1X18 Verwandlungen (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


1X18 Verwandlungen
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!



TWO MEDICINE RANCH
BROWNING, MONTANA


Es ist eine dunkle, stürmische Nacht. Im Innern ihres Hauses laden Jim und Lyle Parker ihre Jagdgewehre. Man hört ein Tier brüllen. Die Parkers gehen nach draußen und auf ihre Scheune zu.

JIM PARKER: (deutet auf das Scheunentor) Sieh mal da drüben nach, Lyle.

Lyle, der Sohn, betritt den Stall und sieht in einer Pferdebox nach dem Pferd. Als er die Scheune wieder verläßt sieht er eine tote Kuh. Er hört ein Knurren und sieht sich um. Mit erhobener Waffe betritt er wieder die Scheune. Ein häßliches Gesicht hat ihn beobachtet und Lyle wird von hinten von einem großen Tier angegriffen und zu Boden geworfen. Jim Parker hört das Gebrüll. Das Tier, das wie eine Art Werwolf aussieht, schlägt mit seinen Klauen auf Lyle ein und wirft ihn dann nach draußen in einen Zaun. Jim Parker feuert seine Waffe ab, die Bestie wird in den Rücken getroffen und fällt hin. Jim läuft zu Lyle, der immer noch auf dem Boden liegt, um ihm zu helfen. Er sieht zu der Bestie hinüber, aber an deren Stelle liegt ein toter Mann auf dem Rücken. Aus seiner Brust fließt Blut.


Mulder und Scully sprechen mit Jim und Lyle Parker in deren Ranchhaus. Es hängen unzählige ausgestopfte Tierköpfe an den Wänden. Der Rechtsanwalt der Parkers, David Gates, ist auch anwesend.

JIM PARKER: Ich bin kein Mörder... und ich wollte auch nie jemanden verletzen. Aber mir reicht es langsam, daß meine Rinder auf diese Weise abgeschlachtet werden, das war in diesem Monat schon das Vierte.

MULDER: Und wer tut Ihrer Ansicht nach so etwas?

JIM PARKER: Hören Sie, Mister. Diese Kuh sah aus wie ein Stück Papier im Reißwolf. Mir fällt kein Tier ein, daß auf diese Art tötet.

MULDER: Soll das heißen, daß ein Mensch oder auch mehrere dafür verantwortlich sind?

DAVID GATES: Ich hoffe, daß Sie wissen, daß Mr. Parker im Moment nur auf Kaution frei ist. Er spricht freiwillig mit Ihnen und zwar ausschließlich über diesen Zwischenfall und nicht über irgendeinen anderen Rechtsstreit.

SCULLY: Dann möchten Sie also, daß wir Ihnen keine Fragen über das Verfahren gegen das Trego Indianer Reservat stellen?

DAVID GATES: Das ist genau das, was ich meine.

JIM PARKER: Jetzt warte doch mal ne Sekunde...

DAVID GATES: Jim, sag kein Wort.

JIM PARKER: (zornig) Nein, jetzt reicht mir dieses Anwaltgequatsche. Ich will das offen aussprechen. Sie glauben wohl, ich hätte einen Indianer umgebracht, weil wir uns darüber streiten, wo ihr Land aufhört und meins anfängt.

LYLE PARKER: Wir möchten diesen Streit friedlich vor Gericht regeln.

SCULLY: Tja, Joseph Goodensnake ist aber von Ihnen erschossen worden und das läßt auf was anderes schließen.

JIM PARKER: Ich habe ja nur gesagt, daß das kein mir bekanntes Tier gewesen ist, aber menschlich sah das in dieser Nacht auch nicht gerade aus. Sehen Sie sich die Narben meines Jungen an

Mulder geht auf Lyle zu.

JIM PARKER: Es war dunkel, wir hörten ein Knurren und sind raus gegangen, um die Herde zu schützen. Ich könnte schwören, daß ich... rote Augen und Fangzähne gesehen habe. Und ich dachte mein Sohn Lyle würde... Hören Sie, Sie können sich überhaupt nicht vorstellen, wie geschockt und betroffen ich war, als ich herausfand, daß das dieser junge Indianer war. Aber wenn er unser Vieh abgeschlachtet hat, dann bedauere ich zwar sehr, daß wir das auf diese Weise rausfinden mußten, doch soweit es mich betrifft, ist die Sache damit aus der Welt.

MULDER: Können wir die Stelle sehen?

LYLE PARKER: Ich führe Sie hin.

Lyle führt Scully und Mulder nach draußen, schließt eine Schiebetür hinter ihnen. Sie halten an, um auf der Veranda zu sprechen.

LYLE PARKER: Agent Mulder?

MULDER: Ja?

LYLE PARKER: Agent Scully? Ich nehme an, daß sich unsere Geschichte für Sie nicht besonders überzeugend anhört. Es gibt da einiges, was ich selber nicht verstehe. Einiges was mein Vater gar nicht erst versuchen würde Fremden zu erklären.

MULDER: Was denn zum Beispiel?

LYLE PARKER: Naja, wann immer wir in den letzten paar Monaten nachts rausgegangen sind, um nach der Herde zu sehen, haben wir nichts ungewöhnliches entdeckt. Keine Berglöwen, keine Kojoten nicht mal irgendwelche Trego-Indianer. Aber ich wußte, daß es da ist, und zwar etwas das nicht menschlich ist. Es war da und beobachtete mich. Die Luft war unbeweglich und die Nachttiere waren mucksmäuschenstill, die Natur schien sich irgendwie selbst zu fürchten. Es war grauenvoll.

SCULLY: Grauenvoll?

LYLE PARKER: Ja. Richtig grauenvoll, im wahrsten Sinne des Wortes.

Mulder und Scully sehen sich die Stelle vor der Scheune an. Da es nieselt, haben sie Regenschirme dabei.

SCULLY: Das Opfer wurde da erschossen und zwar aus einer Entfernung von ungefähr drei Metern. Ich halte es für ausgeschlossen, daß er einen Menschen für ein Tier gehalten haben kann. Die Sache liegt doch klipp und klar, Mulder. Ich bin überrascht, daß Sie sich freiwillig für diesen Fall gemeldet haben. Jeder FBI-Agent hätte diese Untersuchung durchführen können, Mulder. Warum interessiert Sie das so?

Mulder sieht ungewöhnliche Spuren im Schlamm. Sie sehen anfangs wie Stiefelabdrücke aus, aber werden zu Tierabdrücken. Scully will schon aufbrechen und geht aus der Scheune, um Mulder davor zu treffen.

SCULLY: Wie ich das sehe scheint überhaupt nicht unerklärbares an diesem Fall zu sein.

MULDER: Nein. Ganz und gar nicht.

Er hält ein großes, dünnes Stück eines hautähnlichen Materials hoch. Scully sieht sich das Stück näher an, als sie wegfahren

SCULLY: Das ist ja wirklich seltsam. Sieht aus als hätte eine Schlange sich gehäutet. Ich gehe zwar davon aus, daß die Parkers ihr Opfer wissentlich getötet haben, aber daß sie ihm die Haut abgezogen haben, glaube ich kaum.

MULDER: Das glaube ich auch nicht. Im gerichtsmedizinischen Befund habe ich davon nichts gelesen.

SCULLY: Tja, da müssen wir wohl selber einen Blick auf den Leiche werfen.

MULDER: Der Leichnam von Joe Goodensnake ist den Reservatsbehörden überstellt worden. Wir müssen uns mit Sheriff..uhm...Charlie Tskany in Verbindung setzen.


TREGO INDIANERRESERVAT
IM NORDWESTEN VON MONTANA


Sie kommen im Zentrum des Reservats an, die Boden ist durch den Regen matschig. Sie betreten ein kleines Lokal und wenden sich an den Mann hinter dem Tresen.

MULDER: Entschuldigung, wir kennen uns nicht hier aus. Wir suchen Sheriff Tskany.

Der Mann hinter dem Tresen geht weg, ohne ihnen zu antworten. Eine junge Frau, die Billard spielt, dreht sich zu ihnen um. Mulder dreht sich um und wendet sich an die Besucher des Lokals.

MULDER: Kann uns hier jemand sagen, wo wir Charlie Tskany finden?

ISH: Geh nach hause, FBI.

Sie wurden von Ish angesprochen, einem alten Mann, der im Schatten hinter den Billardtischen sitzt. Mulder und Scully gehen auf ihn zu.

MULDER: Woher wissen Sie das?

ISH: Ich konnte Sie schon auf eine Meile Entfernung riechen.

MULDER: Tja, das ist mir ja peinlich, aber ich fürchte dann muß wohl mein Deo versagt haben.

Der alte Mann lächelt nicht.

ISH: Ich war im Jahre 1973 in Wounded Knee. Und was ich im Kampf gegen das FBI gelernt habe ist, Ihr glaubt nicht an uns und wir glauben nicht an Euch..

MULDER: Ich möchte Ihnen glauben.

ISH: Warum sind Sie hier? Und wonach suchen Sie?

MULDER: Ich denke, Sie wissen schon, wonach wir suchen.

ISH: Dann sagen Sie mir doch, was ich weiß.

SCULLY: Wir sind auf der Suche nach irgendwelchen Personen, die uns möglicherweise Informationen über den Mord an Joe Godden...

MULDER: (fällt ihr ins Wort) Wir sind auf der Suche nach irgendetwas, das bei einem Schritt menschliche Spuren und beim nächsten Schritt eine Tierfährte hinterläßt.

ISH: Parker hat gefunden wonach Sie suchen. Und er tötete das, wonach Sie suchen, FBI.

Die junge Frau, Gwen Goodensnake, wirft ihren Billardqueue auf den Tisch.

GWEN GOODENSNAKE: Was Parker und sein Sohn töteten war mein Bruder. Und ihr tut nichts dagegen, weil ihr euch vor einer dummen Indianerlegende fürchtet. Ich hasse euch.

ISH: Gwen.

GWEN GOODENSNAKE: Und ich hasse die Weißen, die immer herkommen, wenn Sie was von uns wollen, aber wenn wir Hilfe brauchen sind sie unauffindbar.

Gwen verläßt das Lokal, vorbei an einem Mann mit einem Sheriffstern. Scully geht auf ihn zu.

SCULLY: Sheriff Tskany?

Sie bietet ihm die Hand zur Begrüßung an, er sieht sie aber nur an.

SCULLY: Ich bin Agent Scully und das ist Agent Mulder.

SHERIFF TSKANY: Goodensnakes Leichnam ist in meinem Büro.

Sie folgen im aus dem Lokal heraus. Draußen, sie erreichen das Büro des Sheriffs. Zwei Trego-Indianer stehen vor der Tür.

SHERIFF TSKANY: Bill, Tom, laßt sie durch. Na macht schon Freunde, laßt sie durch.

Sie treten zur Seite und lassen sie zum Büro durch.

MULDER: Wer sind die?

SHERIFF TSKANY: Sie sind die Totenwächter. Sie geleiten den Geist der Verstorbenen in die neue Welt. Ich lasse sie aber nur bis zur Eingangstür. Die Leute hier wissen, ich respektiere die alten Bräuche, aber nicht im Polizeirevier.

MULDER: Die Frau im Billardsalon sagte, die Menschen fürchten sich vor einer indianischen Legende. Was glauben die, was im Falle Parker geschehen ist.

SHERIFF TSKANY verärgert: Hören Sie, es ist nicht meine Aufgabe Ihre Fragen über Indianer zu beantworten.

MULDER: Nein, also...

SHERIFF TSKANY: Das FBI hat mir noch nie geholfen, wenn ich es gebraucht hätte. Da dieser Fall jedoch in die Zuständigkeit des FBIs fällt, ist es Ihr Recht, den Leichnam zu untersuchen. Also lassen Sie uns gleich damit anfangen.

Sie gehen in ein Hinterzimmer, in dem der Leichnam verwahrt ist.

MULDER: War diese Frau im Billardsalon seine Schwester?

SHERIFF TSKANY: Sie heißt Gwen. Sie und Joe waren in erster Linie verantwortlich für den ausufernden Grenzstreit mit Parker. Sie meinten, er hätte seine Rinder zu weit im Reservat grasen lassen. Parker hat Ihnen vermutlich erzählt, daß es seine Idee war, das gerichtlich zu klären. Joe und Gwen haben ihn verklagt.

Mulder hat das Leichentuch angehoben. Er und Scully sehen vier langverheite Narben, wie von einem Tierangriff, im oberen Brustbereich.

SCULLY: Sehen Sie sich nur dieses Narbengewebe an.

MULDER: Ja.

SCULLY: Sieht aus, als ob er auch von einem Tier angegriffen worden wäre.

SHERIFF TSKANY: Könnte Joe nicht auch angegriffen worden sein? Vielleicht habe die Parkers tatsächlich ein Tier gesehen.

SCULLY: Nein. Diese Wunden sind schon seit einiger Zeit verheilt. Der Schußwunde nach zu urteilen, wurde er aus nächster Nähe erschossen. Die Schrotkugeln sind in einer einzigen Masse in den Körper eingetreten. Der Schütze kann nicht weiter als drei Fuß entfernt gewesen sein.

Mulder sieht sich genauer den Mund und die Zähne der Leiche an.

MULDER: Wir sollten mal Joe Goodensnakes zahnärztliche Befunde ansehen.

Scully kommt näher und sieht, daß die Eckzähne scharfe Reißzähne sind.


Mulder und Scully sehen sich zahnmedizinische Röntgenaufnahmen an.

MULDER: Sehen Sie, das sind seien Eckzähne. Sie sehen normal aus.

SCULLY: Könnten seine Unterlagen vielleicht vertauscht worden sein?

MULDER: Nein, der zweite Schneidezahn ist genauso gesplittert wie der in seinem Mund. Das Gebiß hier ist schon seins.

SCULLY: Naja, es gibt Fälle, wo sich Calciumphosphate im Alter anormal entwickeln.

Mulder schüttelt den Kopf, leicht verärgert über Scullys Versuch einer Erklärung.

SHERIFF TSKANY: Und es erklärt vielleicht, was Jim Parker geglaubt hat zu sehen. Er war in der Nacht draußen und erwartete einen Berglöwen zu sehen, der seine Rinder tötet. Er erschreckt sich und der Strahl seiner Taschenlampe erfaßt Joe.

SCULLY: Also hat Parker gesehen, was er sehen wollte. Ein wildes Tier.

MULDER: Lyle Parker wurde angegriffen, er hat die gleichen Narben wie Joe. Haben Sie hier irgendwo einen Raum, in dem wir eine Autopsie durchführen können?

SHERIFF TSKANY: Warum?

MULDER: Nun, wenn Joes Zähne anormal sind, könnte eine Autopsie vielleicht auch noch andere Anomalien in seinem Inneren aufzeigen.

SHERIFF TSKANY: Das kann ich nicht erlauben.

Er geht zurück in sein Büro und setzt sich an seinen Schreibtisch. Mulder und Scully folgen ihm.

SCULLY: Ich bin dafür qualifiziert.

SHERIFF TSKANY: Nein. Ich kann Sie keine Autopsie durchführen lassen. Die Beisetzung ist heute abend.

MULDER: Es ist eine Feuerbestattung, danach haben wir gar nichts.

SHERIFF TSKANY: Die Tregos glauben, daß ihre Toten zunächst verwirrt sind, weil sie zu Geistern geworden sind. Jede Entweihung des Körpers erzürnt den Geist und bringt ich dazu, diese Welt ständig heimzusuchen.

SCULLY: Aber Sie als Polizeibeamter dürfen keine Vernichtung von Beweisen zulassen.

'SHERIFF TSKANY: Hören Sie auf, mir zu erzählen, was ich tun darf. Die Eingeborenen Amerikaner glauben, daß es größere und gerechtere Gesetze als die der US-Regierung gibt. Und wenn seine Stammesbrüder nicht wollen, daß Joe als Beweisstück benutzt wird, dann werde ich das respektieren. Doch wenn Sie einen Streitfall daraus machen wollen aufgrund Ihrer Zuständigkeit, dann tun Sie es.

Er steht auf und geht von ihnen weg.

MULDER: Charlie, glauben Sie, daß der Geist von Joe Goodensnake jetzt hier in diesem Raum ist?

SHERIFF TSKANY: (dreht sich zu ihm um) Ich weiß nur, daß Sie morgen, nach seiner Bestattung, von hier verschwinden. Aber ich muß hier bleiben und die Fragen der Leute beantworten. Sie können Ihre Untersuchungen fortsetzen, aber ich fürchte, Sie müssen es ohne Joe Goodensnakes Leichnam tun.

Mulder gibt ihm die Röntgenbilder und er und Scully gehen.


Es ist später nachmittag und die Leiche liegt auf einer Feuerbestattungsfläche. Zwei Tregowächter stehen davor, während ein dritter, in zeremonieller Kleidung singt und tanzt. Mulder und Scully sitzen in ihrem Auto, nicht weit entfernt.

SCULLY: Mulder, seit wir hier sind, tun Sie so, als hätten Sie jeden Beweis, den wir gefunden haben, zu finden erwartet. Warum sagen Sie mir nichts? Warum sind wir hier?

MULDER: Ein Stück FBI-Geschichte, Scully.

Er greift hinter den Sitz, um eine Akte zu holen.

MULDER: Das war die allererste X-Akte, sie wurde im Jahre 1946 von J. Edgar Hoover persönlich angelegt.

Er reicht sie Scully.

MULDER: Während des zweiten Weltkriegs gab es im Nordwesten eine ganze Reihe von Morden, und sieben davon alleine hier in Browning. Alle Opfer waren in Fetzen gerissen und angefressen worden, so, daß es aussah, als wäre es ein Tier gewesen. Viele der Opfer wurden jedoch zuhause gefunden, so als ob sie ihrem Mörder erlaubt hätten, einzutreten. 1946 hatte die Polizei in einer Hütte im Glacier National Park etwas in die Enge getrieben, das sie für ein solches Tier hielten. Sie erschossen es, aber als sie hineingingen, um den Kadaver zu holen, fanden sie nur den Leichnam von Richard Watkins.

SCULLY: Das klingt wie das Parker Szenario.

MULDER: Zu diesem Zeitpunkt hörten die Morde auf. Weil die Fälle ungelöst waren und jeder die Sache für bizarr hielt, hat Hoover die Akte weggeschlossen, in der Hoffnung, daß die Menschen, das mit der Zeit vergessen.

SCULLY: Aber hier steht doch, daß die ganze Sache wieder 1954 wieder anfing.

MULDER: Und ´59, ´64, ´78 und nun wieder ´94. Aber...

Er reicht nach hinten.

SCULLY: Ah, jetzt kommt es.

MULDER: Diese Tiermenschmorde liegen über 150 Jahre vor den ältesten X-Akten. Mitglieder der Lewis und Clark Expedition haben über indianische Männer geschrieben, die ihre Gestalt in die eines Wolfs verwandeln konnten.

Er sieht auf eine Zeichnung, die eine große, wolfsähnliche Kreatur mit einem Mann zwischen den Kiefern zeigt.

SCULLY: Mulder, was hier beschrieben wird nennt man auch Lykanthropie.

Mulder beißt sich auf die Lippe und guckt weg.

SCULLY: Das ist eine Wahnvorstellung in deren Verlauf jemand glaubt, sich in einen Wolf zu verwandeln zu können. Ich meine niemand kann sich in ein Tier verwandeln, jedenfalls nicht körperlich.

Scully steigt aus dem Wagen, Mulder folgt ihr.

MULDER: Wie können Sie die Indizien einfach so abtun - die Spuren im Schlamm, die zerfetzte Haut, ein Mann mit den Zähnen eines Raubtieres.

SCULLY: Mulder, selbst wenn Sie recht hätten und Joe Goodensnake tatsächlich irgendwie die Fähigkeit gehabt hätte sich körperlich in ein Tier zu verwandeln - er ist tot. Jim Parker hat ihn umgebracht und in wenigen Augenblicken wird sein Körper verbrannt sein. Ende des Mysteriums.

MULDER: Na hoffen wir es.

Scully geht näher zur Zeremonie. Gwen Goodensnake steht bei der... Mulder blieb weiter weg stehen. Er und Ish nicken sich zu. Scully geht zu Gwen.

GWEN GOODENSNAKE: (zu Scully, sieht sie aber nicht an) Sie haben hier nichts zu suchen.

SCULLY: Gwen...

GWEN GOODENSNAKE: Sie sind doch nur hier, um endlich Ihre Ermittlungen abzuschließen.

SCULLY: Ich wollte nur sagen, daß es mir leid tut, wegen Ihres Bruders. Ich kann die Trauer jedes Menschen nachfühlen, der ein Mitglied seiner Familie verliert.

GWEN GOODENSNAKE: Ein Mitglied? Er war meine ganze Familie, jetzt bin ich allein. Als ein Zeichen meines Kummers... soll ich alle Besitztümer meines Bruder verschenken.

Sie gibt Scully, was sich als Armband mit vielen Tierklauen herausstellt.

SCULLY: Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.

GWEN GOODENSNAKE: Sagen Sie lieber nichts. Er hat mehr besessen, als er Freunde hat.

Sie geht weg und Scully sieht auf die Krallen. Sheriff Tskany fährt mit seinem Wagen vor und nähert sich. Mulder geht auf ihn zu.

MULDER: Ich habe den Bericht Ihrer Untersuchungen des Goodensnake-Mordes gelesen. Er war sehr gut. Er war gründlich, professionell. Aber was ich wissen möchte, stand nicht da drin. Was ist da wirklich passiert?

SHERIFF TSKANY: Der einzige Mensch, der das aufklären könnte liegt da drüben auf diesem Scheiterhaufen. Warum akzeptieren Sie das nicht einfach und gehen nach Hause?

MULDER: Glauben Sie, daß sich jemand in ein Tier verwandeln kann?

SHERIFF TSKANY: Das hier ist eine Bestattung.


Jetzt ist es dunkel und Trommel schlagen als das Feuer angezündet wird. Ein Trego beginnt zu singen und andere stimmen mit ein. Lyle Parker kommt auf seinem Pferd angeritten. Er nimmt seinen Hut ab. Gwen hört das Pferd und läuft auf ihn zu. Tskany, Mulder und Scully folgen ihr.

GWEN GOODENSNAKE: Los, verschwinde hier!

LYLE PARKER: Bitte, ich möchte ihm nur die letzte Ehre erweisen.

GWEN GOODENSNAKE: Ich brauche dein Mitleid nicht. Ich möchte, daß dein Herz kalt wird. Ich möchte, daß du fühlst, was ich fühle.

Sie spuckt auf den Boden.

SHERIFF TSKANY: Sie sollten lieber verschwinden, Mr. Parker.

LYLE PARKER: (setzt wieder seinen Hut auf) Ich wünschte, dein Bruder wäre nicht tot, das wünsche ich mir mehr als alles andere.

Er reitet davon und Gwen geht erzürnt zur Feuerbestattung zurück.

Charlie Parker sitzt alleine auf der Veranda seines Hauses. Er zündet sich eine Zigarre an und hört dann ein schwaches Grollen. Er stellt sein Drink ab und geht leise von der Veranda herunter, um sich um zusehen. Der Wind bringt einige Steigbügel in der Nähe zum Klingen, und Charlie nimmt an, daß er den Wind gehört hat. Als er zur Veranda zurückgeht, daß häßliche Gesicht erscheint und Charlie wird von hinten angegriffen. Er fällt auf die Veranda, wird von dem Biest aufgehoben und geschüttelt, dann quer über die Veranda geworfen. Das Biest schlitzt ihm weit auf.


Der nächste Tag, die Behörden sind beim Ranchhaus, um Parkers Tod zu untersuchen. Scully sieht unter die Plastikabdeckung der Leiche, geht dann zu Tskany.

SCULLY: So wie der Körper verstümmelt worden ist, sieht es so aus, als ob er von einem Raubtier angegriffen wurde, oder von jemandem, der wollte, daß es so aussieht. Könnte das ein Racheakt für den Tod von Joe Goodensnake sein?

SHERIFF TSKANY: Ich weiß es nicht.

SCULLY: Und was ist mit Gwen Goodensnake, sie war gestern abend sehr erregt.

SHERIFF TSKANY: Sie ist weg. Niemand hat sie seit der Bestattung gesehen, aber ich lasse bereits nach ihr fahnden.

SCULLY: Und was ist mit Lyle Parker?

SHERIFF TSKANY: Den konnten wir bisher auch nicht finden.

SCULLY: Ich werde mich mal umsehen, er könnte auch tot sein.

Mulder sucht die nähere Umgebung des Ranchhauses ab. Er findet einen faustgroßen Klumpen Tierpelz und daneben andere Haut.

Scully entdeckt einige kleine Tierkäfige neben einem Tor. Sie hört von hinten ein Grollen und dreht sich um, um einen eingesperrten Berglöwen sie anknurren zu sehen. Vor Überraschung keucht sie, als der Beglöwe seine Krallen gegen die Käfigstäber schlägt. Dann sieht sie Lyle Parker auf einem Feld in der Nähe liegen.

Tskany zieht aus Charlie Parkers Leiche eine sehr große Kralle.

MULDER: Das stammt von keinem mir bisher bekannten Tier. Sheriff, wir sollten uns mal unterhalten. Unsere Gedanken austauschen.

SCULLY: Mulder!

Scully taucht mit Lyle Parker auf, der in eine Decke gehüllt ist.

SCULLY: Ich bringe Lyle ins Krankenhaus. Er ist stark unterkühlt. Wenn er behandelt worden ist, werde ich ihn vernehmen.

Scully und Parker steigen ins Auto ein und sie fährt los.

MULDER: (zu Tskany) Was verschweigen Sie?

SHERIFF TSKANY: Ich dachte, es wäre vorüber.

MULDER: Vorüber? Ließen Sie deswegen keine Autopsie an Joe Goodensnakes Leichnam zu? Dachten Sie es wäre alles vorbei, wenn er verbrannt wird? Was fürchteten Sie, was wir finden würden?

SHERIFF TSKANY: Ich kann es Ihnen nicht sagen, aber ich bringe Sie zu jemandem, der es kann.


GROVE KLINIK
BROWNING, MONTANA


Lylle Parker liegt in einem Krankenhausbett. Eine Krankenschwester verläßt das Zimmer mit einer Blutprobe, damit Scully ihn befragen kann.

LYLE PARKER: Es ist mir ein bißchen peinlich, nachdem, was bei dem Begräbnis passiert ist. Ich habe ein paar Bourbon gekippt, und danach kann ich mich an nichts mehr erinnern. Ich geh manchmal, wenn ich so traurig wie gestern bin zu den Gehegen, wo mein Dad und ich herumstreunende wilde Tiere halten. Naja, wissen Sie, ich betrachte sie nur, dadurch behält man das Augenmaß.

Scully setzt sich auf einen Stuhl neben seinem Bett.

LYLE PARKER: Na, jedenfalls hat meine Mom, als sie noch lebte, damit angefangen diese Tiere zu halten, und ich geh natürlich auch hin, um an sie zu denken. Ich muß ganz schön voll gewesen sein, um mich da nackt hinzulegen. Ich habe mich wohl für eins von diesen wilden Tieren gehalten.

SCULLY: Als Sie nach Hause kamen, sind Sie da zu Ihrem Vater gegangen?

LYLE PARKER: Nein, der wäre nur wütend auf mich gewesen, weil ich zu der Bestattung gegangen bin. Nein, ich sehe ihn noch vor mir, wie er auf der Veranda sitzt, aber ich habe nicht mit ihm gesprochen. Wieso?

SCULLY: Weil Ihr Vater tot ist. Es tut mir leid.

Lyle schließt die Augen.

SCULLY: Es sieht so aus, als ob er von einem Tier... von einem Tier angefallen worden sei, aber es könnte auch Mord gewesen sein. Lyle, ich habe vor einiger Zeit meinen Vater verloren, und ich weiß, wie furchtbar...

LYLE PARKER: War es vielleicht meine Schuld? Hat meine Anwesenheit bei der Bestattung sie so erzürnt, daß sie meinen Vater getötet haben?

SCULLY: Ich weiß es nicht.

LYLE PARKER: Ich kann mit dem Tod umgehen. Auf einer Ranch zu leben bedeutet, der Natur nah zu sein. Und zu lernen, daß die kurze Zeitspanne zwischen der Geburt und dem Tod Leben genannt wird.

Er kämpft mit den Tränen.

LYLE PARKER: Aber würde ich die Schuld tragen, wenn er meinetwegen, dann könnte ich nicht... dann könnte ich...

Er kann den Satz nicht beenden. Scully berührt seinen Arm voller Mitgefühl.


Mulder und Tskany sind in Ishs Haus.

ISH: Ich sah es einmal mit meinen eigenen Augen. Das liegt schon eine halbe Ewigkeit zurück und erscheint mir wie ein Traum. Ich war damals noch ein Junge.

Die drei setzten sich auf den Boden.

MULDER: War das 1946? Der Watkins-Fall?

ISH: Ich wußte gleich, daß du anders bist. Du stehst dem Glauben der amerikanischen Eingeborenen offener gegenüber als die meisten von ihnen selbst.

Er sieht Tskany an, der daraufhin seinen Blick senkt.

ISH: Du hast sogar einen indianischen Namen. Fuchs. Du solltest "Rennender Fuchs" oder "Listiger Fuchs" heißen.

MULDER: (lachend) Solange ich nicht "Spukiger Fuchs" heiße. Erzählen Sie mir, Ish, was Sie gesehen haben.

ISH: Watkins ist mal von einem Tier angegriffen worden, als er allein im Wald gewesen ist. Seine Narben heilten und die Sache wurde vergessen. Doch dann begannen die Morde. Den Tregos war sofort klar, daß Watkins von dem angegriffen worden ist, was die Algonquins-Indianer den Manitou nennen. Das ist ein böser Geist, dem es gelingt, einen Menschen in eine Bestie zu verwandeln. Von einem Manitou angegriffen zu werden bedeutet für das Opfer, selbst einer zu werden.

MULDER: Das könnte der Grund für Joe Goodensnakes Narben sein.

ISH: Der Manitou überwältigt die Menschen bei Nacht, nicht unbedingt bei Vollmond, sondern immer, wenn ich die Gier nach Blut überwältigt verwandelt sich der Mensch in eine grauenerregende Kreatur. Sie tötet und setzt wilde Energie frei. Der Mensch kehrt danach zu seinem wahren Selbst zurück, ohne auch nur zu ahnen, was mit ihm passiert ist. Dieser Zyklus wiederholt sich jeden Tag aufs neue, und zwar solange bis er tot ist. Eines Nachts, ich war damals 16 Jahre alt, da kam ich vom Angeln am Cut Bank Creek zurück. Ich ging einen Weg, der mich an Watkins Haus vorbeiführte. Da habe ich so ein Stöhnen gehört, nicht von einem Tier, aber auch nicht von einem Menschen. Ich habe durchs Fenster gesehen, er war voll Blut und schweißgebadet. Er hatte große Schmerzen, sehr schlimme Schmerzen. Sein Arm, die Haut riß überall auf und sie löste sich vollständig und fiel herunter. Krallen kamen aus seinen Fingernägeln, dann schrie er, drehte sich um und dann sah er mich. Seine Augen, seine Augen waren

noch die eines Menschen. Sie flehten mich an, ihn umzubringen. Wenn ich auf der Jagd gewesen wäre und mein Gewehr dabei gehabt hätte, hätte ich es getan. Aber weil ich mich fürchtete und noch ein Junge war, lief ich einfach fort.

MULDER: Und kurz danach hat die Polizei ihn getötet.

ISH: Aber der Manitou ist wieder auferstanden.

MULDER: Acht Jahre danach. Aber wenn Watkins tot war, wer ist also dann der Manitou gewesen?

ISH: Watkins hatte einen Sohn. Es kann vererbt werden, in direkter Linie.

SHERIFF TSKANY: Gwen. Wenn Joe Goodensnake so eine Kreatur war, dann wurde er vielleicht nicht erst durch diesen Angriff im Wald dazu, sondern, weil er es von seinem Vater geerbt hat. Das bedeutet, daß Gwen es auch haben könnte. Gwen könnte Parker getötet haben.

Sie hören draußen ein Geräusch. Alle rennen bewaffnet nach draußen, sehen aber erst nichts. Mulder fordert Ish mit einer Handbewegung auf, zurückzubleiben. Ishs Truck wird gestartet und Gwen taucht auf dem Vordersitz auf. Sie fährt rückwärts auf die Straße.

MULDER: Gwen.

Mulder und Tskany rennen hinter ihr her.

SHERIFF TSKANY: Hey!

Tskany erreicht den Truck, als der anhält. Er greift hinein und stellt den Motor ab.

GWEN GOODENSNAKE: Ah! Nein, nein, nein! Nein, nein! Ah!

Tskany zieht sie aus dem Auto auf den Boden.

SHERIFF TSKANY: Gwen, ich verhafte dich, weil du versucht hast, Ishs Auto zu stehlen.

ISH: Was ist passiert, Gwen. Wovor läufst du davon?

GWEN GOODENSNAKE: (atemlos) Ich habe es gesehen. Ich habe gesehen, wie es Parker getötet hat.

MULDER: Helfen Sie ihr auf.

GWEN GOODENSNAKE: (weinend) Ich war auf der Ranch. Ich war nach der Bestattung da. Ich wollte den Jungen fertig machen, also habe ich gewartet. Aber Parker war auf der Veranda und dann dieses Ding, diese Bestie, oh mein Gott. Ich habe noch nie solche Angst gehabt. Ich lief fort und versteckte mich den ganzen Tag im Wald. Ich wollte nur weg, ich wollte nur schnell hier weg.

Tskany legt seine Arme um sie.

GWEN GOODENSNAKE: Ich wollte nur weg hier.

ISH: Bring sie ins Haus.

Mulder und Ish nicken sich zu, als Tskany Gwen zum Haus hilft.


Im Krankenhaus. Eine Krankenschwester gibt den Telefonhörer an einen Arzt weiter.

DR. JOSEPHS: (zur Krankenschwester) Danke. (ins Telefon) Hallo, hier ist Dr. Josephs.

Mulder ruft aus Ishs Haus an.

MULDER: Hier ist Agent Mulder vom FBI. Man hat mir gesagt, ich erreiche Agent Scully unter dieser Nummer.

DR. JOSEPHS: Ohja, wir haben Lyle Parker aus dem Krankenhaus entlassen und sie bringt ihn zurück zur Ranch.

MULDER: Dann erreiche ich sie dort.

DR. JOSEPHS: Naja, sie sind gerade erst fort. (Pause.) Agent Mulder, es gibt hier, glaube ich, etwas das sie wissen sollten. Ich habe gerade den Bluttest von Lyle Parker bekommen und der ist sehr beunruhigend.

MULDER: Und warum?

DR. JOSEPHS: Er weist Spuren der Blutgruppe seines Vaters auf. Die können nur durch Nahrungsaufnahme dorthin gelangt sein.


In später Dämmerung, Scully fährt Lyle Parker zurück zur Ranch. Lyle scheint zu dösen, öffnet seine Augen aber unheilvoll. Bei Vollmond erreichen Scully und Lyle die Ranch. Scully versucht, das Licht einzuschalten.

SCULLY: Der Strom ist ausgefallen.

LYLE PARKER: Ja, das passiert uns dauernd hier draußen in der Wildnis. Ich werde den Generator anwerfen.

Er geht durch den Raum, beugt sich aber vor Schmerzen vornüber, über eine Brüstung gebeugt. Scully eilt zu ihm, um ihm helfen.

SCULLY: Was haben Sie denn?

LYLE PARKER: (stöhnend) Oh Gott, ist mir schlecht. Bitte helfen Sie mir ins Badezimmer.

Das macht Scully.


Mulder und Tskany rasen mit Blaulicht eine Straße entlang. Mulder versucht Scully über Handy zu erreichen.

MULDER: Verdammt! Es bricht ständig zusammen. Die Berge blockieren wohl das Signal. Wie weit ist es noch?

SHERIFF TSKANY: Ungefähr sieben Meilen.

Er fährt noch schneller.


Auf der Ranch, Lyle ist im Badezimmer. Er zieht seinen Mantel aus, während er das Wasser laufen läßt. Scully steht draußen.

SCULLY: Lyle? Lassen Sie mich bitte rein. Lyle, ich werde Sie lieber wieder ins Krankenhaus zurückbringen, okay?

LYLE PARKER: Nein, es geht mir gleich wieder besser.

Mulder und Tskany fahren zur Ranch.

SCULLY: Lyle? Lyle, antworten Sie mir. Lyle, was ist denn los?

Lyle zieht sein Hemd aus und streckt seinen Rücken. Scully inspiziert das Türschloß näher. Lyle zeigt das erste Stadium der Verwandlung - ihm wachsen lange Reißzähne. Scully fängt an, mit einem Schraubenzieher die Schrauben aus der Tür zu schrauben, während Lyle stöhnt und den Vorhang zerreißt. Er knurrt und seine Haut platzt auf.

Mulder und Tskany erreichen die Ranch.

Scully hat eine Schraube gelöst, als plötzlich eine große, beharrte Hand durch den oberen Teil der Tür bricht. Scully erschreckt sich und als sie nach hinten fällt, verliert sie ihre Taschenlampe.

Mulder und Tskany halten vor dem Ranchhaus. Mulder tritt ein und versucht, das Licht einzuschalten. Er hört oder sieht nichts von Scully oder Lyle. Er bewegt sich leise durch das Haus und schaltet eine kleine Taschenlampe ein, wobei er eine Menge Krallenspuren an den Wänden entdeckt. Er hebt Scullys Taschenlampe auf.

MULDER: (flüstert laut) Scully.

Tskany sieht draußen nach. Der Strahl seiner Taschenlampe erfaßt den Berglöwen, der immer noch im Käfig ist.

Mulder geht weiter durch das Haus, in die Küche. Er hört ein Grollen hinter sich und dreht sich um, um eine große, beharrte Kreatur in den nächsten Raum rennen zu sehen. Er schießt zweimal, trifft aber nicht. Er geht die Treppe hoch. Als er am Absatz ankommt, hört er ein weiteres Grollen. Mulder dreht sich um und feuert instinktiv auf etwas über sich. Es ist ein ausgestopfter Bärenkopf. Mulder steht auf und rennt weiter nach oben. Ein nahes Geräusch erschreckt ihn.

MULDER: Ah!

SCULLY: (kommt aus dem Schatten) Schon gut, ich bin's. Ich bin's. Okay? Ich weiß nicht, was passiert ist, irgendetwas sprang mich an und ich habe meine Waffe verloren.

MULDER: Ja, ich habe es rauskommen sehen. Kommen Sie.

SCULLY: (atemlos) Okay.

Sie gehen weiter in den nächsten Raum, Mulder leuchtet mit seiner Taschenlampe den Weg. Sie hören ein leises Knurren und gehen in den nächsten Raum. Aus einer Ecke springt ein Biest, um sie anzugreifen. Mulder dreht sich um, um zu feuern, aber bevor er dazu kommt, fällt ein Gewehrschuß. Tskany hat das Biest erschossen.

SHERIFF TSKANY: Sind Sie unverletzt?

Mulder richtet seinen Taschenlampenstrahl auf das Biest.

SCULLY: Oh mein Gott.

Lyle liegt tot in der Ecke.

SCULLY: Er war im Badezimmer, ihm war schlecht. Und ehe ich mich versah, wurden wir von diesem Berglöwen angegriffen.

MULDER: Es war nicht der Berglöwe, Scully.

SHERIFF TSKANY: Der ist immer noch im Käfig hinter dem Haus.


Am nächsten Tag, Mulder, Scully und Tskany kommen aus dem Sheriff-Büro.

MULDER: Wo ist Gwen? Sie wollte uns noch mal sehen, bevor wir abreisen.

SHERIFF TSKANY: Sie ist gestern nacht weg. Nachdem sie ihre ganze Habe an Freunde verschenkt hat.

MULDER: Sie ging einfach so? Warum sollte sie das tun?

SHERIFF TSKANY: Ihr Bruder ist tot, sie hat keine Familie. Der Ärger mit Parker ist auch vorbei. Vielleicht hat sie auch etwas gesehen, daß sie noch nicht bereit war zu verstehen.

SCULLY: Ja, vielleicht.

MULDER: (schüttelt Tskanys Hand) Vielen Dank.

Er geht davon.

SCULLY: Danke.

Scully schüttelt auch Tskanys Hand, folgt dann Mulder. Der öffnet die Autotür.

ISH: (auf einer Veranda) FBI! Wir sehen uns in ungefähr... acht Jahren wieder.

MULDER: Ich hoffe nicht.

Sie lächeln und nicken sich zu. Mulder und Scully fahren durch die nebelumhüllten Berge zurück.


Mitgeschrieben von:

  • Autor: Yvi (Email)
    • Anmerkung: Da dies hier ein Transcript ist, verwende ich hier die Originalübersetzung der deutschen Fassungen der Folgen, nicht mögliche Übersetzungen des O-Tons. Also, das Copyright des Wortlautes gehört ebenfalls Cinephon. Viel Spaß!
  • Betalesung: Robert B. (Email)