2X25 Anasazi (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


2X25 Anasazi
EI AANIGOO E'HOOTE

Buch: Chris Carter
Story von David Duchovny und Chris Carter


NAVAJO RESERVAT
TWO GREY HILLS, NEW MEXICO
9. APRIL


Ein Erdbeben...

INDIANER: Wo willst du denn hin?

ERIC: Ich will nur ein bißchen Motorrad fahren

ALBERT: Eric, laß die Schlangen heute in Ruhe. Sie werden zornig sein.

INDIANER: in Navajo Was ist denn los?

ALBERT: in Navajo Die Erde hat heute nur gezittert, um eins ihrer kleinen Geheimnisse zu verraten.

ERIC fährt in einen Steinbruch mit roten Felsen. Er sieht ein metallenes Objekt in der Schlucht und wischt den Sand davon...

Wieder in dem Reservat...

ERIC: Ich hab' was gefunden. Das mußt du dir ansehen.

Draußen stehen sechs Leute um etwas herum...

ERIC: Wofür hälst du das denn?

INDIANER: Ich weiß es nicht.

ALBERT: in Navajo Das ist ein schlechtes Omen für uns. Es muß wieder zurück geschafft werden.

ERIC: Was hat er gesagt?

INDIANER: Er denkt, es sollte zurück gegeben werden, weil jemand kommen wird, um es zu holen.

Das Objekt ist ein Hybrid Skelett


DOVER DELAWARE
10. APRIL


Der Denker liest die Die 50 Größten Verschwörungen Aller Zeiten, während sein Computer sich irgendwo einlogt. Er fängt an zu piepsen...

DER DENKER: Ich glaub es nicht! Wahnsinn!

Er hat sich in eine Datenbank eingehackt und steckt eine DAT Kassette in das Laufwerk...


UNITED NATIONS GEBÄUDE
NEW YORK CITY
10. APRIL


Ein Mann im Anzug geht einen Gang hinunter und klopft an eine Türe...

ITALIENISCHER OFFIZIELLER: in ItalienischWas ist los, Antonio?

ANTONIO: Jemand hat sich in die MJ Dokumente eingehackt.

ITALIENISCHER OFFIZIELLER: Wer sollte denn so etwas machen? er hebt den Telefonhörer ab

ANTONIO: Ich weiß es nicht.

JAPANISCHER OFFIZIELLER: am anderen Ende der Leitung Woher haben sie diese Information? Wurden schon alle benachrichtigt?

DEUTSCHER OFFIZIELLER: am Telefon Ja, ich verstehe vollkommen. Nein, das ist deren Problem. Die müssen die Sache sofort erledigen. er legt auf und ruft den RAUCHER an

DER RAUCHER: Ja.

DEUTSCHER OFFIZIELLER: Sind sie mit der MJ Akte vertraut?

RAUCHR: Ja. Ich habe bereits alles erledigt.

DEUTSCHER OFFIZIELLER: Gut.

DER RAUCHER: legt auf Gentlemen, das ist der Anruf, den ich nie bekommen wollte.

Ein in schwarz gekleidetes Militärkommando bricht in das Apartment des DENKERS ein.


WASHINGTON DC
11. APRIL


MULDER schüttet sich Wasser aus dem Hahn in ein Glas. Es klopft drei mal an der Türe...

MULDER: Was macht ihr denn hier?

BYERS: Können wir drinnen reden?

MULDR: Ich fühl mich nicht sehr wohl. Ich hab nicht gut geschlafen. Ich bin wirklich nicht in Stimmung für euch drei Clowns.

FROHIKE: Ich glaube nicht, daß man uns gefolgt ist.

MULDR: Wer sollte euch schon verfolgen?

BYERS: Die Multinationale Schwarze Brigade. Codename Granat.

LANGLY: Trainierte Killer. Ehemalige CIA-Männer.

MULDER: Habt ihr etwa wieder in Bibliotheken Büchern rumgekritzelt?

FROHIKE: Die wollen nicht uns, sondern ihn.

MULDER: Kenneth Suna.

LANGLY: Das ist wohl sein echter Name.

BYERS: Dir gegenüber nannten wir ihn immer DEN DENKER.

MULDER: Was hat er verbrochen?

BYERS: Er hat sich in den Zentralcomputer des Verteidigungsministeriums gehackt.

MULDER: aufmerksam Und wieso?

BYERS: Er denkt er ist ein Anarchist und ein Schnüffler. Und offenbar hat er sich mit dieser Nummer viele Feinde gemacht. Der Zoll und die Einwanderungbehörde haben höchste Alarmstufe. Ins Ausland lassen die ihn jedenfalls nicht.

MULDER: Warum seid ihr zu mir gekommen?

BYERS: In seinem letzten Kommunikee hat der Denker einen Treffpunkt genannt und ein dreistündiges Zeitfenster. Und er hat ganz besonders nach dir gefragt.

LANGLY: Das Problem ist, daß er vielleicht bereits tot ist.

Ein Schuß ertönt. Alle stürzen aus MULDERS Wohnung und sehen einige Leute vor einem anderen Apartment versammelt...

MULDR: Was ist denn passiert?

FRAU: Sie hat gerade ihren Mann erschossen. Sie waren dreißig Jahre verheiratet. Sie ist offenbar verrückt geworden.

POLIZIST: Gehen sie bitte wieder zurück in ihre Wohnungen. Wir werden das hier handhaben.

FROHIKE: Sehr eigenartig.


US BOTANISCHER GARTEN
WASHINGTON DC


MULDER setzt sich auf eine Bank, bis DER DENKER auf ihn zukommt...

DER DENKER: Ich will nicht, daß Sie meinen richtigen Namen erfahren. Ich halte es einfach nicht für wichtig, daß Sie ihn kennen.

MULDER: Das klingt ja nach 'ner alten Anmache von mir.

DER DENKER: Entschuldigen Sie die Verspätung, aber leider ist so ne Ninjatruppe hinter mir her.

MULDER: Wieso? Was... was haben Sie denn?

DER DENKER: Wenn ich mich nicht irre, habe ich die Original Info-Geheimdienstakten aus dem Verteidigungsministerium. Und zwar alles von... den vierziger Jahren an.

MULDER: Ernsthaft?

DER DENKER: Ja, wirklich. Roswell, MJ 12 und so weiter.

MULDR: Haben Sie sie gelesen?

DER DENKER: Noch nicht vollständig. Ich habe zwar so viel ich konnte kopiert, aber dann bin ich abgehauen, weil ich wußte, daß die hinter mir her sein würden.

MULDER: Woher sollen die wissen, wer Sie sind?

DER DENKER: Ich war viel zu unvorsichtig. Ich meine... daß ich da reinkommen würde, hätte ich nie gedacht. Er gibt MULDER einen Umschlag.

MULDER: Sie wissen, daß die Existenz dieser Akten immer geleugnet wurde. Was wollen sie von mir?

DER DENKER: Ich will die Wahrheit. Und ich will, daß sie mir versprechen, daß die Schweine sich endlich verantworten müssen.


FBI HAUPTQUARTIER
WASHINGTON DC
12. APRIL


MULDER holt die Kassette heraus und steckt sie in das Laufwerk. SCULLY kommt herein...

SCULLY: Mulder, SKINNER sucht nach Ihnen.

MULDER: Kommen Sie ganz schnell rein.

SCULLY: Warum, was ist denn?

MULDER: Kennen Sie sich mit den Zehn Geboten aus?

SCULLY: Soll ich sie etwa aufsagen?

MULDER: Nur das vierte, nach dem man den Feiertag ehren soll und zwar den Teil, wo Gott die Erde und den Himmel, doch kein Sterbenswörtchen von seinen Nebenprojekten erzählte.

SCULLY: Wovon reden Sie überhaupt?

MULDER: Von der größten aller Lügen.

Auf dem Bildschirm erscheint das Emblem des Verteidigungsministeriums. Top Secret.

SCULLY: Was ist das?

MULDER: Der heilige Gral. Originalakten des Verteidigungsministeriums, die ohne jeden Zweifel beweisen, daß die Regierung seit fast fünfzig Jahren von der Existenz Außerirdischer weiß.

SCULLY: Woher haben Sie die?

MULDER: Von einem Anarchisten aus der Nachbarschaft.

Auf dem Bildschirm erscheint ein seltsamer Code...

MULDER: Das glaube ich einfach nicht. Das ist ja nur dummes Zeug. Er steht auf und wirft einen Bleistiftbehälter um. Verdammt! Ich hab die Schnauze voll von diesem Quatsch! Von diesem heimlichtuerischen Blödsinn. Nicht zu fassen.

SCULLY: Vielleicht ist das aber doch kein dummes Zeug.

MULDER: Es ist ein Scherz, Scully, ein ganz blöder Scherz.

SCULLY: Es ist nur verschlüsselt, glaube ich, und irgendwoher kenne ich das sogar. Es sieht nach der Sprache der Navajo aus. Die wurde während des zweiten Weltkrieges benutzt und mein Vater hat mir erzählt, daß dies der einzige Code war, den die Japaner nie knacken konnten. Ich erinnere mich noch an die langen Konsonantenketten.

MULDER: Können Sie das entziffern?

SCULLY: Nur eine Handvoll Menschen kann das entschlüsseln.

MULDER: Dann finden Sie einen.

SCULLY: Mulder. Geht's Ihnen nicht gut?

MULDER: Doch. Ich konnte bloß nicht schlafen.

SKINNER kommt gerade aus seinem Büro...

MULDER: Sir.

SKINNER: Ich muß mit Ihnen sprechen, Mulder.

MULDER: Worüber?

SKINNER: In meinem Büro.

MULDER: Warum? Soll ich vielleicht wieder mal die Drecksarbeit für unsere Regierung machen?

SKINNER: Es geht um ein Gerücht, nach dem Sie im Besitz von hochsensiblen Akten sind.

MULDER: Nicht, daß ich wüßte. Er dreht sich um.

SKINNER: Agent Mulder, also jetzt... hören Sie mal zu.

SKINNER greift nach MULDERS Schulter und MULDER geht auf SKINNER los...

SKINNER: Ich hab genug von Ihnen, Agent Mulder. Das reicht jetzt. Wir sind fertig.


13. APRIL


SCULLY betritt ein Zimmer, in dem sich SKINNER und andere FBI Direktoren befinden...

SCULLY: Ich sollte mich hier melden, Sir?

SKINNER: Ja, Agent Scully, bitte setzten Sie sich.

DIREKTOR 1: Agent Scully. Sie wissen ja vermutlich schon von der Sache, die gestern hier im Gang vorgefallen ist.

SCULLY: Ja, Sir.

DIREKTOR 1: Und haben Sie eventuell eine Erklärung für Agent Mulders abenteuerliches Verhalten?

SCULLY: Nein, Sir. Agent Mulder hat mir bloß gesagt, daß er nicht besonders geschlafen hat.

DIREKTOR 1: Glauben Sie, daß Agent Mulder Ihnen vertraut, Agent Scully?

SCULLY: Natürlich, er ist mein Partner.

DIREKTOR 2: Ihr Partner? Wurden Sie ihm nicht eigentlich zugeteilt, um seine Arbeit zu überwachen?

SCULLY: Ja, Sir. Das ist ungefähr anderthalb Jahre her. Und aus meinen regelmäßigen Berichten wird der Wert von Agent Mulders Arbeit offenkundig.

DIREKTOR 2: Würden Sie lügen, um ihn zu beschützen?

SCULLY: Werde ich beschuldigt zu lügen?

DIREKTOR 3: Agent Mulder ist zu einer disziplinarischen Anhörung vorgeladen worden. Und falls wir während dieser Anhörung feststellen, daß Sie uns etwas verschwiegen haben, dann müssen Sie mit den selben Konsequenzen rechnen.

SCULLY: Und welche Konsequenzen sind das?

SKINNER: Ihre sofortige und unwiderrufliche Entlassung.

SCULLY: Ist das alles, Sir?

SKINNER: Ja, Agent Scully, danke.


WEST TISBURY
MARTHAS VINEYARD
MASSACHUSETTS


Es läutet. BILL MULDER öffnet die Türe. Es ist der DER RAUCHER...

DER RAUCHER: Hallo, Bill.

BILL MULDER: Was willst du denn hier?

DER RAUCHER: Ich muß was Wichtiges mit dir besprechen.

BILL MULDER: Wir waren uns doch einig, daß du nie wieder...

DER RAUCHER: Das war vor langer Zeit, Bill. Aber es ist etwas Unvorhergesehenes geschehen.

BILL MULDER und der DER RAUCHER sitzen am Tisch...

BILL: Niemand sollte davon erfahren.

DER RAUCHER: Wer konnte damals schon ahnen, was die Zukunft bringt? Daß die Computer, von denen wir geträumt haben, irgendwann in jedem Haushalt stehen würden und Spionage auf höchstem technischen Niveau ermöglichen.

BILL: Die Akten hätten vernichtet werden sollen.

RACUHER: Schon richtig, aber das wurden sie nicht. Die Reue ist eine unvermeidbare Konsequenz des Lebens.

BILL MULDER: Und woher weißt du nun, daß mein Sohn sie hat?

DER RAUCHER: Der Dieb hat uns gegenüber ausgepackt.

BILL MULDER: Oh Gott.

DER RAUCHER: Wir werden natürlich wie immer alles abstreiten. Diese Akten wirken erst dann glaubhaft, wenn wir sie für authentisch erklärten.

BILL MULDER: Mein Name steht in diesen Akten.

DER RAUCHER: Die selbstverständlich verschlüsselt wurden. Also haben wir da einen gewissen Zeitvorsprung. Wir waren äußerst bestrebt zu verhindern, daß diese Tatsachen je ans Licht kommen.

BILL MULDER: Du wirst... ihm doch nichts tun?

DER RAUCHER: Ich habe ihn doch auch bisher geschützt. Dein Sohn hat sich mächtige Freunde zu schaffen gewußt. Das Letzte, was wir brauchen, ist ein Märtyrer oder ein Kreuzzug.

BILL MULDER: Aber falls er doch.... erfährt, daß ich beteiligt war?

DER RAUCHER: Das liegt ganz bei dir, Bill. Das war schon immer so. Ich möchte dir nur raten, in diesem Fall alles abzustreiten. Es war schön, dich wieder zu sehen, Bill. Du siehst gut aus.

DER RAUCHER steht auf und geht...

MULDER schläft in seinem Apartment - jemand geht auf ihn zu. Er wacht auf und greift nach seiner Waffe.

SCULLY: Sie haben nicht aufgemacht.

MULDER: Oh, ich habe eine Tablette genommen.

SCULLY: Ich war etwas besorgt, weil ich Sie im Büro nicht finden konnte.

MULDER: Ich bin nach Haus gegangen. Vielleicht, weil ich weiß, daß mir der Scheiterhaufen bevorsteht.

SCULLY: Die haben mich heute zu sich zitiert.

MULDER: Und was genau haben Sie ihnen gesagt?

SCULLY: Das alles in Ordnung wäre.

MULDER: Dann haben Sie doch die Wahrheit gesagt.

SCULLY: Mulder, Sie haben denen die Munition geliefert, jetzt brauchen die nur noch einen Grund.

MULDER: Na gut dann werde ich mich entschuldigen.

SCULLY: Mulder, diese Akten... wer weiß, daß die in Ihrem Besitz sind?

MULDER: Wieso?

SCULLY: Ich habe heute Ihretwegen gelogen. Obwohl mich das meinen Job kosten kann, bin ich das Risiko eingegangen. Wenn die das herausfinden mit diesen Akten...

MULDER: Von wem sollen die das denn erfahren?

SCULLY: Vielleicht wissen sie das ja sogar schon! Die Frage ist doch nur, ob es das wirklich wert ist. Ist diese Kassette es wirklich wert, alles aufs Spiel zu setzen?

MULDR: Das sage ich Ihnen, wenn ich weiß, was da drauf ist. Und jetzt sagen Sie mir lieber erst mal, wer diesen Code knacken kann.

SCULLY: Ich habe gleich ne Verabredung und heute abend weiß ich wahrscheinlich schon mehr. Ich hätte gerne etwas mehr Gewißheit, daß wir uns nicht an den Strang liefen mit dieser Sache. Und daß meine Handlungsweise richtig ist.

MULDER: Ich versuche, es herauszufinden.

MULDER klebt ein X auf das Fenster...

SCULLY: Ich würde gern noch etwas wissen, Mulder. Wieso haben Sie Skinner geschlagen? MULDER: Ich hab darüber nachgedacht... und ehrlich gesagt weiß ich es nicht.

SCULLY geht


NAVAJO STATION
WASHINGTON DC


NAVAJO FRAU: Ist das alles, was Sie haben?

SCULLY: Derzeit ja.

NAVAJO FRAU: Ich kenne zwar einige Worte, aber Sie brauchen einen Codespezialisten, um das zu entschlüsseln. Ich kenne einen Mann, der Ihnen vielleicht helfen kann. Ich kann ihm Ihre Nummer geben.

SCULLY: Ja, vielen Dank. Ähm, können Sie mir sagen, welche Worte Sie da kennen?

NAVAJO FRAU: Dieses Wort, das bedeutet Güter, Waren. Und dieses Wort. Es bedeutet Impfung. Beide sind neuzeitliche Wörter, deswegen fallen sie so auf.

SCULLY: Danke. Sie haben mir sehr geholfen.

Das Telefon in MULDERS Apartment klingelt...

MULDER: Mulder.

BILL MULDER: Fox, hier ist dein Vater. Ich muß dich sofort sprechen.

MULDER: Wo bist du?

BILL MULDER: Ich bin zu Hause. Wie schnell kannst du bei uns sein?

MULDER sieht auf das X auf dem Fenster

BILL MULDER: Fox, es ist wirklich sehr wichtig.

SCULLY betritt MULDERS Apartment...

SCULLY: Mulder.

Sie geht zum Fenster. Dann durchdringt ein Schuß die Stille. Sie streift SCULLY an der Stirn.

BILL MULDERS Haus

BILL MULDER: Fox.

MULDER: Dad. Was ist denn los?

BILL MULDER: Komm rein. Er schließt ab. Es ist... Es ist jetzt alles so klar, so einfach. Und damals ist es so kompliziert gewesen. Diese Entscheidungen, die getroffen werden mußten.

MULDER: Welche Entscheidungen, Dad?

BILL MULDER: Fox, du bist ein kluger junger Mann. Viel klüger als ich je war.

MULDER: Inwiefern?

BILL MULDER: Du bist deinen Ansichten treu geblieben und läßt dich von niemandem vereinnahmen. Sobald du das tust, wird ihre Doktrin automatisch auch zu deiner und du kannst verantwortlich gemacht werden.

MULDER: Redest du von deiner Arbeit im State Department?

BILL MULDER: Du wirst einige Dinge erfahren, Fox. Zuerst wirst du nur die Worte hören und dann wirst du die Zusammenhänge erkennen.

MULDER: Welche Worte denn?

BILL MULDER: Die Ware ist eins davon. Hör zu, ich hab... ein paar Tabletten geschluckt und ich... entschuldige mich bitte für einen Moment.

Bill geht ins Badezimmer und öffnet den Spiegelschrank. Sobald er ihn wieder schließt, sieht man im Spiegelbild KRYCEK hinter ihm stehen. Ein Schuß fällt und MULDER eilt ins Badezimmer...

MULDER: Dad? Dad. Dad Draußen hört er Reifenquietschen Oh, Dad.

BILL MULDER: Verzeih mir....

BILL MULDER stirbt. MULDER trägt ihn zur Couch

SCULLY: Hallo.

MULDER: Mein Vater ist tot, Scully.

SCULLY: Wo sind Sie?

MULDER: Er ist erschossen worden. Er ist tot.

SCULLY: Mulder, wo sind Sie? Sagen Sie mir nur, wo sie sind.

MULDER: Bei meinen Eltern.

SCULLY: Wer hat ihn erschossen, Mulder?

MULDER: Ich weiß es nicht.

SCULLY: Haben Sie sich mit ihm gestritten?

MULDER: Ich war's nicht, Scully. Er hat gerade versucht, mir etwas mitzuteilen.

SCULLY: Mulder, hör'n Sie mir zu.

MULDER: Sie müssen mir glauben, Scully.

SCULLY: Mulder, ich glauben Ihnen ja, aber jetzt hören Sie mir mal zu. Sie müssen das Haus Ihres Vaters verlassen, und zwar sofort.

MULDER: Ich kann den Tatort nicht verlassen. Das sieht aus als würde ich fliehn, als wär ich schuldig.

SCULLY: Mulder, die werden Sie doch sowieso verdächtigen. Sie können den Täter nicht beschreiben, und... Ihr Verhalten war in letzter Zeit reichlich irrational. Begreifen Sie denn nicht, daß das alles auf Sie als Tatverdächtigen hinweist?

MULDER: Es ist mit einer anderen Waffe erschossen worden.

SCULLY: Verdammt, Mulder, Sie sind FBI Agent, und Sie haben Zugang zu anderen Waffen außer Ihrer eigenen.

MULDER: Na gut, dann treffen wir uns in meiner Wohnung.

SCULLY: Nein. Nach Hause können Sie auf keinen Fall. Jemand hat durch Ihr Fenster geschossen und mich fast umgebracht. Und ich nehme an, dieser Anschlag galt Ihnen.

SCULLY öffnet einem ziemlich heruntergekommenen MULDER die Tür zu ihrer Wohnung...

SCULLY: Oh, Mulder. Gott sei Dank! Wie sehen Sie aus? Sie sind ja krank!

MULDER: Es geht mir gut. Alles in bester Ordnung.

SCULLY: Nein, kommen Sie. Ich will, daß Sie sich hinlegen. Los, hoch mit Ihnen! Sie werden sich jetzt hinlegen. Ziehen Sie Ihre Jacke aus.

MULDER: Wir müssen diesen Mörder finden.

SCULLY: Ja. Aber zuerst werden Sie sich hinlegen.

MULDER: Wir müssen herausfinden, wer meinen Vater umgebracht hat.

SCULLY: Aber zuerst müssen Sie sich ausruhen, okay? Ruhen Sie sich aus. Ist schon gut... ist schon gut.


14. APRIL


MULDER wacht auf...

MULER: Scully? Er sucht nach seiner Waffe.


FBI HAUPTQUARTIER
WASHINGTON DC


Ein FBI Techniker schießt mit einer Waffe in einen Tank...

FBI TECHNIKER: Einen Vergleich kann ich aber erst durchführen, wenn mir die Kugel aus dem Opfer vorliegt.

SCULLY: Und wie lange dauert es festzustellen, ob sie übereinstimmen?

FBI TECHNIKER: Wenn es sich um ein neun Millimetergeschosse handelt, stellen wir die Spezifikation fest und vergleichen die Durchschlagskraft und sollten ziemlich bald Bescheid wissen.

MULDER ruft SCULLY an....

SCULLY: Scully.

MULER: Sie haben meine Waffe genommen. Sie glauben, daß ich es getan habe, nicht wahr?

SCULLY: Ich lasse Ihre Waffe in der Ballistik überprüfen, um Sie zu entlasten, Mulder.

MULDER: Wieso haben Sie mich nicht erstmal gefragt?

SCULLY: Sie hatten gestern abend 39 Grad Fieber und ich wollte Sie nicht wecken.

MULDER: Hatten Sie etwa Angst, ich würde Sie auch erschießen?

SCULLY: Ich muß heute nachmittag in Skinners Büro Rede und Antwort stehen und ich möchte denen ein paar gute Antworten geben, wenn

MULDER: Ach, Sie wollen sich doch nur eine weiße Weste verschaffen. Sie haben von Anfang an Berichte über mich geschrieben, Scully, und sich ihre kleinen Notizen gemacht.

SCULLY: Mulder, Sie sind krank. Sie können nicht klar denken. Ich bin auf Ihrer Seite, das wissen Sie doch!

MULDER: Hören Sie. Sie haben meine Waffe und Sie haben meine Akten. Also verlangen Sie nicht auch noch mein Vertrauen.

SCULLY: Mulder...

MULDER legt auf. SCULLY geht zu MULDERS Wohnung, um die Kugel aus der Wand zu holen. Durch das Fenster sieht sie einen unscheinbaren Lieferwagen. Sie geht in den Keller und sieht bei den Wassertanks nach. An einem dieser Tanks ist ein Filter. Sie nimmt ihn an sich. Draußen steigt MULDER aus einem Taxi und er sieht, wie jemand um die Ecke des Gebäudes huscht. Er rennt durch das Haus auf die andere Seite. MULDER schnappt sich den Typen, als er um die Ecke kommt und verpaßt ihm welche - es ist KRYCEK...

MULDER: Ich werde Sie sowieso töten, Krycek, also können Sie mir ebensogut die Wahrheit sagen. Haben Sie meinen Vater umgebracht? Haben Sie ihn umgebracht? Antworten Sie mir! MULDER schlägt ihn wieder.

SCULLLY: Mulder! Erschiessen Sie ihn nicht! Überlassen Sie ihn mir!

Sie hat ihrer Waffe auf MULDER gerichtet...

MULDER: Er hat meinen Vater getötet Scully.

SCULLY: Ich habe ihn Mulder.

MULDER: Nein, Scully.

SCULLY schoß auf MULDER, KRYCEK kommt davon...

FRAUENSTIMME: Oh mein Gott, warum ruft denn keiner die Polizei?


16. APRIL


MULDER ist in einem Zimmer...

ALBERT: Er ist wach.

SCULLY: Mulder. Mulder, ich bin's. Hier, trinken Sie etwas. Sie haben seit über sechsunddreißig Stunden nichts mehr getrunken. Ihre Schulter wird bald wieder in Ordnung sein. Es war nur ein glatter Durchschuß.

MULDER: Sie haben auf mich geschossen.

SCULLY: Ja, das habe ich. Sie haben mir keine Wahl gelassen. Sie hätten beinahe Krycek erschossen.

MULDER: Warum schießen Sie auf mich? Er ist der Mörder.

SCULLY: Wenn er es ist, ist seine Waffe vermutlich dieselbe, mit der Ihr Vater umgebracht wurde.

MULDER: Und was soll das bedeuten?

SCULLY: Wenn Sie Krycek gestern damit umgebracht hätten, wäre es unmöglich zu beweisen, daß Sie Ihren Vater nicht umgebracht haben. Das mit ihrem Vater tut mir leid, Mulder. Ich konnte es Ihnen bisher noch nicht sagen.

MULDER: Woher wußten Sie, daß es Krycek war.

SCULLY: Ich hatte keine Ahnung. Ich bin nur in Ihre Wohnung gegangen, um die Kugel aus der Wand zu holen. Da fiel mir ein Lieferwagen ohne Firmenzeichen auf, der enthärtetes Wasser geliefert hat. Und ich fand das hier an einer der Flaschen, die Ihr Haus speist.

MULDER: Was ist das?

SCULLY: Das ist ein Dialysefilter. Ein Gerät das man zur Auflösung fester Substanzen in Flüssigkeiten benutzt. In Anbetracht Ihrer heftigen Psychosen der vergangenen Tage ist das möglicherweise LSD, Amphetamine oder irgendein exotischer Rauschmittelcocktail gewesen.

MULDER: Oh mein Gott. Es gab einen Mord in meinem Haus.

SCULLY: Subtilität ist nicht gerade deren Stärke. Mulder, diese Männer haben möglicherweise auch Ihren Vater auf dem Gewissen und versuchen Sie systematisch zu zerstören, indem sie alle Ihre Vertrauenspersonen gegen Sie beeinflussen. Die Frage nach dem "Warum?" erübrigt sich

MULDER: Weil ich der Wahrheit zu nahe gekommen bin. Wo sind wir hier?

SCULLY: Wir sind in Farmington, New Mexico.

MULDER: New Mexico?

SCULLY: Wir sind zwei Tage lang quer durchs Land gefahren. Ich hab Sie betäubt, um die Nebenwirkungen der Psychose zu mildern. Das ist Albert Hosteen. Er hat es geschafft, Ihre Akten zu übersetzen.

ALBERT: Sie können von Glück sagen, daß sie so gut schießen kann.

MULDER: Ja, aber auf den Falschen.

SCULLY: Albert war einer der Navajo-Codierer während des zweiten Weltkriegs. Er hat damals die original Regierungsdokumente verschlüsselt.

MULDER: Wie haben Sie ihn gefunden?

SCULLY: Durch eine Frau in Washington. Aber er sagt, er habe gewußt, daß wir kommen würden.

ALBERT: Das wurde uns letzte Woche offenbart.

SCULLY: Die meisten Akten wurden mundartlich verschlüsselt. Es gibt da offenbar eine internationale Konspiration des Schweigens, die auf die vierziger Jahre zurückgeht. Albert sagt, das Beweise für diese Geheimnisse in einem Navajo Reservat in der Nähe vergraben sind. Er will Sie dorthin bringen, sobald Sie gesund sind.

MULDER steht auf...

MULDER: Und was ist mit Ihnen?

SCULLY: Sie müssen jetzt allein weitermachen. Ich konnt ja vorgestern nicht zu diesem Treffen mit Skinner gehen und, ähm, ich weiß noch gar nicht, wie die darauf reagieren werden.

MULDER: Sie haben sehr viel riskiert.

SCULLY: Ich wußte, daß die versuchen, Sie umzubringen.

MULDER: Danke. Danke, daß Sie sich um mich gekümmert haben.

SCULLY: Es gibt da noch etwas. Mein Name steht in diesen Akten. Und zwar bei den letzten Eintragungen zusammen mit Duane Barrys.

MULDER: In welchem Kontext?

SCULLY: Das ist nicht klar. Aber es hat etwas mit einem Test zu tun. Ich möchte, daß Sie für mich versuchen, das herauszufinden.


NAVAJO NATION
NATIONALES RESERVAT


MULDER und ALBERT in einem Auto...

MULDER: Sie wußten also, daß ich kommen würde.

ALBERT: In der Wüste findet alles seinen Weg zu überleben. Geheimnisse verhalten sich ähnlich. Sie kämpfen sich den Weg nach oben durch den Sand der Täuschung, damit die Menschen sie erfahren können. Hier, das ist mein Haus.

MULDER: Aber warum ich?

ALBERT: Sie sind bereit, die Wahrheit zu akzeptieren, nicht wahr? Und sich sogar für sie zu opfern.

MULDER: Ich kann Ihnen nicht folgen.

ALBER: Es gab einmal einen Indianerstamm, der hier vor sechshundert Jahren gelebt hat. Dieser Stamm hieß Anasazi. Das bedeutet Altehrwürdige Fremde. Niemand weiß, was mit ihnen geschehen ist. Die Historiker sagen, daß sie spurlos verschwunden sind. Das sagen sie aber nur, weil sie sich nicht für die Wahrheit aufopfern wollen.

MULDER: Und was ist die Wahrheit?

ALBERT: Daß nichts jemals spurlos verschwindet.

MULDER: Sie denken, daß sie entführt worden sind.

ALBERT: Von Besuchern, die noch immer hierher kommen.

ABLERT steigt aus dem Wagen, MULDER folgt ihm...

MULDER: Was erwartet mich da draußen?

ALBERT: Lügen. Das wird Ihnen sehr schnell klar werden.

MULDER steigt hinter ERIC auf sein Motorrad...

ERIC: Es ist hinter diesem Felsen. Da unten ist es.

MULDER klettert die Felsen hinunter. Sein Handy klingelt...

MULDER: Mulder.

DER RAUCHER: Sie sind schwer zu erreichen.

MULDR: Nicht schwer genug offensichtlich.

DER RAUCHER: Wo sind Sie?

MULDER: Ich bin in der Betty Ford Klinik, wo sind Sie?

DER RAUCHER: Ich hätte Sie gern mal gesprochen, und zwar persönlich. Ich erkläre Ihnen dann ein paar Dinge.

MULDER: Die Regierung kann sich den Flug sparen und eigentlich interessiert mich nur, welche Regierung das ist.

DER RAUCHER: Ihr Vater hat Ihnen vielleicht etwas erzählt, Mr. Mulder. Ich warne Sie davor, diese Dinge für bare Münze zu nehmen.

MULDER: Und welche Dinge wären das?

DER RAUCHER: Er hat diesem Projekt nicht ablehnend gegenüber gestanden. In Wahrheit hatte er es autorisiert und damit konnte er nicht leben.

MULDER: Nein, er konnte damit nicht leben, weil Sie ihn umbringen ließen.

DER RAUCHER: Damit hatten wir nichts zu tun.

MULDER: Jetzt hören Sie mal zu, Sie Krebskandiat, ich werde Sie und Ihr Projekt öffentlich bloßstellen. Ihre Zeit ist abgelaufen.

DER RAUCHER: Aber genau dadurch würden Sie nur Ihren Vater bloßstellen... .

MULDER legt auf - DER RAUCHER steigt aus seinem Auto und klettert in einen Helikopter.

SOLDAT 1: Sir, wir haben seine Koordinaten und sind startbereit.

DER RAUCHER: Dann los.

SOLDAT 2: Okay, schwingt sie hoch.

Der Hubschrauber startet. Im Steinbruch entdeckt MULDER in dem Staube ein Schild, auf dem Sierra Pacific Railroad RTC - 567 480 steht.

ERIC: Sehen Sie mal hier.

MULDER: Das ist ein Güterwaggon.

ERIC: Und zwar ein Kühlwagen.

Sie öffnen die Luke...

SCULLYS Handy klingelt...

SCULLY: Scully.

MULDER: Ja, ich bin's.

SCULLY: Wo sind Sie?

MULDER: Da wo ich es nie erwartet hätte.

SCULLY: Was soll das bedeuten?

MULDER: Ich bin in einem Güterwaggon, der in einem Steinbuch vergraben ist. Und dieser Wagen ist voller Leichen.

SCULLY: Leichen?

MULDER: Sie sind bis zur Decke gestapelt.

SCULLY: Was ist ihnen denn zugestoßen?

MULDER: Ich weiß es nicht.

SCULLY: Mulder, ich konnte in diesen Akten... sehr viele Hinweise auf Experimente finden, die hier in den USA von Wissenschaftlern der Axen Mächte durchgeführt wurden, den man nach dem zweiten Weltkrieg Amnestie gewährt hat.

MULDER: Welcher Art von Experimenten?

SCULLY: Irgendwelche Versuchsreihen, und zwar an Menschen. Aber die werden hier als Ware bezeichnet.

MULDER: Aber das hier sind keine Menschen, Scully. Für mich sehen die eher wie Außerirdische aus.

SCULLY: Sind Sie da ganz sicher?

MULDER: Ich bin mir sogar verdammt sicher. Warten sie mal kurz.

MULDER besieht den Arm eines der "Waren" näher...

MULDER: Diese Leiche hier... hat sowas wie ne Pockenimpfnarbe.

SCULLY: Mulder...

MULDER: Mein Gott, Scully. Was haben die getan?

Die Luke schließt sich...

SCULLY: Mulder? Mulder, was ist passiert?

SOLDAT 1: Er ist da drinne! Mach die Luke auf. Sichern! Und rein da!

DER RAUCHER: Wie heißt du, mein Junge?

SOLDAT 1: Er ist nicht hier.

DER RAUCHER: Wo ist Mulder? Er ist hier.

SOLDAT 1: Nein, Sir. Und wenn er hier war, ist er spurlos verschwunden.

DER RAUCHER: Nichts und niemand verschwindet spurlos. Verbrennen Sie alles.

SOLDAT 1: Na los, einsteigen. Schneller, schneller, schneller.

Eine Bombe wird in den Güterwaggon geworfen. Sie explodiert und sein Inneres geht in Flammen auf. DER RAUCHER und die SOLDATEN steigen wieder in den Hubschrauber und fliegen weg...

Fortsetzung folgt...


Mitgeschrieben von:

  • Autor: dama d. (dana.d@netcologne.de)

Ursprünglich veröffentlicht auf dana d.'s Home. Nutzung mit freundlicher Genehmigung.

  • Betalesung: Robert B. (spooky17@gmx.de)