5X10 Ein Spiel (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


5X10 Ein Spiel
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!
Hi!
Nach langer Zeit auch mal wieder von mir ein Transcript. Ich hab mir die Stephen King-Folge "Ein Spiel" vorgenommen. Echt zum Gruseln *g*
Feedback, Kritik oder Anregungen irgendwelcher anderen Art ist ausdrücklich erwünscht. Meine Email findet ihr am Ende des Transcripts.
Danken möchte ich hierbei noch mal allen, die hierbei geholfen haben. Das wären zum einen KIT-X (einige Tipps, Beta-Lesen) und zum anderen dana d., die mir bei einigen Wörtern geholfen hat. THX TO YOU ALL !
Eine kleine Anmerkung zu der Folge wollte ich noch loswerden: Und zwar heißt die Folge - nachträglich geändert - außerhalb der USA nicht "Chinga", sondern "Bunghoney". Denn Chinga ist im Spanischen so ungefähr synonym zu "copulación".
Und noch eine Anmerkung von KIT-X: Für alle, die es NICHT wissen sollten, Maine ist das Heimatland Stephen Kings, und somit ist es durchaus nicht verwunderlich, warum er diesen Bundesstaat der USA für seine Story genutzt hat.
HAVE PHUN NOW, spooky17

MAINE


Ein Auto mit dem Kennzeichen "MAINE 384M 95" steht auf dem Parkplatz eines Supermarkts. Drinnen sitzt Polly Turner und hält ihre Puppe fest. Ihre Mutter Melissa geht zu ihrer Tür und öffnet sie. Polly schaut verärgert/traurig.

MELISSA: So mein Schatz. Wir werden jetzt ein paar Sachen einkaufen, wir bleiben nicht lange. Ja, Polly? Polly schaut sie böse an, antwortet aber nicht. Mami braucht ein paar Lebensmittel, weißt du?

Melissa schnallt sie ab, und Polly steigt mit ihrer Puppe aus. Als sie zum Supermarkt gehen, kommt gerade eine altere Frau heraus, Jane Froelich. Sie sieht die beiden an, die reagieren jedoch nicht auf den scharfen Blick. Innen: Melissa fährt schnell und unruhig den Wagen durch den Gang. Polly sitzt im Kindersitz, mit ihrer Puppe in den Armen. Als sie am Fleischerstand vorbeigehen, kommt gerade Dave aus einem Hinterraum.

POLLY: Ich mag diesen Laden nicht, Mami.

MELISSA: Wir bleiben doch nur ein paar Minuten.

POLLY: Ich will jetzt nach Hause fahren!

Die Augen der Puppe öffnen sich, und sie spricht mit einer hohen, verzerrten Stimme.

PUPPE: Lass uns ein bisschen Spaß haben!

Als sie an den Glas-Kühlschränken vorbeigehen, sieht Melissa in der Scheibe ein Bild vom blutüberströmten Dave.

(Anm. v. spooky17: Nach dem englischen Transcript sagt Dave hier auch noch "Hilfe, Melissa". Das wurde bei uns leider wegen der blutigen Szene geschnitten. KIT-X-NOTIZ: Wie noch einiges anders... *seufz*)

Sie fährt schnell zur Kasse.

MELISSA: Wir fahren nach Hause Polly. Bitte, tu Mami das nicht an.

Als sie Polly aus dem Sitz nimmt, hört man ein Glas zerspringen. Eine Frau, die sich schlägt und sich die Augen auskratzt, hat es fallen gelassen. Melissa rennt aus dem Laden. Jetzt fangen alle damit an, sich zu verletzen. Dave kommt aus dem Hinterraum der Fleischabteilung nach vorne, und sieht, wie sich alle an ihre Augen fassen. Als er auch damit anfängt, geht er schnell wieder zurück nach hinten und wählt den Notruf.

DAVE: Hier ist Dave, der Metzger aus dem Supermarkt. Wir brauchen hier sofort Hilfe.

Dave sieht in einer spiegelnden Metalltür die Puppe hinter sich.

PUPPE: Ich will jetzt spielen.

Er dreht sich um und nimmt sein Messer raus, um sich zu verteidigen. Doch die Puppe übernimmt die Kontrolle über ihn und er sticht sich damit selber.

Vorspann
MAINE

Scully fährt ihr Cabrio an eine Tankstelle. Sie trägt eine Sonnenbrille und ein T-Shirt mit der Aufschrift: "MAINE - THE WAY LIFE SHOULD BE". Ihr Handy klingelt. Sie holt die Autoschlüssel, öffnet den Kofferraum und holt ihr Handy aus einem Koffer. Sie nimmt ab.

SCULLY: Scully.

Mulder steht an einem Stuhl und wackelt darauf herum. Er ist anscheinend sehr gelangweilt.

MULDER: Hey Scully, ich bin's.

SCULLY: Mulder, wir hatten doch vereinbart, dass wir uns beide das Wochenende frei nehmen.

MULDER: Ja, schon richtig. Ich weiß, aber ich hab gerade eine neue Information erhalten, und zwar über einen Fall, der eine klassische X-Akte ist. Und die wollte ich Ihnen mitteilen.

SCULLY: Mulder, ich bin jetzt in Urlaub. Das Wetter ist schön und ich freue mich darauf, einfach loszufahren und die gute Luft von Neu-England zu genießen.

MULDER: Sie haben doch kein Cabrio gemietet, oder?

SCULLY: Wieso?

MULDER: Kennen Sie etwa die Statistik über Enthauptungen nicht?

SCULLY: Ähh, Mulder, ich werde jetzt auflegen, und mein Telefon werde ich ausschalten. Am Montag sehen wir uns wieder.

MULDER: Sie sollten auch nicht gleichzeitig Auto fahren und telefonieren. Kennen Sie etwa die Statistik Knack über... Hallo?

Scully hat aufgelegt. Sie fährt ihr Auto rüber zum Supermarkt-Parkplatz und kollidiert dabei fast mit dem schnell ausparkenden Auto von Melissa. Scully sieht rüber zum Ausgang und wundert sich, als sie einen alten Mann mit blutigem Gesicht rauskommen sieht. Sie steigt aus, zieht sich ihre Jacke über und geht rüber zu ihm.

SCULLY: Sir? ... Sir, was ist passiert?

MANN: Ich ähh... Wir brauchen hier einen Arzt.

Scully geht rein. Überall liegen und knien die Leute weinend auf dem Boden. Alle haben Verletzungen an den Augen. Der Filialleiter kommt zu Scully.

LEITER: Wer sind Sie denn?

SCULLY: Ich bin... Mein Name ist Scully und ich bin FBI-Agentin. Was ist hier passiert?

LEITER: Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Aber Dave, der Metzger...Ich fürchte, er ist tot.

Er zeigt nach hinten. Scully geht ins Hinterzimmer und sieht Dave mit einem Messer im Auge auf dem Boden liegen.


ABTEILUNG X-AKTEN
FBI ZENTRALE
WASHINGTON DC


Mulder sitzt an seinem Schreibtisch und isst Sonnenblumenkerne. Er schaut sich ein Video an. Aus dem Fernseher kommen laute Stöhn-Geräusche. Das Telefon klingelt. Er geht ran.

MULDER: Mulder.

SCULLY: Mulder, ich bin's.

MULDER: Ich dachte, Sie wären in Urlaub.

SCULLY: Bin ich auch. Ich bin hier oben in Maine.

MULDER: Und ich dachte, Sie wollten von niemandem gestört werden und Ihren Kopf auslüften lassen?

SCULLY: Keineswegs. Ich meine, natürlich schon... ich ähh...W.. W.. Was sehen Sie sich da gerade an, Mulder?

MULDER: Etwas mit tödlichen Bienenschwärmen. Sie sagten, Sie wären nicht erreichbar? Was ist los?

Er stoppt das Video.

SCULLY: Ich ähh... Ich bin hier in einem Supermarkt. Ich versuche nur, der örtlichen Polizei zu helfen.

Scully steht mit zwei Polizisten im Überwachungsraum, und sie sehen sich das Video an, wie sich die Leute die Augen auskratzen.

MULDER: Zu helfen? Wobei?

SCULLY: Tja, ich weiß nicht recht, wie ich das beschreiben soll, Mulder. Ich hab es ja nicht selbst gesehen, aber es hat offenbar einen Ausbruch von Gewalt bei diesen Menschen hier gegeben, die sich allerdings unfreiwillig so verhalten.

MULDER: Gewalt? Gegen wen?

Mulder macht den Fernseher aus. Er zeigt einen Mann, der von Bienen angegriffen wird. (Das Video wurde jedoch schon angehalten!)

SCULLY: Gegen sich selbst.

MULDER: Gegen sich selbst?

SCULLY: Ja, sie schlagen sich ins Gesicht und zerkratzen sich die Augen. Ein Mann ist tot.

MULDER: Wie ist er gestorben?

SCULLY: Er hat sich selbst erstochen, so wie's aussieht.

MULDER: Ha... Das hört sich ja beinah so an, als ob Sie sich da mit Zauberkräften oder Hexerei beschäftigen müssen?

SCULLY: Nein, ich halte es weder für Zauberei noch für Hexerei, Mulder. Der eine Polizist schaut Scully verwundert an. Ich habe mich umgesehen und nichts gefunden, was für so einen Verdacht sprechen würde.

MULDER: Vielleicht wissen Sie nicht, wonach Sie suchen müssen?

SCULLY: Es gibt keine Hinweise auf Zaubertricks oder schwarze Kunst oder Schamanismus oder Teufelsanbetung oder irgendwelche barbarischen Opferpraktiken. Keine Amulette, Karten, Schutzgeister, [/Hämatit#Legend.C3.A4re_Heilkr.C3.A4fte_und_Schutzzauber Blutsteine] oder Hexenzeichen oder irgendwas von ritualrepertuoiren Zusammenhang mit dem Okkulten. Santería, Vodun, Macumba oder sonst irgendein Zauber.

MULDER: Scully?

SCULLY: Ja?

MULDER: Heiraten Sie mich!

(KIT-X-NOTIZ: Ich könnte dazu ja was sagen, aber... okay, ich lass es (*spooky17zuzwinkerntu*)... - wer meine Skripte und Kommentare kennt, der weiß, was ich an dieser Stelle denke...)

SCULLY: Also... ich hatte mir von Ihnen einen hilfreicheren Beitrag erhofft.

MULDER: Ja, wissen Sie, Sie sollten nach einer Frau suchen, die einen spitzen Hut trägt und auf einem Besen reitet (siehe [[4X06 Hexensabbat]), dann haben Sie bestimmt bald die Verantwortliche.

SCULLY: Ich danke Ihnen trotzdem. legt auf. Sie schaut sich noch mal das Video an und sieht eine Frau, die durch den Laden rennt. zu Officer Buddy Riggs Wer ist diese Frau dort?

RIGGS: Melissa Turner.

SCULLY: Sie ist offenbar als einzige nicht betroffen.

RIGGS: Worauf wollen Sie hinaus?

SCULLY: Vielleicht sollten Sie ja mit ihr reden?

Scully geht durch den Laden raus, Jack Bonsaint folgt ihr.

BONSAINT: Miss Scully... Sie bleibt genervt stehen. Bleiben Sie noch hier in der Stadt?

SCULLY: J... zögert kurz. Ja. Ich will hier Urlaub machen. Warum fragen Sie?

BONSAINT: Na ja, was Sie über Melissa Turner gesagt haben, rückt diesen Vorfall nämlich in ein völlig neues Licht.

SCULLY: Und wieso?

BONSAINT: Melissa hat hier einige Unruhe verbreitet, die Einheimischen halten sie für eine Hexe!

SCULLY: In dieser Gegend wurden schon öfter Frauen als Hexen beschuldigt, nicht?

BONSAINT: Ähh, ja.

SCULLY: Also, um ganz ehrlich zu sein, Captain Bonsaint, ich glaube im Prinzip überhaupt nicht an so was wie Hexerei.

BONSAINT: Tja, ich glaub auch nicht daran. Ich dachte nur, es wäre deswegen, weil Melissa sehr hübsch ist und... allein lebt, also eine Gefahr ist.

SCULLY: schaut skeptisch, fragend Aber jetzt sind Sie nicht mehr überzeugt?

BONSAINT: Verstehen Sie, ich bin Ihnen dankbar für Ihre Mühe, und natürlich hoffe ich, dass es eine vernünftige Erklärung gibt, wie Sie gesagt haben. Nur eins dürfte es schwer machen, die Leute davon zu überzeugen, dass Ihre Denkweise richtig ist.

SCULLY: Und was wäre das genau?

BONSAINT: Mit wem sie was gehabt hat.

SCULLY: Mit wem sie was gehabt hat?

BONSAINT: Ja... mit Dave, dem Metzger.

Wieder im Büro. Officer Buddy Riggs steht am Telefon, daneben immer noch das Standbild des Überwachungsvideos auf dem Fernseher. Er wählt 6-3-5-4-7-1. Nach einem kurzen Tuten meldet sich Melissa.

MELISSA: Hallo?

RIGGS: Hallo, hier ist Buddy.

Schnitt zu Melissa. Sie läuft durch den das Kinderzimmer. Auf Pollys Plattenspieler läuft der "Hokey-Pokey"-Song, und sie sitzt auf dem Boden und hält ihre Puppe.

MELISSA: Ohh, Hallo.

RIGGS: Ist alles okay, Melissa?

MELISSA: Es geht mir gut, warum fragst du?

POLLY: Wer ist das, Mami?

RIGGS: Ich weiß, dass du hier warst. Du bist im Supermarkt gewesen.

MELISSA: Ich weiß gar nicht, wovon du redest, Buddy.

POLLY: schaut böse zu ihrer Mutter auf Leg jetzt auf, Mami.

(KIT-X-NOTIZ: Ich hasse dieses Kind!)

Melissa geht aus dem Zimmer raus in den Gang.

RIGGS: Melissa, dreh die Musik leiser. Hier gibt es schon Gerüchte, dass du was damit zu tun hast!

MELISSA: geht die Treppe runter Ich habe mit gar nichts irgendwas zu tun.

RIGGS: Das weiß ich. Würdest du mir bitte zuhören? Ich hab ja überhaupt nicht gesagt, dass das stimmen würde.

MELISSA: geht durch eine Tür aus dem Haus Was sagst du denn dann, Buddy?

POLLY: schreit von drinnen MAMI !

RIGGS: Ich möchte dir helfen, aber das muss unter uns bleiben, sonst werden wir unbequeme Fragen beantworten müssen. Man hört ein Auto auf der nahen Straße vor Melissas Haus vorbeifahren. Also, ich hab dir etwas zu sagen.

MELISSA: Was denn?

RIGGS: Etwas schlimmes.

MELISSA: erschrocken Was ist denn, Buddy?

Melissa läuft inzwischen an ihrer Wäscheleine vorbei.

RIGGS: nach kurzer Pause Dave ist tot.

MELISSA: schließt die Augen, verzieht das Gesicht Oh, mein Gott!

RIGGS: Ich muss dich sofort sprechen, Melissa.

MELISSA: legt sich die Hand auf die Brust Ich kann nicht.

RIGGS: Du brauchst jetzt, mehr denn je, einen Freund.

Oben bei Polly. Sie hört noch immer (oder schon wieder?) den "Hokey-Pokey"-Song. Die Puppe öffnet die Augen.

PUPPE: Lass uns Spaß haben!

Wieder unten.

MELISSA: Du kannst nicht herkommen, Buddy.

RIGGS: Warum nicht? Sag mir, warum!

MELISSA: Ich kann dir das im Augenblick nicht erklären.

RIGGS: Ich komm jetzt rüber zu dir, Melissa. Du darfst nicht allein sein!

Die Kamera schwenkt hinter Melissa. An einem Laken sieht man den Schatten der Puppe im Profil. Sie bewegt sich und ihre Augen klappen. Im Hintergrund ertönt Pollys Song. Dramatische Musik. Abblende.


DAS HAUS VON MELISSA TURNER
14.08 UHR


Ein Streifenwagen fährt vor. Aus der Fahrertür steigt Bonsaint und aus der Beifahrertür Scully aus. Sie trägt eine Sonnenbrille. Sie gehen zur Tür, Bonsaint klopft. Keine Reaktion. Scully geht am Haus entlang und schaut durch ein Fenster.

SCULLY: Die Hintertür steht weit offen.

Sie gehen um das Haus rum.

BONSAINT: Melissa?! Die Wäsche ist noch ganz nass.

Sie betreten das Haus, Scully geht hoch in Pollys Zimmer. Sie schaut verwundert.

SCULLY: Chief! Er kommt rein. Sie geht zum Fenster - In sie sind jede Menge verbogene Nägel geschlagen, um das Öffnen zu verhindern. Sehen Sie sich das an!

BONSAINT: Wofür soll den das wohl gut sein?

SCULLY: Sie scheint Angst vor etwas zu haben.

BONSAINT: Egal wovor, sie hatte es anscheinend sehr eilig. Die Wäsche hängt draußen und die Tür ist nicht zu. schüttelt den Kopf Das kapier' ich nicht.

SCULLY: dreht sich um - leise: Uhhpfffff.

Sie geht in die Mitte des Zimmers, schaut sich um. Kennen Sie sie näher?

BONSAINT: Melissa Turner?

SCULLY: Mm-hmm.

BONSAINT: Sie ist eine richtige Einheimische: Hier geboren und aufgewachsen. War mit einem Fischer verheiratet. Er nickt zu einem Foto, Scully sieht auch hin. Es zeigt die Familie, Polly, Melissa und einen großen Mann mit langen dunkelblonden Haaren. Sie wurde nach einem Schiffsunfall letztes Jahr zur Witwe. Ich weiß nicht, ob ihre kleine Tochter Polly das je wirklich verstanden hat. Sie ist total daneben.

SCULLY: Ist die Tochter Autistin?

BONSAINT: Soweit ich weiß, ja. Es gab letztes Jahr einen Zwischenfall in der Vorschule. Polly wurde von der Leiterin ins Gesicht geschlagen.

SCULLY: Unglaublich. Und weswegen?

BONSAINT: Tja, sie sagte, Polly wäre so ausgerastet, dass sie nichts anderes tun konnte. Und dann lag sie auf einmal auf dem Boden. Die Kleine hat sie grün und blau geschlagen.

SCULLY: ungläubig Die Kleine hat sie geschlagen?

BONSAINT: Na ja, das ist ihre Story. Polly hat sie nicht angefasst, das war ja wohl klar. Es ist aber ein richtiges Drama gewesen. Die Schulleiterin verlor ihre Zulassung, und die Leute gaben dem Kind alle möglichen Schimpfnamen. Und sagten, Melissa wäre eine Hexe. Und Polly ist seitdem nicht mehr zur Schule gegangen.

SCULLY: Und dieses, äh... Verhältnis, das die Mutter mit dem Metzger gehabt hat...

BONSAINT: Mit Dave? Ehh, da hab ich Ihnen vielleicht einen falschen Eindruck vermittelt. Das war nicht wirklich ein Verhältnis. Obwohl Dave sich selbst und seine Frau ziemlich zum Narren gemacht hat.

SCULLY: Also war das unerwidert?

BONSAINT: So können Sie das ruhig nennen.

SCULLY: Ging das soweit, dass sie ihre Fenster vernageln musste?

BONSAINT: Nein, so dumm war er nun auch wieder nicht. Wissen Sie, vielleicht hat sie keine Angst davor, dass etwas hier herein kommt, vielleicht hat sie Angst davor, dass etwas hinausgeht?

SCULLY: Und das wäre?

BONSAINT: macht eine unwissentliche Geste War nur so'n Gedanke.


Ein Fast-Food-Restaurant. Buddy Riggs stellt Polly, die allein an einem Tisch mit ihrer Puppe sitzt, einen Eisbecher hin.

RIGGS: Was hältst du denn davon, hä?

Sie verschlingt wild die Kirsche, die oben drauf war. Keine Antwort. Sie fängt an, den Eisbecher zu essen, und Riggs tätschelt ihr den Kopf, geht rüber an einen Tisch zur weinenden Melissa.

RIGGS: Warum verlässt du die Stadt nicht?

MELISSA: Ich kann doch nirgendwo hin, Buddy. Ich lebe jetzt schon der Hand in den Mund.

RIGGS: Hör mal zu, ich habe ein bisschen Geld beiseite gelegt.

MELISSA: schüttelt den Kopf Buddy, ich kann das nicht.

RIGGS: Melissa, ich hab schon seit 'ner halben Ewigkeit ein Auge auf dich geworfen. Ich habe bei der ersten Runde meine Chance verpasst und brav gewartet. Und es tut mir wirklich sehr leid, was geschehen ist, aber du brauchst jemanden, der für dich sorgt.

MELISSA: Nicht, Buddy, bitte.

RIGGS: "Nicht", weil du es nicht möchtest, oder nur, weil du zu stolz bist?

MELISSA: Das verstehst du nicht.

Sie schauen zu Polly hinüber. Sie steht auf, setzt die Puppe auf ihren Platz und geht mit dem Eisbecher weg.

RIGGS: WAS versteh ich nicht?

MELISSA: Was da im Supermarkt passiert ist, und was mit Dave geschehen ist, ich konnte es nicht verhindern.

RIGGS: Wie meinst du das?

MELISSA: Ich hab es gesehen.

An der Theke. Polly hat den Eisbecher abgestellt und spricht eine Angestellte an, die gerade eine Kaffeemaschine putzt.

POLLY: Ich will noch mehr Kirschen haben!

ANGESTELLTE: Was hast du eben gesagt?

POLLY: ICH WILL NOCH MEHR KIRSCHEN HABEN !

(KIT-X-NOTIZ: Ich staune immer wieder über diese Unverfrorenheit dieses Mädchens, und ihre unverwechselbare Art, "Bitte" zu sagen... *lol*)

Am Tisch.

MELISSA: Ich habe Dave tot gesehen. Bevor er tot war. Ich hab ihn in den Tiefkühlschränken gesehen. Ganz zerschnitten und blutig. Und es ist nicht das erste Mal. Meinen Mann, auch ihn hab ich gesehen. In einem Fenster. Tot - bevor das passiert ist, mit diesem Haken.

Theke

ANGESTELLTE: Dann lass dir mal Geld von deiner Mami geben, Schätzchen. Ich kann sie nicht so einfach verschenken.

ANGESTELLTER: Hier kommt 'ne Bestellung zum Mitnehmen.

ANGESTELLTE: In Ordnung.

Polly schaut sie ganz scharf an, die Augen der Puppe schlagen auf.

PUPPE: Lass uns Spaß haben!

Die Angestellte holt einen Milchshake aus der Maschine. Polly dreht sich um und schaut ihre Mutter an.

POLLY: Mami, ich will noch mehr Kirschen haben!

MELISSA: Wir müssen jetzt gehen, Polly.

Sie steht auf, nimmt ihre Jacke, ihre Tasche und Pollys Puppe und geht an die Theke. Riggs stoppt sie, hält ihr einen Schlüssel vor die Nase.

RIGGS: Nimm den Schlüssel, Melissa. Der gehört zu meiner Jagdhütte oben am Schoodic-Lake.

POLLY: Mami!

RIGGS: Fahr hin, denn sonst bekommst du vielleicht gewaltigen Ärger.

POLLY: Mami! MAMI!

Die langen Haare der Angestellten verfangen sich in der Milchshake-Maschine, sie lässt den fast vollen Becher fallen und schreit laut auf. Riggs springt über die Theke und versucht, die Maschine abzustellen, dann ihr Haar aus ihr herauszubekommen. Die Angestellte blutet schon an den Haarwurzeln. Als Riggs rübersieht, bemerkt er, dass Polly und Melissa das Restaurant verlassen.

RIGGS: Schon gut, schon gut.


WEE LASSIES & LADDIES DAYCARE


Eine ältere Frau mit riesiger Brille, Jane Froelich, schaut durch das Türfenster, als es an selbigem klopft. Bonsaint steht draußen.

FROELICH: Sind Sie das, Jack?

BONSAINT: Ehh, ja, ich bin's, Jane. Darf ich reinkommen?

Scully erscheint im Bild, hat sich wohl vorher neben der Tür versteckt.

FROELICH: Wen haben Sie da mitgebracht?

SCULLY: Miss Froelich, mein Name ist Dana Scully, ich bin vom FBI. Und ich bin zufällig hier in Urlaub und ähh...

FROELICH: scharf Und was?

SCULLY: Na ja, und ich äöhhh...Ich helfe dem Chief schaut kurz zu ihm rüber, er lächelt zurück bei seinen Untersuchungen...

FROELICH: Haben Sie mit ihr geredet?

SCULLY: Mit wem?

FROELICH: Ich bitte Sie! Melissa Turner! Diese Hure ist eine Hexe, so wahr wie ich hier stehe! Sie stammt von den Hawthornes in Salem ab und auch von den Englishes. Sie stammt von einer verfluchten Linie ab und jetzt gibt sie es weiter an ihr Balg! Gott schütze das kleine Mädchen, wenn nicht jemand was unternimmt. Der Herr weiß, ich hab's versucht.

BONSAINT: Jane, dürfen wir ein paar Minuten reinkommen, damit wir in Ruhe reden können?

FROELICH: Seit letztem Jahr weiß ich ja, wie viel es bringt, mit Ihnen zu reden, Jack. Ich habe alles erklärt und trotzdem hat man meine Schule dichtgemacht. Unsere Ur-Ur-Großväter wussten, wie man Hexen behandelt. Sie hätten dem kleinen Mädchen den Teufel schon ausgetrieben und sie hätten auch dieser Schlampe von Mutter gegeben, was sie verdient!

Sie geht rein und knallt die Tür vor den Nasen der beiden zu. Draußen.

SCULLY: Die New England-Gastfreundschaft. Ich hab schon so viel darüber gehört und jetzt hatte ich endlich mal die Gelegenheit, sie selbst zu erleben.

(KIT-X-NOTIZ: Eine weitere Szene, in der auch Scully zum Sarkasmus neigt...)

Drinnen. Jane schaut durch das Fenster, wie die beiden zurück zum Streifenwagen gehen. Schnitt nach draußen. Sie bleiben am Auto stehen.

BONSAINT: Da können Sie mal sehen, welche gesellschaftlichen Vorurteile es hier noch gibt.

SCULLY: Dieser Familienstammbaum von Melissa Turner...

BONSAINT: Ja.

SCULLY: ... das sind nur Gerüchte, oder nicht?

BONSAINT: Ich hab das nie ernsthaft recherchiert, wieso?

SCULLY: Ich würde sagen, dass Sie sie, um das zu klären, vorladen sollten.

BONSAINT: nickt Und unter welchem Vorwand?

SCULLY: Dass sie unter Umständen etwas weiß?!

BONSAINT: Worüber?

SCULLY: Na über das, was meiner Meinung nach eine absolut vernünftige Erklärung für all das hier wäre.

BONSAINT: Ach ja.

Ansicht von innen. Mrs. Froelich beobachtet die beiden noch immer.

SCULLY: Ich würd Ihnen ja gern dabei helfen...

Er dreht sich um und will zur Fahrerseite des Wagens gehen, bleibt jedoch vor dem Kühlergrill stehen, als Scully fortfährt:

Sie wissen ja, öffnet ihre Tür ich bin nur Pause in Urlaub hier.

Er geht nickend weiter, Scully schaut betrübt, dann beleidigt über sein "Ja, ja. Ich weiß"-Nicken. Sie steigt ein uns schaut zum Haus, sieht Jane Froelich aus dem Fenster schaun. Er startet den Wagen.


RANGER STATION AM SCHOODIC LAKE
23.06 UHR


Ein Ranger schreibt etwas in ein Buch, als ein Auto vorfährt. Er kommt aus seinem Häuschen raus auf die Straße, wo Melissa angehalten hat. Polly schläft, die Puppe im Arm, neben ihr. Melissa lässt die Scheibe runter.

MELISSA: Hallo.

RANGER: Hallo. Wo wollen Sie denn noch hin um diese Zeit?

MELISSA: In die Jagdhütte eines Bekannten in der Nähe des Sees

RANGER: Aha.

MELISSA: Wir haben dafür den Schlüssel.

RANGER: Haben Sie auch Getränke und Lebensmittel dabei?

MELISSA: Wir kommen schon klar.

RANGER: Ich wollte mich nur vergewissern. Da oben ist schon tiefer Winter. Der Strom könnte ausfallen...Nur Sie und das Mädchen?

MELISSA: Ja, vorerst schon.

Polly öffnet die Augen.

POLLY: giftig Ich will wieder nach Hause, Mami!

MELISSA: Wir machen doch jetzt Camping, Polly.

POLLY: lauter werdend Ich will in mein Bett und ich will meine Platten haben!

PUPPE: Augen öffnen sich. Lass uns Spaß haben!

Melissa schaut verwundert, geschockt.

RANGER: Ich werd mir nur schnell Ihre Autonummer notieren.

Melissa schaut in die Heckscheibe und sieht ein Bild von Jane Froelich. Es sieht ziemlich verzerrt, verschwommen aus. Wirkt durch die große Brille fast wie ein Skelett. Sie spricht mit heiserer Stimme.

FROELICH: Helfen Sie mir!

Melissa dreht sich mit einem Stöhnen wieder nach vorne, der Ranger, der vor ihrem Wagen steht, schaut zu ihr auf. Sie gibt Gas, er springt ihr aus dem Weg.

RANGER: Hey!

Sie fährt noch ein Stück und wendet dann, der Ranger schaut immer verwirrter. Melissa macht sich in die gleiche Richtung aus dem Staub, aus der sie gekommen war.


JANE FROELICHS HAUS


Wir schauen auf eine leeren, dunklen Flur. Im Hintergrund läuft das "Hokey-Pokey"-Lied. Jane, mit einem Bademantel bekleidet, knipst das Licht an und geht raus in den Gang.

JANE: Hallo? Jane kommt in ein Zimmer, das Lied ist jetzt viel lauter zu hören. Wer ist da? Ist hier jemand?

Sie versucht, Licht zu machen, aber auf den Schalter reagiert nichts. Sie geht zum Plattenspieler, viele 45er, die kleinen Platten, liegen auf dem Boden verteilt. Sie hebt die Plastikfolie an, die den Spieler abdeckt und dann die Nadel hoch, die Musik verstummt. An der Decke über ihr ist ein Schatten zu erkennen.

PUPPE: Ich will jetzt spielen.

Jane stöhnt erschrocken, lässt die Nadel wieder fallen, die Musik läuft weiter. Sie dreht sich um, ihre Hand zittert. Die Platte hat durch das Fallenlassen einen Sprung bekommen, die aktuelle Stelle kommt immer wieder. Jane bückt sich, hebt einen Splitter einer zerbrochenen Platte auf und hält sie von sich weg.

JANE: Ich habe keine Angst vor dir!

Sie zittert, ihre Hand mit dem Splitter bewegt sich immer weiter zu ihrem Hals. Die Kamera fährt raus in den Gang, wir hören ein Gurgeln und das Lied läuft wieder normal weiter und endet mit der Abblende...


SCULLYS HOTELZIMMER


Scully liegt ganz entspannt in der Badewanne, kratzt sich mit dem einen Fuß am anderen. (Anm. v. spooky17: Warum nimmt sie gerade heute ein Schaumbad? - KIT-X-NOTIZ: Hey, sie ist im Urlaub! Ha, ha!) Sie stöhnt entspannt, hat die Augen geschlossen. Das Telefon klingelt. Sie öffnet ein Auge ein wenig, stöhnt genervt und hebt (im Liegen!) einen Fuß aus der Wanne und stößt die Tür zu. Wir fliegen (KIT-X-NOTIZ: Wir "fliegen"? *bg*) durch das Zimmer über einen Tisch mit Essensresten zu einem CD-Player, auf dem gerade Klassik spielt (Hummels Klavierkonzert No. 3). Sie kommt aus dem Bad, hat sich inzwischen etwas angezogen. Ihre Haare sind in einem Handtuch versteckt. Sie geht zum CD-Player und stellt ihn leiser. Sie nimmt sich das Handtuch ab und rubbelt sich noch die Haare etwas trockener. An dem Telefon blinkt eine Leuchte. Sie legt das Handtuch ab und geht zum Fenster, um schwungvoll die Gardienen zur Seite zu ziehen und einen Blick nach draußen zu werfen. Sie erschrickt, als sie Captain Bonsaint sieht, wie er den Streifenwagen verlässt. Er deutet ein Winken an und lächelt, was Scully bestätigt. Sie geht zur Seite, sicher zur Tür. Aber das sehen wir nicht mehr.


JANE FROELICHS HAUS


Aus einem Leichenwagen wird eine leere Trage für Froelichs Körper gefahren. Der Streifenwagen von Bonsaint fährt mit Scully und ihm vor. Die beiden gehen vorbei an einigen Leuten...

MANN: leise im Hintergrund Ich weiß gar nicht, wie so was passieren kann. ...ins Haus. Jane wird abgedeckt.

BONSAINT: Sieht ganz so aus, als wäre sie von eigener Hand gestorben. Durch einen Schnitt unter dem Kinn, mit dem sie die Arterie durchtrennt hat.

Ein Handy klingelt.

SCULLY: Und womit?

BONSAINT: zu seinem Kollegen, der sich grade Notizen macht. Buddy, zeig ihr das Ding. Riggs legt den Bericht weg. Er holt eine Beweismittetüte. Bonsaint geht hinter in den Raum und nimmt auf seinem Handy ab. Jack Bonsaint. Scully schaut sich die blutige Tatwaffe an - eine halbe Schallplatte. Scully gibt sie ihm nach einem Moment der Beobachtung zurück. Aha...Ja...Wer? Scully sieht sich noch mal die Leiche an. Ja, okay. Stellen Sie ihn durch. Bonsaint kommt wieder nach vorne und sagt zu Scully: Es ist für Sie.

Er reicht ihr das Handy.

SCULLY: Hallo?

MULDER: Hey, guten Morgen, Sonnenschein.

Mulder hat ein komisches Hintergrundgeräusch, ein Knallen. Er redet ziemlich laut. Wir hören erst nur seine Stimme.

SCULLY: Mulder?

MULDER: Ja! Ich hab mir ein bisschen Sorgen um Sie gemacht, mich gefragt, ob Sie da unten vielleicht meine Hilfe brauchen!?

SCULLY: Ihre Hilfe? Wobei?

MULDER: Ich hab Ihnen eine Nachricht im Hotel hinterlassen, haben Sie die nicht gekriegt?

SCULLY: Nein, ich war heute Morgen schon früh unterwegs. Eh-Em. Mulder?

MULDER: Ja?

SCULLY: Was ist das für ein Geräusch - Wo sind Sie?

MULDER: Ich bin zu Hause und direkt vor meinem Fenster sind Bauarbeiter. Ehh. Augenblick. zu den "Bauarbeitern" Hey, Jungs! Könnt ihr mal 'nen Moment mit dem Hämmern aufhören! Hä? (KIT-X-NOTIZ: Another one of my favourits in this episode!) Scully schaut genervt. Jetzt sehen wir Mulder, er steht ohne Hosen in seinem Wohnzimmer und hat die ganze Zeit mit einem Basketball gedribbelt. Er wirft noch zweimal... Danke!

...und schmeißt dann den Ball weg, trifft ein Möbelstück, schaut doof mit einem "Scheiße"-Blick drein (KIT-X-NOTIZ: Gute Formulierung, spooky17, wirklich gut und treffend... *lol*) und nimmt das Telefon wieder. zu Scully Ja, ich hab übrigens über den Fall nachgedacht. Vielleicht hat es ja überhaupt nichts mit Hexerei zu tun, vielleicht gibt es ja eine wissenschaftliche Erklärung dafür?

SCULLY: *Sie* denken an eine wissenschaftliche Erklärung?

MULDER: Ja, an eine medizinische Ursache. An etwas, das Chorea genannt wird.

SCULLY: Die Tanzkrankheit?

MULDER: Ja, der sogenannte Veitstanz. Mulder geht an den Kühlschrank. Es steht nur eine Flasche Orangensaft drin. Er befällt Gruppen von Menschen, verursacht unerklärbare Ausbrüche von unkontrollierbaren Zuckungen und Spasmen.

Er dreht die Flasche auf und nimmt einen kräftigen Schluck.

SCULLY: Ja, der ist aber seit dem Mittelalter nicht mehr gesehen oder diagnostiziert worden.

Mulder stockt. Er verzieht das Gesicht und liest "OCT 97" auf der Flasche. Die Folge wurde Februar '1998 ausgestrahlt.

(KIT-X-NOTIZ: Ich frage mich, für was Mulder überhaupt einen Kühlschrank besitzt... - Es steht nichts drin, außer einer Flasche Orangensaft, die seit fünf Monaten überfällig ist... - War er so lange nicht mehr am Kühlschrank, oder was? --- Mulder und "Nahrungsaufnahme" im eigenen Heim = Eine "X-Akte" für sich.... ;)

(Anm. v. spooky17: Ist bei mir aber auch so, wenn ich tagelang ununterbrochen Akte X schaue oder transcribe. Dann verschimmelt auch so manches. Warum werden eigentlich Eltern zur gleichen Zeit wie die Milch sauer? *g*)

(KIT-X-NOTIZ: *lol*, na "darüber" denk mal nach!)

MULDER: Hmm... Ohh... spuckt den Rest wieder zurück in die Flasche. Sie wissen wohl nicht, was auf amerikanischen Tanzböden so los ist?

Er dreht die Flasche zu und stellt sie zurück.

(KIT-X-NOTIZ: Interessant, interessant... Konservierung von Lebensmitteln durch "in Flaschen zurückspucken" und in Kühlschrank "aufbewahren". Für welchen Zweck??? - Warum schüttet er das Zeug nicht einfach in den Ausguss??? Es ist und bleibt mir ein Rätsel!)

(Anm. v. spooky17: Er hätte nix mehr zu trinken. Und als Durstlöscher reicht das doch noch voll aus!)

(KIT-X-NOTIZ: Du willst mir doch nicht etwa weismachen, dass der die Flasche noch einmal anrührt, außer zum Entsorgen! Vielleicht züchtet er sich einen Kloreiniger oder Beweismaterial für seine Theorien, *lol*...)

SCULLY: Mulder.

MULDER: Ja?

SCULLY: Danke für die Hilfe. legt auf

MULDER: Hallo?

BONSAINT: War das ihr Partner?

SCULLY: Ja.

BONSAINT: Tut mir leid, dass ich gelauscht habe, aber blickt er vielleicht bei der Sache durch?

SCULLY: Nein.

BONSAINT: Verstehe.

Riggs spielt die Platte auf dem Spieler an. Es ist der "Hokey-Pokey"-Song. Er schaut überrascht, verängstigt. Er scheint sich zu erinnern, dass das das Lied war, was bei Polly im Zimmer lief. Er macht es wieder aus.

SCULLY: Wissen Sie, Chief Bonsaint, Jack - Darf ich Sie Jack nennen? Ich habe nachgedacht und vielleicht... sollten wir in Erwägung ziehen, dass es auch andere Möglichkeiten geben könnte.

BONSAINT: Ich glaube, ich versteh nicht ganz?

SCULLY: Na ja, ich meine damit, wir sollten vielleicht etwas offener sein für die... für die richtig extremen Möglichkeiten.

BONSAINT: nickt Okay, aber... wollten Sie nicht Urlaub machen?

Beide nicken.


DAS HAUS VON MELISSA TURNER


Es läuft (natürlich) der "Hokey-Pokey"-Song. Polly schläft. Die Puppe sitzt auf ihr. Melissa steht in der Tür, geht rein zu ihrem Bett. Das Lied ist zu Ende, der Plattenspieler knackt. Die Augen der Puppe öffnen sich, als Melissa näher kommt.

PUPPE: Lass uns Spaß haben.

Melissa geht verschreckt zurück. Das Lied beginnt von neuem. Sie geht runter in die Küche und stellt sich weinend vor die Spüle.

(Anmerkung von spooky17: In der Version, die ich auf Video hab, ist der Rest der Szene geschnitten. Ich übernehme hier mal den Rest aus der englischen Version von CarriK. - KIT-X-NOTIZ: Du hättest die Wiederholung Dienstag Nacht aufnehmen müssen, die war ungeschnitten. Anm. v. spooky17: Vielen Dank für DEN Hinweis. Darf man das nicht einmal vergessen? :'( )

Sie sieht auf und sieht eine Reflektion von Riggs in ihrem Küchenfenster. Er hält seinen blutigen Gummiknüppel.

BUDDYS BILD: Melissa... hilf mir!

MELISSA: Nein!


AM HAFEN


Ein Restaurant. Die Kellnerin bringt einen großen Hummer an den Tisch von Scully und Bonsaint.

(KIT-X-NOTIZ: Maine ist für seinen vorzüglichen Hummer, den Maine-Lobster, berühmt! Der Staat lebt fast ausschließlich von Fischerei und dem Export von Hummern.)

BONSAINT: Hmm-Hmmm. freudiges Brummen

SCULLY: Um Gottes Willen!

BONSAINT: Sehr schön.

SCULLY: starrt auf den Hummer, den die Kellnerin vor Scullys Nase auf den Tisch gestellt hat. Das sieht ja aus wie 'ne Phantasie von Jules Verne.

BONSAINT: lacht Hehehehe.

SCULLY: geschockt Sollen wir das etwa alles essen?

BONSAINT: Jetzt ist es zu spät für was anderes. Bricht sich ein riesiges Stück ab. Scully schaut noch mal eine Stufe geschockter. Also, sie sagten, dass wir das mal anders betrachten sollten?!

SCULLY: Ich habe über Melissa Turner nachgedacht. Hatten Sie nicht gesagt, ihr Mann wäre bei einem Bootsunfall gestorben?

BONSAINT: fummelt angestrengt an dem Stück Hummer rum. Ähhh. Ja.

SCULLY: Und war irgendetwas an dieser Sache merkwürdig oder kam Ihnen irgendwas komisch vor?

BONSAINT: gibt es auf und bricht sich ein neues Stück ab. Na ja, dieser Fall konnte einfach nie ganz zufriedenstellend geklärt werden.

SCULLY: Inwiefern?

BONSAINT: Wie dem Mann ein Enterhaken mit Widerhaken quer durch den Schädel gestochen worden ist.

Während er das sagt bricht er sich ganz skrupellos ein weiteres Stück ab.

SCULLY: Wurde Melissa denn gar nicht dazu befragt?

BONSAINT: Melissa? denkt nach Nein, ich sehe nicht, was sie damit zu tun haben könnte. Übrigens liegt das Schiff, auf dem er gestorben ist da drüben, falls sie das wissen wollen.

Sie sehen beide aus dem Fenster zu einem kleinen Boot namens "WORKING GIRL". Ein alter Fischer arbeitet gerade an Deck.

SCULLY: Den alten Mann hab ich im Supermarkt gesehen.

Draußen schüttet der Mann einen Eimer Wasser über Bord.


DAS HAUS VON MELISSA TURNER


Polly hat ihre Puppe im Arm und legt eine rote Schallplatte auf den Spieler.

POLLY: genervt Ich möchte Popcorn, Mami!

Melissa schaut sofort zur Tür rein, verwundert. Polly macht den Plattenspieler an und legt die Nadel auf. Es ertönt der "Hokey-Pokey"-Song.

MELISSA: ängstlich Okay...

Keine Reaktion von Polly. Sie dreht sich langsam um und will gehen und erschrickt, als sie Buddy Riggs auf dem Gang sieht.

RIGGS: Was machst du hier?

MELISSA: Buddy...

RIGGS: Warum bist du denn wieder in der Stadt?

MELISSA: Du musst hier raus, Buddy.

RIGGS: Ich hab die Rangers angerufen. Sie sagen, du hättest versucht, jemanden umzubringen, ihn beinahe überfahren. Du bist zurückgekommen, um auch sie zu töten.

MELISSA: Ich hab nicht versucht, jemanden zu töten.

RIGGS: Jane Froelich !

MELISSA: Nein, ich bin's nicht.

RIGGS: Tja, das wird sich ja noch rausstellen. Du kommst mit aufs Revier.

Er geht zur Tür, sieht die regungslos dasitzende Polly abfällig an. Und dein kleiner Balg auch.

Polly dreht die Puppe in Buddys Richtung. Ihre Augen öffnen sich, Riggs schaut verwundert.

PUPPE: Ich will jetzt spielen!


HAFEN


Es ist Nacht. Scully und Bonsaint sind auf dem Schiff mit dem alten Fischer. Er hat immer noch große Wunden an den Augen.

FISCHER: Was da passiert ist? Wenn Sie diese Frage stellen, werden Sie so viele Geschichten hören, wie es hier Fischer gibt.

SCULLY: Sie waren doch an Bord an der Nacht seines Todes. Was denken Sie denn?

FISCHER: Ich hab meine Geschichte schon dem Chief erzählt.

SCULLY: Aber manche Geschichten ändern sich.

FISCHER: Tja... Die Leute beschuldigen die Witwe...

SCULLY: Und was meinen Sie?

FISCHER: Na ja, er war verrückt nach ihr. Eine Rückblende. Das Schiff. Der Vater lebt zu der Zeit noch. Der Fischer redet anfangs aus dem Off. Er hat sehr schwer gearbeitet, um das Häuschen für sie zu bauen. Und als die Tochter kam hätte man einen Besen gebraucht, um das Lächeln aus seinem Gesicht zu wischen. Der Vater holt ein Fangbehälter ein, legt ihn hin und öffnet ihn. Wir stachen am Geburtstag des kleinen Mädchens ins See. Er zählte die Stunden, bis er wieder nach Hause kommen würde.

Der alte Fischer kommt aus vorderen Raum des Schiffes.

VATER: freudig Hey, sieh mal, was Neptun meiner kleinen Polly schenkt! holt die ziemlich verdreckte Puppe aus dem Fänger. Das ist der Fang des Tages.

FISCHER: Ja...

Wieder schnitt zur Gegenwart.

FISCHER: Drei Tage später war er tot.

SCULLY: Und Sie wissen, was ihn getötet hat?

FISCHER: Die Augen spielen einem nachts Streiche. Wellen, die gegen den Rumpf schlagen, machen Geräusche.

Wieder ein Rückblick, auf dem Schiff.

FISCHER: voiceover Und manchmal hört man merkwürdige Dinge...Der Vater holt den Fänger ein und haut drauf, da er leer ist. Er hört leise im Hintergrund:

PUPPE: Lass uns Spaß haben!

VATER: Was zum Teufel war das?

Er nimmt einen Enterhaken, geht rein und der alte Fischer wacht auf.

FISCHER: Was ist denn?

Geht wieder raus, ohne reagiert zu haben. Der alte Fischer sieht einen Schatten und hört auch diejenige, die den Schatten wirft.

PUPPE: Ich will jetzt spielen!

Er wird unruhig und geht hinaus. Dort sieht er den Vater mit dem Haken durch den Kopf. Er tritt ungefähr im Mund oder am Kinn ein und kommt am Hinterkopf wieder raus.

(KIT-X-NOTIZ: Lecker!)

FISCHER: Oh, mein Gott.

Schnitt zur Gegenwart.

FISCHER: Wie ich schon sagte, die Augen spielen einem Streiche.

SCULLY: Aber Sie haben in dem Supermarkt doch etwas gesehen? Und zwar die Tochter und das Geschenk ihres Vaters.

FISCHER: Als ich die beiden gesehen hab, wusste ich es...

Scully und Bonsaint laufen zurück zum Auto, als Scullys Handy klingelt. Sie holt es aus ihrer Tasche und geht ran.

SCULLY: Scully.

Mulder sitzt an einem Schreibtisch, im Hintergrund eine verdrehte Landkarte, und spielt mit der Telefonschnur herum. Er ist sichtlich gelangweilt.

MULDER: Ohh, Hey. Ich dachte, Sie wollten Ihr Handy ausschalten?

SCULLY: steigt ins Auto Warum rufen Sie dann an?

MULDER: Zu... ähh... Zu dem Fall, an dem Sie gerade arbeiten, ist mir noch etwas eingefallen. Es gibt eine Virusinfektion, die durch einfache Berührung übertragen wird.

SCULLY: Mulder, kennen Sie irgendwelche Hinweise aus der okkulten Literatur auf Gegenstände, die die Macht haben, menschliches Verhalten zu steuern?

Man merkt, dass Scully sich sträubt, das zu fragen. Bonsaint schaut sie verwundert an.

MULDER: Welche Art von Gegenständen meinen Sie?

SCULLY: Eine Puppe oder so was in der Art.

MULDER: aufgeregt Sie meinen, wie Chucky?

(KIT-X-NOTIZ: Wohl eher so was wie seine Braut, *lol*)

SCULLY: Ja, so was in der Art.

MULDER: steht auf, geht durch den Raum Na ja, der Mythos der sprechenden Puppe ist ein fester Bestandteil der Literatur. Ganz besonders in New England und der Fetisch or Juju (?) verleiht angeblich seinem Besitzer magische Kräfte. Früher wurden ein paar Hexen nur deswegen verurteilt, weil sie erklärt hatten, dass diese Gegenstände tatsächlich existieren. Die angeblichen Hexen hatten vorahnende Visionen und so was. Warum fragen Sie?

SCULLY: Ehhm, ich war eigentlich nur neugierig.

MULDER: Haben Sie 'ne Puppe gefunden, die reden kann, Scully?

SCULLY: Nein, nein. Natürlich nicht.

MULDER: Ich würde vorschlagen, dass Sie auf dem Rücken der Puppe nach einem Plastikring mit einem Bindfaden dran suchen. Scully schüttelt den Kopf. Das war nämlich mein erster... Knack... Hallo?

SCULLY: Ehh. So, und jetzt zu Melissa Turner.


DAS HAUS VON MELISSA TURNER


Polly ist oben in ihrem Zimmer.

POLLY: Wo bleibt mein Popcorn?

Melissa ist in der Küche und macht Popcorn. Sie spricht sehr ängstlich.

MELISSA: Es kommt gleich, Polly.

Die Kamera fährt über den Boden und wir sehen einen blutigen Gummiknüppel, der in der Hand des ebenfalls auf dem Boden liegenden Officer Riggs ruht. Er hat eine Wunde am Kopf.

POLLY: von oben Wo bleibt mein Popcorn?

MELISSA: leise Es kommt gleich.

später

Polly liegt mit ihrer Puppe im Bett. Melissa steht in ihrer Tür, geht zu einem Schrank im Flur und holt Hammer und Nägel raus. Sie macht mit dem Vernageln der Türen und Fenster weiter.

POLLY: Mami? Melissa geht tränenüberströmt zur Treppe. Oben steht Polly mit ihrer Puppe. Ich kann nicht schlafen.

MELISSA: Geh wieder ins Bett, Polly. Es ist ziemlich spät und du müsstest längst schlafen.

POLLY: Du darfst aber nicht mehr hämmern.

MELISSA: Geh wieder ins Bett, mein Schatz.

Die Puppenaugen klappen auf, Melissa erschrickt.

In der ungeschnittenen Version sieht Melissa jetzt sich selbst im Fenster, in ihrer Stirn steckt ein Hammer. Sie sagt "Helft mir!".

MELISSA: Es wird alles wieder gut werden, Schätzchen. Geh wieder ins Bett.

Bonsaint und Scully fahren draußen vor, steigen aus und sehen ein anderes Auto.

BONSAINT: Das ist Buddys Wagen.

Drinnen legt Melissa den Hammer weg und schließt die Schranktür ab, nachdem sie Polly zu Bett gebracht hat. Dann schüttet sie einen kleinen Ofen um und lässt das Öl auslaufen. Auf dem Boden liegt immer noch die Leiche von Riggs. An der Tür klopft es, als Melissa gerade eine Streichholzschachtel herausholt.

BONSAINT: ruft Melissa! Scully geht zu einem Fenster und schaut hinein. Man sieht nur den leeren Teil der Küche. Sehen Sie irgendwas?

SCULLY: Unh-uh.

BONSAINT: immer noch klopfend Melissa!

In der Küche. Melissa versucht immer noch vergeblich, ein Streichholz anzuzünden.

BONSAINT: von draußen Melissa!

Endlich entzündet sich ein Holz. Vor ihr steht Polly, die Puppe in der Hand.

POLLY: Mami?

Die Augen der Puppe gehen auf, das Streichholz geht aus.

PUPPE: Du sollst doch nicht mit Streichhölzern spielen!

MELISSA: schreit Geh wieder ins Bett, Polly!

BONSAINT: draußen Melissa!

Melissas Streichhölzer gehen immer wieder aus.

MELISSA: Nun geh doch schon.

Draußen. Scully ist an die Hintertür gegangen, sie ist aber auch verschlossen. Dann bemerkt sie die Nägel, die aus dem Türrahmen schauen. Sie geht zu einem Fenster und sieht den toten Riggs und Melissa, wie sie versucht, Streichhölzer zu entzünden. Sie klopft gegen das Fenster.

SCULLY: Melissa? Melissa? Bonsaint!

Melissa schmeißt die Streichhölzer weg und geht an eine Messer-Schublade.

PUPPE: Du sollst doch nicht mit Messern spielen!

Die Schublade schnellt wieder zurück. Melissa versucht andere, alle fahren wieder rein.

Draußen. Bonsaint ist inzwischen hinten.

SCULLY: Sie hat die Tür vernagelt und versucht jetzt, sich umzubringen. Bonsaint versucht die Tür einzutreten. Scully klopft weiter. Melissa!

POLLY: Mami... Mami, bitte hilf mir!

Der Schrank oben bricht auf.

PUPPE: Wir spielen jetzt ein bisschen mit dem Hammer.

SCULLY: Melissa!

Endlich schaffen die beiden es, die Tür aufzubrechen. Sie rennen die Treppe hoch. Melissa nimmt den Hammer.

MELISSA: Kommen Sie bloß nicht näher!

SCULLY: Weg damit, Melissa!

Polly und die Puppe kommen in den Flur.

PUPPE: Ich kann dich nicht mehr leiden!

Melissa haut sich den Hammer in die Stirn. Alle erschrecken. Scully geht zu Polly.

SCULLY: Gib mir die Puppe, Polly!

PUPPE: Ich will jetzt spielen!

Polly schüttelt den Kopf, Melissa schreit wieder auf.

SCULLY: Polly, gib mir die Puppe!

PUPPE: Ich will jetzt spielen!

Melissa schlägt sich ein drittes Mal. Scully nimmt die Puppe, die immer weiter "Ich will jetzt spielen!" sagt und trägt sie runter und legt sie in die Mikrowelle, stellt sie an und die Puppe fängt Feuer (Anm. v. spooky17: Wie geht das denn? KIT-X-NOTIZ: Tja spooky, wahrscheinlich hat sich Scully Joe Dantes "Gremlins" angesehen, und wusste daher, dass man kleine, aufsässige Biester am effektivsten in der Mikrowelle entsorgt...). Bonsaint und Scully sehen zu, wie sie verbrennt. Oben fängt Melissa an, zu weinen. Polly steht vor ihr.

(Anm. v. spooky17: Wirkt etwas unrealistisch, die Szene. Wo doch die ganze Küche voll Öl ist brennt eine Puppe in einer Mikrowelle, die natürlich selbst kein Feuer fängt...)


FBI-ZENTRALE
WASHINGTON, D.C.


Mulder spitzt einen Bleistift mit einem elektrischen Anspitzer an. Er sieht ihn an, pustet die letzten Späne weg und legt ihn zu einer Reihe anderer Stifte, die er mit seinem Unterarm in eine gerade Reihe schiebt. Scully kommt herein, er legt seine Arme um die Stifte, dass man sie nicht sieht.

MULDER: Ohh, hey, Scully. Wie geht's Ihnen?

SCULLY: Hmm...

MULDER: Und, haben Sie sich erholt?

SCULLY: Ich fühl mich sehr gut. Hmm..

Scully sieht das "I want to believe"-Poster an.

MULDER: dreht sich zu dem Poster um. Was ist denn?

SCULLY: Dieses Poster... Woher haben Sie das?

MULDER: Och, das ist aus irgend 'nem Laden in der Main-Street. Ich hab's vor fünf Jahren gekauft.

SCULLY: Hmm...

MULDER: Warum?

SCULLY: Na ja, ich, ehhm, wollte nur jemandem solch ein Poster schicken.

MULDER: Ach, ja?

SCULLY: Mm-hmm..

Als Scully hinter ihm steht, macht er die Schreibtischschublade auf und schiebt alle Bleistifte hinein. Um die Geräusche zu übertönen, hustet er.

MULDER: Wem?

SCULLY: Ach, nur... einem Mann... Jack... Main-Street?

MULDER: Ja. Hat das was mit diesem Fall da oben zu tun?

SCULLY: Welcher Fall? Öhh... Ja, ja, das hat es, ja.

MULDER: Haben Sie ihn gelöst?

SCULLY: Ich? Nein! Nein, ich hab ihn nicht gelöst. Ich war da nur in Urlaub. Ich, ehh, ich hab meinen Kopf ausgelüftet. Was ist mit Ihnen? Haben Sie was getan, in meiner Abwesenheit?

MULDER: Ohh ja. lehnt sich zurück. Ich bin selbst verblüfft, wie viel ich doch schaffen kann, wenn ich nicht bevormundet und hinterfragt werde. (KIT-X-NOTIZ: ALLES klar, Mulder, ALLES klar! - Das glaubst du doch wohl selbst nicht!) Das ist schon... Mulder wird von herabfallenden Bleistiften unterbrochen. Scully schaut langsam zur Decke. An ihr hängen jede Menge weitere Bleistifte. (KIT-X-NOTIZ: Das dürftige Gehalt beim FBI reichte nicht aus, um sich gescheite Dartpfeile zu leisten... - Die müssen ja Styropordecken haben, wenn die Stifte drin stecken bleiben, fällt mir gerade ein...) Hm... Dafür gibt es bestimmt eine Erklärung...

SCULLY: Ach, ich weiß nicht. Ich denke, manche Dinge sollten lieber ungeklärt bleiben...

Noch ein Stift fällt auf Mulders Kopf. Scully schaut ihn an, wie eine Mutter ihr Kind, das gerade wieder irgendwas Dummes gemacht hat.


FISCHERBOOT


Nacht. Ein Fischer holt die Falle hoch. Er holt einen Hummer raus und wirft ihn in einen Eimer. Dann schaut er sich die verbrannte Puppe an.

PUPPE: Ich will jetzt spielen!

Mitgeschrieben von:

  • Autor: spooky17 (a.k.a. the master) (spooky17@gmx.de)

Ursprünglich veröffentlicht auf dana d.'s Home. Nutzung mit freundlicher Genehmigung.

  • Überarbeitung: KIT-X (kit-x@yahoo.com)
  • Korrektur: CayceP