1X07 Eis (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.


1X07 Eis
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!



ARKTISCHES EISKERNPROJEKT
ICY CAPE, ALASKA
250 MEILEN NÖRDLICH DES POLARKREISES


Eine Anlage im Schneesturm. Die Temperatur ist 34 unter Null und es ist 8:29 Uhr. Ein Hund läuft durch einen Raum. Der Raum ist völlig verwüstet und am Boden liegt ein toter Mann. Beim Weiterlaufen kommt der Hund an einem weiteren Toten vorbei. Ein verwundeter Mann RICHTER stößt eine Kiste um. Er hat eine Waffe in jeder Hand. Er atmet schwer, während er sich umschaut. Er geht an einen Tisch mit technischer Ausrüstung darauf. Er legt ein paar Schalter um und macht eine Videokamera an. Dann setzt er sich vor die Kamera.

RICHTER: Wir sind nicht... wer... wir sind. Wir sind nicht... wer... wir sind. So kann das nicht weitergehen. Das muss aufhören... und zwar gleich.

Plötzlich erscheint ein Mann hinter Richter und reißt ihn von hinten vom Stuhl. Die beiden Männer kämpfen eine Weile miteinander. Am Ende des Kampfes gehen beide Männer mit gezogenen Waffen aufeinander zu. Unerwarteterweise senkt Richter seine Waffe. Der andere Mann folgt erstaunt seinem Beispiel. Langsam führt Richter die Waffe an seinen eigenen Kopf. Wieder tut der andere es ihm gleich. Die Anlage ist wieder von draußen zu sehen. Es ertönen zwei Schüsse.


FBI HEADQUARTERS


Fernsehbild. Statisches Rauschen geht in ein Testbild über. Auf dem folgenden Videofilm sind fünf Männer rund um eine Eisprobe zu sehen. Einige von ihnen halten Bier in der Hand. Die beiden Männer aus dem Teaser sind auch dabei.

RICHTER: Teamchef John Richter hier. Wir haben ein paar frustrierende Monate hinter uns. Aber aufgrund des hervorragenden Teamgeistes können wir mit Stolz und Freude verkünden, dass wir vor einer halben Stunde den Rekord für die tiefste Bohrung im Eis überbieten konnten.

MANN: Alles klar!

Die Männer klatschen ab und schütteln sich die Hände. Das Band wird angehalten. In den Raum gezoomt sehen wir Mulder, der Scully das Band zeigt. Er sitzt vor dem Monitor, während sie hinter dem Schreibtisch stehend in einer Akte blättert.

MULDER: Diese Wissenschaftler haben am arktischen Eiskernprojekt gearbeitet. Sie wurden vor fast einem Jahr vom Forschungsministerium nach Alaska geschickt und sollten dort den Eiskern untersuchen.

Er steht auf und reißt ein Stück Papier aus einem Drucker, während sie sich setzt.

MULDER: Sie entdeckten bei ihren Tiefbohrungen eingeschlossene Gase, Staub und Chemikalien. Hinweise auf die Struktur des Erdklimas bis zur Entwicklung der Menschheit. Ihre Arbeit war erfolgreich und fast vollendet. Und kein Bericht schien auf irgendwelche Probleme hinzuweisen. Doch nur eine Woche danach ist diese Übertragung aufgezeichnet worden.

Er drückt einen Knopf auf der Fernbedienung und auf dem Bildschirmerscheint das folgende:

"AICP
Arctic
Ice Core
Project
Transmission Received:
8:30 AM AST"

Richter sitzt auf dem Stuhl, wie in der Anfangsszene der Episode. Man sieht die Situation diesmal aus der Sicht der Kamera. Es ist nur die linke Seite von Richters Gesicht zu sehen.

RICHTER: Wir sind nicht... wer... wir sind. Wir sind nicht... wer... wir sind. So kann das nicht weitergehen. Das muss aufhören... und zwar gleich.

Scully sieht genau hin. Der Mann wird von seinem Platz weggerissen. Das Bild geht in statisches Rauschen über.

SCULLY: Was ist mit ihnen passiert?

Mulder drückt erneut auf die Fernbedienung und kniet sich neben Scully.

MULDER: Es war bisher unmöglich, das Lager zu erreichen, weil da oben Stürme tobten. Entweder halten die uns für brillant oder entbehrlich, weil wir den Auftrag haben, das aufzuklären.

SCULLY: Leiden die vielleicht unter Isolationsstress?

MULDER: Hören Sie, dass sind die besten Geophysiker. Sie wurden auf jede nur denkbare Weise für diese Sache ausgebildet und auf ihren Geisteszustand überprüft. Wir reisen heute nach Nome ab.

Er steht auf und geht zur Karte. Sie folgt ihm. Er beschreibt mit seinem Zeigefinger auf der Karte den Weg von Nome nach Icy Cape.

MULDER: Dort treffen wir uns mit drei Wissenschaftlern, die mit dem Eiskernprojekt vertraut sind. Dann geht es weiter nordwärts zum Icy Cape. Die Wetterfrösche melden gute Bedingungen für die nächsten drei Tage, bis zum nächsten arktischen Sturm. Also packen sie lieber Handschuhe ein.

Er marschiert hinter ihr aus dem Raum.


DOOLITTLE AIRFIELD
NOME, ALASKA


Während Männer im Hintergrund ein Flugzeug beladen, sitzt ein Mann [Prof. Danny Murphy] auf einer Kiste im Bereich des Hangartores und hört Walkman.

ANSAGER: unverständlich ... Fouts wirft den Ball über die Mitte zu Winslow! Die 10! Touchdown San Diego!

Der Mann steht auf und lacht albern.

MURPHY: Ja, ein Touchdown! Fouts... ist... göttlich!

Er dreht sich um und erstarrt, weil er Mulder und Scully gesehen hat, die auf ihn zu kommen. Er nimmt die Kopfhörer ab und wendet sich den beiden zu.

MURPHY: Entschuldigung. Mein Team hat gewonnen.

SCULLY: Football gibt's doch mittwochs eigentlich nicht.

Mulder stellt seine Tasche ab.

MULDER: Und Fouts hat doch '87 aufgehört, nicht wahr?

MURPHY: Ach, das ist nur eins von meinen Lieblingsspielen, das ich aufgezeichnet habe. Sind Sie vom F.B.I.?

MULDER: Agent Mulder, Agent Scully, und Sie?

Mulder zeigt auf sich, dann auf Scully, und schüttelt dann dem Mann die Hand.

MURPHY: Danny Murphy, Professor für Geologie an der Uni San Diego.

MULDER: San Diego? Da haben Sie sicher selten Gelegenheit, das Eis zu studieren.

MURPHY: Nur die Eiswürfel in den Getränken.

Mulder lacht. Ein Mann [HODGE] und eine Frau [DASILVA] kommen auf sie zu. Der Mann schiebt einen Wagen mit Ausrüstung.

SCULLY: Dr. DaSilva, Dr. Hodge?

HODGE: Ja, entschuldigen Sie die Verspätung.

Hodge schüttelt Mulder die Hand, dann Scully, dann Murphy. DaSilva tut das Gleiche.

MULDER: Mulder, nett sie kennenzulernen.

HODGE: Guten Tag, freut mich auch Mr. Mulder.

SCULLY: Ich bin Agent Scully und das ist Professor Murphy.

HODGE: Kann ich vielleicht Ihren Ausweis sehen?

MULDER: Weswegen?

HODGE: Ich will sicher gehen, dass wir die sind, die wir zu sein vorgeben.

Alle holen ihre Ausweise raus. Hodge zeigt seinen Murphy. DaSilva zeigt ihren den Agenten.

HODGE: Das hier bin ich. Und Sie?

MURPHY: Zeigt Hodge seinen Ausweis. Das bin ich.

HODGE: Das sind Sie.

MULDER: Zeigt Hodge seinen Ausweis. Das bin ich!

HODGE: Alles klar. Vielen Dank!

MULDER: Schaut auf DaSilva's Ausweis.

HODGE: Nachdem wir nun wissen, wer wir sind, bin ich sehr daran interessiert zu erfahren, wieso wir dahin fliegen?

MURPHY: Tja. Zwei FBI-Agenten, ein Mediziner, ein Geologe und eine Toxikologin. Da kann man sich schon eine gewisse Vorstellung machen.

SCULLY: Ich nehme an, dass Sie das Video gesehen haben.

DaSilva und Hodge schauen sich gegenseitig an.

MULDER: Was haben Sie denn?

DASILVA: Kommen Sie. Sie sind vom FBI. Sie müssen doch mehr wissen als wir.

Laute Musik schallt aus einem Jeep der anschossen kommt. Ein Mann [BEAR] steigt aus und geht zur Rückseite des Wagens.

BEAR: Sie wollen also zum Icy Cape rauf?

MULDER: Ja.

BEAR: Dann bin ich wohl Ihr Pilot. Mein Name ist Bear. Das Flugzeug steht dort drüben und beladen ist es auch schon. Na kommen Sie!

Er nimmt seine Tasche und geht los.

HODGE: Äh, können Sie sich ausweisen?

Bear bleibt stehen, lacht und geht zu Hodge zurück.

BEAR: Ausweisen? Ich brauch' mich nicht auszuweisen, weil ich der einzige Pilot bin, der bereit ist, Sie da raufzufliegen. Und wenn Ihnen meine Nase nicht gefällt, laufen Sie doch.

Bear geht weiter. Murphy und Mulder lachen in sich hinein, während sie ihr Zeug einsammeln. Dann sieht man das Flugzeug über die Berge fliegen.


ARCTIC ICE CORE PROJECT
ICY CAPE, ALASKA


Mulder stößt die Tür auf und die anderen folgen ihm hinein. Alle tragen Taschenlampen und dicke Jacken. Auf dem Boden finden sie die Männer aus der Anfangssequenz. Die Waffen liegen neben den Toten.

MULDER: Bear? Versuchen Sie doch mal den Generator zu starten.

BEAR: Ich tue alles, um hier schnell wieder rauszukommen.

Er geht nach hinten.

SCULLY: Wo fangen wir nur an?

HODGE: Wir müssen die Särge aus dem Flugzeug holen.

MULDER: Bevor wir etwas anfassen, müssen wir das erst mal fotografieren.

Sie gehen nach hinten. Scully holt ihre Fotokamera heraus.

SCULLY: Der Blitz funktioniert.

Sie macht ein Bild. Mulder öffnet ein Schubfach auf dem steht "Ice Cores 3,175 - 3,260". Darin befinden sich Glasbehälter mit Eisproben. Das Eis schmilzt. Murphy taucht hinter ihm auf.

MULDER: Das ist es, wonach sie gesucht hatten. Eine Viertelmillion Jahre schmelzen in ein paar Tagen dahin.

MURPHY: Ich will versuchen diese Proben zu erhalten.

Er greift hinein und nimmt einen Behälter. Man hört die Kamera losgehen. DaSilva öffnet eine Tür und reagiert auf einen Knall und ein Rumpeln. Mulder geht zu ihr.

MULDER: Das ist der Generator.

DASILVA: Ah.

Sie treten ein. Man hört ein Knurren und das Licht geht an. DaSilva dreht sich um und erblickt den Hund.

DASILVA: Agent Mulder! Hodge! Hodge! Hodge!

Der Hund geht auf Mulder los. Bear, Murphy und Hodge stürmen in den Raum. Mulder versucht sich zu befreien, kommt aber nicht auf die Füße. Während Bear den Hund greift, kommt Scully hereingelaufen.

BEAR: Na komm' her. Aah.

Der Hund reißt Bear um und beißt ihn in die Hand. Mulder wirft dem Hund einen Mantel über den Kopf, während sich Hodge eine Spritze greift.

HODGE: Drücken Sie ihn runter!

Hodge rennt zum Hund und jagt ihm die Spritze in den Körper. Der Hund wimmert. Bear hält seine Wunde zu. Murphy, Mulder und DaSilva heben den Hund auf einen Tisch.

HODGE: Das müsste ihn für eine Weile betäuben.

SCULLY: Alles klar?

MULDER: Ja, ich bin nicht verletzt. Bear, wie geht's Ihnen?

BEAR: Er hat mich gebissen.

HODGE: Bitte ziehen Sie die Jacke aus.

BEAR: Geben Sie mir das Zeug, ich mach's selbst.

DASILVA: Hat er die Tollwut?

Hodge geht zum Hund. Scully schaut sich dessen Pfote an.

HODGE: Ich sehe keine Anzeichen für einen Kehlkopfkrampf oder Thetanie. Wenn es Tollwut ist, dann muss es eine mir unbekannte Abart sein.

Er hebt die Pfote an und enthüllt schwarze Punkte auf dem Fell.

SCULLY: Sehen Sie sich das an. Diese schwarzen Punkte sind geschwollene Lymphknoten.

DASILVA: Das sind Symptome der Beulenpest.

HODGE: Wir machen eine Blutuntersuchung und sehen dann weiter.

Hodge geht weg. Scully schiebt Hundehaare beiseite. Es ist eine Stelle auf der Haut zu sehen, an der das Fell ausgerissen wurde.

SCULLY: Dieser Hund hat eine Hautirritation am Hals.

MURPHY: Sieht so aus, als würde er sich das eigene Fell zerkratzen.

Unter der Haut des Hundes bewegt sich eine Delle.

SCULLY: Sehen Sie doch, sehen Sie sich das an!

Hodge geht zum Anschauen hinüber. Die Delle verschwindet aus dem Bild.

MURPHY: Was um alles in der Welt ist das?

Alle sehen sich an. Im Badezimmer verbindet Bear seine Wunde. Er hat Schmerzen, hält sich den Bauch und setzt sich auf die Toilette. Er zieht sein Shirt aus und schaut in den Spiegel. Unter seinem Arm sind die gleichen schwarzen Punkte zu sehen, wie vorher bei dem Hund. Scully steht auf und macht Notizen. Sie geht zu Mulder hinüber.

SCULLY: Diese Männer haben sich gegenseitig umgebracht. Das ist ziemlich eindeutig. Drei von ihnen sind anscheinend stranguliert worden, worauf die Würgemale am Hals hinweisen.

Mulder nickt. Bear beginnt zuzuhören.

SCULLY: Richter und Campbell haben Selbstmord begangen. Und ich fand Gewebeschäden, die auf Fieber hindeuten.

BEAR: Und hatte jemand von denen die schwarzen Flecken, die der Hund hat?

SCULLY: Nein. Niemand von ihnen hatte die schwarzen Knötchen.

BEAR: Also hatten diese Flecken nichts damit zu tun, dass sie sich gegenseitig getötet haben, oder?

Hodge kommt herein.

HODGE: Das würde ich nicht ausschließen. Ich habe den Hund noch mal untersucht. Die schwarzen Knötchen sind weg.

MULDER: Was könnte das bedeuten?

HODGE: Diesen Flecken sind möglicherweise das Symptom einer Krankheit im Frühstadium. Wer weiß?

Hodge, Mulder und Scully gehen ins Labor. Bear beginnt die Toten in den Leichensäcken nach draußen zu bringen, DaSilva geht zu einem Tisch und legt eine Waffe in einer Beweistüte auf einen Haufen anderer Beweistüten. Dann nimmt sie ein Clipboard. Mulder sammelt ein paar Clipboards von einem anderen Tisch, bis er eine Aktenmappe findet. Auf der Mappe steht "We are not who we are" dreimal, und dann zweimal in Großbuchstaben.

MULDER: Wir sind nicht, wer wir sind.

MULDER: Danny?


nEr geht zu Murphy, der mit einem Stift im Mund auf ein Blatt Papier schaut und Walkman hört.

MULDER: Danny. Danny. Entschuldigung.

Er wedelt mit seiner Hand vor Murphys Gesicht herum. Der erschrickt und nimmt seine Kopfhörer heraus.

MURPHY: Ein Play-Off-Spiel gegen Miami von '82. Es hilft mir, mich etwas davon abzulenken.

MULDER: Meine Interpretationsfähigkeit von Satellitenfotos ist leider schon etwas eingerostet.

Sie schauen auf ein Satellitenbild der arktischen Landschaft.

MURPHY: Also gut. Das ist die Gegend um das Icy Cape. Und wenn diese Satellitenmessungen stimmen sollten, muss das Eis ungefähr 3000 Meter dick sein.

Mulder zeigt ihm eine andere Mappe.

MULDER: Vielleicht können Sie mir auch hier helfen. Falls ich das richtig verstehe, hat das Team herausgefunden, dass die Eisdecke doppelt so dick sein muss.

MURPHY: Das ist sehr gut. Die Nummern bedeuten, dass die Topographie konkav ist. Sie haben wohl im Innern eines Meteorkraters gebohrt.

Hodge und Scully sitzen am Schreibtisch, Mikroskope vor sich.

HODGE: Nein, Sie irren sich. Das ist unmöglich.

SCULLY: Ich habe 2 Proben analysiert.

Mulder kommt dazu.

MULDER: Und was haben Sie gefunden?

SCULLY: Es scheint, als ob es Spuren von Ammoniumhydroxid in Richters Blutprobe gibt.

DaSilva kommt herein und zu ihnen.

HODGE: Das ist vollkommen unmöglich. Ammoniak würde bei menschlicher Körpertemperatur verdunsten.

DASILVA: Ich habe gerade alle Luftfilter geprüft und keine Hinweise auf derartige Toxine gefunden.

Murphy steht auf.

MURPHY: Ich aber.

Alle sehen ihn an.

MURPHY: Im Eis. Das ist noch nicht alles.

Er winkt Mulder zu seinem Schreibtisch, während er den Mantel auszieht. Bear kommt herein und bleibt in der Tür stehen.

MURPHY: Das Wasser aus dem Eiskern scheint überaus ammoniakhaltig zu sein. Die Erdatmosphäre könnte nie so viel Ammoniak produzieren. Nicht mal vor einer Viertelmillion Jahren. Sehen sie ins Mikroskop.

Scully geht zu Mulder und sieht ins Mikroskop.

MULDER: Es sei denn ein fremder Organismus hat sich in dieser Umwelt eingenistet.

MURPHY: Na, wenn das kein fremder Organismus ist.

Ein kleiner, skelettartiger Wurm bewegt sich in der Probe.

MULDER: Oh... Scully.

Er geht zu Scully, die ins Mikroskop schaut. Bear geht zum Schreibtisch.

SCULLY: Genau dasselbe Ding ist in Richters Blut.

Sie geht zu ihrem Mikroskop.

SCULLY: Was ist, wenn dieser einzellige Organismus die Larve eines sehr viel größeren Tieres ist?

Hodge sieht von seinem Mikroskop auf und kommt hinüber.

HODGE: Das wäre ein Quantensprung. Meinen Sie nicht?

Mulder sieht ins Mikroskop.

SCULLY: Der Beweis ist hier.

MURPHY: Vielleicht ist der Organismus aus dem Eiskern irgendwie in die Männer reingekommen.

DASILVA: Ich bitte Sie. Ich kenne keine Art, die bei Temperaturen unter Null eine Viertelmillion Jahre überlebt.

MULDER: Es sei denn, sie lebt auf diese Weise.

Bear kommt herüber.

BEAR: Entschuldigen Sie, ich verstehe nicht ganz, warum Sie sich hier rumzanken. Scully, Sie sagten doch vorhin, dass sich diese Männer gegenseitig umgebracht hätten. Verschwinden wir hier, ganz schnell, Schluss aus, raus hier.

HODGE: Da hat er recht. Wir schicken die Leichen irgendwo hin, wo sie noch einmal untersucht werden können. Nur für den Fall, dass etwas übersehen wurde, Agent Scully.

MULDER: Wenn diese Männer sich mit einem unbekannten Organismus infiziert haben, dürfen wir ihre Leichen nicht mitnehmen. Wir selbst müssen durch die Quarantäneprozedur, wenn wir nicht riskieren wollen, die nächste Seuche zurückzubringen.

BEAR: Vielleicht haben Sie ja recht und die haben sich wirklich infiziert. Wir aber nicht. Und ich werde nicht so lange warten, bis es so weit ist.

Bear geht los, dreht sich aber wieder um, als Hodge zu sprechen beginnt.

HODGE: Ich sehe keinen Grund für eine Quarantäne. Wir haben uns nicht infiziert, weil wir die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten haben.

DASILVA: Der Hund hat Bear gebissen.

BEAR: Aber Mulder hat er auch angesprungen!

Bear kommt zurück und geht Mulder an. DaSilva geht dazwischen.

MULDER: Aber er hat meine Haut nicht verletzt...

SCULLY: Wir können nur so vorgehen. Ein Arzt muss jede Unwägbarkeit ausschalten. Wir müssen herausfinden, ob jemand von uns infiziert ist.

Es gibt ein unangenehmes Schweigen.

HODGE: Na schön. Ein parasiten-diagnostisches Verfahren erfordert, dass jeder von uns eine Blut- und eine Stuhlprobe abgibt.

BEAR: Eine Stuhlprobe.

MURPHY: Tja, diese Art von reisen macht es etwas schwierig. Für mich wenigstens.

Scully stellt ein paar Einmachgläser auf den Tisch.

MULDER: Na schön. Hat jemand vielleicht die Morgenzeitung zur Hand?

Bear nimmt eins der Gläser.

BEAR: Ich lasse meine Scheiße von niemandem begutachten.

Er wirft das Glas gegen die Wand. Es zerbricht und DaSilva lässt einen erschreckten Laut hören.

BEAR: Wissen Sie, was ich tue? Ich hole mein Zeug, steig in mein Flugzeug und verschwinde auf Nimmerwiedersehen.

Er will rausgehen.

MULDER: Sie können nicht gehen. Der Hund hat Sie gebissen.

Bear dreht sich um und geht Mulder an.

BEAR: Ich wurde angeheuert, um sie hierauf zu fliegen und wieder zurück zu fliegen und das hier gehört nicht zur Vereinbarung. Also ist jede Diskussion überflüssig.

Er geht raus.

SCULLY: Wir dürfen ihn nicht weglassen, ohne ihn zu untersuchen.

DASILVA: Wer soll ihn aufhalten.

MULDER: Wir müssen es tun. Wir dürfen es nicht riskieren, die Bevölkerung zu infizieren.

DASILVA: Wenn er wirklich losfliegt, sollten wir lieber mitfliegen.

SCULLY: Wir haben aber keine Zeit uns darüber zu streiten.

MULDER: Die Mehrheit entscheidet. Wer glaubt, dass wir Bear nicht weglassen dürfen, bevor wir ihn untersucht haben, hebt die Hand.

Mulder, Scully und Murphy heben die Hände.

MULDER: Also gut.

Mulder zieht seine Pistole, als Bear mit Tasche hereinkommt.

MULDER: Bear, wir wollen Sie nur untersuchen. Wenn wir keine Spur eines Parasiten oder Virus entdecken, dann gehen wir alle.

Alle sehen Bear an. Er stoppt, schaut auf Mulders Waffe und geht zum Schreibtisch hinüber.

BEAR: Na schön. Geben Sie mir das verdammte Glas.

Er nimmt das Glas. Mulder will gerade die Waffe wegstecken, als Bear das Glas auf Mulders Kopf zerschlägt. Mulder schreit kurz auf. Bear will weglaufen, aber Scully erwischt ihn. Mulder hilft ihn niederzuringen. Die anderen sehen zu.

MULDER: Murphy, holen Sie mir ein Seil.

Murphy geht ein Seil holen. Bear stöhnt die ganze Zeit. Mulder zerrt ihn hoch und knallt seinen Kopf auf den Tisch, die Gläser und Papiere dabei mit Bears Kopf vom Tisch fegend. Murphy kommt zurück und bringt ihm ein Seil.

MURPHY: Hier!

Mulder beginnt Bear zu fesseln, da bekommt dieser Zuckungen. DaSilva bemerkt die wandernde Delle in Bears Genick.

DASILVA: Oh mein Gott!

HODGE: Geben Sie mir meine Tasche!

SCULLY: Was wollen Sie denn tun?

Murphy drückt Bears Kopf runter, während DaSilva eine Tasche holt.

HODGE: Skalpell. Ich werde es rausschneiden.

MULDER: Wir wissen nicht genug darüber.

HODGE: Es tötet ihn.

Bears Zuckungen werden stärker.

HODGE: Scully, Halten Sie seine Haut fest.

Mulder schaut genauer hin, wie Scully ihre Handschuhe anzieht und die Haut auseinanderzieht. DaSilva legt Instrumente auf dem Tisch bereit.

HODGE: Halten Sie still, Bear!

Bear schreit, als das Skalpell eindringt.

HODGE: Gewebezange!

DaSilva gibt ihm die Gewebezange.

HODGE: Halten Sie still, Bear. Nur noch eine Sekunde, dann sind Sie das Ding los.

Mulder schaut angewidert, als Hodge den Wurm herauszuziehen beginnt, der sich irgendwo festzuhalten scheint. Bear stöhnt, als der Wurm herauskommt. Mulder läuft zum nächsten Tisch. Der Wurm tropft schwarzes Zeug auf Bears Genick. DaSilva hustet, als Mulder mit einem Glas zurückkommt, in das Hodge den Wurm fallen lässt. Mulder schließt den Deckel und gibt das Glas Murphy. Er marschiert dann zum Funkgerät und schaltet es ein.

MULDER: Hier das Eiskernprojekt-Untersuchungsteam. Ich rufe Doolittle Airfield. Bitte kommen.

RADIO: Hier Doolittle Airfield.

MULDER: Hier ist Agent Mulder. Wir stehen einer ernsten biologischen Gefahr gegenüber und erbitten Flugabholung und Quarantäneverfahren. Over.

Statisches Rauschen.

MULDER: Doolittle Airfield, bitte kommen.

RADIO: Bei uns wütet gerade ein schwerer Sturm und auch morgen kann den ganzen Tag kein Flugzeug starten. Vielleicht kann der Militärstützpunkt eine Quarantänestelle einrichten. Wir raten zur unverzüglichen Evakuierung. Der Sturm zieht in Ihre Richtung. Over.

MULDER: Uns wurden aber drei Tage ohne Sturm versprochen. Over.

RADIO: Ja. Herzlich willkommen am Ende der Welt, Sir. Over.

Mulder geht zurück zu den anderen.

MULDER: Ist Bear überhaupt in der Lage zu fliegen? Wenn wir hier nicht in einer Stunde rauskommen, sitzen wir tagelang fest.

Scully und Hodge sehen sich an. Sie wischen sich Blut von den Händen. Scully schaut zu Mulder.

SCULLY: Er ist tot.

Mulder geht rüber zu Bear, der immer noch auf dem Tisch liegt. Auf dem Tisch ist Blut und das Glas mit dem Wurm zu sehen. Das Glas wird dann mit Ammoniak gefüllt. Der Wurm schwimmt drin herum.

HODGE: Es ist insofern ähnlich wie ein Bandwurm, als dass es einen Kopf mit Saugern und Haken hat.

MURPHY: Dann ist es etwas Vertrautes? Etwas, das sie kennen?

Das Glas ist im Kühlschrank. Hodge schließt die Schranktür. Murphy und DaSilva stehen hinter ihm.

DASILVA: Was ist?

HODGE: Nein. Es unterscheidet sich sehr von allen Organismen, die ich kenne.

Hodge geht zu Mulder, der hinter einem Schreibtisch sitzt.

MULDER: Wissen Sie schon, wie es übertragen wird?

HODGE: Durch den Austausch von Flüssigkeiten vielleicht. Oder durch eine Berührung. Keine Ahnung.

Scully kommt mit einem weiteren Glas hinein.

SCULLY: Alle toten Männer hatten diese Dinger in sich. Und das ist das einzige, das noch am Leben ist.

Alle gehen zum Tisch.

MULDER: Alle in der Wirbelsäule?

SCULLY: Nein. Anscheinend saßen sie im Hypothalamus tief im Gehirn.

Sie setzt das Glas ab und füllt es mit Ammoniak.

MURPHY: Hypothalamus... was war das noch mal?

SCULLY: Das ist eine Drüse und sie scheidet Hormone aus. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, warum sich ein Parasit da ranhängen sollte.

Sie stellt das Glas in den Kühlschrank und zieht ihre Kacke aus. Sie geht zum Tisch, während Hodge zum Kühlschrank geht.

HODGE: Der Hypothalamus sondert Acetylcholin ab, was beim Menschen gewalttätiges, aggressives Verhalten hervorruft. Vielleicht hängt das irgendwie zusammen. Jeder Infizierte hat sich bisher aggressiv verhalten. Vielleicht hat sich der Wurm von Acetylcholin ernährt, und das hat die Gewaltbereitschaft der Männer hervorgerufen.

SCULLY: Ein Parasit hat kein Interesse daran, seinen Wirt zu töten.

HODGE: Er tötet ihn ja auch nicht, so lange er nicht entfernt wird. Dann gibt er ein Gift ab.

MULDER: Sie halten es also für möglich, dass der Wurm in einem den Wunsch erweckt, jemanden umzubringen. Vielleicht ist unseren Vorgängern genau das passiert?

DASILVA: Und vielleicht passiert uns das auch.

HODGE: Ach, das ist nur eine Theorie. Dafür gibt es keinen Beweis.

MURPHY: Außer fünf toten Männern.

SCULLY: Wenn der Wurm gewalttätig macht, warum haben sich Richter und Campbell dann selbst umgebracht?

MULDER: Vielleicht haben sie's getan, um uns zu retten.

Mulder geht weg. Unangenehme Pause. Während der Sturm draußen weiter heult, überprüft Scully die Leichen. Sie schließt die Leichensäcke als Mulder hereinkommt.

SCULLY: Ich wollte nur mal sichergehen, dass ich nichts übersehen habe.

MULDER: Jetzt schlafen Sie aber ein bisschen, ja?

SCULLY: Schlafen? Ich bin so müde, dass ich nicht schlafen kann.

MULDER: Naja, wir sind alle etwas mit den Nerven runter und deswegen ist es wichtig, dass wir morgen wieder frisch sind.

SCULLY: Aber ich will keine Sekunde verschwenden, bis wir einen Weg gefunden haben, dieses Ding zu töten.

Sie will losgehen.

MULDER: Ich weiß nicht, ob wir's töten sollten.

Sie dreht sich schockiert um.

MULDER: In dieser Gegend liegt die Eisdecke über einem Meteorkrater. Der Wurm lebt in Ammoniak. Er überlebt auch in tiefgefrorenem Zustand. Theoretisch gesehen wäre es durchaus denkbar, dass sich Leben auf Planeten mit Ammoniakatmosphäre bei Minustemperaturen entwickelt.

SCULLY: Nein.

MULDER: Der Meteor, der hier eingeschlagen ist, hat vor einer Viertelmillion Jahren vielleicht diese Lebensform zur Erde getragen.

SCULLY: Bei diesem Piloten haben sich innerhalb w

eniger Minuten Oberflächensymptome entwickelt. Und innerhalb weniger Stunden hatte dieser Parasit ihn unter Kontrolle. Was würde passieren, wenn er erst in die Bevölkerung gelangt? Eine Stadt von der Größe New Yorks kann möglicherweise innerhalb weniger Tage infiziert sein.

MULDER: Ganz genau. Aber was wissen wir darüber? Diesen Organismus gibt es unter Umständen auch in anderen Kratern.

SCULLY: Mulder, wenn wir es jetzt nicht töten, laufen wir Gefahr, auf die selbe Weise wie Campbell und Richter zu enden.

MULDER: Aber wenn wir es jetzt töten, werden wir auch in Zukunft nicht wissen, wie man etwas derartiges aufhält.

Im Labor setzt Murphy seine Kopfhörer auf und beginnt zu arbeiten. Hodge und DaSilva stehen herum und hören Mulder und Scully zu, die man im Hintergrund streiten hören kann.

SCULLY: Die Zukunft? Wie kommen Sie denn darauf, dass es eine derartige Bedrohung auch in Zukunft geben kann?

MULDER: Ich glaube nicht, dass wir ein Recht haben, es zu zerstören. Wir sollten uns die Möglichkeit offen lassen, es genau zu erforschen und Mittel und Wege zu finden, uns davor schützen zu können... Ausblendung

DASILVA: Sagen sie mir, dass es heiß hier drinnen ist?

HODGE: Keine Sorge, Sie haben kein Fieber. Die Heizung funktioniert wohl nicht richtig. Draußen ist es 40 Grad Minus und hier drinnen ist es scheißwarm.

DASILVA: Können Sie hören, worum es bei dem Streit geht?

Hodge setzt sich hin. DaSilva zieht ihren Mantel aus.

HODGE: Oh, vermutlich diskutieren sie ihre kleinen Regierungsgeheimnisse.

DASILVA: Denken Sie, dass sie wussten, was uns hier oben erwartet?

HODGE: Ja, ich glaub schon.

HODGE: Wissen Sie, Bears infiziertes Blut ist auf Scully gekommen.

DASILVA: Na und? Auf Sie doch auch.

Sie stehen auf und gehen nach hinten. Mulder und Scully wechseln den Raum.

MULDER: Woher wollen Sie denn wissen, dass es nicht im Zaum gehalten werden kann? Scully!

SCULLY: Das kann es schon, und zwar indem es ausgerottet wird. Wir sollten die Leichen mitsamt den Würmern nach draußen bringen und sie schnellstens einäschern.

Hodge, Murphy und DaSilva kommen herein.

HODGE: Geht irgendwas vor, was wir wissen sollten? Alles in Ordnung, Agent Scully?

SCULLY: Ja, mir geht es sehr gut.

HODGE: Sie scheinen etwas überanstrengt zu sein.

Scully nickt. Dann versteht sie die Anspielung.

SCULLY: Was soll das denn eigentlich heißen?

Sie geht Hodge an. Mulder geht dazwischen.

MULDER: Scully, jetzt mal mit der Ruhe. Das war ein langer harter Tag und wir sind alle schockiert und verängstigt. Wir sollten jetzt nicht aufeinander losgehen.

HODGE: Zumindest nicht ohne guten Grund.

MULDER: Vielleicht sollten wir alle ein bisschen schlafen.

HODGE: Denken Sie, dass einer von uns jetzt schlafen könnte? Machen wir uns nichts vor. Wir müssen uns auf die Flecken hin untersuchen. Und jeder von uns der welche hat, muss isoliert werden. Sind wir uns da einig?

DASILVA: Werden Sie die Untersuchung vornehmen?

SCULLY: Nein. Wir werden uns in Gegenwart aller untersuchen. Keine Geheimnisse.

Mulder, Murphy und Hodge beginnen sich auszuziehen.

MULDER: Bevor jemand ein Urteil fällt, darf ich Sie daran erinnern, dass wir in der Arktis sind.

Scully untersucht DaSilva unter dem Arm nach schwarzen Punkten. DaSilva ist nur von hinten zu sehen, aber offensichtlich nackt. Scully senkt DaSilvas Arm und lächelt entspannt. Beide sind froh. Alle fünf machen sich mit Taschenlampen in der Hand auf den Weg in ihre Quartiere.

HODGE: Schlafen Sie gut. Lassen Sie sich nicht von den Schlafläusen beißen.

Er geht in sein Zimmer.

DASILVA: Gute Nacht.

Murphy und DaSilva gehen in ihre Zimmer. Alle drei Türen schließen sich gleichzeitig. Mulder und Scully stellen sich in die Türen ihrer Zimmer.

SCULLY: Gute Nacht, Mulder.

MULDER: Gute Nacht, Scully.

SCULLY: Wenigstens sind wir alle gesund.

MULDER: Vergessen Sie nicht, die Flecken, die der Hund hatte, sind wieder weg.

Mulder schließt seine Tür. Scully geht in ihr Zimmer und macht das Licht an. Sie stellt ihr Tasche und die Lampe auf das Bett. Sei macht die Wandlampe an und schaut auf ein Bild des alten Teams. Sie denkt kurz nach, und schiebt dann die Kommode vor die Tür. Sie sinkt neben der Tür an die Wand gelehnt zusammen. Murphy hört Walkman, während er die Tür im Auge behält.

ANSAGER: unverständlich ... jetzt liegt der Ball an der 3-Yard-Linie und es sind noch 15 Sekunden zu spielen... da kommt die Rückgabe und der gibt nach rechts ab. Ja!

Hodge macht sich folgende Notizen.

HODGE: Mulder - von Hund angegriffen, Scully - Kontakt mit infiziertem Blut, Murphy - Kontakt mit Eiswasser

Er beobachtet die Tür. DaSilva rollt sich im Bett hin und her. Mulder legt seine Waffe auf die Kommode und schaut auf die Tür. Später, bei ausgeschalteter Beleuchtung wacht Mulder erschreckt auf. Er macht Licht an und hört eine sich schließende Tür. Er zieht Schuhe und Shirt an, nimmt die Waffe und die Taschenlampe und sieht, dass Murphys Tür offen steht. Im Zimmer ist niemand, außer dem Walkman auf dem Bett. Mulder geht ins Labor und schaut sich um. Als ihn der Hund anknurrt, schrickt Mulder mit der Waffe herum, bis er die Ursache erkennt. Er geht zu einem Tisch, schaut dann auf den Kühlschrank. Aus diesem tropft Blut auf den Fußboden. Er öffnet die Tür und Murphy, fällt auf ihn herauf, blutüberströmt und mit durchschnittener Kehle. Scully, Hodge und DaSilva kommen herein.

SCULLY: Mulder, was machen Sie denn hier?

MULDER: Murphy ist tot.

HODGE: Und Sie haben ihn getötet.

MULDER: Ich habe ihn so gefunden. Ich hörte, wie eine Tür zufiel und wollte nachsehen, was das war. Es war einer von Ihnen.

HODGE: Er lügt doch.

DASILVA: Sie könnten der Täter sein und es noch nicht einmal mitgekriegt haben.

SCULLY: Nein, er hat gesagt, dass er's nicht war.

MULDER: Ich habe keins der Symptome.

SCULLY: Sie haben ihn selbst untersucht, Hodge.

HODGE: Ja, vor 6 Stunden.

MULDER: Es war einer von Euch.

Mulder geht auf Hodge los, aber Scully geht dazwischen.

SCULLY: Aufhören! Aufhören! Und haltet den Mund!

Hodge und Mulder funkeln sich an.

SCULLY: Mulder legen Sie die Waffe weg und lassen Sie Hodge Ihr Blut untersuchen.

MULDER: Damit er vielleicht das Ergebnis fälscht. Ich las mir von ihm doch kein Blut abnehmen. Er könnte infiziert sein.

HODGE: Er gehört eingesperrt. Und zwar sofort.

SCULLY: Sie könnten sich doch wenigstens umdrehen und uns Ihren Nacken untersuchen lassen.

MULDER: Ich werde niemandem den Rücken zudrehen. So wie ich das sehe, seid Ihr alle infiziert.

Mulder geht langsam zurück, die Waffe hin- und herschwenkend. Hodge geht um den Tisch herum.

DASILVA: Hodge hat recht. Wir sollten ihn einsperren.

Hodge greift sich eine Brechstange und nähert sich etwas. Mulder zielt auf Hodge, um ihn zu stoppen. Scully zielt auf Mulder.

SCULLY: Mulder!

MULDER: Scully, hören Sie auf, auf mich zu zielen!

SCULLY: Mulder, das müssen Sie doch verstehen!

Mulder zielt auf Scully.

MULDER: Legen Sie das Ding weg!

SCULLY: Ich hab gesagt, weg mit der Waffe!

MULDER: Scully! Um Gottes Willen, ich bin's doch!

SCULLY: Mulder... Sie sind vielleicht nicht mehr der, der sie waren.

Mulder begreift und senkt die Waffe. Man sieht Mulder in eine dunkle Vorratskamme gehen. Er macht das Licht an. Scully steht in der Tür. Er dreht sich zu ihr.

MULDER: Hier drin bin ich sicherer als Sie.

Scully schließt die Tür und verriegelt sie mit einem Bolzen. Sie lehnt sich gegen die Tür und denkt nach. Sie schaut noch einmal nach dem Bolzen und geht weg. Im Labor sieht sie DaSilva mit dem Kopf auf dem Tisch liegen. Mit der Waffe in der Hand geht sie hinüber, schiebt das Shirt beiseite und wirft einen Blick auf ihr Genick. Hodge kommt angeschossen und greift ihre Hand. DaSilva erwacht mit einem kurzen Schrei.

HODGE: Was wollten Sie gerade tun?

SCULLY: Sie wissen genau, was ich tun wollte.

HODGE: Wissen Sie, ich muss dauernd daran denken, dass Sie als Einzige bewaffnet sind. Wenn Sie infiziert wären, haben wir doch gar keine Chance, nicht wahr?

Scully sieht sie an, nimmt die Magazine aus allen Waffen und legt die Waffen auf den Tisch.

HODGE: Okay.

Sie geht zur Eingangstür und wirft die Magazine hinaus.

DASILVA: Waren da irgendwelche Flecken zu sehen.

HODGE: Keine Sorge, Nancy. Wir sind alle gesund. Es ist jetzt wichtig, dass wir 3 zusammenhalten und nicht aufeinander losgehen.

SCULLY: Wir sind aber zu viert.

HODGE: Mulder gehört jetzt aber nicht mehr zu uns.

SCULLY: Wenn Mulder infiziert ist, ist das nicht seine Schuld. Wir dürfen ihn jetzt nicht im Stich lassen, sondern müssen versuchen, ihm zu helfen.

DASILVA: Sie hat recht. Wer weiß, ob eine längere Verweildauer des Parasiten in seinem Körper ihn nicht in den völligen Wahnsinn treiben kann.

Scully will los, aber Hodge hält ihren Arm.

HODGE: Aber wenn er infiziert ist, darf er nicht mit uns zurück. Dieses Risiko nehme ich nicht in Kauf.

Sie geht zum Funkgerät und schaltet es ein.

SCULLY: Hier ist das Eiskernprojekt. Ich rufe Doolittle Airfield. Bitte melden Sie sich.

Statisches Rauschen.

SCULLY: Hier ist das Arktische Eiskernprojekt, dass sich in einer Notlage befindet. Bitte antworten Sie.

Statisches Rauschen. Hodge und DaSilva schauen durch Mikroskope. Hodge schaut auf eine Larve.

HODGE: Nancy, mischen Sie einen Tropfen des nichtinfizierten Blutes mit einem Tropfen Blut von dem Piloten.

DASILVA: Könnten Sie das noch mal sagen?

HODGE: Mischen Sie das nichtinfizierte Blut mit dem infizierten.

Sie steht auf und nimmt ein Glasplättchen mit zu einem Ständer mit Röhrchen. Hodge schaut ihr über die Schulter. DaSilva tropft Blut auf das Glasplättchen. Hodge sieht sich das an und haut sie mit seinem Clipboard. Scully kommt dazu.

HODGE: Nein. Verdammt, was hab ich Ihnen denn gerade gesagt? Sie haben bereits infiziertes Blut noch mal infiziert. Jetzt können wir wieder von vorne anfangen.

DASILVA: Ich habe einen Fehler gemacht, deswegen müssen Sie mich nicht anschreien.

HODGE: Wir haben kostbare Zeit verschwendet...

Hodge geht los, Da Silva folgt ihm.

DASILVA: Na schön! Dann führen Sie Ihre Versuchsreihe doch selbst zu Ende. Verdammt noch mal ich bin nicht Ihre Assistentin.

HODGE: Schon gut. Beruhigen Sie sich doch...

DASILVA: Wagen Sie es nicht noch mal mich anzuschreien.

Scully schaut durch das Mikroskop und sieht, dass sich die Larven gegenseitig attackieren. Plötzlich hören beide auf sich zu bewegen und sterben. Hodge kommt zurück.

SCULLY: Hodge.

HODGE: Was ist?

SCULLY: Das müssen Sie sich ansehen. Die Larven von zwei Würmern haben sich gegenseitig umgebracht.

Hodge sieht ins Mikroskop. Scully geht zum Kühlschrank und schiebt eines der Gläser an das andere heran, Die Würmer versuchen sich durch das Glas hindurch zu bekämpfen. DaSilva und Hodge kommen dazu und sehen es sich an.

SCULLY: Ein Wurm wird es nicht dulden, dass ein anderer in seinen Wirt eindringt. Er tut dem Eindringling das an, was er Menschen antut. Er macht ihn zum Mörder.

HODGE: Es ergibt keinen Sinn, dass eine Spezies die eigene Art tötet. Sie braucht sie zur Fortpflanzung.

DASILVA: Würmer sind hermaphroditisch. Sie vermehren sich aus sich selbst heraus.

SCULLY: Sehen Sie sich den Beweis unter dem Mikroskop an.

DASILVA: Dieses Ding mag keine Gesellschaft.

HODGE: Und was heißt das nun? Man tötet es, indem man einen Wurm in einen bereits infizierten Körper einführt?

Scully nickt, Kurze Zeit später spritzt Hodge dem Hund ein Schmerzmittel ins Ohr, um ihn zu betäuben. Scully hält den Wurm mit der Gewebezange und schiebt den Wurm in das Ohr des Hundes. Der Wurm kriecht hinein. Sie stecken den Hund zurück in den Käfig. Die Pfoten des Hundes fangen an zu zittern, bis er ruhiger wird. Er legt sich hin und wimmert. Hodge öffnet die Käfigtür und untersucht den Hund mit einem Stethoskop.

HODGE: Es klingt, als wäre er wieder normal.

Scully stellt eine Schüssel mit Hundefutter auf den Boden. Der Hund kommt angelaufen und beginnt zu fressen. Scully streichelt ihn, während DaSilva danebensteht. Hodge kommt zurück.

HODGE: Er hat die Würmer mit dem Stuhl ausgeschieden. Sie sind tot.

Scully nimmt den Bolzen aus der Tür zu dem Raum, in dem Mulder eingesperrt ist. Hodge lehnt sich gegen die Tür.

SCULLY: Ich möchte zuerst mit ihm reden. Vielleicht macht er es dann ja freiwillig.

DASILVA: Was?

HODGE: Sie können da nicht allein reingehen.

SCULLY: Falls irgendwas passieren sollte, dann kommen sie dazu. Ich kann das nicht machen, ohne mir sicher zu sein.

Die Tür öffnet sich und Mulder springt zurückweichend auf die Füße.

MULDER: Scully, sind Sie das?

SCULLY:

Ja.

Die Tür schließt sich laut. Scully macht das Licht an.

MULDER: Es ist einer von Ihnen.

SCULLY: Es ist niemand mehr getötet worden, seit Sie hier drinnen sind.

MULDER: Was jetzt?

SCULLY: Wir wissen jetzt, wie wir es töten können. Zwei Würmer in einem Wirt bringen sich gegenseitig um.

MULDER: Wenn Sie mir einen Wurm geben, infizieren Sie mich.

SCULLY: flüsternd Wenn das wahr ist, wieso durfte Sie dann niemand von uns untersuchen?

MULDER: flüsternd Ich hätte es erlaubt, aber Sie haben Ihre Waffe auf mich gerichtet. Ich vertraue denen da kein bisschen. Aber ich wollte Ihnen vertrauen.

SCULLY: flüsternd Okay, aber jetzt sind die ja nicht hier.

Mulder dreht sich um. Scully zieht sein Shirt runter und untersucht seinen Nacken. Keine Delle. Scully dreht sich zum Verlassen des Raumes um. Als Mulder nach ihr greift, erschrickt sie. Sie versucht den Kopf zu drehen, aber Mulder drückt ihn nach vorn. Auch er zieht ihr Shirt nach unten und untersucht ihren Nacken. Wieder keine Delle. Draußen stellt DaSilva das Glas auf einen Tisch, auf dem auch eine Zange liegt.

DASILVA: Das ist der letzte Wurm. Sie wird ihn uns ihm nicht geben lassen.

HODGE: Aber das muss sie, wenn er infiziert ist.

DASILVA: Er wird sie schon irgendwie überzeugen,

Die Tür geht auf und Mulder und Scully kommen raus.

SCULLY: Ich konnte mich überzeugen, dass er nicht infiziert ist.

MULDER: Sie ist es auch nicht.

SCULLY: Was wohl bedeutet, dass jemand von Ihnen infiziert ist.

HODGE: Na schön! Gehen wir ins Hauptgebäude. Ich untersuche ihn noch mal selbst. Und er kann uns beide untersuchen. Bitte nach Ihnen!

Mulder geht langsam los. Hodge und DaSilva kommen nach. Sie werfen sich Blicke zu. Hodge stößt Mulder in ein paar Kisten. Währenddessen schubst DaSilva Scully in die Kammer und verriegelt die Tür. Mulder schreit, als Hodge ihm die Arme hinter dem Rücken verdreht und mit dem anderen Arm seinen Hals umklammert. DaSilva macht eine Spritze fertig, verliert sie aber, als Hodge von Mulder in sie hineingestoßen wird. Mulder rammt Hodge dann gegen die Kammertür, kann ihn aber nicht loswerden. Er ringt Mulder zu Boden. In der Zwischenzeit schnappt sich Scully ein großes Stück Bohrer und versucht damit die Tür einzuschlagen. Mulder ächzt während im Hintergrund Scullys Schläge zu hören sind.

HODGE: Holen Sie den Wurm!

MULDER: Nein, nein, nein...

DaSilva nimmt den Wurm mit der Zange und hält ihn über Mulders Ohr. Sie drückt seinen Kopf an den Haaren runter.

MULDER: Ah! Nein, nein...

Hodge schaut auf DaSilva und bemerkt die Delle in ihrem Nacken.

HODGE: Oh mein Gott!

Er stößt sie in den Raum. Mulder kommt auf die Füße, während Hodge von DaSilva zurückweicht. Sie kommt wieder auf die Füße.

HODGE: Mulder, sie ist es!

DaSilva versucht zur Tür zu kommen. Sie stößt Mulder in die Kisten. Mulder kommt hoch. Er und Hodge rennen zur Kammertür.

DASILVA: Nein. Nein.

MULDER: Scully!

Er öffnet die Tür.

MULDER: Es ist DaSilva!

Scully nimmt den Bohrer runter. Sie rennen DaSilva hinterher. Hodge schnappt sich den Wurm mit der Zange vom Fußboden. DaSilva rennt hysterisch schreiend ins Labor. Sie öffnet die Tür, wirft mit Gläsern und zerstört die Laboreinrichtung. Während sie die Waffe aus der Beweistüte im Schubfach nimmt, kommt Mulder hereingelaufen. Mulder kann sie beim Feuern umreißen und wird nicht getroffen. Scully kommt nach und hilft Mulder beim Festhalten. Hodge kommt langsam hinterher.

SCULLY: Hodge! Na los!

Mulder hält DaSilva hoch, sodass Hodge den Wurm einführen kann.

SCULLY: Mulder! Das ist der letzte, dann sind keine mehr übrig. Dann werden sie alle tot sein.

MULDER: Kommen Sie schon!

DASILVA: Nein, nein!

Mulder legt ihren Kopf zurück. Hodge führt den Wurm ein. Die Schreie von DaSilva gehen in Würgen und Husten über, als sie auf dem Boden zu zucken beginnt. Sie stöhnt wiederholt.

SCULLY: Schon gut. Es ist vorüber. Es wird jetzt alles aufhören und zwar gleich.


DOOLITTLE AIRFIELD
NOME, ALASKA


DaSilva liegt in einem Schutzanzug und von zwei Männern in einen Krankenwagen geschoben. Sie kommen an Mulder, Scully und Hodge vorbei. Hodge schließt die Wagentür und der Krankenwagen fährt weg.

SANI: Okay, ich hab sie.

HODGE: Sie bringen Sie auf die Quarantänestation, zusammen mit dem Hund und behalten sie so lange dort, bis sie sicher sind, dass sie keine Gefahr für die Bevölkerung darstellt. Sie glauben uns inzwischen, dass wir gesund sind. Also dürfen wir gehen. Ihr Flugzeug steht da drüben. Es bringt sie so weit vom Eis weg, wie sie wollen.

MULDER: Ich werde noch mal dahin zurückkehren. Diesmal nehme ich die richtige Ausrüstung mit und bin besser vorbereitet. Ich werde versuchen etwas über die genetische Struktur und ihre Ursprünge herauszufinden.

HODGE: Warten Sie Mulder. Wissen Sie das nicht?

MULDER: Was denn?

Hodge sieht Mulder und Scully ungläubig an.

HODGE: 45 Minuten nachdem wir evakuiert wurden, haben die alles abgefackelt. Da ist nichts mehr übrig.

SCULLY: Wer hat das getan?

HODGE: Das Militär vielleicht, die Zentrale für Seuchenkontrolle... Das sollten Sie doch wissen. Es sind Ihre Leute.

Er geht weg.

MULDER: Es ist noch da, Scully. Schon seit 200.000 Jahren unter dem Eis.

SCULLY: Lassen Sie es dort.

Sie nimmt ihre Tasche und geht los. Mulder schaut in die Ferne. Sie schaut zu ihm zurück. Er nimmt seine Tasche und beide gehen davon.


Mitgeschrieben von:

  • Autor: eroman (Email)
  • Anmerkung: Die Dialoge wurden der deutschen Fassung der Episode, wie sie auf Pro7 gesendet wurde, entnommen. Die Rechte dafür liegen bei Pro7 und Cinephon. Die Originalrechte bei FOX und 1013 Productions. Die Szenenbeschreibungen, sowie die Formatierung wurden aus Gründen der Kontinuität an das englische Transkript von Vic angelehnt, so wie es auf Tiny Dancers Website veröffentlicht wurde. Für Anregungen und Hinweise auf Fehler ist der Transcriber sehr dankbar und unter obiger Mail-Adresse zu erreichen. Dieses Transkript ist den X-Philes gewidmet, weil sie eine wichtige Gemeinschaft mit all ihren Stärken und Schwächen bilden.
  • Betalesung: spooky17 (Email)