3X06 Fett (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


3X06 Fett
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!


Buch: Jeffrey Vlaming
Regie: David Nutter


TEASER


Cleveland, Ohio


Ein einsames Auto steht auf einem dunklen Parkplatz

LAUREN: ...das kann ich mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen.

INCANTO: Ich bin ein richtiger Stubenhocker, aber das hat sich alles geändert. So wie Sie die Welt in Worte fassen, so wie Sie die Dinge sehen, da wollte ich Sie eben unbedingt mal kennenlernen.

LAUREN: Tja, dann hoffe ich nur ich habe Sie nicht zu sehr enttäuscht.

INCANTO: Lauren, uns verbindet ein echtes Gefühl und so etwas ist selten.

LAUREN: Die meisten Männer empfinden nichts für mich.

INCANTO: Diese Männer wissen eben einfach nicht was sie versäumen.

Lauren lacht

INCANTO: Was ist los? Warum lachen Sie?

LAUREN: Ich kann's irgendwie nicht fassen, ich... ich meine ich kann's nicht glauben, daß wir uns jetzt nach 3 Monaten endlich persönlich kennenlernen und Sie sind... ich weiß ja auch nicht, mir hat jedenfalls der heutige Abend sehr gefallen. Plötzlich reißt ihre Halskette, mit der sie die ganze Zeit gespielt hat Oh! nein, oh.

INCANTO: Ich werde Ihnen mal dabei helfen. Beugt sich zu ihr rüber

LAUREN: Meine Schwester hat mir mal diese Kette als Talisman geschenkt. Irgendwie albern nicht wahr? Wie abergläubisch die Leute doch sind.

INCANTO: Es ist wunderschön.

LAUREN: Dankeschön.

Incanto beugt sich weiter rüber und küßt sie, Lauren schreit nach einer Weile und man sieht, daß er ihr irgendeinen Schleim in den Mund drückt. Sie versucht, sich zu wehren, aber das gelingt ihr nicht; Schreie, Kamerafahrt zurück

Akt 1

Am nächsten Morgen, selber Ort. Ein Polizeiauto fährt ganz zufällig auf das verlassene Auto zu. Ein Polizist steigt aus und geht zu ihm hinüber.

POLIZIST: Kikerikie, kikerikie! Höchste Zeit aufzuwachen! Er wischt die beschlagene Scheibe frei Heilige Mutter Gottes! läuft zurück zum Auto Zentrale, hier 73, ich habe eine Leiche am Seeufer gefunden...

Später am selben Ort

DETECTIVE CROSS:... nach dem Führerschein heißt das Opfer Lauren MacKalvey, ich möchte, daß Sie das checken.

Er sieht sich um und läuft zielstrebig in eine bestimmte Richtung; wir sehen Scully und -wow- Mulder mit modischer ??? Sonnenbrille.

CROSS: Agent Mulder, ich bin Detective CROSS, Polizei Cleveland, danke, daß Sie so schnell gekommen sind.

MULDER: Das ist meine Partnerin Dana Scully.

CROSS: wenig beeindrucktJa, ja, wir haben die Handtasche auf dem Vordersitz dieses Autos gefunden. Laut Führerschein ist der Name des Opfers Lauren MacKalvey. Also, wir sind uns noch nicht ganz sicher, daß das auch ihr Körper ist.

SCULLY: Sie sind sich nicht sicher?

CROSS: Im Anbetracht der Umstände läßt sich das nicht so leicht feststellen. Er nimmt das Tuch von der durchaus appetitlich verwest aussehenden Leiche

CROSS: Wendy Sparks, unsere Verbindung zum FBI, meinte, das würde wohl doch eher in Ihr Fachgebiet fallen.

SCULLY: Die Todesursache haben Sie bisher noch nicht feststellen können?

CROSS: Wir waren schon froh, die Leiche in den Sack zu bekommen ohne daß sie auseinanderfällt.

MULDER: Nimmt mit einem Spachtel etwas Schleim vom Opfer und tut ihn in ein Röhrchen. Dieses Zeug hier, war das auch im Auto verteilt? Auf dem Teppich oder in den Polstern?

CROSS: Also, soweit ich weiß, nein.

MULDER: Dann war das nur auf dem Körper des Opfers?

CROSS: So wie es aussieht ja. Warum? Haben Sie eine Ahnung was passiert ist?

MULDER: Nein, noch nicht. Geht weg

SCULLY: Wir rufen Sie an, wenn wir etwas Genaues wissen... Detective?

CROSS: abwesend Ja klar, rufen Sie mich an.

Scully folgt Mulder

SCULLY: Mulder was halten Sie von der Sache?

MULDER: Vor ein paar Monaten ist ein Fall aus dem Mississippi-Büro auf meinem Schreibtisch gelandet, da verschwanden 4 Frauen aus Aberdeen innerhalb eines Monats.

SCULLY: Sie verschwanden?

MULDER: Nur eins der Opfer wurde gefunden, aber ihr Körper war viel zu verwest, um überhaupt eine Autopsie durchführen zu können.

SCULLY: Mulder, was wir da gesehen haben, war keine normale Verwesung.

MULDER: Gibt ihr das Röhrchen Deswegen möchte ich, daß sie herausfinden, was das ist, während sie in der Gerichtsmedizin sind.

SCULLY: Und Sie? Wo gehen Sie hin?

MULDER: Ich versuche herauszufinden, ob Lauren MacKalvey ein einsames Herz war. Jedes der Opfer aus Aberdeen hat auf Bekanntschaftsanzeigen geantwortet. Wenn das derselbe Mörder ist, hat er gerade erst angefangen.

Akt 2

Blick auf einen Computerbildschirm

>>Huggs > I'm not sure it's such a good idea for us to meet (Ich bin mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, uns zu treffen.)

Blick auf Incanto am anderen Bildschirm

>>Trimid > Whar are you fraid of? (Wovor hast du Angst?)

Blick auf Ellen Kaminsky vor dem ersten Bildschirm

>>Huggs > Dissapointment, Rejection. The usual roun of suspects. (Enttäuschung, Zurückweisung. Die üblichen Reaktionen)

>>Trimid > Believe me, I know. I've been down that road once or twice.

>>But you can't hide behind your Computer forever... can you? (Glaub mir, ich kenne das. Ich habe das auch schon ein - zweimal erlebt. Aber du kannst dich nicht für immer hinter deinem Computer verstecken, oder?)

Es klopft an Incantos Tür, er geht öffnen, eine Frau steht draußen

Frau: Der Hausmeister hat das Kellerschloß erneuert und ich wollte Ihnen den neuen Schlüssel vorbei bringen. Gibt ihn ihm Ich weiß übrigens, was Sie tun Mr. Incanto.

INCANTO: Und was tue ich Ihrer Meinung nach?

Frau: Ihr ständiges Tippen und die Pakete von Verlegern in New York... Sie sind Schriftsteller, nicht wahr? Oder Sie sind Lektor. Sehen Sie, ich schreibe nämlich auch.

INCANTO: Na was für ein Zufall. Und warum gehen Sie jetzt nicht und schreiben weiter?

Frau: Ich will mich bestimmt nicht aufdrängen, aber würde es Ihnen etwas ausmachen, was von mir zu lesen? Es wird bestimmt nicht viel Zeit erfordern, es sind nur ein paar Gedichte.

INCANTO: Ja, sicher... Auf Wiedersehen.

Akt 3 Gerichtsmedizin

Scully betritt den Raum, Detective CROSS ist sichtlich überrascht.

CROSS: Oh, Sie sind es.

SCULLY: Das ist doch kein Problem, oder?

CROSS: Nein, nur hat mir Dr. Praimen nicht erzählt, daß Sie bei der Autopsie dabei sind.

SCULLY: Ich bin nicht nur dabei, sondern ich werde sie auch selbst durchführen.

CROSS: Sie sind Medizinerin?

SCULLY: Das scheint Sie zu überraschen.

CROSS: Ich weiß ja auch nicht... ehm... vielleicht bin ich überrascht.

SCULLY: Und warum?

CROSS: Nehmen Sie's nicht persönlich, ich bin nur ... äh... altmodisch in gewisser Hinsicht.

SCULLY: Altmodisch.

CROSS: Die Wahrheit ist, ich habe so meine Zweifel an der Einbeziehung weiblicher Polizeikräfte in gewisse Ermittlungen.

SCULLY: Wie in diesem Fall.

CROSS: Der Mörder von Lauren MacKalvey hat doch offensichtlich nicht viel übrig für Frauen. Das wird Sie zwangsläufig beeinflussen.

SCULLY: Ihre fürsorgliche Haltung ehrt Sie Detective, aber sie ist hier gänzlich unnötig.

CROSS: Hören Sie, ich bin kein Sexist, ich habe nur versucht, ehrlich zu sein.

SCULLY: An wen soll ich den Autopsiebericht schicken?

CROSS: Sie können ihn an mein Büro faxen. geht

Scully schaltet ihr Diktiergerät ein.

SCULLY: Heute ist der 29. August und es ist jetzt 16 Uhr 15. Der Name der Person ist Lauren MacKalvey, so heißt sie jedenfalls nach ihrem Führerschein. Im Moment ist der Zeitpunkt des Todes noch ungewiss, genauso, wie die Todesursache.

Sie geht hinüber zum Kühlfach öffnet es und erstarrt, denn die Leiche besteht nur noch aus einem Skelett und schleimigem 'Drumherum'


Blick auf ein lachendes Foto Lauren MacKalveys.

Freundin: Das will mir einfach nicht in den Kopf, denn dieser Mann schien wirklich nett zu sein.

MULDER: Sie sagten doch, Sie kennen den Mann nicht mit dem sich Lauren getroffen hat.

Freundin: Ich kannte ihn auch nicht, nur seine Computerdialoge mit Lauren.

MULDER: Dann haben sie sich über einen Online-Service kennengelernt.

Freundin: Sie haben übers Internet geplaudert, Sie wissen schon, da kommunizieren wildfremde Menschen über gemeinsame Interessen.

MULDER: Verstehe. Und wissen Sie vielleicht noch über welchen Themenbereich Lauren mit ihm kommuniziert hat?

Freundin: Lauren hatte komplexe wegen ihres Gewichtes. Aber das schien 'zu schüchtern' offenbar nichts auszumachen. Er schien gar kein sexuelles Interesse an ihr zu haben.

MULDER: 'Zu schüchtern'?

Freundin: Lauren hat öfter aus seinen Briefen vorgelesen, sie waren überwältigend. Seine Worte klagen irgendwie so echt, daß ich... auch darauf reingefallen bin.

MULDER: Und diese Briefe, aus denen Sie Ihnen vorgelesen hat. Meinen Sie, daß sie Kopien davon gemacht hat?

Freundin: Ehrlich gesagt, hatte ich mir selbst welche gemacht. Ich kann sie für Sie holen gehen, wenn Sie möchten.

MULDER: Ja, kann ich mal telefonieren?

Freundin: steht auf Ja, das Telefon steht da drüben.

In der Gerichtsmedizin klingelt Scullys Handy.

SCULLY: Scully.

MULDER: Hören Sie Scully, vielleicht hat sich unser Mörder von den Bekanntschaftsanzeigen auf das Internet verlegt. Ich veranlasse eine örtlich begrenzte Internetwarnung.

SCULLY: Wieso gehen Sie vom selben Täter aus?

MULDER: Weil er sein Konto mit einer Kreditkarte einer seiner Opfer aus Aberdeen eröffnet hat. Ich habe mit dem Online-Service gesprochen.

SCULLY: Mulder, Sie sollten so schnell wie möglich hierher in die Gerichtsmedizin kommen.

MULDER: Ergibt sich etwas Neues durch die Autopsie?

SCULLY: Nein, eine Autopsie ist nicht durchführbar.


In der Gerichtsmedizin, Scully hält einen Knochen in einer Zange (?)

SCULLY: Das ist ein Mittelhandknochen von Lauren MacKalvey. Normalerweise haben Knochen die Festigkeit geschmiedeten Stahls und auch nach dem Tod bleiben sie stark, aber sehen Sie sich das an. Sie drückt die Zange zusammen, und -tatsächlich- der Knochen läßt sich zusammendrücken, ist also nicht wie aus geschmiedetem Stahl

MULDER: Und als was hat sich das erwiesen? Er hält das Röhrchen mit dem seltsamen Schleim hoch.

SCULLY: Es ist organisch und hat mit dem Sekret der Magenschleimhaut eine gewisse Ähnlichkeit.

MULDER: Es ist so was wie Magensäure?

SCULLY: Es ist fast identisch und doppelt so säurehaltig. Ich fand auch geringe Mengen Pepsin, was ein Verdauungsenzym ist.

MULDER: Dann hat das hier also zeigt auf das Röhrchen das zeigt auf die Leiche verursacht.

SCULLY: Ich weiß nicht, wie ich eine derart beschleunigte Autolyse sonst erklären soll.

MULDER: Ja, aber was hier drin ist, Scully, sollte theoretisch aus den gleichen Zellkomponenten bestehen, wie die verschiedenen Gewebe, also Haut, Muskeln, Blut.

SCULLY: Ja, aber in fermentiertem Zustand.

MULDER: Hat Ihre chemische Analyse nicht ergeben, daß etwas fehlt?

SCULLY: Fehlt?

MULDER: Ja.

SCULLY: Soweit ich weiß nicht. Alle Körpergewebe waren vorhanden, die einzige Ausnahme bildet die geringe Menge von Fettgewebe.

MULDER: Fettgewebe? Das erklärt vielleicht den Gewichtsverlust Ich hoffe, daß er das mit seinem tollen Fremdwort sagen wollte...

SCULLY: Gewichtsverlust?

MULDER: Ihre Leiche wog auf der amtlichen Waage da 122 Pfund, aber laut ihres Führerscheins hatte Lauren über 160 Pfund auf den Hüften.

SCULLY: Sie hatte vielleicht abgenommen, seit dieser Führerschein ausgestellt worden ist.

MULDER: Ich weiß von Laurens Mitbewohnerin, wie nervös sie vor dem Rendezvous mit diesem Kerl war, weil sie sogar noch zugenommen hatte.

SCULLY: Ach... aus welchem Motiv ermordet ein Killer irgendwelche Leute, um seinen Opfern das Fettgewebe zu entfernen? Was glauben Sie, mit wem wir's zu tun haben?

MULDER: Ich weiß es nicht.

Zurück in Ellens Wohnung, sie dreht sich vor dem Spiegel

Ellen: Oh Gott, ich seh grauenhaft aus. Bitte sag mir, daß es der Spiegel ist.

JOANNE: Ellen, das war keine normale öffentliche Bekanntmachung, das war eine Online-Warnung vom FBI und sie wendet sich speziell an Frauen aus Cleveland.

Ellen: Du traust mir offenbar gar nichts zu Jo, ich kenne mich mit Menschen zufällig ganz gut aus.

JOANNE: Hör mal, ich möchte dich doch nicht verunsichern oder so was.

Ellen: Nein? Ich finde aber du machst das ziemlich gut.

JOANNE: Ich rate dir, nur lieber vorsichtig zu sein, das ist alles.

Ellen: Denkst du etwa, daß das leicht für mich ist? Jetzt kenne ich endlich jemanden, der mich anscheinend genauso mag wie ich ihn. Ich habe genug Angst vor dem ersten Treffen, auch ohne, daß du mir einflüstern willst, daß er Charles Manson ist.

JOANNE: Das sag ich ja gar nicht.

Ellen: Abgesehen davon ist er ja für mich auch kein Fremder mehr. Ich stehe seit über einem Monat täglich mit ihm in Kontakt.

JOANNE: Ja, ich weiß. Und er ist vermutlich auch so ein netter Kerl wie es scheint, aber was ist, wenn er's nicht ist?

Vor einem Restaurant wartet Incanto, sieht auf die Uhr, wartet. In der Hand hält er einen Blumenstrauß, den er schließlich einfach in die Gosse wirft und sich davon macht. Als nächstes befindet er sich im Rotlichtmillieu. Er begutachtet die Frauen, die sich dort den Freiern anbieten, schließlich bleibt er sichtlich interessiert vor einer Gruppe Frauen stehen, eine fülligere tritt hervor.

Nutte: Na du siehst ja gut aus.

Dunkle Gasse, die Nutte lehnt sich gegen eine Wand.

Nutte: Was hast du denn am liebsten?

Incanto antwortet, indem er sich über sie beugt, um sie zu küssen.

Nutte: Ah ah, geküßt wird nicht, alles was du sonst willst, kannst du kriegen, aber geküßt wird nicht!

Sie öffnet seine Hose und er bedankt sich, indem er ihr an die Gurgel geht

Nutte: Bist du verrückt geworden?

Er küßt sie schließlich doch, spuckt wieder seinen Schleim, Gekreische, Kamerafahrt auf eine andere Nutte, die mit einem Freier die Gasse entlang läuft.

Nutte: Ich weiß, wo wir hingehen können, da sind wir ungestört.

Freier: Na schön.

Incanto läuft davon, die beiden treten näher an die Nutte die auf dem Boden liegt; der Freier verabschiedet sich mit einem "Vergiß es!" und läuft davon, die Nutte betrachtet ihre tote Kollegin mit einem "Oh mein Gott."

Am nächsten Morgen, selber Ort

CROSS: zu Polizisten Befragen Sie auch alle anderen, die gestern Abend hier herum standen! zu MulderIhr Name war Holly McKlain. Sie war schon einen ganze Weile Prostituierte, aber sie war nicht unbedingt die erste Wahl der Freier, wenn sie wissen, was ich meine.

MULDER: Was ist passiert?

CROSS: Sieht wie das Werk unseres Täters aus, eins von den anderen Mädchen hat sie letzte Nacht gefunden.

SCULLY: zieht die Plane von der Leiche Alle Atemwege sind mit einem Schleim verstopft, der die selbe Art von Salzsäure zu enthalten scheint wie bei Lauren MacKalvey.

CROSS: Sie wissen was das für'n Zeug ist? Scully und Mulder tauschen einen Blick Hey, das ist immer noch mein Fall!

MULDER: Wir haben es hier mit einem Serienmörder zu tun, der durch Online-Dienste in Kontakt mit seinen Opfern tritt. Alleinstehende Frauen, die auf der Suche nach dem Richtigen sind.

CROSS: Das trifft doch nicht auf eine 20 Dollar Nutte zu.

MULDER: Schon richtig. Irgendetwas muß letzte Nacht schief gegangen sein, so daß er gezwungen war zu improvisieren.

CROSS: Sie sprechen also von einem Kerl, der für uns ein unbeschriebenes Blatt ist.

MULDER: Seh ich nicht ganz so. Das sind einige seiner Computerbriefe an Lauren MacKalvey. Sie enthalten stellenweise Zeilen aus italienischen Gedichten aus dem 16. Jahrhundert.

CROSS: Dann hat er eben irgendein Zitatenbuch, was soll's.

MULDER: Das hier finden Sie nicht in Zitatenbüchern.

CROSS: Ich glaube, ich kann Ihnen nicht folgen.

MULDER: Sehen Sie sich das mal an... Guinizellis "La Vita Nuova", Castigliones "Il Cortegiano", und ein paar andere, die ich überhaupt nicht aussprechen kann. Diese Bände stammen aus irgendwelchen Privatbibliotheken, die nur an andere akademische Organisationen ausleihen.

CROSS: Heißt das etwa, daß unser Verdächtiger ein College Professor ist?

MULDER: Oder ein Literaturstudent oder vielleicht ein Übersetzer, jedenfalls brauchen wir eine Liste von allen Leuten in Cleveland, auf die ein solches Kriterium zutrifft. Können Sie die zusammenstellen?

CROSS: Ja, ich fange gleich damit an.

SCULLY: sieht schon wieder unter die Plane und erspäht Hautfetzen unter den Nägeln der Nutte. Das könnte uns auch weiterhelfen. Der Killer dürfte hierdurch eine identifizierbare Narbe davon getragen haben.

MULDER: Sieht aus, als hätte sie sich ihr Pfund Fleisch genommen.


Incantos Wohnung: Er verarztet gerade seine 'identifizierbare' Wunde als es klingelt.

INCANTO: Durch die Sprechanlage Ja?

POSTBOTE: Ich habe ein Paket vom Stretcher Verlag für Incanto.

INCANTO: Legen Sie's vor die Tür.

POSTBOTE: Das geht leider nicht, ich brauche eine Unterschrift.

Incanto legt sich eine Binde um die Verletzung und läuft durchs Treppenhaus. Dort trifft er auf ein Mädchen. Als er erkennt, daß sie blind ist, versucht er sich an ihr vorbei zu schleichen

JESSIE: Hallo, Mr. Incanto.

INCANTO: Guten Tag, JESSIE.

MUTTER: von weitem JESSIE, hast du die Schmutzwäsche schon gefunden?... Oh, Mr. Incanto, ich wußte nicht, daß Sie hier draußen sind.

INCANTO: Ich wollte nur gerade ein Paket hereinholen.

MUTTER: JESSIE, hast du gewußt, daß Mr. Incanto Schriftsteller ist?

JESSIE: Ich weiß Mom, das hast du mir doch schon 1000 Mal erzählt.

MUTTER: Ich hab meine Gedichte zusammengestellt und wenn's Ihnen nichts ausmacht, würde ich Sie Ihnen mal vorbeibringen.

INCANTO: Sie können Sie mir vor die Tür legen.

MUTTER: Darf ich Sie vielleicht zum Essen einladen, wenn Sie sie gelesen haben?

JESSIE: Das muß ja nun wirklich nicht sein.

INCANTO: Da ich einen Termin einhalten muß, wird das nicht gehen.

JESSIE: Wie kann man sich nur so erniedrigen.

POSTBOTE: klopft ungeduldig Entschuldigen Sie bitte!

MUTTER: Ich wünschte, du wärst nicht immer so unhöflich zu ihm.

JESSIE: Das ist mir ganz egal. Er macht mir eine Gänsehaut und außerdem riecht er irgendwie ekelhaft, so als würde er Geschirrspülmittel als Rasierwasser benutzen.

Polizeirevier

CROSS:... alles klar. Lane hat mir gerade die Liste von der Universität gegeben. Wie läuft es bei Ihnen?

SCULLY: Gut. Wir erweitern gerade die Liste um die Namen er hiesigen Collegelehrer, wir... oh Mulder erscheint in der Tür Entschuldigen Sie mich.

CROSS: Natürlich. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

MULDER: Haben Sie schon was gefunden?

SCULLY: Wir sind fast fertig mit der Liste.

MULDER: Die Haut, die die Prostituierte unter den Fingernägeln hatte, wurde hier im Labor untersucht und dann mit der DNS einschlägig Vorbestrafter verglichen.

SCULLY: Und? Mulder gibt ihr einen Ordner Hier steht, daß keine der Proben identisch ist.

MULDER: Aber sie fanden etwas anderes heraus, schlagen Sie mal die nächste Seite auf.

SCULLY: Diese Hautprobe enthält keine essentiellen Fettsäuren. Mulder es könnten eine Menge Faktoren zu diesem Resultat geführt haben. Worauf wollen Sie hinaus?

MULDER: Es ist noch nicht der gewohnte detaillierte Irrsinn, den Sie von mir zu hören bekommen, sondern nur eine Theorie. was sonst? Aber was ist, wenn ihn kein psychotischer Impuls dazu antreibt, sondern er das einfach nur macht, um seinen Hunger zu stillen? Vielleicht muß er ja diese Mangelerscheinungen der Hautchemie irgendwie ausgleichen, wenn er überleben will.

SCULLY: Wir entnehmen einer trockenen Hauprobe, daß unser Mörder so etwas wie ein fettsaugender Vampir ist?

MULDER: Wo ist denn sonst das fehlende Fettgewebe von Lauren MacKlavey geblieben? Ich möchte wetten, daß sie bei den Opfern aus Aberdeen die gleiche Entdeckung machen, dieser Killer... sekretiert eine Verdauungssubstanz, die das Fett des Opfers ausschmelzen...

SCULLY: Das er zu sich nimmt, bevor der Rest des Körpers sich völlig auflöst.

MULDER: Es gibt in der Natur durchaus Beispiele dafür, nicht wahr?

SCULLY: Ja, Skorpione vorverdauen ihre Nahrung außerhalb des Körpers, indem sie sich auf ihre Beute erbrechen. Nur kenne ich nicht viele Skorpione, die das Internet frequentieren.

MULDER: Falls ich aber recht haben sollte, suchen wir nicht nach einem Serienmörder, sondern wir suchen so etwas, wie ein genetisch andersartiges menschliches Wesen, ein Geschöpf, das vielleicht verantwortlich für die Ermordung vieler vermisster Menschen im ganzen Land ist.

CROSS: Wir haben jetzt eine fakultätsbezogene Liste aller Akademiker in Cleveland. Immerhin 38 Namen. Ich denke, daß wir sie aufteilen und ich den Captain um ein paar Leute bitte.

MULDER: Ist gut.

SCULLY: Diese Leute möchte ich informieren, falls Ihnen das recht ist.

CROSS: Na klar.

Incantos Wohnung; er packt sein Paket aus und kann sich über ein neues italienisches Werk freuen gleichzeitig auch über neue Computerpost, wie sein Rechner ihm mit einem "Sie haben Post bekommen." mitteilt

BILDSCHIRM/ELLES STIMME: Es tut mir so leid. Können wir's bitte noch mal versuchen? Ich werde es Ihnen erklären, wenn wir uns sehen. Und diesmal werde ich nicht kneifen. Ich bitte um Entschuldigung. Ellen.

Incanto freut sich, es klopft an seiner Tür. Tür von außen. Nicht Incanto -wie erwartet- öffnet, sondern jemand anderes. Scully steht vor der Tür - leiert ihren "ich bin vom FBI"-Satz runter. Zurück in Incantos Wohnung. CROSS ist bei ihm

CROSS: Danke, entschuldigen sie bitte die Störung. Ich würde Ihnen gern ein paar Fragen stellen.

INCANTO: Nur zu.

CROSS sieht die Binde um Incantos Hand, Incanto sieht, daß CROSS sie gesehen hat; beide scheinen dasselbe zu denken.

Polizeirevier

SCULLY: Das sind alles Universitätsadressen, er war also vermutlich fast den ganzen Vormittag auf dem Campus. Mulder erscheint

MULDER: Scully! Ich mach mich nicht gut als Klinkenputzer, obwohl ich heute schon an mehr Türen...

SCULLY: CROSS ist noch nicht von seiner Tour zurück. Wir rufen dauernd seine Handynummmer an, aber keine Antwort.

Ein Restaurant, Incanto und Ellen sitzen sich gegenüber, der Ober bringt die Rechnung.

Ellen: Ich möchte die Rechnung bezahlen.

INCANTO: Das kommt ja gar nicht in Frage.

Ellen: Nachdem ich Sie so versetzt habe, fühle ich mich verpflichtet, Sie einzuladen.

INCANTO: Bitte.

Incanto sucht sein Geld zusammen, dabei wird der Blick auf sein Handgelenk frei, dessen Haut etwas seltsam aussieht. Ellen starrt drauf, Incanto bemerkt das.

Ellen: Es tut mir leid... ich hätte nicht so drauf...

INCANTO: Es ist eine Art Ekzem, ich habe es schon seit meiner Kindheit.

Ellen: erleichtert Ach so. Wissen Sie, wegen neulich komme ich mir richtig lächerlich vor.

INCANTO: Ellen, Sie brauchen sich doch dafür nicht zu entschuldigen, welche Gründe Sie auch immer dafür hatten, sie waren bestimmt schwerwiegend.

Ellen: Sie haben schon recht gehabt, ich bin nämlich ein bißchen ängstlich. Das kann man sich nur sehr schwer abgewöhnen.

INCANTO: Jetzt ist die Angst doch vorbei, oder?

Ellen: Vor Ihnen hab ich jedenfalls keine.

INCANTO: Gut. Leider wird es Zeit für mich zu gehen, weil in einer viertel Stunde der letzte Bus durch die Stadt fährt.

Ellen: Sie fahren jetzt quer durch die Stadt mit dem Bus?

INCANTO: Mein Auto ist in der Werkstatt, ich ruf Sie wieder an.

Ellen: Aber ich kann Sie doch zu Hause vorbei fahren.

INCANTO: Das ist doch wirklich nicht nötig.

Ellen: Ich möchte Sie aber nach Haus fahren.

Incanto lächelt dankbar... dankbar??


Incantos Wohnungstür, JESSIEs Mutter klopft an

MUTTER: Mr. Incanto? Keine Antwort; sie schließt die Tür auf

Unten vor dem Haus parkt Ellen ihr Auto

Ellen: Wie lange wohnen Sie schon hier?

INCANTO: Noch nicht sehr lange.

Ellen: Wissen Sie, in dem Viertel hab ich auch mal gewohnt, in der St. Marx Street, doch dann hat jemand im Rathaus entschieden, daß da Luxus saniert wird. Heute ist nur noch dieser Turm übrig.

INCANTO: Ellen, Sie müssen doch nicht mehr so nervös sein.

Ellen: Ich bin nicht sehr gut in solchen Dingen. Ich hab schon ziemlich lange nicht mehr die Chance gehabt, so was zu tun.

INCANTO: Das wird schon.

Oben in der Wohnung läuft die Mutter umher. Unten im Wagen zieht Incanto den Autoschlüssel ab

INCANTO: Warum kommen Sie nicht noch mit zu mir? Ich möchte Ihnen das Gedicht vorlesen, von dem ich Ihnen erzählte. "I casoni".

Ellen: Ich weiß nicht recht, es ist schon gleich elf und...

INCANTO: Naja, ich hab aber noch keine Lust jetzt "Gute Nacht" zu sagen; Sie etwa?

Er sieht hoch zum Fenster seiner Wohnung und sieht eine Bewegung hinter den Gardinen.

INCANTO: Wissen Sie was, Sie haben recht. Es ist schon spät und auf mich wartet noch viel Arbeit. Entschuldigen Sie mich.

Oben in der Wohnung entdeckt JESSIEs Mutter im Bad die Leiche von Detective CROSS. Sie will beginnen zu schreien, da betritt Incanto die Wohnung. Kurze Zeit später steht JESSIE vor der Tür.

JESSIE: Mr. Incanto?... Mr. Incanto?

INCANTO: Was ist denn, JESSIE?

JESSIE: Wissen Sie zufällig wo meine Mama ist?

INCANTO: Deine Mutter? Nein.

JESSIE: Sie wollte heute eigentlich in die St. Francis Schule gehen, zum Literaturkurs und sie müßte schon seit über einer Stunde wieder zu Hause sein.

INCANTO: Ich nehme an, sie wird sicher bald kommen.

JESSIE: Hat sie nicht bei Ihnen reingeschaut, wegen Ihrer Gedichte?

INCANTO: Nein, heute nicht.

JESSIE: Na gut. Danke. Sie kommt vermutlich sowieso bald.

Sie will gehen und stolpert dabei über einen Koffer.

INCANTO: Ich muß aus geschäftlichen Gründen für ein paar Tage nach New York. Und mach die keine Sorgen um deine Mutter. Ich bin sicher, daß es ihr gut geht.

Polizeirevier

MULDER: am Telefon... ja Ma'am, ein Detective der Polizei, sein Name ist CROSS... ja das müßte irgendwann heute Nachmittag gewesen sein.

SCULLY: an einem anderen Telefon Erinnern Sie sich noch an die genaue Zeit? Können Sie mir auch beschreiben wie er ausgesehen hat? Entschuldigen Sie mal kurz... Haben Sie ihn gefunden?

MULDER: Uns wurde gerade ein möglicher Mord von einem jungen Mädchen gemeldet, dessen Wohnort eine der Adressen auf der Liste von CROSS ist.

Incantos Wohnung, die Tür fliegt auf - Polizei!

POLIZIST: Los Leute, verteilt euch!

POLIZIST: Wir haben hier 2 Leichen gefunden.

SCULLY: Die Leiche der vermißten Frau ist im Badezimmer gefunden wurden.

MULDER: Was ist mit CROSS?


Später. Scully spricht mit JESSIE

SCULLY: Ich weiß, daß es jetzt schwer ist darüber zu sprechen, aber du mußt mir genau erzählen, was passiert ist.

JESSIE: Ich hab ihr Parfum gerochen.

SCULLY: Das Parfum deiner Mutter?

JESSIE: nicktUnd da wußte ich, daß er gelogen hat. Sie hat es rauf getan, bevor sie zum Literaturkurs gegangen ist.

SCULLY: Und dasselbe hast du in seiner Wohnung gerochen?

JESSIE: Ich hab nur... Angst gehabt, er würde mir was tun, ich konnte spüren, daß er das wollte und als er nach mir griff...

SCULLY: Er hat dich angefasst?

JESSIE: Nachdem ich gegen den Koffer gestoßen war, hat er mich am Arm festgehalten.

SCULLY: Welchen Koffer?

JESSIE: Der Koffer, der gleich neben der Tür stand, er sagte er müßte geschäftlich wegfahren oder so was Ähnliches.

SCULLY: Hat er gesagt wohin?

JESSIE: Ich glaub... nach New York.

SCULLY: Ich danke dir JESSIE, das hilft uns sicher. Ich muß jetzt kurz zu Agent Mulder gehen und etwas besprechen. Mrs. Shepherd wartet hier bei dir. Ich komme gleich wieder.

JESSIE: Agent Scully?

SCULLY: Ja?

JESSIE: Wieso tut jemand nur so etwas?

SCULLY: Ich weiß es nicht, JESSIE.

MULDER: Dieses Phantombild wurde nach der Beschreibung einer Nachbarin angefertigt. Sein Name ist Virgil Incanto. Zumindest heißt er laut seines Mietvertrags so, aber ansonsten gibt es keine Unterlagen, daß der Kerl existiert. Es gibt keine Geburtsurkunde oder Sozialversicherung, noch nicht mal ein Bankkonto.

SCULLY: Und was macht er beruflich?

MULDER: Er ist freischaffender Übersetzer für italienische Literatur und er bekommt immer Barschecks von seinem Verleger.

SCULLY: Er hat JESSIE erzählt, er würde nach New York fahren.

POLIZIST: Ich lasse die Abflugzeiten checken und einen Haftbefehl an den Flughafen rausgeben.

SCULLY: Was ist denn?

MULDER: Er wird nicht nach New York fliegen, Scully. Nicht jetzt. Er ist viel zu schlau dazu, er weiß genau wie man überlebt.

SCULLY: Und wie sollen wir ihn dann aufspüren?

MULDER: Er hat doch mit jedem seiner Opfer Kontakt gehabt, nicht wahr?

SCULLY: Ja.

MULDER: Das bedeutet sie sind alle hier irgendwo abgespeichert.zeigt auf den Computer Die ehemaligen und die Zukünftigen.

Polizeirevier

POLIZIST: Die Dateien auf der Festplatte sind gelöscht worden.

MULDER: Können Sie sie nicht irgendwie reaktivieren?

POLIZIST: Schwer zu sagen, er hat die Festplatte absichtlich umformatiert. Der Kerl wollte vermeiden, daß da jemand Zugriff hat... Die gute Nachricht ist, daß ich die Dateien wiederherstellen kann.

SCULLY: Und was ist die schlechte Nachricht?

POLIZIST: Diese Dateien sind alle kennwortgeschützt und chiffriert, das kann ein bißchen dauern.

MULDER: Wir haben aber nicht viel Zeit.

POLIZIST: Es dauert so lange, wie es dauert.

Ellens Wohnung, es klingelt.

Ellen: Joanne? Bist du das? Joanne? Wer ist denn da?

INCANTO: Ellen, ich bin es.

Ellen: Es ist schon spät.

INCANTO: Ich weiß und ich möchte auf keinen Fall Ihre Nachbarn aufwecken.

Ellen öffnet die Tür.

INCANTO: Können wir uns über den heutigen Abend unterhalten?

Ellen: Das ist doch nicht nötig. Sie haben mir ziemlich klar gesagt was Sie wollten.

INCANTO: Sie verstehen das nicht.

Ellen: Oh ja, ich fürchte doch!

INCANTO: Hören Sie, ich habe Ihnen eine zweite Chance gegeben, nachdem Sie mich 2 Stunden vor diesem Restaurant haben warten lassen, geben Sie mir auch eine. Bitte Ellen! Wenn Sie dann noch möchten, daß ich gehe, dann gehe ich. Nur lassen Sie uns das nicht zwischen Tür und Angel abhandeln.

Ellen öffnet die Tür ganz und läßt Incanto herein

INCANTO: Danke sehr.

Ellen: Möchten Sie vielleicht Kaffee? Ich kann welchen machen.

INCANTO: Ja, ich hätte gern einen.

Sie schließt die Tür und schiebt die Kette wieder vor; Incanto freut sich.

Polizeirevier

SCULLY: Sie hatten recht, Mulder, am Flughafen ist er nicht aufgetaucht. Ich gebe diese Zeichnung an die Medien, sodass sie sie in den Morgenzeitungen bringen können.

MULDER: Das ist vielleicht nicht nötig.

SCULLY: Fran?

MULDER: Das war Lauren MacKalveys Online-Name und das sind die all seiner Opfer, eine regelrechte Einkaufsliste.

SCULLY: Dann müssen wir diese Zeichnung all diesen Leuten auf der Liste zukommen lassen.

MULDER: Gut.

SCULLY: Ich werde den Online-Service anrufen, die sollen uns die Telefonnummern von all diesen Frauen faxen.

in Ellens Wohnung, das Telefon klingelt.

Ellen: Ich hab den Anrufbeantworter eingeschaltet. Wollen Sie Milch? Sahne hab ich leider nicht.

INCANTO: Nein, nein schon gut, ich trink ihn schwarz.

Ellen: Entschuldigen Sie mich bitte einen Augenblick, ich würde mir gern etwas anderes anziehen.

INCANTO: Ellen, das ist doch wirklich nicht nötig.

Ellen: Ich möchte es aber, ich bin gleich wieder da.

geht ins Schlafzimmer und schaltet den Computer an. Schreibt eine E-Mail

Ellen: Du wirst nicht glauben wer gerade hier ist, und ich weiß nicht, ob ich es dir sagen soll oder nicht.

'Polizeirevier. Scully am Telefon.

SCULLY: Schließen Sie Ihre Tür ab bis wir Sie wieder anrufen, dann wird Ihnen nichts passieren Ms. Ines. Er neigt nicht zu gewaltsamen Eindringen.

MULDER:...Okay, danke. zu Scully Das war die Polizei von Cleveland, 3 Frauen auf der Liste wurden schon vermisst gemeldet.

SCULLY: Wir haben inzwischen jede dieser Frauen erreicht, außer diesen beiden hier und denen hab ich auf den Anrufbeantworter gesprochen.

MULDER: Ich glaube, wir gehen da lieber noch mal hin.

Ellens Wohnung; Ellen immer noch vor dem Computer

Ellen: Ich muß jetzt aufhören, alles weitere dann morgen. Ellen.

Als sie den Computer ausschalten will, tönt das Gerät "Piep, Sie haben Post bekommen."

Auf dem Bildschirm: Warnung, dieser Mann wird vom FBI gesucht. Falls Sie irgendwelche Informationen haben, rufen Sie bitte 809-555-0132 an. Darunter erscheint das Bild Incantos

INCANTO: taucht in der Tür auf Ellen? Sie kommunizieren doch hoffentlich nicht gerade Online mit einem anderen Mann?

Ellen: Ich schreib nur schnell eine E-Mail an meine Freundin.

INCANTO: An Ihre Freundin?

Ellen: Ja...

INCANTO: Worüber denn?

Ellen: Über uns.

INCANTO: Und welche Neuigkeiten erzählen Sie ihr da?

Ellen: Nur das ich darüber sehr froh bin, daß Sie auch noch Interesse an mir zeigen. Und auch, daß ich nicht von Ihnen wie gewohnt zurückgewiesen wurde.

INCANTO: sieht im Spiegel den Computerbildschirm und sein PhantombildIch bin sehr froh, daß Sie so empfinden, Ellen. Mir geht es genauso.

Ellen: Ich hab mich nur leider immer noch nicht umgezogen, also warum warten Sie nicht draußen und ich komm dann gleich zu Ihnen.

INCANTO: Sie sind bildschön. Sie brauchen sich doch nicht umzuziehen.

Ellen: Bitte lassen Sie mich in Ruhe und verschwinden Sie *schluchz*, was wollen Sie von mir?? Schrei

Auf dem Flur, Scully und Mulder klopfen an Elllens Tür, niemand öffnet.

JOANNE: Kann ich was für Sie tun?

MULDER: Wir sind vom FBI und wir suchen Ellen Kaminsky.

JOANNE: Sie muß in ihrer Wohnung sein, sie hat erst vor ein paar Minuten eine E-Mail an mich geschickt. Wieso, was ist denn los?

MULDER: Gehen Sie wieder rein. Sie brechen Ellens Tür auf um dann ganz cool, wie immer, mit gezückten Waffen durch die Wohnung zu schleichen.

MULDER: Ellen?

Scully findet Ellen unter einer Decke auf dem Boden liegend

SCULLY: Mulder. Sie befreit Ellen vom Schleim, zu Mulder

SCULLY: Verfolgen Sie ihn, gehen Sie.

Scully ruft den Notdienst, Mulder läuft auf der Straße einer dunklen Gestalt nach.

MULDER: Keine Bewegung, ich bin FBI Agent! Kommen Sie langsam mit erhobenen Händen da raus!

Aus dem Dunklen tritt ein Schwarzer.

Schwarzer: Schon gut, erschießen Sie mich bloß nicht. *G*

Scully in Ellens Badezimmer. Plötzlich springt Incanto hinter dem Duschvorhang hervor. Es kommt zu einem wilden Kampf, indem Scully tapfer austeilt, dann aber doch irgendwie von Incanto überwältigt wird, er lehnt sich über sie, um sie auch mit diesem Schleim voll zu spucken, doch sie erreicht mit einer Hand die auf dem Boden liegende Nagelschere und sticht ihm damit in die Brust, er springt auf, will sich erneut auf sie stürzen, fällt auch auf sie, allerdings getroffen von einer Kugel. Scully sieht auf: Ellen steht in der Tür, Scullys Pistole in der Hand, ihr Gesicht ist von Schleim verschmiert.

Gefängnis

An einem Tisch sitzt Incanto, seine Gesichtshaut ist überall aufgeplatzt, Mulder legt ihm eine Liste der Opfer vor die Nase.

MULDER: Jennifer Flackett, Kathy Miller, Hillary Turk ... 47 Frauen aus fünf Staaten, die vermißt gemeldet wurden. Sie könnten zum Seelenfrieden der Familien beitragen, indem Sie uns die Namen Ihrer Opfer nennen.

INCANTO: Es sind alles meine.

MULDER: Kommen Sie Scully. geht Machen Sie die Tür auf!

SCULLY: zu Incanto Warum?

INCANTO: Wahrscheinlich halten Sie mich für ein Monster, aber ich habe nur meinen Hunger gestillt.

SCULLY: Sie sind schlimmer als ein Monster, Sie ernährten sich nicht nur von ihren Körpern, sondern auch von ihrem Gemüt.

INCANTO: Meine Schwäche war nicht viel größer als deren eigene, und ich gab Ihnen was sie wollten und sie mir, was ich nötig hatte.

SCULLY: Jetzt nicht mehr.

INCANTO: Il morti non sono più soli. Die Toten sind jetzt nicht länger einsam.

SCULLY: Lassen Sie mich raus!

Mitgeschrieben von:

  • Autor: Sushi

Ursprünglich veröffentlicht auf dana d.'s Home. Nutzung mit freundlicher Genehmigung.

  • Betalesung/Überarbeitung: spooky17 (spooky17@gmx.de), CayceP