5X06 Der große Mutato (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


5X06 Der große Mutato
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!

Originaltitel: Postmodern Prometheus
Regie: Chris Carter
Drehbuch: Chris Carter


Hey Leute! Hier bin ich wieder!!! Mit einem neuen Skript, as you can see! Ich weiß, ich weiß, lange hat es gedauert, aber die Schule hat nun mal ihren Tribut gefordert. Sorry. Aber bald sind ja Ferien *lechz*, und da werde ich wohl auch wieder ein Skript zu Stande bringen, und zwar eine Überarbeitung von "Triangle" in der endgültigen deutschen Fassung.
Franklin, who linked this site in her homepage http://www.un-official.com/, Anbei noch ein großes HALLO an meine Little Sis Für den 29.09. alles Gute, luv ya!, dana-d und Sabine! Also lovely greetings to TD, CarriK thanx for your permission to take some comments of ya again and Dana where you can find the genious DAILY SCRIPT NEWSLETTER and lot's of links to all scripts you can find online! Thanx so much for makin' us part of it, too.
Das amerikanische Transkript ist auf TD's Homepage zu finden, und zwar unter: http://www.insanity.com.au/td/. -KIT-X

Wir sehen ein schön verziertes Cover eines Comicbuches, mit dem Titel "The Great Mutato".

STIMME VON IZZY: Der große Mutato...

Das erste Bild... Wir sehen eine schmale Straße, Häuser rechts und links. "Somewhere in the land, a monster lurked", steht unter diesem Bild.

STIMME VON IZZY: Irgendwo im Land lauert ein Monster...

Das Comicbild wird nun zur Realität. KIT-X-NOTIZ: Die Episode ist Schwarzweiß gefilmt worden, um dem Flair der Universal-Horror-Classicer der 30er Jahre gleichzukommen.''


VOR DEM HAUS DER BERKOWITZ'


Der 18jährige IZZY BERKOWITZ und ein Freund schauen unter die Motorhaube eines ziemlich alten Autos. BOOGER sitzt am Steuer.

IZZY: So säuft er ab, Junge.

BOOGER grunzt. Eine weiße Rauchwolke "schießt" aus dem Motor in IZZYS Gesicht. IZZY hustet. SHAINEH BERKOWITZ, im "mittleren Alter", IZZYS Mutter, öffnet die Tür des unweiten Hauses.

SHAINEH: Oh! Herrgott, Izzy!

Als SHAINEH auf den Wagen zukommt, steigen IZZY und sein Freund ein.

BOOGER: Sie kommt, lass uns fahr'n. Nun mach schon, Mann! Fahr!

SHAINEH: sieht in das Auto Du hast sie ja nicht mehr alle!

IZZY: Wieso?

SHAINEH: Nun frag nicht so blöd, Izzy, du wirst nicht zu dieser Comicbuch-Tagung fahren.

IZZY: Ich bin 18, ich kann hinfahren, wo ich will.

SHAINEH: Ja, aber wo willst du wohnen, wenn du wiederkommst?

IZZY: ungeduldig Mom, wir müssen jetzt losfahren.

SHAINEH: Fahr' vorsichtig, Booger. Er ist mein einziger Sohn.

BOOGER: Okay, Mrs. B.

Das Auto fährt an KIT-X-NOTIZ: Der Motor klingt nicht sehr überzeugend..., qualmend, im wahrsten Sinne des Wortes. SHAINEH sieht dem Wagen hinterher und schüttelt den Kopf.

CUT:

Später, im Inneren des Hauses. Wir hören den Fernseher laufen... - Die Jerry Springer-Show. Die Kamera beginnt, durch das Haus zu schweifen. Wir sehen ein Aquarium mit tropischen Fischen, darüber gerahmte Fotos von IZZY. Die Kamera schwenkt weiter nach rechts, durch den Raum.

JERRY SPRINGER: Stimme im TV: Ladys und Gentlemen, ich begrüße Sie zu meiner heutigen Show, in der wir Ihnen ein ganz besonderes Thema präsentieren wollen. Ich möchte Sie heute mit einer Frau bekannt machen, die vor drei Jahren mit der größten Überraschung ihres Lebens konfrontiert wurde.

Wir sehen, wie jemand leise durch das Haus der BEKOWITZ' schleicht, während die Kamera ihre "Führung" durch das Haus fortsetzt.

JERRY SPRINGER: Nach neun Monaten einer scheinbar normalen Schwangerschaft, gebar sie ein ganz besonderes Kind. Die Mutter von zwei bildschönen Kindern hielt plötzlich in ihren Armen einen Jungen mit Fell wie ein Hund und einem Haaransatz wie Eddie Munster. Sie ist heute bei uns mit ihrem wirklich echten aber schlafenden Wolfsbaby.

SHAINEH sitzt im Bett und sieht fern. Jerry Springer interviewt eine junge, dunkelhaarige Frau, die ein schlafendes, ungemein haariges Kind auf ihrem Schoß hat, das friedlich schläft. Am unteren Bildschirmrand erscheint kurz der Schriftzug "Delores, Gave birth to a wolf boy", darunter die deutsche Übersetzung "Mutter eines Wolfsjungen". Beide Schriften werden gleichzeitig ausgeblendet. Jerry Springer steht noch hinter Delores, geht nun um den Stuhl herum.

JERRY SPRINGER: Sagen Sie, warum nehmen Sie nicht einfach einen Rasierapparat? Ich meine, er wird sich in ein paar Jahren doch sowieso rasieren...

Das Publikum, das sich tierisch über Jerry Springers Kommentar amüsiert, wird kurz gezeigt. Bildwechsel zu den Fenstern. Ein Zirkuszelt-Fabrikat wird vom Dach herabgerollt und umschließt/überdeckt das gesamte Haus.

MUTTER DES WOLFBABYS: Na ja, er scheint gegen Rasierschaum ziemlich allergisch zu sein. - Die Nachbarskinder kommen übrigens gerne rüber um sein Haar zu streicheln.

JERRY SPRINGER: Und sie ziehen ihn nicht auf?

MUTTER DES WOLFBABYS: Nein, er ist sogar sehr beliebt.

JERRY SPRINGER: Sind Schuppen ein Problem?

KIT-X-NOTIZ: Die deutsche Synchronisation hat Jerry Springer eine recht seriöse Stimme und eine deutliche Aussprache verpasst, die dem Slang des Originals in keinster Weise gleichkommt, nur so als Randbemerkung...

MUTTER DES WOLFBABYS: Mmm. Nein. Ich wasche sein Haar zweimal täglich und bürste ihn abends mit 100 Strichen.

SHAINEH: Also, dass glaube ich ja einfach nicht!

JERRY SPRINGER: Und wie erklären Sie sich diesen... - mit Verlaub gesagt - doch etwas ungewöhnlich starken Haarwuchs? Gibt es bei ihm vielleicht eine Form der Vererbung?

MUTTER DES WOLFBABYS: Ich glaube nicht. Sein Vater ist jedenfalls völlig unbehaart.

KIT-X-NOTIZ: Der eigentliche Dialog wurde im Deutschen leider umgeändert. Damit euch der eigentliche nicht durch die Lappen geht, füge ich ihn euch als Übersetzung einfach ein, okay? Ich markiere ihn mit eckigen Klammern.

[JERRY SPRINGER: Vollkommen?

MUTTER DES WOLFBABYS: Vollkommen.

JERRY SPRINGER: Waren Sie ein stark behaartes Kind?

MUTTER DES WOLFBABYS: Nein, war ich nicht.

JERRY SPRINGER: Ehrlich?

MUTTER DES WOLFBABYS: Ehrlich.

JERRY SPRINGER: Kommen Sie schon, geben Sie's zu! Wir haben hier Bilder. Wir wissen, dass Sie Haare auf dem ganzen Gesicht hatten.

MUTTER DES WOLFBABYS: Ich fürchte, dass das nicht stimmt.

JERRY SPRINGER: Ich weiß, das hier ist etwas heikel... aber, ähm, hat er irgendwelche Probleme mit Flöhen? Ich meine, er ist kein echter Wolfjunge, oder?

MUTTER DES WOLFBABYS: Nein, ich bin da sehr umsorglich. Ich kaufe das richtige Produkt gegen Flöhe und... er kratzt sich gelegentlich, aber er ist okay.

JERRY SPRINGER: Sie haben keine Flöhe?]

KIT-X-NOTIZ: Nun weiter mit dem synchronisierten Text...

JERRY SPRINGER: Na, wenn er das nicht väterlicherseits vererbt bekommen hat, dann wäre dieses Gen vielleicht von jemandem aus ihrer Familie. Haben Sie vor ein paar Generationen vielleicht einmal einen Urgroßvater oder Uronkel, der als Wolfsmensch beim Zirkus aufgetreten ist?

MUTTER DES WOLFBABYS: Das glaube ich zwar nicht, aber mit Bestimmtheit kann ich es auch nicht sagen, wenn sowohl meine Mutter als auch deren Mutter...

KIT-X-NOTIZ: Mehr konnte ich durch "verursachten" Lärm trotz aufmerksamen Ohrenspitzens leider nicht heraushören, nur noch zusammenhanglose Wortfetzen. Auf den US-Ursprungstext kann ich hier auch nicht zurückgreifen, denn das ist der obige, übersetzte. Der deutsche ist eine reine Erfindung, im Original nicht vorhanden...

Der Gasherd wird angedreht. Etwas, das wie ein Puck KIT-X-NOTIZ: Wer Hockey spielt, weiß was das ist. aussieht, wird in die Pfanne geworfen. Er fängt sofort an zu qualmen. Musik beginnt. Der Qualm zieht durch den Spalt unter SHAINEHS Schlafzimmertür hindurch in den Raum.

TD-NOTE: Der erste Song ist "The Sun Ain't Gonna Shine Anymore".

CHER: LONELINESS...

SHAINEH: Hallo?! Sie schaltet den Fernseher per Fernbedienung aus. IS THE CLOAK YOU WEAR ...

SHAINEH: Wer ist da? Sie beginnt zu husten und reibt sich die Brust.

DEEP SHADE OF BLUE IS ALWAYS THERE
THE SUN AIN'T GONNA SHINE ANYMORE
THE MOON AINT GONNA RISE IN THE SKY
THE TEARS ARE ALWAYS CLOUDING YOUR EYES

Die Schlafzimmertür öffnet sich, und SHAINEH schnappt erschrocken nach Luft, als der GROSSE MUTATO seinen Kopf in das Zimmer steckt. Kopf ist gut, eigentlich sind es fast zwei. Die eine Gesichtshälfte hängt recht unschön herab, das Haar ist lang, ungepflegt und strähnig. WHEN YOU'RE WITHOUT LOVE .... WHEN YOU'RE WITHOUT LOVE ....

Wir sehen nun das Haus von draußen. Es ist komplett von dem Zirkuszelt bedeckt... - Sieht irgendwie... cool aus...


VORSPANN


MULDER und SCULLY im Wagen, auf dem Weg nach irgendwo... MULDER fährt wie fast immer..., während SCULLY einen Brief laut vorliest.

SCULLY: Lieber Special Agent Mulder: Ich bitte Sie hiermit um Hilfe. Vor vielen Jahren hatte ich ein ziemlich unerklärliches Erlebnis. Ich habe in meinem Bett gelegen, als ich spürte, dass noch jemand im Zimmer war. Obwohl ich noch wach war, hatte ich das Gefühl, das irgendwas die Kontrolle über mich übernommen hatte. An viel mehr erinnere ich mich nicht, aber als drei Tage später aufwachte, war ich schwanger mit meinem Sohn, Izzy. MULDER und SCULLY sehen sich an. Das war vor 18 Jahren, aber jetzt ist es wieder passiert. Ich war im Bett und könnte schwören, dass ich Cher singen gehört habe... Sie war mal mit Sonny verheiratet. Ein weiterer Blick. Dann war das Zimmer plötzlich voller Rauch und ich sah so etwas wie ein Monster. Es hatte ein wirklich grauenvolles Gesicht, das mit Beulen übersät war. Ich hatte zuviel Angst, um zu schreien. Und dann war ich drei Tage lang weggetreten. Ahnen Sie, was ich feststellte, als ich aufwachte? Ich habe Ihren Namen aus dem Fernsehen erfahren. Irgendeine Lady in der Jerry Springer-Show, die ein Wehrwolfbaby hatte, sagte, Sie wären bei ihr zu Hause gewesen... SCULLY sieht MULDER anschuldigend an. Er sieht schuldbewusst aus. Meine Story übertrifft ihre aber bei Weitem, also vielleicht können Sie mich auch mal besuchen. Hochachtungsvoll, Shaineh Berkowitz."

KIT-X-NOTIZ: Schade, das Transkripte nie die Ironie wiedergeben können, die gelegentlich in Scullys Stimme mitschwingt, wie hier zum Beispiel... *lol*.

MULDER: Denken Sie nicht, eine eigene 0190-Nummer lohnt sich langsam? Hm?

SCULLY rollt mit den Augen.

Die Küche der BERKOWITZ'. SHAINEH schenkt MULDER und SCULLY Cola ein, die am Küchentisch sitzen.

SHAINEH: Also, haben Sie dieses Wehrwolfbaby nun wirklich geseh'n, oder war das nur 'ne Story?

MULDER: Nein. Es hatte eine sogenannte Hypertrichosis congenita lanuginosa, eine Erbkrankheit, die sehr selten ist. Ähm, sie kommt hauptsächlich in südamerikanischen Familien vor.

SHAINEH: nicht überzeugt Aha... Und die haben dann auch alle so einen starken Haarwuchs?

MULDER: hastig Ja.

SCULLY: Ähm, Mrs. Berkowitz? Sie sagten doch, dass Sie auch einen Sohn hätten?

SHAINEH: Mm-hmm. Izzy. Das da drüben ist er.

Sie deutet auf ein Bild, das IZZY zusammen mit einem Schwein zeigt. CarriK-Note: Die beiden sehen sich ziemlich ähnlich...

SCULLY: Und, ähm, Izzy ist dann das Ergebnis Ihrer Vereinigung mit irgendeinem Eindringling?

SHAINEH: Ich weiß zwar nichts von einer Vereinigung, aber ich wachte jedenfalls schwanger auf.

SCULLY: Und Sie haben das der Polizei gemeldet?

SHAINEH: Natürlich.

SCULLY: Gab es eine Untersuchung?

SHAINEH: Keine richtige. Niemand schließt hier die Türen ab. Und ich habe einen Monat gebraucht, um es rauszufinden. Ich meine, dass ich schwanger war.

SCULLY: Und jetzt sind Sie wieder schwanger?

SHAINEH: Uh-huh, aber wie ich schon Agent Mulder am Telefon sagte, das ist nun wirklich die Krönung!

MULDER: Mrs. Berkowitz ließ sich vor zwei Jahren die Eileiter durchtrennen.

SHAINEH: Und kein Samenkorn gedeiht in einem unfruchtbaren Feld. Sie hält eine sehr saubere Pfanne hoch. Die haben hier irgendwas auf dem Herd gebraten, oder so. Und die Pfanne haben sie auch versaut. SCULLY sieht sich die Stielpfanne an, dann wandert ihr Blick zu MULDER. SCULLY stellt die Pfanne wieder hin. Ich weiß nicht, wie viele es waren, weil ich nur den einen gesehen habe, aber die haben beinahe die ganze Erdnussbutter aufgegessen! Sie hält ein großes leeres Glas Erdnussbutter hoch.

SCULLY: Sie waren drei Tage weggetreten, aber niemand hat Sie vermisst?

SHAINEH: Ich weiß, was Sie denken.

SCULLY: Trinken Sie, Mrs. Berkowitz?

SHAINEH: Nein, aber ich bin mir nicht sicher, ob sich meine Eindringlinge nicht vielleicht ein paar genehmigt haben. Hier hat jemand ein Glas hingestellt und keinen Untersatz benutzt! Beinahe anschuldigend deutet sie auf eine zweiringig markierte Stelle auf einer alten Kommode.

MULDER: beugt sich vor, um sich die Stelle genauer anzusehen Mmm.

SHAINEH: Das ist ein Familienerbstück!

SCULLY: Könnte es denn nicht Ihr Sohn dort abgestellt haben?

SHAINEH: Izzy würde so etwas Dummes nie tun. Er hängt am Leben, obwohl er nicht der Hellste ist. Sie deutet auf einen Raum am Ende des Flures. Dieser Schweinestall da ist sein Zimmer.

SCULLY betritt das Zimmer und sieht sich um.

SHAINEH: Sie wissen, was für 'ne Sache hier gelaufen ist, nicht wahr, Agent Mulder?

MULDER: Wie kommen Sie darauf?

SCULLY findet ein Comicbuch des GROSSEN MUTATO.

SHAINEH: Ach, weil Sie so still sind und so. Und Sie wissen etwas, das Sie nicht sagen, über Entführungen durch Außerirdische. Bei Jerry Springer haben Sie gesagt, Sie wären ein Experte.

MULDER: lacht Ich würde sagen, das hier hat nichts mit so einer Entführung zu tun. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch an so etwas glaube.

SHAINEH: Och, nun kommen Sie schon! stößt ihn grinsend an Wirklich?

SCULLY: Mrs. Berkowitz? Ihrer Beschreibung nach hatte der Eindringling doch ein ganz grauenhaftes Gesicht und den Kopf voller Beulen, oder?

SHAINEH: Und zwei Münder. - Ich weiß nicht, ob ich das erwähnt habe.

SCULLY: Komisch... Klingt genau wie das hier. MULDER tritt an ihre Seite und sieht sich das Comicbuch an. SCULLY hebt es hoch, so dass SHAINEH es auch sehen kann.

SHAINEH: Ach, das? Das ist der Große Mutato. stolz Das ist die Comicheftfigur, die mein Sohn Izzy erfunden hat.

Die Tür schlägt zu, als IZZY hereinkommt.

IZZY: Was ist denn hier los?

SHAINEH: Das sind Agent Mulder und Agent Scully vom FBI.

IZZY: Vom Federal Bureau of Investigation?

SCULLY: Wir fragen uns, warum der Verdächtige im Fall Ihrer Mutter genauso aussieht, wie das hier.

MULDER: hält das Comicbuch hoch Der Große Mutato.

IZZY: Na, weil ich ihn... auch mal gesehen hab.

SCULLY: Sie haben den Großen Mutato gesehen?

IZZY: Ja. Hier haben ihn schon viele Leute gesehen.

SCULLY: Ist keinem von Ihnen in den Sinn gekommen, dass das, was Sie in dieser Nacht gesehen haben wollen, völlig mit der Kreatur übereinstimmt, die ihr Sohn geschaffen hat?

SHAINEH: defensiv Na ja, schon, aber... das heißt nicht, dass es nicht passiert ist.

MULDER sieht SCULLY an und hebt die Augenbrauen.


Nacht. Draußen, in der Nähe eines Waldes. IZZY packt ein Sandwich aus und legt es auf einen Baumstumpf.

IZZY: Fragen Sie mich nicht warum, aber es funktioniert.

SCULLY: zu MULDER Erdnussbuttersandwichs...

MULDER, SCULLY, IZZY und seine Freunde kehren langsam zu den Autos zurück, die etwa 50 Meter entfernt von dem Platz stehen. MULDER und SCULLY sprechen leise miteinander.

MULDER: Denken Sie, mit Käse würde es besser funktionieren?

SCULLY: Wieso gehen Sie so auf die ein, Mulder?

MULDER: Ich gehe auf niemanden ein, Scully. Das ist ein sehr ernstes Verbrechen.

SCULLY: lächelt Das ist eine Falschaussage auch. Und auch das Alarmieren von FBI-Agenten unter falschen Voraussetzungen.

MULDER: Zu welchem Zweck?

IZZY folgt ihnen dichtauf, versteckt einen Rekorder in der Jackentasche, mit dem er heimlich das Gespräch der beiden Agenten aufnimmt.

SCULLY: Ist das nicht offensichtlich? MULDER schüttelt den Kopf. Ich denke, was wir hier sehen, ist ein sehr gutes Beispiel für eine Kultur, für die wie tägliche Talkshows und wie Überschriften einer Sensationspresse zu einer Realität geworden sind, an der das Leben gemessen wird. Eine Kultur, die so... so besessen ist von den Medien und einer Chance zur Selbstdramatisierung, dass die Leute alles tun würden, um im Rampenlicht zu stehen.

MULDER: Damit reduzieren Sie aber diese Leute auf ein kulturelles Stereotyp. Nicht jeder träumt von einem Auftritt bei Jerry Springer.

IZZY stößt auf seine beiden Freunde, die ihn begrüßen.

SCULLY: Psychologen sprechen oft von der Verleumdung eines undenkbaren Übels oder von einem Verlagern der Ängste. MULDER lehnt sich gegen das Heck ihres Wagens, SCULLY steht vor ihm. Ängste, die die Form eines abscheulichen Monsters annehmen, dem man die grauenhaftesten menschlichen Attribute zuschreiben kann. Sie wissen schon, für Dinge, von denen wir uns unmöglich vorstellen können, selbst dazu fähig zu sein, beschuldigen wir irgendwelche Hexen, den Buckligen oder den nächstbesten Fremden.

Sie sehen zu IZZY hinüber, der sich ebenfalls gegen seinen Wagen gelehnt hat, von dem aus er die beiden FBI-Agenten genau beobachten kann und gerade unauffällig hustet.

SCULLY: Der Menschenverstand allein dürfte Ihnen schon sagen, dass diese Legenden, diese unverifizierten Lügenmärchen, einfach lächerlich sind!

MULDER: Aber nichtsdestotrotz unverifizierbar. Und daher wahr in dem Sinne, dass man sie für wahr hält.

SCULLY: Könnte es sein, dass Sie so ziemlich alles glauben würden?

Ein entferntes Stöhnen.

MULDER: Shhh.

Erneut dieser befremdende Laut. SCULLY sieht sich überrascht um.

SCULLY: Was ist das für ein Geräusch?

IZZY: Das ist der Große Mutato.

Über dem Stumpf sehen sie einen Schatten, der das Sandwich an sich nimmt. Als sie auf diesen losrennen, lässt der Schatten erschrocken das Sandwich fallen und flüchtet in den Wald. MULDER rennt an dem Stumpf vorbei und folgt dem Schatten. SCULLY zögert und starrt auf das Sandwich, in das zweimal hineingebissen wurde - an verschiedenen Seiten. Ein paar Minuten später holt sie MULDER ein, ebenso die Jungs.

SCULLY: Wo ist er hin?

MULDER: Ich weiß es nicht, ich hab' ihn verloren.

Licht blitzt auf.

MULDER: Da! Da oben!

SCULLY richtet den Strahl ihrer Taschenlampe auf die Spitze eines nahen Hügels. Wir hören Schweine quieken. - Ein alter Mann steht auf dem Hügel, mit einem angeleinten Schwein neben sich.

ALTER MANN: Schalten Sie dieses verdammte Ding aus! Sie sind auf meinem Grund und Boden!

MULDER: Wir sind vom FBI.

ALTER MANN: Die da nicht! Er deutet auf IZZY und seine Freunde.

IZZY: Wir wollten doch nur...

SCULLY: Wir haben etwas gejagt, und sie meinten, es wäre ein Monster.

ALTER MANN: Monster? Was hab' ich euch Jungs gesagt? Es gibt kein Monster! zu MULDER und SCULLY Ich werd' Ihnen das Monster zeigen, nach dem Sie suchen!


Wir sehen eine großgedruckte Zeitungsüberschrift der Zeitung - University of Indiana News Press: "Professor Creates Own Monsters." Darunter ein Bild von DR. POLLIDORI. MULDER lässt die Zeitung sinken und sieht POLLIDORI an. Er und SCULLY befinden sich im Labor des Wissenschaftlers, der einen klassischen Verschnitt aufweist: Den des verrückten Professors.

POLLIDORI: Wer hat Sie hergeschickt?

MULDER: Ihr Vater. Er, äh...

POLLIDORI: Mein Vater ist ein einfältiger Farmer. Er versteht nichts von meinen wissenschaftlichen Errungenschaften.

SCULLY: Welche Errungenschaften sind das?

POLLIDORI: Wie kommen Sie auf die Idee, Sie würden sie besser verstehen?

SCULLY: Weil ich selbst Wissenschaftlerin bin.

POLLIDORI: Na, dann wissen Sie ja vermutlich auch, dass einmal in einer Generation, vielleicht nur einmal in einem Jahrhundert, eine Wahrheit aufgedeckt wird, die die ganze Menschheit in ein schockierend neues Bewusstsein schleudert, MULDER und SCULLY folgen ihm durch das Labor. akzeptierte Vorstellungen unserer eigenen Existenz auf den Kopf stellen, wie die Relativitätstheorie, die Doppelhelix und nun das homöotische Hox-Gen, wofür mir ohne jeden Zweifel ein Ehrenplatz gebührt unter den 'Kolumbusen' der Wissenschaft, als visionärer Führer der Menschheit. Ein LABORASSISTENT steht wartend da, eine bedeckte Petrischale mit Fliegen in der Hand haltend.

POLLIDORI: Ja?

LABORASSISTENT: Was soll ich mit denen machen, Dr. Pollidori?

Er hebt den Glasdeckel hoch und alle Fliegen surren davon.

LABORASSISTENT: Tut mir leid... Entfernt sich rasch.

MULDER: Was ist das... homöotische Hox-Gen?

POLLIDORI: seufzt Sie ist doch Wissenschaftlerin, fragen Sie sie.

SCULLY: Ich, äh... ich glaube, das hat wohl irgend etwas zu tun mit... ähm... Entwicklung und Wachstum.

POLLIDORI: Wenn Sie mich jetzt entschuldigen würden, ich habe wirklich keine Zeit für so was. Ich reise heute Abend noch zur Universität von Ingolstadt, um dort als Gastredner einen Vortrag zu halten.

SCULLY: Sir, falls Sie nicht möchten, dass Ihre wissenschaftlichen Errungenschaften irgendwann als Fußnote in der Jerry Springer Show enden, schlage ich vor, Sie nehmen sich die zeit.

POLLIDORI: Pause, dann interessiert Die Jerry Springer Show?

Sie sehen sich ein Video an, das die Entwicklung der Fruchtfliege zeigt. Periodische, dramatische Blitzgewitter erhellen den Raum. Rechts von MULDER steht ein menschliches Skelett. Die beiden Agenten sehen sich die Vorführung stehend an. SCULLY hat die Arme vor der Brust verschränkt, die Stirn leicht in Falten gelegt.

POLLIDORI: Werden Sie Zeuge der Morphogenese von Drosophila... der Fruchtfliege. Was Sie hier sehen, spielt sich schon seit einer Ewigkeit ab. Seit der Kambrium-Periode, also seit ungefähr 580 Millionen Jahren KIT-X-NOTIZ: Genauer: Vor 570 - 500 Millionen Jahren. Die weitverbreiteste Tierart dieser Periode war der berühmte Trilobit 'ein urzeitlicher Gliedfüßler'. - Wer sich ein wenig mit Paläontologie auskennt, oder schon einmal ein naturgeschichtliches Museum besucht hat, wird wissen, was das ist., als Drosophila das erste Mal geboren wurde. Beachten Sie die elegante Symmetrie, in der die Fruchtfliege in einer Reihe von wunderschönen Segmenten wächst. MULDER und SCULLY drehen langsam die Köpfe und sehen sich an. POLLIDORI geht zu einer Tafel hinüber, auf der man den Fliegenkörper zeichnerisch und das ziemlich grob dargestellt hat. Was wir herausgefunden haben... - was ICH herausgefunden habe -, ist dass diese Segmente ein lineares Modell darstellen, für die genetische Entwicklung unserer Freundin, der Fliege. Jedes Gen ist verantwortlich für die Entwicklung eines korrespondierenden Segments: die Flügel, der Mund, der Körper, das Vorderteil und das Hinterteil. Aber all das kann ich - dank meines Genies - verändern, zu meiner ureigensten Schöpfung. Ich präsentiere Ihnen... Proboscopedia.

MULDER: betrachtet das Bild einer recht deformierten Fliege Diese Fliege hat ja... Er sieht auf. Beine..

SCULLY: nüchtern... die ihr aus dem Mund wachsen.

MULDER: steht auf und tritt wieder neben SCULLY, den Blick auf POLLIDORI gewandt, etwas wütend und vorwurfsvoll Warum tun Sie das?

POLLIDORI: Weil ich es kann.

Ziemlich viel Blitzgewitter, als schaurige Untermalung gedacht...

MULDER: Könnte man das auch mit Menschen tun?

POLLIDORI: Das wäre gegen jede wissenschaftliche Konvention.

MULDER: Aber möglich wäre es?

POLLIDORI: Theoretisch schon...

POLLIDORIS Körper verschwindet im grellen Licht des Blitzes, Cut. - Später. MULDER und SCULLY beobachten POLLIDORI durch ein vergittertes Fenster im dritten Stock, als dieser - mit einem Koffer in der Hand - sein Labor verlässt.

MULDER: zu SCULLY Gute Nacht, Dr. Frankenstein.

SCULLY: Was auch immer Sie vielleicht denken, Mulder, absurde Mutationen wie diese sind bei Menschen praktisch unmöglich.

MULDER: Ich habe grad' was anderes gehört...

SCULLY: Mulder, selbst wenn er es könnte, kein Wissenschaftler würde jemals wagen, ein Experiment wie dieses an einem Menschen durchzuführen.

MULDER: Und warum macht man sie dann überhaupt?

SCULLY: Um die Geheimnisse der Genetik zu entschlüsseln. Um zu verstehen, warum wir trotz der im Prinzip selben Gene zum Beispiel Arme anstatt Flügeln entwickeln. Oder warum wir Menschen werden. Statt Fliegen... Oder Monster.

MULDER: Aber, wenn man die macht dazu hätte, wer könnte der Versuchung widerstehen, ein x-beliebiges Leben zu kreieren?

SCULLY: Diese Fähigkeit haben wir schon, Mulder. Sie wird "Fortpflanzung" genannt. Und daher werde ich morgen früh feststellen, was es mit der Schwangerschaft von Shaineh Berkowitz auf sich hat.

MULDER nickt.


Das Haus der POLLIDORIS. ELIZABETH POLLIDORI packt Klamotten in den Koffer ihres Mannes. KIT-X-NOTIZ: Wer war hier für die Dekoration verantwortlich??? Derjenige muss zwei Dinge gehabt haben: Viel Zeit und keinen Geschmack!!! Diese widerlichen Ranken aus Plastikblumen ist ja widerlich! Kitschig! Total überladen!

ELIZABETH: Wann kommst du denn wieder zurück?

POLLIDORI: fummelt an seine Krawatte herum Häh?

ELIZABETH: Wann kommst du denn wieder nach Hause?

POLLIDORI: Was?

ELIZABETH: Wir wollten uns doch mal unterhalten...

POLLIDORI: Bald. Bald werden wir uns unterhalten. Schon bald.

ELIZABETH: Das sagst du immer, weißt du?

POLLIDORI: Du kennst doch meine Einstellung zu Kindern, Elizabeth. Sie sind quengelnde kleine Monster.

ELIZABETH: Aber ich möchte Kinder haben.

POLLIDORI: Was ist aus unserem Traum geworden? Wir wollten doch von hier abhauen, verschwinden aus diesem elenden Kuhkaff!

ELIZABETH: Ich schätze, das ist nur dein Traum.

POLLIDORI: Elizabeth, was willst du? Ein Baby oder den Nobelpreis? Sie antwortet nicht, und er küsst sie auf die Stirn. Bis Donnerstag.

Er geht. ELIZABETH beobachtet ihn, als er fortfährt, dann legt sie sich auf dem Bett nieder und weint. KIT-X-NOTIZ: "Wunderbare" Aussicht auf die Dekoration, *schüttel* Vor dem Fenster fällt Zirkuszelt-Material herab...


MULDER und SCULLY fahren vor "JJ's Country Diner" vor. SCULLY zieht los, um eine Zeitung zu kaufen, während MULDER in das Restaurant geht. Jeder darin starrt und lächelt ihn an, als er die Gäste passiert. MULDER blinzelt ein wenig, findet das alles wohl mehr als komisch, aber es scheint so, als genieße er die Aufmerksamkeit, die ihm zukommt. Er setzt sich an die Theke. Eine Frau sieht ihn an und hebt die Augenbrauen. MULDER nickt freundlich.

Draußen liest SCULLY die Überschrift der heutigen Zeitungsausgabe: FBI HUNTS HOMETOWN MONSTER - AGENT ADMITS STORIES: "BELIEVED TO BE TRUE." SCULLY ist darüber nicht gerade sehr erfreut...

SCULLY: liest laut FBI jagt Monster. Geschichten werden für wahr gehalten...

Im Restaurant sitzt eine recht HÜHNERHAFTE FRAU neben MULDER und beginnt, sich Notizen zu machen. Die KELLNERIN erscheint, mit vielen Tellern beladen.

KELLNERIN: KIT-X-NOTIZ: Ich persönlich finde ihre Stimme einfach nur grässlich! Heiß und fettig, heiß, heiß, heiß! Sie stellt MULDER einen der Teller vor die Nase. Spiegeleier, Hafergrütze, Pommes frites, Pfannkuchen mit Sirup und schön braun gebrutzelter Speck. KIT-X-NOTIZ: Sie hat die Eier vergessen... Es sind auch ein paar Monster-Grapeefruits unterwegs, die beinahe größer sind, als Ihr Kopf.

MULDER: Wie schön. Ich hätte trotzdem gerne nur einen Kaffee. Danke

WAITRESS: Der geht aufs Haus, mit einer Empfehlung von J.J.

J.J.: aus dem Küchenfenster Das schreibt sich mit zwei "J".

MULDER versucht zu sehen, was die Frau neben ihm schreibt. Sie starrt ihn kurz an, presst dann ihren Block an sich und geht.

KELLNERIN: "Nase an Nase" mit MULDER Ist es eigentlich wahr, dass Jerry Springer schon bald in der Stadt auftaucht?

MULDER kann darauf keine Antwort geben. SCULLY betritt - mit der Zeitung in der Hand - das Restaurant. Sie setzt sich neben MULDER. Die Leute herum beachten sie nicht...

SCULLY: Jemand hat uns reingelegt. Ich erspar' Ihnen die Mühe, diesen Artikel zu lesen. Unsere Unterhaltung von gestern Abend steht da drin, und zwar Wort für Wort.


Das Haus der BERKOWITZ'. SHAINEH steht in der Küchentür.

SHAINEH: Izzy Berkowitz! Würdest du hier mal sofort antreten?!?

IZZY: Was hab' ich denn getan?

SHAINEH: Ich kann nur hoffen, dass die Antwort darauf NICHTS ist!

SCULLYS Kopf erscheint in der Tür.

SCULLY: Wir haben Grund zur Annahme, dass Sie oder einer Ihrer Freunde unser Gespräch gestern Abend aufgezeichnet und an einen Zeitungsreporter weitergegeben haben.

IZZY: Was, ich?

SCULLY: Um Werbung für das Comicheft-Monster zu machen, dass Sie geschaffen haben.

MULDERS Kopf erscheint in der Tür...

MULDER: Sie haben doch sicher einen Kassettenrekorder, Izzy.

IZZY: Um ...

SHAINEH: Weihnachten neunzehnhundertDREIUNDNEUNZIG!

IZZY seufzt, bringt dann aber den Rekorder und gibt ihn SHAINEH. MULDER nimmt ihn an sich und drückt die Play-Taste.

SCULLY: Stimme aus dem Rekorder ...Verlagern der Ängste. Ängste, die die Form eines abscheulichen Monsters annehmen, dem man die grauenhaftesten menschlichen Attribute zuschreiben kann. Sie wissen schon...

Das Tape läuft nebenbei.

SHAINEH: schlägt IZZY die Baseballkappe vom Kopf Das war nur der Anfang!

MULDER spult das Tape zurück und drückt erneut auf "Play". Der Song von Cher, den wir ganz am Anfang gehört haben, spielt nun.

SHAINEH: Hey! Hey, das ist es! Das ist das Lied, das sie gespielt haben, als ich geschwängert wurde.

Als Cher zu singen beginnt, hört man im Hintergrund eine Art Stöhnen und Jaulen, und jemand singt auf grauenhafte Weise den Text mit.

SCULLY: Wer ist denn das?

MULDER: Dieselbe Stimme wie gestern Abend im Wald.

IZZY: Das ist "er". Der Große Mutato.


Das Haus der POLLIDORIS. Der Cher-Song The Sun ain't gonna shine anymore wird in voller Lautstärke gespielt. Das Haus ist voller Rauch. Der Goße MUTATO singt zusammen mit Cher. Er tanzt durch den Raum und die Treppe hinauf.


CHER + GROSSER MUTATO:

THE SUN AIN'T GONNA SHINE ANYMORE
THE MOON AIN'T GONNA RISE IN THE SKY
TEARS ARE ALWAYS CLOUDING YOUR EYES
THE SUN AIN'T GONNA SHINE ANYMORE
WHEN YOU'RE WITHOUT...
LOVE...


MULDER und SCULLY verlassen das Haus der BERKOWITZES. Die Nachbarn sind allesamt draußen, um Blätter zusammenzurächen. KIT-X-NOTIZ: Kaum auffällig... Sie beobachten die beiden Agenten.

SCULLY: Und wohin gehen wir jetzt?

MULDER: hält das Tape hoch Erst mal schicke ich das hier ins Labor. Die Audio-Abteilung soll versuchen, die Stimme herauszufiltern, und dann will ich den Professor noch mal aufsuchen.

SCULLY: Mulder, das ist nur ein dummer Streich.

MULDER: Jemand hat seine Stimme darauf aufgenommen.

SCULLY: Denken Sie etwa, dass Dr. Pollidori etwas damit zu tun hat?

MULDER: Wenn Victor Frankenstein sich fragt, wann das Prinzip Leben begonnen hat, und dann als den erfreulichen Gipfel seiner Anstrengungen die grässliche Phantasiegestalt eines Menschen kreiert, dann nimmt er den Post-modernen Prometheus vorweg, den Gentechniker, dessen Macht Materie zu beleben, aus ihr Leben zu erschaffen, nur von seiner Vorstellungskraft begrenzt ist.

SCULLY: Mulder, im Moment reduzieren Sie diesen Mann aber auf ein literarisches Stereotyp KIT-X-NOTIZ: Warum, zum Teufel, kommt mir das so bekannt vor...??? *bg*, den abgedrehten Wissenschaftler.

MULDER: Wer würde es sich denn sonst zumuten, Shaineh Berkowitz zu schwängern?

MULDER geht zum Wagen, steigt ein. SCULLY zögert einen Moment, sieht, wie sie einer der Nachbarn beobachtet, und geht dann zum Auto.


MULDER und SCULLY fahren eine Landstraße entlang. SCULLY betrachtet eine Akte.

SCULLY: Ich gebe zu, es scheint alles in Ordnung zu sein. Mrs. Berkowitz hat sie 1993 sterilisieren lassen. Und vor zwei Monaten hat sie zwei Schwangerschaftstests machen lassen. Beide mit positivem Resultat.

MULDER bremst plötzlich und fährt dann rückwärts, den Weg zurück, den sie eben gerade gekommen sind.

SCULLY: Was machen Sie denn?

MULDER: Mrs. Berkowitz hat doch erzählt, während sie den Eindringling sah, war da eine gasförmige, weiße Wolke... Als sie drei Tage später aufwachte, hatte sie niemand während dieser Zeit vermisst

SCULLY: Ja. Und?

MULDER hält den Wagen an. Als die beiden Agenten aussteigen, beginnt das Into zum Cher-Song "Gypsies, Tramps and Thieves". Das Haus der POLLIDORIS, vor dem sie geparkt haben, ist komplett mit einem Zelt bedeckt. MULDER und SCULLY rennen zum Haus.

CHER:

I WAS BORN IN THE WAGON OF A TRAVELIN' SHOW
MY MAMA USED TO DANCE FOR THE MONEY THEY'D THROW
PAPA WOULD DO WHATEVER HE COULD
PREACH A LITTLE GOSPEL
SELL A COUPLE BOTTLES OF DOCTOR GOOD

MULDER reißt einen Teil des Zeltes auf der Frontseite des Hauses auf, während SCULLY um das Haus herum auf die Rückseite rennt. - MULDER betritt das Haus, seine Waffe in den Händen. Der Raum, in dem er sich befindet, ist voll Rauch. MULDER blickt sich um und geht dann die Stufen zum ersten Stock hinauf. Während dieser ganzen Zeit spielt der Song.

GYPSIES, TRAMPS AND THIEVES
WE'D HEAR IT FROM THE PEOPLE OF THE TOWN
THEY CALLED US
GYPSIES, TRAMPS AND THIEVES
BUT EVERY NIGHT, ALL THE MEN WOULD COME AROUND
AND LAY THEIR MONEY DOWN...

Die Musik wechselt, wird unheilverkündender. SCULLY hat das Haus von der Hinterseite aus betreten, ebenfalls die Waffe in der Hand haltend. Sie geht die Treppe hinauf, ins Schlafzimmer. ELIZABETH POLLIDORI liegt bewusstlos im Bett. Sie ist zugedeckt bis zum Hals. SCULLY hört jemanden neben dem Bett husten.

SCULLY: Kommen Sie raus! Stehen Sie auf! Machen Sie schon!

MULDER steht langsam neben dem Bett auf, wo er zu Boden gefallen war, hustend und nach Luft ringend.

SCULLY: Mulder?

MULDER stolpert auf sie zu. Zusammen schaffen es die beiden Agenten, ein paar Schritte vom Bett wegzukommen, doch dann brechen sie zusammen und bleiben - die Gesichter einander zugerichtet -- auf dem Boden liegen. Der ALTE MANN betritt den Raum. Er trägt eine Gasmaske. Er blickt auf die beiden bewusstlosen Agenten herab.

ALTER MANN: Ich hab's Ihnen doch gesagt, es gibt kein Monster!


Das Haus der POLLIDORIS. Tage später... MULDER und SCULLY wachen hustend auf. Sie werden von POLLIDORI begrüßt, der Polizei und der HÜHNERHAFTEN FRAU aus dem Restaurant, die sich als Zeitungsreporterin entpuppt.

POLLIDORI: Was machen Sie denn in meinem Haus?

Später sitzen MULDER und SCULLY am Küchentisch, beide sehen total ausgelaugt und müde aus. MULDER hat seine Krawatte gelöst. SCULLY hat eine Zeitung mit der Überschrift "FBI Agents Whereabouts Unknown" in der Hand.

ELIZABETH: eingewickelt in einem Laken Er hatte ein grauenhaftes Gesicht mit ganz entsetzlichen Beulen. Und nicht mit einem Mund, sondern mit zweien. Sie fängt an zu schluchzen.

POLLIDORI: Oh mein Gott!

MULDER: Dr. Pollidori? Der Wissenschaftler dreht den Kopf, um ihn ansehen zu können. Möchten Sie uns vielleicht etwas sagen?

POLLIDORI: Unterstellen Sie mir etwa, Ihnen nicht alles gesagt zu haben, was ich weiß?

MULDER: Ich unterstelle nur, dass Ihre Frau vielleicht geschwängert worden ist.

ELIZABETH sieht erfreut auf und stößt einen Laut des Entzückens aus.

POLLIDORI: Geschwängert worden? Und von wem?

MULDER: Tja, ich schätze, das wissen Sie.

Er steht zu schnell auf, noch immer groggy, sein Stuhl kracht in Geschirr hinter ihm. MULDER kämpft um sein Gleichgewicht. Er streckt die Hand aus, um sich irgendwo abzustützen. Die Hand landet in einer Stielpfanne, die er hochnimmt und gründlich zu studieren beginnt. - Eine sehr lustige Szene...

SCULLY: steht auf, hat ebenfalls Gleichgewichtsprobleme, spricht an POLLIDORI gewandt Sir, bei allem Respekt, ich fürchte, das gehört zu einem ausgemachten Schwindel!

POLLIDORI: Ein Schwindel?

SCULLY: Ein schamloser Publicity-Trick.

MULDER: hält die Pfanne hoch Scully?

POLLIDORI: Was ist? Was ist das?

MULDER: Den anderen Opfern sind doch auch die... Bratpfannen versaut worden. Er deutet auf Überreste auf dem Pfannenboden. SCULLY nimmt ihm die Pfanne weg, etwas wütend, und untersucht sie. Und wissen Sie, was das ist? MULDER geht zurück, dabei tritt er auf den Hebel am Mülleimer, und der Deckel schwingt nach oben. MULDER betrachtet spöttisch den Inhalt des Eimers.

POLLIDORI: SCULLY gibt ihm die Pfanne, damit auch er einen Blick darauf werfen kann Nein, keine Ahnung.

MULDER öffnet den Mülleimer und holt ein großes leeres Glas heraus. Erdnussbutter...

MULDER: hält das Glas triumphierend hoch Das dürfte den Rauch verursacht haben.

SCULLY schließt die Augen, so als würde sie hoffen, dass sich das alles hier bloß um einen schlechten Traum handelt.


Die Farm des ALTEN MANNES. Der große MUTATO sieht sich den Film "Die Maske (Mask)" in einem kleinen Fernseher im Keller an. Die Szene zeigt das Wiedersehen zwischen einem ziemlich verunstalteten Jungen und seiner Mutter, die von Cher gespielt wird.

JUNGE: Herzlich willkommen! - Hey, Mama!

CHER: Du siehst großartig aus!

JUNGE: Hey, darf ich? Ah, du auch. Er spricht wohl zu seinen Freunden. Mama, ich hab' ganz tolle Neuigkeiten!

CHER: Ich auch.

JUNGE: Du zuerst.

CHER: Ich habe es geschafft. Ich bin inzwischen total clean.

KIT-X-NOTIZ: Das Nachfolgende konnte ich leider nicht verstehen, sorry. Im Englischen käme hier "All right, Ma...", so viel wie "Wundervoll, Mama!"

Der ALTE MANN kommt in den Keller, mit einem Erdnussbuttersandwich.

ALTER MANN: Ich bring dir dein Lieblingsessen. Sieh dir den Film zu Ende an. Bleib aber nicht zu lange auf. Okay, Junge?

Der ALTE MANN lächelt freundlich und geht dann wieder.

JUNGE: Das ist schon ein Anfang.

CHER: Und was ist mit deinen Neuigkeiten?

Der MUTATO nimmt das Sandwich vom Teller, den Blick auf den Fernseher gerichtet.

JUNGE: Oh, das ist nichts von Bedeutung. Ich habe 'n Mädchen kennengelernt. Wir gehen zusammen.

CHER: Hey, und wie heißt sie?

JUNGE: Na ja, ihr Name ist Diana...

CHER: Ach ja?

JUNGE: Sie ist wunderschön. KIT-X-NOTIZ: Im Englischen sagt er noch, Diana habe blonde Haare... Ein Freund stößt einen Pfiff aus. Wir sind zusammen ausgeritten. Und sie ist wirklich wunderschön. Und sie ist klug. Und sie liebt mich.

CHER umarmt ihn lächelnd: Ich wünsch' dir auch, dass du geliebt wirst.


Der ALTE MANN betritt die Küche. Am Küchentisch sitzend, durchblättert er ein Photoalbum, das mit Bildern von ihm selbst und dem großen Mutato als Kind gefüllt ist. Wir sehen ein Bild, auf dem der MUTATO auf einem Pony sitzt, der ALTE MANN - damals noch jünger - steht neben ihm. POLLIDORI kommt in den Raum, er ist ziemlich wütend.

POLLIDORI: Sag mir, dass es nicht wahr ist! Dass du es nicht getan hast! Oder etwas doch?

Der ALTE MANN sieht zu ihm auf, dreht dann aber wieder den Kopf, um weiter die Photos anzusehen.

POLLIDORI laut: WARUM?

ALTER MANN: Weil ich es kann!

POLLIDORI attackiert den ALTEN MANN. Wir sehen nur den Schatten der kämpfenden Männer... POLLIDORI erwürgt den ALTEN MANN...


J.J.'s Diner. MULDER betritt es. Diesmal jedoch bekommen wir genau das Gegenteil von dem geliefert, was bei MULDERS erstem Besuch in diesem kleinen Restaurant geschehen ist. Diesmal lächeln die Leute nicht. Nein, sie ignorieren MULDER oder starren ihn beinahe anschuldigend und böse an. MULDER versucht, die Feindseligkeiten nicht zu beachten. Ein großer DICKER MANN streckt sein Bein aus, um MULDER zu Fall zu bringen.

DICKER MANN: sarkastisch Entschuldigen Sie.

MULDER: ebenso sarkastisch Kein Problem.

Einer der Gäste "katapultiert" einen Klecks seines Essens mit seinem Löffel in MULDERS Kragen. MULDER reagiert darauf recht angeekelt. Er setzt sich und wischt den Essensrest aus seinem Kragen. In der Küche spuckt J.J. auf einen Teller mit Eiern und gibt diesen dann der KELLNERIN, die den Teller zu MULDER bringt und vor ihn hinstellt.

MULDER: starrt auf den Teller Was soll das?

KELLNERIN: Mit Empfehlung von J.J. - Kaffee?

MULDER: sieht zu J.J., der ihn unverschämt aus seinem Küchenfenster angrinst Gern.

Die KELLNERIN schüttet heißen Kaffee in MULDERS Schoß. Er springt rasch auf und wischt hastig über seine Hose.

MULDER: Whoa! Da verbrüht man keinen Kerl!

Die KELLNERIN macht sich aus dem Staub. MULDER entdeckt die Zeitung und liest die Überschrift des heutigen Tages: "FBI Agents Say Monster A 'Hoax'."

MULDER: "FBI-Agenten halten Monster für einen Schwindel..."

Von draußen erschallt Lärm. Unzählige Leute eilen an dem Restaurant vorbei.

1. FRAU: Kommt schnell!

1. MANN: Was ist denn los?

1. FRAU: Da hinten ist ein Menschenauflauf! Nun kommt schon!

2. MANN: Wo denn?

2. FRAU: Los, beeil dich!

Die Gäste im "J.J.-Diner" erheben sich und gehen nach draußen. MULDER folgt ihnen bis zu einem Platz vor der Post, wo sich die Menge versammelt hat.

POSTMANN: Ihr wollt euer Monster sehen?

MENGE: Ja!

POSTMANN: Ihr wollt wirklich euer Monster sehen?

MENGE: Ja!

POSTMANN: Hier ist euer Monster!

Der POSTMANN zerrt IZZY nach draußen. IZZY trägt eine Maske mit zwei Gesichtern. Die Menge ist erschüttert.

POSTMANN: Sein Name ist Izzy Berkowitz! Er zieht ihm die Maske vom Kopf.

Die Menge tobt und johlt.

SHAINEH: boxt sich bis zum POSTMANN und ihrem Sohn durch Hände weg von ihm! Lassen Sie ihn los!

POSTMANN: hält einen Karton hoch Ich konnte dieses Päckchen abfangen!

SHAINEH: ballt die rechte Hand zur Faust Wollen Sie vielleicht, dass Ihr feistes Gesicht meine Fäuste abfängt, Sie Kokosnusskopf?!?

MANN AUS DER MENGE: Ihr Sohn ist das Monster!

MENGE: Ja! Ja! Ja! Ja!

SHAINEH: Ruhe, verdammt noch mal! Er ist schließlich mein Kind!

SCULLY tritt neben MULDER, der am hinteren Ende der Menge steht. Man kann die Stimme von SHAINEH im Hintergrund hören, sie verteidigt nach wie vor IZZY.

SCULLY: Mulder...

MULDER: Sie hatten vielleicht doch Recht, Scully...

SCULLY: Inwiefern? Dass man diese Leute auf ein kulturelles Stereotyp reduzieren kann?

MULDER: Er hat das Monster demaskiert.

Wir sehen SHAINEH, die wild gestikulierend vor dem POSTMANN steht.

SHAINEH: Das lass ich mir nicht gefallen, weder von Ihnen, noch von sonst jemandem!

SCULLY: Ich habe etwas gefunden, das etwas anderes beweist. Die Reste auf der Bratpfanne sind von einem Produkt, das in der Landwirtschaft verwendet wird. Es wird dazu benutzt, Viehherden zu betäuben.

MULDER: Von wem benutzt?

SCULLY: Von Farmern... - Die müssen sich aber behördlich registrieren lassen, eh' sie's kaufen dürfen.

MULDER: Ist hier denn irgend jemand registriert worden?

SCULLY nickt.


Sehr traurige Musik... Wir befinden uns in der Küche des ALTEN MANNES. Der große MUTATO betritt den Raum und findet den ALTEN MANN tot am Boden liegend. Er kniet neben ihm nieder und beginnt zu weinen. Er trägt seinen Vater - unter wehklagendem Schluchzen - zum Stall, der voller Tiere ist, die hochsehen, als das Monster mit dem toten ALTEN MANN auf dem Arm an ihnen vorbeigeht. Der weinende MUTATO legt ihn auf den dreckigen Stallboden und beginnt, ein Grab zu schaufeln.


MULDER und SCULLY fahren vor der Farm vor. Sie betreten den Stall. Und wieder sehen wir unzählige Tiere. MULDER findet einen etwa puckgroßen Gegenstand, der in weißes Papier eingewickelt ist.

SCULLY: hat die aufgewühlte Erde über dem Grab gefunden Mulder.

MULDER hält den puckgroßen Gegenstand hoch und geht dann zum Grab hinüber.

MULDER: Vielleicht kommen wir zu spät. - Ich fürchte ja... Ein Laut erschallt von oben. MULDER zieht seine Waffen. Wer ist da? Zeigen Sie sich! Ein Huhn flattert vom Heuboden herab, MULDER weicht aus. Nun zieht auch SCULLY ihre Waffe.

SCULLY: Wenn Sie bewaffnet sind, lassen Sie die Waffe fallen! Und kommen Sie langsam raus!

Die Tür öffnet sich langsam. Heraus tritt die HÜHNERHAFTE REPORTERIN.

HÜHNERHAFTE REPORTERIN: Nein, erschießen Sie mich nicht.

MULDER: Wer sind Sie?

HÜHNERHAFTE REPORTERIN: Ich bin Zeitungsreporterin.

MULDER: Was haben Sie hier zu suchen?

HÜHNERHAFTE REPORTERIN: Der alte Mann ist ermordet worden!

SCULLY: Von wem? CUT

Im Inneren des Hauses. Wieder das Photoalbum. Der MUTATO als Kind, diesmal Fotos während eines Baseballspieles.

MULDER: triumphierend Er existiert!

HÜHNERHAFTE REPORTERIN: Ich habe gesehen, wie er den alten Mann drüben in der Scheune begraben hat.

Wir hören Schreie der Stadtbewohner von draußen. MULDER, SCULLY und die HÜHNERHAFTE REPORTERIN gehen zur Tür und sehen eine Menschenmenge mit Fackeln, angeführt von POLLIDORI, die auf die Farm zusteuern. MULDER geht ihnen entgegen.

MANN IN DER MENGE: Sterben soll er!

MULDER: Was auch immer Sie vorhaben, ich muss Sie auffordern, da stehen zu bleiben!

POLLIDORI: Wir sind wegen des Mörders hier!

MENGE: Ja!

SCULLY: Wie kommen Sie darauf, dass er hier ist?

KIT-X-NOTIZ: Bessere Frage wäre: Woher wissen Sie von einem Mord?

POLLIDORI: Ich habe ihn mit eigenen Augen gesehen! Und er ist kein Mensch, sondern ein Monster!

MENGE: Ja!

POLLIDORI: Die Bestie muss gefunden werden, und dann nimmt die Gerechtigkeit ihren Lauf!

MENGE: Ja!

POLLIDORI: So, und jetzt durchsuchen wir jeden Winkel! Findet ihn lebend, wenn ihr könnt, aber ihr müsst ihn fassen!

MENGE UND POLLIDORI: die Arme hochwerfend, in entschlossener Pose Ja!

KIT-X-NOTIZ: Warum, zum Teufel, erinnert mich diese ganze Szene bloß an die Disney-Version von "Die Schöne und das Biest"? Jetzt fehlen echt nur noch sprechende Kerzenleuchter...

MENGE: Durchsucht alles! Los! Schnell! Tötet ihn! etc.

Die Menge strömt in den Stall. MULDER und SCULLY sehen einander an, als wollen sie sagen: "Super! Und was jetzt?" Die HÜHNERHAFTE REPORTERIN folgt der Menge in den Stall. Die dort untergebrachten Tiere geraten durch die wilde Menge in Panik. Außerdem fürchten sie sich vor dem Feuer der Fackeln. Die Leute drehen wirklich alles um, was man umdrehen kann. Die HÜHNERHAFTE REPORTERIN ist mitten drin im Geschehen, notiert eifrig. Draußen sind MULDER und SCULLY ziemlich ratlos.

SCULLY: Ich wüsste nicht, wie Pollidori das Monster gesehen haben könnte... - Außer er ist selbst hier gewesen...

SCULLY dreht sich auf Grund eines Geräusches um und sieht den MUTATO, der sich ängstlich in den Sturmkeller zurückzieht. Rasch verschließt er die Klapptür.

SCULLY: Mulder!

Mit Waffen und Taschenlampen in den Händen betreten MULDER und SCULLY den Keller.

SCULLY: FBI, wir sind bewaffnet! Kommen Sie raus!

MULDER: Hey, Scully. Sehen Sie sich das an!

MULDER richtet den Strahl seiner Lampe auf die Wand, die mit Bildern und Merchandise von Cher übersät ist.

SCULLY: Wow!

Sie hören ein Geräusch, drehen sich um - und sehen den MUTATO, der sich in einer Ecke versteckt.

SCULLY: Oh mein Gott...

MULDER: Na los, kommen Sie da raus!

SCULLY: Wir werden Ihnen nichts tun. zu MULDER Denken Sie, er versteht uns?

MULDER: Ich hoffe nicht...

SCULLY: Sieht verängstigt aus...

MULDER: Wir müssen ihn von hier wegbringen, sonst töten sie ihn...

CUT

Draußen hat die Scheune letztendlich Feuer gefangen... - Kein Wunder, wenn man mit Fackeln im Stroh und morschem Holz rumwühlt...

MANN AUS DER MENGE: Ihr habt die Scheune in Brand gesteckt!

MENGE: Feuer! Feuer!

Panik bricht aus. Ich alter Tierliebhaber bin ja erleichtert, sehen zu können, dass einige Leute aus der Menge die Pferde, Schweine und Hühner aus der Scheune holen, die nun voll in Flammen steht. - MULDER und SCULLY wollen den allgemeinen Aufruhr nutzen, um mit dem großen MUTATO aus dem Sturmkeller zu flüchten...

HÜHNERHAFTE REPORTERIN: als sie den MUTATO sieht Da ist es ja, das Monster!

MULDER, SCULLY und der MUTATO kehren hastig in den Keller zurück, als die Menge auf sie zukommt. Im Inneren des Kellers weichen sie vor den Menschen zurück, die - in Hysterie und einer Art Rauschzustand, in der sie sich nun schon befindet, in den Keller strömen. MULDER und SCULLY stellen sich schützend vor den MUTATO. Einige Leute zerbrechen von draußen die Fenster. Die Menschen scheinen zu allem bereit zu sein. MULDER und SCULLY sind umzingelt.

SHAINEH: Wo ist er?

POLLIDORI: Lassen Sie ihn gehen, oder wir brennen ihn raus!

SHAINEH: Wo ist er? - Zeig der Welt dein grässlich verbeultes Gesicht!

MENGE: Ja!

Der MUTATO zeigt sich, noch immer hinter MULDER und SCULLY stehend. Ein Raunen geht durch die Menge.

ELIZABETH: Das ist das Monster.

SHAINEH: Ugh.

POLLIDORI: Diese abstoßende Physiognomie ist die schmutzigste Perversion der Wissenschaft!

MULDER: Geschaffen von wem?

POLLIDORI: Von einem Studenten meiner überaus heiligen Kunst, dessen Leben genommen wurde von dem, der ihm das Leben verdankt! Von seiner eigenen grauenhaften Schöpfung, von dieser Monstrosität, die Sie hier vor sich sehen.

SHAINEH: Von wem redet er überhaupt?

POLLIDORI: Von meinem Vater.

GROSSER MUTATO: Nein.

SHAINEH: Er kann ja sprechen!

POLLIDORI: Das ist nur eine Sinnestäuschung! Es ist ein Trick!

POLLIDORI will auf das Monster zustürzen, doch MULDER hebt warnend die Hand.

GROSSER MUTATO: Es tut mir leid. Meine Stimme ist durch die gasförmige Chemikalie geschädigt, aber ich würde mich gerne erklären. Trotz meines Äußeren, das - wie Sie sehen können - ziemlich grauenhaft für menschliche Sinne ist, habe ich nie jemand anderem Schaden zugefügt.

POLLIDORI: Das sind teuflische Lügen.

MULDER: drohend Bitte, ja!?!

GROSSER MUTATO: Vor 25 Jahren ist mein Vater, der nur einen Sohn gehabt hat - einen boshaften, hasserfüllten Mann, der Wissenschaft, unfähig zu tieferen Gefühlen -, klar geworden, dass sein Sohn der Urheber von geheimen Experimenten war, dessen wohl unglückseligstes Experiment ich war.

Ein Raunen geht durch die Menge. POLLIDORI sieht so aus, als würde er sich gar nicht mehr wohl fühlen, in seiner Haut.

GROSSER MUTATO: Dieser einfache Mann rettete mich und liebte mich trotz meiner Deformation. Mit der Zeit wurde ich jedoch ruhelos, und es verlangte mich nach eigenen Freunden. Und weil ich nicht zur Schule gehen oder Sport treiben konnte, oder es auch nur wagen konnte, die Farm zu verlassen, begann mein Vater die Wissenschaft seines Sohnes zu lernen, auf dass er vor seinem Tod eine Lebensgefährtin für mich schaffen könnte.

SHAINEH: Oh...

GROSSER MUTATO: Ach, mein Vater war ein einfacher Mann. Sein Herz hing an der Scholle, die er bebaut hat. Und an dem Vieh, das er hütete.

Ein Pferd schnaubt. SCULLY und MULDER sehen auf, zu der Stelle, wo das Pferd durch ein zerbrochenes Fenster schaut. BOOGER - mit Pferdeschwanz - sieht ebenfalls hoch.

GROSSER MUTATO: Die Experimente, die er durchführte, waren schon anspruchsvoll, die Wissenschaft zu komplex für sein Verständnis. Die Ergebnisse seiner Arbeit waren sehr unbefriedigend.

Ein Huhn an einem anderen Fenster gackert. Die HÜHNERHAFTE REPORTERIN sieht auf. Ein Schaf blökt an einem weiteren Fenster. Ein MANN MIT ZIEGENBART sieht auf. KIT-X-NOTIZ: Old Mc Donald had a farm, iahiahjo... Wo sind wir hier? Ist das ein Crossover zu "Ein Schweinchen namens Babe", oder was? Hab' ich was nicht mitgekriegt?''

SHAINEH: Ich verstehe nicht... Du meinst, Izzy... Aber wer ist der Vater?

Ein Schein grunzt durch ein weiteres Fenster. SHAINEH und IZZY sehen beide auf.

KIT-X-NOTIZ: Mir fällt auf, diejenigen, die aufsehen, sehen den jeweiligen Tieren immer verflucht ähnlich... - Also, ich werde das Gefühl nicht los, dass...

GROSSER MUTATO: Unnötig zu sagen, dass die Experimente fehl schlugen. Mein Vater ist tot. Lange Pause. Ich bin allein und furchtbar traurig, aber eine Gefährtin, so deformiert und grauenhaft wie ich, würde mich ganz sicher nicht zurückweisen. Wenn Sie so ein Wesen kreieren können, werde ich die Schuld als Mörder auf mich nehmen.

POLLIDORI: Ich weiß nicht, wie ich dich rekreieren soll. Du warst nur eine Verirrung!

GROSSER MUTATO: zu SHAINEH Was wir getan haben, war falsch. Aber bei unseren Übertretungen gaben wir dir einen liebenden Sohn. wieder zu allen Und in euren Häusern haben sich mir Dinger erschlossen, die ich nie erträumt hätte. Aus euren Büchern und euren Platten und euren Fernsehern erfuhr ich was von der Welt. Und von einer Mutterliebe, die ich nie kennen lernen werde. - Cher liebte diesen Jungen über alles.

IZZY: Hey... Er ist kein Monster.

KIT-X-NOTIZ: Der größte Einfaltspinsel von Allen hat's doch echt gerafft! *lol*

GROSSER MUTATO: Verhaften Sie mich jetzt, wenn Sie wollen.

MULDER und SCULLY sehen einander an, deutlich verwirrt, dann auf die Menge.


POLLIDORI wird in einem Polizeiwagen weggebracht. Eine Reflexion des Feuers der noch immer brennenden Scheune ist auf den Fenstern zu sehen. Der MUTATO sitzt auf dem Rücksitz von dem Wagen der Agenten. Im Haus durchblättert MULDER das Photoalbum.

SCULLY: Wir sollten gehen, Mulder. Der Gefangene sitzt im Wagen.

MULDER: schüttelt den Kopf Scully, das ist alles falsch. So sollte die Story - glaube ich - nicht enden.

SCULLY: Wie meinen Sie das?

MULDER: Dr. Frankenstein bezahlt zwar für seinen bösen Ehrgeiz, aber das Monster müsste entkommen dürfen, um nach einer Braut zu suchen.

SCULLY: Es wird keine Braut geben, Mulder. Nicht in dieser Geschichte.

MULDER: Wo ist der Autor? IZZY tritt ein. Wir wollen den Autor sprechen.


Das Intro zu "Walking in Memphis" von Cher beginnt, der Song stammt ursprünglich von Marc Cohn. Eine Autoschlange fährt eine Landstraße entlang.

CHER:

PUT ON MY BLUE SUEDE SHOES
AND I BOARDED THE PLANE
TOUCHED DOWN IN THE LAND OF THE DELTA BLUES
IN THE MIDDLE OF THE POURING RAIN
W.C. HANDY WON'T YOU LOOK DOWN OVER ME?

Im Inneren vom Auto von MULDER und SCULLY klopft der MUTATO auf dem Rücksitz mit dem Fuß und der Hand den Rhythmus des Liedes mit.

YEAH, I GOT A FIRST-CLASS TICKET
BUT I'M ALS BLUE ALS A GIRL CAN BE
WHEN I'M WALKING IN MEMPHIS
I'M WALKING WITH MY FEET TEN FEET OFF OF BEALE

Recht stilvoll: MULDER sieht SCULLY an und blickt dann wieder auf die Straße. SCULLY sieht MULDER an, dann dreht sie sich zum MUTATO um und blickt dann ebenfalls auf die Straße.

WALKING IN MEMPHIS
BUT DO I REALLY FEEL THE WAY I FEEL?

CUT: Wir sind in einem Nachtclub. CHER präsentiert ihren Song.

KIT-X-NOTIZ: Wir sehen niemals ihr Gesicht - denn Cher wird gedoubelt. Zwar hatte die Sängerin Interesse an einer Rolle angemeldet, musste aber wegen ihres vollen Terminplanes absagen. - Na ja, uns bleibt ja der zweite "Akte X"-Kinofilm, in dem Cher Gerüchten zufolge eine Rolle übernehmen will...

SAW THE GHOST OF ELVIS
ON UNION AVENUE
FOLLOWED HIM UP TO THE GATES OF GRACELAND
AND WATCHED HIM WALK RIGHT THROUGH

NOW SECURITY THERE DID NOT SEE HIM
THEY JUST HOVERED AROUND HIS TOMB
THERE'S A PRETTY LITTLE THING WAITING FOR THE KING
DOWN IN THE JUNGLE ROOM

Der MUTATO sitzt an einem Tisch ganz vorn, direkt an der Bühne, MULDER zu seiner Rechten, Scully zur Linken. Er bewegt sich energiegeladen im Rhythmus der Musik.

WHEN I WAS WALKING IN MEMPHIS
I WAS WALKING WITH MY FEET TEN FEET OFF OF BEALE
WALKING IN MEMPHIS

MULDER hält lächelnd die Hand hoch - á la "Gib mir fünf!" - und der MUTATO schlägt begeistert ein. MULDER und SCULLY lächeln einander an.

BUT DO I REALLY FEEL THE WAY I FEEL?

CUT:

Ein kleiner Trip in die Zukunft. Die Jerry Springer Show - mit der alles begann. Der "Master of Talk" interviewt SHAINEH und ELIZABETH, die beide ein deformiertes Baby in den Armen halten - MUTATO-Nachwuchs, *lol*.

JERRY SPRINGER: Verraten Sie mir nur eins. Ist es... ist es schwierig, diese Babys zu lieben?

SHAINEH: Was ist daran nicht liebenswert?

Das Publikum erhebt sich klatschend und jubelnd.

CUT:

CHER:

WHEN I WAS WALKING IN MEMPHIS (WALKING IN MEMPHIS)

CHER kommt nach vorn und greift nach der Hand vom Großen MUTATO, der beinahe ehrfürchtig aufsteht und ihr - mehr oder wenig ungläubig, aber auf jeden Fall erfreut - auf die Tanzfläche führen lässt. Mit einem Lächeln erhebt sich auch MULDER und gibt dem MUTATO einen freundschaftlichen Klaps auf die Schulter. SCULLY strahlt.

I WAS WALKING WITH MY FEET TEN FEET OFF OF BEALE
WALKING IN MEMPHIS
(WALKING IN MEMPHIS)

Mulder vollführt eine Drehung, die mich irgendwie an Elvis erinnert, den Arm ausgestreckt. Die offene Hand verharrt vor SCULLY, die MULDER überrascht ansieht. Sie legt ihre Hand in die seine und lässt sich von ihm in seine Arme ziehen. MULDER blickt mit einem spitzbübischen Lächeln zu ihr, während Beide zu tanzen beginnen, ohne dabei den Blickkontakt abzubrechen.

KIT-X-NOTIZ: Ich schmelze!!!!

BUT DO I REALLY FEEL THE WAY I FEEL?

Während das Lied in sanften Piano-Klängen ausklingt, tanzen MULDER und SCULLY eng miteinander, lassen noch immer ihre Blicke aufeinander ruhen. Beide lächeln. Dann wenden beide ihre Köpfe, um zum MUTATO und CHER hinaufzusehen. Sie tanzen nun langsamer. Aus dem Film wird nun ein Comicbild von MULDER und SCULLY, noch immer lächelnd. Dann schlägt eine Hand das Comicbuch zu, nun in Farbe... Der Name Chris Carters auf einem wahrlich himmlischen Hintergrund, *zwinker*.

PUT ON MY BLUE SUEDE SHOES...

Mitgeschrieben von:

  • Autor: KIT-X (kit-x@yahoo.com)

Ursprünglich veröffentlicht auf dana d.'s Home. Nutzung mit freundlicher Genehmigung.

  • Betalesung: spooky17 (a.k.a. the master)(spooky17@gmx.de)
  • Korrektur: CayceP