7ABX07 Tor zur Hölle (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


7ABX07 Tor zur Hölle
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!



GEFÄNGNISKAPELLE
Gefängniskapelle. Kahle Wände und am anderen Ende des Raumes hängt ein Kreuz. Rund 20 Häftlinge hören Reverend Orisons Predigt zu.
REVEREND ORISON: Gottes Liebe wird uns befreien. Und ich glaube,... wenn ich für diese Liebe bete,... wenn ich vor ihm niederknie ( er geht auf die Knie ) ... und es Gott erlaube in mein einsames trauriges Herz vorzudringen und mich durch und durch verändere... dann wird dieses Wunder wahr werden. ( Er steht auf und geht durch die Reihen der Häftlinge ) Nun, wer hier glaubt dies mit mir? Du? Du? ( Brigham sieht ehrfürchtig zu Reverend Orison auf )
BRIGHAM: Ja, Sir, ich glaube es.
ORISON: ( zu Donnie Pfaster ) Und du? Nun, glaube lieber, denn Gottes Liebe ist nicht nur irgendein Werbeslogan. ( Orison geht weiter und predigt in den Raum hinein, die Kamera jedoch bleibt bei Donnie Pfaster ) Sie ist ein Versprechen, direkt an euch, vom allmächtigen Herrn selbst. Ein Versprechen das bezahlt wurde durch das Blut seines eingeborenen Sohnes Jesus Christus von Nazareth. Alles was ihr tun müsst... ist glauben.
HÄFTLINGE: Amen.
ORISON: Die Liebe Gottes wird euch befreien. Macht euch dass das Herz nicht leichter, dass ihr einfach sagen könnt: Gloria, Amen! ( Als er „Gloria, Amen“ sagt, stampft Reverend Orison mit dem Fuß auf den Boden und hebt seine nach oben zeigende Handfläche. Während die Häftlinge das Gesagte wiederholen, stampfen sie ebenfalls mit den Füßen )
HÄFTLINGE: Gloria, Amen!
Orison nimmt ein Glas auf, darin ist wahrscheinlich Weihwasser enthalten. Er taucht seine Fingerspitzen ein und besprengt verschiedene Gefangene während er spricht und die Gefangenen wiederholen weiter seine Worte und stampfen weiter mit ihren Füßen
ORISON: Schließt euch mir an. Erlaubt es dem Geist von Jesus Christus euch den Weg zu unserem himmlischen Vater zu zeigen. Gloria, Amen!
HÄFTLINGE: Gloria, Amen!
ORISON: Lasst euch von Gottes Liebe aus eurem Gefängnis befreien und euch an seine Seite im Himmel führen. Gloria, Amen!
HÄFTLINGE: Gloria! Amen!
ORISON: Lobet Seinen Namen. Preiset Seine heilige Liebe. Gloria! Amen!
Die Kamera fokussiert wieder auf Donnie Pfaster, der nicht spricht und auch nicht mit dem Fuß stampft
HÄFTLINGE: Gloria! Amen!
ORISON: Gloria! Amen!
HÄFTLINGE: Gloria! Amen!
ORISON: Gloria! Amen!
HÄFTLINGE: Gloria! Amen!

NÄCHSTER MORGEN GEFÄNGNISARBEITSSTÄTTE
Die Häftlinge arbeiten an verschiedenen Nähmaschinen, Stichsägen und anderen. Der Häftling Brigham arbeitet an einer für den Fabrikgebrauch gemäßen Stichsäge, eine Bibel liegt auf einer Seite der Maschine. Er konzentriert sich nicht übermäßig auf die Maschine, es scheint so als würde er in einem freudigen Delirium stecken. Sein Fuß, der die Maschine bedienen sollte, hebt und senkt sich parallel zu seinem Sprechgesang
BRIGHAM: Gloria! Amen! Gloria! Amen! Gloria! Amen! Gloria! Amen! Gloria! Amen! Gloria! Amen!
Donnie Pfaster bringt ein Kleidungsstück zu einem der Aufseher um ihn inspizieren zu lassen. Der Wärter schaut voller Abneigung zu Brigham hinüber
AUFSEHER: Glaubst du das Donnie? Das Gott einen Haufen Scheiße wie dich liebt?
DONNIE PFASTER: Die Bibel sagt es.
AUFSEHER: Die Bibel sagt, dass du Frauen tötest und ihre Finger abschneidest.
Donnie Pfaster dreht sich um, um Brigham zu zusehen, der jetzt hin und herwiegt im gleichen Rhythmus wie sein Sprechgesang
BRIGHAM: Gloria! Amen!
AUFSEHER: Du wirst in der Hölle schmoren!
BRIGHAM: Gloria! Amen!
AUFSEHER: Hörst du mich? Gott hat schon einen Platz für dich reserviert, klar? Kranker Perverser
DONNIE: Was geht dich das an?
Der Aufseher zerreißt Donnies Kleidungsstück, dass dieser ihm zur Inspektion gegeben hat. Donnie dreht sich schockiert zu dem Aufseher um
AUFSEHER: ( sarkastisch ) Entschuldige, das ist nur nicht gut genug für die Gefängnisse von Illinois.
Brigham fängt plötzlich zu schreien an
BRIGHAM: Meine Hände! Meine Hände!
Alle seine Finger wurden über den Knöcheln abgetrennt. Die Slow Motion beginnt. Der Wärter läuft zu Brigham. Andere Häftlinge stehen dort und starren auf die Szenerie. Andere Aufseher laufen ebenfalls hinzu. Donnie Pfaster ist die einzige Person in dieser Szene, der sich nicht in Slow Motion bewegt. Er sieht sich erstaunt um, dann wirft er das Kleidungsstück über die Schulter und verschwindet

SCULLY'S APARTMENT

ES IST NACHT

Scully wacht plötzlich auf, als ein Windstoß ihr Haar ins Gesicht bläst. Sie steht auf und schließt alle Fenster in ihrem Schlafzimmer. Sie ordnet einige Papiere neu, die von dem Wind durcheinandergebracht wurden. In der Nähe liegt ihre Bibel auf der Kommode vor dem Fußende. Als sie zu ihrem Bett zurückgeht, sieht sie, dass ihr Digitalwecker 6:66 Am anzeigt. Sie hebt ihn auf, um zu sehen, ob irgendetwas nicht stimmt, als das Display ausgeht. Als der Strom zurückkommt, geht die Lampe auf ihrer Bettseite an und der Wecker zeigt die normale Uhrzeit 6:06 AM.

US GEFÄNGNIS, MARION, ILLINOIS
Gefängnis später. Während der ganzen Szene scheint Mulder sehr besorgt darüber zu sein wie Scully den Fall aufnimmt
MARSHALL DADDO: Lebenslänglich ohne eine Chance auf Begnadigung wegen der grausamen und sadistischen Morde an fünf Prostituierten in Minneapolis im Jahre 1994. Donald Eddie Pfaster. ( Scully nimmt die Akte und geht ein paar Schritte weg von der Gruppe und schaut sich die Akte an ) Sie beide sperrten diesen Mann ein?
MULDER: Ja. Irgendwer hat wohl vergessen den Schlüssel wegzuwerfen.
Scully schaut sich Pfasters Foto an
DADDO: Ah na ja, das ist eine andere Geschichte. Jetzt müssen wir diesen Mann wieder einfangen. Wir werden jede Hilfe brauchen, die Sie uns eben können, um genau verstehen zu können, wer er ist, hinter dem wir her sind.
MULDER: Donnie Pfaster ist ein Todesfetischist- einer der Knochen sammelt und totes Fleisch von Fingernägeln und Haaren. Das ist es, was er mag, worauf er abfährt.
DADDO: Er ist ein kranker Mann.
MULDER: Krank würde ihn beschreiben. Wir fanden Frauenfinger in seinem Kühlschrank Die hat er gern mit Erbsen und Karotten gegessen.
DADDO: Also sind es nur Frauen, hinter denen er her ist?
MULDER: Nur Frauen: Fünf Jahre hier und die ganze Zeit durfte er nur daran denken. Ich bin mir sicher, dass sich einiges an Appetit angestaut hat.
DADDO: Ich weiß zufällig, dass Sie beide eine besondere Vorl- einen Hang für... wie nennt man das? Das Übernatürliche? ( Mulder grinst ) Also, die Umstände... seiner Flucht...
SCULLY: ( kehrt zu den Männern zurück ) Ich versichere Ihnen, es ist nichts übernatürliches an diesem Mann, Donnie Pfaster ist einfach nur böse.
Mulder schaut Scully hinterher, wie sie den Raum verlässt. Sie geht in die Gefängniskapelle. Es sind einige Sprüche an die Wände geschrieben, z.B. „Schafe kommen in den Himmel, Ziegen in die Hölle“
MUSIK: ( Männerstimme ) Don’t look any further Don’t look any further Someone to count on In a world ever changing
Mulder folgt ihr in die Kapelle
MULDER: Fall abgeschlossen.
MUSIK: Here I am, baby
MULDER: Sie haben sich die Akte nicht einmal angesehen, oder?
SCULLY: Ein Mann der aus dem Gefängnis ausbrach
MULDER: ( geht um sie herum ) Nicht nur irgendein Mann. DONNIE: Und er ist nicht nur ausgebrochen, er ging einfach hinaus. Er ist einfach aus einem Hochsicherheitsgefängnis hinausspaziert und niemand scheint zu wissen, wie er das getan hat.
SCULLY: Sind wir nicht darum hier?
MULDER: ( geht auf Scully zu ) Das ist, warum ich hier bin. Bei Ihnen bin ich mir da nicht so sicher. Warum sind Sie hier? Gehen Sie nach Hause Scully.
SCULLY: Mulder, dieser Fall macht mir nichts aus.
MULDER: Dieser Mann hat Sie entführt. Donnie Pfaster hat Sie so sehr geschockt wie nichts anderes, und es ist ok… dem aus dem Weg zu gehen.
SCULLY: Mulder, dieser Mann tut Leuten Dinge an, die sich keiner auch nur vorstellen möchte. Es ist nicht die Frage, ob ich bleiben soll. Ich habe keine Wahl. Also gehen wir an die Arbeit.
MULDER: Also… das ist nicht der erste Zwischenfall. Im letzten Jahr flüchteten in benachbarten Staaten zwei Häftlinge aus Hochsicherheitsgefängnissen. Um 6:06 heute morgen war Donnie Pfaster der Dritte.
SCULLY: 6:06? Und was ist daran so übernatürlich?
MULDER: Dutzende Augenzeugen, Aufseher, Gruppen von Leuten, und niemand scheint sich an irgendetwas zu erinnern. Für kurze Zeit wussten sie nicht mal, dass diese Häftlinge fehlen.
SCULLY: Wurden sie wieder gefasst?
MULDER: Nein, keiner dieser Männer wurde jemals wiedergesehen.

VERNEHMUNGSZIMMER
Mulder sitzt gegenüber von Brigham. Scully lehnt an der Wand und beobachtet die Szene.
BRIGHAM: Ich habe schon den Wärtern alles erzählt was ich weiß, alles was ich an diesem Tag sah.
MULDER: Ja, aber ich bin noch immer etwas verwirrt. Vielleicht können Sie es noch einmal berichten.
BRIGHAM: ( irgendwie stolz ) Ich bin ein Christ.
MULDER: Dann weiß ich, dass Sie mir die Wahrheit sagen.
BRIGHAM: Aber ich weiß nichts über Donnie Pfaster… ( zu Scully ) oder wie er ausbrechen konnte.
MULDER: Sie und Donnie Pfaster waren in der Werkstatt während oder ungefähr um die Zeit als er verschwand.
BRIGHAM: Es war nicht nur ich dort. Ich meine, es waren viele von uns in der Werkstatt.
MULDER: Ja, aber Ihnen ist etwas passiert. Sie hatten einen Unfall.
BRIGHAM: So etwas in der Art.
MULDER: Sie riefen den Wachen zu, dass Sie sich in die Hände gesägt hätten.
BRIGHAM: Meine Finger… ich sah, dass sie alle abgeschnitten waren. ( er hält seine Hände hoch. Jedoch sind alle Finger dran. )
MULDER: Andere sahen es auch…
BR

IGHAM:

Aber ich fühlte das sie nicht mehr da waren.
MULDER: Wie erklären Sie sich das?
BRIGHAM: Gott geht manchmal seltsame Wege, Bruder.
Mulder hebt und senkt seine nach oben zeigende Handfläche
BRIGHAM: ( wie in Trance ) Gloria, Amen.
Als Mulder seine Hand hebt und senkt, hebt und senkt sich Brighams Fuß ebenfalls und er wiederholt die Worte mit enthusiastischem Grinsen
BRIGHAM: Gloria. Amen. Gloria. Amen.
Mulder und Scully gehen in den Flur hinaus
MULDER: Post-hypnotische Suggestion. Haben Sie ihn gesehen?
SCULLY: Sie meinen, ob ich sah wie sich sein Fuß hob? Ja, ich habe es gesehen.
MULDER: Programmiertes Verhalten, hervorgerufen durch Suggestion; in diesem Fall durch eine rhythmische Bewegen der Hand, die in bewussten Zustand eine unbewusste Tat auslöst.
Mulder hebt und senkt seine Hand vor Scully
MULDER: Bei Ihnen klappt das nicht.
SCULLY: Ich weiß was Hypnose ist, Mulder.
MULDER: Gruppenhypnose.
SCULLY: Wenn Sie meinen, dass Donnie Pfaster mithilfe eines Las Vegas Tricks aus dem Gefängnis ausgebrochen ist, würde ich mir das noch mal überlegen.
MULDER: Mesmer konnte ganze Gruppen hypnotisieren und kommandieren.
SCULLY: Wie sollte sich Donnie Pfaster diese erstaunliche Möglichkeit angeeignet haben?
MULDER: Ich sagte nicht, das es Donnie war.
SCULLY: Wer dann?
MULDER: Drei Insassen werden aus drei verschiedenen Gefängnissen vermisst. Ein Mann hatte vermutlich Kontakt mit allen drei Verurteilten. Der Gefängniskaplan. ( Südstaatenakzent ) Gloria, Amen. ( Scully hört wieder den Song „Don’t Look Any Further“. Sie geht auf das Ventilatorgitter zu, um besser hören zu können ) Nicht Gott, der Kaplan. Scully, was ist?
SCULLY: Dieser Song – können Sie ihn hören?
MUSIK: Someone to count on
Mulder geht zu ihr
MULDER: Kaum.
MUSIK: Here I am, Stop where you’re standing
SCULLY: Ich habe diesen Song seit der High School nicht mehr gehört. Das ist das zweite Mal, dass ich ihn gehört habe.
MULDER: ( lächelnd ) Ich denke, wenn es ein Schmusesong war ist er jetzt für immer ruiniert hm?
MUSIK: Oh, babe, don’t look any further

HARRISBURG, ILLINOIS 12.52 Uhr BUSBAHNHOF.

IN DER NÄHE EINE ART DINNER

Donnie Pfaster, der jetzt zivile Kleidung trät, tritt ein und nimmt in einer Nische platz. Er schaut die Bediehnung an, die um die 40 ist. Er sieht sich ihre Finger besonders genau an. Die Nägel sind rot lackiert. Bluberry, eine billige Nutte, rutscht gegenüber von Donnie in die Nische.
BLUBERRY: Suchst du etwas zum Essen?
DONNIE: Ich?
BLUBERRY: ( versucht, ihren Körper zu zeigen ) Wie sieht’s mit dem Tagesmenü aus?
Donnie Pfaster schaut auf ihre Nägel. Sie sind blau – entweder von altem Nagellack oder von Unterernährung. Sie nimmt ihre Hände vom Tisch.
BLUBERRY: Du bist aber kein Drogenfahnder, oder?
DONNIE: Nein.
BLUBERRY: Du siehst dir meine Hände an.
DONNIE: Du könntest eine Maniküre gebrauchen.
BLUBERRY: Was bist du? Ein Perverser?
DONNIE: Ich… ich komme gerade aus dem Gefängnis.
Die Bediehnung registriert Bluberry
BEDIEHNUNG: Hey Schätzchen! Lass die Kunden in Ruhe!
DONNIE: Ich mache es umsonst.
BLUBERRY: Du kommst gerade aus dem Gefängnis und willst mir die Nägel machen?
DONNIE: Ich werde sogar deine Nagelhaut behandeln.
Sie lacht
ORISON: Du erhältst Gottes Gnade und das ist dein Dank dafür?
Donnie Pfaster sieht auf, so als würde Gott zu ihm sprechen
DONNIE: Was?
Orison steht neben der Nische. Donnie dreht sich zu ihm um
ORISON: Wer denkst du hat dich aus dem Gefängnis raugeholt?
DONNIE: ( irritiert ) Das interessiert mich nicht. Ich bin gerade beschäftigt.
ORISON: Die Gnade Gottes holte dich heraus und sie ist das Einzige wodurch du draußen bleiben kannst.
BLUBERRY: Ich dachte du verarschst mich.
ORISON: Er hat dich auserwählt Donnie.
Draußen sieht man einige Polizeiautos vorbeifahren
BLUBERRY: ( steht auf und geht ) Später.
DONNIE: ( wendet sich beschuldigend Orison zu, als er aufsteht ) Sie haben mich verpfiffen.
ORISON: Nein.
DONNIE: Dann tun Sie etwas.
ORISON: Ich habe ein Auto.
Orison hält einen Schlüsselbund mit verschiedenen Schlüsseln und einem Kreuz hoch
DONNIE: Wir werden es nicht bis zum Auto schaffen.
ORISON: Es ist in Seiner Macht.
Marshall Daddo und einige andere US Marshalls betreten das Diner, offensichtlich nach Donnie Pfaster Ausschau haltend. Als sie in erblicken, beginnt sich erneut alles in Slow Motion zu bewegen
ORISON: Gloria. Amen. Gloria. Amen.
Orison schüttelt seine Schlüssel. Einer der Kunden vor der Theke streckt die Hand aus und attackiert die Bediehnung. Daddo dreht sich von Donnie Pfaster weg, um die Situation zuerst zu regeln. Immer noch in Slow Motion, schreit die Bediehnung, greift nach der Kaffeekanne und schüttet ihrem Angreifer den heißen Kaffee ins Gesicht. Als Daddo sich wieder Pfaster und Orison zuwenden will, sind diese verschwunden. Draußen tritt Orison zwischen zwei parkenden Bussen hervor und dreht sich um, um ein älteres Model eines Autos zu sehen, dass direkt auf ihn zurast, gefahren von Donnie Pfaster. Das Auto fährt ihn an und hält dann, während Pfaster zurückschaut. Bluberry sitzt auf dem Beifahrersitz. Das Auto versucht im Rückwärtsgang noch mal Orison zu überfahren, aber er verfehlt den Reverend, als dieser sich blutend auf die Seite rollt. Er hat sichtlich Schmerzen, als Leute beginnen auf ihn aufmerksam zu werden. Pfaster wendet mit quietschenden Reifen und fährt weg.

GLEICHES DINER, SPÄTER TATORT
Mulder und Scully steigen aus ihrem Auto aus und gehen zu Daddo und den anderen Marshalls hinüber
MULDER: War er hier?
DADDO: Nun… Wir versuchen noch, das festzustellen.
SCULLY: Haben Sie ihn gesehen?
DADDO: Das ist eine gute Frage. Wir dachten, wir sahen etwas, aber offensichtlich nicht.
Die Beamten sehen unbehaglich drein
MULDER: Wir hatten einen Anruf über eine mögliche Sichtung des Verdächtigen.
Keine Antwort
MULDER: Irgendetwas ist hier passiert, hm?
BEDIEHNUNG: ( schenkt Kaffee ein ) Ein Kerl wurde von einem Auto angefahren.
DADDO: Ein Gefängniskaplan, ein Reverend Orison. Sanitäter brachten ihn ins Krankenhaus.
Scully hört den Song schon wieder im Radio, der neben dem Herd steht
MUSIK: Someone to count on
DADDO: Er ist in schlechter Verfassung.
MUSIK: In a world ever changing, Here I am, stop…
Scully geht zur Theke hinüber. Mulder sieht ihr nach
SCULLY: Entschuldigung, ahm. Könnten Sie das lauter stellen?
Die Bediehnung dreht lauter
SCULLY: ( Sieht sehr verwirrt aus, als sie sich den Song anhört ) Ja.
MUSIK: What you need is a lover Someone to take over Oh, Girl Don’t look any further And it’s strange When you think of the chances…

ST. CLARE KRANKENHAUS HARRISBURG, ILLINOIS
Krankenhaus, 16.20 Uhr Scully betritt Reverend Orisons Zimmer. Sie schaut sich seine Krankenblätter an
SCULLY: Sie können sich glücklich schätzen noch zu leben, Reverend Orison.
ORISON: Wer sind Sie?
SCULLY: Special Agent Dana Scully
ORISON: Glauben Sie an Gott, Agent Scully? Denn er glaubt an Sie.
SCULLY: ( tut das Gesagte nicht als Unsinn ab, interessiert sich aber nicht weiter dafür) ) Das ist schön… Aber mein Partner und ich sind mehr am Verschwinden von 3 Gefangenen aus Hochsicherheitsgefängnissen interessiert, in die Sie offenbar verwickelt sind.
ORISON: Seien Sie nicht beunruhigt. Gott hat sie zu sich genommen.
SCULLY: Was meinen Sie damit? Reverend?
ORISON: Sind Sie gläubig?
SCULLY: Das hier hat nicht mit mir zu tun, Sir.
ORISON: Es hat sehr viel mit Ihnen zu tun. Sie sind gläubig, waren gläubig. Sie hören Ihn wie Er sie ruft, aber Sie wissen nicht, was sie tun sollen.
Scully zieht ihr Kreuz heraus und hält es dem Reverend hin
SCULLY: Es ist nicht gerade schwer.
ORISON: Da wo Sie jetzt stehen sind Sie weder hier noch dort… sehnsüchtig… aber ängstlich auf ein Zeichen wartend. Aber die Zeichen sind überall.
SCULLY: Was passierte mit den Insassen, Sir?
ORISON: Alles hat einen Grund, Scout. ( Scully schaut geschockt auf ) Alles auf Gottes Erde. Jeden Moment, eines jeden Tages wartet der Teufel auf seine Chance. So ist es heute und so war es auch schon immer. Der Augenblick des Teufels ist für uns eine Ewigkeit.
Mulder betritt das Krankenzimmer
MULDER: ( sarkastisch ) Der gute Reverend. Wie geht es Ihnen? Oder sollte ich vielleicht sagen „Wie machen sie das“?
ORISON: Es ist Sein Wort. Ich bin nur der Bote der es verkündet.
MULDER: Nun, diese Botschaft kommt ein bisschen spät – ein bisschen spät und ein bisschen kalt um genau zu sein. Ich dachte, Sie wollen das vielleicht sehen.
Mulder gibt ihm einige Fotos. Sie zeigen die Prostituierte Bluberry, die tot in einer, bis zum Rand mit Blut und Wasser gefüllten Badewanne liegt. Ihre Haare und Fingernägel wurden abgeschnitten. Orison zuckt zusammen und schaut woanders hin
ORISON: Was ist das?
MULDER: Das Blut des Opferlamms, Reverend. Das Werk von Mr. Donnie Pfa

ster – ein junges Mädchen, dass er am Busbahnhof mitgenommen hat.

ORISON: ( traurig ) Oh Herr.
MULDER: Wo ist er Reverend?
ORISON: Er hat mein Auto genommen. Sie sollte nicht sterben.
MULDER: Nein. Donnie sollte sterben. Sie würden ihn umbringen. Darum haben Sie ihn befreit. Gott weiß, dass Sie dazu im Stande wären. ( zu Scully ) Reverend Orison ist in Wirklichkeit Robert Gailen Orison. 1959 wegen Mordes verurteilt. Er saß 22 Jahre in Soledad.
ORISON: Gott sprach zu mir. Er sagte, ich solle auf Donnie aufpassen.
MULDER: Als Gott zu Ihnen sprach, Reverend, hat er da vielleicht erwähnt wo Donnie hingeht?
Mulder bekommt keine Antwort. Scully und er gehen in den Flur
SCULLY: Wo gehen Sie hin, Mulder?
MULDER: Beweisen, dass dieser Mann ein Lügner ist.
SCULLY: Wie beweisen Sie, dass jemand nicht von Gott angeleitet wird? Sie glauben nicht, dass so etwas passiert?
MULDER: Gott ist ein Zuschauer, Scully. Er liest nur die Ergebnisse.
SCULLY: Ich glaube das nicht.
MULDER: Sie denken, dass Gott diesen Mann lenkt? Sie denken, dass Er ihn zum töten beauftragt?
SCULLY: Donnie Pfaster ist nicht tot; und wir wissen auch nicht ob die anderen Insassen die flüchteten tot sind.
MULDER: Sie denken, dass Gott in dazu anleitet, diese Gefangenen freizulassen um sie dann zu töten?
SCULLY: Nein, aber ich glaube das Reverend Orison glaubt was er sagt… dass es Gott ist, der ihn anleitet.
MULDER: Ja, viele Verrückte tun das. Hat er jemals zu Ihnen gesprochen?
SCULLY: ( getroffen ) Ich versuche das nicht als Beleidigung zu sehen.
MULDER: ( neugierig ) Was hat er gesagt.
Scully seufzt
SCULLY: Mulder, ich habe diesen Song schon dreimal gehört. Es beideutet Ihnen vielleicht nichts, aber es bedeutet etwas für mich.
MULDER: Was bedeutet er?
SCULLY: Ich habe vorher nie darüber nachgedacht. Es hat mir nie etwas bedeutet, bis gestern, als es mich an etwas erinnert hat.
MULDER: ( fragt sanft ) Was?
SCULLY: ( seufzt nochmals ) Als ich 13 war, war mein Vater in San Diego stationiert. Ich hörte im Radio gerade diesen Song, als meine Mutter hereinkam und mir sagte, dass mein Sonntagslehrer umgebracht wurde.
MULDER: ( mitfühlend ) Hmm…
SCULLY: Er wurde in seinem Vorgarten umgebracht. Das war das erste mal, dass ich fühlte, das es das wirklich Böse in der Welt gibt. Mulder, Reverend Orison nannte mich „Scout“. Das ist der gleiche Name mit dem mich mein Sonntagslehrer immer angesprochen hat. Donnie Pfaster floh um 6.06 Uhr aus dem Gefängnis. Das ist genau die Zeit, als ich gestern morgen aufwachte, als der Strom ausfiel.
MULDER: Was denken Sie, versucht Gott Ihnen zu sagen?
Scully weiß keine Antwort
MULDER: OK, schon gut. Kommen Sie mit, Scout. Ich zeige Ihnen wie der Reverend mit Gott spricht.

STRASSENRAND
Donnie Pfaster hat Reverend Orison's Auto am Straßenrand einer Landstraße geparkt. Er hört sich den Polizeibericht im Radio an
REPORTER: Die Polizei ist in einer über vier Staaten gehende Jagd nach einem Häftling involviert, der aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Marion, Illinois entflohen ist. Er wurde zuletzt gesehen, während er einen grünen 1970 Chevrolet Impala mit einem schwarzen Vinyldach gefahren hat. Er ist ca. 1,80 groß, gut gebaut…
Pfaster steigt aus und benutzt ein Taschenmesser um das Dach des Impalas herunterzuschneiden. Im Kofferraum findet er zwei Gefängnisanzüge, die er zur Seite legt. Dort findet er auch eine Sporttasche. Pfaster öffnet sie, wirft eine Bibel heraus und zieht dann einen Geldbeutel mit einem Führerschein heraus, der Reverend Orison gehört. Darauf steht die Adresse: Robert Gailen Orison, 1476 Wicks St., Equality, Illinois 62934. Er hält einen Schlüsselbund mit einem Schlüssel hoch, den er auch in der Tasche gefunden hat und schmeißt den Kofferraumdeckel zu.

KRANKENHAUS
Mulder und Scully sehen sich eine CT von Reverend Orisons Gehirn an.
MULDER: Ein zerebrales Ödem.
SCULLY: Eine Gehirnschwellung – ein Trauma, das nicht ungewöhnlich ist für diese Art Kopfverletzung oder Unfall.
MULDER: Außer das dieses hier nicht zufällig entstand. Die Sache sieht für mich so aus, als wäre sie selbst verschuldet. Es ist ein schmales Loch hier im Schädel, welches ermöglicht, dass Sauerstoff in die Schädelhöhle einströmt. Als Ergebnis wird durch Reverend Orisons Gehirn dreimal mehr Blut gepumpt als normal.
SCULLY: Und er hat das selbst getan?
MULDER: Ja. Ich schätze das er – das er es vielleicht tat, als er zum ersten Mal ins Gefängnis kam – und dort zum ersten Mal lernte, seine Kräfte zu benutzen.
SCULLY: „Seine Kräfte“?
MULDER: Es gibt eine Theorie, dass an diesem Punkt in der Evolution unsere mentalen Fähigkeiten nur durch ungenügende Sauerstoffzufuhr begrenzt ist. Vor Jahrhunderten entfernten Heilige Männer in den peruanischen Anden tatsächlich Teile ihres Schädels oder schlugen kleine Löcher hinein, um die Blutzufuhr zu erhöhen.
SCULLY: Also ermöglicht dieses Loch in seinem Schädel Reverend Orison den Gefangenen bei der Flucht zu helfen.
MULDER: Die Ausübenden fanden heraus, dass sie einige mentale Tricks anwenden konnten. Einer wird „Die Welt anhalten“ genannt.
SCULLY: Niemand kann die Welt anhalten, Mulder. Egal wie viele Löcher jemand in seinem Kopf hat.
MULDER: Ja, aber könnte es nicht möglich sein, dass solch ein Loch die Wahrnehmung verändert wodurch eine alternative Version der Realität kreiert wird, die dann mit Hilfe von Hypnose auf andere projeziert wird?
SCULLY: Aber warum? Ich meine selbst wenn er es könnte, warum?
MULDER: Donnie Pfaster verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne eine Möglichkeit auf Begnadigung. Das ist das letzte Urteil soweit es die Gesellschaft betrifft, aber nicht in den Augen Gottes oder in den Augen eines Mannes der sich für Gottes Werkzeug hält.
SCULLY: Nun, wenn Reverend Orison dazu bestimmt ist Donnie Pfaster zu töten, warum ist er dann immer noch am Leben?

KRANKENZIMMER VON REVEREND ORISON ABENDS
Ein Marshall bewacht den Eingang, er liest Zeitung. Das Piepen des Monitors der den Puls anzeigt wird langsamer und fällt
MARSHALL: Was?
ORISON: Gloria, Amen, Gloria, Amen, Gloria, Amen.
Der Herzmonitor piept jetzt noch langsamer. Reverend Orison steht aus seinem Bett auf. Der Marshall hindert ihn nicht, Er blickt verwirrt in die Gegend und ist erstarrt. Das Piepen geht kontinuierlich weiter. Der Marshall ist in Trance und hält immer noch die Zeitung. Reverend Orison nimmt die Pistole des Marshalls und verlässt den Raum.

APARTMENT
Ein Apartment, dass altmodisch eingerichtet ist. Donnie Pfaster ist in der Küche. Er trägt nur eine weiße Unterhose und blaue Slipper. Er wird gerade fertig, eine Plastiktüte zuzumachen und nimmt den anderen Gefrierbeutel von der Anrichte auf. Beide beinhalten Frauenfinger. Er legt beide Tüten in den Gefrierschrank neben ein paar Waffeln. Es klopft an der Tür. Donnie Pfaster lächelt und antwortet ohne die Türkette zu entfernen. Es ist eine Frau in Rot, ein hochkarätigeres Callgirl als Bluberry es war. Sie trägt ein enges rotes Kleid. Ihr Haar hat ein tiefes Rot, wurde hochgesteckt und es fallen ein paar einzelne Locken heraus.
LADY IN RED: Sind Sie Donald?
DONNIE: Ja.
LADY IN RED: Ich bin vom Tip-Top Gentlemen Service.
Er entfernt die Türkette, lässt sie herein und schließt die Tür
LADY IN RED: Das ist nicht deine Wohnung, oder?
DONNIE: Nein, warum?
LADY IN RED: Weil ich die Treppe heraufkam und von dem Vermieter gestoppt wurde- als ob das seine Aufgabe wäre. Er sagte mir, ein Reverend Orison würde hier wohnen. Du bist kein Priester, oder?
DONNIE: Nein.
LADY IN RED: Gut. Die wollen immer die bizarrsten Sachen. ( Sie zieht ihre Jacke aus und legt sie auf die Couch ) Du weißt was ich meine?
Donnie Pfaster starrt auf ihre Finger und blickt dann zu ihrem Haar hoch, was er ebenfalls anstarrt. Donnie leckt sich über die Lippen
LADY IN RED: Geht’s dir gut?
DONNIE: Ja.
LADY IN RED: Möchtest du etwas sagen?
DONNIE: Dein Haar ist sehr schön.

REVEREND ORISON'S WOHNUNG SPÄTER
Eine der manikürten Hände der Lady tauchen aus dem Schaum auf um das Wasser abzustellen. Sie lehnt ihren Kopf zurück auf den Rand der Wanne und schließt die Augen. Kerzen brennen im ganzen Raum. Donnie Pfaster, der jetzt einen Bademantel trägt betritt das Bad mit einer Hand voll Haarpflegemitteln
LADY IN RED: Was tust du?
DONNIE: Ist dein Haar chemisch behandelt?
LADY IN RED: Mein Haar?
DONNIE: Ich weiß nicht, welches Produkt ich benutzen soll.
LADY IN RED: Du benutzt überhaupt kein Produkt – Ich bin sauber, mein Haar ist sauber, wenn du so drauf bist, sollte ich vielleicht gehen.
Sie steht auf
DONNIE: Ich werde ein Gentleman sein.
LADY IN RED: OK, sei ein Gentleman und gib mir ein Handtuch. Ich werde jetzt gehen.
Donnie willigt ein und lässt die Produkte ins Waschbecken fallen. Er nimmt ein Handtuch und wickelt es um sie als sie steht. Er sieht genau auf ihren Nacken. Die Haarlinie ist jetzt nass und er sieht zwei verschiedene Haarlinien
DONNIE: ( wütend ) Das ist eine Perücke! Sie haben mich belogen. ( Er reißt die Perücke von ihrem Kopf ) Du hast mich belogen!
Als er vor lauter Wut die Perücke ins Waschbecken wirft, nimmt die Lady eine der Kerzen und schüttet Donnie das heiße Wachs ins Gesicht. Dann verpasst sie ihm eine und er fällt und trifft mit dem Gesicht auf dem Waschbecken auf bevor er zu Boden fällt. Sie rennt aus dem Raum

KRANKENHAUS
SCULLY: Wo ist er hin?
MULDER: Marshall?
Keine Antwort. Mulder schlägt ihm vorsichtig ins Gesicht um ihn aufzuwecken
MARSHALL: ( verwirrt ) Was?
SCULLY: Der Gefangene… der Mann den Sie in diesem Raum bewacht haben. Was ist mit ihm passiert?

-valign="top"

MULDER: ( schaut auf das leere Holster des Marshalls ) Er ist weg, Scully, genauso wie die Waffe des Marshalls.
SCULLY: Sie haben ihn nicht gesehen?
Der Marshall steht auf und geht traumatisiert im Raum herum um erst alles zu begreifen
MULDER: Gehen wir, Scully.
Scully findet ein Blatt Papier auf dem Beistelltisch. Sie hebt es auf und liest es
MULDER: Was ist das?
SCULLY: Was bedeutet das?
Scully zeigt Mulder den Zettel. Darauf steht „Don’t look any further“
MULDER: Haben Sie es ihm gesagt?
SCULLY: Nein, ich habe es nur Ihnen erzählt.
MULDER: Oh, er muss uns belauscht haben als wir im Flur geredet haben.
SCULLY: Ich habe den Namen des Songs aber nicht erwähnt.
MULDER: Ich bin mir sicher, Sie haben.
SCULLY: Nein, ich bin mir sicher, das ich ihn nicht erwähnte, Mulder.
MULDER: Nun, vielleicht ist es für Sie bestimmt. Suchen Sie nicht weiter.

BADEZIMMER, REVEREND ORISONS WOHNUNG
Donnie Pfaster steht auf und beugt sich über das Waschbecken um sich das Wachs abzukratzen. Er sieht in den Spiegel, Blut tropft aus einer Platzwunde an der Schläfe, als Reverend Orison hinter ihm eine Pistole lädt
ORISON: Wer Menschenblut durch Menschen vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden.
DONNIE: Was tun Sie?
ORISON: Ich bringe dich nach Hause. Die Bösen… werden bestraft werden.

UNBEKANNTER ORT NACHTS
Reverend Orison hebt ein Grab aus, neben ihm kniet Donnie Pfaster mit hinter dem Rücken gebundenen Händen
ORISON: Bete um Gottes Liebe, Donnie. Finde die Demut die dir erlaubt, Gott in dein Herz zu lassen. Alles was du tun musst, ist glauben. Bereue. Du wirst fühlen, dass Gottes Liebe kommt um dir den Weg in Sein himmlisches Königreich zu zeigen.
Donnie Pfaster schluchzt und weint leise. Orison zeigt mit einer Pistole auf Donnie Pfasters’ Gesicht.
ORISON: Bereust du, was du getan hast?
DONNIE: Sie… ( murmelt )
ORISON: Was hast du gesagt?
DONNIE: Niemals… nein… nein…
ORISON: Warum weinst du?
DONNIE: Ich kann nicht… Ich kann nicht…
ORISON: Erbitte seine Vergebung für das, was du diesen Frauen angetan hast. Was du diesen armen, hilflosen Frauen angetan hast…
DONNIE: Meine Gewalt wartet immer… auf eine Gelegenheit. Wenn Er sich umdreht. Sie können es jetzt sehen…
ORISON: Weinst du wegen deiner Sünden? Oder wegen dir selbst?
DONNIE: Nein, Reverend. Ich weine Ihretwegen. Denn Sie können mich nicht töten.
Donnie Pfasters Gesicht verwandelt sich in das eines Dämons. Orison weicht zurück.
Schnitt

GRABSTELLE NÄCHSTER TAG
Ein Team der Polizei legt Reverend Orisons Leiche frei. Mulder und Scully beobachten die Szene
MULDER: Wissen Sie, es ist schon komisch, wenn alles gesagt und getan ist, ist da nicht mehr viel misteriöses an einem Mord.
SCULLY: Dafür schulde ich Ihnen eine Entschuldigung, Mulder.
MULDER: Was meinen Sie?
SCULLY: Sie hatten recht. Ich habe zu sehr nach Verbindungen gesucht, die nicht da waren. Orison war ein Mörder, ganz einfach. Er befreite diese Gefangenen, so konnte er sie hier rausbringen und sein Urteil über sie verhängen.
MULDER: Ich schätze auf seinem eigenen verdrehten Weg hat er sich mit Gott versöhnt. Gloria, Amen. Gehen wir nach Hause Scully.
SCULLY: Wissen Sie, das der Anruf der bei der Polizei einging von Donnie Pfaster war? Es ist fast so, als würde er darum betteln gefangen zu werden.
MULDER: Diese X-Akte ist geschlossen, sie liegt dort tot in einem selbstgeschaufelten Grab. Lassen Sie die Marshalls von hier an übernehmen. Suchen Sie nicht weiter, Scully.

SCULLY'S WOHNUNG ABENDS
Donnie Pfaster betritt die Wohnung und schaut sich um. Er geht in ihr Schlafzimmer und nimmt die Bibel, die auf der Kommode vor ihrem Bett liegt und legt sie in eine Schublade. Scully betritt die Wohnung und macht überall Licht. Auf dem Weg ins Schlafzimmer legt sie ihre Schlüssel auf den Tisch. Im Schlafzimmer legt sie ihre Pistole auf den Schrank und beginnt ihre Sachen auszuziehen während Donnie Pfaster sie aus dem Wandschrank heraus beobachtet

SCULLY'S WOHNUNG ETWAS SPÄTER
Sie knöpft gerade das Hemd ihres grauen Flanellpyjamas zu, während Donnie Pfaster sie aus dem Wandschrank aus beobachtet. Gruselig. Scully will gerade ihre Arbeitssachen in den Wandschrank packen, als sie sieht, dass ihr Wecker wieder 6:66 anzeigt. Sie nimmt den Wecker auf, als der Strom abermals ausfällt. Der Raum ist in Dunkelheit gehüllt. Nur vereinzeltes Licht der Straßenlampen fällt herein. Scully schaut die Schranktür an, die nur angelehnt ist. Sie realisiert das etwas nicht stimmt und wirft sich mit aller Kraft gegen die Tür um sie zu schließen, als diese im selben Moment auffliegt und Donnie Pfaster herausstürmt.)

SCHNITT ZU MULDER'S WOHNUNG
Sein Telefon klingelt. Der Anrufbeantworter läuft an.
MULDER: ( aufgenommene Stimme ) Hier ist Fox Mulder. Hinterlassen Sie bitte Ihre Nachricht nach dem… ( Piep )
DADDO: Agent Mulder, Marshall Daddo hier in Marion. Ich habe mit einem Callgirl gesprochen, die Donnie Pfaster als Angreifer anzeigen will. Sie sagt das Donnie Pfaster die Fassung verlor, weil sie eine rote Perücke trug. Sie behauptet, dass er wütend war, weil sie nicht rothaarig ist. Bedeutet Ihnen das irgendwas? Ich warte auf Ihren Rückruf.
Als der Anrufbeantworter auflegt, betritt Mulder in diesem Moment die Wohnung. Er hört seine Nachrichten nicht ab

SCHNITT ZU SCULLY'S WOHNUNG
Scully wird gegen die Wand geworfen. Pfaster richtet sie auf und hält sie hoch an die Wand gedrückt, er würgt sie dadurch. Sie schlägt zurück und schafft es, Pfasters Augen mit ihren Daumen zu zerkratzen. Er schreit vor Schmerz auf und lässt Scully los, als er nach seinen Augen langt. Sie schlägt ihn und rennt durch das Zimmer um ihre Pistole zu nehmen. Pfaster läuft ihr nach, packt sie wieder und schleudert Scully gegen den Spiegel, der zerbricht. Die Stücke fallen überall hin und sie verliert durch den Aufprall ihre Waffe. Scully tritt Pfaster, rennt in lauter Panik zu ihrem Telefon im Flur um 911 zu wählen. Donnie hetzt ihr nach und wirft sie zu Boden. Scully liegt auf dem Bauch und Pfaster hockt sich über sie, um ihr die Hände zu fässeln
SCULLY: Gehen Sie zum Teufel!
Donnie Pfaster hält ihre Hände auf dem Rücken. Er schaut sich ihre Nägel an
DONNIE: Wer macht dir die Nägel, kleines Mädchen?
SCULLY: ( versucht, einigermaßen vernünftig zu sprechen ) Lassen Sie mich gehen! Der einzige Grund warum Sie noch am Leben sind ist, dass ich den Richter darum gebeten habe. Der einzige Grund, warum Sie noch am Leben sind ist, dass wir Sie nicht getötet haben, als wir es konnten.
DONNIE: Du bist die einzige, die entwischt ist. Du bist alles, woran ich denke.
SCULLY: Ich bin Bundesagentin. Sie tun mir irgendetwas und Sie werden Ihnen diesmal keine Gnade mehr geben.
DONNIE: Ich werde dir jetzt ein Bad einlassen.
Scully schreit. Pfaster hält ihr den Mund zu

SCHNITT ZU MULDER'S WOHNUNG
Er ist im Badezimmer, Zähne putzen. Er geht in sein Schlafzimmer um seinen Radiowecker zu stellen. Der letzte Alarm war auf 07:00 Uhr gestellt. Er stellt ihn auf 5:00 morgens. Während er es einstellt, hört er ein Fragment des Songs „Don’t Look any further“. Er schaltet zurück während er die Zähne fertig putzt und schluckt die Zahncreme. Er schaut besorgt auf das Radio
MUSIK: Don’t look any further Day-o, umba, day-o Mambu ji ay-o

SCHNITT ZU SCULLY'S WOHNUNG
Donnie Pfaster hat Scullys’ Hände hinter ihrem Rücken mit ihrer eigenen Strumpfhose zusammengebunden. Ein anderes Paar hat er dazu benutzt, sie zu knebeln. Er zieht sie Füße voraus, in den Schrank
DONNIE: Sei jetzt brav und mach mir keine Probleme.
Donnie Pfaster schließt die Tür und geht in ihr Badezimmer. Scully hört Wasser laufen und ihr Telefon klingeln. Pfaster drück „Play“ an ihrer Stereoanlage. „Don’t look any further“ ertönt

SCHNITT ZU MULDER'S WOHNUNG
Mulder liegt auf seinem Bett mit dem Telefon in der Hand, er hängt auf und steht auf

SCHNITT ZU SCULLY'S WOHNUNG
Donnie Pfaster füllt Scullys Badewanne mit Wasser und Schaumbad

SCHNITT ZU SCULLY
Scully, die immer noch im Schrank liegt, schaut angestrengt durch den Türspalt zu ihrer Waffe auf dem Schlafzimmerboden. Sie schaut zur Türklinke hoch

SCHNITT ZU PFASTER
Donnie Pfaster testet das Badewasser und stellt es aus

SCHNITT ZU SCULLY
Scully steht im Schrank und öffnet die Tür mit ihren gefesselten Händen

SCHNITT ZU PFASTER
Donnie Pfaster hebt eine ihrer Shampooflaschen auf, Willow Lake, Lamour Corporation, Minneapolis
MUSIK: Ooh Oh, whoa whoa Oh Someone to count on In a world ever changin’ Here I am Stop where you standin’

SCHNITT ZU SCULLY
Scully versteckt sich unter dem Bett, als Donnie Pfaster vorbei in einen anderen Raum geht
MUSIK: What you need is a lover Someone to take over Oh, girl Don’t look any further And it’s strange When you think of the chances That we’ve both been in a state of mind Too cool to be careless Lookin’ for the right thing
Scully versucht auf die andere Seite des Bettes zu gelangen, wo ihrer Waffe liegt. Währenddessen ist Donnie Pfaster, kerzensuchend, in ihre Küche gegangen, hat eine Schublade mit Besteck herausgezogen und betrachtet jetzt die Messer und verschiedene Scheren und Messer
MUSIK: Oh baby Don’t look any further Tonight We’re gonna take a trip to paradise Rockin’ all night long B

aby Daylight Daylight I’ll still lookin’ in your heavenly eyes And we’ll go on and on

Scully ist nahe bei ihrer Waffe doch sie erstarrt angstvoll, Blut tropft aus ihrer Nase, als Donnie Pfaster abermals vorbeigeht
MUSIK: Day-o umba day-o Mambu ji ay-o Don’t look any further Day-o umba day-o Mambu ji ay-o Don’t look any further
Im Badezimmer hat Donnie Pfaster viele Kerzen angezündet. Er hat sie alle in Scullys Wohnung gefunden
MUSIK: Someone to count on In a world ever changing Here I am baby Stop right where you standin’ What you need is a lover Someone to take over
Scully schafft es, ihre gefesselten Hände von hinter ihren Rücken nach vorn zu bringen, indem sie ihre Füße - die in flauschige Hausschuhe gekleidet sind - durch die gefesselten Hände manövriert. Sie kriecht über die vielen Scherben auf ihre Pistole zu. Im Wohnzimmer schaltet Donnie Pfaster die Stereoanlage aus und macht sich auf zu Scully. ---- Die Slow Motion Sequenz beginnt. ---- Mulder tritt durch die Eingangstür und zielt mit seiner Waffe auf Donnie Pfaster. Pfaster reagiert nicht, stattdessen dreht er seinen Kopf als Scully den Raum betritt. Ihre Hände sind nicht mehr gefesselt, der Knebel hängt um ihren Hals und ihre Waffe hält sie lose in der Hand. Sie ist ausschließlich auf Donnie Pfaster fixiert. Mulder fragt etwas, man hört es aber nicht, da immer noch alles in Zeitlupe abläuft. Man sieht eine Patronenhülse auf den Boden fallen, Scullys Gesicht wird von einem Schuss erleuchtet, Donnie Pfaster reagiert leicht, als die Kugel in trifft. Mulder duckt sich als das Flurlicht durch die Kugel ausgelöscht wird. Er starrt Scully an , die immer noch ihre Waffe hält, mit der sie die Kugel in Donnie Pfasters Brustkorb abgefeuert hat. Die Szene endet, indem man den Schuss hört.

SCULLY'S WOHNUNG SPÄTER TATORT
Mulder sprictht mit einem Polizeibeamten, als er sieht wie Scully, umwickelt mit einer Decke, zurück in ihr Schlafzimmer geht und die Türe schließt
MULDER: Entschuldigen Sie mich.
COP: Ja, natürlich.
Scully schließt das Fenster und legt die Decke ab. Mulder betritt ihr Schlafzimmer
MULDER: Wenn Sie ein paar Sachen packen, können wir gehen.
SCULLY: Ja.
Scully zieht ihre Bibel aus der Schublade heraus, in die Donnie Pfaster sie gelegt hatte. Sie schaut Mulder an
MULDER: Sie können sich nicht selbst verurteilen.
SCULLY: ( setzt sich auf’s Bett ) Vielleicht muss ich das gar nicht.
MULDER: Die Bibel erlaubt es, sich zu rächen.
SCULLY: Aber das Gesetz nicht.
MULDER: ( lehnt sich zu ihr ) So wie ich das sehe hat er Ihnen keine Wahl gelassen. Und mein Bericht wird genau das zeigen, wenn Sie sich darüber sorgen machen. Donnie Pfaster hätte sicherlich wieder gemordet wenn er die Chance bekommen hätte.
SCULLY: Er war böse, Mulder. Ich war mir sicher, ohne Zweifel. Aber da ist eine Sache, bei der ich mir nicht sicher bin.
MULDER: Was ist das?
SCULLY: Wer arbeitete in mir? Oder was… was brachte mich… was brachte mich dazu abzudrücken.
MULDER: Sie meinen, was wenn es Gott war?
SCULLY: Ich meine… was, wenn Er es nicht was.
Mulder hat keine Antwort darauf. Der Bildschirm wird schwarz


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