1X10 Eve (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


1X10 Eve
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!



GREENWICH, CONNECTICUT


Man hört einen Hund bellen. Es ist eine schöne Wohngegend, gehobene Mittelklasse. Die Kamera zeigt ein weißes Haus. Davor joggt ein Pärchen vorbei, die zum Haus herüber sehen.

FRAU: Was macht sie denn da so ganz allein?

Ein kleines Mädchen, Teena Simmons, 8, steht in der Einfahrt mit einem Stoffhasen in der Hand. Sie joggen zu ihr herüber.

MANN: Teena?

FRAU: Na, Schätzchen?

Die Frau streckt ihre Hand nach Teena aus.

FRAU: Du frierst ja. Warum hast du denn keine Jacke an?

MANN: Wo ist dein Daddy?

TEENA: Er ist in den Garten gegangen. Er hat mir gesagt, daß er ein bißchen allein sein möchte.

MANN: Das kann er doch nicht ernst gemeint haben.

FRAU: Komm, Schätzchen. Ich bin sicher, er will nicht, daß du dich erkältest.


GARTEN


Sie gehen in den Garten hinter dem Haus. Ein Mann sitzt auf der Schaukel. Der Jogger geht auf ihn zu und spricht ihn an.

MANN: Joel? Hey, Joel...Die Schaukel ist doch wohl für deine Tochter und nicht für dich.

Er berührt Joel und der fällt zur Seite. Er ist kalkweiß und hat einen gespenstischen Blick, glasige Augen und er hat zwei punktartige Wunden an seinem Hals. Teena schreit.

MANN: Ich rufe die Polizei.

TEENA: Daddy?


FBI ZENTRALE
WASHINGTON, D.C.


Scully und Mulder in ihrem Büro. Mulder sieht sich Dias an.

SCULLY: Tod durch Hypovolemie. 75% Blutverlust. Er hat über vier Liter Blut verloren.

MULDER: Scheint ganz so, als ob der Mann ausgelaufen wäre.

SCULLY: Die achtjährige Tochter des Mannes...war jedenfalls nicht mehr als 10 Minuten fort aus dem Garten. Sie kann sich an nicht erinnern und am Tatort sind keinerlei Blutspuren gefunden worden.

MULDER: Und weil es gestern geregnet hat, wird es sowieso keine Spuren geben.

SCULLY: Außer zwei punktförmigen Löchern an der Drosselvene hatte der Mann keine Verletzungen.

MULDER: Sind Sie vertraut mit dem Phänomen der Rinderverstümmelung?

SCULLY: Hmhm...

Er geht zum Diaprojektor und zeigt ihr einige Dias von Rinderverstümmlung während er redet.

MULDER: Seit 1967 haben 34 Staaten ungelöste Fälle von Rinderverstümmelung gemeldet. Die Anzeichen stimmen erstaunlich überein. Schnittwunden von chirurgischer Präzision. Große Teile des Mauls, sehr oft auch die Geschlechtsorgane sind entfernt worden. Die Tiere erlitten beträchtliche Blutverluste ohne eine Spur von Blut am Tatort.

SCULLY: Wie ist das möglich?

MULDER: Das ist wie ein Aderlaß. Wenn Sie eine Nadel in die Drosselvene irgendeines Lebewesens stecken, fungiert das Herz als Pumpe. Bei diesen Tieren sind die Drosselvenen auf die gleiche Weise punktiert wie bei dem Mann aus Greenwich, Connecticut. Das ist nur das erste Mal, daß ich das bei einem Menschen gesehen hab.

SCULLY: Aber es gab kein Anzeichen für einen Kampf. Wie kann man einen Aderlaß reaktionslos über sich ergehen lassen?

MULDER: Die Obduktion ergab Spuren von Digitalis, das ist eine südamerikanische Pflanze, die als Betäubungsmittel gilt.

SCULLY: Diese X-Akten deuten ja wohl daraufhin, daß es sich um ein UFO- bezogenes Phänomen handelt. Und oft wurden an den Tatorten eigenartige Erscheinungen am Himmel beobachtet.

MULDER: Und viele Zeugen berichten von Zeitverlusten, wie bei Entführungen durch Außerirdische. Das würde auch erklären, warum das Mädchen sich an nichts mehr erinnert.

SCULLY: Aber warum sollten Außerirdische so viele Lichtjahre durchs Weltall reisen, nur um an Rindern Versuche durchzuführen?

MULDER: Tja, vermutlich aus dem selben Grund, aus dem wir Frösche und Affen sezieren. Mir scheint, als ob sie mittlerweile auch anderweitig interessiert sind.

Mulder zeigt auf dem Dia des Vaters, Joel und seine Wunden am Hals.


WAISENHAUS VON FAIRFIELD COUNTY
GREENWICH, CONNECTICUT


Durch ein Fenster sehen wir Teena in einem Bett.


FLUR


Eine Sozialarbeiterin führt Mulder und Scully durch den Flur und ein paar Treppen aufwärts.

SOZIALARBEITERIN: Ihre Mutter ist vor 2 Jahren an Eierstockkrebs gestorben. Andere Verwandte gibt es nicht. Wir behalten Teena hier bis wir sie bei einer Pflegefamilie unterbringen können.

MULDER: Hat sie darüber gesprochen?

SOZIALARBEITERIN: Nein. Kein Wort.

MULDER: Hat sie Alpträume?

SOZIALARBEITERIN: Nein. Zumindest weiß ich nichts davon.

Sie kommen an eine Tür mit einer runden Scheibe und sehen hinein.

SCULLY: Können wir jetzt mit ihr reden?

SOZIALARBEITERIN: Ja.

Sie klopfen an Teenas Tür und öffnen sie.


TEENAS RAUM


Sie gehen hinein. Teena sitzt im Bett und hält ihren Stoffhasen fest. Scully setzt sich auf Teenas Bett. Mulder setzt sich in einen Stuhl.

SOZIALARBEITERIN: Teena? Das sind die Leute von denen ich dir erzählt habe. Das sind Miss Scully und Mr. Mulder. Meinst du, du kannst mit ihnen reden?

Teena nickt und die Sozialarbeiterin verläßt das Zimmer.

SCULLY: Hallo. Ich weiß, daß du jetzt bestimmt sehr traurig bist und daß du Angst hast. Aber wir möchten herausfinden, was passiert ist, damit wir den, der deinem Vater das angetan hat, verhaften können.

Teena nickt.

SCULLY: Na gut. Hattet ihr vielleicht in letzter Zeit Besuch von Fremden?

Teena zuckt mit den Schultern.

SCULLY: Kannst du dich erinnern, ob irgendjemand deinen Daddy angeschrien hat?

TEENA: Keine Ahnung.

SCULLY: Fällt dir vielleicht jemand ein, der deinem Daddy wehtun wollte?

TEENA: Nein.

MULDER: Das ist ein hübscher Hase, Teena. Können wir darüber reden, was an diesem Tag geschehen ist? Ich meine, was in eurem Garten passiert ist?

Teena nickt zögernd.

MULDER: Ja? Kannst du dich vielleicht an irgendwelche eigenartigen Geräusche oder Lichter oder so etwas erinnern?

TEENA: Da war so ein rotes Licht.

MULDER: Kannst du mir mehr darüber erzählen?

TEENA: Ich kann mich nicht erinnern...es wurde alles dunkel.

MULDER: Hast du etwas ähnliches schon früher gesehen?

Teena nickt.

MULDER: Tatsächlich? Wann denn?

TEENA: Diese Männer aus den Wolken, sie waren hinter meinem Dad her.

Scullys Telefon klingelt. Sie geht ein Stück vom Bett weg, um das Gespräch anzunehmen.

SCULLY: Scully... Wo?

MULDER: Wieso waren die hinter deinem Dad her?

TEENA: Sie wollten ihn zur Ader lassen.

Mulder sieht Teena überrascht an, die solch ein Wort weiß.

SCULLY: Danke.... zu Mulder Mulder...

MULDER: Was ist?

Mulder geht zu Scully.

SCULLY: Es gibt noch so einen Fall.


TATORT IM FALLE REARDON
MARIN COUNTY, KALIFORNIEN


Im Garten eines ähnlichen Hauses wie das in Greenwich, sieht man ebenfalls eine Gartenschaukel. Mulder und Scully gehen von der Einfahrt darauf zu. Scully hält eine Akte in der Hand.

MULDER: Es ist als würde man in einen Spiegel sehen.

SCULLY: Das Opfer, Doug Reardon, war verheiratet und hatte eine Tochter. Die Todesursache war Hypovolemie. Mulder, das ist unheimlich. Es wurden auch Spuren von Digitalis gefunden.

MULDER: Gab es auch diese Einstiche?

SCULLY: Äh... ja. An der Drosselvene. Er ist nachmittags um ungefähr 14:30 Uhr gestorben. Und zwar am selben Tag, nur drei Stunden früher als der Simmons Mord geschah.

MULDER: Sie vergessen die Zeitverschiebung. Er starb genau zum selben Zeitpunkt.

SCULLY: Es scheint, als ob hier zwei Serientäter zusammenarbeiten.

MULDER: Nein. Die treten seltener als Paare auf und wenn dann töten sie nicht getrennt voneinander, sondern gemeinsam.

SCULLY: Mulder, eigentlich spricht nicht, abgesehen von Ihren Suggestivfragen an Teena Simmons, für Ihre UFO-Verstümmlungstheorie.

MULDER: War Reardons Tochter hier, als er ermordet wurde?

Sie sieht wieder in die Akte.

SCULLY: Ja... Laut Polizeibericht kann sie sich an überhaupt nicht erinnern. Sie ist mit ihrer Mutter bei ihrer Familie in Sacramento.

MULDER: Und wann kommen sie zurück?

Sie liest wieder.

SCULLY: Sie kommen erst morgen zurück.

MULDER: Wollen wir wetten, daß sie sich an das rote Licht erinnert?


WAISENHAUS VON FAIRFIELD COUNTY
0:35 UHR


Es ist Nacht. Draußen stürmt und gewittert es. Teena ist in ihrem Bett und hält den Stoffhasen fest. Sie hebt ihren Kopf von Kissen. Sie sieht zum Fenster und steigt aus dem Bett. Sie guckt durch das Fenster in der Tür, ob jemand im Flur ist, dann stellt sie einen Stuhl vor die Tür. Jemand auf der anderen Seite der Tür versucht hereinzukommen. Teena versteckt sich unter dem Bett. Jemand betritt den Raum. Teena versucht zu entkommen, aber eine Gestalt faßt sie am Arm.


FLUR


Man hört Teenas Schrei. Das Gewitter ist in vollem Gange. Der Sozialarbeiter kommt herbei.

SOZIALARBEITERIN: Teena? Teena? Teena! Teena!

Aber es liegt nur noch Teenas Stoffhase beim geöffneten Fenster. Regen fällt darauf.


TATORT IM FALLE REARDON
MARIN COUNTY, KALIFORNIEN


Mulder und Scully steigen aus dem Auto und reden während sie zum Haus gehen.

SCULLY: Teena ist gestern so um Mitternacht aus dem Staatlichen Waisenhaus entführt worden. Sieht aus als ob jemand befürchtet, daß sie sich an zuviel erinnern könnte.

MULDER: Jemand oder etwas, Scully.

SCULLY: Es waren schon innerhalb einer halben Stunde Straßensperren errichtet worden. Ohne Erfolg.

MULDER: Vielleicht hat man ja in der falschen Richtung gesucht.

Er zeigt nach oben.

SCULLY: Ich habe jedenfalls darum gebeten, uns zu benachrichtigen, falls man sie findet.

Mulder klopft an die Tür. Sie öffnet sich. Das kleine Mädchen, das sie geöffnet hat, sieht genau aus wie Teena Simmons. Mulder und Scully starren sie für einige Sekunden an..

SCULLY: Teena?

CINDY: Nein.

SCULLY: Wie ist dein Name?

CINDY: Cindy Reardon.

MULDER: Und wohnst du hier, Cindy?

CINDY: Ja, schon seit meiner Geburt vor acht Jahren.


DAS HAUS DER REARDONS - SPÄTER


Drinnen, Cindy sieht sich Zeichentrickfilme an, Mulder und Scully beobachten sie aus einiger Entfernung. Cindy nimmt die Fernbedienung und stellt auf einen Nachrichtensender um. Sie legt die Fernbedienung weg und sieht interessiert zu. Scully sieht Mulder an als Mrs. Reardon mit drei Tassen den Raum betritt.

MULDER: Cindy ist wirklich ein hübsches Mädchen, Mrs. Reardon.

MRS. REARDON: Doug und ich wollten sie verwöhnen und wir wollten sie vor allem Bösen in der Welt beschützen. Doug hat seine kleine Tochter über alles geliebt.

Sie fängt an leise zu weinen.

MULDER: Ist sie ein Einzelkind?

Mrs. Reardon nickt.

SCULLY: Wurde Cindy eigentlich....von Ihnen adoptiert?

MRS. REARDON: Nein. Ich habe sie zur Welt gebracht im Krankenhaus von San Rafael.

Cindy hört aufmerksam zu, was sie sagen.

SCULLY: Dann haben Sie vermutlich auch alle ordnungsgemäßen Dokumente? Die Geburtsurkunde...

MRS. REARDON: Natürlich hab ich die.

MULDER: War sie das einzige Kind, das bei dieser Geburt entbunden wurde?

MRS. REARDON: Was soll denn das für eine Frage sein. Hören Sie, ich habe der Polizei schon alles gesagt, was ich weiß.

Mulder zeigt Mrs. Reardon ein Foto von Teena und Mr. Simmons.

MULDER: Mrs. Reardon, haben Sie vielleicht diesen Mann schon mal gesehen?

MRS. REARDON: Ist ... das Ihr Verdächtiger?

MULDER: Äh...nein..

MRS. REARDON: Hat er vielleicht Cindy etwas getan?

MULDER: Nein... er...

SCULLY: Nein. Mrs. Reardon. Das ist nicht Ihre Tochter. Dieses kleine Mädchen heißt Teena Simmons. Sie wohnt 3000 Meilen entfernt von hier in Greenwich, Connecticut. Und dieser Mann, der Vater, wurde auf dieselbe Weise wie Ihr Mann getötet.

MRS. REARDON: Cindy ist meine Tochter. Ich kann Ihnen das Video von ihrer Geburt zeigen. Ich habe sechs Jahre versucht, schwanger zu werden.

MULDER: Haben Sie sich künstlich befruchten lassen?

Sie nickt.

MULDER: In welcher Klinik?

MRS. REARDON: Luther Stapes Center. Das ist in San Francisco.

MULDER: Danke.


DRAUSSEN


Scully und Mulder verlassen das Haus und reden auf dem Weg zum Auto.

SCULLY: Glauben Sie immer noch, daß das was mit UFOs zu tun hat? Cindy Reardon hat jedenfalls kein rotes Licht gesehen.

MULDER: Ich weiß auch nicht. Abgesehen von ihrem Äußeren scheinen die beiden Mädchen nicht viel gemeinsam zu haben.

SCULLY: Naja, es kommt schon ab und zu vor, daß zwei Menschen sich ähnlich sehen, ohne miteinander verwandt zu sein.

'MULDER: Es kommt also auch ab und zu vor, daß deren Väter zur Ader gelassen werden? Ich sag Ihnen, solche Zufälle gibt es nicht.

Scully scheint zuzustimmen.


AUTO


Mulder und Scully steigen ein.

SCULLY: Diese Mädchen sind die einzige Verbindung zwischen zwei identischen Morden.

MULDER: Und eine von ihnen wurde gerade weggeholt.

SCULLY: Gekidnappt.

MULDER: Sie mit Ihrer Terminologie.

Mulder hält das Auto an.

SCULLY: Wo fahren wir hin?

MULDER: Wenn die Morde von ein und derselben Person begangen worden sind, dann paßt in das Schema auch die Entführung der Tochter.

SCULLY: Also dann wird sich dieses Schema fortsetzen.

MULDER: Ich behalte das Mädchen im Auge. Sie erkundigen sich in der Klinik danach, ob Mrs. Simmons am gleichen Befruchtungsprogramm teilnahm.

Er öffnet die Tür und steigt aus.

SCULLY: Okay. Ich rufe unser Büro in San Francisco an und lasse Sie von jemandem ablösen.

MULDER: Ist gut.

Er macht die Tür zu.


LUTHER STAPES CENTER FÜR REPRODUKTIONSMEDIZIN


Ein Arzt und Scully gehen die Treppen hoch und unterhalten sich dabei.

ARZT: Die "In Vitro Fertilisation" ist ein Verfahren bei dem wir eine Eizelle außerhalb des Körpers befruchten und diese dann in den Uterus einsetzen.

SCULLY: Halten Sie es für denkbar, daß einer Patientin ohne ihr Wissen nicht ihre eigene Eizelle eingepflanzt werden konnte?

ARZT: Nicht hier. Wir haben sehr strenge Kontrollen.

SCULLY: Erinnern Sie sich vielleicht noch an das Patientenehepaar Claudia und Joel Simmons?

ARZT: Jede Information über Patienten ist streng vertraulich. Das ist unsere Politik.

SCULLY: Beide Simmons sind tot. Und ihre Tochter wurde entführt und deswegen ist jeder Hinweis, den Sie uns geben können jetzt wichtiger als Ihre Politik.


BÜRO DES ARTZES


Scully liest in einer Akte.

SCULLY: Sie haben 1991 Kopien ihrer Unterlagen nach Greenwich, Connecticut geschickt. Die Simmons kamen vor 9 Jahren hierher und wurden von Dr. Sally Kendrick betreut.

Der Arzt sieht bei der Nennung dieses Namens nicht sehr erfreut aus.

SCULLY: Hatten Sie ein Problem mir ihr?

ARZT: Dr. Kendrick war an sich schon ein Problem.

Sie sehen sich ein Video an, in dem Sally Kendrick etwas erzählt. Sie sieht professionell aus. Sie trägt in einem Büro einen Laborkittel und lächelt während sie redet.

SALLY KENDRICK AUF DEM VIDEO: Herzlich willkommen im Luther Stapes Center für Fortpflanzungsmedizin. Sie sitzt an einem Schreibtisch. Ich bin Dr. Sally Kendrick und bin Spezialisten auf dem aufregenden Gebiet der Künstlichen Befruchtung.

ARZT: Sie war 1985 hier fest angestellt. Brillant, Die beste ihres Jahrgangs an der medizinischen Fakultät von Yale. Ihre Doktorarbeit schreib sie über Biogenese. Wir waren begeistert von ihr.

SCULLY: Jetzt sind Sie anscheinend nicht mehr so begeistert.

ARZT: Wir haben Grund zu der Annahme, daß sich Dr. Kendrick am genetischen Material befruchteter Eizellen zu schaffen gemacht hat, bevor sie eingepflanzt wurden. Daß sie eugenische Experimente gemacht hat.

SCULLY: Und haben Sie das der Ärztekammer gemeldet?

ARZT: Natürlich. Und ich habe sie entlassen. Außerdem habe ich eine Untersuchung durch das Gesundheitsministerium veranlaßt.

SCULLY: Und was ist passiert?

ARZT: Die Ärztekammer hat sie gerügt, aber leider wurde mein Antrag abgelehnt. Dr. Kendrick ist seitdem verschwunden.

SALLY KENDRICK AUF DEM VIDEO: Wir wissen wie furchtbar es ist, unfruchtbar zu sein. Und sind bereit Ihnen zu helfen. In der nächsten halben Stunde..

Man sieht das Video wieder als es in einem anderen Fernseher und Videorecorder erscheint, mit Scullys Kommentar drüber.


HOTELZIMMER


Mulder und Scully sitzen auf einem Bettende und sehen sich das Band an. Scully spricht über den Fernsehton.

SCULLY: Dr. Kendrick war sowohl bei Mrs. Reardons wie auch bei Mrs. Simmons künstlicher Befruchtung die verantwortliche Ärztin. Sie wird verdächtigt, daß Erbgut manipuliert zu haben.

MULDER: Und jetzt versucht sie vielleicht ihre Spuren zu verwischen.

Sie sehen sich das Video wieder an.

SALLY KENDRICK AUF DEM VIDEO: ... garantieren können. Aber mit unserem wissenschaftlichen Fortschritt, etwas Glück und sehr viel Hoffnung können Wunder geschehen.

SCULLY: Sie muß jedenfalls einen Komplizen gehabt haben, um beide Morde zu begehen.

MULDER: Dann halten Sie das also für einen Rachefeldzug, den die Kendrick und ein Kollege gegen das Stapes Center führen?

Das Telefon klingelt. Scully geht dran.

SCULLY: Bedeutet diese Frage etwa, daß Sie Ihre UFO-Theorie aufgeben? (ins Telefon) Hallo?

Man hört zwei Klicken im Hörer .

SCULLY: Hallo?

Sie legt auf.

SCULLY: Hat gleich wieder aufgelegt. Muß sich wohl verwühlt haben.

MULDER: Ähm...wissen Sie was? Ich werde das überschlafen und wir reden morgen früh darüber. Hm?

Er schiebt sie zur Tür.

SCULLY: Mulder, Sie schmeißen mich aus Ihrem Zimmer.

MULDER: Aber nein, durchaus nicht.

SCULLY: Kriegen Sie vielleicht Damenbesuch?

MULDER: Wo denken Sie hin. Er öffnet die Tür. Ich will mir nur nen Film im Fernsehen ansehen. Schlafen Sie gut. Wir sehen uns Morgen.


PIER


Mulder wartet und sieht sich um. Er geht an Büschen vorbei und hört Deep Throats Stimme. Er hält an.

DEEP THROAT: Sind Sie auch sicher, daß Sie Ihnen nicht gefolgt ist?

MULDER: Ja. Was machen Sie denn hier?

Deep Throat kommt aus den Büschen, sie gehen weiter und reden.

DEEP THROAT: Hm. Ich dachte, vielleicht können wir uns zusammen ein Baseball-Spiel ansehen. Naja, also um ehrlich zu sein wahr ich...sowieso gerade in San Francisco. Und ich habe mich gefragt, ob ich Ihnen jemals von den Lichfield Experimenten erzählt habe?

MULDER: Hm..nein, das haben Sie nicht.

DEEP THROAT: Nun, das war ein über aus interessantes Projekt. Höchste Geheimhaltungsstufe und alle Unterlagen wurden damals zerstört. Und diejenigen, die davon wußten, werden jede Kenntnis von seiner Existenz leugnen. Zu Anfang der Fünfziger Jahre bekamen wir Wind davon, daß sie Russen sich mit Eugenik beschäftigen, auf ziemlich primitiven Niveau, wenn ich das hinzufügen darf. Sie versuchten ihre besten Wissenschaftler mit den besten Athleten zu kreuzen, verstehen Sie. Um auf diese Weise den überlegenen Soldaten zu züchten. Natürlich sind wir auch auf den Zug aufgesprungen.


WHITING INSTITUT FÜR GEISTESKRANKE STRAFTÄTER


Deep Throats Stimme erzählt weiter während wir das Äußere des Instituts sehen, das wie ein Gefängnis aussieht.

MULDER: (aus dem Off) Das Lichfield Experiment.

DEEP THROAT: (aus dem Off) Eine Gruppe genmanipulierte Kinder wurde in einem Lager in Lichfield aufgezogen und beobachtet. Die Jungen wurde Adam genannt, die Mädchen Eve. Es gibt eine Frau, die Sie aufsuchen sollten. Und ich werde dafür sorgen, daß Sie da rein können.


DRINNEN


Scully und Mulder gehen zu einem Schreibtisch, um bei einer Wache zu unterschreiben.

MULDER: FBI Agenten Mulder und Scully. Wir möchten Eve 6 sehen..

WÄCHTER: Hinterlegen Sie Ihre Waffen.

Das machen sie.

WÄCHTER: Und quittieren Sie die hier.

Er legt zwei Apparate auf den Schreibtisch.

MULDER: Was ist das?

WÄCHTER: Panikknöpfe. Ohne die darf ich Sie nicht reinlassen.


SPÄTER


Sie werden durch mehrere Gänge und Treppen geführt. Alles aus Metall. Sie bleiben vor einer Zellentür stehen. Die Frau, die sie begleitet hat, gibt ihnen Taschenlampen.

MULDER: Danke

SCULLY: Wozu brauchen wir denn die?

WÄCHTERIN: Sie schreit immer furchtbar wenn wir das Oberlicht einschalten. Niemand von uns hat sie je genau gesehen.

Mulder und Scully gehen in die Zelle.

WÄCHTERIN: Ich warte hier vor der Tür.


IN DER ZELLE


Mulder und Scully schalten die Taschenlampen ein. Es ist eine schmutzige Zelle mit Müll überall verteilt. Gepolsterte Wände.

MULDER: Hallo?

Sie sehen Eve 6, die mit einer Zwangsjacke in der Ecke kauert. Eve 6 hat filziges Haar und gelbe Zähne. An den Wänden hängen Fotos.

EVE 6: Sieht so aus als hätten Sie gefunden, wonach Sie suchen ... Zumindest eine von uns.

SCULLY: Sally Kendrick...

EVE 6: Schießen Sie die Ketten auf...dann können wir reden.

MULDER: Die müssen Sie wahrscheinlich aus gutem Grund tragen.

EVE 6: Nein. Aus einem schlechten Grund. Ich bin zu einer Wache zu nett gewesen. Ich hab ihn ins Auge gebissen. (Sie kichert und macht ein knirschendes Geräusch.) Das war eigentlich eher ein Zeichen meiner Zuneigung. (Sie lacht.) Wollen Sie wissen, wie hoch mein Intelligenzquotient ist. Eigentlich sollte er über 265 liegen. Wir Eves sind sehr klug. Das liegt bei uns in der Familie.

MULDER: Wo sind die anderen? Die Adams und Eves?

EVE 6: Wir haben eine fatale Selektivneigung. Ich als einzige bin übrig. Und Eve 7 ist schon sehr früh ausgerückt. Und Eve 8, sie entkam 10 Jahre danach.

SCULLY: Sind Sie Sally Kendrick?

EVE 6: Das ist nicht mein Name. Aber sie ist ich und ich bin sie. Wir sind alle wie die andere.

Sie denkt, daß ist auch lustig.

SCULLY: Sind Sie im Jahre 1985 im Luther Stapes Center tätig gewesen?

EVE 6: 1985?! Da bin ich schon 2 Jahre lang so gefesselt gewesen. Und aus welchem Grund? Ich habe doch gar nichts getan. Nur weil ich ich bin. Die haben mich geschaffen. Aber müssen sie dafür leiden? Nein. Nur ich muß dafür leiden und ich leide fürchterlich. Die erhalten mich am Leben für das Lichfield Projekt. Die kommen hier rein und sie testen mich und sie piken mich, um zu sehen, was schief gegangen ist. Sally weiß ganz genau, wo der Fehler wirklich liegt.

Sie hat die Worte beinahe ausgespuckt. Sie zeigt auf sie so gut wie sie es mit ihren gefesselten Armen kann.

EVE 6: Jeder von Ihnen beiden hat 46 Chromosomen. Aus den Adams sind die Eves entstanden...und sie haben 56. Wir haben manche Chromosomen doppelt. Und zwar Nummer 4, 5, 12, 16, und 22. Diese Kopien der Chromosomen reproduzieren auch zusätzliche Gene. Größere Stärke. Und höhere Intelligenz.

MULDER: Und auch stärkere Psychosen.

EVE 6: Ich hab mir das beste für den Schluß aufgehoben. Sie sieht sie an. Sie glauben mir wohl nicht. Ich kann's Ihnen beweisen. Sehen Sie sich meine Wand an. Mein Familienalbum.

Ein Foto an der Wand zeigt viele Klone von Teena und Cindy bei einer Schaukel.

SCULLY: Mein Gott. Das sind die Mädchen.

EVE 6: Wir standen uns nahe. Wir standen uns sogar sehr nahe.

MULDER: Sally Kendrick benutzte die Klinik, um das Lichfield Experiment fortzuführen. Sie hat sich selbst geklont.


REARDON HAUS


An der Wand hängen Heiligenbilder und wir hören Cindys Stimme aus dem Off, wie sie betet.

CINDY: (aus dem Off) Müde bin ich, geh zur Ruh, schließe meine Augen zu. Vater, laß die Augen dein über meinem Bette sein. ...

Sie kniet vor dem Bett und ihre Mutter, die auf dem Bett sitzt, beobachtet sie.

CINDY: Gott segne Oma und Opa Stenner, Erma und Ermas Papa. Und Gott segne Mama und möge er Daddy im Himmel beschützen.

MRS. REARDON: Du bist so ein tapferes, kleines Mädchen, Cindy. Sie deckt sie zu. Gute Nacht, Schätzchen.


AUSSERHALB DES HAUSES


Das Treppenhauslicht geht aus.


AUTO


Mulder und Scully sitzen im Auto und beobachten das Haus.

MULDER: Also, wenn Eve 6 recht hat und noch zwei Eves frei herumlaufen, dann könnte das die beiden identischen Morde an verschiedenen Orten zur selben Zeit erklären. Sally Kendrick hat einen Komplizen. Sich selbst.

SCULLY: Ehrlich gesagt hatte ich schon den Verdacht, daß die Mädchen es getan haben könnten.

MULDER: Nein. Nein, nein, nein. Es scheint, als ob die verbleibenden Eves die Eltern umgebracht haben, um Teena und Cindy in der Familie zu behalten.


CINDYS ZIMMER


Das Licht ist aus und Cindy steigt aus dem Bett.


AUTO


Scully sieht mit einem Fernglas zu Cindy Fenster. Cindy steht am Fenster.

SCULLY: Glauben Sie, daß die Mädchen ein Ahnung davon haben, was sie sind?

MULDER: Ich hoffe nicht.

Ein helles Licht erscheint in Cindys Zimmer.

SCULLY: Mulder, los schnell.


CINDYS ZIMMER


Der Wandschrank füllt sich mit Licht und die Tür öffnet sich. Licht flutet das Zimmer. Cindy dreht sich um und jemand kommt aus dem Schrank und nimmt Cindys Arm.


AUTO


Mulder und Scully steigen aus dem Auto.

MULDER: Ich nehme die Rückseite.

Sie gehen in verschiedene Richtungen.


AUSSERHALB DES HAUSES


Mulder geht um

das Haus herum über die Einfahrt mit seiner Taschenlampe und seiner Waffe.


IM HAUS


Das Licht ist aus und Scully geht durch das Haus mit ihrer Waffe im Anschlag. Sie trifft auf Mrs. Reardon.

SCULLY: Da oben ist jemand, warten Sie draußen.


AUSSERHALB DES HAUSES


Mulder ist im Garten.


IM HAUS


Scully ist am Treppenabsatz, sie wird geblendet und niedergeschlagen.


AUSSERHALB DES HAUSES


Die Gartentür fliegt auf und eine Frau, die Cindy hält, kommt aus dem Haus. Mulder zielt mit seiner Waffe.

MULDER: FBI. Ich bin bewaffnet.

(Anmerkung in Yvi: Ich bin mir nicht sicher, ob es die richtige Sally Kendrick ist, die Eve 7 ist oder das nur Eve 7 ist, oder so, aber ich nenne sie einfach mal Eve 7.) Eve 7 hält Cindy und sieht ihn an. Sie trägt ein dunkles Sweatshirt mit der Kapuze über dem Kopf.

MULDER: Welche sind Sie denn? Eve 7 oder Eve 8?

Eve 7 hält eine Waffe an Cindys Kopf.

EVE 7: Fallen lassen. Sie wissen, daß ich dazu fähig bin. Langsam. Ganz langsam.

Mulder legt sein Waffe auf den Boden. Eve 7 verschwindet, Mulder hebt sein Waffe wieder auf und folgt ihr. Ein Auto startet und er rennt ihm nach, als es die Straße herunterfährt.


SPÄTER


Scully redet mit einem Polizisten, der ihre Aussage zu Protokoll nimmt.

SCULLY: Der Name der Verdächtigen ist Sally Kendrick. Sie ist Anfang 40, 1,75m und wiegt ca. 135 Pfund. Sie hat möglicherweise eine Komplizen von ähnlichen Aussehen. Die Kendrick fährt einen hellblauen `93 Corolla. Sie ist außergewöhnlich kräftig. Sie müssen sie also als bewaffnet und gefährlich einstufen. Und Sie müssen auch davon ausgehen, daß sie sich wie eine Psychopathin verhalten könnte. Wir bekommen bald Verstärkung aus Oakland, da es sowieso unser Fall ist.

Sie geht zu Mrs. Reardon, die in eine Decke eingehüllt ist, und Mulder.

MRS. REARDON: Und was ist...was ist wenn sie sie tötet? Zuerst Doug und jetzt Cindy.

MULDER: Mrs. Reardon, da Sally Kendrick und ihre Komplizin die Väter ermordeten und die Mädchen entführten, wollen sie sie wahrscheinlich lebend. Ich bin sicher, daß Cindy lebt und daß wir sie finden.

Mrs. Reardon geht weinend weg.

SCULLY: Und was machen wir dann?


POINT REYES, 40 MEILEN NÖRDLICH VON SAN FRANCISCO


Ein "Kein Zimmer frei"-Schild leuchtet und ein Auto fährt zu dem Hotel auf den Parkplatz. Der Manager arbeitet im Garten und beobachtet, wie das Auto parkt und eine Frau, eine der Eves, mit dem Mädchen in die Kochnische des Zimmers geht.


DRINNEN


Sie gehen rein.

EVE 7: Tut mir leid, daß ihr euch auf diese Weise kennenlernen müßt. Aber so ist es am besten für alle Beteiligten.

Eve 7 öffnet die Badezimmertür. Teena sitzt auf einer Ecke der Badewanne. Cindy ist bei der Tür. Eve 7 setzt sich zu Teena auf die Badewanne.

EVE 7: Teena Simmons, sieh mal, das ist Cindy Reardon.

Sie sehen sich an und lächeln.


REARDON HAUS


Scully und Mulder kommen die Treppe herunter. Eine Polizistin trifft sie. Mulder telefoniert gerade.

MULDER: Mulder? Ja, was haben Sie auf dem Herzen?

POLIZISTIN: Agent Scully? Der hellblaue Corolla wurde am Flughafen von San Francisco gefunden.

SCULLY: Okay, äh.. Ich möchte, daß Sie sich jede einzelne Passagierliste für alle Maschinen vornehmen, die innerhalb der letzten 12 Stunden abgeflogen sind. Und überprüfen Sie jeden Terminal, ob sie sich dort für einen späteren Flug versteckt. Und denken Sie immer daran, daß sie eine Komplizin haben könnte.

Mulder legt auf.

MULDER: Das war ein Motelmanager in Port Reyes, der einen Gast hat, auf den die Beschreibung von Sally Kendrick zutreffen könnte.

SCULLY: Das Auto wurde gerade gefunden und zwar am Flughafen.

MULDER: Das war vielleicht nur ein Leihwagen. Der Manager sagte, daß die Frau ein kleines Mädchen dabei hatte. Aber daß sie am Nachmittag das Motel alleine verlassen hätte und heute mit dem Mädchen zurückgekommen sei.

SCULLY: Jemand anders könnte das Mädchen abgeholt haben ohne daß der Manager es gemerkt hat. Ich meine, in dieser Gegend wimmelt es doch von Familien, die Urlaub machen. Da könnten so genauso gut hunderte von kleine Mädchen rumlaufen.

MULDER: Nein, an dieses Mädchen erinnert er sich. Sie sagte ihm, daß Chlor ganz gut wäre gegen die vielen Fliegen im Swimmingpool. Klingt das nicht nach jemanden, den Sie kennen?

SCULLY: Das ist sie.


HOTEL


Eve 7 hat etwas zu essen mitgebracht und setzt sich zu den Mädchen an den Tisch.

EVE 7: Ich habe eure Entwicklung immer genau beobachtet, ganz egal, wo ich war. Die letzten paar Jahre habe ich nach der verbliebenen Eve gesucht. Diese Suche mußte ich jedoch abbrechen wegen eurer....Aktivitäten. Ich hatte gehofft, am Stapes Center könnte ich meine alten Fehler korrigieren. Die Adams und die Eves haben sich nicht psychotisch verhalten bevor sie 16 waren und erst mit 20 wurden sie...zu Mördern. Stellt euch mal vor, wie enttäuscht ich war, als ich von eurer beschleunigten Entwicklung erfahren habe. Wie habt ihr voneinander erfahren?

(Anmerkung von Yvi: Ein Lob an die Synchronsprecher der Mädchen. So kann man sie auseinanderhalten!!!!!!!!)

TEENA: Wir wußten es einfach.

EVE 7: Und wie konntet ihr gleichzeitig eure kleine...Komödie inszenieren?

CINDY: Wir wußten es einfach.

EVE 7: Und warum habt ihr eure Väter getötet?

CINDY: Sie waren gar nicht unsere Väter.

TEENA: Wir haben keine Eltern.

CINDY: Wir wurden nicht geboren.

TEENA: Wir wurden von dir geschaffen.

EVE 7: So...so solltet ihr nicht.. äh.. darüber denken. Ihr seid Menschen, zwar andere und besonders, aber ihr dürft euch nicht in euer genetisches Schicksal ergeben. Deswegen habe ich euch geholt. Ich bin nämlich bei einem Mann aufgewachsen, der genau wußte, was ich war. Er war der leitende Genetiker dieses Projekts und wenn ihr...äh...in der richtigen Umgebung aufwachst und eine gewisse Zeit...äh...die richtigen Medikamente kriegt, dann könnt ihr so werden wie ich und nicht wie die anderen. Eves...

Sie atmet schwer. Eve 7 rüttelt am Tisch. Die Mädchen lächeln sich an. Sei steht auf und ist kurz davor sich zu übergeben.

EVE 7: Was... was habt ihr getan?

TEENA: In dein Getränk haben wir einen Fingerhut voll Gift Reingewicht.

CINDY: Und dieses Gift stammt aus der Digitalispflanze. Soviel ist eine tödliche Dosis.

Sie zeigt an dem Röhrchen mit einem grünen Pulver etwa einen Zentimeter.

TEENA: Wir haben sie selbst angepflanzt.

EVE 7: Warum...wieso?

CINDY: Sag du es uns.

TEENA.: Du bist doch unsere Schöpferin..

CINDY: Wir sind dein Fehler.

Eve 7 greift nach einem Messer.

EVE 7: Ich...werde...meinen Fehler korrigieren.


SPÄTER


Mulder und Scully kommen an. Polizisten sind schon da. Einer ist auf dem Vordersitz seines Wagens. Mulder und Scully gehen auf ich zu und er steigt aus.

POLIZIST: Ich hab hier gewartet, wie Sie's gesagt haben. Bisher ist niemand rausgekommen oder reingegangen.

Sie hören ein Geräusch.

POLIZIST: Hey! Übernehmen Sie die Rückseite!

Sie rennen alle zum Hotelzimmer.


DRINNEN


Sie gehen hinein und sehen Eve 7 auf dem Boden. Mulder sieht aus dem offenen Fenster nach draußen in beide Richtungen während Scully den Puls überprüft.

CINDY: Sie wollte, daß wir's austrinken. Aber wir haben einfach nur so getan als ob.

TEENA: Sie wollten uns vergiften.

Scully sieht die Mädchen in einer Ecke zusammengekauert.

SCULLY: Wer sind "sie"?

TEENA: Sie und eine andere Frau.

MULDER: Wie hat die andere denn ausgesehen?

Teena zeigt auf die tote Eve 7 auf dem Boden.

MULDER: Eve 8. Sie war also ihre Komplizin.

Die Mädchen umarmen sich ängstlich und fangen an zu schluchzen.

SCULLY: Es wird alles gut. Wir sorgen schon für euch. Ihr seid bei uns in Sicherheit.


SPÄTER


Eine Decke ist über Eve 7 gebreitet. Scully nimmt ein Glas vom Tisch. Sie sieht rein und reicht es Mulder.

SCULLY: Sieht aus, als ob die Eves mindestens 12 Gramm Digitalis in jedes Glas gemixt hätten.

MULDER: Also ihr eigenes kleines Jonestown. Eve 6 sagte, sie hätten eine Neigung zum Selbstmord.

SCULLY: Es hat ein süßes Aroma, vermutlich schmeckt man es in Limonade gar nicht.

MULDER: Ja.

Ein Polizist kommt zu ihnen.

POLIZIST: Wir haben die ganze Gegend durchsucht, aber bisher gibt es keine Spur von der anderen Verdächtigen. Ein Beamter wird die Mädchen zurückbringen.

MULDER: Nein, ich glaube es ist besser, wir übernehmen die Verantwortung für die Mädchen.

SCULLY: Wir wollen sie von einem Arzt untersuchen lassen.

POLIZIST: Hm, na schön, wie sie wollen.

MULDER: Danke.


DRAUSSEN


Scully geht zu den Mädchen.

SCULLY: Na kommt, Mädchen, wir bringen euch zurück.

TEENA: Aber wohin den?

CINDY: Was geschieht denn jetzt mit Teena?

MULDER: Darüber reden wir im Auto weiter, in Ordnung?

Sie klettern auf den Rücksitz.

SCULLY: Sie scheinen sich schon so nahe zu stehen. Es wird bestimmt schwer für sie, wenn Teena zu Pflegeeltern kommt.

MULDER: Ja.

Mulder und Scully steigen ein


STRASSE - NACHT


Mulder fährt. Scully sitzt im Beifahrersitz und die Mädchen sitzen hinten. Sie sehen sich gegenseitig an.

CINDY: Agent Mulder, könnten Sie bitte mal anhalten. Ich muß aufs Klo.

TEENA: Ich muß auch.

MULDER: Könnt ihr nicht noch etwas warten?

CINDY: Ich muß wirklich ganz dringend.

SCULLY: Ich könnte auch eine Pause gebrauchen.


TRUCK STOP


Sie fahren ab.


DRINNEN


Sie gehen zum Tresen. Eine Bedienung steht dahinter.

MULDER: Hallo. Wo sind bitte Ihre Toiletten?

BEDIENUNG: Hinten am Ausgang. Hier sind die Schlüssel.

Sie gibt sie ihm.

MULDER: Danke. Hier ist Ihrer.

Er gibt den Schlüssel für die Damentoilette Scully und dreht sich zum Tresen um.

MULDER: Oh, wir hätten gerne vier Diätcola.

TEENA UND CINDY: Keine Diätcola.

MULDER: Och, na gut zwei Normale und zwei Diätcola. Zum Mitnehmen.

Scully und die Mädchen gehen auf die Damentoilette.


DAMENTOILETTE


Wir sehen die geschlossenen Türen.

CINDY: (aus dem Off) Agent Scully, meine Tür klemmt.

SCULLY: (aus dem Off) Warte, ich helfe dir gleich.

Teena geht.


TRESEN


Das Mädchen geht zum Tresen und nimmt zwei der Getränke. Die Bedienung hält sie zurück.

BEDIENUNG: Warte mal.

TEENA: Schon in Ordnung. Mein Dad wird sie bezahlen, wenn er von der Toilette wiederkommt.

BEDIENUNG: Na gut.

Sie bringt die Getränke zu einem Tisch und schüttet das Gift hinein. Mulder erscheint hinter ihr.

MULDER: Sind das die Diätcola?

Sie zeigt auf zwei Getränke.

TEENA: Ja, das sind die hier.

Er nimmt einen Schluck.

MULDER: Bist du sicher? Die sind ja sehr süß. Probier mal.

TEENA: Doch, ich weiß es genau. Die Kellnerin hat es mir gesagt.

MULDER: Okay.

Scully und Cindy kommen heraus.

SCULLY: Gehen wir.

MULDER: Na komm.

Er gibt sein Getränk Scully und legt seine Hand auf den Rücken von Teena als sie zur Tür gehen. Scully und Cindy gehen nach draußen.

CINDY: Vergessen Sie die Getränke nicht.

MULDER: Ach, Getränke...

Mulder und das Mädchen kommen zurück zum Tresen um zu bezahlen.

MULDER: Was macht das?

WAITRESS: 5 Dollar.

Mulder gibt dem Mädchen das Geld.

MULDER: Möchtest du bezahlen?

TEENA: Na klar.

MULDER: Na dann los. Hast du alles? Danke.


DRAUSSEN


Sie gehen alle zum Auto. Scully nimmt einen Schluck.

SCULLY: Um, das schmeckt ja wie Sirup.

Mulder tastet in seiner Tasche nach dem Schlüssel.

MULDER: Cindy, du hast nicht zufällig meine Schlüssel vom Tisch mitgenommen, oder?

CINDY: Nein.

(Anmerkung von Yvi: Cindy????? Nach der Stimme zu urteilen war es Teena, die das Gift in die Getränke geschüttet hat, die also am Tisch stand.)

MULDER: Na schön, ich komme gleich wieder.

Scully lächelt und sie und die Mädchen gehen weiter zum Auto während Mulder wieder reingeht.


DRINNEN


Mulder sieht einen grünen Rückstand auf dem Tisch wo die Getränke standen.


DRAUSSEN


Mulder rennt aus dem Truckstop während Scully einen weiteren Schluck nimmt.

MULDER: Scully!

'SCULLY: Was ist?

Er eilt die Treppen zu ihr herunter.

MULDER: Scully. Ich wollte Ihnen bloß die Autotür öffnen.

Er schlägt ihr das Getränk aus der Hand.

SCULLY: Mulder...

MULDER zu Scully, leise, so daß die Mädchen ihn nicht hören: Die haben die Cola vergiftet, also rein ins Auto mit ihnen.

SCULLY: Okay.

Die Mädchen sind weg.

MULDER: Ich hatte nur einen kleinen Schluck genommen.

SCULLY: Wir haben nicht genug getrunken, um etwas zu merken.

Sie sehen sich nach den Mädchen um mit erhobenen Waffen. Teena und Cindy wollten sich unter einem LKW verstecken, als Mulder sie greift. Sie schreien.

MULDER: Scully! Ich habe sie gefunden.! Ich habe sie gefunden!

TEENA UND CINDY: Lassen Sie uns! Hilfe! Er schlägt uns!

MULDER: Scully!

Ein LKW-Fahrer kommt mit seiner Waffe und seiner Frau aus dem LKW.

LKWFAHRER: Hey! Was machen Sie denn da?

Scully rennt zu ihnen.

MULDER: Verschwinden Sie. Ich bin FBI Agent!

LKWFAHRER: Ja, und das sind Amerikas meistgesuchte Verbrecher, was. Los, nehmen Sie die Hände hoch. Lassen Sie die Mädchen gehen.

TEENA UND CINDY: Lassen Sie uns!

FRAU DES LKWFAHRERS:: Kommt in den Laster, Kinder. Na los, steigt ein. Ich werde die Polizei rufen.

SCULLY: Wir sind die Polizei.

Die Mädchen verschwinden.

SCULLY: Mulder!

Sie suchen wieder nach ihnen. Ein Bus verläßt den Parkplatz.

MULDER: Da drüben.

Er zeigt auf den Truckstop. Sie gehen wieder hinein.


TRUCK STOP


Mulder und Scully rennen hinein. Sie sehen die Bedienung.

SCULLY: Sind die Zwillinge hier irgendwo?

BEDIENUNG: Nein. Hier...hier war nur eine Gruppe von Schulkindern, die gerade mit dem Bus weg ist.


DRAUSSEN


Mulder und Scully gehen nach draußen Ihr Auto fährt an geparkten LKWs vorbei und dem Bus hinterher. Teena und Cindy kommen aus einem Boot mit einer Plane darüber heraus. Mulder erscheint hinter ihnen. (Anmerkung von Yvi: Dem Grinsen der Mädchen nach zu urteilen, war der Dreh an diesem Tag sehr amüsant, gibt es da vielleicht noch irgendwelche unbekannten Bloopers?)

MULDER: Habt ihr eure Cola vergessen?

TEENA: Wir haben gar nichts Böses getan.

CINDY: Wir sind doch nur kleine Mädchen.

MULDER: Das ist das letzte, was ihr seid.


REARDON HAUS


Mrs. Reardon sieht sich Fotos von Cindy an.

MRS. REARDON: Sie haben gesagt, sie hätten eine ausgezeichnete Therapie, die ihr helfen kann.

MULDER: Sie dürfen sich nicht hinter der Bürokratie verstecken, Mrs. Reardon. Es ist Ihr gutes Recht, zu erfahren, was passiert ist und über Ihre Tochter Bescheid zu wissen.

MRS. REARDON: Das einzige, was ich weiß ist, daß sie nicht meine Tochter ist. Und das sie es niemals war.


ZELLEN


In angrenzenden Zellen sind Teena und Cindy neben Eve 6. Sie sehen sie an. Sie heißen nun Eve 9 Cindy und Eve10 Teena.

EVE 6: Hallo Kinder. Es ist schön, jetzt ein bißchen Gesellschaft zu haben.


EINGANG


Eine Frau in einem Laborkittel trägt sich ein. Der Wächter gibt ihr einen Panikknopf.

WÄCHTER: Quittieren Sie das.

Sie tut es.


ZELLEN


Die Frau mit dem Laborkittel geht zu den Zellentüren.

EVE 9:: Hallo Eve 8.

EVE 10:: Wir haben dich schon erwartet.

EVE 8:: Woher wußtet ihr, daß ich euch besuchen werde?

EVE 9:: Wir wußten es einfach.

EVE 10:: Wir wußten es einfach.


Mitgeschrieben von:

  • Autor: Yvi (Email)
  • Anmerkung: Wenn die großen bösen Fox Anwälte uns finden, dann viel Glück, ich bin sowieso Pleite. JRBLilac hat sich im englischen Original die Finger wund getippt und Yvi im Deutschen. Da dies hier ein Transcript ist, verwende ich hier die Originalübersetzung der deutschen Fassungen der Folgen, nicht mögliche Übersetzungen des O-Tons. Viel Spaß!
  • Betalesung: Robert B. (Email)