4X13 Mutterkorn

Aus Spookyverse
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Mutterkorn
TXF 201 DAYS s4e13.jpg
Originaltitel: Never Again
Episodendaten
Produktionscode 4X13
Laufende Nummer 86
US Erstausstrahlung Sonntag, 2. Februar 1997 (FOX)
DE Erstausstrahlung Sonntag, 23. November 1997 (ProSieben)
US Einschaltquote 12.467 Mio. Haushalte
19.0% Marktanteil
DE Einschaltquote 3.03 Mio. Zuschauer
8.2% Marktanteil
Cast & Crew
Autor(en) Glen Morgan & James Wong
Regisseur Rob Bowman
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Zusatzinformationen
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Merchandise
Diese Episode ist enthalten in der
Season 4 Collection sowie auf der Akte X Seasons 1-9 Collection (Blu-ray).

4X13 Mutterkorn (Originaltitel: "Never Again") ist die sechsundachzigsteste Episode der Serie Akte X - die unheimlichen Fälle des FBI.

Darsteller

Starring

Guest Starring

Co-Starring

Featuring

Uncredited

Inhalt

Zusammenfassung

Scully steckt in einer Sinnkrise, als sie während der Bearbeitung eines Falles einem jungen Mann begegnet, der sie zu verstehen scheint. Ohne Mulder und auf sich allein gestellt muss sie jedoch erkennen, dass sich hinter dem freundlichen Gesicht ein ganz anderes verbirgt ...

Inhaltsangabe

  Printwerbung zur Episode
In einem Gerichtssaal in Pennsylvania setzt Ed Jerse resigniert seine Unterschrift unter den Scheidungsvertrag, der ihn endgültig von seiner Frau und ihren zwei gemeinsamen Kindern trennen wird. Am Abend in einer schäbigen Kneipe betrachtet er ein Foto aus glücklicheren Zeiten: Er selbst mit seinen beiden Söhnen auf dem Arm, alle drei lachen. Dann nimmt er seine Zigarette und drückt die heiße Asche in sein zufrieden lächelndes Foto-Gesicht. Auf dem Nachhauseweg kommt er an einem Tattoo-Shop vorbei und ist von einer Vorlage sofort fasziniert: Das hübsche Gesicht eines 50er-Jahre-Pinup-Girls zwinkert ihm verlockend zu. Als er später seine Wohnung betritt, lächelt die Betty bereits von seinem rechten Oberarm herab. Darunter der Spruch: Never Again (Nie wieder). Jerse bricht entkräftet zusammen.

Tags darauf sitzt Jerse in einem Call-Center für Finanzanlagen bei der Arbeit. Er führt gerade ein Gespräch mit einer potentiellen Kundin, der er eine Aktie aufzuschwatzen versucht, als er plötzlich ein schrilles Frauenlachen hört. Er stürmt in die nächste Kabine und macht seine Mitarbeitern für das hämische Gelächter verantwortlich, doch die blickt ihn nur verwirrt an. Weil er sich nicht beruhigen kann, schickt ihn seine Vorgesetzte nach Hause.

Scully sitzt im Kellerbüro der X-Akten-Abteilung und betrachtet gedankenverloren ihre Umgebung, während sie mit Mulders Namensschild spielt. In der Nacht zuvor hatten sie und Mulder einen Mann vernommen, der in gebrochenem Englisch von Verschwörungstheorien faselte. Mulder glaubt ihm natürlich, Scully hingegen scheint nur desinteressiert. Mulder betritt den Raum und eröffnet ihr, dass er Zwangsurlaub nehmen muss, weil er sich seit vier Jahren keinen freien Tag genommen hat. Das FBI besteht nun auf einer freien Woche, sonst wird er nicht weiter bezahlt. Er hat bereits alles arrangiert, damit Scully während seiner Abwesenheit den Fall des Verschwörungstheoretikers der vorigen Nacht weiter bearbeiten kann. Als er ihr ein Flugticket nach Philadelphia vorlegt, das er auf ihren Namen gebucht hat, erklärt sie kurz und knapp, dass sie nicht hinfliegen wird. Sie hält Mulders Informanten für einen Spinner, der zu viele Science-Fiction-Trickfilme gesehen hat und weigert sich, den Fall zu bearbeiten. Als Mulder klar wird, dass sie abblockt, wirft er ihr vor, sich nicht wirklich für die X-Akten zu interessieren - aber es sei sein Lebenswerk, mit dem sie hier umgehe und er arbeite hart dafür. Leise erwidert Scully, dass es inzwischen auch zu ihrem Leben geworden sei. Sie habe das Gefühl, sich selbst nicht mehr zu kennen, zwei Schritte vor und drei wieder zurück zu machen, während ihr eigenes Leben auf der Stelle trete. Mulder äußert die Hoffnung, dass es ihnen gut tun könnte, sich für eine Weile nicht zu sehen und macht sich davon.

Zu Hause in seinem Apartment kämpft Jerse telefonisch für seinen Job - vergebens. Seine Vorgesetzte will seine Wutausbrüche nicht mehr akzeptieren. Als er gerade den Hörer aufgelegt hat, hört er plötzlich wieder eine Frauenstimme, die sich über sein unterwürfiges Verhalten lustig macht. Jerse glaubt, die Geräusche aus der Wohnung unter ihm kommen zu hören. Er hämmert mit der Faust gegen die Wohnungstür. Als die Bewohnerin ihn aber ignoriert, tritt er die Tür ein. Miss Schilling sitzt vor dem Fernseher und kann nichts dagegen tun, als Jerse über sie her fällt. Unter ihren Angst erfüllten Schreien schließt sich die Tür wieder. Kurze Zeit später schleift Jerse einen Umzugskarton mühsam eine Treppe hinunter in den Heizkeller. Er öffnet den großen Ofen und entsorgt darin alles, was er in dem blutverschmierten Karton her geschleppt hat. Währenddessen verspricht ihm die säuselnde Frauenstimme, dass ihn nie wieder eine Frau verletzen wird. Jerse schaut sein Tattoo an.

Scully befindet sich inzwischen in Pennsylvania, um Mulders Verdächtigen zu observieren. Sie folgt ihm bis in einen Tattoo-Laden, in dem sie auf Jerse trifft, der sich bei dem Besitzer über sein Betty-Tattoo beschwert. Sie kommen ins Gespräch - Scully gibt vor, ihre Tante in Philadelphia zu besuchen und Jerse lädt Scully zum Essen ein. Sie lehnt zunächst ab, nimmt aber seine Visitenkarte.

Zurück in ihrem Hotelzimmer bekommt Scully einen Anruf von Mulder, der seine freie Woche dazu nutzt, auf den Spuren von Elvis zu wandern. Scully berichtet ihm, dass es sich bei seinem Verdächtigen um nichts anderes als einen Schwindler handle, der mit der russischen Mafia in Kontakt stehe. Sie habe den Fall deswegen an die örtliche Polizei abgegeben. Mulder reagiert verletzt und will den Fall noch nicht aufgeben, aber Scully weist ihn gereizt ab, weil sie das Gefühl hat, er stellt ihre Fähigkeiten als Ermittlerin in Frage. Als sie aufgelegt hat, ruft sie Jerse an. Der sitzt in seiner abgedunkelten Wohnung und wird erneut von seiner Betty geplagt, die ihn davor warnt, etwas mit Scully anzufangen. Als Scully ihn zum Essen einlädt, nimmt er jedoch an. Nachdem er aufgelegt hat, brennt er seine Zigarette mitten in Bettys Gesicht.

Als Scully Jerse aus seiner Wohnung abholen will, fällt ihr auf, dass sein Tattoo blutet. Sie bietet ihre medizinische Hilfe an, aber Jerse lehnt ab. Als er ihr erzählt, dass er Plätze in einem Nobelrestaurant für sie beide reserviert hat, bittet Scully ihn überraschend, mit ihr in die schäbige Kneipe gegenüber des Tattoo-Studios zu gehen. Dort erzählt sie Jerse, was sie auch Mulder bereits gesagt hat - ihr Leben fühle sich an wie ein Kreis, aus dem sie nicht ausbrechen könne. Jerse erwidert, dass er sich genau deswegen sein Tattoo habe machen lassen - um sich daran zu erinnern, dass er etwas Bestimmtes nie wieder erleben möchte. Er schlägt Scully vor, sich auch ein Bild stechen zu lassen. Tatsächlich geht sie darauf ein. Im Tattoo-Studio lässt Scully sich einen Ouroboros auf den unteren Rücken stechen, die ihr bereits beim ersten Besuch des Ladens aufgefallen war. Trotz der Schmerzen lächelt sie und wirkt befreit.

Später bietet Jerse ihr an, in seiner Wohnung zu übernachten, da ein Sturm aufzieht und Scully bereits einige Drinks getrunken hat. Sie fühlt sich mit dem Tattoo anders, seltsam, ist aber nicht abgeneigt. Als er sich ihr Bild ansieht, bemerkt Scully, dass sein Tattoo erneut zu bluten begonnen hat. Als sie sich die Verbrennung genauer ansieht, meldet sich plötzlich Betty zu Wort und Jerse packt Scully brutal am Arm. Beide schauen sich tief in die Augen, während Betty Scullys Tod androht, sollte Jerse sie küssen. Dann verschwimmt das Paar im Dunkel der Wohnung.

Scully erwacht in Jerses Wohnung durch ein Klopfen an der Tür. Zwei Detectives, die Jerse sprechen möchten. Der ist jedoch nicht da. Als Scully sich als FBI-Agentin ausweist, erklären ihr die Polizisten, dass Miss Schilling, die Mieterin der unteren Wohnung, vermisst wird. In ihrer Wohnung fand man Blut, das nicht von ihr stamme und das einige abnorme Substanzen wie Mutterkorn aufwies. Als die Detectives gegangen sind, sucht Scully in der FBI-Datenbank nach den Auswirkungen der Droge. Erschreckt stellt sie fest, dass Mutterkorn psychotische Zustände und Halluzinationen auslösen kann. Da ihr Tattoo mit derselben Tinte wie Jerses gestochen wurde, ist nun auch sie möglicherweise betroffen. Sofort ruft sie Mulder an, als er jedoch abnimmt, legt sie auf, ohne ein Wort gesagt zu haben.

Als Jerse vom Brötchen holen zurück kommt, klärt Scully ihn über die Umstände auf. Doch der reagiert nicht so, wie sie erwartet hat. Geradezu erleichtert erzählt er ihr, dass sein Betty-Tattoo mit ihm spricht. Sie hasse Frauen, für die er sich interessiere und sei krankhaft eifersüchtig. Als Scully ins Nebenzimmer geht, um sich anzuziehen und ins Krankenhaus zu fahren, meldet sich Betty erneut. Sie zieht Jerse damit auf, dass Scully mit jemandem telefoniert hat. Als Jerse die Wahlwiederholung betätigt, hat er das FBI am Apparat. Jerse rastet aus. Er greift Scully an und schlägt sie bewusstlos. Auf Bettys Befehl hin schleift er sie in einem Bettlaken in den Heizungskeller und öffnet den Ofen. Betty will, dass er Scully verbrennt. Nachdem er kurz mit sich ringt, hält Jerse einen Arm in die offenen Flammen und brennt sich Betty aus der Haut. Die inzwischen aufgewachte Scully kann nur entsetzt zusehen.

In Washington, D.C. klärt Mulder die genesene Scully über alles auf, was während ihres Krankenhausaufenthalts geschehen ist - Jerse wurde verhaftet und befindet sich in Behandlung im Krankenhaus. In seinem als auch in Scullys Blut fand man Spuren von Mutterkorn, in Scullys aber nicht genug, um Halluzinationen auszulösen. Nach seiner Entlassung wird er psychiatrischen Tests unterzogen werden. Der Laden des Tätowierers wurde geschlossen. Als Scully nicht auf seine Ansprache reagiert, geht Mulder direkt zum nächsten Fall über. Er fängt an, über die Sichtung eines verschwundenen Kindes auf einer Werbetafel zu referieren, hält aber plötzlich inne und eröffnet Scully, dass er nicht versteht, worum es ihr gehe. All das, weil er ihr keinen eigenen Schreibtisch besorgt hat? Scully antwortet, dass sich die Welt nicht nur um ihn drehe, es sei ihr Leben. Mulder scheint darauf etwas sagen zu wollen, schweigt sich dann jedoch aus.

Schauplätze

Hintergründe

Bedeutung des Episodentitels

Never Again steht unter Jerse' Betty-Tattoo und soll bedeuten, dass ihn nie wieder eine Frau verletzen wird. Mutterkorn ist in unseren Breiten vor allem als altbewährte Heil- bzw. Giftpflanze bekannt, die - freigesetzt im Blut - starke Halluzinationen hervorrufen und bei Überdosierung zum Tod führen kann. In der Episode gelangt ihr Wirkstoff durch die Tinte der Tattoos in Scullys und Jerses Blutkreislauf und ruft vermutlich die Visionen des letzteren hervor.

Notizen

  • Das Drehbuch zu Mutterkorn enstand unter denkbar ungünstigen Umständen: Gillian Anderson ging gerade durch eine schwere Phase, in der sie sich von ihrem Mann Clyde Klotz scheiden ließ und Autor Glen Morgan stand ebenfalls während des Drehs mit seiner Frau vor dem Scheidungsrichter. Um aus der Not eine Tugend zu machen, entschied der sich, auch in der Serie einen Beziehungskonflikt ausbrechen zu lassen: Scully sollte mit ihrem gemeinsamen Weg mit Mulder hadern. Anderson gefiel die Idee, ihrer Figur eine "dunkle Seite" zu geben und bat Morgan ausdrücklich darum, auch eine Sexszene in das Drehbuch zu schreiben. Glen Morgan: In the teaser, a despondent Ed signs his divorce papers in court. "It's a really weird thing to write a scene and then go through it yourself," Morgan commented. "Ed signs the papers and then four or five months later I was in court, going, 'Oh my gosh!' I suspected that Gillian, who was going through a separation at the time, would understand that. I didn't want to be specific with her life, because a lot of fans are familiar with it. And nobody at the time knew my problems. So I used what I knew about Gillian on a general level, what I knew about me, and what I knew about Rodney. (Cinefantastique, Oktober 1997)
  • Der Darsteller des Ed Jerse, Rodney Rowland, war von 1997 bis 1998 mit Gillian Anderson liiert, nachdem sie sich bei dieser Episode kennengelernt hatten. Er spielte außerdem eine der Hauptrollen in der von Glen Morgan und James Wong erdachten Serie Space: Above and Beyond.
  • Die Szene, in der Scully und Jerse schließlich miteinander schlafen, schaffte es Morgans Erwartung gemäß nicht bis in die Folge: As to why it was cut, Morgan said that Carter and the other writers felt that every other woman on television was jumping into bed, and they had worked very hard to differentiate Scully from other female television characters. Morgan's response: "She's different, but the way she is now, she's not human." (Cinefantastique, Oktober 1997)
  • Diese Episode wäre beinahe von Quentin Tarantino verfilmt worden. David Duchovny hatte einige Jahre zuvor für Tarantinos Film "Reservoir Dogs" vorgesprochen und obwohl er die Rolle nicht bekam, gefiel dem Regisseur der Stil des Schauspielers. Bei einer Emmy Award-Verleihung einige Zeit später sprach Duchovny ihn darauf an, ob er nicht Lust hätte, bei Akte X einmal Regie zu führen. Tarantino hatte Lust, das Drehbuch wurde extra auf seinen Regiestil zugeschnitten und kurz bevor der Dreh beginnen konnte - ließ die DGA (Directors Guild of America) die ganze Sache platzen. Um im amerikanischen TV Regie führen zu dürfen, muss man ein Mitglied der DGA sein und Tarantino war keines. Aufgrund des prominenten Ausfalls übernahm Rob Bowman die Kameraarbeit, das Drehbuch blieb jedoch im Tarantino-Stil und so blieben viele Anspielungen auf die 90er Jahre-Popkultur (wie in Tarantinos Filmen üblich) in der Folge erhalten.
  • Ursprünglich sollte Mutterkorn direkt nach dem Superbowl ausgestrahlt werden. Da das größte sportliche Ereignis im US-Fernsehen voraussichtlich eine große Menge potentiell neuer Zuschauer für die nachfolgende Sendung einbringen würde, versuchte man einige namhafte Stars zu verpflichten. Nachdem Tarantino jedoch ausfallen musste, blieb davon "nur" die Stimme von Jodie Foster, die als gute Freundin von Gillian Anderson gerne bereit war, den Part des sprechenden Tattoos zu übernehmen.
  • Kurz vor dem Ausstrahlungstermin wurde Mutterkorn zugunsten der Folge 4X14 Leonard Betts eine Position weiter nach hinten geschoben. Somit lief Leonard Betts im Anschluss an den Superbowl und konnte erwartungsgemäß die höchste Quote einfahren, die je eine Episode von Akte X im amerikanischen Fernsehen erreichen konnte. Mutterkorn wurde eine Woche später ausgestrahlt. Ein Grund der Freude für manche, ein Grund der Enttäuschung für andere: durch die neue Reihenfolge bekommt Scullys Gemütszustand in Mutterkorn eine ganz andere Bedeutung als ursprünglich von den Autoren beabsichtigt: Nun sieht es so aus, als hätte sie erst gerade durch Leonard Betts erfahren, dass sie Krebs hat und infolgedessen gegen Mulder rebelliert. Tatsächlich wurde Mutterkorn aber ohne eine derartige Absicht gedreht und Gillian Anderson war besonders enttäuscht darüber, nicht früher über Scullys "wahre" Verfassung informiert worden zu sein, hätte sie sie dann doch völlig anders gespielt. Glen Morgan: "I felt horrible. Those are not her motives for her actions in this episode. The motives in Never Again are completely altered by posing that she has a disease or a death sentence." (Cinefantastique, Oktober 1997)
  • Ganz besonders am Herzen lag David Duchovny der Karatemove seines Alter Ego Mulder in Graceland. Er rief extra bei Glen Morgan an, um ihn zu bitten, die Szene nicht herauszuschneiden - eine Idee, auf die Morgan selbst aber nie gekommen wäre. Glen Morgan: "David called me and said, 'Listen, remember that karate move they cut out on me in 'Shadows'? I did it again, and it better be in the show.' I said, 'I haven't even seen the dailies and it's in, buddy, or I'm quitting.' I was ready to go to war to make sure that stayed. I wasn't in the editing room when Ken and Chris looked at it, and I heard there was some complaints about it, but they knew I wanted it, and it stayed in." (Cinefantastique, Oktober 1997)
  • Glen Morgan und James Wong wollten ihrer letzten Episode bei Akte X eigentlich ein anderes Thema geben: Mulder und Scully sollten im Weißen Haus ermitteln, in dem angeblich der Geist von Abraham Lincoln umgeht. Aber ihre verletzten Gefühle über die starken Veränderungen an ihrem Drehbuch zu 4X07 Gedanken des geheimnisvollen Rauchers veranlassten sie dazu, die Geschichte zurückzuhalten und sich stattdessen von etwas anderem inspirieren zu lassen. Glen Morgan: "I had done a lot of research and I had always wanted to write a feature about Lincoln's ghost. But I felt they didn't want my heart and soul anymore, so I wouldn't give this one to them. I thought it was time for a Scully episode and also time to do something for Rodney Rowland." (Cinefantastique, Oktober 1997)
  • Das Tattoo der Ouroboros, der Midgardschlange, die die Welt umschlingt, das sich Scully auf den unteren Rücken tätowieren lässt, taucht in der gesamten Serie nicht wieder auf. Frank Spotnitz erklärte später, dass Scully sich das Bild noch während ihres Krankenhausaufenthalts in Mutterkorn wieder hätte entfernen lassen.
  • Aufgrund der problematischen Entstehungsweise und drastischen Veränderungen des Originaldrehbuchs kam Glen Morgan zu dem Schluss, dass er sich mit dieser Episode bis auf einige wenige Szenen nicht mehr identifizieren könne. Er hätte versucht, es zu vielen Leuten recht zu machen und darüber seine eigene Vision aus den Augen verloren.
  • Dies war die letzte Episode von Akte X, zu der das Autorenduo Glen Morgan und James Wong das Drehbuch für die Originalserie verfasst hat. Nach Mutterkorn verließen sie die Serie, um sich mit privaten Film- und Serienprojekten zu beschäftigen. Für die 10. Staffel verfassten Morgan und Wong jeweils solo ein Drehbuch für eine Episode und führten bei dieser auch Regie.


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