1X11 Feuer (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
Wechseln zu: Navigation, Suche
Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


1X11 Feuer
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!



BOSHAM, ENGLAND
100 KILOMETER SÜDWESTLICH VON LONDON


MANN #1: Ich liebe dich.

FRAU: Ich liebe dich auch.

Dann steigt er in seinen Wagen.

MANN #1: Hallo.

MANN #2: Guten Morgen, Sir.

MANN #3: Guten Morgen.

MANN #1: Guten Morgen, Cecil.

CECIL: Den wünsche ich ihnen auch, Sir.

MANN #1: Vielen Dank... Auf Wiedersehen, Schatz.

FRAU: Auf Wiedersehen, Schatz. Wann wirst du wieder zu hause sein?

MANN #1: Vor dem Abendessen.

Auf einmal beginnt er zu brennen. Seine FRAU fängt an, zu schreien.

MANN #2: Feuer, beeilt euch Leute.

MANN #3: Wir brauchen Wasser.


WASHINGTON, D.C.


Tiefgarage des FBI-Gebäudes.

SCULLY: Ach, ich wusste gar nicht mehr, wie es ist einen Tag vor Gericht zu verbringen.

MULDER: Das ist halt der Vorteil wenn man Außerirdischen und Genetischen Mutanten nachjagt. Die kann man selten vor Gericht stellen.

Scully fängt an zu lachen.

SCULLY: Es ist offen.

MULDER: Was?

SCULLY: Die Tür war nicht zu.

MULDER: Ich weiß doch das ich... abgeschlossen hatte.

SCULLY: Ein Fall für die X Akten.

MULDER: Hahaha.

Sie setzten sich ins Auto und schließen die Türen.

SCULLY: Was ist denn das?

Sie deutet auf eine Kassette auf dem Armaturenbrett.

MULDER: Sehen sie, ich hatte doch zugeschlossen.

SCULLY: Was kann denn da drauf sein?

MULDER: Ich wette, dass man nicht danach tanzen kann.

Er legt die Kassette ein.

PHOEBE: Ich grüße dich Agent Mulder. Vor 6 Monaten erhielt der britische Unterhausabgeordnete Radgy Alakot eine ganz ähnliche Audiokassette, wie die, die du dir jetzt anhörst. Bedauerlicherweise löste Mr. Alakot, als er sie in die Stereoanlage seines Autos schob, eine Vorrichtung aus, die, als er versuchte sein Auto zu verlassen, eine Explosion verursachte, die noch 8 Kilometer weit zu hören war. Das Spurensicherungsteam von Scottland Yard konnte das arme Schwein nur noch auf Grund von Zahnarztunterlagen identifizieren. Wenn er nur nicht nach dem Türöffner gegriffen und den Zünder ausgelöst hätte. Aber woher sollte er schließlich auch wissen, dass er auch genug Plastiksprengstoff saß, um das Auto 12 Meter in die Luft zu heben und den Motorblock auf einem 3geschossigen Gebäude landen zu lassen.

Dann reißt jemand die Fahrertür auf. Scully erschrickt sich.

PHOEBE: Denkst du vielleicht, du hättest einen Geist vor dir?

MULDER: Sie ist eine alte Freundin.

PHOEBE: Willst du dich nicht bedanken?

MULDER: Wofür?

PHOEBE: Dafür das ich dir das Leben rette. Man sollte den selben Fehler nicht zweimal machen.

MULDER: Das werde ich mir merken.

PHOEBE: Erzähl mir nur nicht, dass du deinen Sinn für Humor vor 10 Jahren in Oxford gelassen hast.

MULDER: Nein, und er ist einer meiner wenigen Eigenschaften, die du nicht ändern konntest.

Phoebe gibt Mulder einen Kuss. Scully schaut dezent zur Seite.

PHOEBE: Weißt du, manche Fehler darf man durchaus zweimal machen.

MULDER: Äh... das ist Dana Scully und das ist Phoebe Green, der schrecken von Scottland Yard.

PHOEBE: Hallo.

SCULLY: Hallo!

PHOEBE: Sie hasst mich.

MULDER: Und was führt dich... in die Kolonien?


MULDERS BÜRO


PHOEBE: Irgendein schlaues Bürschchen hat dem Adel einen ganz hübschen Schrecken ein gejagt. Er hat schon drei hochrangige Unterhausabgeordnete umgebracht. Und 1992 Wincore Castle in Brand gesteckt.

MULDER: Dein Autobomber?

PHOEBE: Nein. Dieser Kerl liebt es seine Opfer lebend zu verbrennen. Und wir kommen nicht dahinter wie er es macht. Kein Krümmelchen an Beweisen bleibt am Tatort zurück. Der letzte starb in seinem Vorgarten, seine arme junge FRAU musste hilflos zusehen, wie er in den Flammen umkam.

MULDER: Die irischrepublikanische Armee?

PHOEBE: Unser Verdächtiger schickt gerne den Ehefrauen seiner Opfer Liebesbriefe. Die FRAU von Sir Malcolm Marsden bekam vor einem Monat so einen Brief. Drei Tage später ist er knapp einem Feuer in seiner Garage entkommen. Die brannte total ab. Also miete er ein Haus auf Cape Cod und macht mit der Familie längere Zeit Ferien in den Vereinigten Staaten. Und zwar solange, bis wir den Kerl gefangen haben.

MULDER: Ist der Kerl tatsächlich so skrupellos?

PHOEBE: Seinem Erfolg nach zu Urteilen scheint ihm seien Arbeit großes Vergnügen zu bereiten.

MULDER: Und was führt dich nun wirklich nach Washington D.C? FRAU Inspektor?

PHOEBE: Ich weiß meinen Freund Mulder... interessiert jedes drei Bierproblem.

MULDER: Ich werde es unseren Brandstiftungsexperten vorzeigen.

PHOEBE: Na wie schön. Ich werde gleich London davon benachrichtigen... Oh, auf Wiedersehen.

Dann geht sie.

SCULLY: Drei Bierproblem?

MULDER: Das stammt aus unsere Vergangenheit. Das ist ein persönlicher Scherz.

SCULLY: Wie persönlich?

MULDER: Wir kennen uns seit der Schule in England. Sie war spitze und äh... ich war verrückt nach ihr. Ich habe dafür bezahlt.

SCULLY: Mulder, sie scheinen aber wieder voll in Flammen zu stehen.

MULDER: Das war vor über 10 Jahren, Scully.

SCULLY: Ich konnte doch sehen, wie schnell sie alles fallen gelassen haben um ihr zu helfen.

MULDER: Ach, das war von meiner Seite aus, doch rein berufliches Entgegenkommen.

SCULLY: Ach so nennt man das in England.

MULDER: Hören sie mal, ich trag das den Brandstiftungsexperten vor und dann kann sie wieder Leine ziehen.

SCULLY: Ich habe das Gefühl, so leicht werden sie die nicht los.


FAILEY: Oh ha, wunderschön. Oh, das ist ja wirklich wunderschön. Sehen sie nur. Anhand der Farben der Flammen erkennen ich, dass es 14 oder 15 Hundert Grad sind. Das ist ein Kunstwerk. Wurde irgendeine Art von Brandsatz benutzt?

PHOEBE: Ja und zwar der Körper... des Opfers.

FAILEY: Spontane Selbstentzündung?

PHOEBE: Er wurde ermordet. Wir haben bisher nur nicht herausfinden können, warum er in Flammen aufging.

FAILEY: Sehr merkwürdig. Menschen fangen normalerweise nicht so leicht Feuer. Ich meine, wir brennen schon, aber wir leiten nicht so besonders. Gewöhnlich ist irgendein äußerer Treibstoff beteiligt, wie hochprozentiger Alkohol, etwas brennbares oder leicht entzündliches, was an der Haut haften bleibt.

PHOEBE: Eine Art Chemischer Beschleuniger?

FAILEY: Genauso ist es, ja.

PHOEBE: Aber wir haben nichts der gleichen gefunden, abgesehen von etwas Magnesium Staub an zwei Tatorten.

FAILEY: Das ist eine Folge der Pyrolyse. Es ist ein Überbleibsel der Wärme abgebenden Reaktionen.

PHOEBE: Aber es gibt kein Hinweis auf die Quelle oder einen Brandsatz oder irgendwelche Zünder.

FAILEY: Es hat ein paar Brandstiftungen in der letzten Zeit in Seattle gegeben. In Pennsylvania auch. Das Feuer wurde so heiß, dass die Feuerwehr nicht mehr löschen konnte, 7000 Grad verstehen sie, da mit Wasser ran zu gehen macht es nur noch schlimmer.

MULDER: Wieso denn?

FAILEY: Naja... die Reaktion ist so heftig, das sie das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet. Das ist so, als gieße man Öl ins Feuer.

PHOEBE: Und was brannte da so?

FAILEY: Das wissen wir leider nicht so genau. Es könnte Raketentreibstoff gewesen sein. Der Verbrennt so heiß und sauber, das keine Spur zurück bleibt. Es ist immens schwierig Brandstiftung nachzuweisen und das 0treibt die Versicherungsgesellschaften in den Wahnsinn. Tja das ist so ungefähr die einzige Erklärung die ich ihnen geben kann.

MULDER: Aber es gab doch Fälle von Pyrokinese, bei denen Menschen Feuer durch ihre Gedanken entfachten.

FAILEY: Wissen sie, ich haben Feuer um Ecken biegen sehen, ich sah es springen wie einen Gummiball. Feuer hat eine große Eigendynamik,wissen sie. Eine gewisse, Dämonische Poesie als habe es seinen eigenen Willen. Ich habe noch nie eins gesehen, dass den Gesetzten der Physik trotzen kann. So was hat es noch nie gegeben. Sie haben da einen interessanten Fall an der Angel, Mulder. Ich wollte, ich wäre an ihrer stelle.


FERIENHAUS VON
SIR MALCOLM MARSDON


Ein Hund fängt an zu bellen.

KIND: Hey Jacks. Meine Güte, das ist ja ein schönes Haus.

CECIL: Willkommen in Amerika, Sir Malcolm.

SIR MALCOLM: Und wie gefällt euch das Haus? Jimmy, Michael - warum seht ihr euch das Haus nicht an?

MRS. MARSDEN: Eine sehr gute Idee. Lauft los.

JIMMY: Na warte ich krieg dich.

SIR MALCOLM: Ja ich glaube, hier lässt es sich eine Weile aushalten.

Cecil macht sich auf unerklärliche Weise eine Zigarette an.

SIR MALCOLM: Bringen sie die Kisten erst mal in den Salon.

FAHRER: Ist gut, mach ich.

MRS. MARSDEN: Das hier ist wohl der Salon.

FAHRER: Dort hinein, bitte.

MRS. MARSDEN: Und, äh... die anderen Sachen bitte dort hin. Und die restlichen Kisten möchte ich bitte nach oben haben.

SIR MALCOLM: Meine Herren, die anderen Kisten tragen sie bitte gleich nach oben. Ich danke ihnen vielmals.

CECIL: Schönen guten Tag.

MRS. MARSDEN: Hallo.

CECIL: Ich bin Bob, der Hausmeister. Ich bin von ihnen engagiert worden.

SIR MALCOLM: Oh, Gütiger Himmel, ja natürlich.

CECIL: entschuldigen sie die Farbe.

SIR MALCOLM: Hallo Bob, wie geht's ihnen.

MRS. MARSDEN: Guten Tag.

CECIL: Hallo. Ich habe nur das Haus ein wenig auf Vordermann gebracht.

MRS. MARSDEN: Ich finde es wunderschön. Die Fotos werden ihm gar nicht gerecht.

CECIL: Wenn ich irgendwas für sie tun kann, ganz egal was, dann brauchen sie nur zu rufen.

SIR MALCOLM: Danke Bob.

MRS. MARSDEN: Danke.

SIR MALCOLM: Ich danke ihnen vielmals... scheint ein netter Kerl zu sein. Findest du nicht?

MRS. MARSDEN: Doch.

SIR MALCOLM: Mein Gott, Liebling. Die Frau auf dem Bild sieht ja aus wie du. Findest du nicht?

MRS. MARSDEN: Ich weiß nicht recht.


JIMMY: Den hättest du schon kriegen können, wenn du ein bisschen schneller gerannt wärst.

Der Hund hat etwas gefunden.

CECIL: Verschwinde, du Köter, sonst ziehe ich dir die Haut ab. Ich bin jetzt der Hausmeister, verstanden?

Dann sieht man eine Hand aus der Erde gucken.


MULDERS BÜRO


SCULLY: Also Sherlock, ist das Spiel im Gange?

MULDER: Ich fürchte ja, Watson. Aber diesmal spielen sie nicht mit.

SCULLY: Was soll das bedeuten?

MULDER: Das ich ihnen das nicht zumuten werde.

SCULLY: Mir was nicht zumuten?

MULDER: Phoebes kleines Psychospiel.

SCULLY: Ach wovon reden sie da?

MULDER: Von etwas das ich ihnen noch nicht über mich erzählt habe... Ich hasse Feuer. Ich hasse es. Und ich habe eine scheiß Angst davor. Als ich ein Junge war brannte das Haus meines besten Freundes. Und ich verbrachte die Nacht in den Trümmern um Plünderer fernzuhalten. Danach hatte ich jahrelang den Alptraum in einem brennenden Haus in der Falle zu sitzen.

SCULLY: Moment... und Phoebe weiß davon?

MULDER: Ja. Das ist die klassische Phoebe Green. Psychospiele kann sie sehr gut. 10 Jahre hat es gedauert, bis ich diese Frau vergessen hatte und jetzt kreuzt sie mit einem solchen Fall hier auf.

SCULLY: Sie scheint genau zu wissen, welche Macht sie über sie hatte und taucht hier auf um sie durchs Feuer gehen zu lassen. Richtig?

MULDER: Phoebe ist Feuer.

SCULLY: Mulder? Sind sie sicher, dass sie mir das wirklich nicht zumuten wollen?

MULDER: Früher oder später muss sich ein Mann seinen Dämonen stellen.


FERIENHAUS VON
SIR MALCOLM MARSDON


Man hört den Fahrer stark husten.

CECIL: Hallo, sind sie der Chauffeur der Mastens?

FAHRER: Und wer sind sie?

CECIL: Bob, der Hausmeister.

FAHRER: Oh, ja.

CECIL: Haben sie eine Zigarette?

FAHRER: Ja, sicher.

CECIL: Soll ich ihnen was mitbringen? Ich fahre in die Stadt.

FAHRER: Ja, ein Hustenmittel. Falls das nicht zu viel Mühe macht.

CECIL: Tabletten oder ein... Hustensaft?

FAHRER: Hustensaft wäre gut... Soll ich ihnen Geld geben? Das finde ich sehr nett von ihnen.


EINE BAR
IN BOSTON


MANN: Ein Bier.

MS. KOTCHIK: Ihren eigenen Schnaps dürfen sie hier aber nicht trinken.

CECIL: Dann muss der Wirt eben bei mir halt eine Ausnahme machen. Nicht wahr?

MS. KOTCHIK: Ach, sie sind Engländer. Das habe ich ihnen gleich angesehen.

CECIL: Gestatten sie.

MS. KOTCHIK: Oh ein Gentleman sind sie wohl auch.

Er gibt ihr Feuer, aber mit

dem Finger.

MS. KOTCHIK: Du meine Güte. Das ist ja ein toller Trick... Hey Leute, seht euch das hier an.

Auf einmal brennt der ganze Arm von Cecil.

CECIL: Darf ich ihnen Feuer geben.

Die Leute fangen an zu schreien. Dann steckt Cecil den Tresen in Brand.


BOSTON MERCEY
HOSPITAL


MULDER: Dieser Bericht wurde gestern Nacht durch gefaxt. Eine Reihe von Zeugen sagten aus, ein Barbesucher hätte Feuer gefangen. Aber eine Leiche hat man bisher nicht gefunden.

PHOEBE: Hatte er eine brennbare Flüssigkeit dabei?

MULDER: Die Bar liegt genau gegenüber einer Feuerwache. Sie brannte nieder, bevor sie eine Chance hatten einzugreifen. Durch die Hitze des Feuers ist das Fundament geschmolzen, wie ein Eis in der Sonne. Und diese FRAU war in der Bar... Hallo.

PHOEBE: Tag.

MS. KOTCHIK: Hallo.

MULDER: Ms. Kotchik.

MS. KOTCHIK: Ja?

MULDER: Ich bin Special Agent Mulder vom FBI und das ist Inspektor Green.

PHOEBE: Können sie uns sagen, was gestern Abend in der Bar gesehen ist?

MS. KOTCHIK: Da war so ein junger Mann und ich hatte schon ein paar Drinks intus... also, er setzte sich neben mich und ich dachte zuerst an... an einen Zaubertrick, als er mir mit seinem Finger Feuer geben wollte. Und als ich mich wieder zu ihm umdrehte sah ich ihn schon im Flammen stehen.

PHOEBE: Können sie ihn beschreiben?

MS. KOTCHIK: Er sah ganz gut aus und hatte braunes Haar.

MULDER: Langes Haar, kurzes Haar...

MS. KOTCHIK: Ich hatte der Polizei alles was ich weiß gesagt.

MULDER: Könnten sie uns vielleicht bei der Anfertigung einer Phantomzeichnung behilflich sein?

MS. KOTCHIK: Wie schon gesagt, ich hatte ein paar getrunken.

MULDER: Sagen sie mir ihren Namen und ihre Adresse.

MS. KOTCHIK: Hören sie, ich habe einen Freund. Er denkt, dass ich gestern Abend in der Schule war.

MULDER: Das ist kein Problem. Sie können sich in einer Außenstelle mit unserem Zeichner treffen. Denken sie mal eine Minute darüber nach.

PHOEBE: Geschickt gemacht, Agent Mulder. Du hast ihre Indiskretion lässig beiseite gewischt und ihr in aller Form klar gemacht, dass du erwartest dass sie mitmacht.

MULDER: Eine Technik, die während meiner Beziehung zu dir verfeinert habe.

PHOEBE: Oh. Wie ich sehe, hast du deinen Sinn für Humor doch nicht verloren.

MULDER: Tut mir leid, das war nicht so gemeint. Ich will die Vergangenheit nicht herauf beschwören. Lass es bei dem Fall bleiben.

PHOEBE: Natürlich.

MULDER: Sie mal Phoebe...

PHOEBE: Wenn ich mich nicht irre, reichen 10 Jahre normalerweise aus um ein paar Jugendsünden zu vergeben oder wenigsten zu vergessen.

MULDER: Wenn man ein Fotografisches Gedächtnis hat aber nicht.

PHOEBE: Dann darf ich wohl annehmen, dass du eine gewisse Jugendsünde auch noch nicht vergessen hast. Auf Sir Arthur Conen Doyles Grab in einer Nebeligen Nacht in Wintherchin.

MULDER: Ich sagte doch schon, lassen wir die Vergangenheit ruhen.

PHOEBE: Weißt du, ich frage mich, ob sich die ganze Mühe lohnt. Nur um die Beschreibung eines Mannes zu kriegen, der wahrscheinlich zu Pergament verbrannt ist.

MULDER: Ich würde dir ja zustimmen, aber es wurde bisher noch keine Leiche gefunden.

MULDER: Können wir mit Ihnen rechnen?

MS. KOTCHIK: Ja, in Ordnung.

MULDER: Sehr schön.

MS. KOTCHIK: Ich weiß nicht ob das wichtig ist, aber ich glaube mich zu erinnern, dass dieser Mann der Feuer gefangen hat, ein Engländer war.


FERIENHAUS VON
SIR MALCOLM MARSDON


CECIL: Sie haben aber einen schlimmen Husten. Vielleicht liegt's ja an dem Hustensaft.

Jetzt hustet er noch stärker.


"Nach Durchsicht der Scottland Yard Akten über die Brandstifter Morde bleiben zwei Punkte ungeklärt. Einer ist die Verwendung einer spurlos verbrennenden Flüssigkeit, der andere betrifft die Opfer. Da sie alle in Anwesenheit von Familienmitgliedern und in vertrauter Umgebung verbrannten, deutet das darauf hin, dass der Attentäter näheren Zugang zu den Opfern hatte. Der Brandstifter ist sehr wahrscheinlich ein Mann, und noch unter 25 Jahre alt. Er neigt dazu impulsiv zu handeln und seinen sexuellen Bedürfnisse oder Unsicherheiten mit destruktiven Verhalten zu befriedigen um seien sozialen Unzulänglichkeiten oder sein nicht angepasst sein zu kompensieren."


FERIENHAUS VON
SIR MALCOLM MARSDON


CECIL: Hört mal, wollt ihr einen Zaubertrick sehen?

MICHAEL: Na klar.

CECIL: Wie heißt ihr beide?

MICHAEL: Michael und Jimmy.

CECIL: Kann er nicht reden?

JIMMY: Doch... was für einen Zaubertrick?

CECIL: Vielleicht doch lieber nicht.

MICHAEL: Zeigen sie ihn uns.

CECIL: Nein, ihr erzählt es ja doch bloß euren Eltern.

JIMMY: Wir verraten nichts.

CECIL: Wirklich? Versprochen?

MICHAEL: Versprochen.

CECIL: Großes Indianerehrenwort? Legst du dafür deine Hand ins Feuer? Na gut Freunde... Ihr habt einen heiligen Eid geschworen den ihr nicht brechen dürft. Denn ihn zu brechen... bedeutete die... Todesstrafe... passt auf.

Er versteckt eine Zigarette in seiner Hand.

CECIL: Ist sie hier drin?

MICHAEL: Nein.

CECIL: Ach ihr seit zu schlau für mich.

JIMMY: Wo ist sie denn hin?

CECIL: Ja, wo mag sie sein. Was denkst du, wo sie geblieben ist?

JIMMY: Ich weiß es nicht.

CECIL: Ahhh... jetzt erinnere ich mich wieder.

Er holt die brennende Zigarette aus seinem Mund.

CECIL: Tataaa.

JIMMY: Das ist ja ein toller Trick.

CECIL: Soll ich's noch mal machen?

JIMMY: Ja.

MICHAEL: Ja.

CECIL: Na dann mach ich's noch mal.


SCULLY: Agent Failey.

FAILEY: Ja.

SCULLY: Ich bin Special Agent Dana Scully. Darf ich sie mal einen Moment stören?

FAILEY: Oh ja natürlich. Kommen sie rein, kommen sie rein. Ich bin gerade mit dieser Mafia Brandstiftung beschäftigt.

SCULLY: Ich bin die Partnerin von Agent Mulder.

FAILEY: Oh ja, ein verrückter Fall. Was kann ich für sie tun?

SCULLY: Sie haben den Verdacht geäußert, dass der Brandstifter vielleicht Raketentreibstoff als Hilfsmittel benutzt.

FAILEY: Aber das ist nur Spekulation, das erklärt immer noch nicht, wie er die Körper in Brand steckt.

SCULLY: Und was ist wenn er etwas von diesem Treibstoff in eine... Handcreme mischt oder...

FAILEY: Wissen sie, nur damit wir uns richtig verstehen, selbst kleinste Menge von diesem Zeug produzieren schon Temperaturen von über 5000 Grad. Ich nehme an, dass das nicht unmöglich ist. Wenn es extrem verdünnt wird. Doch auch dann ist noch offen, wie es entzündet wird.


MICHAEL: Boah, die hat sich selbst entzündet.

CECIL: So... und ich habt wirklich noch niemals geraucht?

MICHAEL: Nein, das ist schlecht für die Lungen.

CECIL: Willst du es vielleicht mal versuchen?

JIMMY: Nein.

CECIL: Männer tun so was aber.

MICHAEL: Ich will das aber nicht.

CECIL: Dann halte wenigsten eine für mich... Und was ist mit dir, Jimmy?... Na, kleiner Mann.

MRS. MARSDEN: Jimmy, Michael... Hallo... Bob?... Tja, also... wir haben soeben erfahren, das unser Chauffeur sehr krank ist. Und wir sind heute Abend auf eine Party in Boston eingeladen. Und wir wollten sie fragen, ob sie so freundlich wären, die Familie in die Stadt zu fahren. Wir bezahlen ihnen die Zeit selbstverständlich und bringen sie in unserem Hotel unter.

CECIL: Ich würde es mit vergnügen umsonst tun.

MRS. MARSDEN: Großartig, ich danke ihnen. Also dann Jungs, lasst uns gehen. Daddy hat schon das Essen fertig.

MICHAEL: Oh fein, ich habe schon einen riesen Hunger.

MRS. MARSDEN: Du bist ja von Kopf bis Fuß schmutzig.

JIMMY: Das kann doch gar nicht sein.

MICHAEL: Komm, wir laufen um die Wette.


"Der typische Brandstifter ist normalerweise unverheiratet und neigt zu zwanghaften Phantasien über Frauen und Männer die für ihn unerreichbar sind. Sehr oft resultieren seine Anschläge aus seiner Feigheit und Unfähigkeit eine natürliche Beziehung zu entwickeln. Seine Verbrechen sind meisten sehr klug und sorgfältig geplant. Das Feuer von gestern Abend legt den Verdacht nahe, dass der Brandstifter Lord Marsden in die Vereinigten Staaten gefolgt ist. Im Augenblick werden alle Personen, die in der letzten Zeit in die nördlichen Bundesstaaten eingereist sind überprüft. Es ist jetzt keine Frage mehr ob, sondern wann er zuschlagen wird."


MANN: Hier sind die Einreisedaten die sie haben wollten.

SCULLY: Danke sehr.

MANN: Gern geschehen.


MULDER: Erinnerst du dich daran, dass ich dir von Menschen erzählt habe, die Feuer durch Pyrokinese kontrollieren können?

PHOEBE: Nur sehr wage.

MULDER: Ich glaube der Kerl hat uns gerade die Botschaft zukommen lassen, dass er noch viel exotischer ist.

PHOEBE: Das kannst du laut sagen. Immerhin kann er sich selbst in Brand stecken.

Mulder lacht.

PHOEBE: Was ist?

MULDER: Ich bin es nicht gewohnt, dass jemand so schnell meine Meinung teilt.

PHOEBE: Oh.

MULDER: Wie gut wird die Familie eigentlich beschützt?

PHOEBE: Der Chauffeur ist ein sehr fähiger Leibwächter.

MULDER: Vielleicht sollte er noch ein paar zusätzliche Männer engagieren und öffentliche Auftritte einschränken.

PHOEBE: Heute Abend wird ihnen zu ehren, eine Party in Boston gegeben. Sie werden absagen müssen.

MULDER: Es seit denn du willst sie als Köter benutzen.

PHOEBE: Daran habe ich auch schon gedacht. Aber wir müssen vorsichtig und sehr diskret sein. Die Party findet um 8 im Venable Plaza statt. Ich fahre zusammen mit der Familie da hin. Wie wäre es, wenn du dich etwas umschauen würdest. Oh äh, ich habe schon ein Hotelzimmer für dich reserviert.

MULDER: Oh.


17.15 UHR
VENABLE PLAZA


MULDER: Oh, danke, danke. Schon gut, danke.

Mulder geht auf sein Zimmer. Dann klingelt sein Handy.

MULDER: Mulder.

SCULLY: Hier ist Scully, wo sind sie?

MULDER: Äh, ich bin in Boston.

SCULLY: Ich möchte ihnen etwas zeigen. Ich werde nach Boston kommen.

MULDER: Worum geht's denn?

SCULLY: Ich habe vielleicht etwas über die Identität ihres Brandstifters herausgefunden... Sind sie noch dran, Mulder?

MULDER: Ja... Ja.

SCULLY: Können wir uns irgendwo treffen?

MULDER: Naja, ich befürchte nur, dass ich alle Hände voll zu tun haben werde.


MICHAEL: Hey, wir sind schon da.

JIMMY: Sieh' dir nur mal das tolle Hotel an.

MANN: Guten Abend, Sir.

SIR MALCOLM: Hallo, schön sie zu sehen.


PHOEBE: Amüsierst du dich gut?

MULDER: Naja, ich habe gut gegessen und mich nett unterhalten, also muss ich mich wohl amüsiert haben.

PHOEBE: Hältst du es hier für sicher genug, dass wir hier vielleicht ein Tänzchen wagen könnten?

MULDER: Es sieht eigentlich nicht so aus, als würde dein Brandstifter erscheinen.

PHOEBE: Das bedeutet nicht, dass kein Feuer ausbrechen könnte... ich habe oft an dich gedacht.

Mulder und Phoebe küssen sich. Scully beobachtet alles genervt aus sicherer Entfernung. Plötzlich geht der Feueralarm los.

SCULLY: Da oben brennt es!

MULDER: Was?

SCULLY: Im 14. Stockwerk.

PHOEBE: Das ist da wo die Kinder sind.


SCULLY: Im 14. Stockwerk ist Feuer ausgebrochen.

SIR MALCOLM: Was ist los? Da sind doch die Kinder.


Mulder rennt trotz seiner Panik vor Feuer nach oben.


MICHAEL: Hilfe... ich kriege keine Luft mehr.

Dann bricht er zusammen und muss von der Feuerwehr gerettet werden.

FEUERWEHRMANN #1: Los beeilt euch.

FEUERWEHRMANN #2: Schnell Leute bringt ihn runter... Na kommen Sie. Kommen Sie... Hoch mit ihnen. Eins, zwei, drei.

FEUERWEHRMANN #1: Ich habe ihn.


CECIL: Seht ihr und schon sind wir unten.

MICHAEL: Mama!

SIR MALCOLM: Da sind sie! Dem Himmel sei Dank!

MRS. MARSDEN: Seid ihr auch nicht verletzt?

SIR MALCOLM: Ich danke ihnen, vielen Dank!

PHOEBE: Sie haben ihnen das Leben gerettet.

CECIL: Danke.

PHOEBE: Das haben sie wirklich sehr gut gemacht. Vielen Dank.

Scully kümmert sich um Mulder, der etwas Sauerstoff zur Atemhilfe bekommen hat.


AUF MULDERS ZIMMER


SCULLY: Sie waren ja völlig weg.

MULDER: Wo ist Phoebe?

SCULLY: Sie wartet unten.

MULDER: Und wie geht's den Kindern?

SCULLY: Ganz gut. Der Arzt sagt, ihnen fehlt nichts... Was ist da oben mit ihnen geschehen?

MULDER: Ich bin... in Panik geraten. Ich konnte mich nicht bewegen.

SCULLY: Das hätte jedem passiere

n können.

MULDER: Ja, aber es ist mir passiert. Ich hatte Angst und war einfach feige.

SCULLY: Was wissen sie über den Mann der den Kindern das Leben gerettet hat? Den Chauffeur?

PHOEBE: Ich habe ihn überprüft, bevor die Mastens eingetroffen sind. Er betreut diesen Besitz seit 8 Jahren. Er hat keine Vorstrafen. Seine Referenzen sind in Ordnung. Es war ihr Glück, dass er heute hier war.

SCULLY: Und wer hat auf die Kinder aufgepasst?

PHOEBE: Er war es.

SCULLY: Sind sie sicher? Ich könnte schwören ihn unten in der Halle gesehen zu haben. Und zwar zur selben Zeit als der Feuer ausbrach.

PHOEBE: Das halte ich für unmöglich. Und überhaupt, den Mann den wir suchen ist Engländer.

MULDER: Hallo.

PHOEBE: Ich wollte nur mal sehen wie es dir geht.

MULDER: Wie geht's den Kindern?

PHOEBE: Es geht ihnen gut. Sie möchten natürlich alle wieder zurück.

MULDER: Nach Cape Cod?

PHOEBE: Nur um zu packen. Sie haben schon für übermorgen die Flüge für ihre Rückreise nach England gebucht.

MULDER: Und du?

PHOEBE: Ich muss auch bald zurück. Ich werde dich im Büro anrufen, bevor ich zurückreise.

MULDER: Ja.

PHOEBE: Wiedersehen.

SCULLY: Alles in Ordnung?

MULDER: Ja.

SCULLY: Wollen sie sich das, weswegen ich hergekommen bin, nicht mal ansehen?

MULDER: Ja.

SCULLY: Ich habe selbst... ein bisschen nachgeforscht. Über Brandstifter habe ich bisher nur sehr wenig gewusst. Also habe ich die Gelegenheit wahr genommen, und mich diesbezüglich ein bisschen schlau gemacht. Ich habe eine List mit allen möglichen Treibstoffe und anderen entzündlichen Flüssigkeiten aufgestellt, die bei dem Verbrechen benutzt worden sein könnten. Darüber hinaus habe ich mir noch erlaubt bei Interpol eine Liste von allen Gärtnern, Butlern und sonstigen Hausangestellten die von den Opfern kurz vor ihrem Tod angeheuert worden, anzufordern.

MULDER: Und?

SCULLY: Und? Ich glaube, diese Leute binden sich noch nicht mal selber die Schuhe zu. Auf der Liste stehen mehr als 200 Namen. Und keiner Taucht doppelt auf. Bis auf einen. Ein gewisser Cecil L´lively. Er hat für 2 der Opfer als Gärtner gearbeitet.

MULDER: Liegt was gegen ihn vor?

SCULLY: Nein, nichts.

MULDER: Wie schön für ihn.

SCULLY: Offensichtlich verdächtigte man ihn zwar bei Scottland Yard, doch man ließ ihn wieder frei. Aber ich forschte noch weiter nach. Cecil L´lively ist zunächst mal Staatsbürger von Großbritannien. Ein pünktlicher Steuerzahler, der nie Arbeitslos war. Ein Bilderbuch Staatsbürger. Doch leider ist er schon 1971, in seiner Londoner Wohnung, verbrannt. Ich weiß, das habe ich auch gedacht. Also ging ich der Sache noch weiter nach. Cecil L´lively, geschrieben, L Apostroph, tauchte wieder auf und sogar zwei mal. Erst auf einer Liste von Sterbeurkunden, aufgeführt unter einer Gruppe von Kindern, die bei einem Ritualopfer durch einen Satanskult 1963 in den Wäldern von Tottingham in der Nähe von Bath in England starben.

MULDER: Und wo konnten sie ihn noch finden?

SCULLY: Das wird ihnen gefallen. Auf einer Liste von Visa. Ausgestellt von der Britischen Regierung. Cecil L´livelys wurde vor 2 Wochen von der Amerikanischen Einwanderungsbehörde am Flughafen von Boston abgestempelt.

MULDER: Rufen sie die Außenstelle des FBI in Boston an und bitten sie um ein Fax der Phantomzeichnung des Mannes, der in der Bar verbrannt ist. Und dann veranlassen sie, dass sie das an alle Sheriffs in der Gegend faxen.

SCULLY: Und was tun sie jetzt?

MULDER: Ich werd versuchen Phoebe zu erreichen. Der Kerl erwartet sie vielleicht in Cape Cod.

SCULLY: Ja, hier ist Spezial Agent Scully. Ich möchte, dass sie mir die Phantomzeichnung des verdächtigen Brandstifter rüber faxen... Stimmt genau. Warten sie eine Sekunde. Ja es kommt durch. Danke... um Gottes Willen. Es ist der Chauffeur.


CAPE COD


STIMME: Tut uns leid. Der Teilnehmer, den sie erreichen wollen ist außerhalb des Sendegebietes.

Mulder trifft auf Phoebe, die mit Sir Malcolm auf der Treppe rumknutscht.

SIR MALCOLM: Entschuldigen Sie mich.

MULDER: Er heißt Cecil L´lively.

PHOEBE: Wer?

MULDER: Dein Attentäter. Wo ist der Rest der Familie?

PHOEBE: Sie machen gerade einen Spaziergang.

MULDER: Versuch sie zu finden. Wir sollten sei möglichst schnell hier weg bringen.


PHOEBE: Beeilen sie sich bitte. Wir müssen sofort abreisen.

MRS. MARSDEN: Habt ihr gehört, Kinder? Wir müssen sofort aufbrechen.

MICHAEL: Aber warum denn Mami?

MRS. MARSDEN: Also beeilt euch, geht schneller auf eure Zimmer... Macht schon, lauft.


SCULLY: Es ist der Chauffeur.

MULDER: Ich weiß. Er ist verschwunden.

SCULLY: Was ist mit ihnen?

MULDER: Gar nichts. Das habe ich in der Garage gefunden.

SCULLY: Raketentreibstoff.

MULDER: Das war ein schwerer Schlag für die Familie.

SIR MALCOLM: Das ganze hat sich zu einem Alptraum entwickelt.

MRS. MARSDEN: Haben sie die Phantomzeichnung?

SCULLY: Ja.

MRS. MARSDEN: Ich glaube es nicht. Ich kann es nicht fassen. Er hat für über 10 Jahre bei uns gearbeitet.

SIR MALCOLM: Ich nehme an, das ganz wird ein Missverständnis sein... Oh.

MRS. MARSDEN: Um Himmels Willen!

SIR MALCOLM: Das ist nicht der Chauffeur, das ist der Hausmeister.

MRS. MARSDEN: Und der ist oben bei den Kindern... Jimmy? Michael? Wo seid ihr denn nur?

SCULLY: Michael?

MULDER: Michael? Jimmy?... Sieht so aus, als hätten wir den vermissten Chauffeur gefunden.

Er liegt verbrannt im Badezimmer.

PHOEBE: Mulder hier her, schnell.

MRS. MARSDEN: Was geht hier...

PHOEBE: Sie haben von allein angefangen zu brennen.

SIR MALCOLM: Oh mein Gott.

MULDER: Sofort raus hier. Kommt raus hier. Schnell. Ich glaube, er hat das im ganzen Haus verteilt.

MRS. MARSDEN: Nein.

MULDER: Treibstoff. Weg hier. Nach unten.

SCULLY: Schnell.

PHOEBE: Kommen sei schnell die Treppe runter. Bewegen sie sich etwas schneller.

MULDER: Scully, versuchen sie einen Feuerlöscher zu finden. Alle anderen gehen nach draußen.

MRS. MARSDEN: Aber was ist denn nun mit den Kindern?

MULDER: Ich kümmere mich um die Kinder. Gehen sie schon.

PHOEBE: Kommst du da oben klar Mulder?

MULDER: Oh ja, keine Sorge. Ich wüsste nicht, wo ich lieber wäre.


MULDER: Michael? Jimmy? Seit ihr da drin?

MICHAEL: Die Tür ist abgeschlossen. Hilfe.

JIMMY: Helfen sie uns. Wir wollen hier raus.

CECIL: Höchste Zeit um die Feuerwehr zu rufen.

MULDER: Keine Bewegung.

Auf einmal steht das ganze Haus in Flammen.

SCULLY: Stehen bleiben. Ich bin vom FBI.

CECIL: Sie werden nicht auf mich schießen.

SCULLY: Bleiben sie wo sie sind.

CECIL: Sehen sie... sie wissen doch gar nicht, ob der funke von diesem Schuss zu einer Explosion führt, die das ganze Haus ins Jenseits pustet.

Er lacht.

PHOEBE: Zurück Scully.

Phoebe überschüttet ihn mit flüssigem Treibstoff.

PHOEBE: Es ist der Treibstoff.

CECIL: Nein.

MICHAEL: Hilfe.

JIMMY: Hilfe.

MICHAEL: Lassen sie uns hier raus. Hier wird's verdammt heiß.

JIMMY: Hilfe, holt uns keiner raus.

MRS. MARSDEN: Oh meine Jungs, da seit ihr ja endlich.

SIR MALCOLM: Jimmy. Gott sei dank.

MRS. MARSDEN: Gott sei dank, ihr seit gerettet.

Cecil steht jetzt selber in Flammen. Und lacht dabei aus Leibeskräften.

CECIL: Ihr könnt mich nicht töten... Ihr könnt nicht Feuer mit Feuer bekämpfen.


MULDERS BÜRO


SCULLY: Darf ich sie zum Essen einladen? Sind sie schreckhaft?

MULDER: Sie haben ja keine Ahnung.

SCULLY: Wo ist Phoebe?

MULDER: Ich weiß es nicht.

SCULLY: Sie wissen es nicht? Hat sie nicht angerufen?

MULDER: Nein. Sie hat mir das hier durch einen Boten zugeschickt.

SCULLY: Und haben sie es angehört?

MULDER: Nein.

SCULLY: Wieso nicht? Sind sie nicht neugierig zu erfahren was drauf ist?

MULDER: Ich wette, dass man nicht danach tanzen kann.


"X Akte Nr. 11214893. Nachtrag zu der Akte, die Spezial Agent Mulder angelegt hat. Der verdächtige Brandstifter, Cecil L´lively, ist mit Verbrennungen 5. und 6. Grades am ganzen Körper, in ein Bostoner Krankenhaus eingeliefert worden. Verbrennungsspezialisten des Militärs wurden hinzugezogen um den Fall zu untersuchen, den sie für außergewöhnlich halten. Nicht nur wegen der Tatsache, dass der Verdächtige überlebt hat, sondern vielmehr wegen der schnellen Regeneration seines Basalzellgewebes. Die volle Wiederherstellung wird bereits in etwa einen Monat erwartet. L´lively ist in ein Medizinischen Hochsicherheitstrakt untergebracht. Er muss in einer Überdruckkammer liegen, bis er wegen des Mordes an dem Hausmeister in Massachusetts vor Gericht gestellt werden kann. Seine Körpertemperatur bleibt gleichmäßig bei 42 Grad. Die Haustechniker haben aufgrund diverser Feuer die dort ausgebrochen sind, alles brennbare aus seinem Raum entfernt. Laut Agent Mulder wird eine weitere Inhaftierung ein erhebliches Problem für die Strafvollzugsbehörden darstellen."


BOSTON MEMORIAL
HOSPITAL


KRANKENSCHWESTER: Kann ich ihnen irgend etwas bringen, Sir?

CECIL: Ich würd' gern mal wieder eine Rauchen.


Mitgeschrieben von:

  • Autor: Nadine (Email)
    • Anmerkung: Dies ist eine Abschrift der übersetzten Folge, die auf PRO7 gesendet wurde.
  • Betalesung: spooky17 (Email)