4X23 Dämonen (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


4X23 Dämonen
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!


<Rückblende>
Mulder sieht seine Schwester Samantha.
SAMANTHA: Fox! Wach auf. Fox!
MULDER: Samantha?
SAMANTHA: Shh. Sie werden dich hören.
Sie sind im Hochbett des Sommerhauses und sehen nach unten, wo ihre Eltern streiten. Mrs. Mulder sitzt auf dem Sofa, sie weint, während Mr. Mulder versucht zu ihr zu sprechen. Sie schubst ihn weg.
MRS. MULDER: Nicht mein Baby!
SAMANTHA: Ich habe Angst, Fox. Ich habe Angst.
</Rückblende>
Mulder erwacht nass geschwitzt auf dem Fussboden. Langsam richtet er sich auf und setzt sich auf's Bett. Als er versucht etwas zu sich zu kommen, bemerkt er einen großen Blutfleck auf seinem Hemd.

Scullys Telefon klingelt. Es ist 4:50. Sie wacht auf und geht ran.
SCULLY: Hallo?
MULDER: Scully.
SCULLY: Mulder, wie spät ist es?
MULDER: Ich weiß nicht.
SCULLY: Es ist fast 5:00 Uhr morgens. Stimmt irgendwas nicht?
MULDER: Ich glaube ja.
SCULLY: Wo sind Sie?
Mulder sieht auf einen Motelschlüssel auf dem steht Hansen's Motel, Zimmer 6, Providence RI.
MULDER: Ich glaube ich bin in äh... einem Motelzimmer in Providence, aber...
SCULLY: Wo?
MULDER: Rhode Island.
SCULLY: Was machen Sie da?
MULDER: Das weiß ich nicht. Da ist... Ich bin überall voll Blut.
SCULLY: Sind Sie verletzt, Mulder?
MULDER: Ich glaube nicht. Ich glaube, das ist nicht mein Blut.

PROVIDENCE, RHODE ISLAND 12. APRIL 6:15 Uhr
Scully fährt mit quietschenden Reifen auf den Motelparkplatz. Sie klopft an die Tür des Zimmers 6.
SCULLY: Mulder? ( öffnet die Tür ) Mulder? ( sie hört im Badezimmer Wasser laufen und nähert sich der Tür ) Mulder?
MULDER: Ja?
SCULLY: Sind Sie OK?
MULDER: Mir wird nicht warm.
Sie öffnet den Duschvorhang und findet Mulder nackt und zitternd unter der heißen Dusche in der Badewanne sitzend.
SCULLY: Sie stehen unter Schock. ( sie macht das Wasser aus und reicht ihm ein Handtuch ) Trocknen Sie sich ab. Ich hol' Ihnen eine Decke.
Mulder kommt mit dem Handtuch um die Hüften gebunden aus dem Bad. Scully legt ihm die Decke über die Schultern.
SCULLY: Fühlen Sie sich krank? Ist Ihnen übel oder schwindlig?
Er setzt sich auf den Bettrand und Scully befühlt seine Stirn und prüft seine Pupillen.
MULDER: N-nein, aber ich, äh... ich bin mit furchtbaren Kopfschmerzen auf dem Fußboden aufgewacht.
SCULLY: Waren Sie allein hier?
MULDER: Ich glaube schon. Ich weiß es nicht. Ich kann mich an nichts erinnern.
SCULLY: Verfolgen Sie meinen Finger. ( er tut es ) Wissen Sie was für ein Tag heute ist?
MULDER: Äh... Nein, welcher Tag ist heute?
SCULLY: Es ist Sonntag. Was ist das Letzte, woran Sie sich erinnern?
MULDER: Ich war in meinem Apartment und habe mit Ihnen telefoniert.
SCULLY: Das war am Freitag.
MULDER: Ich bin hier seit Freitag?
SCULLY: Das weiß ich nicht, aber Sie haben eine Tasche gepackt mit Wäsche zum Wechseln. Haben Sie Schmerzen? Haben Sie einen Schlag auf den Kopf bekommen?
MULDER: Nein. Nein.
SCULLY: Haben Sie irgend etwas genommen Mulder?
MULDER: Nein. Nein.
Sie hebt das blutige Hemd auf.
SCULLY: Sind Sie sicher sich nicht verletzt zu haben?
MULDER: Ja.
SCULLY: Wo ist Ihre Waffe?
MULDER: Das weiß ich nicht.
Sie findet die Waffe in seiner Reisetasche und überprüft das Magazin.
SCULLY: Zwei Schüsse sind abgefeuert worden.
MULDER: Daran erinnere ich mich nicht.
Sie geht vor ihm auf die Knie.
SCULLY: Mulder, ich muß Sie in ein Krankenhaus bringen. Sie müssen von einem Neurologen untersucht werden. Sie hatten eine ernsthafte Störung im Gehirn. Das könnte eine Virusinfektion sein, oder möglicherweise ein frühes Stadium einer Enzephalitis.
MULDER: Wenn hier ein Verbrechen verübt wurde, muß ich wissen was passiert ist.
SCULLY: Mulder, zu allererst müssen Sie sich um sich selbst kümmern. ( er steht auf und geht zur anderen Seite des Zimmers ) Mulder, jetzt hören Sie mir mal zu. Wir werden das herausfinden, aber zuerst müssen wir die Krankheitsursache finden. Sie können so etwas nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenn das ein Aneurysma ist, könnten Sie innerhalb einer Sekunde sterben.
MULDER: ( greift nach ein paar Schlüsseln ) Sind das Ihre Schlüssel?
SCULLY: Nein.
Auf dem Schlüsselanhänger ist "AMY" eingraviert.
Mulder tritt aus dem Zimmer, als Scully von der Motelrezeption zurückkehrt.
SCULLY: Sie haben allein eingecheckt, etwa Sonnabend Mittag. Laut dem Manager wurde von Ihrem Zimmer nicht telefoniert. Keine Besucher.
MULDER: Tja dann, wie bin ich hierher gekommen?
SCULLY: Sie sind gefahren. Er hat eine Autonummer notiert.
Sie geht zu einem Auto, dass nahe dem Zimmer geparkt ist. Durch das Fenster sieht sie Blutspuren am Lenkrad.
SCULLY: Haben Sie die Schlüssel, die Sie in Ihrem Zimmer gefunden haben?
MULDER: Das ist nicht mein Auto.
SCULLY: Da ist Blut am Lenkrad, Mulder.
Er geht zurück ins Zimmer, um die Schlüssel zu holen. Dann durchsucht Scully das Handschuhfach und findet eine Zulassung. Darauf liest sie: "David Cassandra, 3106 Quilchena Avenue, Providence, R.I."
SCULLY: Das Auto ist zugelassen auf einen David Cassandra. Die Adresse ist hier in Providence.
MULDER: Wer ist Amy?
SCULLY: Das werde ich schon herausfinden, Mulder, aber zuerst lasse ich Sie untersuchen, Sie sollten jetzt nicht einmal herumlaufen.
MULDER: Nein, Scully. Falls ich auf jemanden geschossen habe, falls meine Waffe bei einem Verbrechen benutzt wurde, will ich das wissen.
SCULLY: Sie gehen ein großes Risiko ein, Mulder. Das macht mir große Sorgen.
MULDER: Das weiß ich, aber es ist mein Risiko.

An einem unbekannten Ort sieht man einen Mann mit einem Skalpell sein Bild aus einer Serie von Fotos schneiden. Blut tropft auf die Fotos während er das tut und man sieht Blut seine Stirn herunterlaufen.

DAS HAUS DER CASSANDRAS, PROVIDENCE, RHODE ISLAND
Mulder und Scully klopfen an die Tür. Nachdem einige Sekunden niemand öffnet, versucht Mulder mit dem Schlüssel die Tür aufzuschliessen, aber genau in dem Moment öffnet eine junge Frau die Tür. Sie sieht die Schlüssel.
HOUSEKEEPER: Kann ich Ihnen helfen?
MULDER: Sind Sie Amy?
HOUSEKEEPER: Nein, die ist im Moment nicht hier.
SCULLY: Ist das David Cassandras Haus?
HOUSEKEEPER: Das ist Dave aund Amys Haus.
MULDER: Wer sind Sie?
HOUSEKEEPER: Ich bin die Haushälterin. Wer sind Sie?
SCULLY: Wir sind vom FBI. ( sie zeigt ihre Marke )
HOUSEKEEPER: Woher haben sie Amys Schlüssel? Ist etwas passiert?
SCULLY: Möglicherseise. Sind, äh, Amy oder David irgendwie erreichbar?
Mulder sieht ein Bild mit einem weißen, hölzernen Haus hinter ihr.
HOUSEKEEPER: Sie sind im Augenblick nicht zu Hause. Ich weiß nicht wo sie sind.
MULDER: Das, äh, Bild... hinter Ihnen. Äh... wäre es möglich einen Blick darauf zu werfen?
HOUSEKEEPER: Ja.
Sie treten ein und Mulder sieht es sich genauer an.
MULDER: Wer hat das gemalt?
HOUSEKEEPER: Amy.
SCULLY: Mulder, was ist los?
MULDER: Ich kenne dieses Haus.
SCULLY: Woher?
MULDER: Das weiß ich nicht. Ich habe es schon mal gesehen. Hat dieses Haus irgend eine spezielle Bedeutung für Amy oder David?
HOUSEKEEPER: Ich weiß, dass es ihr Lieblingsmotiv ist. Es ist das Haus, in dem sie aufgewachsen ist. Eigentlich ist es das Einzige was sie malt.
Die Haushälterin öffnet die Tür zu einem angrenzenden Zimmer. Dort sind über ein Dutzend Bilder des selben Hauses. Mulder studiert sie.
MULDER: Ich war schon bei dem Haus.
SCULLY: Wann?
MULDER: Ich weiß nicht, aber ich war schon mal dort.
SCULLY: Wissen Sie noch mehr über das Haus?
HOUSEKEEPER: Ich weiß, dass es draußen in Chepachet ist.
SCULLY: Wo ist das?
MULDER: Das ist etwa 20 Meilen von hier, auf der Bundesstrasse acht. Als ich ein Kind war hatten meine Eltern ein Sommerhaus da draußen, in Rhode Island.

Scully und Mulder fahren raus zu dem Haus. Es ist herunter gekommen, mit abblätternder Farbe und hochgewachsenem Gestrüpp von dem Haus.
SCULLY: Wenn Sie schon mal hier waren, glaube ich nicht, dass es erst kürzlich war Mulder. Das hier sieht verlassen aus und komplett überwuchert.
Mulder keucht und greift sich an die Schläfen. Er geht in die Knie und schnappt nach Luft, während Scully versucht ihm zu helfen.
SCULLY: ( verzerrt ) Mulder? Mulder?! Können Sie mich hören? Mulder? Mulder?
<Rückblende> '

'

Mulder hört seine Eltern im Nebenraum streiten.
MRS. MULDER: Wie kannst du das unserer Familie antun?!
MR. MULDER: Ich mache das nicht! Das bin nicht ich. Diese Anweisungen kommen von ...
Sein Vater erscheint in der Tür, sieht ihn an und schmeißt die Tür zu. Mulder schaut sich um und sieht den jungen Cancer Man, eine Zigarette rauchend, in einem anderen Raum.
CANCER MAN: Du bist ein kleiner Spion.
MRS. MULDER: Nein! Nein!
</Rückblende>
Mulder kommt, auf dem Rücken liegend, langsam zu sich. Scully ist über ihn gebeugt.
SCULLY: Mulder? Mulder, können Sie mich hören? Was ist passiert?
MULDER: Ich weiß nicht. Es hat mich einfach umgehauen.
SCULLY: Sie sind auf die Knie gefallen und haben sich an den Kopf gegriffen, als ob Sie furchtbare Schmerzen haben. Sie haben nicht mehr reagiert. Erinnern Sie sich an etwas davon?
MULDER: Nein. Ich erinnere mich nur an das, was ich sah.
SCULLY: Was meinen Sie mit, was Sie sahen?
MULDER: Ich hatte eine sehr lebendige Erinnerung an meine Kindheit. Beinahe, als ob ich da war.
SCULLY: Erinnern Sie sich an irgend etwas sonst?
MULDER: Nein, nur dass es sehr real war.
Sie hilft ihm sich aufzusetzen und prüft seinen Puls.
SCULLY: Ihr Herz rast.
MULDER: Was glauben Sie was das war?
SCULLY: Es war eine Art Anfall. Eine Art von akuter physiologischer Störung. Ich kann nicht sagen, ob Sie das Bewusstsein verloren haben, aber, äh, es war definitiv eine Art Totalausfall. Sowas wie ein elektrischer Sturm im Gehirn.
MULDER: Ausgelöst durch was?
SCULLY: Das ist etwas, was Ihnen ein Spezialist sagen muß, Mulder.
MULDER: Ich fühle mich wieder wirklich gut.
Er steht auf und sieht zu dem Haus.
SCULLY: Mulder, es geht Ihnen nicht wirklich gut.
Er geht zur Tür und öffnet sie. Das Haus ist dunkel und die Möbel sind mit Bettlaken abgedeckt.
MULDER: Ich glaube, ich bin hier schonmal gewesen.
SCULLY: Wie, in Ihrer Kindheit?
MULDER: Vielleicht.
SCULLY: Ich denke, dass hier schon lange niemand mehr wohnt.
MULDER: Ich gehe oben nachsehen.
Scully geht durch die Küche und sieht etwas.
SCULLY: Mulder.
Er kommt die Treppe herunter und kommt zu ihr. Dort liegt der Körper einer Frau auf dem Fussboden mit einem großen Blutfleck am Rücken. Scully kniet nieder und untersucht sie.
SCULLY: Es ist eine Schußwunde ins Herz. Das muß Amy Cassandra sein. Und ihr Mann.
Auf der anderen Seite des Raumes liegt der Körper eines Mannes. Mulder kniet sich zu ihm und rollt ihn herum, dann sieht er zurück zu Scully.

Bei dem Haus, Polizei und Krankenwagen sind vor Ort. Ein Körper auf einer Trage wird in die Ambulanz geschoben. Scully redet mit der Polizei, geht dann rüber zu Mulder, der in der geöffneten Tür auf dem Beifahrersitz ihres Wagens sitzt.
SCULLY: Sie wollen Ihnen ein paar Fragen stellen. Ich habe sie über Ihren Zustand informiert. Sie müssen nicht mit ihnen reden, wenn Sie nicht wollen.
MULDER: Sie meinen, nicht ohne meinen Anwalt?
SCULLY: Mulder, ich weigere mich zu glauben, dass Sie irgendwas damit zu tun haben.
MULDER: Ich hatte das Blut dieser Leute auf meinem Hemd, Scully. Ich war für zwei Tage verschwunden. Ich habe keine Erinnerung was ich gemacht habe an den zwei Tagen. Es wurden zwei Schüsse aus meiner Waffe abgefeuert. Ich hatte die Schlüssel zu diesem Haus, die Schlüssel zu ihrem Auto. Sagen Ihnen die Worte "Orenthal James Simpson" etwas?
Detective Curtis kommt zu ihnen.
CURTIS: Wie fühlen Sie sich, Agent Mulder?
MULDER: Ich bin etwas durcheinander.
CURTIS: Ihre Partnerin sagt, Sie leiden noch an den Folgen eines Anfalls den Sie hatten, direkt hier vor dem Haus. Was hat Sie hierher geführt, Agent Mulder?
MULDER: Das weiß ich nicht. Ich, äh... Ich denke, ich könnte als Kind hier gewesen sein.
CURTIS: Sie denken?
MULDER: Ja, meine Eltern hatten ein Sommerhaus in Quonochontaug, daher...
CURTIS: Aber Sie wissen nichts über David oder Amy Cassandra, die Opfer?
MULDER: Ich erinnere mich nicht sie getroffen zu haben, nein.
CURTIS: Was Sie also sagen wollen ist - das erste Mal, dass Sie sie sahen war, als Sie in das Haus kamen, indem Sie ihre Schlüssel benutzten, und sie dort auf dem Fussboden fanden.
MULDER: Genau das will ich sagen.
CURTIS: Es gibt eine Menge Fingerabdrücke in dem Haus - einige mit Blut. Jetzt werden wir diese Fimgerabdrücke untersuchen, Agent Mulder. Wollen Sie bei Ihrer Geschichte bleiben?
MULDER: Fürs Erste.
CURTIS: Würden Sie dann bitte mitkommen aufs Revier, um Ihre Aussage aufzunehmen?
SCULLY: Agent Mulder geht nirgendwohin, außer in ein Krankenhaus.
CURTIS: Okay. Aber wir werden da zusammen hingehen. Agent Mulder, ich möchte, dass Sie mit uns fahren.
Curtis geht weg. Mulder steht auf.
SCULLY: Mulder, ich gebe Ihnen den Rat, nichts weiter zu sagen - nicht bis ich mir die Leichen und die forensischen Ergebnisse angesehen habe.
Mulder folgt Curtis zu seinem Auto.

Ein Mediziner führt eine Untersuchung an Amy Cassandras Körper durch. Scully ist bei ihm.
MEDICAL EXAMINER: Amy Anne Cassandra, weibliche Weiße. Laut Geburtsurkunde ist ihr Alter 62 years. Die Frau wiegt 165 Pfund und ist 67 Inches groß. Vorläufige Untersuchung deutet auf die Todesursache durch eine Schusswunde in den Brustkorb hin. Pulverspuren und Eintrittswunde, etwa vier Inches unter dem Schlüsselbein, deuten darauf hin, dass der Schuss aus geringer Entfernung abgegeben wurde. Dorsale Abschrägung des Schulterblattesist an der Austrittswunde sichtbar. Das umgebende Gewebe ist zerfetzt und herausgerissen.Es sind keine anderen Anzeichen von Verletzungen an dem Körper sichtbar. ( [Untertitel:] ) Leichenstarre ist in den Gliedmaßen bereits vorhanden...
Scully hat einen schmalen Blutfleck direkt unter Amys Haaransatz gefunden.
SCULLY: Haben Sie das gesehen?
MEDICAL EXAMINER: Ja. Schorfbildung, es sieht aus wie eine frühere, oberflächliche Einstichwunde.
SCULLY: Erlauben Sie?
MEDICAL EXAMINER: Wonach suchen Sie?
SCULLY: Ich bin mir nicht sicher. ( sie zieht ein schmales Stück Metall aus der Wunde ) Haben Sie eine Lupe? ( er gibt ihr eine und sie untersucht die Wunde genauer ) Danke. Ich möchte Sie darum bitten, zusätzlich zur Autopsie eine Craniotomie und eine histologische Untersuchung durchzuführen.
MEDICAL EXAMINER: Ich dachte, es ist klar, was diese Leute getötet hat.
SCULLY: Ja. Ich denke auch das ist es, aber was mich im Moment mehr interessiert ist, warum sie starben.

Mulder ist in einem Vernehmungsraum. Curtis tritt ein und stellt eine Papiertüte vor sich.
MULDER: Was ist das?
CURTIS: Haben Sie in Ihrem Gedächtnis gekramt, Agent Mulder? Wollen Sie Ihre Story ändern?
MULDER: Nein. Warum?
CURTIS: Weil ich hier Beweise habe die dem wiedersprechen, was Sie uns erzählt haben.
MULDER: Genau genommen habe ich Ihnen nicht wirklich etwas erzählt.
CURTIS: Sie haben uns gesagt, Sie waren nicht bei dem Haus seit Ihrer Kindheit und dass Sie Amy und David Cassandra nicht kannten.
MULDER: Und Sie erzählen mir jetzt dass das, was da in der Tüte ist ein Beweis ist, dass ich ein Lügner bin?
CURTIS: Ich sage nicht dass Sie ein Lügner sind, Agent Mulder. Ich würde gern glauben, dass Ihr Gedächtnisschwund echt ist und dass Sie diese beiden Leute in einem Anfall von blindem Wahnsinn ermordet haben.
MULDER: Was ist in der Tüte?
CURTIS: Es ist nicht Ihre Waffe... was laut unserer vorläufigen forensischen Analyse die Tatwaffe zu sein scheint. Nach den Kugeln zu urteilen, die wir aus dem Fußboden und der Wand gezogen haben, erfolgte die Ausführung der Tat aus kurzer Distanz. Kommt irgend etwas davon in Ihr Gedächtnis zurück, Agent Mulder?
MULDER: Nein. Kann ich jetzt sehen, was in der Tüte ist?
CURTIS: Aber gern. ( Mulder zieht ein Hemd aus der Tüte ) Da sind zwei Blutgruppen auf dem Hemd, Agent Mulder - eine ist Amy Cassandras, die andere ist David Cassandras. Ist das Ihr Hemd, Agent Mulder?
MULDER: Ja.
CURTIS: Können Sie mir erklären, wie das Blut von zwei Personen, die Sie behaupten nicht zu kennen, auf Ihr Hemd kommt?
MULDER: Nein. Was ist mit den Fingerabdrücken... in dem Haus? Waren das meine? ( Curtis antwortet nicht ) Schauen Sie, Sie werden kein Geständnis aus mir heraus bekommen, da ich Ihre Fragen nicht beantworten kann, weil ich mich nicht erinnere.
CURTIS: Sie haben das Recht zu schweigen. Wenn Sie von dem Recht zu schweigen keinen Gebrauch machen, kann und wird alles was Sie sagen vor Gericht gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht mit einem Anwalt zu sprechen, und einen Anwalt während eines Verhöres dabei zu haben. Wenn das Ihr Wunsch ist und Sie sich keinen leisten können, wird ein Anwald kostenlos für Sie gestellt. Haben Sie alle Rechte verstanden, die ich Ihnen erklärt habe?

Mulder, in Gefängniskleidung und Handschellen, wird durchs Gefängnis geführt. Scully kommt zu ihm, als Curtis mit dem Gefängnisbeamten spricht.
SCULLY: Mulder. Ich werde Sie hier rausholen.
MULDER: Sie sind Arzt, kein Anwalt, Scully.
SCULLY: Haben Sie ein Geständnis abgelegt?
MULDER: Nein. Nur über meine eigene Unwissenheit.
SCULLY: Detective Curtis, bevor Sie das hier durchziehen, sollten Sie Beweise berücksichtigen, die Zweifel an Mulders Beteiligung an diesem Verbrechen aufkommen lassen.
CURTIS: Was für Beweise?
SCULLY: Medizinische Beweise. Die toxikologische Untersuchung bei Amy Cassandra hat ergeben, dass das schnell wirkende Anästhetikum Ketamin in ihrem Körper gefunden wurde.
MULDER: Ketamin? Das wird von Veterinären benutzt, oder?
SCULLY: Normalerweise, aber wenn man das Mensche

n verabreicht, kann das Halluzinationen hervorrufen.

CURTIS: Also?
SCULLY: Also, fuhr ich ins Krankenhaus und habe mir Agent Mulders medizinische Daten und seine Blutuntersuchung genauer angesehen. Er hat Spuren der selben Substanz in seinem Körper.
MULDER: Wie kann das da reinkommen?
SCULLY: Vielleicht gespritzt - da war ein kleiner Bluterguss an Amy Cassandras rechter Hüfte. Nun, ich denke, wenn man Sie noch einmal untersucht, würde man eine Einstichwunde auch bei Ihnen finden.
CURTIS: Durch wen verabreicht?
SCULLY: Das weiß ich nicht, aber das Vorhandensein eines so starken Mittels könnte seinen Gedächtnisschwund und die Anfälle erklären.
CURTIS: Wenn man all die anderen Beweise in Betracht zieht, ist das das Einzige, was dadurch erklärt wird.
Curtis geht zurück zum Gefängnisbeamten.
MULDER: Scully... ( er gibt ihr ein Zeichen etwas beiseite zu gehen ) Sie müssen das nicht tun.
SCULLY: Mulder, Sie müssen mir schon etwas helfen. Da ist nichts, was eindeutig auf Ihre Schuld hinweist. Ich meine, solange mir nicht jemand mit absoluter Sicherheit beweisen kann, dass Sie die Waffe hielten, die diese beiden Menschen getötet hat, ist der Rest der Geschichte zu zweckdienlich und zweifelhaft. Die Droge in Ihrem Körper könnte auch auf andere Erklärungen hindeuten.
MULDER: Was denn? Dass ich eine Party mit ein paar einheimischen Rentnern gefeiert habe?
Curtis kommt zurück und führt Mulder zu seiner Zelle.
SCULLY: ( zu Curtis ) Sie sperren einen unschuldigen Mann.
CURTIS: Ja, gut, auf diesem Weg geht er wenigstens nicht zwei Tage verloren und macht Sachen, an die er sich nicht mehr erinnert.
Sie entfernen sich und ein Deputy, der Mann, den wir vorher schonmal sahen, geht in eine Zelle und nimmt ein Bild von seiner Frau und den Töchtern heraus, auf dem sein Kopf ausgeschnitten ist. Er zieht seine Waffe und spannt den Hahn. Ein Schuß ist zu hören.
MAN: Jemand hat geschossen!
Scully hört den Schuß und rennt mit anderen Officern in Richtung des Geräusches. Sie finden den Mann, offensichtlich tot, in der Zelle. Scully schiebt die anderen beiseite und betritt die Zelle, um ihn zu untersuchen.
SCULLY: Ich bin Ärztin. Jemand soll einen Krankenwagen rufen. ( fühlt seinen Puls ) Er ist tot.
Sie sieht eine kleine Wunde direkt am Haaransatz, genau wie die, die sie bei Amy Cassandra gefunden hatte.
SCULLY: Ich muß mit Detektiv Curtis sprechen, sofort.

Scully und Curtis betreten das Haus des Deputies.
SCULLY: Ist von dem Officer irgend etwas bekannt über Depressionen oder andere Geisteskrankheiten?
CURTIS: Er wurde vor einem Jahr vom Außendienst zu einem Schreibtischjob versetzt. Sein früherer Partner hat sich mehmals über seine Tendenz zu extremer Reizbarkeit beklagt und darüber, Wahrheit mit Fantasie zu verwechseln.
Auf dem Schreibtisch sieht Scully die Fotos mit seinem ausgeschnittenen Kopf.
SCULLY: Wie meinen Sie das?
CURTIS: Der Mann über den wir hier reden, ist zu so etwas wie einer Witzfigur geworden, einer von denen, die an sowas glauben wie ... Sie wissen schon, Außerirdische und Zeug wie das.
SCULLY: Haben Sie die Fotos hier gesehen?
CURTIS: Ja.
SCULLY: Hat das für Sie irgendwas zu bedeuten?
CURTIS: Sollte es?
SCULLY: Nun, ich denke, das spricht für eine ausgeprägte geistige Störung. Das zwanghafte und sich wiederholende Entfernen seines Bildes aus diesen Fotos läßt mich annehmen, daß er nicht einfach nur an diese Geschichten geglaubt hat, sondern eher traumatisiert davon war.
CURTIS: Ich dachte Sie sagten, daß das hier helfen könnte eine Erklärung über das Verbrechen Ihres Partners zu finden. ( Scully sieht etwas und geht dorthin ) Was ist das?
Scully hat eine Kopie des Magazins "Abductee" mit Amy Cassandra auf dem Titelbild aufgehoben.
SCULLY: Amy Cassandra. Beide, Ihr Officer und Amy Cassandra, hatten identische Einstichwunden oben auf dem Stirnlappen. Nun ja und nach genauer Autopsie von Amy Cassandra, fand man ein tiefes Loch durch den Schädel bis zur Hirnhaut.
CURTIS: Und mein Officer hatte das Gleiche?
SCULLY: Ja. Ich denke, Ihr Officer kannte Amy Cassandra und irgendwie gibt es eine Verbindung zwischen seinem Selbstmord und ihrem Tod, was mich annehmen läßte, daß wir es hier nicht mit Mord zu tun haben. Das ist etwas anderes, möglicherweise sogar ein kollektiver Selbstmord.
CURTIS: Das müssen Sie mir beweisen.

Mulder schläft in seiner Zelle.
<Rückblende>
Der junge Mulder sieht Cancer Man und Mr. Mulder im Nebenraum streiten. Mr. Mulder schließt die Tür. Mulder klettert zurück auf das Hochbett zu Samantha. Unten sieht er Mrs. Mulder auf Cancer Man zutretend und mit den Fäußten auf seinen Brustkorb schlagen.
MRS. MULDER: Nicht Samantha! Nicht Samantha! Nein! Mein Baby!
</Rückblende>
Mulder erwacht vollkommen verschwitzt. Er steht auf und rüttelt an der Zellentür.
MULDER: Wache! Wache! Ich muß jemanden sprechen! Wache!

Scully und Curtis gehen durch das Gefängnis.
CURTIS: Laut dem Wachoffizier hat Agent Mulder letzte Nacht hier alle wach gehalten. Er hat verlangt mit Ihnen zu sprechen. Erst vor einer Stunde hat er Ruhe gegeben.
SCULLY: Hat er gesagt warum?
CURTIS: Ich denke, das Gedächtnis Ihres Partners kommt wieder.
Sie kommen zu Mulders Zelle.
SCULLY: ( zu Curtis ) Ich möchte mit ihm allein sprechen, falls Sie nichts dagegen haben. ( Er entfernt sich, nachdem er Scully mit Mulder in seiner Zelle einschließt. ) ( zu Mulder ) Wie ich gehört habe, haben Sie nicht viel geschlafen.
MULDER: Ich habe diese Leute nicht umgebracht, Scully.
SCULLY: Das weiß ich und ich denke ich habe genügend Beweise für Ihre Unschuld gesammelt, um Sie hier rauszubekommen.
MULDER: Woher?
SCULLY: Vom forensischen Bericht. Das, eh, auf dem Hemd, das Sie getragen haben, war das Blut der Opfer, aber die Blutspritzer passen nicht zu den Details der Eintrittspunkte. Eigentlich fanden Detective Curtis und sein Team genügend widersprechende Beweise, um ein Statement vor der Presse abzugeben, dass Cassandras Tot Selbstmord war.
MULDER: Aber ich war dort.
SCULLY: Ja.
MULDER: Und ich erinnere mich noch immer nicht warum.
SCULLY: Ich glaube, ich weiß auch dafür den Grund. Amy Cassandra hat geglaubt von Aliens entführt worden zu sein.
MULDER: Und ich habe sie kontaktiert.
SCULLY: Ja... anscheinend. Laut einem Artikel, den ich über Amy gelesen habe, hatte sie begonnen sich einer psychologischen Behandlung zu unterziehen, durch die sie die Erinnerungen an die Vergangenheit zurückgewinnen konnte. Das sich wiederholende Verhalten, daß sich in den Bildern wiederspiegelt, die wir sahen, war ein Ausdruck dieser Behandlung.
MULDER: Aber warum hat sie sich selbst und ihren Mann erschossen?
SCULLY: Das kann ich nicht genau sagen, aber nach einem fast identischen Selbstmord eines Policeofficers zu urteilen, der die gleiche psychologische Behandlung bekam, denke ich, daß die Opfer an etwas litten, das Waxman-Geschwind-Sydrom heißt. Die Symptome sind tranceähnliche Zustände, die zu lebhaften Träumen über die Vergangenheit führen. Träume, die detaillierter sind, als der bewußte Verstand wiedergeben kann. Das wird auch Dostoyevsky-Syndrom genannt, weil der russische Schriftsteller ebenfalls daran litt.
MULDER: Was habe ich da gemacht, Scully, und warum habe ich nichts getan, um das zu stoppen?
SCULLY: Das kann ich nicht erklären. Ich habe in einer Stunde die Vorführung vor den Haftrichter für Sie arrangiert. Ich denke, bis dahin haben Detectiv Curtis und ich genügend forensische Daten gesammelt, damit Sie entlassen werden können.
MULDER: Ich muß trotzdem immer noch wissen warum. ( Sie nickt )

WARWICK, RHODE ISLAND
Scully and Mulder halten an mit ihrem Auto.
SCULLY: Das ist die Praxis des Psychologen, der Amy Cassandra behandelt hat. Waren Sie hier schon einmal?
MULDER: Das weiß ich nicht, aber wir haben mein Auto gefunden.
Sie gehen zu dem Auto, es ist verschlossen. Scully wischt Blütenstaub von der Heckscheibe.
SCULLY: Es ist schon ein paar Tage hier.
MULDER: Wie war der Name von diesem Psychologen?
Sie klopfen an seine Tür. Mulder and Scully treten ein.
GOLDSTEIN: Hallo.
MULDER: Dr. Goldstein? Mein Name ist Fox Mulder. Kennen wir uns?
GOLDSTEIN: Nicht das ich wüßte. Meine Sprechstundenhilfe sagt, Sie sind vom FBI?
SCULLY: Ja. Wir untersuchen den Tod von Amy und DavidCassandra. So weit wir wissen war Amy eine Patientin von Ihnen.
GOLDSTEIN: Ja. Bitte, setzen Sie sich. ( sie bleiben stehen ) Ich war sehr bestürzt, als ich das von Amy erfuhr. Sie war eine gestörte Frau, die sich durch eine unglückliche Periode der Dunkelheit in ihrem Leben kämpfte.
SCULLY: Reden Sie von ihrem Glauben eine Entführte gewesen zu sein?
GOLDSTEIN: Diese Bezeichnung "Alien Entführte..." Obwohl ich eingestehe, daß es da ein dazugehöriges Syndrom und eine ziemlich beachtliche Anzahl von gleichen Erlebnissen derer gibt, die an dieses Phenomen glauben, war meine Behandlung von Amy einfach eine aggressive Methode, Zugang zu vergrabenen oder unterdrückten Erinnerungen zu bekommen.
MULDER: Was meinen Sie mit "aggressiv"?
GOLDSTEIN: Ich benutzte eine Methode der Therapie, die elektrische Impulse im Gehirn stimuliert, durch die Nutzung von Licht und Klängen.
SCULLY: Haben Sie diese Behandlung auch bei einem Policeofficer Namens Michael Fazekas angewandt?
GOLDSTEIN: Ja. Warum?
SCULLY: Mr. Fazekas hat sich letzte Nacht selbst in den Kopf geschossen.
GOLDSTEIN: ( setzt sich hin ) Oh, mein Gott.
MULDER: Ist das eine anerkannte Form von medizinischer Behandlung?
GOLDSTEIN: Es ist unkonventionell, aber es verletzt nicht die Integrität.
SCULLY: Ist Ihnen das Waxman-Geschwind-Syndrom bekannt?
GOLDSTEIN: Ja.
SCULLY: Wußten Sie, daß Amy Cassandra daran litt?
'

GOLDSTEIN: '

Waxman-Geschwind... falls Ihnen das bekannt ist, ist nicht notwendigerweise ein zerstörerischer Zustand. Eigentlich erlebte Amy, nachdem sie sich der Behandlung unterzogen hatte, sogar Perioden extremer Zufriedenheit und Kreativität.
MULDER: Aber Sie hatten keine Ahnung - Sie hatten keine Anzeichen dafür, daß sie sich das Leben nehmen könnte?
GOLDSTEIN: Nein! Natürlich nicht. Ich praktiziere seit über 40 Jahren. Ich habe einen sehr guten ethischen und professionellen Ruf, falls Sie das nachpfrüfen möchten.
MULDER: Das wird nicht nötig sein.
Mulder geht raus. Scully fixiert Goldstein mit einem eisigen Blick.
SCULLY: Ich weiß was Sie tun.
Sie geht raus und zu Mulder im Flur.
MULDER: Ich war schon mal hier. Ich traf Dr. Goldstein mit Amy Cassandra.
SCULLY: Dieser Mann lügt über mehr als das. Ich denke, er verabreichte das Ketamin an Amy und an Sie. Ich denke, Sie wurden von ihm behandelt, und ich denke, daß Ihre Blackouts, diese Anfälle, ein Resultat davon sind.
MULDER: Ich glaube Sie haben Recht.
Sie gehen hinaus.
SCULLY: Warum würden Sie das tun, Mulder? Warum würden Sie sich so etwas verrücktem und gefährlichem wie das unterziehen?
Mulder keucht und beugt sich vor, hält sich die Hände vor's Gesicht.
SCULLY: ( verstümmelt ) Mulder? Mulder! Mulder?
<Rückblende>
MRS. MULDER: Mein Baby!
Er sieht Mrs. Mulder und Cancer Man, mit seinen Händen auf ihren Schultern.
</Rückblende>
Er kommt zu sich auf dem Bürgersteig, Scully kniet vor ihm.
SCULLY: Mulder?
MULDER: ( steht auf ) Mit geht's gut.
SCULLY: Nein, ich werde das als Antwort nicht akzeptieren. Sie sind nicht in der Lage zu arbeiten. Sie sollten irgendwo sein, wo man Sie beobachten kann. Sie sind eine Gefahr für sich selbst, und eine Gefahr für mich. Hören Sie mir zu?
MULDER: Geben Sie mir die Autoschlüssel.
SCULLY: Nein, Sie fahren nicht. Sie werden nichts tun, bis diese Symptome weg sind.
MULDER: Scully, ich will nicht, daß diese Symptome weggehen. Was immer mit mir passiert, welche Behandlung ich auch immer bekam, ermöglicht es mir, zurück zu gehen, in mein Unterbewußtsein. Die Wahrheit ist dort, gespeichert, und ich habe Zugang dazu bekommen. Was mit meiner Schwester passiert ist - der Grund, warum man sie geholt hat - es beginnt mir klar zu werden, und ich muß es wissen. Jetzt geben Sie mir die Schlüssel.
SCULLY: Um wohin zu gehen?
MULDER: Zu meiner Mutter, in Greenwich.
SCULLY: Okay... aber ich fahre.

Sie halten vor Mrs. Mulders Haus. Sie sieht sie durch die Gardienen und öffnet die Tür, während sie auf das Haus zugehen.
MRS. MULDER: Fox.
MULDER: Ich muß dich sprechen.
MRS. MULDER: Was ist passiert, Fox? Warum bist du hergekommen?
MULDER: ( sieht nach unten ) Du hast mir Dinge verschwiegen. Du hast Geheimnisse vor mir verschwiegen.
MRS. MULDER: ( zu Scully ) Was ist mit ihm los?
SCULLY: Er hat sich einer Behandlung unterzogen. Er glaubt es hilft ihm, sich an Dinge zu erinnern.
MRS. MULDER: An was zu erinnern?
MULDER: ( sieht noch immer nach unten ) Du sagtest mir, als sie Samantha geholt haben, das war, weil du eine Wahl zu treffen hattest, aber das ist so nicht passiert. Es war nicht eure Entscheidung.
MRS. MULDER: Was willst du von mir hören?
MULDER: Ich will wissen, was in dieser Nacht passiert ist in Quonochontaug, und ich muß dich privat sprechen.
Mulder und seine Mutter gehen in einen anderen Raum.
MULDER: ( sieht ihr jetzt in die Augen ) Du hattest eine Art Beziehung mit ihm.
MRS. MULDER: Wem?
MULDER: Du weißt wer. Der Mann, der mit meinem Vater gearbeitet hat, der Mann, der zu dir kam in der Nacht, als ich 12 Jahre alt war, und dich gedrängt hat, Samantha zu wählen.
MRS. MULDER: Nein, Fox...
MULDER: Doch! Du hast meinen Vater betrogen, deinen Mann.
MRS. MULDER: Niemals!
MULDER: Wie weit zurück ging das?
Sie gibt ihm eine Ohrfeige.
MRS. MULDER: Was fällt dir ein! Was fällt dir ein, hierher zu kommen und mich zu beschuldigen!?
MULDER: Wer ist mein Vater?
MRS. MULDER: Was willst du, ihn nochmal umbrigen?!
MULDER: Beantworte einfach die Frage, Mam. ( sie dreht sich weg aber er ergreift ihren Arm ) Beantworte einfach die Frage!
MRS. MULDER: Ich bin deine Mutter und ich verbitte mir weitere solcher Fragen von dir. ( sie sieht eine Bluspur seine Stirn hinunterlaufen ) Du blutest Fox.
Sie verläßt den Raum, geht schnell die Treppe rauf. Scully betritt den Raum aber Mulder ist nicht dort. Sie geht zum Fenster und sieht Mulder mit dem Auto davonfahren.

9:25 PM
Goldstein geht über den Parkplatz und packt einen Karton in den Kofferraum seines Autos. Mulder hält an und tritt ihm gegenüber.
MULDER: Was haben Sie mit mir gemacht?
GOLDSTEIN: Ich sagte Ihnen...
MULDER: Sie haben mich behandelt. Ich bat Sie mich zu behandeln, um meine Vergangenheit wiederzufinden.
GOLDSTEIN: Ich habe nichts Falsches getan.
MULDER: Sie haben ein Loch in meinen Kopf gebohrt.
GOLDSTEIN: Eine leichte elektrische Stimulation.
MULDER: Das steiß meine Erinnerung an.
GOLDSTEIN: Ja, wie Sie gehofft hatten.
MULDER: Jetzt will ich, daß Sie Ihre Arbeit beenden.
Zurück in seiner Praxis, bereitet Goldstein eine Injection vor.
MULDER: Tun Sie's.
Goldstein spritzt ihm in die Hüfte und hilft ihm in den Behandlungsstuhl.
MULDER: Ich möchte mich erinnern.
Goldstein setzt Kopfhörer auf seine Ohren und einen Visor über seine Augen. Er schaltet die Geräte ein und man sieht Lichter hinter dem Visor.
<Rückblende>
Mulder sieht Cancer Man Samantha umfassen und Mrs. Mulder wirft die Tür zu.
CANCER MAN: Kleiner Spion.
Er sieht Cancer Man mit Mrs. Mulder und ein Bild von Mr. Mulder ...
MRS. MULDER: Fox...
SAMANTHA: Fox...
CANCER MAN: Kleiner Spion.
... dann sieht er Bilder von Samantha und Mr. und Mrs. Mulder die streiten, dann Cancer Man, dann Mr. Mulder und Cancer Man streitend, dann Cancer Man und Mrs. Mulder, das Stratego-Spielbrett, dann Samantha.
Als Mulder keucht und sich in dem Behandlungsstuhl verrenkt, macht ihn Goldstein mit Klettbändern fest.
Mulder sieht Bilder von Mrs. Mulder und Cancer Man streitend, Mr. Mulder, dem Stratego-Spielbrett und Samantha.
SAMANTHA: Fox!
MRS. MULDER: Nicht Samantha! Nicht Samantha!
SAMANTHA: Fox!
Er sieht Bilder von Gegenständen, die zittern durch Erschütterungen, Lichter außerhalb des Fensters und einen Türknopf,der sich dreht)
</Rückblende>
Goldstein setzt eine kleine Spitze in einen Bohrer und richtet den Bohrer auf Mulders Stirn.

Später halten Polizeiautos vor Goldsteins Praxis. Curtis trifft auf Goldstein in dessen Behandlungszimmer. Mulder ist nicht dort.
CURTIS: Dr. Charles Goldstein? Dr. Goldstein, Sie sind verhaftet. Bitte, lassen Sie Ihre Hände wo sie sind. Diese Handschuhe werden als Beweismittel mitgenommen. Jemand soll ihm seine Rechte vorlesen.
Curtis sieht einen eingedrückten Kopfschutz auf dem Behandlungsstuhl ebenso wie eine Blutspur darauf)
CURTIS: Wo ist er? Mulder.
Draußen, Scully kommt mit ihrem Auto an und geht auf Curtis zu.
SCULLY: Wo ist Mulder?
CURTIS: Er ist nicht hier.
SCULLY: Haben Sie Dr. Goldstein gefragt?
CURTIS: Goldstein wollte so oder so nichts sagen.
Sie sieht Goldstein, der mit einem Polizeiauto weggefahren wird. Sie rennt hinterher.
SCULLY: Halten Sie das Auto an!
CURTIS: Hey!
Das Auto hält.
SCULLY: ( zum Fahrer ) Öffnen Sie die hintere Tür.
Sie öffnet sie und beugt sich zu Goldstein.
SCULLY: Was haben Sie mit ihm gemacht? Sehen Sie, ich weiß, daß er hierher zurückkam. Das ist der einzige Ort, zu dem er geganngen wäre. Haben Sie ihn behandelt?
Goldstein sieht weg und sagt nichts. Scully packt ihn am Kragen.
SCULLY: ( wütend ) Verdammt! Antworten Sie mir!
GOLDSTEIN: Ja.
SCULLY: Wo ist er jetzt?
GOLDSTEIN: Ich weiß nicht, wohin er gegangen ist.
SCULLY: Was war das Letzte, was er zu Ihnen gesagt hat?
GOLDSTEIN: Er sagte, er will seine Dämonen austreiben gehen.

QUONOCHONTAUG, RHODE ISLAND
Policeofficers umstellen ein Häuschen. Ein Polizeiauto hält und Scully taucht auf.
IMHOF: Agent Scully?
SCULLY: Ja.
IMHOF: Frank Imhof.
SCULLY: Ist er da drin?
IMHOF: Vor einigen Minuten ging ein Licht an. Es muß jemand drin sein. Wir kamen her, gleich nachdem Sie anriefen.
SCULLY: Ist gut... der Mann da drin ist bewaffnet. Er ist ein Bundesangestellter, der dringend medizinische Hilfe benötigt. Er ist nicht er selbst. Ich werde jetzt reingehen. Falls er irgendwann aus dem Haus fliehen sollte, müssen Sie Ihren Leuten sagen, daß sie nicht schiessen dürfen.
Sie gibt ihm einen aufmunternden Klaps auf den Rücken und bewegt sich auf das Häuschen zu. Sie öffnet die Tür und betritt einen erleuchteten Raum, geht dann in einen dunkleren Raum.
SCULLY: '

Mulder?
MULDER: ( aus einem anderen Raum ) Lassen Sie mich allein, Scully.
Sie folgt der Stimme in einen anderen dunklen Raum, findet Mulder auf seinen Knien, das Gesicht von der Tür weggerichtet. Seine Augen sind geschlossen, als ob er in Trance ist.
SCULLY: Mulder, ich bin's.
MULDER: Scully, lassen Sie mich allein.
<Rückblende>
MRS. MULDER: Nicht Samantha! Nicht Samantha!
SAMANTHA: Fox!
Mulder sieht die gleichen flüchtigen Bilder wie zuvor, und eines von Samantha in Richtung Fenster schwebend, zu einem sehr hellen Licht.
</Rückblende>
Mulder keucht und hebt seine Waffe.
MULDER: Es... fängt alles an Sinn zu machen.
SCULLY: Mulder, nehmen Sie die Waffe runter.
MULDER: Nein. Versuchen Sie nicht, mich zu stoppen.
SCULLY: Bitte, Mulder...
<Rückblende>
SAMANTHA: Wach auf, Fox...
Er sieht, wie Samantha wegschwebt ...
MRS. MULDER: Nein! Sie ist mein Baby!
... dann eins von Samantha, dann Cancer Man, dann Samantha, wieder wegschwebend.
SAMANTHA: Ich habe Angst, Fox. Ich habe Angst.
</Rückblende>
Mulder kommt zu sich und dreht sich, richtet seine Waffe auf Scully.
MULDER: Gehen Sie weg!
SCULLY: Wollen Sie auf mich schiessen, Mulder? ( er nickt ) Bedeutet Ihnen das so viel? Mulder, hören Sie mir zu. Ihnen wurde ein starkes Hallozigen verabreicht. Sie wissen nicht, ob diese Erinnerungen wirklich Ihre sind.Das ist nicht der Weg zur Wahrheit, Mulder. Sie müssen mir vertrauen.
MULDER: Seien Sie still!
SCULLY: Nehmen Sie die Waffe runter. Lassen Sie es sein.
Draußen hören die Polizisten Schüsse.
IMHOF: Es wird geschossen. Bewegung!
Drin, sieht man Mulder mehrmals feuern. Er senkt den Kopf und sackt in sich zusammen, dann sieht man Scully hinter ihm stehen. Sie knieht sich neben ihn, streicht ihm über die Schulter und legt ihren Kopf auf seinen Rücken.

Später, Scully tippt ihren Bericht in ihren Computer.
SCULLY: ( gesprochen ) Obwohl geklärt ist, daß er nichts mit dem Tod von Amy und David Cassandra zu tun hat, hat Agent Mulder noch immer keine Erinnerung an die Ereignisse, die zu ihrem Tod geführt haben. Seine Anfälle sind abgeklungen, ohne Spuren von permanenten Schädigungen im Gehirn zu hinterlassen, ich bin aber überzeugt, daß dieses Erlebnis einen nachhaltigen Effekt haben wird. Agent Mulder hat sich dieser Behandlung unterzogen in der Hoffnung, Zugang zu seiner Vergangenheit zu finden - daß ihm durch das Zurückholen von Erinnerungen, die er verloren hatte, endlich klar werden wird, auf welchem Weg er sich befindet. Falls aber dieses Wissen schwer erreichbar bleibt und falls er seinen jetztigen Weg erst dann verstehen kann, wenn er seine Vergangenheit versteht, dann fürchte ich, könnte Agent Mulder von seinem Weg abkommen und die Wahrheit aus seiner Kindeit, die er sucht, wird sich ihm weiterhin entziehen ... wird ihn sogar noch gefährlicher in eine aussichtslose Verfolgungsjagd treiben.


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