1X11 Feuer

Aus Spookyverse
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Feuer
Fire
TXF 201 DAYS s1e12.png
Produktionscode 1X11
Laufende Nummer 12
US-Erstausstrahlung Freitag, 17. Dezember 1993 (FOX)
DE-Erstausstrahlung Montag, 28. November 1994 (ProSieben)
US-Einschaltquote 6.406 Mio. - 12.0% Marktanteil
DE-Einschaltquote 3.72 Mio. - 12.4% Marktanteil
Autor(en) Chris Carter
Regisseur Larry Shaw
Transkripte:  German flag.gif  deutsch | English flag.gif  englisch
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Diese Episode ist erhältlich auf DVD in der Season 1 Collection.
Charagif.png Es existiert ausserdem eine Comic-Adaption und Blu-ray.

1X11 Feuer (US-Titel "Fire") ist die zwölfte Episode der Serie Akte X - die unheimlichen Fälle des FBI (englischer Originaltitel: The X-Files).

Darsteller

Starring
David Duchovny - Fox Mulder
Gillian Anderson - Dana Scully
Guest Starring
Amanda Pays - Inspector Phoebe Green
Mark Sheppard - Cecil L'Ively
Dan Lett - Sir Malcolm Marsden
Laurie Paton - Lady Marsden
Co-Starring
Duncan Fraser - Beatty
Phil Hayes - Driver #1
Keegan Macintosh - Michael
Featuring
Lynda Boyd - Woman in Bar
Christopher Gray - Jimmie
Alan Robertson - Grey-Haired Man



Inhalt

Zusammenfassung

Eine alte Bekannte Mulders versucht, ihn dazu zu überreden ein Parlamentsmitglied zu beschützen und verursacht einige Funken von Eifersucht bei Scully. Mulder versucht seine Furcht vor dem Feuer zu überwinden um den pyrokinetischen Serienkiller zu fangen.

Inhaltsangabe

  Brandstiftung?
Auf einem Landgut nahe London verabschiedet sich ein Ehepaar liebevoll voneinander. Als der Mann auch seinen Gärtnern einen schönen Tag wünscht, starrt einer von ihnen – Cecil L'Ively – seinen Arbeitgeber lange an. Plötzlich fängt der rechte Arm des Mannes Feuer, dann sein Anzug, schließlich der ganze Körper.

In der Garage eines Gerichts sind Mulder und Scully auf dem Weg zu ihrem Wagen, als sie ihn mysteriöserweise unverschlossen vorfinden. Auf dem Amaturenbrett steht eine Kassette. Nachdem Mulder sie eingelegt hat, ertönt eine Frauenstimme: Vor sechs Monaten sei eine ähnliche Kassette im Auto eines Mannes gefunden worden. Auch er entschloss sich, sie über das Autoradio anzuhören. Leider wusste er nicht, dass er durch Öffnen der Autotür einen Mechanismus aktiviert hatte, der durch das Betätigen des Autoradios ausgelöst wurde. Das Auto explodierte, wurde durch die Wucht der Bombe aus Flüssigsprengstoff mehrere Meter in die Luft gehoben und der arme Mann konnte nur noch anhand seiner Zähne identifiziert werden. Als beide Agenten diesem Horrorszenario bereits völlig anheimgefallen sind, reißt jemand von draußen die Fahrertür auf – Agent Phoebe Green. Mulder stellt sie Scully als „alten Freund“ aus seinen Schuljahren in Oxford vor, aber es scheint mehr im Spiel gewesen zu sein als Freundschaft, dem Kuss nach zu urteilen, den Phoebe Mulder zärtlich auf die Wange drückt.

Die Inspektorin von Scotland Yard ist wegen eines Falls in den Staaten, bei dem sie Mulders Hilfe gebrauchen könnte. Jemand treibt bereits seit Monaten sein Unwesen in England – tötete mehrere Mitglieder des Parlaments, setzte ein ganzes Schloß in Flammen – immer, ohne jegliche Hinweise zu hinterlassen, nicht einmal der genaue Brandherd kann bestimmt werden. Die Vorfälle haben nur eine Gemeinsamkeit: Liebesbriefe an die Frauen der ermordeten Männer. Der letzte dieser Art ging an die Adresse von Mrs. Malcolm Marsden, ihr Mann konnte sich kurz darauf nur durch Glück aus einer brennenden Garage retten. Jetzt haben sich die Marsdens unter dem Schutz von Scotland Yard, zu einem Urlaub in die Staaten aufgemacht, bis der Täter gefasst worden ist. Mulder sagt Phoebe seine Hilfe zu. Scully zweifelt sein berufliches Interesse an dem Fall an, aber Mulder versichert ihr, dass seine Romanze mit Phoebe seit 10 Jahren Vergangenheit ist.

Die Marsden-Familie kommt in ihrem Ferienhaus auf Cape Cod an. Cecil L'Ively erwartet sie bereits. Er steht am Fenster, betrachtet den vorfahrenden Wagen und raucht eine Zigarette, die sich ohne erkennbare Einwirkung von außen entzündet. Nachdem er sich den Marsdens als Hausmeister namens Bob vorgestellt hat, sieht er deren Hund im Garten buddeln. Er verscheucht ihn unsanft mit einem Fußtritt, um ihn von der Hand des echten Hausmeisters abzulenken, den er dort vergraben hat.

Im Büro der X-Akten eröffnet Mulder seiner Partnerin, dass Phoebes Fall nicht gerade nach seinem Geschmack ist: Er hat panische Angst vor Feuer. Nachdem er als Junge das ausgebrannte Haus eines Freundes eine Nacht lang vor Plünderern schützen musste, hat er Alpträume und eine regelrechte Phobie zurückbehalten. Es sei typisch für Phoebe, mit einem derartigen Fall bei ihm aufzutauchen und ihre Spielchen mit ihm zu spielen.

Auf Cape Cod beobachtet L'Ively Mrs. Marsden heimlich durch das Küchenfenster. Dabei trifft er auf den Chauffeuer (und gleichzeitig Bodyguard) der Familie. Da der stark hustet, bietet L'Ively ihm an, Hustensaft mitzubringen, da er sowieso gerade in die Stadt wollte. Der Fahrer nimmt dankend an. In der Stadt angekommen, sitzt L'Ively in einer überfüllten Bar. Die Frau neben ihm scheint sich für ihn zu interessieren. Sie will sich eine Zigarette anzünden, doch L'Ively hält sie davon ab – auf seiner Fingerspitze flackert plötzlich ein kleines Flämmchen auf. Beeindruckt von diesem „Trick“ wendet sich die Frau um, um die anderen Anwesenden darauf aufmerksam zu machen, doch als sie sich wieder umdreht, steht L'Ively’s ganzer Arm in Flammen. Dann die Theke. Während ihn selbst das wenig zu stören scheint, flüchten alle anderen Besucher der Bar schreiend aus dem Raum.

Dem Chauffeur geht es immer schlechter. Inzwischen hat er neben seinem Husten noch eine Magendarmverstimmung bekommen. Als er mal wieder aus der Toilettentür tritt, wirft L'Ively einen hämischen Blick auf den angeblichen Hustensaft. Da ihr Chauffeuer offensichtlich nicht arbeitsfähig ist, bittet Mrs. Marsden ihn, sie und ihren Mann am Abend zu einer Feier zu fahren.

Phoebe hat eine Falle für den Brandstifter gestellt: Die Marsdens werden am Abend auf einer Feier in einem Hotel in Boston zu Gast sein und sie vermutet, dass auch der Täter auftauchen wird. Als sie Mulder ihre Taktik erklärt, lässt sie wenig subtil durchblicken, dass sie danach in ihrem Hotelzimmer zu erreichen sein wird.

Scully hat derweil ihre eigenen Nachforschungen in dem Fall betrieben. Sie kommt zu dem Schluss, dass der Mörder Raketentreibstoff als Brandbeschleuniger benutzt, den er vermutlich in Lebens- oder Hygienemittel mischt, die seine Opfer dann zu sich nehmen bzw. verwenden. Sie hat außerdem ein Täterprofil entworfen, dass Cecil L'Ively treffend beschreibt. Als sie Mulder davon berichten will, reagiert der aber abweisend und bittet sie, nicht nach Boston zu kommen. Er ist mit den Gedanken offensichtlich woanders.

Mulder und Phoebe kurz bevor das Feuer ausbricht

Doch entgegen Phoebes Vermutung scheint der Mörder nicht auf der Party anwesend zu sein. Da alles ruhig zu verlaufen scheint, entspannen sie und Mulder sich bei einem langsamen Tanz. Gerade rechtzeitig, um Scully aufzufallen, die trotz Mulders scheinbarem Desinteresse nach Boston gekommen ist. Sie will die beiden nicht stören und wendet sich genervt ab und erblickt die aufblinkende Feueranzeige – im Stockwerk, in dem die Kinder der Marsdens untergebracht sind, brennt es. Sie gibt sofort den beiden anderen Bescheid. Als Mulder es bis in den Stock mit den Zimmern der Kinder geschafft hat, lodert das Feuer bereits im Flur. Er versucht sich seiner Phobie zu stellen, bricht aber voller Panik auf halbem Weg zusammen und muss von den eintreffenden Feuerwehrleuten gerettet werden. Im Erdgeschoss öffnet sich zeitgleich der Fahrstuhl – Cecil L'Ively tritt mit den unverletzten Kindern auf dem Arm hinaus.

Außer einer angeknacksten Ehre hat Mulder keinerlei Verletzungen zurückbehalten, ruht sich aber noch aus. Scully nutzt die Gelegenheit, ihm endlich zu erzählen, weswegen sie nach Boston gekommen ist: Sie hat alle Namen der Angestellten der bisherigen Todesopfer mit denen der Marsdens verglichen, mit nur einer Übereinstimmung: Cecil Lively. Nachforschungen zu ihm ergaben allerdings, dass er bereits 1971 durch ein Feuer ums Leben gekommen ist. Ein Cecil L'Ively, nun mit Apostroph, taucht aber kurz darauf auf und dessen Pass wurde zuletzt in Boston registriert.

Mulder macht sich daraufhin sofort auf den Weg zu den Marsdens, bei denen sich auch Phoebe aufhält. Scully lässt sich das Phantombild des Täters faxen, das auf Beschreibung der Frau in der Bar angefertigt wurde – das Bild zeigt L'Ively. Scully erkennt den jetzigen Chauffeur der Marsdens.

Auf Cape Cod findet Mulder Phoebe in trauter Umarmung mit Malcolm Marsden vor. Scully trifft kurz darauf ein. Als die Marsdens das Phantombild von L'Ively sehen, wird klar, dass nicht der Fahrer, sondern der Hausmeister der gesuchte Mörder ist – und der befindet sich gerade bei den Kindern. Als die Agenten die Räume der Kinder aufsuchen, finden sie dort aber nur – über die Toilette gebeugt – den toten Chauffeur, völlig verbrannt. Plötzlich bricht scheinbar ohne Einwirkung ein Feuer aus. Mulder erkennt, dass das ganze Haus mit Raketentreibstoff präpariert wurde.

Nachdem er die Marsdens unter dem Schutz von Scully und Phoebe auf den Rasen vor dem Haus geschickt hat, geht Mulder alleine weiter auf die Suche nach den Kindern. Gerade als er vor einer verschlossenen Tür fündig geworden zu sein scheint, taucht L'Ively auf. Er schnippt nur mit den Fingern und im ganzen Gang lodern die Flammen auf. Mulder hechtet in die hinterste Ecke, um der Hitze zu entkommen. Mit größter Anstrengung tastet er sich dann nach und nach durch den brennenden Gang und bricht die Tür zu den Kindern auf. Er schafft es, sie sicher nach draußen zu ihren Eltern zu bringen.

L'Ively spaziert inzwischen seelenruhig die Eingangstreppe hinunter, an deren Ende bereits Scully mit erhobener Waffe auf ihn wartet. Sie zögert, auf ihn zu schießen, weil sie nicht riskieren will, dass ein Funke aus ihrer Waffe das ganze Haus entzündet. Phoebe springt plötzlich hervor und schüttet Raketentreibstoff über L'Ively. Der taumelt benommen aus dem Haus auf den davorliegenden Rasen. Flammen lodern auf und in Sekundenschnelle brennt er lichterloh, während er lauthals lacht.

Scully tippt ihren abschließenden Bericht. Cecil L'Ively zog sich Verbrennungen 5. und 6. Grades zu, wird aber voraussichtlich in einer Regeneration, die für seine Ärzte an ein Wunder grenzt, in einem Monat wieder völlig genesen sein.

Schauplätze

Hintergründe

Notizen

  • In der Szene, in der Mulder die Kinder der Mardsens aus dem brennenden Haus rettet, verletzte sich David Duchovny durch ein herabfallendes Stück Holz so schwer an der Hand, dass eine Narbe zurückblieb (die auch im weiteren verlauf der Serie immer wieder zu sehen ist). Der Unfall selbst hat es in die Folge geschafft, da es der beste Take war.
  • Dies ist keine Lieblingsfolge von David Duchovny. Er findet Mulders plötzliche Angst vor Feuer zu aufgesetzt und seine eigene schauspielerische Leistung eher bescheiden:
    • I remember getting the script and seeing that - all of a sudden - I was deathly afraid of fire. It was like Superman learning halfway through the second season about kryptonite. Like: "Oh! That's why I feel weak around that ... stone." And I remember calling the producers and saying: "You know, there was a huge fire in the pilot and I was fine around it. I didn't even react to it. And now all of a sudden I can't move when there's fire." The good thing was that that episode was so bad, that they kind of forgot the whole 'fear-of-fire' thing. If we do a movie and somebody strikes a match, I think I'll be ok around it. (- David Duchovny on Conan O'Brien, April 2004)
  • Amanda Pays' Gastauftritt in der Serie war ein offenes Missfallensvotum an die Adresse von Gillian Anderson, deren Job zu diesem Zeitpunkt auf dem Spiel stand: Man dachte laut darüber nach, Andersons Dana Scully aus Akte X herauszuschreiben und stattdessen Amanda Pays in einer neuen Rolle als Mulders Partnerin einsteigen zu lassen, da man der Meinung war, Gillian Anderson wäre zu unerfahren im Vergleich zu David Duchovny. Aufgrund der nicht vorhandenen Chemie zwischen Pays und Duchovny kam es aber nie zu dem Rollentausch.
  • Netter Gag in der englischen Fassung: man kann Gillian Andersons perfekte Imitation von Amanda Pays Stimme und englischem Akzent hören (Gillian Anderson verbrachte 9 Jahre ihrer Kindheit in England und lebt seit dem Ende der Serie seit 2002 wieder dort). Mulders schreckhafte Reaktion auf die Frage "Care to take me to lunch?" macht so viel mehr Sinn als in der deutschen Synchronfassung, da man aus dem Off glauben könnte, Phoebe wäre noch ein letztes Mal in das Kellerbüro zurückgekehrt.

Drehorte

Goofs

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