3X02 Verschwörung des Schweigens (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


3X02 Verschwörung des Schweigens
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!

ALBERT HOSTEEN spricht aus dem Off während Aufnahmen von Landschaften, der Elemente und hinterher von besagtem Ereignis gezeigt werden.

ALBERT aus dem Off: Für die Navajo haben die Erde und ihre Geschöpfe großen Einfluß auf unsere Existenz. Die Legenden, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, helfen uns, den Grund für unsere Tränen der Trauer und der Freude zu verstehen. Tiere, wie der Bär, die Spinne und der Kojote, sind für unser Volk mächtige Symbole. Als der FBI Mann Mulder durch die heiligen Geister geheilt wurde, hat uns das an die Legende vom Hilamonster erinnert, das die heilenden Kräfte des Medizinmannes symbolisiert. In diesen Mythen stellt das Gilamonster einen Mann wieder her, indem es all seine Teile nimmt und sie wieder zusammensetzt. Sein Blut wird von Ameisen eingesammelt, seine Augen und Ohren durch die Sonne und sein Geist durch den regenden Gott und den Blütenstaubjungen. Und dann erwecken Blitz und Donner den Mann wieder zum Leben. Als der FBI Mann am Ende der Zeremonie geheilt war, vernahmen wir von anderen amerikanischen Eingeborenen in den nördlichen Prärien die Nachricht, daß ein großes Ereignis stattgefunden hatte. Wie die Navajo haben diese Menschen ihre eigenen Legenden und Mythen. Sie erzählen von der weißen Büffelfrau, die vom Himmel herabgestiegen ist und die Indianer lehrte, ein tugendhaftes Leben zu führen und wie sie zu ihrem Schöpfer zu beten hatten. Sie sagte den Menschen, daß sie eines Tages wiederkommen würde und dann verwandelte sie sich in einen weißen Büffel und stieg auf zu den Wolken, um nie wieder gesehen zu werden. Aber an jenem Tag, als die heiligen Geister an dem FBI Mann ein Wunder vollbrachten, wurde ein weißer Büffel geboren. Und jeder eingeborene Amerikaner, ob er die Geschichte glaubte oder nicht, wußte, daß das ein mächtiges Omen war, und daß große Veränderungen bevorstanden.


MULDERS APARTMENT


SKINNER: Lassen Sie die Waffe fallen! Ich hab' gesagt fallen lassen, Scully!

SCULLY: Kommt nicht in Frage!

SKINNER: Ich hab gesagt fallen lassen!

SCULLY: Und ich sagte nein!

Es rattert draußen an der Tür

SCULLY: Sie belügen mich doch bloß!

SKINNER: Ich versuche, Ihnen zu helfen.

SCULLY: Dann werfen Sie die Waffe weg und setzen Sie sich!

SKINNER: Ich denk' nicht dran.

SCULLY: Ich denke, Sie wollen mich nicht umbringen Skinner, dann beweisen Sie es!

SKINNER: Ich bin nicht her gekommen, um mit 'ner Waffe auf mich zielen zu lassen!

SCULLY: Verdammt noch mal, Skinner!

Die Tür wird eingetreten und herein stürmt MULDER

MULDER: Weg mit der Waffe! Ich hab gesagt...

SKINNER: Kommen Sie nicht näher.

MULDER: ... fallen lassen!

SKINNER: Was hat dieses Affentheater zu bedeuten?

MULDER: Alles in Ordnung, Scully?

SCULLY: Ja.

MULDER: Holen Sie sich seine Waffe. Geben Sie ihr die Waffe! Geben Sie sie ihr!!

SKINNER: Na schön.

MULDER: Und jetzt möchte ich ein paar Erklärungen.

SCULLY: Ich wurde gewarnt, daß mich jemand umbringen will und zwar jemand, dem ich vertraue.

SKINNER: Ich werde jetzt in meine Tasche greifen, um dieses Theater zu beenden. In Ordnung?

MULDER nickt und SKINNER holt das DAT Tape aus der Innentasche seiner Jacke.

SKINNER: Ich nehme an, Sie wissen beide, was das ist. Und jetzt will ich ein paar Erklärungen.

MULDER: Ihr Freund, der Krebskandidat, hat erst meinen Vater deswegen umgebracht und dann mich.

SKINNER: Wovon reden Sie überhaupt?

MULDER: Ich war ein toter Mann und jetzt bin ich zurück.

SKINNER: Und was ist nun auf diesem Band?

MULDER: Akten des Verteidigungsministeriums, die nicht mal existieren dürften. Die Wahrheit über die Beteiligung unserer Regierung an einen Komplott des Schweigens über die Existenz von außerirdischem Leben.

SCULLY: Geben Sie mir das Band.

SKINNER: Uh uh, das Band bleibt bei mir.

MULDER: richtet seine Waffe wieder auf SKINNER - cooler move! Geben Sie ihr das Band.

SKINNER: Wenn das, was Sie sagen wahr ist, sind die Informationen auf diesem Band wertvoll genug, um dafür zu töten und es ist die einzige Möglichkeit für uns, diese Männer vor Gericht zu stellen. Und es würde uns gar nichts nützen, wenn es ihnen wieder in die Hände fällt.

MULDER: nimmt seine Waffe runter Dann passen sie auf, daß das nicht passiert. Kommen Sie, Scully, wir gehen.

SCULLY: Und wohin?

MULDER: Es gibt Wahrheiten da draußen, die nicht auf diesem Band sind.

Draußen im Gang vor dem Aufzug

SCULLY: Mulder, ich...

MULDER: Scully, was immer Sie sagen wollen...

SCULLY: Ich war auf der Beerdigung Ihres Vaters. Und ich habe ihrer Mutter gesagt, daß Sie wiederkommen würden.

MULDER: Woher wußten Sie das?

SCULLY: Ich wußte es eben.


IM KRANKENHAUS


MARGARET SCULLY läuft aufgebracht hinein

MARGARET: Meine Tochter soll hierher gebracht worden sein.

ARZT: Ah, ja. Wie ist denn ihr Name?

MARGARET: Scully. Dana Scully.

ARZT: Melissa Scully?

MARGARET: Nein. Das ist ihre Schwester.

ARZT: Wir hatten aber gerade eine Melissa Scully in der Chirurgie, der wir eine Kugel aus dem Kopf entfernt haben.

MARGARET: Oh, nein.

In MELISSAS Krankenzimmer.

MARGARET: Melissa. Ich bin's, Mom.

ARZT: Wir haben aufgrund ihrer schweren Verletzungen drastische Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und sie in ein künstliches Koma versetzt, um das Gehirntrauma zu mildern.

MARGARET: Wird sie wieder gesund?

ARZT: Mehr können wir im Moment nicht tun. Wir beobachten sie jetzt rund um die Uhr. Schwester, bringen sie doch Mrs. Scully einen bequemen Stuhl.


BÜRO DER LONE GUNMEN


ein älteres schwarzweiß-Foto ist unter einem Vergrößerungsglas zu sehen.

MULDER: Das da links ist mein Vater.

BYERS: Und wann wurde das aufgenommen?

MULDER: Ungefähr 1973.

BYERS: Unfaßbar. Langly, sieh's dir an.

SCULLY: Erkennen Sie einen von diesen Männern?

BYERS: lacht leise Wissen Sie etwas über ein Nachkriegsprojekt, das intern "Operation Büroklammer" hieß?

MULDER: Unser Pakt mit dem Teufel. Die Regierung gewährte einer Anzahl von Naziverbrechern Asyl im Tausch gegen ihre Forschungsergebnisse.

LANGLY: Ich weiß, wer dieser Mann ist. Victor Kerber. (Anmerkung von dd: Der Mann heißt eigentlich Klemper. Leider wird er im Folgenden von allen immer Kerber genannt - dieser Fehler ist wohl in der Synchro passiert.
Anmerkung von CayceP: das ist tatsächlich Absicht in der deutschen Fassung um Verwechslungen mit dem real existierenden Viktor Klemperer zu vermeiden, siehe hier.)

BYERS: Der Mann, der neben deinem Vater steht, ist einer dieser Verbrecher, wenn auch nicht der berühmteste der ganzen Bande. Das war wohl Wernher von Braun, der Erfinder der V2 Rakete, die London einebnen sollte. Aber Victor Kerber gilt als einer der schlimmsten Naziverbrecher, der vor den Nürnberger Prozessen entkommen konnte.

SCULLY: Was hat er getan?

LANGLY: Er experimentierte an Juden, ließ sie ersaufen oder im Vakuum ersticken und setzte sie in Druckkammern und alles im Namen der Wissenschaft.

BYERS: Von Braun und Kerber haben uns beim Weltraumwettrennen geholfen. Durch Kerbers Erkenntnisse über die Auswirkung des Fliegens in großen Höhen konnten wir vor den Sowjets Astronauten auf den Mond schicken.

LANGLY: Das war ein großer Schritt für die Menschheit.

SCULLY: Warum läßt sich Ihr Vater mit so einem fotografieren?

MULDER: Ich weiß es nicht. Erkennt Ihr sonst noch jemandem auf dem Foto?

LANGLY: Nein.

BYERS: Die Operation Büroklammer soll angeblich in den 50er Jahren beendet worden sein, aber wenn das Foto hier von '73 ist...

SCULLY: Und was wurde dann aus Kerber?

LANGLY: Er ist noch hier. Und wir finanzieren ihm aus Steuermitteln ein prima Leben.

FROHIKE kommt herein. Er sieht MULDER und umarmt ihn freudig.

FROHIKE: Das glaube ich einfach nicht! Wir haben gedacht, du wärst tot!

MULDER: Du wirst wohl noch länger auf meine Videosammlung warten müssen, Frohike.

LANGLY: Wo warst du? Wir haben dich überall gesucht.

FROHIKE: Ich bin schnell ins Krankenhaus gefahren, nachdem im Polizeifunk eine Schießerei gemeldet wurde. Agent Scully?

SCULLY: alarmiert Was? Was ist denn?

FROHIKE: Ihrer Schwester geht es sehr schlecht.

SCULLY läuft erschrocken raus

MULDER: Scully.

im Treppenhaus

MULDER: Scully, warten Sie. Scully! Warten Sie, Scully! er bekommt sie am Arm zu fassen

SCULLY: Ich muß jetzt dorthin, Mulder.

MULDER: Das dürfen Sie nicht!

SCULLY: Aber die Kugel war für mich bestimmt.

MULDER: Da sehen die zuerst nach, wenn sie Sie umbringen wollten.

SCULLY: Diese Schweine.

MULDER: Ich rufe jemanden an, der ihr vielleicht helfen kann. Das einzige, was Sie jetzt für sie tun können ist, diese Verbrecher zu kreuzigen.


46TH STREET
NEW YORK CITY
7:09 Uhr


ERSTER ELDER: Das war ein großer Fehler, eine unschuldige Frau abzuknallen.

ZWEITER ELDER: Kann man das zurückverfolgen?

DRITTER ELDER: Das war Ihr Mann.

DER RAUCHER: Er hat einen Fehler gemacht. Das wird korrigiert werden.

WMM: Von wem denn? Von wem wird dieser Fehler wieder korrigiert? Etwa von ihren lächerlich ineffektiven Attentätern?

DER RAUCHER: Diese Männer sind Profikiller.

WMM: Das ist aber kein Beruf für Leute, die Fehler machen. Mein Gott, Sie wollen uns doch hoffentlich nicht glauben machen, Sie könnten das einfach mit genug Munition regeln.

DER RAUCHER: Nein.

WMM: Diese Frau, Scully. Ich weiß, daß sie fest daran glaubt, ihr Partner sei noch am Leben.

DER RAUCHER: Mulder ist tot. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer.

WMM: Und das Computerband mit den gestohlenen Akten, von denen Sie uns erzählt haben, daß Sie es wieder beschafft hätten? Können Sie uns das Band zeigen?

DER RAUCHER: Es war mir bisher nicht bewußt, daß hier meine Ehrlichkeit in Frage gestellt wird.

ERSTER ELDER: Sie haben also das Band?

DER RAUCHER: Selbstverständlich habe ich es.

ZWEITER ELDER: Dann würde ich es gerne sehen.

DRITTER ELDER: Das möchte ich auch.

DER RAUCHER: Ich habe es aus Sicherheitsgründen wegschließen lassen. Ich werde es Ihnen morgen zeigen. Und bis dahin werden wir auch diesen ganzen Mist bereinigt haben.

DER RAUCHER steht verlegen auf.


Im Gewächshaus von VICTOR KERBER


MULDER: Victor Kerber?

KERBER: Ja?

MULDER: Mein Name ist Fox Mulder und das ist Dana Scully.

KERBER: Ihr Name ist Mulder?

MULDER: Ja. Ich schätze, Sie kannten meinen Vater.

KERBER: Und worum geht es?

MULDER: Als Sie in dieses Land gekommen sind, haben Sie für die Regierung gearbeitet.

KERBER: Ich bin ein alter Mann und die Vergangenheit langweilt mich.

SCULLY: Weil Sie sie verdrängt haben? Oder weil sie ihr entkommen konnten?

KERBER: Freud, Salk, Crick, Watson. Das sind die Namen, die man am Ende des Jahrhunderts feiern wird. Große Wissenschaftler. Aber Kerber... der wird als Überschlächter in die Geschichtsbücher eingehen.

SCULLY: Die Geschichte ist vielleicht die einzige Gerechtigkeit, die sie je erfahren.

KERBER: Kennen Sie meine Arbeit? Wissen Sie, was wir unter den Umständen erreicht haben?

SCULLY: Als Nazi oder für das Blutgeld, das wir Ihnen gezahlt haben?

KERBER: Wir waren in unserer Leidenschaft gefangene junge Männer, aber unsere Experimente veränderten die Welt.

SCULLY: Auf Kosten vieler unschuldiger Menschen.

KERBER: Der Fortschritt hat schon immer Opfer verlangt und ich... ich habe mich meinen Dämonen gestellt, und ich werde auch bald sterben.

MULDER: Wie mein Vater. Die haben ihn umgebracht, und ich glaube Sie wissen auch wieso.

KERBER: Ich glaube, die würden jeden umbringen lassen, wenn es nur im Interesse der Arbeit ist.

MULDER: Und was ist das für eine Arbeit, an der mein Vater beteiligt war?

KERBER: Ich habe keine Antworten für Sie.

MULDER: Aber Sie haben ihn doch gekannt. er hält ihm das Foto hin. War er auch ein Mörder?

KERBER: Diese Dinge müssen Sie nicht unbedingt wissen.

MULDER: Doch, ich will es wissen, ich will die Wahrheit erfahren. Ist es nicht das, was Sie wollen? Daß die Wahrheit bekannt wird?

KERBER: Kennen Sie die Formel von Napiers Konstante?

SCULLY: Ja, wieso?

KERBER: Auf diesem Foto stehen wir vor der Strughold Bergwerksgesellschaft in West Virginia. Das ist alles, was ich Ihnen sagen werde. Den Rest müssen Sie schon selbst rausfinden.

MULDER: wendet sich zum Gehen Gehen wir, Scully.

SCULLY sieht KERBER noch einen Moment fast verächtlich an, dann folgt sie MULDER.


46TH STREET
NEW YORK CITY


ein Telefon klingelt

GEHILFE: hebt ab Hallo?

KERBER: am anderen Ende Mister Wilson, bitte.

GEHILFE: Ja, einen Moment.

er geht zum WMM

GEHILFE: Es ist für Sie, Sir.

WMM: Ja?

KERBER: am Telefon Hier ist Kerber.

WMM: Victor.

KERBER: Wie geht's dir, alter Freund? Wir haben uns 'ne halbe Ewigkeit nicht gesehen.

WMM: Was ist denn, Victor?

KERBER: Tja, ich hatte gerade Besuch von dem Sohn eines unserer alten Kollegen.

WMM: Und was hast du ihm erzählt, Victor?

KERBER: Ich habe ihm erzählt, daß du der korrupteste Mensch bist, dem ich je begegnet bin. Mehr als das habe ich ihm nicht erzählt. er legt auf

WMM: Mulder ist noch am Leben.

ERSTER ELDER: Dann ist er höchste Zeit, daß wir unsere Freunde anrufen, die diese Sache etwas zufriedenstellender handhaben werden.


IM KRANKENHAUS AN MELISSA SCULLYS KRANKENBETT


MARGARET SCULLY sieht, wie ein unbekannter MANN am Zimmer vorbeigeht und dabei zu ihnen hineinblickt.

KRANKENSCHWESTER: Erwarten Sie Besuch?

MARGARET: erwartungsvoll Oh, ist es Dana? Ist Dana hier?

KRANKENSCHWESTER: Nein, es ist ein Mann, und er sagt, er wurde hergebeten.

ALBERT HOSTEEN kommt hinter der Schwester ins Zimmer.

ALBERT: Mein Name ist Albert Hosteen. Ich wurde hierher gebeten, um ihrer Tochter zu helfen.

MARGARET: Das muß ein Irrtum sein.

ALBERT: Ist ihre Tochter die FBI Frau?

MARGARET: Dana?

ALBERT: Ja. Es tut ihr sehr leid, daß sie nicht herkommen kann, um Sie zu trösten.

MARGARET: Wissen Sie, wo sie ist? Geht's ihr gut?

ALBERT: Ja. Ich glaube schon. er geht zu MELISSA und hebt ihre Hand. Sie ist schwach.

MARGARET: Es wird ihr besser gehen. Sie hat die besten Ärzte, die beobachten sie rund um die Uhr.

ALBERT: Wenn Sie erlauben, würde ich gern beten für ihre Tochter.

MARGARET nickt leicht.


STRUGHOLD BERGWERK
WEST VIRGINIA


MULDER und SCULLY kommen in einem blauen Wagen vorgefahren. Sie steigen aus. Dann, drinnen

SCULLY: Was hat denn Ihr Vater Ihrer Meinung nach hier gemacht?

MULDER: Keine Ahnung. Er ist nie mit 'ner Bergmannsmütze nach Haus gekommen.

SCULLY: Mulder, sehen Sie sich das an.

sie gehen zu einer Reihe von code-verschlüsselten Türen

SCULLY: Was halten Sie davon?

MULDER: Ich würde gerne die Tür Nummer eins probieren.

beide tippen Napiers Konstante als Code ein

MULDER: Mit 271828 funktioniert es nicht.

SCULLY: Hier funktioniert es auch nicht.

MULDER: Ist es auch die richtige Zahlenfolge?

SCULLY: Eindeutig. Napiers Konstante ist die Basis für alle natürlichen Logarithmen.

MULDER: Mit einem Brecheisen und einem kleinen Atomsprengkopf kriegen wir bestimmt eine dieser Türen auf.

SCULLY: konnte gerade einer der Türen öffnen. Mulder.

MULDER kommt zu ihr herüber.

SCULLY: Nein, warten Sie noch einen Augenblick. Egal, was wir hier finden, Sie hatten noch nicht genug Zeit, alles zu verarbeiten, was Sie durchgemacht haben.

MULDER: Ich komm' schon klar, Scully.

SCULLY: Sie konnten noch nicht mal zum Begräbnis Ihres Vaters gehen...

MULDER: Hören Sie...

SCULLY: ... und wenn etwas hier drin einen Zweifel daran weckt, was für ein Mann er war.... Ich weiß, was für eine Wirkung das auf mich hätte.

MULDER nickt.


SKINNERS BÜRO
FBI HAUPQUARTIER


die Tür geht auf und DER RAUCHER kommt herein.

DER RAUCHER: Sie wollten mich sehen?

SKINNER: Ja, genau.

DER RAUCHER: Weswegen?

SKINNER: Ich hab' möglicherweise das Digitalband, nach dem Sie suchen.

DER RAUCHER: Sie haben es möglicherweise?

SKINNER: Ja, aber es besteht die Gefahr, daß es Leuten in die Hände fällt, die es zu Zwecken benutzen wollen, die nicht in Ihren Sinne sein dürften.

DER RAUCHER: Sie wollen etwas aushandeln? Darum geht es also. Ich werde Ihnen etwas sagen: ich mache keinen Handel.

SKINNER: Ich dachte, Sie sollten von gewissen Eventualitäten erfahren.

DER RAUCHER: Haben Sie dieses Band?

SKINNER: Wie ich schon sagte, ich habe es möglicherweise.

DER RAUCHER: schreiend Haben Sie das verdammte Band??

SKINNER: die Ruhe in Person Das weiß ich erst bei unserem nächsten Treffen.

DER RAUCHER: Ich werde nicht verhandeln, verstehen Sie?!

SKINNER: Ja, Sir.

DER RAUCHER: Ich fürchte, das tun Sie nicht. Sie verstehen offenbar gar nichts.

SKINNER: Ich weiß aber sehr genau, welche Politik Sie in dieser Hinsicht verfolgen.

DER RAUCHER: Dann rate ich Ihnen, bei unserem nächsten Treffen ein bißchen vorsichtiger und besser informiert zu sein.


STRUGHOLD BERGWERKSGESELLSCHAFT
WEST VIRGINIA


MULDER und SCULLY sind im Inneren des Werks, sie befinden sich mit Taschenlampen in einem Gang

SCULLY: Mulder, sehen Sie mal da! Sieht aus, als wären hier Karteien gelagert.

MULDER: Wovon?

SCULLY: Das sind medizinische Akten, so wie es aussieht. Die Namen sind alphabetisch geordnet.

MULDER betätigt einen Lichtschalter, so daß ein langer Gang mit noch mehr dieser Akten illuminiert wird.

MULDER: Sehr viele Akten.

SCULLY: Geradezu unglaublich viele Akten.

MULDER: Was steht denn in diesen Akten?

SCULLY: Es sind medizinische Standardformulare und zwar Geburtsurkunden, Pockenimpfbescheinigungen und außerdem das hier.

MULDER: Was ist das?

SCULLY: Das ist eine alte Gewebesammlungskassette, die neuen sind aus Plastik.

MULDER: Enthalten alle Akten das gleiche Material?

SCULLY: Ja, genau das gleiche.

MULDER: Und wann wurde diese Person geboren?

SCULLY: 1955. All diese Akten sind von 55.

MULDER: In welchem Jahr sind Sie geboren?

SCULLY: 1964, warum?

MULDER: Lassen Sie uns mal diesen Jahrgang suchen.

MULDER geht ein Stück weiter und zieht eine andere Schublade auf.

SCULLY: Suchen Sie etwa nach einer Akte über mich?

MULDER: hat gerade ihre Akte gefunden Dana Katherine Scully.

SCULLY: Was?

sie entdecken eine gelbe Plastikkassette darin.

SCULLY: Das ist eine neuere Gewebeprobe. Was zum Teufel geht hier vor, Mulder?

MULDER: Ich weiß es nicht, Scully.

er rennt weiter zu einer anderen Schublade, in der er sucht.

SCULLY: Das ist die Akte Ihrer Schwester.

MULDER: Ja.

SCULLY: Wonach suchen Sie?

MULDER: Ich weiß es nicht. Sehen Sie sich das an. Das war ursprünglich meine Akte.

SCULLY: Das verstehe ich nicht.

in dem Moment geht das Licht aus.

MULDER: Warten Sie hier, Scully.

SCULLY: Mulder, wo gehen Sie denn hin?

MULDER rennt den Gang entlang wieder hinaus und sieht ein grelles Licht vor dem Werk.

SCULLY: immer noch in dem Gang Mulder! Mulder?

plötzlich laufen viele kleine Gestalten an ihr vorbei. MULDER sieht inzwischen das Licht sich weiter über dem Werk ausbreiten und rennt durch die Hintertür hinaus. Ein mächtiges UFO schwebt über das Werk hinweg und blendet MULDER. SCULLY sieht am Ende des Gangs auch ein grelles Licht. Plötzlich sieht MULDER, wie einige Wagen unten vor das Werk vorgefahren kommen, die nichts Gutes künden. Er rennt wieder zurück ins Werk

MANN #1: Ausschwärmen!

sie sehen MULDER über die Gerüste rennen.

MANN #1: Da ist er!

sie beginnen zu schießen.

MANN #1: Versucht auch, die Frau zu finden.

MULDER entkommt in den Gang von vorhin und knallt die Tür hinter sich zu. Doch die Patrouille ist ihm bereits auf den Fersen, einer der Männer kennt den Code und öffnet die Tür.

MULDER: Scully!

SCULLY: Mulder!

MULDER: Scully!

SCULLY: Mulder, ich bin hier unten!

sie finden sich.

MULDER: Alles in Ordnung, Scully?

SCULLY: Ich hab Schüsse gehört.

MULDER: Ich hab nach Ihnen gesucht.

SCULLY: Was ist denn passiert?

MULDER: Eine kleine Armee ist da draußen, und die haben uns in der Falle.

SCULLY: Da hinten ist glaube ich ein Fluchtweg.

tatsächlich kommen sie frei.


CHARLOTTE'S DINER
ROUTE 320A
CRAIGER
MARYLAND


SKINNER setzt sich zu MULDER und SCULLY an den Tisch.

SKINNER: Diesen Ort gibt's nicht einmal auf der Landkarte. Wie kommen Sie hierher?

MULDER: Sie würden sich wundern, was in diesem Land alles nicht auf der Landkarte ist. Was die Regierung tut, um es dabei zu belassen.

SKINNER: Was heißt das?

MULDER: Gestern Nacht sind wir von einem Killerkommando gejagt worden. Deren Autos hatten verfluchte Ähnlichkeit mit CIA Fahrzeugen.

SKINNER: Ich kann vielleicht einen Handel abschließen, der für Ihre Sicherheit garantiert.

SCULLY: Was für einen Handel?

SKINNER: Ich könnte denen vielleicht das Digitalband für Ihre Wiedereinstellung anbieten.

MULDER: Nein, Sir. Ich brauche dieses Band und ich brauche die Akten.

SKINNER: Ich rede hier von einem Weg, Ihr Leben zu retten.

MULDER: Und ich rede von einem ausgeklügelten Komplott gegen die amerikanische Öffentlichkeit. Wissen Sie, worauf wir gestern gestoßen sind?

SKINNER: Worauf?

SCULLY: Auf ein umfangreiches Ablagesystem für medizinische Akten.

MULDER: Untertage, in einem Bergwerk.

SKINNER: Und zu welchem Zweck?

MULDER: Keine Ahnung, aber die Antworten müssen auf diesem Band und in den Akten sein.

SKINNER: Sind Ihnen diese Akten Ihr Leben wert?

MULDER: Sie sind es offensichtlich wert, uns dafür zu töten.

SKINNER: Und was hoffen Sie in Ihren kühnsten Träumen zu finden, Agent Mulder?

MULDER: Wieso die meinen Vater umgebracht haben. Und was meiner Schwester zugestoßen ist. Und was die Agent Scully angetan haben.

SCULLY: Wir sollten ihn den Handel machen lassen, Mulder.

MULDER sieht sie an.

SCULLY: Sehen Sie, diese Antworten bedeuten nichts, wenn wir weiter wie Tiere gejagt werden. Wir bewegen uns im Augenblick so weit außerhalb des Gesetzes, daß wir unsere eigenen Gerechtigkeitsmaßstäbe aufgegeben haben. Wir sind selbst zu Außenseitern geworden und wir verlieren unsere Zuständigkeit und niemand schützt uns.

MULDER: Was hat den das noch mit Gerechtigkeit zu tun, Scully?

SCULLY: Wem nützen diese Antworten dann noch abgesehen von Ihnen, Mulder?

MULDER: Aber worauf wir letzte Nacht gestoßen sind...

SCULLY: Ich will doch genau das gleiche was Sie wollen. Aber ich will auch zu meiner Schwester gehen können.

MULDER: wieder zu SKINNER Ich nehme an, Sie haben schon versucht, das Band zu kopieren.

SKINNER: Der Dieb hat es leider mit einem Kopierschutz versehen und deswegen konnte ich es mir auch nicht ausdrucken lassen.

MULDER: Wieso glauben Sie, daß die den Handel einhalten?

SKINNER: Weil die wissen, daß ich sonst als Zeuge des Staates aussagen werde. Und dann müßten die mich auch töten.

MULDER: zu SCULLY Ich überlasse das Ihnen.

er steht auf und geht raus. Dann, nach einer Weile draußen.

SCULLY: Er kann den Handel abschließen. Doch er wird das Band nicht ohne Ihre Zustimmung herausgeben.

MULDER: Es tut mir leid wegen Ihrer Schwester, Scully.

SCULLY: Ich will nur wissen, ob sie wieder gesund wird.

sie steigen ins Auto und fahren fort.

ALBERT: aus dem Off Zwei Tage lang habe ich für die Schwester der FBI Frau gebetet. Ihre Ärzte sagten, es würde ihr besser gehen und ihre Mutter, die nicht von ihrem Bett weichen wollte, konnte endlich schlafen. Aber es war eine Nachricht von meinen Brüdern im Norden gekommen, die mir keine Hoffnung gab. Das weiße Büffelkalb hatte überlebt, aber nach einem Tag wollte es die Milch seiner Mutter nicht mehr trinken.

INIDANER: zu dem Kalb Ja, komm her, versuch mal.

ALBERT: aus dem Off Am dritten Tag legte sich die Büffelmutter im Stall nieder und stand nicht mehr auf. Sie sagten, die Männer konnten nichts für sie tun und in der gleichen Nacht starb sie. Mein Vater hat mich schon als ich noch ein Junge war gelehrt, daß das Leben nun mal so ist, und daß, damit etwas leben kann, sehr oft erst mal etwas anderes geopfert werden muß. Und genau das fürchtete ich jetzt für die junge Frau.

SKINNER: kommt in MELISSAS Zimmer Ich bin hier, um nach Melissa Scully zu sehen. Ich heiße Walter Skinner und bin stellvertretender Direktor des FBI. Es tut mir sehr leid um ihre Tochter. Dana hat mich gebeten, Ihnen etwas mitzuteilen.

MARGARET: Sie hatten Kontakt mit ihr?

SKINNER: Ja.

MARGARET: Ich möchte wissen, wo sie ist und ob es ihr gut geht.

SKINNER: Es geht ihr gut, aber sie ist in einer schwierigen Lage, die es ihr unmöglich macht, bei Ihnen zu sein.

MARGARET: Und was ist das für eine Lage?

SKINNER: Eine, die wir umkehren müssen, damit sie wieder ihre Arbeit machen kann.

der mysteriöse MANN von vorhin geht wieder draußen am Zimmer vorbei.

ALBERT: Der Mann, den sie gerade gesehen haben, wirft immer sehr neugierige Blicke in diesen Raum.

SKINNER: Und wer sind Sie?

ALBERT: Mein Name ist Albert Hosteen. Ich wurde hierher gebeten.

SKINNER: Gut, Albert. Verlassen Sie das Zimmer bitte nicht, verstehen Sie?

ALBERT: Ja.

SKINNER verfolgt den Mann.

DURCHSAGE: Dr. Morton bitte in die Radiologie. Dr. Morton, bitte melden Sie sich umgehend in der Radiologie.

im Treppenhaus wird SKINNER von dem MANN angegriffen, den er überwältigt, doch dann vom LUIS CARDINAL von hinten angegriffen und mit einem dünnen Stahlseil bezwungen wird. Ein dritter Mann, KRYCEK, kommt hinzu, verprügelt SKINNER und nimmt ihm die DAT Kassette ab. SKINNER bleibt schwer verletzt auf dem Boden liegend zurück. In der nächsten Szene halten die drei Angreifer ihren Wagen vor einem Diner an. Der MANN sitzt am Steuer, KRYCEK auf dem Beifahrersitz, LUIS CARDINAL auf dem Rücksitz.

LUIS CARDINAL: Ich gehe jetzt ein Bier trinken. Willst du auch was?

KRYCEK: Nein.

LUIS CARDINAL: Gar nichts?

KRYCEK: Nein.

KRYCEK sieht, wie sich LUIS CARDINAL und der MANN vom Diner aus zu ihm zurückblicken. Er schaut wieder nach vorne und sieht die Uhr verdächtig blinken. er gerät in Panik und beeilt sich, aus dem Wagen zu kommen, der hinter ihm explodiert, sobald sich KRYCEK in sicherer Entfernung retten konnte. Der MANN und LUIS CARDINAL sehen KRYCEK hinter einem Laster auf dem Parkplatz verschwinden.


KERBERS GEWÄCHSHAUS


MULDER: Mr. Kerber? Mr. Kerber?

keine Spur von ihm. Statt dessen..

WMM: Schön, Sie wiederzusehen, junge Dame.

SCULLY: Wo ist Victor Kerber?

WMM: Oh, der arme Kerber. Den hat man hier gestern zwischen seinen Blumen gefunden. Offenbar hat sein Herz versagt.

MULDER: Sie habe ihn umbringen lassen, nicht wahr? er hält ihm das Foto hin. Sie sind einer der Männer auf diesem Foto. Sie haben meinen Vater gekannt.

WMM: Ja, seit wir junge Männer waren.

MULDER: Sie waren an der Sache beteiligt, für die die medizinischen Daten gesammelt wurden.

WMM: Ja, in der Tat, das war ich. Im Jahre 1947 ist angeblich ein Raumschiff in New Mexico geborgen worden. Ich nehme an, Sie wissen davon. Und auch von der angeblichen Bergung einer Leiche an diesem Ort. Diese Ereignis geschah nicht nur zufällig kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges, sondern überschnitt sich mit einem überaus schändlichen Projekt, das uns Naziwissenschaftler und Kriegsverbrecher ins Land holen ließ, um sie als sie als Werkzeuge zu nutzen.

SCULLY: Operation Büroklammer.

WMM: Ja. Also, Sie wissen bereits davon. Und bestimmt kennen Sie auch die Arbeit von Dr. Josef Mengele, dem Todesengel der Nazis.

SCULLY: Mengele wollte mit Hilfe der Genmanipulation eine Herrenrasse kreieren.

WMM: Genau das versuchten viele seiner Kollegen am Institut für Vererbungslehre und Rassenhygiene auch.

SCULLY: Kollegen wie Victor Kerber?

WMM: Armer Victor. Er liebte seine Orchideen. Wußten Sie, daß es ihm gelungen war, ein paar der hübschesten Kreuzungen der Welt zu schaffen?

MULDER: Kerber hat versucht, eine Kreuzung von Außerirdischen und Menschen zu schaffen. Das habe ich in diesem Eisenbahnwagen gesehen. Er hat menschliche Testpersonen benutzt.

SCULLY: Mulder, warten Sie.

MULDER: Hatte mein Vater damit auch was zu tun?

SCULLY: Die Technologie gab es noch nicht. Die DNS wurde ja 1944 überhaupt erst identifiziert. Das ist alles Lüge!

WMM: Als Ihr Vater begriffen hatte, wofür die medizinischen Daten benutzt wurden, erhob er energisch Einspruch dagegen.

MULDR: Er hat also diese Akten gesammelt?

WMM: In der wachsenden Gefahr eines Atomkrieges in den 50er Jahren sind Männer wie Ihr Vater damit beauftragt worden, genetische Daten über die Bevölkerung zum Zwecke einer nachapokalyptischen Identifizierung zu sammeln.

MULDER: So also kamen diese Karteien zustande. Die haben Gewebeproben von jedem genommen, der eine Pockenimpfung erhalten hat.

WMM: Von vielen Millionen Amerikanern.

MULDER: So daß Victor Kerber Zugang zu einer DNS Datenbank von fast jedem hatte, der seit 1950 geboren wurde.

SCULLY: Mulder, dieser Mann erzählt Ihnen alles, was Sie hören wollen. Aber das ist dummes Zeug, es ist nichts weiter als Science Fiction. Es gab nie Experimente mit Außerirdischen.

WMM: Warum sollte ich Sie belügen?

SCULLY: Wie Sie schon mal sagten, um sich selbst zu schützen. Genauso wie die Naziexperimente, ihre Menschenversuche.

MULDER: Warum war Ihre Akte da, Scully?

SCULLY: Ich hab keine Ahnung.

MULDER: In diesen Akten gab es auch völlig neue Unterlagen.

SCULLY: Ja, aber Unterlagen wovon, Mulder?

MULDER: Von Entführungen! Und von entführten Leuten.

SCULLY starrt ihn entgeistert an und geht.

MULDER: zum WMM Die haben meine Schwester. Wieso?

WMM: Sie nahmen sie als eine Art Versicherung, weil Ihr Vater drohte, das gesamte Projekt bloßzustellen.

MULDER: Wieso nicht ich? Warum sie?

WMM: Das kann ich Ihnen nicht beantworten. Aber Ihr Leben ist jetzt auch in großer Gefahr. Sie drohen auch damit, das Projekt zu entlarven. Sie spielen jetzt die Rolle Ihres Vaters.

MULDER: Wieso sagen Sie mir das?

WMM: Weil Sie das doch wissen wollten. Oder etwa nicht?

MULDER: ruft dem fort gehenden WMM hinterher Gibt es noch mehr?

WMM: dreht sich zu ihm um Mehr als Sie je erfahren werden.


46th STREET
NEW YORK CITY


das Telefon klingelt und der GEHILFE hebt wieder ab.

GEHILFE: Ja? Ja, er ist gerade eingetroffen. Einen Moment bitte.

er gibt dem RAUCHER das Telefon.

GEHILFE: Ein Gespräch für Sie, Sir.

DER RAUCHER: Danke. am Telefon Hallo?

KRYCEK: am Telefon Ich lebe noch. Ist das nicht 'ne Überraschung?

DER RAUCHER: am Telefon Ja. Gut, gut, gut, und wo sind Sie jetzt?

KRYCEK: am Telefon Da, wo Sie mich nie finden werden, sie doppelzüngiger Schweinehund.

DER RAUCHER: am Telefon Sind Sie sicher?

KRYCEK: am Telefon Ich schwöre Ihnen, wenn ich Ihre Gegenwart auch nur spüren sollte, dann werd' ich Sie gleich öffentlich anprangern. Ist das klar?

DER RAUCHER: am Telefon Ja, Danke sehr. Ich melde das sofort unserer Gruppe.

KRYCEK knallt den Hörer auf das Münztelefon.

DER RAUCHER: Ich habe gerade einen vertraulichen Hinweis erhalten, daß das Digitalband, das die gestohlenen Akten enthält, bei einer Autobombenexplosion zerstört wurde bei der auch Agent Scullys Möchtegernmörder starb.

ERSTER ELDER: Und was ist mit Mulder und Scully?

DER RAUCHER: Ich habe ein Treffen mit dem FBI. Die... äh... die möchten verhandeln.

ERSTER ELDER: Weswegen?

DER RAUCHER: Wegen gar nichts. Ich werde nicht verhandeln, weil es keinen Handel gibt.


GREENWICH
CONNECTICUT


MRS. MULDER: Fox? Wie spät ist es denn?

MULDER: Kurz nach zwei.

MRS. MULDER: Bist du etwa jetzt hergefahren? Warum hast du nicht angerufen?

MULDER: Ich wollte unter vier Augen mit dir reden. Ich würde dich gerne etwas fragen und zwar wegen etwas, das schon vor sehr langer Zeit passiert ist.

MRS. MULDER: Ach, Fox. Ich kann mich an nichts erinnern, das habe ich dir doch schon mal gesagt.

MULDER: Mom, bitte hör mir zu. Als Samantha.... bevor sie verschwunden ist, hat Dad dich jemals gefragt, ob du ein Lieblingskind hast? Hat er dich das je gefragt?

MRS. MULDER: Fox, ich bitte dich.

MULDER: Mom, hat er dich jemals gebeten, eine Wahl zu treffen?

MRS. MULDER: Hör jetzt auf!

MULDER: er faßt das Gesicht seiner Mutter in beide Hände Mom, hör mir zu! Ich muß das jetzt wissen. Hat er dich gezwungen, dich zwischen uns zu entscheiden?

MRS. MULDER: Nein. Ich konnte die Wahl nicht treffen. Es war die Wahl deines Vaters. Und ich haßte ihn dafür. Ich hasse ihn sogar noch in seinem Grab dafür.

MULDER nimmt seine schluchzende Mutter in die Arme.


SKINNERS BÜRO
FBI HAUPQUARTIER


DER RAUCHER: Also, Sie wollten mich sehen?

SKINNER: Ich habe das Band, nachdem Sie gesucht haben.

DER RAUCHER: Ach, wirklich?

SKINNER: Ich bin bereit, es Ihnen auszuhändigen oder zu vernichten im Tausch gegen Mulders und Scullys Sicherheit und ihre sofortige Wiedereinstellung hier.

DER RAUCHER: Ich habe Ihnen doch gesagt, Mr. Skinner, ich verhandle nicht. Und besonders nicht mit Schlaubergern wie Ihnen, die mich nur bluffen wollen.

SKINNER: Sie bluffen?

DER RAUCHER: Sie haben doch gar kein Band. Also gibt es auch keinen Handel. Sie können nicht Poker spielen, wenn Sie keine Karten in der Hand halten, Mr. Skinner. Haben Sie sich schon mal gefragt, wie es ist, bei einem Flugzeugabsturtz zu sterben? Oder eine Lebensmittelvergiftung? Selbst ein Herzinfarkt ist nicht ungewöhnlich für einen Mann Ihres Alters. Denken Sie etwa, ich bluffe?

DER RAUCHER wendet sich zum Gehen.

SKINNER: Ich bin noch nicht ganz fertig.

SKINNER geht zu der hinteren Türe und läßt ALBERT herein.

SKINNER: Albert?

ALBERT: Yat ebel ghanah.

DER RAUCHER: Was soll das heißen?

SKINNER: Daß Sie die Lippen spitzen und meinen Arsch küssen werden.

DER RAUCHER: Also, jetzt hören Sie mal zu...

SKINNER: Nein, jetzt hören Sie mir zu, Sie miese Ratte. Dieser Mann heißt Albert Hosteen, das sollten sie sich gut merken. Denn wenn Mulder und Scully auch nur einen Anflug von Grippe bekommen, ist Albert bereit, Kapitel und Vers aufzusagen und zwar Akte für Akte, alles, was auf Ihrem kostbaren Band ist.

DER RAUCHER: Netter Versuch, Skinner.

SKINNER: Sie glauben natürlich, daß Albert ein alter Mann ist und es viele Wege gibt, auch ihn umzubringen. Und deswegen hat er den alten Traditionen seines Volkes entsprechend die Informationen an zwanzig andere Männer weitergegeben. Also, falls Sie nicht alle Navajos in vier Staaten töten, sind diese Informationen durch ein schlichtes Telefonat zu erhalten. Willkommen in der wunderbaren Welt der Hochtechnologie.

DER RAUCHER: Sie bluffen doch.

SKINNER: schadenfroh Wie Sie meinen.


IM KRANKENHAUS


MULDER kommt in MELISSAS Zimmer, wo er SCULLY vorfindet.

SCULLY: Es ist vor drei Stunden passiert. Sie wurde gerade operiert. Ihr Gehirn war schlimmer geschädigt als die angenommen hatten. Ihr Blutdruck begann zu steigen und dann.... dann ist sie ihnen entglitten. sie beginnt zu schluchzen Sie ist für mich gestorben. Ich versuchte, ihr noch zu sagen, daß es mir leid tut, aber ich fürchte, sie wird es nie wissen.

MULDER: Sie weiß es. Melissa weiß es.

SCULLY: Sie haben recht gehabt. Es gibt keine Gerechtigkeit.

MULDER: Ich fürchte, es geht hier nicht um Gerechtigkeit, Scully.

SCULLLY: Und worum geht es dabei?

MULDER: Ich glaube, es geht um etwas, das wir nicht beeinflussen können. Es geht um das Schicksal. lange Pause Skinner hat mir von Ihrer Unterhaltung erzählt. Und daß Sie darauf bestehen, wieder zu arbeiten. Wenn Melissas Tod nun....

SCULLY: Irgendwie brauche ich etwas, worauf ich mich stützen kann.

MULDER: Genauso empfinde ich auch. Wir haben beide so viel verloren. Aber ich glaube, daß das, was wir suchen in den X-Akten steht, und ich bin sicherer denn je, daß die Wahrheit da drin ist.

SCULLY: Ich hab die Wahrheit gehört, Mulder. Und jetzt möchte ich die Antworten hören.

MULDER nimmt SCULLY in die Arme und sie legt ihren Kopf an seine Schulter, während die Kamera wegfährt und das Bild ins Schwarze überblendet.

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  • Autor: dana d. (dana.d@netcologne.de)

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