7ABX17 Augenblicke

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Augenblicke
TXF 201 DAYS s7e17.png
Originaltitel: all things
Episodendaten
Produktionscode 7ABX17
Laufende Nummer 158
US Erstausstrahlung Sonntag, 9. April 2000 (FOX)
DE Erstausstrahlung Montag, 12. Februar 2001 (ProSieben)
US Einschaltquote 8.847 Mio. Haushalte
13.0% Marktanteil
DE Einschaltquote 2.23 Mio. Zuschauer
6.5% Marktanteil
Cast & Crew
Autor(en) Gillian Anderson
Regisseur Gillian Anderson
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Zusatzinformationen
TranskripteGerman flag.gif  deutsch | English flag.gif  englisch
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Merchandise
Diese Episode ist enthalten in der
Season 7 Collection sowie auf der Akte X Seasons 1-9 Collection (Blu-ray).

7ABX17 Augenblicke (Originaltitel: "all things") ist die einhundertachtundfünzigste Episode von Akte X - die unheimlichen Fälle des FBI. Sie stellt die erste Regiearbeit von Gillian Anderson dar.


Darsteller

Starring

Guest Starring

Co-Starring

  • Carol Banker - Carol
  • Elayn Taylor - Nurse #2
  • Cheryl White - Nurse #3
  • Scott Vance - Healer

Inhalt

Zusammenfassung

Eine mysteriöse Frau schickt Scully auf eine persönliche Reise, ihre Vergangenheit abzuschließen und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

Inhaltsangabe

Mulders Wohnung. Es ist früher Morgen, draußen ist es noch dunkel und der Wind peitscht die Äste eines nahestehenden Baumes gegen die Fenster. In dem kleinen Badezimmer, das an das Schlafzimmer anschließt, kleidet sich Scully an. Sie wirft einen letzten prüfenden Blick in den Spiegel und geht dann zu einem unbekleidet im Bett schlafenden Mulder. Sie schaut ihn lange an, dreht sich dann um und verlässt die Wohnung.

Im X-Akten-Büro bereitet Mulder eine seiner Dia-Vorführungen vor, als Scully hereinkommt. Sie sieht erschöpft aus und teilt ihrem Partner leicht gereizt die Ergebnisse der Autopsie mit, die Mulder sie hat durchführen lassen. Sie hat außerdem auch Lunch mitgebracht. Während Mulder sich in einen langen Monolog über Kornkreise stürzt, stochert Scully abwesend in ihrem Salat herum. Mulder platzt schließlich damit heraus, dass er zwei Tickets für sie beide nach Großbritannien gebucht hat, wo die letzten Kornkreise aufgetaucht sind. Scully fällt aus allen Wolken - es ist Samstag und sie sieht keinen Sinn darin, irgendwelchen Bauern mit Geometriekenntnissen hinterherzujagen. Mulder zickt zurück, dass er ihr Ticket dann eben stornieren wird, bedankt sich für das Essen und zieht von dannen.

Scully steht unentschlossen vor Waterstons Krankenzimmer

Nach dem Essen macht sich Scully auf den Weg ins Krankenhaus, um den Bericht über die Obduktion abzuholen, die sie früher am Tag durchgeführt hat. Als sie den Umschlag aber öffnet, befindet sich darin ein Röntgenbild von einem D. Waterston. Die Schwestern geben ihr den richtigen Umschlag, aber Scully ist geschockt. Sie fragt nach, ob es sich bei D. Waterson um einen Daniel Waterston handelt und die Schwester bejaht und schickt sie zu seinem Zimmer. Scully betrachtet den schlafenden Waterston für einen langen Moment in Gedanken versunken und trifft dann beim Verlassen des Zimmers auf dessen Arzt. Der erklärt ihr, dass Dr. Waterston sich am Abend zuvor selbst mit starken Schmerzen in der Brust eingeliefert hat. Sein Zustand ist ernst, aber behandelbar. Er erkennt Scully als eine ehemalige Schülerin von Waterston wieder, da der sie schon mal erwähnt hat. Scully bedankt sich für die Informationen und geht.

Bei sich zu Hause klingelt Scullys Telefon. Am anderen Ende lässt Maggie Waterston, Daniels Tochter, sie in scharfem Ton wissen, dass sein Arzt ihm gesagt hat, dass Scully da war und er sie nun sehen möchte. Nur Sekunden später ruft auch Mulder an. Er ist so gut wie aus der Wohnung und auf dem Weg zu seinem Flugzeug, aber er bittet Scully noch darum, einige Informationen über die Kornkreise für ihn einzuholen. Sie versucht sich herauszureden, nimmt aber dann doch widerwillig an.

Im Krankenhaus sieht Maggie Scully um die Ecke biegen und stürmt sofort ohne ein Wort aus Daniels Zimmer. Scully setzt sich neben sein Bett und sie reden für eine Weile miteinander. Daniel macht ihr Vorwürfe, nicht ihre Medizinlaufbahn fortgesetzt zu haben und stattdessen zum FBI gegangen zu sein. Scully entgegnet, dass er nie ihre Gründe und Gefühle verstanden habe, aus denen sie ihn verlassen hat. Er wiederum ist sich sicher, dass er nach wie vor das für sie repräsentiert, wonach sie sich heimlich sehnt.

Auf dem Weg zum Auto erhält sie einen weiteren Anruf von Mulder: Er hat die Frau ausfindig gemacht, bei der Scully Informationen für ihn einholen soll: Sie arbeitet für das Taoistische Zentrum für Heilkunde. Scully ist durch das Telefonat so abgelenkt, dass sie zu spät eine Fußgängerin sieht, die quer vor ihr über die Straße läuft. Sie tritt auf die Bremse und kommt noch rechtzeitig zum Stehen, während die Frau sie gar nicht wahrgenommen zu haben scheint. Sie geht einfach weiter und Scully starrt ihr nach. Sekunden später rast ein tonnenschwerer Truck über die Straße, auf die Scully eingebogen wäre, wenn sie nicht hätte bremsen müssen.

Scully steht schließlich vor Colleen Azars Tür, Mulders Kontaktperson im Taoistischen Zentrum für Heilkunde. Scully ist noch immer geschockt durch den Beinahe-Unfall und reagiert abweisend, als Colleen sich besorgt äußert. Scully macht keinen Hehl daraus, dass sie Colleens Arbeit für Unsinn hält und verabschiedet sich brüsk, nachdem die ihr den Umschlag mit Mulders Infos und den Rat gegeben hat, es langsamer angehen zu lassen. Kaum hat sich die Tür geschlossen und Scully sich umgedreht, fallen sämtliche Seiten aus dem Umschlag. Scully starrt auf die am Boden liegenden Blätter und zieht eines heraus: ein Kornkreis mit dem Titel Herzchakra.

Scully fühlt sich von Daniel angezogen

Waterston hat inzwischen wieder nach Scully verlangt - es herrscht Uneinigkeit über seine weitere Behandlung und er möchte ihre Meinung hören. Sie widerspricht dem behandelnden Arzt und bringt damit nicht nur ihn, sondern auch wieder Maggie gegen sich auf. Nachdem die anderen beiden gegeangen sind, setzt sich Scully wieder an Daniels Bett. Er erzählt ihr von der schweren Zeit, die seine Familie durchmachen musste, nachdem sie ihn verlassen hatte. Das ist es, was Maggie Scully vorwirft. Er offenbart ihr, dass er bereits vor zehn Jahren, nach der Scheidung von seiner Frau, nach Washington, D.C. gezogen ist, um ihr nahe zu sein, aber ihr Wiedersehen hätte er sich anders vorgestellt. Scully gibt daraufhin zu, dass das Leben mit ihm vielleicht das gewesen wäre, was sie jetzt gerne wieder hätte. Sie beginnt zu weinen und legt sich in Daniels Arme. Plötzlich fängt das EKG laut an zu piepen - sein Herz setzt aus. Scully beginnt sofort mit der Wiederbelebung und schreit nach einer Schwester. Zusammen mit den Schwestern und unter Einsatz des Defibrillators schafft sie es, wieder einen Puls herzustellen.

Verwirrt durch ihre im Widerstreit liegenden Gefühle sucht Scully erneut Colleen auf. Sie bittet sie, ihr genauer zu erläutern, was sie mit "langsam angehen" meinte. Sie hatte während der Rettung von Waterston das starke Gefühl, dass er an etwas anderem starb als an seinem versagenden Herzen. Colleen erzählt ihr daraufhin ihre eigene Geschichte: Wie sie als erfolgreiche Physikerin arbeitete, dann an Krebs erkrankte und durch die Krankheit erkannte, dass ihr Job und bisheriges Leben nicht das waren, was sie wollte. Mithilfe eines Heiles wurde sie sich ihrer wahren Wünsche und Bedürfnisse bewusst.

Nach dem Gespräch mit Colleen möchte Scully Daniel erneut im Krankenhaus besuchen, wird aber im Gang von Maggie abgefangen. Sie sagt Scully, dass ihr Vater in ein Koma gefallen ist, nur wenige Minuten nach Scullys Rettungsaktion. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass Scully ihrer Meinung nach keinen Anspruch auf einen Platz im Leben ihres Vaters hat und sie besser gehen sollte. Enttäuscht und besorgt verlässt Scully das Krankenhaus und wandert gedankenversunken die Straßen entlang. Plötzlich, mitten in Chinatown, sieht sie aus dem Augenwinkel erneut die Frau, die ihr früher am Tag vor das Auto gelaufen ist. Scully will ihr folgen und rennt ihr hinterher, stößt aber mit jemandem zusammen und kann nur noch erkennen, wie die Frau durch eine große Tür einen Tempel betritt. Scully folgt ihr hinein, doch der Raum, der sich vor ihr öffnet, ist leer. Kissen liegen auf der Erde, eine Buddha-Statue steht an der Stirnwand und Tageslicht fällt aus Fenstern an der Decke auf den Boden. Instinktiv macht Scully einige Schritte vorwärts, verharrt dann und sinkt mit den Knien auf ein Kissen. Sie schaukelt rhythmisch mit ihrem Oberkörper und fällt in eine Trance. Bilder aus ihrer Vergangenheit steigen vor ihrem Inneren Auge auf und schweben an ihr vorbei. Am Ende der Reihe erscheint Waterstons nackter Körper, der in einem Kreis von Licht zu liegen scheint. Seine Haut ist durchscheinend und Scully kann sein Herz schlagen sehen. Als er plötzlich die Augen öffnet, erwacht sie aus ihrer Trance. Tränen sind ihr über die Wangen gelaufen.

Nach einem langen Arbeitstag ...

Nach dieser Erfahrung hat sich Scully endgültig zu einer Entscheidung durch gerungen: Zusammen mit Colleen und einem Heiler besucht sie Daniel. Der behandelnde Arzt erhebt Einwände gegen das unkonventionelle Verfahren und legt die Entscheidung über das weitere Arbeiten des Heilers in die Hände von Maggie. Die stellt sich aber diesmal auf Scullys Seite und bittet den Heiler weiter zu machen. Doch der hat schlechte Nachrichten. Er empfängt deutliche Zeichen, dass Daniel bereit ist, weiter zu gehen. Bevor er jedoch loslassen kann, muss er noch einige unerledigte Angelegenheiten klären.

Am nächsten Morgen erhält Scully einen Anruf von Maggie, die sie bittet, sofort ins Krankenhaus zu kommen. Dort findet sie Daniel mit deutlich verbessertem Gesundheitszustand vor. Er macht sich über ihre ungewöhnliche Handlungsweise im Konsultieren des Heilers lustig und beginnt bereits, sich Zukunftspläne mit ihr auszumalen. Aber Scully sagt ihm klar, dass sie nicht mehr dieselbe Person ist, die sie zu ihrer Beziehung war. Ihre Begegnung mit ihm hat ihr das klar gemacht. Sie erzählt ihm, dass sie letzte Nacht lange mit seiner Tochter Maggie gesprochen hat und der Meinung ist, dass er sich endlich mit den Problemen auseinandersetzen muss, die er seiner Familie gebracht hat. Er sei nicht zufällig so krank geworden. Als Maggie in der Tür hinter ihr erscheint, verlässt Scully das Zimmer.

Draußen vor dem Krankenhaus sitzt Scully auf einer Bank. Sie lässt das Leben an sich vorbeiziehen und betrachtet alles um sich herum. Da plötzlich geht erneut die Frau an ihr vorbei, die ihr schon zweimal über den Weg gelaufen ist. Diesmal springt sie sofort auf, rennt zu ihr und dreht sie zu sich herum und vor ihr steht - Mulder. Er ist vorzeitig aus England zurückgekehrt ohne Kornkreise gefunden zu haben. Scully lädt ihn zu einem Tee ein und die beiden gehen zusammen weg.

Später in Mulders Wohnung sitzen sie auf dem Sofa, leere Teetassen stehen neben ihren Füßen auf dem Tisch. Scully hat Mulder offenbar alles erzählt, was sich in seiner Abwesenheit ereignet hat und er ist beeindruckt. Während er noch über Wege des Lebens und Zeichen redet, ist Scully so müde, dass sie an seiner Schulter einschläft. Als Mulder das bemerkt, streicht er ihr sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht, sieht sie lange an und greift dann nach einer Decke, um sie zuzudecken. Er sieht sie erneut an und steht dann auf. In der hintersten Ecke der Wohnung, unter dem Aquarium, glitzert ein lächelnder Buddha vor sich hin.

Schauplätze

Hintergründe

Die X-Akte

Musik

  • Der Song, der die Slowmotion-Sequenzen untermalt heißt The Sky Is Broken und stammt von Moby.

Geschnittene Szenen

Gillian Anderson führt Regie
  • Gillian Andersons ursprüngliches Drehbuch war knapp 10 Minuten zu lang für eine übliche Akte X-Episode. Aufgrunddessen musste sie ihrer Meinung nach wichtige Informationen über Scullys und Waterstons Beziehung herausschneiden und Teile der Hintergrundgeschichte modifizieren. Hier ein kurzer Abriss ihres Originaldrehbuchs: Tatsächlich hatten Waterston und Scully nie eine Affäre - sie waren beide nahe dran, aber Scully schreckte im letzten Moment davor zurück, da sie Angst hatte, seine Familie zu zerstören. Sie ging daraufhin nach Washington, D.C. und die Akademie Quantico, entschied sich für das FBI anstatt für eine Karriere als Medizinerin, um sich von Waterston loszusagen. Dessen Frau schöpft Verdacht über die Gefühle ihres Mannes gegenüber seiner Schülerin und konfrontiert ihn eines Abends damit. Waterston streitet alles ab, seine Frau schenkt ihm aber keinen Glauben und erhängt sich in der darauffolgenden Nacht über ihrem gemeinsamen Bett. Tochter Maggie findet die Leiche ihrer Mutter am nächsten Morgen. Waterston zieht mit seiner Tochter daraufhin ebenfalls nach Washington, D.C., um Scully wieder nahe zu sein.

Notizen

"The Soft Embrace of Being"
Filmfehler: Hand im Bild
  • Gillian Anderson wählte sechs Mobilé und Statuen des Künstlers Gary Christopherson (GChris) aus, um das Set von Colleen Azars Haus zu dekorieren. Weitere Werke des Künstlers kann man unter www.gchris.com finden.
  • Jedes Mitglied der Crew erhielt von Regisseurin und Autorin Gillian Anderson ein T-Shirt im Andenken an deren Arbeit an dieser Episode. Sie beauftragte den Künstler Andrew Campbell mit der Ausarbeitung eines Motivs. Zu dem T-Shirt gab es eine Dank von Gillian:
"To the entire X-Files cast and crew - thank you so so much for working so hard to make this episode the best that it can be. I am truly grateful for your Support.
Respectfully,
Gillian"
  • Colleen Flynn und Stephen Hornyak sind im wirklichen Leben verheiratet. In dieser Episode spielen sie zwei gänzlich verschiedene Charaktere.
  • Filmfehler: Crew-Mitglied sichtbar : kurz ist eine Hand zu sehen, die eines der Geräte rechts von Daniels Bett wegzieht.

Empfohlene Literatur

  • Licht-Arbeit. Das Standardwerk der Heilung mit Energiefeldern. - Barbara Ann Brennan (ISBN 3442141516).Einige Motive aus dem Buch finden sich in Augenblicke wieder: So hat die fiktive Figur der Colleen Azar einen ganz ähnlichen Werdegang wie Autorin Brennan hinter sich (zunächst preisgekrönte Physikerin, nach einem Burnout schließlich erfolgreich in die Esoterik gewechselt) und das Hauptthema des Buches - Aura & Chakren - bildet auch ein Hauptmotiv der Episode.


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