4X12 Der Golem

Aus Spookyverse
(Weitergeleitet von 4X12)
Wechseln zu: Navigation, Suche


Der Golem
TXF 201 DAYS s4e15.png
Originaltitel: Kaddish
Episodendaten
Produktionscode 4X12
Laufende Nummer 88
US Erstausstrahlung Sonntag, 16. Februar 1997 (FOX)
DE Erstausstrahlung Sonntag, 2. November 1997 (ProSieben)
US Einschaltquote 9.878 Mio. Haushalte
? Marktanteil
DE Einschaltquote 3.41 Mio. Zuschauer
9.3% Marktanteil
Cast & Crew
Autor(en) Howard Gordon
Regisseur Kim Manners
Profrundeecken.jpg
Zusatzinformationen
TranskripteGerman flag.gif  deutsch | English flag.gif  englisch
Fan-Rezensionen zu dieser Episode: schreiben
Merchandise
Diese Episode ist enthalten in der
Season 4 Collection sowie auf der Akte X Seasons 1-9 Collection (Blu-ray).

4X12 Der Golem (Originaltitel: "Kaddish") ist die achtundachzigste Episode der Serie Akte X - die unheimlichen Fälle des FBI.

Darsteller

Starring

Guest Starring

Co-Starring

Featuring

  • Timur Karabilgin - Tony
  • Jabin Litwiniec - Clinton
  • George Gordon - Detective
  • Murrey Rabinovitch - 1st Hasidic Man
  • David Freedman - Rabbi

Inhalt

Zusammenfassung

Es geht um Tod und Wiederauferstehung, als der Jude Isaac Luria ermordet wird. In den Tagen darauf werden seine Mörder Opfer eines Rachefeldzugs, den scheinbar nur ein Mann verübt haben kann - Isaac Lurias Fingerabdrücke finden sich auf den Toten ...

Inhaltsangabe

Auf einem jüdischen Friedhof in Brooklyn hat sich eine Trauergemeinde um ein offenes Grab herum versammelt. Während die Witwe des Toten zusieht, wie die Gäste Erde auf den schlichten Holzsarg werfen, spielen sich die letzten Momente im Leben ihres Mannes vor ihrem inneren Auge ab: Drei junge Männer schlagen einen Mann in einem kleinen Lebensmittelladen zu Boden, schreien ihn an und erschießen ihn schließlich. Die Gedanken abschüttelnd, lässt sie schließlich ihrerseits Erde auf den Sarg fallen. In der Nacht darauf macht sich in strömendem Regen eine vermummte Figur an dem Grab zu schaffen. Sie hat einen Menschen aus Erde aus dem nassen Boden geformt, steht dann auf und geht. In ihrem Rücken fängt der Mensch aus Sand an, zu atmen.

Im Kellerbüro der X-Akten weiht Scully Mulder in den Fall ein. Es geht um den Tod des Jude Isaac Luria, der in seinem kleinen Laden von drei Jugendlichen zunächst brutal zusammengeschlagen und dann mit fünf Kugeln aus nächster Nähe erschossen wurde. Das Einzige, was aus dem Laden entfernt wurde, war das Videoband der Überwachungskamera, doch genau das hat die ansässige Polizei an diesem Morgen in der Wohnung eines der Täter gefunden. Der 16-jährige Tony Oliver wurde erwürgt, während er sich zu Hause das Video ansah. Die Fingerabdrücke an seinem Hals stammen von dem toten Isaac Luria.

Die Agenten besuchen die Witwe Lurias und deren Vater, Ariel und Jacob Weiss, in deren Wohnung. Sie möchten den Leichnam von Luria exhumieren lassen, um hinter das Geheimnis der Fingerabdrücke zu kommen, doch Ariels Vater ist strikt dagegen. Er wirft der Polizei vor, nicht schnell genug gehandelt zu haben, als sie sie kurz vor Lurias Tod um Hilfe gebeten hatten, weil sie sich verfolgt fühlten. Bevor der Streit ausarten kann, gibt Ariel Mulder und Scully die Erlaubnis, das Grab zu öffnen. Scully verdächtigt den Vater, den Mörder Olivers zu schützen, weil der Rache am Mörder seines Schwiegersohnes genommen hat. Mulder möchte hingegen eine andere Spur verfolgen - Ariels Vater hat ihm während des Gesprächs einen Flugzettel gegeben, auf dem mit Parolen wie "Warum die Juden Schuld am AIDS-Virus sind" gegen die Juden gehetzt wird. Mulder glaubt, dass sowohl der Urheber des Schreibens als auch die Mörder Lurias sich gekannt haben.

Sie finden den Verfasser des Flyers - Curt Brunjes - in dessen Copy Shop direkt gegenüber von Lurias Laden. Brunjes macht keinen Hehl daraus, dass er nichts von Luria oder dessen Sippe hielt, behauptet aber die beiden anderen Jungen auf dem Videoband nicht zu kennen. Scully warnt ihn, dass er den beiden das Leben retten könnte, wenn er ihnen verrät, wo sie sich aufhalten, doch er schweigt sich aus. In einem Hinterraum des Shops verfolgt einer der gesuchten Jungen das Gespräch über die Überwachungskamera. Als Mulder und Scully gegangen sind und Brunjes nach dem Jungen sehen will, ist der fort.

In der folgenden Nacht buddeln die zwei Komplizen des toten Tony Oliver Lurias Sarg aus. Sie wollen herausfinden, ob die Gerüchte über dessen Auferstehung wahr sind. Als einer der beiden Werkzeug zum Öffnen des Sargs aus dem Auto holen will, greift ihn etwas von hinten an. Derweil öffnet der andere den Sarg. Darin liegt in fortgeschrittenem Verwesungszustand Isaac Luria. Der Junge ruft nach seinem Freund, erhält aber keine Antwort. Er blickt sich auf dem Friedhof um und entdeckt nur noch die Hand des anderen, die aus einem Erdhaufen herausragt.

Am Tatort eingetroffen können Mulder und Scully nur noch feststellen, dass der Junge vermutlich vom gleichen Täter umgebracht wurde wie Tony Oliver - der Hals weist dieselben Verletzungen auf. Im geöffneten Grab von Isaac Luria entdeckt Mulder eine scheinbar religiöse Tätowierung auf dessen Handrücken. Außerdem findet er das "Sefer Yezirah", das Buch der Schöpfung in der jüdischen Mythologie, unter dem Kopf des Toten. Doch kaum hat er es in die Hand genommen, geht es in Flammen auf. Man kann nur noch erkennen, dass auf dem Rücken der Name "Jacob Weiss" eingraviert ist.

Mulder und Scully suchen Jacob Weiss in dessen Synagoge auf, wo er gerade betet. Er flieht vor ihnen in einen hinteren Teil des Gebäudes. In einem dunklen Gewölbe finden die Agenten den letzten der drei Mörder von Isaac Luria aufgehängt an einem Dachbalken. Plötzlich bemerken sie eine Bewegung vor ihnen im Dunkel. Sie tasten sich mit gezogenen Waffen durch den Raum vor, als sie beide von etwas umgestoßen werden. Scully gibt einen Warnschuss ab und der Täter bleibt stehen. Vor ihnen steht Jacob Weiss.

Da Weiss sich auf der Polizeiwache beharrlich ausschweigt, informiert sich Mulder über die Inhalte des "Sefer Yezirah". Er erfährt, dass man anhand der darin enthaltenen Beschreibungen leblosen Dingen Leben einhauchen kann. Einen sogenannten Golem erschafft man aus Lehm unter Zuhilfenahme eines bestimmten geheimen Wortes, das im Buch enthalten ist. Dazu schrieb man dieses Wort auf den Handrücken des Golems. Das Wesen kann nur von seinem Schöpfer zerstört werden, indem er den ersten Buchstaben des Wortes auslöscht. Dann ruft Scully an mit der Nachricht, dass der Besitzer des Copy Shops ermordet aufgefunden wurde. Auf der Überwachungskamera sieht man den Mörder den Laden betreten - es ist Isaac Luria in dreckverschmutzter Kleidung.

Für Mulder ist nun klar, dass Ariel einen Isaac ähnelnden Golem erschaffen hat, um ihren Mann noch einmal zu sehen. Doch der Golem ist eine imperfekte Kreatur, er ähnelt ihrem Mann nur äußerlich - er ist Masse ohne Form, Körper ohne Seele. In der Synagoge der Familie Weiss finden Mulder und Scully Ariels Vater aufgehängt an der Decke. Sie können ihn gerade noch rechtzeitig aus der Schlinge befreien. Während Scully sich um den Verletzten kümmert, sucht und findet Mulder Ariel in einem dunklen Hinterraum der Synagoge. Doch als er ihr aufhelfen will, schlägt ihn jemand von hinten nieder. Benommen sieht er mit an, wie Ariel einem Isaac Luria ähnelnden Wesen Lebwohl sagt und etwas von seiner Hand wischt. Innerhab weniger Sekunden fällt der Golem in sich zusammen und wird zu Sand.

Schauplätze

Die X-Akte

Notizen

  • Diese Episode ist dem Gedenken an Lillian Katz gewidmet, der Großmutter von Howard Gordon.
  • Detective Bartley, an den Scully Ariel verweist, ist benannt nach John S. Bartley.
  • Isaac Luria erinnert sicher nicht zufällig an einen anderen Isaac Luria (1534 - 1572), der als Begründer des jüdischen Mystizismus gilt.

Weiterführende Links

Hintergründe

Bedeutung des Titels

Ein Kaddish bezeichnet ein jüdisches Trauergebet, das Gott lobpreisen und dem Wunsch Ausdruck verleihen soll, dass sein Königreich auf Erden entstehe. Die bekannteste und häufig synonym verwendete Form ist das "Klage-" oder "Trauer-Kaddish", welches zumeist auf Beerdigungen gesprochen wird.

Vorherige Episode: 4X15 Memento Mori / Nächste Episode: 4X16 Unsichtbar