1X12 Die Botschaft

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Die Botschaft
Beyond the Sea
TXF 201 DAYS s1e13.png
Produktionscode 1X12
Laufende Nummer 13
US-Erstausstrahlung Freitag, 7. Januar 1994 (FOX)
DE-Erstausstrahlung Montag, 5. Dezember 1994 (ProSieben)
US-Einschaltquote 6.217 Mio. - 11.0% Marktanteil
DE-Einschaltquote 3.19 Mio. - 10.5% Marktanteil
Autor(en) Glen Morgan & James Wong
Regisseur David Nutter
Transkripte:  German flag.gif  deutsch ] | English flag.gif  englisch
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Diese Episode ist erhältlich auf DVD in der Season 1 Collection.
Charagif.png Es existiert ausserdem eine Comic-Adaption und Blu-ray.

"1X12 Die Botschaft" (US-Titel "Beyond the Sea") ist die dreizehnte Episode der Serie Akte X - die unheimlichen Fälle des FBI (englischer Originaltitel: The X-Files).

Darsteller

Starring
David Duchovny - Fox Mulder
Gillian Anderson - Dana Scully
Special Guest Star
Brad Dourif - Luther Lee Boggs
Guest Starring
Don S. Davis - William Scully
Sheila Larken - Margaret Scully
Co-Starring
Lawrence King - Lucas Henry
Fred Henderson - Agent Thomas
Don Mackay - Warden Joseph Cash
Lisa Vultaggio - Liz Hawley
Featuring
Chad Willett - Jim Summers
Kathrynn Chisholm - Nurse
Randy Lee - Paramedic
Len Rose - E.R. Doctor




Inhalt

Zusammenfassung

Nachdem Scullys Vater überraschend gestorben ist, wird ihre Skepsis durch eine neue X-Akte auf eine harte Probe gestellt: Ein im Gefängnis sitzender Serienmörder behauptet, er könne auf telepathischem Weg in Kontakt mit einem Kidnapper treten, der zwei Jugendliche entführt hat. Ohne Mulders Unterstützung muss sie entscheiden, ob die Visionen des Mannes die Wahrheit oder ein Produkt ihrer Einbildung sind.

Inhaltsangabe

  Mulders Shirt sricht zu Boggs
Heiligabend bei Dana Scully. Scullys Eltern sind für das Weihnachtsessen bei ihrer Tochter zu Besuch. Es gibt Komplimente für die Köchin und die Frage ihres Vaters, ob ihr ihr Beruf als FBI-Agentin gefalle. Sie bejaht dies und nach einer weiteren Runde Umarmungen fahren ihre Eltern nach Hause. Einige Stunden später liegt Scully dösend vor dem Fernseher. Als sie plötzlich die Augen aufschlägt, sitzt ihr Vater vor ihr in einem Sessel. Er bewegt den Mund als würde er sprechen, aber kein Laut ist zu hören. Noch schlaftrunken spricht sie ihn an und wundert sich, was er hier mache, sie dachte er wäre mit ihrer Mutter schon vor Stunden weggefahren. Das Telefon klingelt und Scully schaut in die Richtung des Geräusches. Als sie sich wieder umdreht ist der Sessel leer und ihr Vater fort. Am Telefon erzählt ihr ihre Mutter, dass Danas Vater vor einer Stunde an einem Herzinfarkt gestorben ist.

Auf einer verlassenden Straße nahe der Jackson University in North Carolina knutscht ein Pärchen im Auto. Es klopft an der Fensterscheibe und ein Mann befiehlt ihnen, auszusteigen. Als der Junge bemerkt, dass der vermeintliche Polizist keine Uniform trägt, fragt er nach der Dienstmarke. Der Mann schlägt ihn K.O. und das Mädchen im Auto beginnt zu schreien.

Mulder liest gerade fasziniert in einer neuen Fallakte, als Scully das X-Akten-Büro betritt. Das Pärchen der Jackson University wurde entführt. Die Umstände ähneln einem anderen Fall, der sich auf den Tag genau ein Jahr vor den aktuellen Ereignissen abspielte. Damals wurden zwei Studenten der Duke University entführt - man fand beide Leichen eine Woche später brutal zu Tode misshandelt auf. Der Täter wurde nie gefasst. Die heißeste Spur, die das FBI derzeit hat, ist die Behauptung des Serienmörders Luther Lee Boggs, dass er die Fähigkeit habe auf telepathischem Wege mit dem Entführer in Kontakt zu treten und bietet den Agenten an, ihnen bei der Suche nach den Jugendlichen zu helfen. Aufgrund seiner telepathischen Fähigkeiten ist Boggs in der Lage das Armband des Mädchens derart genau zu beschreiben, wie es nur ihre Familie oder der Täter selbst könnte. Als Gegenleistung für seine Hilfe erwartet er, dass sein Todesurteil in lebenslängliche Haft umgewandelt wird. Mulder ist skeptisch. Es war sein Profil, das Boggs dereinst ins Gefängnis und in die Gaskammer brachte. Boggs hatte als Kind sämtliche Tiere in seiner Umgebung abgeschlachtet und seine halbe Familie beim Thanksgiving-Essen ermordet. Kurz vor der Exekution wurde sein Schuldspruch jedoch aufgeschoben und er zurück in seine Zelle gebracht. Seit diesem Nahtoderlebnis ist es Boggs laut eigener Aussage möglich, mit Geistern und Dämonen in Verbindung zu treten. Mulder hingegen glaubt, dass Boggs die Entführung der Jugendlichen aus dem Gefängnis heraus geplant hat und mit einem Komplizen zusammenarbeitet.

Bevor die beiden Agenten jedoch aufbrechen, besucht Scully die Beerdigung ihres Vaters. Der Song Beyond the Sea von Bobby Darin spielt im Hintergrund, er hatte eine tiefe Bedeutung für Scullys Eltern. Sie fragt ihre Mutter während der Zeremonie, ob ihr Vater nicht wenigstens ein bißchen stolz auf sie gewesen sei. Er wollte dass sie Ärztin wird, sie aber ging stattdessen zum FBI. Margaret Scully antwortet kryptisch: "Er war dein Vater."

Im Verhörraum des Gefängnisses versucht Mulder Boggs' angebliche Fähigkeiten zu testen. Er drückt Boggs ein abgerissenes Stück blauen Stoff in die Hand. Boggs channelt daraufhin den entführten jungen Mann und nennt einige Stichworte: ein verlassenes Lagerhaus, ein Kleiderbügel aus Draht, ein Engel aus Stein, ein Wasserfall ohne Wasser. Als er aus seiner Trance zurückkehrt klärt Mulder ihn auf: Er hat den Stoff aus seinem alten New York Knicks T-Shirt herausgerissen. Es hat nichts mit der Entführung zu tun. Seinen Skeptizismus bestätigt sehend verlässt er den Raum. Als Scully ihm folgen will, beginnt Boggs leise eine Melodie zu summen - Somewhere ... beyond the sea ... - dasselbe Lied, das auf der Beerdigung ihres Vaters gespielt wurde. Als sie sich umdreht und Boggs anblickt sieht sie für einen Augenblick ihren Vater vor sich sitzen, der sie mit ihrem Spitznamen Starbuck anspricht und sie fragt, ob sie seine Nachricht erhalten habe, aber als sie blinzelt sitzt wieder nur Boggs vor ihr. Verstört läuft sie hinter Mulder her, erzählt ihm jedoch nichts davon.

Auf dem Weg ins Motel grübelt Scully über Boggs' Hinweise nach. Plötzlich erblickt sie das Werbeschild eines Hotels - ein blinkender Wasserfall. Auf der anderen Straßenseite ein Kriegerdenkmal mit einem steinernen Engel. Sie fährt die Straße entlang und hält an einem alten offensichtlich aufgegebenen Warenhaus. Als sie es betritt findet sie ein abgebrochenes Lager: eine noch brennende Kerze, das Armband der entführten jungen Frau und einen verbogenen Kleiderbügel aus Metall.

Zurück in ihrem Hotelzimmer martert sich Scully mit Gedanken an ihren toten Vater. Als Mulder von einem weiteren Verhör mit Boggs zurückkehrt sprudelt aus ihr heraus, dass sie die Polizei angelogen hat: Sie habe das Warenhaus durch Boggs' Hinweise gefunden, nicht aufgrund von "verdächtigen Aktivitäten", wie sie den Polizisten gesagt hat. Entgegen ihrer Erwartungen, dass Mulder dieses Geständnis freudig überrascht aufnehmen würde, wird er wütend. Er wirft ihr vor, nicht vorsichtig genug gewesen zu sein und in ihrem Bericht an die Polizei gelogen zu haben, um ihren guten Ruf zu schützen. Er fragt sie, ob ihre Gefühle für ihren Vater ihre Urteilsfähigkeit beeinträchtigen würden, ob diese plötzliche Offenheit für übernatürliche Phänomene auf ihren Schock über seinen Tod zurückzuführen sei, aber sie verneint.

Um Boggs endgültig zu entlarven, haben Mulder und die anderen Agenten eine Zeitungsente entworfen. Laut dem Artikel der hiesigen Zeitung wurden die Teenager gefunden und in Sicherheit gebracht. Sie erhoffen sich davon, dass Boggs seinen Komplizen anruft um zu erfahren, was passiert sei und sie die gewählte Nummer zurückverfolgen können. Boggs liest die Zeitung. Als er jedoch seinen Anruf macht, klingelt Mulders Handy. Da immer mehr Zeit verrinnt, gehen die Agenten scheinbar auf Boggs' Deal ein.

Boggs channelt den Kidnapper der Jugendlichen und nennt ihnen seinen Aufenthaltsort. Als sich die Agenten gerade auf den Weg machen wollen, gibt er Mulder den Rat, sich nicht dem weißen Kreuz zu nähern. Er sähe ihn dort liegen und sein Blut spritzt auf das weiße Kreuz. Die Agenten stürmen das von Boggs angegebene Lagerhaus und finden das Mädchen gefesselt und geknebelt vor, von dem Jungen und dem Entführer fehlt jede Spur. Als Mulder eine Spur nach draußen verfolgt, sieht er ein langsam abfahrendes kleines Motorboot. Er befiehlt dem Fahrer, sich nicht zu bewegen, dann ertönt ein Schuss und Mulder sinkt getroffen zu Boden. Das Boot fährt mit dem Entführer und dem Jungen ab. Als Scully an Mulders Seite eilt, sieht sie einen alten weißen Schiffsmast, der ein Kreuz formt und an dem Mulders Blut klebt. Erneut sieht sie Boggs' Voraussagen erfüllt.

Die junge Frau identifiziert ihren Entführer: Lucas Henry. Sie konnten es zwar nie vor Gericht beweisen, aber die Polizei ist sich sicher, dass Boggs seine letzten fünf Morde unter Mithilfe von Henry begangen hat. Daraufhin stürmt Scully wutentbrannt in Boggs' Zelle. Sie wirft ihm vor, Mulder in eine Falle gelockt zu haben, weil er Boggs mit seinem Profil ins Gefängnis brachte. Als sie glaubt, Mulder anstelle Boggs vor sich sitzen zu sehen, bricht sie weinend zusammen. Boggs meint zu wissen, was sie will: Mit ihrem toten Vater sprechen. Scully verspricht, ihm zu glauben, wenn er sie nur kurz mit ihm reden lässt. Doch Boggs will das erst zulassen, wenn seine Todesstrafe in lebenslänglich umgewandelt worden ist.

Scully versucht sich daraufhin für Boggs' Forderung einzusetzen, der Bezirksrichter lässt sich jedoch nicht erweichen. Boggs' Hinrichtungstermin bleibt bestehen. Der schwerverletzte, aber inzwischen im Krankenhaus aufgewachte Mulder rät ihr erneut davon ab, sich auf Boggs einzulassen und ihm Glauben zu schenken. Scully betritt schließlich den Verhörraum und lügt - sie erzählt Boggs, dass er seinen Handel habe, er würde nicht hingerichtet. Nun muss Boggs seinen Teil des Deals einhalten: Er channelt den entführten Jungen und nennt ihr das Versteck Lucas Henrys. Als er wieder aus seiner Trance auftaucht, sagt die enttäuschte Scully: Falls Sie wirklich telepathische Fähigkeiten hätten - - hätte ich gewusst, dass es keinen Deal gab. Ich weiß, Sie haben es versucht, beendet Boggs ihren Satz. Als sie den Verhörraum verlassen will, gibt er ihr noch den Rat, Henry nicht zum Teufel zu folgen.

Die Agenten finden Henry und den Jugendlichen dort, wo Boggs es ihnen gesagt hat. Als Henry türmen will, nimmt Scully die Verfolgung auf. Er betritt eine schmale Holzbrücke, doch kurz bevor Scully ihm nachrennen will, sieht sie eine an die Wand dahinter gemalte Zeichnung des Teufels. Sie bleibt stehen und Henry bricht mit der Brücke ein und stürzt zu Tode.

Scully besucht Boggs ein letztes Mal vor seiner Hinrichtung. Sie dankt ihm dafür, zwei Menschenleben gerettet zu haben - das des jungen Mannes und ihr eigenes. Sie glaube nicht, dass er mit Lucas Henry zusammengearbeitet habe, andernfalls hätte er nicht sie gerettet und Henry gleichzeitig in den Tod laufen lassen. Nun verspricht Boggs ihr, sie mit ihrem Vater reden zu lassen. Sie soll bei seiner Hinrichtung anwesend sein und sie wird alles erfahren. Als das Gift im Hinrichtungsraum ausströmt, ist Scully im Krankenhaus bei Mulder. Sie weiß bereits, was ihr Vater ihr noch sagen wollte: "Er war mein Vater."

Schauplätze

Hintergründe

Notizen

  • Der englische Titel der Episode "Beyond the Sea" bezieht sich auf den gleichnamigen Song von Bobby Darin, der hier eine große Rolle spielt. Glen Morgan wollte den Song unbedingt benutzen, weil seine Eltern große Bobby Darin-Fans sind und sein jüngerer Bruder Darin Morgan sogar nach dem Sänger benannt ist.
  • Scully und ihr Vater reden sich mit Ahab bzw. Starbuck an. Dies sind Charaktere aus Herman Melvilles Roman "Moby Dick".
  • Die Inspiration für das Thema dieser Folge erhielt Glen Morgan durch ein Buch, das er zu der Zeit las, in dem es hieß, 75% der Witwen sehen ihre Ehemänner und 35% der Mütter ihre Söhne nach deren Tod als Visionen. Außerdem wollte man Gillian Anderson eine Episode schreiben, in der sie ihr Können unter Beweis stellen konnte.
  • Die Namen der zwei Mörder in dieser Episode, Luther Lee Boggs und Lucas Jackson Henry, sind angelehnt an den tatsächlichen Serienmörder Henry Lee Lucas.
  • Brad Dourif hatte anscheinend eine ganz besondere Art, sich zwischen den Szenen auf seine Rolle einzustimmen: Er praktizierte ein Art von besonders tiefer Atemtechnik, die sein Gesicht regelmäßig dunkelrot bis violett anlaufen ließ, was zum Teil auch in der Episode zu sehen ist und Gillian Anderson fürchterlich nervös machte.
  • Chris Carter war gezwungen das Drehbuch für diese Folge gleich zweimal zu überarbeiten, weil 20th Century Fox nicht mit der Szene einverstanden war, in der Scully Boggs mit Mulders möglichem Tod konfrontiert, ihn dabei anschreit und einen son of a bitch nennt.
  • Die Autoren dieser Episode, Glen Morgan und James Wong, verzichteten auf ihre Gage, damit man genug Geld hatte, um Boggs-Darsteller Brad Dourif engagieren zu können. Dourif lehnte die Rolle zunächst ab, da er nur vier Tage Zeit hatte, sich darauf vorzubereiten. Da ihn aber alle Beteiligten unbedingt für die Rolle haben wollten, bekam er eine Woche mehr für die Vorbereitung und er nahm an.
  • Max Fenigs NICAP-Mütze hängt am Kleiderständer in Mulders und Scullys Büro.
  • In der Szene, in der Scullys Vater in ihrer Wohnung erscheint und er stumm seinen Mund bewegt, hat Schauspieler Don Davis in Wirklichkeit das "Vater Unser" aufgesagt.
  • In dieser Episode erfährt Dana die letzten Worte ihres Vaters an sie zwar nicht, dafür aber in der Folge 2X08 An der Grenze, in der sie selbst mit dem Tod ringt.

Inside Jokes

Auszeichnungen

  • Glen Morgan und James Wong haben für diese Episode einen Digital Hollywood Award in der Kategorie Best Digital Writer gewonnen.
  • James Coblentz hat für diese Episoden einen Monitor Award für Best Editing (Bester Schnitt) gewonnen.

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