Providence, Rhode Island; †15.03.1937 in Providence, Rhode Island) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er gilt als einer der weltweit einflussreichsten Autoren im Bereich der Horror-, Kurzgeschichten-, Science Fiction- und zusammenhängender Mythologie-Literatur.

Leben

Bereits im alter von acht Jahren strab Lovecrafts Vater Winfield Scott Lovecraft, der Handelsreisender war, an den Spätfolgen der Syphilis. Allerdings wurde dem jungen Lovecraft der zu Zeit der Erkrankung des Vaters drei Jahre alt wahr erklärt der Vater hätte einen Nervenzusemmenbruch erlitten. Seine Mutter Sarah Susan Philips Lovecraft konnte den Stammbaum ihrer Familie bis ins Jahr 1630 zu der Zeit als die ersten Siedler Massachusetts Bay erreichten zurück verfolgen. Nach dem Tod des Vaters wuchs der junge Lovecraft bei seiner Mutter, zwei Tanten und seinem Großvater auf. Durch Letzteren erlangte er auch an eine sehr umfangreiche Bibliothek sowohl klassischer als auch Okkulter Literatur, was dazu führte das er schon im alter von sechs Jahren schreiben und lesen konnte sowie Gedichte auswendig lernte. Durch die weitere Unterstützung des Großvaters beschäftigte er sich kurze Zeit später mit der Geschichte Neu-Englands, Astronomie, Chemie und Literatur aller Art.

Die Schule besuchte Lovecraft nur sporadisch Infolge von Krankheiten in seiner Jugend, als dann noch der Großvater 1904 verstarb geriet der Rest der Familie aufgrund von Misswirtschaft in Armut wodurch sich ein Umzug ergab den Howard nie überwunden hat und somit 1908 einen Nervenzusammenbruch erlitt der dazu führte das er nicht einmal der High-School-Abschluss erwarb. Somit wahren auch seine Hoffnungen die Brown University zu besuchen für immer begraben.

Trotz alle dem trat er 1914 der United Amateur Press Association bei, die Vereinigung von amerikanischen Hobbyautoren. Durch den Austausch mit Gleichgesinnten fand er ein Portal aus der Isolation in der er bis dahin gelebt hatte und kann als einer seiner wichtigsten Schritte in seinem leben betrachtet werden. Da er aber nur in Form von Briefen Kontakte Pflegte konnte er nie den Ruf des Einzelgängers und Einsiedlers loswerden. Jedoch umfassten seine Briefe bis zu 70 Seiten von denen er bis zu seinem Tod im Jahre 1937 an die 87.500 Stück verfasst haben soll. In dieser Zeit um das Jahr 1917 schrieb er auch ein seiner bedeuternste Kurzgeschichte "Das Grab" (The Tomb).

1921 starb dann seine Mutter, worauf er kurze Zeit darauf bei einer Journalistentagung die um sieben Jahre jüngere Sonia Greene, eine Ukrainerin jüdischen Glaubens, kennen lernte. Die beiden heirateten, trennten sich jedoch einige Jahre später wieder da Lovecraft das Leben in New York, das seine Frau bevorzugte, nach eigenen Angaben hasste. Er zog wieder zurück nach Providence und veröffentlichte nun einen Großteil seiner bekanntesten Geschichten in dem Magazin "Wired Tales" und überarbeitete oft Werke anderer Autoren oder agierte sogar als Ghostwriter für Harry Houdini für dessen Geschichte "Gefangen bei den Pharaonen". Wie Edgar Allan Poe einem seiner Größten Vorbilder blieb ihm der große literarische Erfolg zu Lebzeiten vergönnt was dazu führte das er wie Poe selbst auch in ärmlichen Verhältnissen im Jahre 1937 an einem Jahr zuvor diagnostizierten Darmkrebs unter schrecklichen Schmerzen starb.

Da er sich selbst als eine Art Aristokraten betrachtete hielt er an dem Ehrenkodex fest keine ,seiner Aussage nach, "niedere Arbeit" zu verrichten. Diese Auffassung zog er zeitweilig sogar dem Hungern vor. In seinem Schreibstil findet sich auch oft seine Vorliebe für das Altertümliche wieder, da er sich auch oft ältere englischer Ausdrücke bedient und diese den neuen amerikanischen vorzieht erscheinen seine Texte gewollt antiquiert. Er bezeichnetet sich als "Mensch des 18. Jahrhunderts" da im die Jahrhunderte in denen er gelebt hat als barbarisch erschienen, aus diesem Grund datierte er seine Briefe oft 200 Jahre zurück.

Dieses Verhalten und die Tatsache das er in seinen Texten Naturvölker und Menschen die nicht der "weißen Rasse" angehören in einem negativen Licht erscheinen lässt, haben Lovecraft den ruf eines Rassisten eingebracht. Er schrieb auch oft über Menschen die sich mit niederen und degenerierten Rassen vermischen. Zwar sollte man vermeiden den Autor mit seinen Figuren und Erzählungen gleichzusetzen jedoch lässt sich nicht daran rütteln das Lovecraft die "angelsächsische Rasse" als besonders überlegen und edel hält und seine Korrespondenz teilweise mit rassistischen Anmerkungen versehen ist. Dies steht aber alles im Wiederspruch mit der Tatsache das er mit einer ukrainisch-stämmigen Jüdin verheiratete wahr und ihre Glaubenseinstellung ja keinen Einfluss auf die Trennung hatte. Auch wenn er ein Anhänger der Kolonialzeit Amerikas vor der der Unabhängigkeitserklärung war Zählten auch Schwarze zu seinem Freundeskreis. Seiner eigenen Aussage zufolge habe er sich seit seinem Beitritt in die UAPA sich vom arroganten Stockkonversativen zu einem individuell geprägten dem Liberalismus zugeneigten Menschen entwickelt.

Da es sehr schwierig ist eine umfangreich und gerechte Kritik, angesichts dieser Wiedersprüche, von den Schriften und dem Verhalten Lovecrafts zu erstellen empfiehlt es sich sein Gesamtwerk zu lesen in dem deutlich wird das die letzen zehn Jahre seines Schaffens frei sind von rassistischen Ausfällen.


Werke

Wie schon erwähnt zählt wohl Edgar Allan Poe der mit der Erfindung der literarischen Kurzgeschichte einer der einflussreichsten Autoren der letzen Jahrhunderte gelten darf und mit seinen makaberen und unheimlichen Erzählungen auf lang oder kurz eben auch richtungsweisend für spätere Generationen von Autoren wie für Akte X wahr zu dem Großen Vorbild von H. P. Lovecraft. Oft finden sich Elemente die so typisch für die „Moderne Legenden“ Bildung sind wie des „lebendig begraben“ oder „lebendig eingemauert“ seins oder dem Bösen bzw. dem Wahnsinn verfallen in den Erzählungen von Lovecraft wieder die ganz offensichtlich von den genialen Erzählungen von E. A. Poe inspiriert wurden. Seine Werke lassen sich schlecht in eine der gängigen Genre platzieren da sich seine Geschichten neben den Horror- und Schauererzählungen auch im Bereich der Science Fiction („Gefangen in den Mauern von Eryx“ – sehr zu empfehlen) und Traumgeschichten angesiedelt sind.

Auch wenn er die literarische Kurzgeschichte nicht erfunden jedoch für die kommende Generation von Autoren der „unheimlichen“ Literatur revolutioniert hat, kann im die Schaffung der zusammenhängender Mythosgeschichten zugeschrieben werden. Diese hat er wie kein anderer nach ihm geprägt. Die Entwicklung um den Mythos der „Großen Alten“ – eine Göttergleichen Rasse von Monstren – der in den drei Geschichten „Der Ruf des Cthulhu“, „Schatten über Innsmouth“ und „Das Grauen von Dunwich“ seinen Höhepunkt erlebt wahr schon kurz nach seinem Tod zum Kult geworden. Erstmals taucht der Mythos um die Großen Alten und ihrem Mächtigen Oberhaupt Cthulhu in „Berge des Wahnsinns“ auf und wird von Lovecraft mit vielen kleineren Erzählungen präzise fortgesetzt und ergänzt. Er selbst sprach auch vom „Arkam Cycle“ da einige seiner Geschichten um die fiktive Stadt Arkam in Neu-England angesiedelt sind. Auffällig ist auch das die Erzählungen um den Cthulhu-Mythos keine eindeutige Chronologie verfolgen sondern eher lose um den Mythos selbst angesiedelt sind wie z. B. in „Der Hund“ oder „Mr. Pickmans Model“.Ein wesentlicher Bestandteil seines Mythos ist das rein fiktive Buch „Necronomicon“ das entgegen vieler Behauptungen rein fiktiv ist und bleibt, auch wenn sich noch immer hartnäckige Gerüchte um ein arabisches oder lateinisches Original in den Archiven des Vatikans oder einer Ausgabe Zweier amerikanischer Studenten der 70er geben soll die diese nach Lovecrafts Beschreibungen angefertigt haben sollen halten. Die Popularität des Necronomicons beruht also rein auf der Leicht- und Abergläubigkeit einem Großteil seiner Leserschaft. Lovecraft selbst wahr Überzeugter Atheist und wollte mit seinem Mythos der wissenschaftlich Aufgeklärten Welt vor Augenhalten das es in den Tiefen der Zeit und des Raumes vielleicht Gefahren und Grauen von so unvorstellbarer Größe wie Zeit und Raum selbst gibt die unser menschlicher Verstand nie begreifen wird. Dies stellt wohl auch einen wesentlichen Erfolg um diesen Mythos dar der nach dem Tod von Lovecraft auf seinen eigene Wunsch hin von Künstlern aus verschiedenen Bereichen fortgesetzt wurde und wird. (siehe Popkultur)

Einfluss

Akte-X

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Verfilmungen

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Popkultur

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Weblinks

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