2X01 Kontakt (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


2X01 Kontakt
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!

German Air Date: 7. September 1995
USA Air Date: 16. September 1994


Der Weltraum

MULDER: Wir wollten daran glauben. Und wir wollten es hinausrufen.

Ein Satellit fliegt von links in die Mitte des Bildes

MULDER: Am 20. August und am 5. September 1977 wurden zwei Raumsonden vom Kennedy Raumfahrtzentrum in Florida gestartet. Man nannte sie "Voyager".

Schneller Auszoom, man sieht die Milchstraße. Das Bild geht nach unten rechts weg

MULDER: Und beide trugen eine Botschaft ins All.

Man hört Bachs Brandenburgisches Kontert Nr. 2

KURT WALDHEIM -im Hintergrund-: I send greetings on behalf of the people of our planet. We step out of our solar system into the universe, seeking only peace...

Verschiedene Diagramme und ein Bild eines menschlichen Körpers fliegen über den Bildschirm

MULDER: Eine goldbeschichtete Platte, die Bilder, Musik und Klänge unseres Planeten projizieren konnte. In einer Zusammenstellung, so dass sie von einer technologisch entwickelten außerirdischen Zivilisation verstanden werden könnten.

Man sieht, wie man sich von der Erde entfernt

MULDER: Zwölf Jahre nach dem Start passierte Voyager 2 die äußersten Atmosphäreschichten von Neptun und verließ danach faktisch unser Sonnensystem. Seit dieser Zeit wurden keine Botschaften mehr ausgestrahlt. Und es sind auch keine weiteren geplant.

Man sieht eine große Satellitenschüssel

MULDER: Wir wollten nur lauschen. Am 12. Oktober 1992 begann die NASA mit der hochauflösenden Mikrowellenbeobachtung.


IONOSPHÄREN-OBSERVATORIUM
ARECIBO, PUERTO RICO


Ein riesiges Teleskop

MULDER: Einer auf zehn Jahre angelegten Suche durch Radioteleskope, bei der 10 Millionen Frequenzen nach irgendwelchen Signalen von außerirdischen Intelligenzen abgehört werden.

Das Observatorium

MULDER: Nicht mal ein Jahr später gelang es Senator Richard Bryan aus Nevada während seiner ersten Amtszeit eine Gesetzesänderung zu erwirken, die das Projekt beendete.


Arecibo Ionospheric Observatory
Arecibo, Puerto Rico
Kontrollraum


MULDER: Ich wollte glauben, aber die Werkzeuge dazu wurden uns weggenommen. Die Abteilung X-Akten wurde aufgelöst.

Fahrt durch den Kontrollraum, viele Geräte, die jedoch aus sind.

MULDER: Man hat uns die Augen geschlossen und unsere Stimmen zum Verstummen gebracht. Unsere Ohren sind jetzt taub für die Verheißungen extremer Möglichkeiten.

Beep. Einige Lichter gehen an. Der Drucker druckt etwas aus und das Tonband nimmt "Bachs Brandenburgisches Konzert 2" auf. Abblende. Vorspann.


LONGSTREET MOTEL
WASHINGTON D.C.
GESPRAECHSMITSCHNITT NR.5A21147


Mulder hört sich ein Tonband-Mitschnitt eines Gespräches zweier Männer an, dabei isst er Sonnenblumenkerne

1. MANN: Cecil und ich sind in diesen Strip-Laden rübergegangen.

2. MANN: Ach ja, hast du dich verwöhnen lassen?

1. MANN: Ohh Mann, ich kann dir vielleicht sagen... Kennst du eigentlich diese Tuesday?

2. MANN: Was, sag bloß, du bist da mit 'ner Tussi hingegangen?!

1. MANN: Nein, nein, diese Stripperin hieß Tuesday.

2. MANN: Ach ja?! Die kenn' ich auch.

1. MANN: Na, jedenfalls ist die auf der Bühne und tanzt nach diesem Springsteen-Song "come on and putty"

(Anm.: Ich habe noch nie von einem Song von Bruce Springsteen namens Come on... oder Come out... gehört. Im Original ist auch von Offsprings "Come out and play die Rede.)

2. MANN: Na, das war doch sicher nett?

1. MANN: Ohaha, sie war wirklich heiß.

2. MANN: Erzähl schon weiter!

1. MANN: Na ja, ich hab ihr ein großes Trinkgeld gegeben, keine Ein-Dollar-Noten, sondern lauter Fünfer und ich hab sie auf den Bühnenrand geknallt: bumm, bumm, bumm.

2. MANN: Und wie hat ihr das gefallen?

1. MANN: Bis zum Ende des Songs hatte ich so an die vierzig Dollar hingeblättert.

2. MANN: Ist'n kurzer Song, wie?


FBI-AKADEMIE
QUANTICO, VIRGINIA


Scully steht neben einer Leiche, auf dessen Schädel eine gepunktete Linie ist. Eine Gruppe Studenten macht sich Notizen.

SCULLY: Es ist vorteilhaft, eine Autopsie mit der Entfernung der Schädeldecke zu beginnen. Der Schädel wird mit einer horizontalen Teilung, 2,5 Zentimeter über den Augenbrauen geöffnet.

Scully starrt den Körper an. Die Studenten wundern sich.

STUDENTIN: Stimmt was nicht?

SCULLY: nach langem Was dieser Mann jemals gedacht hat, seine Träume und wen er liebte und was er sah und hörte und was ihm vertraut war und was er fürchtete. Irgendwie ist das alles in dieser Maße von Gewebe und Flüssigkeit.

STUDENTIN: Geht's Ihnen nicht gut, Agent Scully? Das klang' ja gerade richtig... spukig.

Scully sieht sie an, als sie Mulders Spitznamen hört.


FBI-ZENTRALE
WASHINGTON, D.C.


Mulder geht den Gang entlang und ihm kommt Scully entgegen, die ihn freundlich anlächelt.

LAUTSPRECHER: In der zweiten Etage haben nur mit Sicherheitscode 3B und klassifizierte Personen Zutritt.

SCULLY: Guten Tag, Agent Mulder

Mulder reagiert kein bisschen. Scully geht verwundet weiter. Mulder geht zu seinem Schreibtisch und sieht dort das Foto von seiner Schwester umgekippt. Er nimmt den angeklebten Zettel ab und starrt das Foto an.


WATERGATE HOTEL- UND BÜROKOMPLEX


Scully läuft hin und her und sieht auf, als sie weitere Schritte hört.

MULDER: Vier Dollar für Ihre erste Stunde Parkzeit ist kriminell. Ihr Anliegen sollte mindestens 45 Minuten wert sein.

SCULLY: lächelt Wissen Sie, Mulder, sie haben ihm gerade sehr ähnlich gesehen.

MULDER: Wem denn?

SCULLY: Der Mann mit der tiefen Stimme.

MULDER: Er ist tot, Scully. Ich konnte seine Beerdigung in Arlington aus 300 Meter durch ein Fernglas beobachten. Der Bilderrahmen war umgedreht, sie wollten also reden. Was haben sie rausgefunden?

SCULLY: Ich wollte reden, aber ich habe nichts rausgefunden.

Ein Auto startet

MULDER: Es ist gefährlich, nur ein bisschen zu Quatschen, Scully. Wir müssen davon ausgehen, dass wir beobachtet werden.

SCULLY: Mulder, ich hab' dafür nicht das geringste Anzeichen...

MULDER: unterbricht sie Nein, nein, natürlich nicht. Diese Burschen sind die Besten.

SCULLY: Ich habe alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen und bin auf meinen eigenen Spuren zurückgegangen, um mich zu vergewissern, ob ich verfolgt werde. Aber mich hat nie jemand verfolgt. Die X-Akten sind nun mal geschlossen, Mulder, und wir sind anderen Abteilungen zugeteilt. Warum glauben Sie eigentlich, dass die sich immer noch für uns interessieren?

MULDER: Wieso haben Sie sich dann die Mühe gemacht, mich hier heimlich zu treffen?

SCULLY: Weil ich genau wusste, dass Sie sich sowieso nur heimlich mit mir treffen würden.

MULDER: Also, was wollen Sie?

SCULLY: Ich will wissen, ob es Ihnen gut geht. Mulder, Sie sind heute zum greifen nahe an mir vorbei gelaufen, aber Sie waren meilenweit entfernt.

MULDER: Die haben mich zu elektronischen Überwachung versetzt. Da backe ich kleine Brötchen mit Bank- und Versicherungsbetrügern und Gesundheitsfürsorgeschwindlern.

SCULLY: Mulder, ich weiß, dass Sie sich ... frustriert fühlen, weil es ohne die Hilfsmittel des FBI für Sie unmöglich ist, weiterzumachen

MULDER: unterbricht sie Nein, es...

SCULLY: wird lauter Was dann?! kurze Pause Als wir damals erfuhren, dass die die Akten schließen, sagten Sie, Sie würden sich niemals entmutigen lassen, solange die Wahrheit da draußen ist. Aber von diesem Mut spür' ich bei Ihnen nichts mehr.

MULDER: Waren Sie schon mal in San Diego?

SCULLY: verwundert Ja.

MULDER: Hatten Sie Zeit, sich das Palomar-Observatorium anzusehen?

SCULLY: holt tief Luft Nein.

MULDER: Von 1948 bis vor kurzem war es das größte Teleskop der Welt. Die Idee dazu und der Entwurf stammte von dem brillianten Astronomen George Ellery Hale. Tatsächlich kam Hale auf die Idee, als er eines Abends Billard spielte und eine Elfe durch sein Fenster geklettert kam und ihm sagte, er solle sich von der Rockefeller Stiftung Geld für ein Teleskop besorgen

SCULLY: Und nun machen Sie sich Sorgen, weil Sie Ihr Leben lang nie Elfen gesehen haben?

Mulder stützt sich mit dem Rücken an die Wand und rutscht herunter

MULDER: In meinem Fall sind das ... kleine grüne Männchen.

SCULLY: Aber Mulder, während Ihrer Zeit bei den X-Akten haben Sie doch so viel gesehen.

MULDER: Genau darum geht es ja. Nur zu sehnen reicht nicht, ich sollte etwas greifbares vorweisen können. Das habe ich von Ihnen gelernt. Ich brauche einen handfesten Beweis.

SCULLY: Und was ist mit der Entführung Ihrer Schwester durch Außerirdische?

Mulder sieht weg und schüttelt etwas den Kopf

MULDER: Ich fange an, mich zu fragen ... ob das überhaupt passiert ist.

SCULLY: Mulder, auch wenn George Hale die Elfe vielleicht nur in seiner Vorstellung begegnet ist, das Teleskop wurde trotzdem gebaut. Sie dürfen nicht aufgeben. Und das nächste mal treffen wir uns ganz offen.

Scully streicht ihm über den Kopf und geht. Er atmet lautstark aus und sieht auf. Sein Blick erfasst ein Schild: "This parking reserved for the staff of the Watergate Hotel"


27. NOVEMBER 1973
CHILMARK, MASSACHUSETTS
20.53 UHR


Der Fernseher läuft

'MANN (IM TV): Sie hatte ein Gespräch zwischen Präsident Nixon und H.R. Haldeman gelöscht, während sie das beschlagnahmte Band abschrieb. Ms. Woods hat ausgesagt, dass sie nur etwa fünf Minuten des Gesprächs gelöscht hätte, aber das Band enthielt eine Lücke von achtzehn Minuten. Vor der Untersuchungskomission...

Der junge Fox Mulder spielt mit seiner Schwester Samantha (SAM) STRATEGO

SAM: Ein Soldat

Der junge Mulder (FOX) nimmt eine Figur und grinst.

MANN (IM TV): unter Leitung von Senator Howard Baker wiederholte H.R. Haldeman die Erklärung des Weißen Hauses, dass Rosemarie Woods...

SAM: Müssen wir das unbedingt sehen, Fox?

FOX: Laß' es an. Ich seh' mir um neun den "Zauberer" an.

SAM: Mum und Dad haben gesagt, ich darf mir den Film ansehen.

FOX: Sie sind aber zu den Galbrands gegangen und jetzt hab ich hier das Sagen.

Sam steht auf und schaltet auf einen anderen Kanal um, wo gerade ein Western läuft. Fox steht auf

FOX: HEY! LASS DEN FERNSEHER ZUFRIEDEN

Fox schaltet wieder um. Sam schreit kurz in sein Gesicht. Fox schaltet zurück zu den Nachrichten und steht auf. Er ist viel größer als sie.

FOX: Ich seh' mir den Zauberer an, klar?

Fox geht aus dem Bild, der Strom fällt aus.

FOX: Das hast du davon, die Sicherung ist raus geflogen.

Die Bilder an der Wand fangen an zu wackeln und zu klappern.

SAM: Fox!

Die Figuren auf dem Stratego-Brett fangen durch die Erschütterungen an, sich zu bewegen. Bilder fallen um. Eine Steckdose explodiert. Rote und blaue Lichter scheinen immer wechselnd zum Fenster rein. Mulder sieht durch die Fenster raus. Das Geräusch wird immer stärker. Der Kronleuchter wackelt und Fox dreht sich um, dreht sich weiter zur Tür. Ihre Ränder sind hell. Also muss draußen ein starkes Licht sein. Der Knauf wird langsam von draußen gedreht. Mulder bewegt sich auf die Tür zu. Sie öffnet sich. Mulder wird sehr stark angestrahlt und man erkennt ganz leicht einen Umriss eines Körpers in der Tür. Sam schreit. Mulder dreht sich um und sieht sie schwebend im Raum.

FOX: Samantha! ... Samantha!

Er klettert an den Schrank und schmeißt eine Schachtel runter, in der eine Waffe zum Vorschein kommt. Sam bewegt sich zum Fenster hin. Fox sieht zur Gestalt in der Tür, die die linke Hand hebt. Die Zeit wird langsamer. Fox sieht zu seiner Schwester, die fast aus dem Fenster raus ist.

FOX: Samantha! Samantha!

(Anm. Im Original sagt er zuletzt "No!". Die Szene taucht in einem Special auch mit der Übersetzung "Samantha! Nein!" auf.)

Sam fliegt aus dem Fenster heraus.

FOX: Samanthaaaaa!

(Er bewegt nicht mehr die Lippen, ruft mit lautem Echo.)


MULDERS APPARTEMENT


Er wacht auf. Er sitzt senkrecht im Bett. Mulder geht ans Fenster und verstellt die Jalousien. Die Tür geht auf, ein Mann steht da.

MANN: Wir fahren zum Capitol.


BÜRO VON SENATOR RICHARD MATHESON


Das "Brandenburgische Konzert Nr. 2" spielt. Matheson steht bei seiner Anlage und sieht die Wand an.

MANN: Senator Matheson!

Senator Richard Matheson (MATHESON) zeigt auf einen Stuhl. Mulder geht dort hin, der andere Mann verlässt den Raum. Mulder setzt sich.

MATHESON: Kennen Sie das, Fox?

MULDER: Das ist Bach. Das "Brandenburgische Konzert Nummer Drei"

Matheson zeigt im zwei Finger.

MATHESON: Zwei.

MULDER: Nur gut, dass es nicht um den Hauptgewinn ging.

Matheson dreht sich und sieht Mulder an.

MATHESON: Kennen sie eigentlich die wirkliche Bedeutung dieses Werks?

MULDER: Na ja, wenn ich an das Musikverständnis von Professor Ganz denke ... , lag Bachs Genialität im kontrapunktischen ...

MATHESON: unterbricht Mulder Das ist das erste Werk einer Musikauswahl, dass von der Voyager-Raumsonde gesendet wird. Das allererste.

Mulder nickt

MATHESON: In viereinhalb Milliarden Jahren, wenn der Energievorrat unserer Sonne erschöpft ist und sie anschwillt, um die Erde zu verschlingen, dann wird es dieses Musikstück da draußen immer noch geben. Und es wird reisen. Viereinhalb Milliarden Jahre lang. Das heißt, falls die Sonde vorher nicht abgefangen wird. Sie müssen sich mal vorstellen, wie das Stück auf eine andere Zivilisation wirken könnte, die das hört. Die werden denken, was für ein wundervoller Planet die Erde sein muss. Ich wurde mir wünschen, dieses Musikstück wäre der erste Kontakt mit einer anderen Lebensform.

Er geht an eine kleine Bar und schenkt sich einen Drink ein. Matheson geht an seinen Tisch.

MULDER: Ich weiß, dass ich Sie enttäuscht habe.

Mulder sieht auf zu ihm.

MULDER: Trotz des persönlichen Risikos haben Sie mich immer unterstützt. Und mir ist klar, dass Sie nichts tun konnten, als man die X-Akten geschlossen hat.

Matheson setzt sich.

MULDER: Ich kann nur sagen. dass ich glaube, dass wir nahe dran waren. Wodran, weiß ich leider nicht.

Matheson grinst breit

MULDER: Was ist denn?

Das Lied endet. Matheson hält stoppend die Hand, nimmt sich einen Zettel und schreibt etwas.

MATHESON: Was halten Sie von Bach, Mulder?

MULDER: Ohh, ich schätze Bach sehr.

MATHESON: Dann lassen Sie es uns nochmal hören.

Er reicht ihm den Zettel, drauf steht "They may be listening", deutscher Untertitel: "Vielleicht werden wir abgehört." Matheson steht auf, geht zur Anlage und startet die CD nochmal. Er winkt uns sie gehen in die Ecke des Zimmers.

MATHESON: Ich gehe davon aus, dass Sie über die hochauflösende Mikrowellen-Beobachtung Bescheid wissen?!

MULDER: Diese Suche nach außerirdischen Radiosignalen, die auch eingestellt wurde?

MATHESON: nickt Hmm, das "ja"-hmm Sie müssen irgendwie zum Radioteleskop in Arecibo in Puerto Rico gelangen. Ich werde versuchen, die aufzuhalten, solange ich kann. Aber nach meiner Schätzung haben Sie nur 24 Stunden Zeit. Ich fürchte, länger werde ich nicht in der Lage sein, die Blue Beret vom UFO-Bergungs-Team aufzuhalten. Und die sind dazu berechtigt, erstmal zu schießen, bevor sie fragen.

MULDER: Wonach muss ich suchen?

Matheson reicht ihm einen Ausdruck. Er sieht dem vom Anfang der Episode aus dem Kontrollraum ähnlich.

MATHESON: Kontakt.


FBI-ZENTRALE
WASHINGTON, D.C.


Ein Tonband läuft, Stimmen auf dem Band: Skinner und Scully.

SKINNER: Wann haben Sie Mulder zuletzt gesehen?

SCULLY: Gestern.

SKINNER: Wo?

SCULLY: Auf dem Gang zum Untersuchungsgefängnis.

SKINNER: Haben Sie mit ihm gesprochen?

SCULLY: Nein, steckt er in irgendwelchen Schwierigkeiten?

Fahrt über den Schreibtisch zu einem Schild, "-ASSISTANT DIRECTOR- WALTER S. SKINNER", hoch zu Skinners Gesicht.

SKINNER: Agent Mulder ist heute morgen nicht zu Arbeit erschienen.

Man sieht eine Schachtel "Morley"-Zigaretten.

SKINNER: Sein Aufenthaltsort ist unbekannt.

Der Cigarette-Smoking Man (CSM) nimmt sich die Schachtel.

SCULLY: Sir, ich stelle mich freiwillig zu Verfügung, um bei der Suche zu he...

SKINNER: unterbricht sie Nein, Agent Scully das kann das...

Der CSM stoppt das Band

SKINNER im Raum: Sie weiß nicht, wo er ist

CSM: Und warum glauben Sie das?

SKINNER: Wenn sie es wüßte, wäre sie nicht so besorgt um ihn.

Der CSM öffnet die Schachtel, sie ist leer. Er sieht Skinner an.

SKINNER: Ich rauche nicht, tut mir leid.

Zerdrückt die Schachtel.

CSM: Sie wird ihn finden.


ARECIBO, PUERTO RICO


Mulder, mit Sonnenbrille und Shirt, sitzt auf Lastfläche eines Transporters zwischen Kisten. Dieser stoppt, Mulder nimmt sich seinen Rucksack, steigt ab, und geht zum Fahrer.

MULDER: Gracias. (Danke)

MANN: De nada. (Gern gescehen)

Er fährt weiter. Mulder geht zu einem Zaun. Auf dem Schild steht: National Astronomy &
Ionosphere Center Arecibo, Pürto Rico
NO TRESPASSING
Er nimmt seine Brille ab, sieht sich um, sieht sich das Schloss an. Mulder geht durch den Wald, auf einmal steht er vor einer riesigen Satellieten-Schüßel. Er geht zum Kontollraum. Er setzt den Rucksack ab und holt sein Diktiergerät raus.

MULDER: Keine auffälligen Hinweise oder Spuren an der Außenseite des Kontrollraumes, der mit Ketten verschlossen ist.

Er holt seinen Bolzenschneider heraus und betritt den dunklen Raum mit einer Taschenlampe. Er versucht, das Licht einzuschalten, aber es passiert nichts. Er sieht sich um, während er spricht.

MULDER: Die Stromversorgung ist abgeschaltet. Nur an der Kontrolltafel sind noch ein paar Lichter an. Der Raum ist zirka zehn mal fünf Meter, ich sehe keine Anzeichen dafür, dass er kürzlich benutzt wurde. Es riecht ziemlich modrig hier drinnen und die Luft ist abgestanden. Falls wirklich jemand hier gewesen ist, hat er jedenfalls nichts angerührt.

Er sieht das Tonband-Gerät, dessen Band durchgelaufen ist und deshalb drehen sich die Rollen, was er hörte.


MULDERS APPARTEMENT


Scully hört seinen Anrufbeantworter ab.

FRAU: Mulder, du hast mich überredet, heute mit dir Essen zu gehen und dann erscheinst du einfach nicht. Du bist ein Schwein.

(Beep, Beep, Beep.)

Sie setzt sich und durchsucht die Schublade, danach schaltet sie den Rechner an. Er zeigt ein DOS-Bildschirm, der alle Dateien anzeigt (DIR). Sie setzt ihre Brille auf und klickt auf das Verzeichnis "files", woraufhin die Meldung "Volume Protected - Enter Paßword:" kommt. Sie versucht "SPOOKY". "ACCESS DENIED!" und ein Beep sind die Folge.

SCULLY: Zugriff verweigert.

SAMANTHA

SCULLY:Auch nicht.

TRUSTNO1

SCULLY: Traue niemandem. ...

Passwort ist OK Okay

Auf dem Bildschirm erscheinen die Daten von dem Zettel, den Mulder von Matheson bekommen hat.

SCULLY: verwundert Galaktischer Breitengrad?

Sie hört ein Geräusch, dreht sich um, sieht aber nichts und lässt das Dokument ausdrucken. Ein Schatten kommt an die Tür, das Blatt fällt aus dem Drucker. Agent Morris und ein anderer Mann betreten das Appartement.

MORRIS: Darf ich fragen, was Sie hier zu suchen haben, Agent Scully?

SCULLY: Folgen Sie mir etwa?

MORRIS: Agent Mulders Wohnung steht unter Beobachtung. Bitte erklären Sie uns, warum sie hier sind.

SCULLY: Ich habe von Director Skinner gehört, dass Mulder fort ist.

Der andere Mann sieht sich um und findet den Ausdruck auf dem Boden.

MORRIS: Und?

SCULLY: Naja, wenn er verreist ist, dann füttere ich seine Fische.

Beide sehen auf das Regal mit dem Aquarium. Scully geht dort hin. Der andere Mann sieht sich den Ausdruck an und zeigt ihn Morris.

MANN: Was soll'n das hier sein?

MORRIS: Das sieht aus, wie ein Selbsttest, den Computer manchmal durchführen.

Er zerknüllt das Papier und wirft es in den Papierkorb. Scully beobachtet das und verschüttet Fischfutter auf dem Schrank.

MORRIS: Schmeißen Sie es doch einfach rein.

SCULLY: dreht sich zu ihm um Das wäre aber schlecht für die Fische.

Scully nimmt sich das Blatt, glättet es ein wenig und schiebt das verschüttete Futter hinein. Sie geht zum Eimer, tut so, als würde sie das Blatt hineinlegen, versteckt es aber in ihrem Ärmel. Sie verlässt das Appartement.


ARECIBO, PUERTO RICO


Mulder spult das Tonband zurück. Er trinkt aus seiner Wasserflasche, macht die Taschenlampe an und liest an einer Tür "LAVATORY - BAÑO", Toilette. Er geht dort hin, öffnet die Tür. Ein Mann schreit und wirft einem Gegenstand nach ihm. Mulder schreckt zurück. Der Mann liegt total verängstigt auf dem Boden.

JORGE: No me lastime! No me lastime! (Tun Sie mir nichts! Tun Sie mir nichts!)

MULDER: Wer sind Sie? Wer sind Sie? Was machen Sie denn hier?

JORGE: Por favor, no me lastime! Yo tengo mucho miedo! (Bitte, tun Sie mir nichts. Ich hab solche Angst.)

MULDER: Ist ja schon gut, nur die Ruhe. Beruhigen Sie sich. Geht auf ihn zu.

JORGE: Tenemos que irnos aqui. (Wir müssen jetzt gehen.)

MULDER: Hablas ingles? (Sprechen sie Englisch?)

Jorge schüttelt den Kopf.

MULDER: Ihr Name? Nombre? Nombre? (Name? Name?)

JORGE: Jorge ... me llamo Jorge Concepcion. (Jorge ... ich heiße Jorge Concepcion.)

MULDER: Jorge, wovor fürchten Sie sich? Was haben Sie gesehen?

Mulder zeigt auf sein Auge.

JORGE: Zeigt nach oben Luces en el cielo. Rojo, azul, anaranjaro. Pense qü una avioneta habia entrado de los arboles. Pero cuando llegue ... vi hombres ... como animales ... pero no hombres. Me agarraron y me pusieron aqui. Todavia estan en el bosque! (Die Lichter im Himmel. Rot, blau, orange. Ich dachte, es wäre ein Flugzeug, dass zwischen den Bäumen notlanden musste. Aber als ich dorthin ging ... Ich sah Männer ... wie Tiere .. aber keine Menschen. Sie nahmen mich mit und brachten mich hier her. Sie sind noch immer draußen im Wald!)

MULDER: JORGE, NO COMPRENDO. Sagten Sie Männer, Hombres?

Jorge nimmt Mulders Stift und malt ein nicht-menschliches Gesicht an die Wand.


U.S. MARINE-OBSERVATORIUM
WASHINGTON, D.C.


Dr. Troisky sieht sich den Ausdruck an.

TROISKY: Sieht wie das "WOW"-Signal aus.

SCULLY: Das "WOW"-Signal?

TROISKY: Die Ohio-State-University hat ein Radioteleskop, das an der elektronischen Suche nach außerirdischen Lebensformen beteiligt ist. Im August 1977 fand mein Freund Jerry Ehman so eine Botschaft auf einem Ausdruck wie diesem. Er war so beeindruckt, dass er "WOW" an den Rand geschrieben hat.

SCULLY: Und was war da nun?

Troisky nimmt seine Brille ab und steht auf.

TROISKY: Ein Signal, dreißig mal stärker als galaktisches Hintergrundrauschen. Es kam auf der 21cm-Frequenz durch, auf der kein Satellitentransmitter senden darf. Das Signal war intermittierend, wie Morsecode.

Er setzt sich auf den Tisch.

TROISKY: Und noch viel wichtiger ist, das Signal schien sich selbst einzuschalten, als es in den Strahl des Teleskops kam. Das "WOW"-Signal ist der beste Beweis für außerirdische Intelligenz. Aber das hier Er zeigt auf den Zettel. ist noch besser. Woher ist das denn nun?

SCULLY: Ich hab gehofft, das könnten Sie mir sagen. Vielleicht stammt das von Ohio-State?

Er sieht noch kurz mal auf das Blatt, steht auf und geht zurück zu seinem Stuhl.

TROISKY: Kann ich nicht sagen. Es gibt nur ein paar unterfinanzierte Projekte in dieser Art. An der Universität von Berkley läuft eins, die Planetarische Gesellschaft führt eins in Harvard durch und eins in Argentinien. Und die NASA arbeitet auch an zwei Stellen, in Goldstone in Kalifornien und in Arecibo in Puerto Rico.


FBI-ZENTRALE
WASHINGTON, D.C.


Scully hat einen großen Stapel Akten und Hefter auf ihrem Tisch. Sie legt ein Blatt weg und nimmt sich ein weiteres von dem Stapel.

Sie liest:

AIRLINE PASSENGER MANIFEST
Washington, DC - Buenos Aires, AR
WAS BUE
SCA # 397 7 JUL

1. ARCHIBALD G
2. BENSCH B
3. BODNER J
4. CHOW C
5. COMPTON D
6. DICKSON G
7. GAYNOR B
8. GOMEZ J
9. HUGMAN C
10. HUNTER D
11. INSLEY G
12. KEELING B
13. KEER I

Sie legt es weg und sieht sich das nächste Blatt an:


(Anm.: Die Liste, die sie zuerst sieht, als sie die obere weglegt, hat folgende Überschrift:

ORG: Washington, DC - Miami, Fla. - San Juan.PR

Die, über die sie mit dem Finger geht, die aber genau die gleiche sein soll, folgende:

ORG: Washington, DC - Miami, Fla. - San Juan, PR )

AIRLINE PASSENGER MANIFEST
ORG: Washington, DC - Miami, Fla. - San Juan, PR
WAS MAI SJU SCA # 184 7 JUL
1. ALVES, PAULETTE
2. ANGLIN, DONALD
3. BARTLE, SYLVIA
4. BERREMAN, XINH
5. BRICE, SARAH
6. BROWN, KELLY
7. CARSTENSEN, TERE
8. CELIO, GAIL
9. CHEN, CLIFF
10. DAWSON, HAYDEN
11. DAWSON, LORI
12. ERICKSON, HARLE
13. FERGUSON, GARN
14. GIANNINI, JODI
15. GOMPF, JAN
16. GONZALEZ, PAT
17. GOSTIN, JEFF
18. GRANT, CHARLES
19. GRANT, BETTY
20. HALE, GEORGE E
21. HARRIS, ANDREW
22. HARRIS, MELISSA
23. HILL, LINDA LEE
24. HILL, SCOTT
25. HOFMANN, ELIZA

Sie geht mit dem Finger über das Blatt (auf dem viele bekannte Namen auftauchen!) und stoppt bei 20.

SCULLY: Mulder.


ARECIBO, PUERTO RICO


Jorge läuft rum und schaut sich die Geräte in dem Kontrollraum an, während Mulder Ausdrucke von Daten ansieht.

MULDER: in sein Diktiergerät Dieses Signal vom letzten Dienstag, 6 Uhr 30, das Schmalband und die genaue Entsprechung des Antennenschemas weißt darauf hin, das der Ursprung weit außerhalb der Monddistanz liegt. Aber dieselbe Botschaft wurde nochmal gesendet...

Jorge drückt einen Knopf auf einem Gerät, woraufhin sich Mulder umdreht.

MULDER: Nein, nicht den roten Knopf anfassen! No-ho'l rojo, Jorge. Klaro?

Jorge nickt.

JORGE: Hmm.

Mulder dreht sich wieder zum Tisch.

MULDER: Dieselbe Botschaft wurde vier Stunden später auf Breitband nochmal übermittelt. Und diesmal scheint ihr Absender sehr viel näher zu sein. Nur wenige Meilen entfernt.

Das Tonbandgerät springt an und die Voyager-Botschaft erklingt. Jorge dreht sich dorthin um. Er hat einen Ausdruck großer Angst in seinem Gesicht. Mulder steht auf und will dorthin gehen.

JORGE: Son ellos! Han regresaron! (Sie sind es! Sie sind zurück gekommen!)

MULDER: Es ist doch nur ein Tonbandgerät, Jorge!

Jorge greift nach Mulders Armen.

JORGE: Vamanos! Vamanos immediamente, por favor! (Gehen wir! Gehen wir sofort, bitte!)

MULDER: Wo sollen wir denn hingehen, da draußen stürmt es.

Die Nachricht wird zu einem sehr hohen, schrillen Pfeifen. Beide halten sich die Ohren zu. Mulder geht zu dem Tonbandgerät, während sich Jorge zur Tür bewegt.

MULDER: Sie dürfen keine Angst haben, Jorge!

Mulder stellt es ab und es ist ruhig.

MULDER: Sie brauchen sich nicht zu fürchten. Es gibt nichts zu fürchten.

Mulder dreht sich um und sieht, dass Jorge verschwunden ist und die Tür offen steht.


IM WALD BEI ARECIBO


Mulder geht bei Gewitter durch den Wald, sucht mit seiner Taschenlampe die Umgebung ab.

MULDER: Jorge! Jorge! JORGEEE! JORGEEEEEE!!!!

Bei einem Blitz fällt Mulder sieht Mulder Jorge tot an einen Baum gelehnt. Seine Arme sind in Schutzstellung und sein Gesicht ist verzogen.


MIAMI INTERNATIONAL AIRPORT


Scully faltet ihre Zeitung zusammen. Eine Sprecherin gibt Meldungen über Flüge bekannt.

SPRECHERIN: Wir bitten die Fluggäste nach Havanna, sich sofort zum Flugsteig 16 zu begeben.

Die Meldung läuft nochmal in Spanisch. Scully nimmt ihren Schminkspiegel, sie trägt Make-up auf und im Spiegel beobachtet sie die Leute hinter sich. Da sie keine Verfolger bemerkt, klappt sie den Spiegel wieder zu.

SPRECHERIN: Achtung! Flug 834 der Delta-Airlines aus Kingston kommt nun auf Flugsteig 69 an. Ich wiederhole: Flugsteig 69. Das ist die einzige Durchsage dieser Ankunftsänderung.

Scully ist aufgestanden und geht. Gleichzeitig steht ein Paar auf und läuft ihr nach. Sie sieht die beiden an, woraufhin diese sich umdrehen. Sie ändert ihre Richtung und geht zu einem Telefon, wirft zwei 10¢-Stücke ein und wählt eine Nummer.


MULDERS APPARTEMENT


Das Telefon klingelt. Der Anrufbeantworter geht ran.

MULDER: Hallo, hier spricht Fox Mulder. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.

SCULLY: CA 519 705 950

Agent Morris' Partner sitzt mit Stift und Block an Mulders Schreibtisch und notiert die Nachricht.


MIAMI AIRPORT


Scully sieht auf zu einem Stand, dessen Besitzer gerade eine Scheibe runter-klappt, in der sie das Paar wiedersieht.

SPRECHERIN: ...des Fluges 327 nach Panama City werden gebeten, sich zur Sicherheitskontrolle zum Flugsteig 22 zu begeben.

Sie wiederholt die Nachricht wieder in Spanisch. Scully wirft wieder Geld ein und wählt die Nummer der Zeitansage.

FRAU: Beim nächsten Ton des Zeitzeichens ist es 17 Uhr, 47 und 40 Sekunden.

Scully sieht das Paar an, das noch immer da sitzt. Der Mann steht jetzt auf.

SPRECHERIN: Achtung bitte, die Passagiere des Fluges 235 der Transworld-Airlines nach Aruba (?) begeben sich bitte an Flugsteig 2. Atención, por favor...

Der Mann sagt etwas zu ihr, was man aber im Hintergrund der Lautsprechernachricht nicht versteht. Die Frau sieht, das Scully nicht mehr am Telefon steht. Die beiden gehen dort hin, aber Scully ist nirgendwo zu finden.

MANN: Keine Sorge, wir wissen ja, dass sie nach St. Croix will. Caribic Air, Flug 519, startet um fünf nach sieben. Das Gate ist im anderen Terminal.

Sie gehen weg. Eine Etage höher steht Scully, die sie beobachtet. Sie geht zu einem Schalter der "SouthCoast AIRLINES"

SCULLY: Ich hätte gern ein Ticket für den 6 Uhr 30-Flug nach San Juan... --- ARECIBO, PUERTO RICO


Jorge liegt auf einem Tisch, Mulder steht über ihm und spricht in sein Diktiergerät. Er atmet heftig.

MULDER: Heute ist der ... es ist 22 Uhr 30. Ich versteh zwar wenig von Pathologie, aber ich zeichne meine Beobachtungen des Körpers für den Fall auf, das eine Verwesung des Leichnams forensische Beweise vernichtet. Die Person, oder vielleicht auch das Opfer, ist Lateinamerikaner, unbestimmten Alters. Es sind keine sichtbaren äußerlichen Verletzungen vorhanden. Es deutet nichts darauf hin, dass er von einem Blitz getroffen wurde: Er hat keine versengten Haare, oder Verbrennungen irgendwelcher Art. Er weist auch keine Einstichwunden auf, die von Sonden oder Implantaten wie bei einer Entführung durch außerirdische stammen könnten. Die Person saß aufrecht an einen Baum gelehnt. Die Leichenstarre hat bereist eingesetzt, obwohl erst eine halbe Stunde vergangen ist. Der Körper weist an auffällig vielen Stellen Gänsehaut auf, er zeigt Anzeichen von intensiven Todeskrämpfen. Nach seinem Gesichtsaus- druck zu urteilen ... mein Gott, Scully. Er ist offenbar zu Tode erschrocken.

Er stoppt das Band. Er geht weiter durch den Raum und nimmt weiter auf.

MULDER: Doch jetzt, Scully, gibt es nur Hinweise, die keinerlei Beweiskraft haben.

Er geht zum Drucker und sieht sich einen Endlos-Papier-Ausdruck an.

MULDER: Die Ausdrucke der empfangenen Botschaften deuten auf Kontakt mit einer anderen Lebensform hin, die ich dennoch nicht gesehen habe. Und auch wenn ich sie sehen könnte, wären sie wirklich da? Vielleicht ist es auch nur ein geheimer militärischer Satellit? Nein, diese Sendungen stammen von der Voyager! Wurden sie vielleicht wirklich von Außerirdischen abgefangen? Oder ist das ein raffiniertes Spiel mit Menschen, die glauben möchten?

Er reißt den Ausdruck ab und wirft ihn wütend auf den Boden.

MULDER: Und ich wurde von so einem Menschen hergeschickt. Ach, der Mann mit der tiefen Stimme sagte, "Trauen Sie niemandem!", und es ist schwer, Scully. Es macht einen fertig, jedem und allem zu misstrauen. Und man kriegt irgendwann Zweifel, selbst wenn man die Wahrheit kennt.

Er setzt sich auf einen Tisch.

MULDER: Ich hab früher nur mir selbst getraut, jetzt kann ich nur noch Ihnen trauen. Und Sie wurden mir weggenommen. Mein Lebenswunsch war, abgesehen davon, meine Schwester eines Tages wiederzusehen, DIE zu sehen. Aber was würd' ich tun, wenn sie wirklich kämen?

Er sieht zu Jorge, der sich mit einmal zu bewegen anfängt. Alles wackelt und Mulder stoppt das Diktiergerät. Er sieht sich um. Überall klappert es und ein rotblaues Licht beleuchtet den kleinen Raum. Das hohe Pfeifen kommt wieder. Der Drucker wirft bedrucktes Papier aus. Das Tonbandgerät startet. Die Stimme ist verlangsamt und verzerrt.

STIMME: der Mann mit der tiefen Stimme sagte, "Trauen Sie niemandem!" ...der Mann mit der tiefen Stimme sagte, "Trauen Sie niemandem!" ...der Mann mit der tiefen Stimme sagte, "Trauen Sie niemandem!" ... der Mann mit der tiefen Stimme sagte, "Trauen Sie niemandem!"

Mulder spult das Diktiergerät zurück.

MULDER auf Band: Ich wurde von so einem Menschen hergeschickt. Der Mann mit der tiefen Stimme sagte, "Trauen Sie niemandem!"

STIMME: "Trauen Sie niemandem!"

Die Tür wird aufgestoßen. Wind bläst rein.

MULDER: NEIIIN!

Er verriegelt die Tür und stemmt sich dagegen. Er wirft eine Maschine vor die Tür, um diese zu versperren. Dabei springen Funken an der Steckdose, woraufhin er zurückfällt und Jorges Körper auf den Boden wirft. Das Geräusch wird leiser, verschwindet. Das Licht lässt auch nach. Mulder geht zur Tür, um durch ein rundes Fenster hinaus zu sehen. Auf einmal wird er von einem grellen, weißen Licht geblendet.

MULDER: ARGHH!

Er tritt zurück. Das Schloss öffnet sich und die Maschine fliegt weg. Mulder geht zu seiner Tasche, holt seine Waffe raus und zielt auf die Tür. Der Türknauf dreht sich und ein helles Licht erfüllt den Raum. Mulder druckt vier Mal ab. Wirft die Kugel hinaus druckt noch fünf Mal ab. Aber sie schießt einfach nicht. Er sieht hinunter, um das Magazin zu prüfen. Er sieht wieder hoch zur Tür und dort erkennt man eine dünne unmenschliche Gestalt.


Später...

Scully leuchtet mit einer kleinen Taschenlampe über Mulder. Er öffnet seine Augen.

SCULLY: Mulder?! Ich war sicher, Sie wären tot. Ich bin's, ihre Kollegin Scully, Dana Scully. Wissen Sie, wo Sie sind?

Mulder bäumt sich auf. Scully hilft ihm

MULDER: Sie sind gekommen, Scully. Die Entführer meiner Schwester. Sie wahren hier.

SCULLY: Hier ... Sie sieht sich kurz um. ... oder hier? sie fasst ihm an seinen Kopf.

MULDER: Auf den Bändern ...

Er geht zu dem Tonbandgerät.

MULDER: Das Band hat es aufgezeichnet, die Beweise. Er geht zu dem Drucker und zu dem Papierstapel. Die Sendungen, es ist alles hier.

SCULLY: Die Beweise wofür?

MULDER: Kontakte ... Diese Ausdrucke ... es ist hier ... und der Mann Er geht und regt den Tisch von Jorges Körper weg. Scully schaut geschockt. Sie müssen die Leiche untersuchen, dann haben wir noch mehr Beweise.

Geräusche, Mulder steht auf.

SCULLY: Sind sie das etwa?

MULDER: Nein, das klingt anders Er geht zur Tür hinaus und sieht mit einem Fernglas Militärtrucks. Er geht wieder rein, zu Scully. Das Blue Berets-UFO-Bergungsteam. Die werden uns töten. Helfen Sie mir mit der Leiche

SCULLY: Wir haben keine Zeit mehr.

MULDER: HELFEN SIE MIR!

SCULLY: Wir werden den Leichnam niemals außer Landes schaffen können. Der Truck fährt schon den Hügel hinauf. Mulder geht die Ausdruck durch. Mulder, wir müßen sofort verschwinden! Die Beweise sind wertlos, wenn Sie tot sind.

Mulder wirft das Papier weg, geht zur Tür, geht zurück und nimmt das Tonband. Sie gehen zum Auto. Der Truck kommt gerade an dem Gebäude an.

MANN 1: Los Leute, runter vom Truck!

Die Soldaten steigen aus. Mulder gibt Gas und die Berets fangen an, zu schießen. Scully duckt sich, als die Heckscheibe zerspringt.

MANN 1: Feuer einstellen. Wir müssen mit dem Truck bis zur Hügelkette kommen.

MANN 2: Ja, Sir!

MANN 1: Nun macht schon, Leute. Bewegt euch, vorwärts!

Mulder fährt durch das Gestrüpp. Die Männer steigen hinten in den Truck ein und sie verfolgen die Agenten. Mulder rast den Hügel hinab und der Truck ist ziemlich dicht hinter ihnen.

SCULLY: Mulder ...

Der erste Mann steigt aus und sieht nur noch die Staubwolke über der Straße aufsteigen.

MANN 1: Verdammt...

Scully sieht auf das Band, während Mulder weiter fährt.


FBI-ZENTRALE
WASHINGTON, D.C.

Mulder, Skinner und der CSM stehen in Skinners Büro.

SKINNER: Weil Sie ihren Posten verlassen haben und ein anderer Agent für Sie einspringen musste, sind sämtliche Ergebnisse Monate langer Observierungen weg. Genau, wie Sie: weg. Dafür gibt's vier Strafpunkte, Mulder. Tadel, Versetzung, Suspendierung, Probezeit.

MULDER: Ich verstehe, dass mein Vergehen disziplinarisch Maßnahmen erfordert, und ich akzeptiere diese Maßnahmen auch ...

SKINNER: Aber?

MULDER: Meiner Meinung nach hätten wir diese Verdächtigen schon nach drei Tagen in vierzig Fällen von Bankbetrug festnageln können. Aber sie haben mich da sitzen lassen und es überrascht mich, dass Ihnen meine Abwesenheit aufgefallen ist. Ganz zu schweigen vom Anzapfen meines Telefons, einer illegalen Maßnahme ohne gerichtliche Anordnung.

Der CSM drückt seine Zigarette aus und geht rüber zu Mulder.

CSM: Ihre Zeit ist abgelaufen und Sie gehen mit leeren Händen.

SKINNER: Raus hier! Mulder sieht zu Skinner, der den CSM ansieht. Dieser schaut weiter zu Mulder, da er denkt, Skinner meine ihn. Ich sagte "Raus hier!", RAUS!

Der CSM sieht verwundert zu Skinner und verläßt den Raum, während er sich noch eine Zigarette anzündet.

SKINNER: Melden Sie sich wieder zurück zu Ihrem Einsatz.

Skinner geht zurück zu seinem Tisch. Mulder dreht sich zu ihm um.

MULDER: Eben hatte ich doch noch vier Strafpunkte?! ... Soll ich die Verdächtigen verhaften?

SKINNER: Gegen die müssen wir mehr in der Hand haben. Setzen sie dir Überwachung fort.

Mulder verlässt das Büro. Die Zigarette im Aschenbecher brennt immer noch.


LONGSTREET MOTEL
WASHINGTON D.C.
GESPRAECHSMITSCHNITT NR.5A21147


Mulder und Scully sitzen vor einem Tonbandgerät, in dem das Band aus Arecibo eingelegt ist. Man hört nichts.

MULDER: Eigentlich müsste es hier sein?! ... Er spult noch ein bisschen und versucht es dann nochmal. Es ist nichts mehr auf dem Band.

Er nimmt es raus.

SCULLY: Irgendwelche elektrischen Entladungen während des Unwetters haben vielleicht alles entmagnetisiert und dadurch wurde das Band gelöscht. Und Sie haben immer noch nichts.

MULDER: Ich habe vielleicht die X-Akten nicht mehr, aber ich habe immer noch meine Arbeit.

Er steht auf und verstellt das Tonbandgerät auf das Überwachungsband. Und ich habe Sie.

Sie sehen sich an. Und ich glaube wieder an mich.

Er setzt sich, setzt die Kopfhörer um den Hals und drückt Wiedergabe.

2. MANN: Was ist denn nun der Unterschied zwischen einem Schoßtanz und einem Tischtanz?

1. MANN: Bei einem Schoßtanz sind sie überall auf dir.

2. MANN: Aehh, und was kostet so'n Schoßtanz? Ach, ist ja egal. Sag mir, was der beste Laden dafür ist.

Scully streicht Mulder über die Hand und geht.

1. MANN: Das Paramount. Aber du musst es dir schon was kosten lassen!

2. MANN: Joah, kein Problem. Tanzen sie am Mittwoch?

1. MANN: Nein, geh' nicht am Mittwoch hin, das ist Amateurnacht.

Scully dreht sich in der Tür nochmal um und geht dann.

2. MANN: Amateurnacht, hört sich gut an!

1. MANN: Die meisten von denen sind natürlich keine Amateure ...

2. MANN: Ahh, sicher, versteh' schon.

Mulder baut wieder das Areciboband in den zweiten Recorder ein.

1. MANN: Wenn es dir nichts ausmacht, dir das Geld ans Bein zu binden, fallen die Mädchen nur so über dich her.

2. MANN: Amateurnacht? Ja, hört sich irgendwie gut an. Ich glaub', ich geh am Mittwoch trotzdem dahin. Sag mir nochmal, wo dieser Laden nun genau ist.

Mulder dreht das Überwachungs-Band leise und startet das zweite. Er geht mit dem Ohr an einen kleinen Lautsprecher, hört aber nichts.

ABBLENDE

Deutsche Bearbeitung: CINEPHON
Buch: HORST MUELLER
Dialogregie: PETER BAUMGARTNER
Redaktion: MARION McDONALD
ENDE

Vielen dank auch an Vicvega321@aol.com für sein Englisches Script, das mir vor allem bei den Aussagen von Jorge geholfen hat.


Mitgeschrieben von:

  • Autor: Robert B. (spooky17@gmx.de)
  • Betalesung: CayceP