4X15 Memento Mori (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


4X15 Memento Mori
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!

Ein heller Fleck, umgeben von Schwarz, der immer heller und größer wird, je weiter die Kamera darauf zu fährt. Scully steht mit dem Rücken zu uns gewandt. Sie hat ein Krankenhaushemd an und hält ein Röntgenbild vor der weißen Lichtquelle, auf das sie starrt. Die Kamera schwenkt um sie herum und zeigt sie uns von vorne, wie sie mit einem Ausdruck voller Ernsthaftigkeit aber auch Schmerz auf das Bild sieht, bevor das Bild schwarz wird und der Vorspann läuft. Während all dem spricht Scully aus dem Off.

Scully: Zum ersten Mal empfinde ich die Zeit wie einen Herzschlag. Die Sekunden pumpen in meiner Brust wie ein Zählwerk. Die geheimsten Gedanken, die früher so fern und unwirklich erschienen, bedrohen jetzt die Klarheit der Gegenwart durch eine Wahrheit, deren Botschaft nicht mehr Jugend, sondern Vergänglichkeit heißt. Ich empfinde die Bedeutung dieser Worte als ein Gewicht, das von mir genommen wurde, weil ich weiß, dass Sie sie lesen werden und mir helfen werden mein Los zu ertragen, so wie ich gelernt habe nur Ihnen zu vertrauen. Es ist mir wichtig, dass Sie erfahren, wie es in mir aussieht, um daraus Erinnerungen und Erfahrungen für sich selbst zu gewinnen, die Ihnen weiterhelfen, was ich jetzt als Trost empfinde, da meine Kräfte nachlassen und sich die Aussichten auf eine Fortsetzung des gemeinsamen Weges verdüstern, den wir gerade wieder aufgenommen hatten, misstrauisch, aber gestärkt durch Ihre Überzeugungen. Ohne diese Überzeugungen wäre ich wahrscheinlich nie so stark gewesen, mich jetzt, da ich sterben muss, in meiner ganzen Hilflosigkeit an Sie zu wenden und zu hoffen, dass Sie mir verzeihen werden, dass ich den Rest des Weges nicht gemeinsam mit Ihnen gehen kann.


VORSPANN


HOLY GROSS MEMORIAL KRANKENHAUS
WASHINGTON, D.C.


Mulder geht mit einem Strauß Blumen in der Hand durch die Gänge eines Krankenhauses und fragt sich durch.

Mulder: Zur Onkologie. Danke. Wir sehen Scully, wie sie ein Röntgenbild gegen Licht hält und es nachdenklich besieht. Mulder kommt hinter ihr zur Tür herein. Scully? Hallo. Uhm... die hab ich am Eingang einem Typen mit einem Gipsbein geklaut. Der wird mich schon nicht erwischen. Scully nimmt etwas verlegen lächelnd die Blumen an. Und wie geht's Ihnen?

Scully: Tja, das ist die große Frage, hm? Eigentlich geht es mir sehr gut.

Mulder: Schön. Und was ist auf diesen Röntgenbildern zu sehen?

Scully: Das ist eine sogenannte nasopharyngeale Masse. Das ist eine Wucherung an der Wand zwischen der oberen Concha Nasalis und dem Sinus sphenoidalis.

Mulder: Eine Wucherung?

Scully: Ein Tumor. Sie sind der Einzige, den ich bisher angerufen hab.

Mulder: Ist es operabel?

Scully: Nein.

Mulder: Aber es kann behandelt werden?

Scully: Die Wahrheit ist, dass dieser Typ von Tumor und seine besondere Lage eine Behandlung sehr erschweren oder gar verhindern.

Mulder: Also, das glaub' ich einfach nicht, ich...

Scully: Normalerweise sage ich das doch zu Ihnen. Und jetzt bin ich davon so überzeugt, wie Sie das für gewöhnlich immer sind. Ich bin an Krebs erkrankt. Es ist ein Tumor an der Wand zwischen meiner Nasennebenhöhle und meinem Gehirn. Wenn der erst mal anfängt auf mein Gehirn zu drücken, dürfte die Chance das zu überleben so ungefähr bei Null liegen.

Mulder: Also, das akzeptiere ich nicht, es, es, es muss doch Menschen geben, die schon mal dagegen behandelt worden sind, und die wir dann...

Scully: Ja, die gibt es schon...

Anm. von dana d.: okay, ich erspare es Euch jetzt, jedes Mal eine "Awww, diese Szene ist ja sooo herzzerreißend." hinter oscarreifen Szenen wie dieser hier zu schreiben, also denkt es Euch einfach hin :)

In Skinners Büro

Skinner: Diese Nachricht ist ja eine furchtbare Überraschung, Agent Scully. Es tut mir leid, wirklich sehr leid.

Scully: Danke, Sir. Ich möchte Sie aber bitten, das vertraulich zu behandeln, um peinliche Situationen zu vermeiden.

Skinner: Ich verstehe. Ich nehme an, Sie wollen sich beurlauben lassen.

Scully: Nein, Sir, ich habe meine Ärzte sogar gebeten, meine Unterlagen zurückzuhalten, solange bis ich gemeinsam mit Agent Mulder eine Untersuchung zuende führen konnte.

Skinner: Was für eine Untersuchung?

Mulder: Na ja, Agent Scully und ich ermittelten letztes Jahr in einem Fall, bei dem ein paar angeblich von Außerirdischen entführte Frauen ähnliche Symptome aufwiesen, nachdem Implantate aus ihrem Nacken entfernt wurden. Eine Frau aus Allentown, Pennsylvania mit Namen Betsy Hagopian wurde wegen eines nasopharyngealem Tumors behandelt. Wir konnten bisher bloß nicht mit ihr in Kontakt treten.

Skinner: Ich nehme an, Sie wissen natürlich, dass wir Kontakte zu den besten Ärzten des Landes pflegen.

Scully: Ja, Sir, aber ich habe meine Gründe, warum ich das lieber auf dem offiziellen Weg verfolge als es zu meiner persönlichen Sache zu machen.


ALLENTOWN, PENNSYLVANIA


Betsy Hagopians Maklerin ist gerade damit beschäftigt, einen "MUFON"-Aufkleber von der Eingangstüre zu kratzen, als Mulder und Scully auf sie zukommen.

Maklerin: Es tut mir leid, aber Sie sind zu früh dran.

Scully: Wir sind nicht wegen des Räumungsverkaufs hier. Wir suchen Betsy Hagopian. Niemand hat auf unsere Anrufe reagiert.

Maklerin: Bedaure, ähm... aber Betsy ist gestorben. Vor zweieinhalb Wochen. Sind Sie Verwandte?

Mulder: Nein, wir sind vom FBI.

Maklerin: Hatte Betsy Schwierigkeiten?

Mulder: Betsy war doch Mitglied eines UFO-Netzwerkes.

Maklerin: Keine Ahnung. Ich bin nur die Maklerin.

Mulder: Dürfen wir uns das Haus mal kurz ansehen?

Mulder und Scully treten ein, und während Mulder in verschiedenen Räumen nachsieht, betritt Scully das Wohnzimmer. Sie erinnert sich augenblicklich an ihren ersten Besuch bei Betsy (Anm.: "Die Autopsie/Der Zug"), und als die Kamera durch den Raum schwenkt, sehen wir Flashbacks von den Szenen, in denen die Gruppe Frauen ihre Implantate aus ihren Handtaschen holen. Dann ruft Mulder, der neben dem Telefon steht und den Hörer abgenommen hat, sie zu sich.

Hey, Scully! Hören Sie sich das an! Hier scheint es offenbar zwei Telefonleitungen zu geben.

Scully: Jemand schickt ein Fax oder es kommt von einem Computermodem.

Mulder: Ja, aber wer und um was zu senden?

Sie gehen in den Keller des Hauses (in dem ein Raum mit Bildern von Aliens und Fotos an den Wänden übrigens starke Ähnlichkeiten mit Mulders Büro hat) wo sie einen Computer vorfinden. Mulder schaltet den Bildschirm ein. Es werden allem Anschein nach Dateien geladen. Jemand muss einen Fernzugriff zu diesem System haben.

Scully: Er transferiert Daten.

Mulder: Er kopiert Dateien. Lassen Sie ihn zurückverfolgen, bevor er wieder auflegt!

Scully hängt sich ans Telefon. In der nächsten Szene stehen sie vor Kurt Crawfords Haus.

Scully: Kurt Crawford hat das Apartment 234 gemietet.

Mulder: Ich werd mal hinten nachsehen. Suchen Sie den Hausmeister.

Mulder geht hinten um das Haus herum und sieht sich um. Als er die Treppe hinauf will, geht hinter ihm die Tür auf und eine Gestalt stürzt heraus, die es eilig hat zu fliehen. Mulder rennt ihm augenblicklich hinterher. In dem Moment kommt Scully um die Ecke.

Scully: Stehen bleiben! FBI! Stehen bleiben! Mulder bekommt den Typen zu fassen und bringt ihn zu Boden. Nehmen Sie die Hände hoch, dass wir sie sehen können! Ist Ihr Name Kurt Crawford?

Kurt Crawford: Ja.

Mulder dreht sich zu Scully um und sieht, dass ihre Nase blutet.

Mulder: Scully...

Scully: Was ist? Es geht mir gut, Mulder. Hören Sie auf mich anzustarren, es geht mir gut!

Im Inneren des Hauses

Scully ist im Badezimmer und macht ihr Gesicht sauber. Mulder klopft von außen an die Türe.

Mulder: Alles in Ordnung, Scully?

Scully: Ja, ich mach' mich nur frisch.

Im Wohnzimmer.

Scully: Sie haben ihm die Handschellen abgenommen?

Mulder: Er sagt, er wäre Mitglied im selben UFO-Netzwerk, dem auch Betsy Hagopian angehört hat. Er transferierte die Dateien nur um sie zu sichern, so wie Betsy es ihm aufgetragen hatte.

Scully: Und warum ist er weggerannt?

Mulder: Er sagt, sein Leben wäre in Gefahr. Er glaubt, es gäbe eine Regierungsverschwörung, um die Informationen aus diesen Dateien zurückzuhalten.

Scully: Halten Sie ihn für glaubwürdig?

Mulder: Na ja, er scheint sehr viel darüber zu wissen, was aus Betsy und den anderen Frauen, die Sie in ihrem Haus kennengelernt haben, geworden ist.

Scully: Tja, das müssen wir dann wohl gegenchecken.

Lange Pause. Mulder ist besorgt um sie.

Mulder: Das wird nicht gehen.

Scully: Warum denn nicht? Sie sieht ihn zuerst verwundert an, doch wendet sich dann resolut zu Crawford. Woran sind sie gestorben?

Kurt Crawford: Am Gehirntumor. Innerhalb des letzten Jahres.

Scully: Sind alle gestorben?

Kurt Crawford: Von der Gruppe, die Sie kennen, lebt nur noch Penny Northern. Und die liegt im Krankenhaus und es sieht nicht gut aus.

Scully: Warum ist das Ihrer Meinung nach eine Regierungskonspiration?

Kurt Crawford: Warum sollte es denn keine sein? Elf Frauen werden entführt, und alle haben das Erlebnis in ziemlich schlechter Erinnerung. Alle werden vom gleichen Gehirntumor befallen. Und alle elf Frauen lehnen staatliche Hilfen ab, weil sie auf den Tatsachen beharren. Und alle sterben innerhalb von einem Jahr.

Mulder, der sich bis jetzt zurückgehalten hatte, berührt sie an der Schulter und sie dreht sich um.

Mulder: Scully, kann ich Sie mal kurz sprechen? Ich möchte, dass Sie mir jetzt mal zuhören.

Scully: Was wollen Sie mir sagen?

Mulder: Ich möchte Ihnen sagen, dass Sie es sich eingestehen und nicht verdrängen sollten.

Scully: Aber was verdränge ich denn?

Mulder: Woher Ihr Krebs stammt.

Scully: Mulder, das spielt keine Rolle!

Mulder: Doch, es ist wichtig. Wenn Ihr Krebs das Resultat Ihrer Entführung ist und die Regierung von dieser Entführung gewusst hat, sind das Fakten, die bekanntgemacht werden sollten.

Scully: Ich weiß nicht, was damals mit mir geschehen ist, daran habe ich keine klare Erinnerung, und ich glaube nicht, dass diese Entführungen überhaupt Entführungen waren.

Mulder: Diese Frauen sind aber alle tot.

Scully: Nein, das sind sie nicht. Eine von ihnen lebt noch, diese Penny Northern.

Mulder: Hm. Wenn Sie nicht auf mich hören wollen, sollten Sie vielleicht mit ihr reden.

Scully: Aber worüber denn? Was für ein Gefühl es ist an Krebs zu sterben etwa? Und wie es ist zu wissen, dass man absolut nichts dagegen unternehmen kann?

Mulder: Wenn Ihnen das zu schwer fällt, sollten Sie vielleicht als Ermittler hingehen. Wir haben eine Überlebende als Zeugin, Agent Scully. Und deren Geschichte werden Sie doch wohl erfahren wollen.


BETHLEHEM-KRANKENHAUS
ALLENTOWM, PENNSYLVANIA


In Penny Northerns Krankenzimmer

Penny Northern: Dana, Hallo!

Scully: Entschuldigen Sie, aber hat Ihnen jemand gesagt, dass ich kommen würde um Sie zu besuchen?

Penny Northern: Nein.

Scully: Woher wissen Sie dann, wer ich bin?

Penny Northern: Ich hab' Sie wiedererkannt. Als wir uns letztes Jahr trafen, hab ich's Ihnen doch gesagt. Ich hab Sie in meinen Armen gehalten und getröstet, nach diesen Tests.

Scully: Es tut mir leid, ich möchte Sie nicht verletzen, aber daran erinnere ich mich nicht.

Penny Northern: Ist schon in Ordnung.

Scully: Ich bin hier um Ihnen ein paar Fragen zu stellen.

Penny Northern: Über Dr. Scanlon?

Scully: Nein, wer ist Dr. Scanlon?

Penny Northern: Er ist der behandelnde Arzt. Er war auch Betsys Arzt. Er hat jetzt möglicherweise den Erreger isoliert. Und er denkt, wenn ihm das eher gelungen wäre, hätte er vielleicht mehr für sie tun können. Und für mich.

Scully: Sein Name ist Scanlon?

Penny Northern: Ja. Und was wollten Sie mich nun fragen?

Mulder ist inzwischen in Betsys Haus und sucht mit ihm diverse Schränke und Regale nach Unterlagen durch. Mulders Telefon klingelt.

Mulder: (am Telefon) Mulder.

Scully: (am Telefon) Mulder, ich bin's.

Mulder: (am Telefon) Wo sind Sie, Scully?

Scully: (am Telefon) Ich bin bei Penny Northern im Krankenhaus, und wo sind Sie?

Mulder: (am Telefon) Im Haus von Betsy Hagopian. Ich seh' mir ihre Akten an, bevor irgend etwas davon verschwindet, und ich glaube, dass ich auch schon etwas gefunden habe, ein paar dieser verstorbenen Frauen waren kinderlos und sie sind in einer Klinik gegen ihre Unfruchtbarkeit behandelt worden. Penny Northern und Betsy Hagopian gehörten dazu.

Scully: (am Telefon) Mulder, das ist jetzt...

Mulder: (am Telefon) Ich hab' ein bisschen rumtelefoniert und versucht, an Informationen zu kommen, aber niemand redet mit mir, also...

Scully: (am Telefon) Ich möchte, dass Sie so schnell wie möglich herkommen.

Mulder: (am Telefon) Sind Sie auf eine Spur gestoßen?

Scully: (am Telefon) Nein, ich brauche nur meinen Übernachtungskoffer aus dem Wagen. Und Sie müssen meine Mutter anrufen und sie bitten, mir ein paar Sachen ins Krankenhaus zu bringen.

Mulder: (am Telefon) Sollte ich nicht auch erfahren, was los ist?

Scully: (am Telefon) Mulder, was immer Sie rausfinden konnten oder vielleicht auch noch rausfinden können, ich glaube, dass im Augenblick die Wahrheit in mir ist. Und dort werde ich ihr auf den Grund gehen. Und das so schnell wie möglich.

Mulder: (am Telefon) Ich komme sofort.

Mulder knallt frustriert die Schublade zu, vor der er gerade sitzt, steht auf und geht. Als er draußen in seinen Wagen steigt, rückt ein anderes Auto hinter ihm auf. Drinnen ist Crawford immer noch mit den Akten beschäftigt, und er fragt nach Mulder, als er hört, wie jemand herein kommt.

Kurt Crawford: Agent Mulder? Agent Mulder?

Es ist jedoch nicht Mulder, sondern ein Mann im dunklen Mantel, der Crawford mit einem dieser Alien-Stichmesser umbringt. Als der Mann den Raum verlässt, ist von Crawford nur grüner, schaumiger Schleim übrig, der sich langsam auflöst.

Wieder im Krankenhaus

Scullys Krankenzimmer. Sie wacht gerade auf und sieht jemandem vor dem hellen Licht vor dem Fenster stehen.

Dr. Scanlon: Dana? Ich bin Dr. Scanlon. Wir haben gestern Nacht telefoniert.

Scully: Ja, hallo. Entschuldigung, ich hab' geschlafen.

Dr. Scanlon: Schon in Ordnung. Und wie ist Ihr allgemeines Wohlbefinden?

Scully: Ach, wissen Sie, eigentlich fühle ich mich gar nicht krank.

Dr. Scanlon: Ihre Röntgenbilder und die Krankenakte sind noch nicht hier. Aber ich hab' schon eine Ahnung, was mich erwartet und Sie vermutlich auch aufgrund Ihres Medizinstudiums.

Scully: Ich weiß, dass die Chemotherapie mir sehr zu schaffen machen wird.

Dr. Scanlon: Und auch die Strahlung. Mit beiden hochdosierten Maßnahmen wollen wir Ihr System K.O. schlagen, damit wir eine P53-Gentherapie versuchen können. Sie werden sich sehr elend fühlen.

Scullys Mutter kommt herein.

Margaret Scully: Dana!

Scully: Hi, Mom.

Margaret Scully: Hallo.

Scully: Das ist... das ist Dr. Scanlon.

Dr. Scanlon: Hallo.

Margaret Scully: Hallo. Ich... ich bin hergefahren. Ich wollte das Flugzeug nehmen, aber mit dem Wagen dauert es nur eine Stunde länger. Kannst du dir das vorstellen?

Scully: Mom, es geht mir gut. Und ich werde auch wieder gesund, ich bin hier nur zur Behandlung.

Dr. Scanlon: Ich werde jetzt gehen. Ich hab' noch ein paar zusätzliche Blutanalysen angeordnet und würde gern heute Nachmittag damit anfangen.

Scully: Ich danke Ihnen. Dr. Scanlon verlässt den Raum. Mom, ich weiß, was du sagen willst, aber ich habe gar keine Erfahrung damit, krank zu sein. Hör' mal, ich schwöre dir, ich fühle mich wirklich gut.

Margaret Scully: Ich weiß nicht, wieso du mir nichts gesagt hast. Ich weiß nicht, warum du es mir nicht sofort gesagt hast.

Scully: Ich wollte zuerst alle Antworten haben.

Margaret Scully: Hast du sie hier gefunden?

Scully: Ich habe hier immerhin Klarheit gefunden. Und vielleicht auch einen Weg um mich zu wehren.

Margaret Scully: Ich ertrage es nicht, wenn du mich im Ungewissen lässt.

Scully: Du erfährst es, Mom. Keine Sorge.

Margaret Scully: Du bist immer die Starke von euch beiden gewesen. Aber jetzt bist du nur noch meine einzige Tochter.

Scully: Ja, ich weiß.

Margaret Scully: Oh, Dana!

Scully liegt in einem Behandlungsraum. Sie bekommt eine Plastikmaske aufgesetzt und eine Maschine rotiert um sie herum.

Scully: Während des Medizinstudiums habe ich gelernt, dass der Krebs in den Körper kommt, ohne sich anzukündigen. Wie ein düsterer Fremdling, der sich einfach einnistet und seine neue Behausung gegen sich selbst wendet. Das ist das Bösartige bei Krebs, dass er als Eindringling anfängt, aber bald eins wird mit dem, in den er eingedrungen ist. Er zwingt einen, ihn zu zerstören, auch wenn der Preis dafür manchmal die Selbstzerstörung ist. Das ist so eine Art wissenschaftliche Dämonenbesessenheit und meine Behandlung läuft auf wissenschaftlichen Exorzismus hinaus. Mulder, ich hoffe, dass Ihnen unter diesen Umständen und weil Sie mich so gut kennen alles klar wird... und Sie diesen Fremdling akzeptieren, den so viele erkennen, aber niemals völlig vertreiben können. Während Scully spricht, sehen wir Mulder, wie er mit einer Taschenlampe durch das Zentrum für Reproduktive Medizin. Und falls die Dunkelheit mich schon verschlungen haben sollte, wenn Sie das lesen, dürfen Sie nie denken, dass die Möglichkeit zu irgendeiner geheimen Intervention bestanden hätte. Oder dass Sie sonst irgend etwas hätten tun können. Und obwohl wir gemeinsam einen weiten Weg zurückgelegt haben, erfordert es diese letzte Etappe, dass ich sie allein zurücklege.


ZENTRUM FÜR REPRODUKTIVE MEDIZIN
LEHIGH FURNACE, PENNSYLVANIA


Mulder geht an Regalen mit Akten vorbei und setzt sich an einen Computer. Er tippt die Namen 'Betsy Hagopian' und 'Penny Northern' ein, doch er bekommt keinen Zugang zu den Akten, da ein Passwort verlangt wird. Plötzlich hört er hinter sich ein Geräusch, dem er nachgeht. Jemand ist genauso heimlich wie er in das Gebäude eingedrungen.

Mulder: Ich habe meine Waffe auf Ihren Kopf gerichtet. Drehen Sie sich langsam um. Kurt Crawford, wir bewegen uns offensichtlich immer in den gleichen Kreisen.

Kurt Crawford: Sie können die Waffe wegnehmen.

Mulder: Sie sind mit den Akten aus Betsy Hagopians Haus verschwunden. Ich hab' Sie ein halbes Dutzend mal angerufen und jetzt denke ich, dass Sie ein Lügner sind, aber vielleicht irre ich mich ja.

Kurt Crawford: Ich suche nach derselben Sache wie Sie. Ich habe versucht, mich in dieses System zu hacken, bin bisher aber am Passwort gescheitert.

Mulder: Meinen Sie, dass Sie von hier aus Zugang bekommen?

Kurt Crawford: Zuerst muss ich das Passwort finden.

Mulder steckt seine Waffe weg und folgt Crawford zu dem Computer. Auf dem Computertisch steht eine Schneekugel, auf der das Wort 'Vegreville' steht. Mulder nimmt die Kugel und zeigt sie Crawford.

Mulder: Vegreville.

Es ist tatsächlich das richtige Passwort.

Kurt Crawford: Wir sind drin.

Schnitt zu alten Aufnahmen (Anm. von dana d.: es sollen eigentlich alte Aufnahmen sein, aber sie wurden genau wie jede andere Szene während dieser Folge gedreht), in denen Scully während ihrer Entführung in einem mit weißem Licht durchfluteten Raum liegt und ein Bohrer von oben auf sie zu kommt. Vor Schreck reißt sie die Augen auf.

Penny Northern: Dana! Dana, es ist ja gut! Es ist ja gut, Dana! Sie werden wieder gesund!

Scully liegt in ihrem Krankenhausbett und Penny Northern hält beruhigend ihre Hand.

Scully: Wo bin ich?

Penny Northern: Sie sind jetzt wieder in Ihrem Bett, Dana. Sie sind in Sicherheit.

Scully: Ich fühl' mich grauenhaft.

Penny Northern: Das ist die Chemo. Die Chemo war auch für mich entsetzlich.

Scully: Ich hatte einen furchtbaren Traum. Jemand... jemand hat etwas ganz Schlimmes mit mir gemacht. Sie waren da. Ich konnte Ihre Stimme hören.

Penny Northern: Die haben mich währenddessen zu Ihnen kommen lassen. Ich weiß nicht warum, auf Mitgefühl legen sie sonst nicht unbedingt großen Wert.

Scully: Es tut mir leid, Penny. Ich kann... ich kann das im Moment nicht hören.

Penny Northern: Sie sollten es versuchen, um es zu verstehen, Dana. Dann ertragen Sie die Schmerzen besser. Und Sie verstehen, wieso das alles ausgerechnet mit Ihnen geschieht.

Skinners Büro. Als Skinner zur Tür herein kommt, ist er überrascht, Mulder in seinem Büro vorzufinden.

Mulder: Arrangieren Sie bitte ein Treffen für mich.

Skinner: (zu seiner Sekretärin) Stellen Sie keine Anrufe durch! (zu Mulder) Wo ist Agent Scully?

Mulder: In einem Krankenhaus in Allentown, um sich behandeln zu lassen.

Skinner: Aber was wurde dann aus ihrer Untersuchung?

Mulder: Die nahm eine Wendung. Und zwar eine um 180 Grad, so wie es im Moment aussieht. Hier drauf sind die Krankenakten einer vom Staat geführten Fruchtbarkeitsklinik und auch Scullys Name ist dabei. Sie hat sich aber mit Sicherheit niemals gegen Unfruchtbarkeit behandeln lassen.

Skinner: Und was steht in der Akte?

Mulder: Ich weiß es nicht. Hier drauf sind nur Querverweise auf den Hauptcomputer des Lombard-Forschungsinstituts.

Skinner: Sie wollen also ein Treffen? Und mit wem?

Mulder: Ich will den Raucher sprechen. Ich habe keinen Zweifel, dass er was damit zu tun hat.

Skinner: Sie sind schon mal wegen so etwas zu mir gekommen.

Mulder: Ja, aber das hier ist etwas anderes, weil ich bereit bin zu verhandeln.

Skinner: Finden Sie einen anderen Weg.

Mulder: Nein. Nein, ich will dieses Treffen unbedingt.

Skinner: Wenn Sie mit diesem Mann handeln und ihm irgendwas bieten, dann werden Sie ihm für immer gehören.

Mulder: Er weiß, was man Agent Scully angetan hat und er weiß vielleicht auch, wie sie gerettet werden kann.

Skinner: Wenn er es weiß, können Sie es auch erfahren, aber Sie können nicht die Wahrheit von einem Mann erbitten, der mit Lügen handelt, das lasse ich nicht zu!

Mulder: Wir reden hier schließlich über Agent Scullys Leben!

Skinner: Finden Sie einen anderen Weg!

Im Büro der Lone Gunmen. Byers arbeitet an Scullys Gencode (DNS), dessen Bilder auf dem Monitor erscheinen.

Frohike: Das Lombard-System ist einer von diesen Großrechnern, in die man sich angeblich nicht reinhacken kann.

Mulder: Und wie seid ihr da reingekommen?

Byers: Mit einem modifizierten Clipper-Chip, den wir aus einem ausgemusterten Verschlüsselungsgerät ausbauen konnten.

Frohike: Wir haben es von den Chinesen zurückgekauft.

Langly: Aber obwohl es sehr viel Mühe gemacht hat da reinzukommen, wissen wir noch nicht, ob das, was wir aus Agent Scullys Akte haben, uns wirklich weiterhelfen wird.

Mulder: Wie meinst du das?

Byers: Das ist ein Gencode, den wir schon mal gesehen haben, und zwar in Scullys Blut, nach ihrer Entführung.

Mulder: Und was erseht ihr daraus?

Byers: Normale DNS ist inaktiv, wenn sie spiralförmig ist, und wenn sie abgewickelt oder verzweigt ist wie diese hier, dann wird sie aktiv, weil sie mutieren kann.

Langly: Darum ist sie wahrscheinlich krank geworden.

Mulder: Wieso wird so etwas aufbewahrt und geheimgehalten?

Byers: Wissenschaftler sind komisch, wenn es um ihre Forschungsergebnisse geht.

Langly: Jemand versucht vielleicht eine Ursache zu finden.

Mulder: Oder eine Heilung.

Frohike: Theoretisch schon.

Mulder: Wart ihr eigentlich schon mal im Lombard-Forschungsinstitut? Dann zieht euch mal was Schwarzes an, was schön sexy ist und macht euch auf 'nen flotten Abend gefasst.

Mulders Büro.

Skinner kommt in das dunkle Büro, in dem er den Raucher vorfindet.

Der Raucher: Schon komisch. Ich hab' Sie immer als Fox Mulders Gönner betrachtet. Ich hätte nicht gedacht, dass er unter Ihrer Ägide mal in einen Kellerraum abgeschoben wird.

Skinner: Er muss wenigstens keinen Fahrstuhl nehmen, um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen.

Der Raucher: Sie halten mich für den Teufel, Mr. Skinner?

Skinner: Ich bin nicht hier, um Ihnen mitzuteilen, was ich von Ihnen halte.

Der Raucher: Warum sind Sie dann hier? Wegen Mulders Partnerin und ihrer Krankheit? Ist er wirklich unheilbar, dieser Krebs?

Skinner: Sagen Sie mir das.

Der Raucher: Die moderne Medizin kann doch angeblich Wunder bewirken.

Skinner: Ich könnte eins gebrauchen.

Der Raucher: So? Sie halten ja doch mehr von mir als Sie zu erkennen geben, Mr. Skinner.

Skinner: Was wird das kosten?

Der Raucher: Was Agent Scullys Leben kostet? Was würden Sie bieten?

Skinner: (wütend) Was würde es kosten?

Der Raucher: Tja. Da muss ich noch mal auf Sie zukommen. Ach, Mr. Skinner, wo find' ich denn hier den Fahrstuhl?

Frohike und Langley kriechen in einen Kanal, von wo aus sie die Alarmanlage des Gebäudes lahm legen wollen, Mulder und Byers sitzen noch im Wagen. Byers hat eine Stoppuhr in der Hand und misst die Zeit, die der Nachtwächter braucht für seine Patrouille braucht.

Byers: Er kommt genau in 54 Sekunden zurück. Frohike, wo seid ihr jetzt?

Frohike: Wir sind im K-Abschnitt der Kanalisation, wo das Kommunikationssystem an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist. Haltet euch bereit! Zwei Minuten für den Systemcheck.

Mulder: Wir müssen jetzt aufbrechen.

Byers: Wir sind auf dem Weg.

Mulder und Byers laufen geduckt und vorsichtig auf das Gebäude zu. Frohike und Langly haben inzwischen einen genauen Überblick über das, was vor sich geht, und sie können Mulder und Byers auf dem Bildschirm ihres Laptops sehen.

Frohike: Sie sind drin.

Langly: Die Sicherheitskamera ist aus dem Bereich und kommt jetzt zu euch.

Frohike: Schön lächeln, Byers, du bist in "Versteckte Kamera". Der äußere Sicherheitsring ist durchbrochen worden.

Schon laufen die beiden durch die Gänge des Gebäudes.

Byers: Langly, hörst du das?

Langly: Bin am Gangsystem. Dreifach geschalteter Bypass, verdammt schwierig.

Mulder reißt Byers das Kommunikationsgerät vom Ohr.

Mulder: Könnt ihr nicht zwei davon auftreiben? Langly, was zum Teufel ist denn los?

Langly: Mulder? Das dauert einen Augenblick.

Mulder sieht sich um und entdeckt Scanlons Namen auf dem Schild des Personals.

Mulder: Jungs, wir haben ein Problem. Der Arzt, der Scullys Krebs behandelt, gehört hier zum Personal.

Langly: Noch mehr Geheimnisse erwarten euch. Der Bypass ist komplett.

Mulder: Hör' zu, ich brauche jemanden, der Scully dazu bringt die Behandlung abzubrechen. Im Augenblick bist du der einzige, der das tun kann.

Scully: Ich habe Ihnen in den letzten 24 Stunden nicht geschrieben, weil die Behandlung meinen Geist, ebenso wie meinen Körper geschwächt hat. Mulder, es fällt mir schwer, Ihnen die Angst zu beschreiben, mich einem Feind gegenüber zu sehen, den ich weder besiegen noch ihm entkommen kann. Penny Northern geht es inzwischen viel schlechter. Ich betrachte sie jetzt mit einem Respekt, den nur jemand aufbringen kann, der im Begriff ist, den selben dunklen Weg zu gehen. Wenn ich sie ansehe, kommt es mir immer vor, als ob ich mich selbst sehe, in einem Monat oder in einem Jahr. Ich bete, dass ich den gleichen Mut haben werde wie sie, um mich dieser Reise zu stellen. Mulder, ich fühle mich Ihnen sehr nahe, obwohl ich weiß, dass Sie jetzt ihren eigenen Weg verfolgen und dafür bin ich dankbar, mehr als ich es je ausdrücken könnte. Ich muss wissen, dass Sie da draußen sind, wenn ich das hier jemals durchstehen soll.

Mulder: Langly, wo zum Teufel bin ich hier?

Langly: Wir verlieren dich auf der Videoüberwachung. Mulder? Hast du irgendwas gemacht, Frohike?

Frohike: Nein, ich hab' gar nichts angefasst.

Byers merkt inzwischen, dass die Polizei Wind von der ganzen Sache bekommen hat. Draußen fährt ein Polizeiauto vor.

Mulder: Langly, kannst du mich hören? Ich kann dich nicht verstehen. Er kommt an eine verschlossene Tür. Öffnen Sie die Tür! Öffnen Sie die verdammte Tür! Ein Klon macht auf und Mulder steht in einem Raum mit zahlreichen Bassins, in denen Menschen (?) liegen (Anm. á la "1X23 Das Labor") und die von Klonen betreut werden, die wie Kurt Crawford aussehen.

Klon 1: Agent Mulder! Kommen Sie rein!

Mulder: Ihr seid Hybriden.

Klon 1: Bitte kommen Sie rein, damit wir alles erklären können.

Mulder geht fassungslos an den Bassins vorbei.

Mulder: Sie haben mich also benutzt.

Klon 1: Keineswegs. Ihr Auftritt hier fällt nur zufällig zusammen mit der Durchführung unserer Aufgabe.

Mulder: Welche Aufgabe?

Klon 2: Das Projekt zu vernichten. Das Projekt, das uns erschaffen hat.

Mulder wischt mit dem Ärmel über das Glas eines Beckens.

Mulder: Ich habe diesen Jungen schon mal gesehen. Er wird so wie ihr.

Klon 1: Wir sind nun mal das Endergebnis.

Mulder: Und ihr wollt sie zerstören?

Klon 2: Nein. Was wir wollen ist dasselbe was Sie wollen.

Der Klon führt Mulder in einen Raum, in dem sich rechts und links Schubladen befinden.

Mulder: Was ist das hier?

Klon 1: Menschliche Eizellen.

Mulder: Und von wem stammen die? Auf einem der Etiketten steht Pennys Name, auf einem anderen Betsys, dann zeigt der Klon auf eine andere Schublade: Scullys Name. Was?

Klon 1: Geerntet während ihrer Entführungen. Durch ein Hochfrequenz-Strahlungsverfahren, das eine Superovulation verursacht hat.

Mulder: Wozu?

Klon 1: Zur Befruchtung. Sie stellen die eine Hälfte des erforderlichen Rohmaterials dar.

Mulder: Für die genetische Hybridisierung. Zur Fortpflanzung. Diese Frauen... diese Frauen sind gewissermaßen eure Mütter.

Klon 1: Und jetzt unfruchtbar. Durch dasselbe Verfahren, das ihren Krebs verursacht hat. Jetzt lässt man sie sterben. Ihr Verfall wird durch die Männer beschleunigt, die dieses Projekt leiten.

Mulder: Ihr versucht sie zu retten.

Klon 1: Sie sind unsere Mütter.

Mulder geht. Wieder im Gang.

Langly: Mulder, bist du da? Melde dich!

Mulder: Langly, ich kann dich nicht verstehen.

Langly: Du hast ein Sicherheitsproblem in Sektion J14.

Mulder: Bist du sicher, dass es nicht Byers ist?

Langly: Nein, ich habe Byers hier auf dem Bildschirm.

Polizist: Irgendwo muss jemand sein. Den werden wir schon finden.

Byers muss sich gerade vor ein paar Polizisten verstecken und vor dem Mann, der 'Kurt Crawford' umgebracht hatte. Dieser sucht in dem Raum mit den Bassins nach dem Eindringling.

Mulder: Langly, hilf mir hier raus, ich weiß nicht, wo ich hingehe!

Langly: Zu bist in einem Bio-Quarantänebereich, der zu einem Ausgang führt. Am Ende des Gangs ist eine Tür zu einer Bioschleuse. Ich arbeite jetzt an den Schlössern.

Mulder läuft auf die vor ihm liegende Sicherheitstür zu.

Mulder: OK. Langly, Frohike, ich bin jetzt hier, macht die Tür auf.

Frohike: Die Türen funktionieren über ferngesteuerte Systeme. Wir arbeiten schnell.

Hinter Mulder tritt der Mörder von 'Kurt Crawford' in den Gang und geht auf ihn zu, während er seine Waffe zückt und auf das kugelsichere Glas zwischen ihm und Mulder schießt. Mulder stürzt auf diese Zwischentür zu und schiebt den Riegel davor.

Mulder: Arbeitet schneller! Der Mann geht weiter auf Mulder zu, im sicheren Glauben, dass er sich nicht zu beeilen braucht, da er ihm sowieso hilflos ausgeliefert ist, und zerschießt langsam aber sicher das dicke Glas. Mulder gerät in Panik. Langly, nun mach' schon endlich die Tür auf! Los, hol' mich hier raus! Hol' mich jetzt sofort hier raus!

Der Mann ist jetzt fast am Glas angekommen, so dass er Mulder durch das Loch im Glas erschießen könnte.

Langly: Ich hab's gleich geschafft!

Frohike: Los!


BETHLEHEM-KRANKENHAUS
ALLENTOWN, PENNSYLVANIA
21:47 UHR


Mulder läuft durch den Gang in Scullys Zimmer, das jedoch leer ist. Er findet ihr Tagebuch auf ihrem Nachttisch und ließt ein paar Zeilen, bevor er es zurück legt.

Mulder: Schwester! Schwester! Dana Scully, sie müsste in ihrem Zimmer sein, wo ist sie?

Schwester: Ist sie nicht da?

Mulder: Nein, was ist mit ihr geschehen?

Schwester: Ich weiß es nicht.

Mulder: Und wer zum Teufel weiß es dann?

Schwester: Ich...

Byers: Mulder?

Mulder: Was ist mit Scully geschehen?

Byers: Ich hab' sie gefunden.

Mulder: Und wo ist sie jetzt?

Penny Northerns Zimmer. Mulder kommt aufgebracht zur Tür herein, doch bremst sich, als er sieht, dass Scully OK ist. Sie sitzt an Pennys Bett und streichelt sie tröstend.

Penny Northern: Also, Dr. Scanlon kommt nicht mehr hierher?

Scully: Nein, das glaub' ich nicht, Penny.

Penny Northern: Dana, ich möchte, dass Sie gesund werden. Sie sind mir ein großer Trost gewesen. Sie müssen es unbedingt schaffen. Sie dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, Dana.

Scully: Das habe ich nicht. Und das werde ich auch nicht.

Mulder verlässt das Zimmer und zieht hinter sich die Türe zu.

Anm. von dana d.: So, Leute, jetzt schnallt Euch an und legt Berge von Taschentüchern bereit, denn jetzt kommt die berühmt berüchtigte Hallway Scene (HWS) aus Memento Mori - wie kommt es eigentlich, dass X-Files hallway scenes immer einige der schönsten Momente zwischen Scully und Mulder enthalten?? Man denke nur an die FtF HWS :)


5:05 UHR


Mulder sitzt alleine auf einem Stuhl vor Pennys Zimmer. Als eine Krankenschwester an ihm vorbei läuft und in Pennys Zimmer verschwindet, kommt Scully heraus. Sie sieht Mulder nicht und beginnt, von ihm weg zu gehen. Mulder steht von seinem Stuhl auf.

Mulder: Ist sie tot? Scully dreht sich zu ihm um und nickt unter Tränen. Das tut mir leid. Ich weiß, was sie Ihnen bedeutet hat. Als... als ich kam, um Sie zu besuchen, da waren Sie nicht in Ihrem Zimmer und ich hatte Angst, dass etwas passiert wäre und ich las etwas von dem, was Sie geschrieben haben.

Scully: Ich wollte überhaupt nicht, dass Sie das lesen. Ich hatte beschlossen es wegzuwerfen. Und ich hab' heute Nacht entschieden, dass... dass ich mich von der Krankheit nicht kampflos besiegen lasse. Als ich in dieses Krankenhaus kam, war ich in der Lage zu arbeiten und deswegen verlasse ich es jetzt auch wieder.

Mulder: Hat Byers Ihnen von Dr. Scanlon erzählt?

Scully: Ja.

Mulder: Er hat möglicherweise diese Frauen umgebracht.

Scully: Das werden wir eben beweisen müssen. Wenn wir ihn finden.

Mulder: Sobald wir ihn finden. Scully, Ihnen wurde etwas angetan. Etwas, woran Sie sich gerade erst langsam erinnern. Sie werden zwar noch nicht ganz schlau daraus, aber es kann geklärt werden und es wird geklärt werden. Und es spielt keine Rolle, was Sie als Wissenschaftlerin oder Ärztin denken. Es gibt einen Weg, und Sie werden ihn finden. Und Sie werden gerettet.

Scully: Mulder, ich kann mir nichts vormachen. Es gibt Menschen, die mit Krebs leben, wissen Sie? Sie machen weiter. Und das werde ich auch tun. Ich muss noch ein paar Dinge beenden, verstehen Sie? Ich muss mir noch ein paar Dinge beweisen, auch meiner Familie. Aber aus ganz persönlichen Gründen.

Mulder: Willkommen zurück. Mulder nimmt sie in die Arme und legt sein Kinn auf ihren Kopf. Die Wahrheit wird Sie retten, Scully. Ich denke sogar, sie wird und beide retten.

Mulder küsste Scullys Haar, dann ihre Stirn. Sie sehen sich lange an und als Scully sich aus seinen Armen löst, sieht er ihr nach. Er greift in seine Tasche und holt das Röhrchen mit ihren Eizellen heraus, das er aus dem Lombard Center mitgenommen hatte.

Skinners Büro. Das Telefon klingelt.

Skinner: (am Telefon) Skinner.

Mulder: (am Telefon) Oh, ich wollte Ihnen was auf den Anrufbeantworter sprechen. Es ist halb sechs und...

Skinner: (am Telefon) Ich arbeite. Was kann ich für Sie tun?

Mulder: (am Telefon) Ich wollte Sie informieren, dass es Scully gut geht. Sie hat gesagt, dass sie wieder zur Arbeit kommt.

Skinner: (am Telefon) Gut. Freut mich zu hören.

Mulder: (am Telefon) Ich wollte Ihnen noch mal für Ihren Rat in bezug auf Ihren kettenrauchenden Freund danken. Ich glaube, Sie haben recht. Wir müssen wissen, was er weiß. Wir müssen nur einen anderen Weg finden.

Skinner: (am Telefon) Es gibt immer einen anderen Weg.

Skinner legt auf. Als die Kamera herumfährt, sehen wir, dass der Raucher Skinner gegenüber sitzt.

Der Raucher: Ja, ich glaube, den gibt es. Wenn man bereit ist, den Preis zu zahlen.

Mitgeschrieben von:

  • Autor: dana d. (dana.d@netcologne.de) und Melina (msobotta@hotbot.com)

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  • Betalesung: spooky17 (spooky17@gmx.de), dana d. (dana.d@netcologne.de)
  • Korrektur:' CayceP