1X04 Der Teufel von Jersey (deutsches Transkript)

Aus Spookyverse
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Copygif.gif Die Charaktere, Handlungen, Zitate usw., die im folgenden Transkript Erwähnung finden sind © Chris Carter/1013/Fox Entertainment und (in der deutschen Fassung) Cinephon Synchron. Diese Abschrift ist ohne explizite Erlaubnis von den Rechtehaltern von Fans für Fans als Hommage an Akte X erstellt worden, wir verfolgen keinerlei finanzielle Absichten. Die Texte selbst sind Eigentum des jeweiligen Autors.



1X04 Der Teufel von Jersey
Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!


op"

New Jersey, 1947
Es ist Nacht. In der Dunkelheit sehen wir ein Auto, das über eine einsame Landstrasse fährt. Man hört die Insassen singen:
FAMILIE: ( singt) ... war sein Name, B-I-N-G-O, B-I-N-G-O, B-I-N-G-O, und Bingo war sein Name. Da war ein Farmer, der hatte einen Hund und Bingo war sein Name, B-I-N-G-O, B-I-N-G-O, B-I-N-G-O, und Bingo war sein Name. Da war ein Farmer, der hatte einen Hund und Bingo war sein Name, B-I-N-G-O ...
Plötzlich ertönt ein lauter Knall.
SOHN: Dad, was war das?
MUTTER: Was ist los?
VATER: Alles gut, keine Sorge. Wir haben nur einen Platten.
MUTTER: Oh nein!
VATER: Kein Problem, Schatz.
seine Taschenlampe liegt im Gras, als Vater versucht, die Verkleidung zu entfernen um an den Reifen zu gelangen. Als er es geschafft hat, legt er sie auf den Boden und greift nach der Taschenlampe, doch dabei stößt er sie den Abhang hinunter. Aaahh, so ein Mist!
Er wirft den Wagenheber auf die Erde und sucht nach der Taschenlampe. Wir sehen durch die Büsche, wie er sie findet, aufnimmt und damit zum Auto zurückkehrt. Die Kinder schlafen bereits, als der Vater neben dem Auto auftaucht und neben seiner Frau ans Fenster klopft. Schatz? Könntest du mal kurz die Lampe halten? Aaaaaahhhh!
Der Vater wird plötzlich zurückgerissen und verschwindet aus dem Blickfeld. Die Mutter springt aus dem Auto.
MUTTER: Paul. Paul? PAUL!
Sie hebt die Taschenlampe auf und leuchtet den Hügel hinab in den Wald. Wo bist du? Paul?! Was ist denn passiert? Paul!
Wir sehen die Mutter aus der gleichen Sicht wie vorhin den Vater, wieder durch einige Büsche. Dann nur noch die Füße des Vaters, wie sie aus dem Blickfeld verschwinden, als ob er gezogen wird.

Es ist Morgen, Polizisten und Freiwillige durchkämmen den Wald mit Suchhunden. Einige tragen Gewehre. Die Hunde bellen und folgen offenbar einer Spur.
MANN: Hierher! Ich habe etwas gefunden!
Alle laufen zu dem Platz, von wo der Mann gerufen hat. Da drüben!
Man sieht etwas auf dem Boden liegen, offenbar eine Leiche.
POLIZIST: Seine Beine sind abgefressen worden.
Zwei der Polizisten sehen einander besorgt an. Dann ertönt eine andere Stimme.
2. MANN: He! Hier oben! Ich brauche Hilfe!
Die Männer eilen den Hügel hinauf der Stimme entgegen. Einige Polizisten stehen vor einer Höhle, die Waffen auf ihren Eingang gerichtet. Er ist hier drin. Er ist riesengroß!
3. POLIZIST: Wir könnten ihn ausräuchern.
POLIZIST: Und was dann?
Die Kamera ist nun von innerhalb der Höhle auf die Polizisten gerichtet, die mit ihren Gewehren hineinzielen.
2. POLIZIST: Ich kann ihn sehen!
POLIZIST: Er greift uns an!
Sofort beginnen alle zu schiessen.

FBI-Hauptquartier, Washington D.C.
Wir sehen ein Großraumbüro, alle hier arbeitenden Agenten scheinen sehr geschäftig. Scully tritt ein und durchquert den Raum. In ihrem gemeinsamen Büro sitzt Mulder an seinem Schreibtisch und starrt in eine Porno-Zeitschrift namens "Hanky Panky". Scully kommt durch die Tür, stellt ihre Tasche ab und sieht Mulder amüsiert an.
SCULLY: Na, arbeiten Sie auch schön?
Mulder dreht sich zu Scully um und hält ihr die Zeitschrift hin.
MULDER: Diese Frau behauptet, sie sei an Bord eines Raumschiffs 3 Tage lang ohne Nahrung in einer Anti-Schwerkraft-Kammer festgehalten worden.
SCULLY: ( immer noch amüsiert) Anti-Schwerkraft-Kammer? ( Mulder wirft die Zeitschrift auf den Tisch) Tut mir leid, Sie bei Ihren Ermittlungen zu stören, aber die Geschichte, die ich gerade gehört habe, haut Sie garantiert um.
MULDER: Was ist denn?
SCULLY: Gestern fand man eine Leiche in den Wäldern von New Jersey, bei der der rechte Arm und die Schulter fehlen. Es scheint, als wären sie abgefressen worden - von einem Menschen.
Während ihrer gesamten Rede sieht Scully so aus, als ob sie sich unheimlich freut, ihm das erzählen zu können.
[Anm. v. Cora: Finde ich zumindest.]
MULDER: Wo in New Jersey?
SCULLY: Etwas ausserhalb von Atlantic City.
MULDER: In dieser Gegend verliert man leicht mal ein Körperteil. War es ein Raubmord?
SCULLY: Mmmh, es war ein Obdachloser. Es scheint kein Motiv zu geben.
Mulder steht auf und schnappt sich sein Jackett.
MULDER: Finden Sie das lustig, Scully?
SCULLY: Was soll die Frage?
Mulder ignoriert sie und kramt im Schrank mit den X-Akten. Es ist nicht unser Fall, Mulder. Die örtliche Polizei untersucht ihn.
Er nimmt schließlich eine bestimmte Akte heraus. Könnte es eine X-Akte sein?
MULDER: Erinnern Sie sich an den sogenannten "Teufel von Jersey"?
Mulder überreicht Scully die Akte; sie fängt an, darin zu blättern.
SCULLY: Ja. Soll das nicht eine Bestie sein, die im Wald haust und Autos angreift? Eine Art Ostküsten-Bigfoot?
MULDER: Lesen Sie mal die Akte über den Fall von '47.
Mulder dreht sich um und verläßt das Büro, Scully schlägt hektisch die Akte zu, schnappt ihre Tasche und eilt hinter ihm her.
SCULLY: Ersparen Sie mir doch die Mühe.
Während sie durch das geschäftige Großraumbüro gehen, fasst Mulder den Fall zusammen:
MULDER: 1947. Die Familie muss zusehen, wie Dad in den Wald geschleift wird. Als die Polizei ihn findet, fehlen ihm ein paar Körperteile. Die Polizei jagt einen großen, nackten Mann im Wald und erschießt ihn.
Die beiden erreichen einen Tresen und bleiben davor stehen. Bei der Autopsie findet man Menschenfleisch im Magen- und Darmtrakt des Täters. Ein Menschenfresser. ( zu der jungen Frau hinter dem Tresen) Anforderung für ein Auto bitte.
SCULLY: Ist der Autopsiebericht in der Akte?
Mulder füllt das Formular aus.
MULDER: Nein, das Original ist ein paar Jahre nach dem Zwischenfall aus den Polizeiakten verschwunden, aber der assistierende Pathologe hat die Geschichte bestätigt.
SCULLY: Mulder, dieselbe Geschichte habe ich schon als Kind gehört. Das ist doch nichts weiter als ein Märchen.
MULDER: Ich kenne dieses Märchen auch schon seit meiner Kindheit. Witzigerweise glaube ich daran.
Mulder gibt das Formular zurück und bekommt die Autoschlüssel. Danke, Doreen.
Mulder dreht sich wieder zu Scully um. Jedenfalls gibt es jetzt eine halbaufgefressene Leiche in New Jersey. Jemand oder Etwas da draußen hat großen Hunger.
Mulder geht zum Wagen und Scully sieht ihm seufzend und resigniert hinterher.
[Anm. v. Cora: Sie weiß schon, was auf sie zukommt ...]

Atlantic City Leichenschauhaus
Mulder und Scully sehen sich das Opfer an während die Pathologin Glenna das Tuch hochhält, das die Leiche bedeckt. Mulder sieht ein wenig grün im Gesicht aus.
GLENNA: Tiere entwickeln manchmal Appetit auf Menschenfleisch, aber das hier war kein Tier. Sehen Sie die Zahnabdrücke unter dem Schlüsselbein? Sie sind menschlich.
Glenna streift ihre Latexhandschuhe ab. Mulder ergreift die Gelegenheit und verlässt den Autopsietisch.
[Anm. v. Cora: Ich find's immer wieder witzig, dass er so ein Problem damit hat, bei der Autopsie dabei zu sein. Wo er doch sonst kein Angsthase ist.]
MULDER: Wer hat die Leiche gefunden?
GLENNA: Ein Parkaufseher.
Scully untersucht während des Gesprächs die Leiche.
SCULLY: Hat er noch gelebt, als es passiert ist?
GLENNA: Er hat zwar eine Schädelfraktur, aber es gibt keine Anzeichen für einen Kampf.
Mulder sieht sich das Kärtchen am Zeh des Opfers an und liest:
CORONER'S DEPARTMENT NAME CROCKETT ROGER CASE NO. 2272 DATE AUG 29 / 93 WHERE TAKEN FROM: N.J. STATE PARK
GLENNA: Sein Blutalkoholpegel war so hoch, dass er wahrscheinlich gar nichts gemerkt hat.
MULDER: Irgendeinen Hinweis auf den Täter?
GLENNA: Nach der Größe der Bissmale zu urteilen würde ich sagen ...
Um die Ecke des Raumes biegt ein stattlicher Mann, Detective Thompson. Er redet leise mit dem Mann neben ihm. ... ein erwachsener Mann.
THOMPSON: Ich tue mein bestes.
GLENNA: Detective Thompson ist zuständig für diesen Fall.
THOMPSON: ( sieht sich etwas unangenehm berührt um) Glenna?
Scully zeigt Thompson ihren Ausweis.
SCULLY: Guten Tag, ich bin Special Agent Dana Scully und das ist Agent Fox Mulder.
THOMPSON: ( überrascht) Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand das FBI hinzugezogen hätte.
MULDER: Wir sind auch nicht in offizieller Mission hier. Agent Scully ist Medizinerin und als wir von Ihrem Opfer hier hörten, dachte sie, sie sieht es sich einmal an.
[Anm. v. Cora: Er kann nicht gut lügen ...]
Scully sieht so aus, als wäre sie am liebsten woanders.
THOMPSON: Es tut mir leid, ich muss Sie bitten zu gehen. Wir führen hier die Untersuchung durch.
GLENNA: Hör mal Tommy, das ist doch kein Grund, gleich eingeschnappt zu sein.
THOMPSON: Dafür sind wir zuständig.
MULDER: Schon irgendwelche Verdächtigen?
THOMPSON: Ich arbeite nicht für Sie, Sir. Und solange Sie vom Generalstaatsanwalt nichts anderes hören, liegt dieser Fall in meinen Händen.
SCULLY: Agent Mulder, wir sollten gehen.
MULDER: Es liegt kein Grund vor, aus der Rolle zu fallen.
THOMPSON: Im Gegenteil. Ich denke, ich bin äußerst höflich gewesen.
Mulder und Thompson starren sich einige Momente lang an bis Mulder schließlich den Raum verläßt.
[Anm. v. Cora: Für mich sieht das aus, als ob 2 Hunde um ihr Revier streiten ... Männer!]

Draussen. Mulder und Scully gehen zu ihrem Wagen.
MULDER: Warum ist der Kerl so verbissen?
SCULLY: Er war doch völlig im Recht. Das FBI hat keine übergreifende Zuständigke

it in einem Mordfall. Sie reagieren doch genauso empfindlich, wenn sich jemand in Ihre Arbeit einmischt.

MULDER: Wahrscheinlich hat er nicht den geringsten Hinweis. Vermutlich kratzt er sich hilflos am Kopf, wenn sie den nächsten Leichnam finden.
SCULLY: Sie haben Ihre Chance verpasst, Mulder. Sie hätten ihn wirklich demütigen können, wenn Sie ihm gesagt hätten, wer Ihrer Meinung nach der Täter war: Der "Teufel von Jersey". ( Mulder lacht)
Die beiden erreichen ihr Auto, Scully bleibt an der Fahrerseite stehen, Mulder an der Beifahrerseite.
MULDER: Was halten Sie davon, wenn wir uns ein Hotel nehmen, eine von diesen Shows ansehen, ein bißchen Kleingeld riskieren und uns in diesem Fall etwas umhorchen.
SCULLY: Sie scherzen, nicht wahr?!
MULDER: Naja, die Show können wir ja weglassen.
SCULLY: Mulder, ich muss nach Washington zurück.
MULDER: Ein Rendevouz?
SCULLY: Nein. Aber ich bin zur Geburtstagsparty meines Patensohns eingeladen. ( Mulder wirft ihr den Autoschlüssel über das Autodach hinweg zu) Was wollen Sie tun?
MULDER: Etwas herumstochern, vielleicht bleibe ich über's Wochenende.
Mulder dreht sich um und überquert die Strasse.
SCULLY: ( ruft ihm hinterher) Dann muss ich ja den ganzen Rückweg alleine fahren ... ( Mulder winkt ihr) ... im Freitagabendverkehr!

Casino
Es sind Leute am Einarmigen Banditen und dem Roulette-Tisch zu sehen. Mulder steht an einem öffentlihe Telefon und blättert im zugehörigen Telefonbuch bis er findet, wonach er sucht:
PARKBEHÖRDE, STAAT NEW JERSEY PARKINFORMATION, ALLGEMEINE AUSKÜNFTE 555 - 9573
Mulder hebt den Hörer ab.

New Jersey Nationalpark
Mulder und der Park Ranger Peter Boulay steigen aus dem Pick-up-Wagen des Rangers aus und gehen ein Stück. Boulay zeigt auf eine Stelle, die wir nicht sehen können.
BOULAY: Ich habe die Leiche gleich da drüben gefunden, mit dem Gesicht auf dem Felsen. Ich habe in 32 Jahren als Parkaufseher schon viele merkwürdige Dinge erlebt, aber sowas wie das hier noch nie.
MULDER: Das Opfer war doch ein Obdachloser. Kommen eigentlich viele von denen hier raus?
BOULAY: Ja, gelegentlich sehe ich welche, aber die meisten von denen haben Angst, in den Wald zu gehen.
MULDER: Angst? Wovor?
BOULAY: Ich weiß nicht. Vor dem "Teufel".
MULDER: Die meisten Leute halten das für ein Märchen.
BOULAY: Kommt drauf an, mit wem Sie reden.
MULDER: Was halten Sie davon?
BOULAY: ( druckst ein wenig herum) Tja, wie ich schon sagte, ich habe in 32 Jahren schon so einige Merkwürdigkeiten erlebt. Wissen sie, ich ... ich habe da einmal ... das wird so ... ungefähr 4 Jahre her sein, etwas gesehen, das ich auf den ersten Blick für einen riesigen Mann hielt, der gerade aus einem Birkenwäldchen kam und der völlig nackt war. Er war ungefähr 20 Meter entfernt und fing auf einmal so komisch zu schnüffeln an, wissen Sie, so wie ein Hund. Und dann sah er genau in meine Richtung. Ich könnte schwören, dass er mich gewittert hat, denn er ist so schnell im Wald verschwunden, dass Sie todsicher wären, dass es kein Mensch war.
MULDER: ( lächelt) Ach ja? Und Sie haben ihn nie wieder gesehen?
BOULAY: Nein. Aber ich kann ihn spüren. Und ... ich fand einiges. Ein paar Exkremente, halb vergraben, wie von einer Katze, nur menschlicher. Und ich habe mal ein zur Hälfte verzehrtes Kaninchen gefunden in dem noch ein menschlicher Eckzahn steckte. Und ein paar Rehknochen, die aussahen, als wären sie als Werkzeug benutzt worden.
MULDER: Meinen Sie, er könnte der Mörder dieses Mannes sein, den Sie hier gefunden haben?
BOULAY: ( lacht verlegen) Naja ... in ein paar Jahren werde ich pensioniert und Sie wissen ja, wenn man was falsches sagt, dann ...
MULDER: ( nickt verständnisvoll) Ja.
BOULAY: Aber eins will ich Ihnen sagen: Ich bin seitdem niemals wieder ohne meine Waffe in den Wald gegangen.
MULDER: Wie weit ist es von hier aus bis zur Stadt?
BOULAY: Ungefähr eine Meile, vielleicht auch anderthalb.
MULDER: Ich bin für die nächsten Tage im Galaxy Gateway abgestiegen. Falls Ihnen noch irgendetwas einfällt, rufen Sie mich an?
BOULAY: Natürlich.
MULDER: Gut. Danke.
Mulder geht den nächsten Waldweg entlang in Richtung Stadt.

Geburtstagsparty von Scully's Patensohn
Kinder mit Gorillamasken laufen von Zimmer zu Zimmer.
KIND: Wo bin ich? Ich kann nichts sehen?
Das Kind läuft gegen eine Wand, fällt um und fängt an zu weinen. Wir sehen Scully um die Ecke biegen, um nachzusehen, was passiert ist.
[Anm. v. Cora: Seid mir nicht böse ... aber ein wenig lustig sah das schon aus :-)]
SCULLY: Oh, ist ja schon gut. Was ist passiert? Hast du dir den Kopf gestoßen? Oooh.
Sie hebt das Kind hoch, nimmt ihm die Maske ab und tröstet es. Ein Hund frisst die Geburtstagstorte, die auf dem Tisch steht während die Kinder danebenstehen und ihn anfeuern. Ellen kommt und hebt den Hund vom Tisch.
[Anm. v. Cora: Erinnert mich flüchtig an unseren Hund ...]
ELLEN: Lass das! Na kommt schon!
Die Kinder laufen raus und Scully kommt mit dem tolpatschigen Kind in den Raum. Was ist denn passiert?
SCULLY: Der Dschungelkrieger hat sich verletzt.
ELLEN: Aaah, ich werd diesen Hund nochmal umbringen.
SCULLY: Nur wenn der Spähtrupp ihn nicht vor dir erwischt.
Die beiden lachen.
ELLEN: Ich bin so froh, dass du mir hilfst, Dana.
Ellen hört klirrendes Glas und läuft hinaus um nachzusehen. Die Kinder sitzen am Tisch und essen, es ist ziemlich laut, Kindergeburtstag halt. Scully hebt einen leeren Teller hoch.
SCULLY: Nicht so laut!
Sie geht weiter in die Küche, wo Ellen bereits Geschirr abwäscht. Scully beginnt abzutrocknen.
SCULLY: Also, du bist wirklich erstaunlich!
ELLEN: Warum?
SCULLY: Du scheinst ein Naturtalent zu sein. Ich weiss nicht, ob ich das alles aushalten würde.
ELLEN: Mütter müssen das können.
SCULLY: Mmmm, dann scheine ich nicht dafür geschaffen zu sein, El.
ELLEN: Dana, du warst auf der FBI-Akademie, ein besseres Training für die Mutterschaft kann es doch gar nicht geben.
Scully sieht Ellen mit einem ironisch Blick an. Nein, ganz ehrlich, du kannst gut mit Kindern, wovon redest du überhaupt?!
SCULLY: Woher soll ich denn die Zeit für Kinder nehmen?
ELLEN: Zuerst musst du anfangen zu leben.
SCULLY: Aaaah.
ELLEN: Und dann suchst du dir einfach den richtigen Mann.
SCULLY: Sowas soll es noch geben?
ELLEN: Ja, aber die verschwinden schneller als der brasilianische Regenwald. Was ist eigentlich mit deinem Kollegen?
SCULLY: Mulder?
ELLEN: Ja, ich dachte, du findest ihn süß.
[Anm. v. Cora: DAS ist ja interessant!]
SCULLY: Er ist ein Trottel. Nein, er ist kein Trottel, er ist ... ( sie fischt nach den richtigen Worten) ... besessen von seiner Arbeit.

Mulder geht noch immer den Pfad entlang. Immer wieder sehen wir ihn durch die Büsche, so als würden wir ihn heimlich beobachten. Mulder wirkt ein wenig so, als ob er etwas davon spüren würde.

Wir sind wieder auf der Geburtstagsfeier von Scullys Patensohn, plötzlich läutet die Türglocke und Scully geht nachsehen. Ein Mann steht vor der Tür.
ROD: Guten Tag.
SCULLY: Hallo.
ROD: Ich bin Rod, Scott's Vater.
SCULLY: Oh, kommen Sie rein.
ROD: Dankeschön. ( zu seinem Sohn) Hallo Tiger. Na, wie geht es dir? Amüsierst du dich gut?
Rod geht zu seinem Sohn und unterhält sich mit ihm. Scully beobachtet ihn und lächelt dabei. Ellen ist am Telefon, legt die Hand über den Hörer und sagt leise zu Scully:
ELLEN: Er ist geschieden.
Scully sieht wieder zu Rod, er dreht sich zu ihr um und lächelt sie an. Scully lächelt nervös zurück und sieht dann weg.

Stadtrand von Atlantic City, 18:47 Uhr
Mulder geht eine Strasse entlang, die ganze Gegend ist ziemlich verwahrlost, überall Müll und kaputte Autos. Man sieht Obdachlose, die in zusammengezimmerten Behausungen leben. Alles sehr trostlos ...
MULDER: Hat hier jemand Roger Crockett gekannt? Er ist vor zwei Tagen ermordet worden.
Niemand reagiert. Mulder spricht eine Frau an, die an ihm vorbeigeht: Ma'am, darf ich Sie ...
Aber sie ignoriert ihn. Schließlich ruft er laut: Hat hier jemand Roger Crockett gekannt?
Ein Obdachloser, Jack, steht auf und geht auf Mulder zu.
JACK: Was wollen Sie denn wissen?
MULDER: Kannten Sie Roger Crockett? ( Jack nickt) Wissen Sie, wie er gestorben ist?
JACK: Ja.
MULDER: Wer das getan haben könnte?
JACK: Sind Sie ein Cop?
MULDER: Nein, vom FBI.
JACK: Ich werde Ihnen etwas zeigen.
MULDER: Ok.
Jack führt Mulder in eine abgelegene Gasse.
JACK: Ich brauche ein bißchen Geld ...
Mulder gibt Jack Geld und Jack kramt daraufhin ein wenig in den Säcken, die am Boden liegen. Es sieht so aus, als ob er hier wohnt. Er zieht ein Stück Papier aus einem der Säcke und reicht es Mulder. Es ist eine Zeichnung von einem offenbar nackten Menschen mit langen Haaren.
MULDER: Was ist das?
JACK: Das hat in einem Jackett gesteckt, das ich gefunden habe.
MULDER: Und haben Sie eine Ahnung, was das sein soll?
JACK: Ich habe es gesehen.
MULDER: Wo?
JACK: Gleich hier, es hat im Abfall gewühlt.
Er deutet auf eine Stelle, einige Meter entfernt.
MULDER: ( überrascht) Hier? Soll das ein Witz sein?
JACK: Ehrlich, ich schwör's Ihnen.

' MULDER:

Was denken Sie, was das war?
JACK: Keine Ahnung, hat mir 'ne Scheißangst gemacht.
MULDER: Hat es noch jemand gesehen?
JACK: Oh ja, die meisten haben ziemlich große Angst.
MULDER: Und warum erzählt keiner der Polizei davon?
JACK: Glauben Sie, die wissen das nicht?
Mulder nickt verständnisvoll und sieht sich kurz um ... er denkt nach.
MULDER: Wo übernachten Sie heute?
JACK: Sie stehen in meinem Schlafzimmer.
MULDER: Kennen Sie das Galaxy Gateway Hotel?
Mulder gibt Jack seinen Zimmerschlüssel. Zimmer 756. Na nehmen Sie schon.
Ein Lächeln erscheint auf Jack's Gesicht.
JACK: Ist da auch 'ne Minibar?'
MULDER: ( lacht) Ja, natürlich.
Jack dreht sich um und geht, Mulder sieht ihm kurz nach und blickt dann wieder auf das Bild.

Es ist Nacht, Mulder sitzt in eine Decke gewickelt in Jack's Behausung. Als er versucht zu schlafen hört er Geräusche, er steht auf und sieht sich um. Dabei bemerkt er jemanden, der im Abfall herumwühlt. Die Person schnüffelt und scheint ihn gerochen zu haben, springt über einen Zaun und verschwindet. Mulder läuft hinterher, springt auf den Zaun und sieht die schemenhafte Figur nochmal vorbeilaufen. Er dreht sich um, läuft auf die Strasse hinaus und sieht sie über das Dach eines Gebäudes laufen. Er pfeift, die Figur bleibt stehen und sieht zu ihm herunter. In diesem Moment tauchen zwei Polizeiautos hinter Mulder auf, er dreht sich um und die Schweinwerfer blenden ihn. Die Autos stoppen, ein Polizist steigt aus und geht zu Mulder.
POLIZIST: Sir.
MULDER: ( zeigt auf das Dach) Da ist ein Mann oben auf dem Dach!
POLIZIST: Davor brauchen Sie sich doch nicht zu fürchten. Jetzt müssen Sie erstmal Ihren Rausch ausschlafen.
Der Polizist greift nach Mulder's Arm, aber Mulder schüttelt ihn heftig ab.
MULDER: He, Finger weg.
POLIZIST: Beruhigen Sie sich.
Während sie noch miteinander sprechen taucht ein weiterer Polizist neben ihnen auf. Mulder dreht sich wieder um, doch es ist niemand mehr auf dem Dach zu sehen.
MULDER: Ich sage Ihnen, da ist ein Mann auf dem Dach!
POLIZIST: Steigen Sie in den Wagen ein, sofort!

Atlantic City Police Department
Detective betritt den Verhörraum, in dem Mulder an einem Tisch sitzt.
THOMPSON: ( seufzt) Was haben Sie hier eigentlich zu suchen?
MULDER: Ich genieße das Nachtleben in Ihrem wunderschönen Atlantic City.
THOMPSON: Ich kann auch gleich zur Staatsanwaltschaft gehen wenn's sein muss. Sie behindern unsere Untersuchung und verhalten sich ordnungswidrig.
Er geht um den Tisch herum und bleibt Mulder gegenüber stehen.
MULDER: Das ist gut, lassen Sie uns doch gleich gemeinsam hingehen, dann können wir auch gleich über das Zurückhalten von Beweisen reden.
THOMPSON: Was soll denn das bedeuten?
MULDER: Ich spreche von Aussagen, die Ihnen gegenüber gemacht worden sind über etwas, das nachts durch die Straßen schleicht.
THOMPSON: Und deswegen hat man mich nachts um drei von meinem Angelausflug hergeholt? Unglaublich!
MULDER: Und warum fahren bei Ihnen die Streifenwagen die ganze Nacht? Sie wissen, dass es da draußen ist!
THOMPSON: Da draußen treibt ein Mörder sein Unwesen. Ob das nun Hannibal der Kannibale ist oder sonst jemand. Ich habe die Aufgabe, die Menschen davor zu beschützen.
MULDER: Ach, ist das Ihre Aufgabe? Sollen Sie nicht vielmehr dafür sorgen, dass die Würfel und die Touristenbusse rollen? Wenn Sie nicht dafür sorgen, dass die Casinos voll sind, verschwindet diese Stadt wie ein Vierteldollar im Spielautomaten. ( Thompson sieht ertappt aus ... Mulder hat wohl den Nagel auf den Kopf getroffen) Ich habe es gesehen.
THOMPSON: Gesehen, was?
Mulder greift in seine Hosentasche, holt die Zeichnung hervor und reicht sie Thompson. Dieser schaut kurz darauf, guckt dann Mulder ungläubig an und lacht. Sie haben wohl zu lange an einer Supermarktkasse angestanden!
Thompson legt die Zeichnung wieder zusammen und wirft sie auf den Tisch, immer noch lachend. Diese Geschichten sind so alt wie der Atlantik.
MULDER: Wer trägt die Verantwortung, wenn Sie Ihren ersten Touristen verlieren, Detective? Sie tragen sie.
THOMPSON: Nein, Sie Sir! Weil Sie meine Zeit verschwenden und mich daran hindern, diesen Fall zu lösen.
Er geht wieder zur Tür, öffnet sie und bleibt nochmal stehen. Wenn Sie auf Safari gehen wollen fahren Sie nach Afrika. Und inzwischen wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende.
Er grinst nochmal hämisch und verlässt dann den Raum. Mulder lacht ironisch, legt dann seinen Kopf in die linke Hand und seufzt.

FBI-Hauptsitz, Washington, D.C.
Als Scully das offene Büro durchquert, ruft plötzlich eine Frau hinter einem Schreibtisch nach ihr.
AGENTIN: Agent Scully, Agent Mulder auf Leitung drei.
Scully nimmt das Telefon auf dem Tisch neben ihr ab.
SCULLY: Wo sind Sie?
MULDER: Ganz in der Nähe der Stelle von wo Sie mich verlassen haben.
SCULLY: Sie sind also noch in Atlantic City?
MULDER: Äh, Scully, haben Sie heute vormittag schon was vor?
SCULLY: Was ist das für ein Geräusch im Hintergrund?
Mulder steht neben einer Gefängniszelle am Münztelefon. Hinter ihm in der Zelle kniet ein Mann am Boden und übergibt sich lautstark.
MULDER: Da kotzt sich nur einer aus.
Er sieht so aus, als ob es ihm ein wenig peinlich ist.
SCULLY: ( völlig baff) Mulder, sind Sie in einer ... Ausnüchterungszelle?
Ein Agent sieht neugierig zu Scully auf, sie dreht sich von ihm weg.
MULDER: Glauben Sie vielleicht, ich lasse jemanden in mein Hotelzimmer kotzen?

Atlantic City
Mulder und Scully gehen eine Strasse entlang, Mulder sieht ein wenig schmuddelig aus mit einem Dreitagebart und zerstrubbelten Haaren.
SCULLY: Jetzt verstehe ich langsam, warum man Sie für einen Vagabunden gehalten hat.
[Anm. v. Cora: Ich glaub, Scully genießt die ganze Situation. Das kann sie ihm jetzt ewig vorhalten.]
MULDER: Wollen Sie mich runterputzen oder was mit mir essen gehen?
SCULLY: Und ich bezahle? Oder haben Sie sich bei der Gelegenheit gleich ein bißchen Kleingeld erbettelt?
[Anm. v. Cora: Oh ja, sie genießt es definitiv.]

Restaurant
Wir sehen, wie ein Kuchen von der Ablage genommen und weggetragen wird, dahinter sind Mulder und Scully zu sehen, die an einem Tisch sitzen. Mulder isst sein reichhaltiges Frühstück während Scully nur Kaffee trinkt. Während der ganzen Szene stopft Mulder das Essen in sich hinein und redet mit vollem Mund.
[Anm. v. Cora: Was eine Nacht im Gefängnis aus einem zivilisierten Mann machen kann ...]
MULDER: Es bewegt sich wie eine Katze, schnell und anmutig. Jedenfalls hätte kein Mensch so schnell auf das Dach kommen können.
SCULLY: Mulder.
MULDER: Was denn?
SCULLY: Was geschieht, wenn das FBI von diesen Vorfällen erfährt?
MULDER: Sie haben die Anklage fallen lassen. Dieser Thompson hat mich nur aus Boshaftigkeit eingebuchtet.
SCULLY: Ich spreche von dieser "Teufel von Jersey"-Sache.
MULDER: ( enthusiastisch) Ich habe es gesehen, es sieht genauso aus, wie der Förster es beschrieben hat, so wie es sich bewegt und geschnüffelt hat.
[Anm. v. Cora: Der Ranger ist in der deutschen Synchronisation ein einfacher Förster ... klingt irgendwie armselig.]
SCULLY: Achso.
MULDER: Es kam aus dem Wald, vermutlich suchte es Nahrung.
SCULLY: ( ironisch) Ja, klingt logisch.
MULDER: Es durchwühlte die Abfälle. Wenn es ein Menschenfresser war, warum ging es dann nicht auf mich los? Hat sich vermutlich bedroht gefühlt oder so.
SCULLY: ( ein wenig ärgerlich) Mulder, jetzt hören Sie doch auf, wir reden ja jetzt schon von Motiv und Alibi. Dieses Ding hat den Arm eines Menschen abgenagt, das ist nicht gerade das, was man Verteidigungshaltung nennt.
MULDER: Aber Sie glauben mir doch, dass ich etwas gesehen hab?
SCULLY: Dass Sie ( irgendetwas) gesehen haben glaube ich, aber das möchte ich nicht an die große Glocke hängen. Nicht solange das nicht mehr ist, als nur ein Schatten in einer dunklen Gasse.
MULDER: Ich habe hier immer noch ein Hotelzimmer.
SCULLY: Tja, aber ich muss um halb acht wieder in Washington sein, also wenn sie -
MULDER: Noch ein Geburtstag?
[Anm. v. Cora: Er tut so, als sei er völlig desinteressiert.]
SCULLY: Nein. Eine Verabredung.
[Anm. v. Cora: Ja! Würgs ihm rein!]
Mulder sieht Scully an.
MULDER: Können Sie absagen?
SCULLY: Wissen Sie, im Gegensatz zu Ihnen möchte ich ein bißchen leben.
MULDER: Ich lebe sehr gut.
Mulder und Scully sehen sich an, Scully fängt an zu lächeln und dreht sich schließlich mit einem Lacher weg.
SCULLY: Kommen Sie, ich möchte Sie auf dem Heimweg noch jemandem vorstellen. Na, mal los!
Mulder hat offenbar noch nicht genug gegessen weil er in den letzten Sekunden noch so viel wie möglich in sich reinstopfen will.
MULDER: Warten Sie!

Universität von Maryland
Mulder gießt Kaffee in eine Tasse und dreht sich dann zu den anderen um. Scully lehnt an einem Tisch, die Arme verschränkt, neben ihr steht Dr. Diamond und spricht.
DIAMOND: Fast jede Kultur hat einen Yeti, Sasquatch, der russische Almas, der Sonnequat.
MULDER: Wie kommt das?
DIAMOND: Das ist so eine Art weltweiter Wilder-Mann-Mythos. Die symbolische Furcht vor der Doppelnatur des Menschen, der sowohl Leben erschafft als auch zerstört.
MULDER: ( deutet auf ein Plakat an der Wand) Was für eine Karte ist das?
align

="right" | DIAMOND:

Das ist die Geschichte des ersten Auftretens von Menschen auf jedem Kontinent und die Auswirkungen auf die jeweilige Tierwelt die, wie sie sehen können, katastrophal waren.
MULDER: Warum?
DIAMOND: Nun, wir Menschen haben durch die Evolution hindurch Merkmale vererbt, die sich als äußerst zerstörerisch erwiesen haben. Wir neigen zu ausgeprägtem Stammes- und aggressivem Territorialverhalten, wir werden geleitet durch einen starken Sexual- und Arterhaltungstrieb, die uns Menschen eine Kooperation über die Familie oder den Stamm hinaus äußerst schwierig machen.
MULDER: Also töten wir andere Arten um zu überleben?
SCULLY: Ja, Menschen sind die größten Fleischfresser. Wir stehen am Ende der Nahrungskette und wir schränken die Überlebenschancen anderer Arten ein.
DIAMOND: ( lächelt) Schön zu wissen, dass Sie nichts von alldem vergessen haben.
MULDER: Aber was ist, wenn etwas in der Nahrungskette über uns tritt?
DIAMOND: Das wird nicht passieren. Durch unsere Intelligenz ist das so gut wie ausgeschlossen. Mal abgesehen vom Auftreten einer ausserirdischen Lebensform werden wir bis zum Ende unserer Tage die Welt beherrschen.
MULDER: Aber ... aber was wäre, wenn durch eine Laune der Natur ein Mensch geboren würde, der zurückfiele auf seine animalischen Instinkte, eine Art raubtierhafter Neandertaler. Würde der nicht einen Platz über uns einnehmen in der Nahrungskette?
DIAMOND: Na sicher, er müsste uns nur vor einem dieser Fastfood-Restaurants auflauern und uns fressen bevor wir reingehen, stimmt's?!
MULDER: Ja, und hat es nicht Fälle gegeben, wo Menschen in der Wildnis von Tieren aufgezogen wurden und nicht sprechen konnten und wie Raubtiere jagten?
DIAMOND: Oh ja, mehrere. Aber Kannibalismus ist selten, selbst unter den niedrigen Säugetieren.
MULDER: Aber wenn sie sonst verhungern würden - könnte das sein?
DIAMOND: Naja, vielleicht im Dschungel von Neuguinea ... ( lacht) ... es ist ganz einfach höchst unwahrscheinlich, dass so etwas in den Wäldern von New Jersey die Zivilisation und Evolution überlebt haben könnte.
MULDER: Höchst unwahrscheinlich, aber wäre es unter bestimmten Umständen vorstellbar?
DIAMOND: Tja, das wäre ein wissenschaftlich ungemein interessanter Fall.
Mulder dreht sich zu Scully um die ihn kurz ansieht und dann wegguckt.

Mulder sitzt am Schreibtisch seines Büros und sieht sich verschiedene Bilder an, die alle etwas mit Bigfoot oder dem "Teufel von Jersey" zu tun haben. Es sind Bilder von Fußabdrücken und Zeichnungen der Kreaturen.

Scully sitzt mit Rod in einem Restaurant, beide sind förmlich gekleidet.
[Anm. v. Cora: Wer um Gottes willen hat da die arme Scully eingekleidet? Das Oberteil sieht aus, als ob's aus einem Vorhang geschneidert wurde ... gräßlich.]
ROD: Ganz schlimm wurde es, als meine Frau wieder geheiratet hat. Ich hatte das Gefühl, als müsste ich um die Aufmerksamkeit meines Sohnes kämpfen. Das war unheimlich.
SCULLY: Ich verstehe.
ROD: An den Wochenenden wurde ich zum Superdaddy für Scott. Ich hatte die unbewußte Furcht, ersetzt zu werden. Ich hatte sogar Träume, in denen ich seinen Stiefvater mit dem Auto überfuhr.
Scully lächelt gezwungen. Das verstehen Sie erst, wenn Sie selber Kinder haben. Wenn man Kinder hat, ändert sich alles.
SCULLY: Das habe ich auch schon gehört.
ROD: Vielleicht könnten wir an einem Wochenende Ihrer Wahl mit den Kindern zum Strand fahren.
Das Essen wird serviert.
SCULLY: Ja, gern.
ROD: Großartig.
Scully sieht Rod an und lächelt. Der Kellner stellt den Teller vor Rod ab.
ROD: Danke. Also, darf ich Sie nach dem Fall fragen, an dem Sie arbeiten oder dürfen Sie nichts sagen?
Scully will gerade ihre Gabel zum Mund führen und sieht kurz zu Rod, der gerade sein blutiges Steak schneidet.
SCULLY: Also ... ( kurze Pause) ich denke, wir sollten diesen Fall nicht beim Essen diskutieren.
Sie schiebt das Essen auf der Gabel in ihren Mund.
ROD: Dann wollen Sie vermutlich auch nichts über die fiesen Methoden eines Anlageberaters hören?
Scully sieht auf und lächelt.

Mulder nimmt seine Brille ab und reibt sich die Augen. Er sieht auf eine Uhr, die an der Wand hängt, es ist 19:55 Uhr. Als das Telefon läutet nimmt Mulder ab.
MULDER: Mulder.
BOULAY: Agent Mulder, hier ist Peter Boulay von der Jersey Naturparkverwaltung.
MULDER: Oh ja, hallo.
Jetzt sehen wir Boulay, der in seinem Pick-up sitzt.
BOULAY: Hallo. Ich habe heute wieder eine Leiche im Wald gefunden. Sieht aus, als wäre der Mann schon sechs bis acht Monate tot. Er ist langhaarig und ihm fehlt genau der Zahn, den ich damals in diesem Kaninchen fand. Das ist vielleicht Ihr "Teufel".
MULDER: ( aufgeregt) Und wo ist die Leiche jetzt?
BOULAY: Ich habe sie der Gerichtsmedizin übergeben.
MULDER: Und es ist sicher ein Mann?
BOULAY: Naja, er hatte das ganze Zubehör.

ROD: Darf ich mal?
Rod nimmt das Milchkännchen und giesst etwas davon in seinen Kaffee.
[Anm. v. Cora: Für mich sieht Scully schon ein wenig gelangweilt aus.]
SCULLY: Hhmmm.
Scully's Pieper klingelt. Tut mir leid.
Sie öffnet ihre Handtasche und sieht auf den Pieper. Sie schließt die Tasche wieder und steht auf. Entschuldigen Sie mich.
ROD: Natürlich.

Mulder's Telefon läutet.
MULDER: Scully.
SCULLY: Mulder.
MULDER: Entschuldigen Sie, dass ich Sie in ihrem Abendprogramm störe.
Scully ist am Telefon im Restaurant.
SCULLY: Ach, schon gut. Was gibt's?
MULDER: Ich hatte eben einen erstaunlichen Gedanken. Vielleicht ist es gar kein menschenfressender Mann, nach dem wir suchen.
Mulder sieht sich eine Zeichnung des Bigfoot an.
[Anm. v. Cora: Ich glaub, ich kenn die Zeichnung aus einem Fernsehbericht über Bigfoot ... egal.]

Atlantic City Leichenschauhaus
Glenna durchforstet Akten in einem Schrank und nimmt schliesslich eine heraus. Sie kehrt zurück zu Mulder, Scully, Dr. Diamond und Boulay.
GLENNA: Tja, wenn die Leiche abgeholt wurde, hat das hier niemand vermerkt. Ich hab sie jedenfalls nicht gesehen.
BOULAY: Das verstehe ich nicht. Was soll denn sonst damit passiert sein?
SCULLY: ( zu Dr. Diamond) Ich fürchte fast, wir haben Sie umsonst hierhergerufen.
MULDER: Da versucht doch jemand, die Sache zu verheimlichen.
DIAMOND: Wieso denn?
MULDER: Wenn das an die Öffentlichkeit dringt, sind die Strassen hier bald voll von Leuten die nicht herkommen um zu spielen. Wenn sich rumspricht, was hier frei rumläuft ist es bald aus mit der Stadt.
DIAMOND: Und es war weiblich?
MULDER: Der Körper, der gefunden wurde war männlich, es ist gut möglich, dass er eine Partnerin hatte, aber genau werden wir es nie wissen ehe wir es nicht selbst herausfinden.
DIAMOND: Falls das wahr ist, wie stehen die Chancen, es lebend zu fangen?

Obdachlosen-Gasse
Mulder zerschneidet einen Zaun, der die Strasse von dem dahinterliegenden Gebäude trennt, auf dem er das letzte Mal das Wesen gesehen hat.
DIAMOND: Wenn es ein Primat ist, müsste es eine natürliche Höhenangst haben. Und es würde sich gerne in der Nähe seiner Nahrungsquelle aufhalten.
Mulder tritt durch den Zaun und hält ihn für Scully, Dr. Diamond und Boulay auf. Boulay trägt ein Gewehr.
MULDER: Dieses Ding hat keine Höhenangst. Wir fangen am besten mit den unteren Stockwerken an. Wie lange wirkt die Betäubung?
BOULAY: Damit kann ich einen ausgewachsenen Bären eine Stunde lang flachlegen. Vorausgesetzt, ich treffe.
Sie betreten das verlassene Gebäude und sehen sich vorsichtig um, man sieht zerbrochene Fenster und kaputte Gegenstände.

Draussen fährt ein Polizeiwagen vorbei und hält an, als einer der Polizisten Boulays Pick-up entdeckt. POLIZIST1: Was macht denn ein Fahrzeug der Forstaufsicht hier?
2. POLIZIST: Keine Ahnung. POLIZIST1: Das überprüfen wir mal.
Die beiden steigen aus. Einer entfernt sich vom Auto, während der andere über Funk Bericht erstattet.
2. POLIZIST: Achtung, Zentrale ...

Wir sehen nun wieder die vier im Gebäude, alle sehen sich um. Dr. Diamond stöbert in einem Müllhaufen als er etwas entdeckt. Er hockt sich hin, nimmt ein Stück Stoff und riecht daran.
DIAMOND: Ich habe etwas gefunden!
Die anderen versammeln sich um ihn. Das ist Blut. Vielleicht hat sie ihre Beute hierhergebracht. Oder sie ist verletzt.

Man sieht einen Officer vom S.W.A.T.-Team der sich umsieht, er hat eine Maschinenpistole.
OFFICER: Roger, Zebra-Team in Position.
Weitere Officer des S.W.A.T.-Teams verteilen sich um das Gebäude, einer davon gibt den anderen Anweisungen mittels Handzeichen.

Drinnen sehen sich die vier immer noch um, sie steigen dabei die Treppen hinauf. Mulder steht an einem Geländer und sieht hinunter, Scully kommt zu ihm.
MULDER: Was ist, wenn es wirklich weiblich ist, Scully? Wie ähnlich ist sie Ihnen oder mir? Hat sie Gefühle? Oder verbringt sie ihre Tage nur mit Nahrungssuche?
Sie wandern weiter.
SCULLY: Vielleicht verbringt sie ihre Tage damit, einzukaufen.
MULDER: ( lacht) 8 Millionen Jahre Evolution ... ich glaube, wir haben uns nicht sehr verändert.

Das S.W.A.T.-Team ist jetzt im Gebäude und läuft leise durch die Gänge.

SCULLY: Mulder, wir haben Menschen in den Weltraum geschickt, wir bauen Computer, die schneller arbeiten als das menschliche Gehirn.
MULDER: Während wir die Welt überbevölkern und neue Technologien schaffen, um uns gegenseitig umzubringen. Vielleicht sind wir nur Bestien mit großen Gehirnen.
Scull

y bleibt stehen, scheint zu überlegen und lacht dann auf. Was ist?

SCULLY: Nein, ich dachte nur ... an die Geburtstagsparty meines Patensohnes. Wie diese sechsjährigen Jungen herumgerannt sind. Da wir grade über primitives Verhalten reden.
Beide lachen, hören dann aber die Stimme von Thompson. Mulder sieht wieder über das Geländer.
THOMPSON: Sein Name ist Mulder und er ist FBI-Agent. Haben Sie schon von Ihm gehört?
DIAMOND: Nein.
Unten stehen Thompson, Dr. Diamond, Boulay und mehrere Polizisten.
THOMPSON: Kennen Sie ihn?
DIAMOND: Nein.
Mulder bedeutet Scully ruhig zu sein. Sie entfernen sich leise.
THOMPSON: Was tun Sie dann hier?
DIAMOND: Ich bin Professor der Anthropologie.
THOMPSON: "Mulder" - kommt der Name Ihnen nicht bekannt vor? Ich weiss genau, dass er hier irgendwo ist. ( zum S.W.A.T.-Officer) Würden Sie oben mit ein paar Leuten nachsehen? Ich will, dass dieses Gebäude von oben bis unten durchsucht wird.
OFFICER: Ausschwärmen, Leute! Durchkämmt das Gebäude!

Mulder durchsucht einen Raum als er ein Geräusch hört und sich Richtung Fenster dreht. Dahinter sieht man schemenhaft eine Figur vorüberlaufen. Mulder sprintet rasch in den nächsten Raum, man hört leise Scully's Stimme.
SCULLY: Mulder? Mulder wo sind Sie?
Mulder schaut aus dem Fenster und sieht die Figur in einiger Entfernung vorbeilaufen. Scully geht einen Korridor entlang. Mulder landet auf dem Dach eines anderen Gebäudes, rollt sich ab und läuft weiter. Scully sieht aus dem Fenster und erkennt Mulder, wie er über das Dach läuft. Sie folgt ihm und landet ebenfalls auf dem Dach des anderen Gebäudes, rollt sich ab und läuft weiter.

Mulder kriecht leise auf allen vieren als die schemenhafte Figur nahe an ihm vorbeiläuft. Er läuft ihr schnell hinterher und erreicht ein dunkles Gebäude. Er läuft die Treppen hinunter, wird auf seinem Weg aber immer langsamer, vorsichtiger. Er kommt in einen dunklen Raum, das einzige Licht fällt durch einen Ventilatorschacht. Mulder sieht sich um. Plötzlich wird er von der Kreatur angesprungen und fällt auf den Rücken, er bleibt schwer atmend liegen. Über ihm taucht eine Figur aus der Dunkelheit auf - wir sehen jetzt, dass es eine nackte, schmutzige Frau mit langen Haaren ist. Sie sitzt auf ihm und scheint an ihm zu schnuppern. Mulder bleibt abwartend liegen während sie ihn betrachtet.
Scully kommt nun ebenfalls langsam die Treppen herunter, ihre Waffe bereit und vor sich ausgestreckt.
Die Frau zieht sich langsam von Mulder zurück und er versucht sich vorsichtig aufzurichten. Er scheint völlig fasziniert zu sein. Offenbar jagt er ihr Angst ein, sie schlägt ihn hart und er fällt zurück auf den Boden. Scully ist am Fuß der Treppe angekommen und hat die Geräusche gehört.
Die Frau läuft weg und Scully rennt schnell die letzten Stufen hinunter.
MULDER: Scully.
Mulder setzt sich auf, als Scully den Raum betritt. Sie steckt ihre Waffe weg und hockt sich sofort neben Mulder nieder.
SCULLY: Lehnen Sie sich zurück. Mulder, Sie sind verletzt.
Sie öffnet seine Jacke und untersucht ihn.
MULDER: ( immer noch wie gebannt) Sie hätten sie sehen sollen. Sie war wunderschön.
[Anm. v. Cora: Typisch Mann ... Hauptsache 'ne nackte Frau ...]
SCULLY: Ja, sie hat Ihnen fast die Lunge rausgerissen.

Draussen
Mulder sitzt in einem Rettungswagen und wird medizinisch versorgt. Scully und Dr. Diamond reden beide mit Mulder.
MULDER: ( aufgeregt) Sie hätte mir den Kopf abreissen können, Scully, aber sie tat es nicht, weil sie spürte, dass ich keine Gefahr war.
SCULLY: ( spricht am Handy) Ja, ich möchte mit jemandem sprechen, der uns diesen Fall übertragen kann. Mulder!
MULDER: ( zu Dr. Diamond) Was?
DIAMOND: Wie alt würden Sie sie schätzen?
MULDER: ( zu Scully) Was?
SCULLY: Der Staatsanwalt telefoniert grade mit dem FBI und möchte wissen, was zum Teufel hier in Atlantic City vorgeht.
MULDER: Sagen Sie ihm, dass hier eine echte Neandertalerin frei rumläuft. ( wieder zu Dr. Diamond) Sie war jung. Ich weiss auch nicht, es ist schwer zu sagen ... ( wieder zu Scully) Was?
SCULLY: Das Atlantic City Police Department hat sich darüber beschwert, dass wir eine Morduntersuchung gefährden würden.
MULDER: Das ist doch großer Quatsch, sie sollen ...
Boulay nähert sich dem Rettungswagen.
BOULAY: Agent Mulder, sie wurde in einem Gebäude in die Enge getrieben.
MULDER: Los, gehen wir.
Mulder wimmelt den Sanitäter ab und folgt den anderen.

Das S.W.A.T.-Team hat die Frau in dem Gebäude in die Enge getrieben, ein Officer spricht über Funk.
THOMPSON: Können Sie es sehen?
OFFICER: Es hat sich verkrochen.
THOMPSON: Schicken Sie alle Männer da rein.
OFFICER: Zu Befehl!
THOMPSON: Schaffen Sie diese Leute hier weg!
Zwei Polizisten halten Mulder fest und kommen dabei an seine Wunde - er stöhnt auf und sein Hemd tränkt sich beinahe sofort mit Blut.
MULDER: Nehmen Sie sie lebendig fest!
THOMPSON: Was geht da drinnen vor?
OFFICER: Einer meiner Männer ist verletzt! Eine nackte Frau ist gerade aus einem Fenster der zweiten Etage gesprungen. Die Verdächtige rennt in Richtung Süden, in den Wald!

New Jersey State Park
Polizisten mit Suchhunden durchsuchen den Wald. Mulder, Scully, Dr. Diamond und Boulay fahren im Pick-up in den Wald. Sie halten an und verlassen den Wagen.
BOULAY: Ich kenne den Wald. Wenn sie Deckung sucht wird sie unten bei den Felsen sein.
Sie gehen weiter in den Wald hinein. Die vier erreichen einen Felsen oberhalb des Flusses, Boulay entdeckt die Frau am Ufer.
BOULAY: Sehen Sie, da!
MULDER: Treffen Sie von hier aus?
BOULAY: Ich versuch's.
Boulay ziehlt auf die Frau, schießt und trifft sie mit dem Betäubungspfeil in die rechte Schulter. Sie zieht den Pfeil heraus und läuft weiter. Die vier laufen hinunter zu einer Brücke und überqueren sie. Unter der Brücke taucht Thompson auf. Die anderen laufen weiter über die Brücke, als sie einen Schuß hören und runter zum Ufer laufen.
1. SWAT: Wer hat da geschossen? War das einer von unseren Leuten?
2. SWAT: Ja, das war ich! Ich hab es erschossen!
3. SWAT: Ja, sieh mal, da vorne liegt es!
4. SWAT: Es hat versucht, mir den Arm abzureißen.
2. SWAT: Ja, wenn ich nicht geschossen hätte, hätte er dran glauben müssen.
Ein Mann sitzt am Boden, seine Schulter ist verletzt. Mehrere Polizisten stehen um ihn herum. Mulder erreicht sie und kniet sich neben der Leiche der Frau nieder. Sie liegt auf dem Bauch, teilweise von Laub bedeckt. Er streicht sanft die Haare von ihrem Gesicht zurück und schließt ihre Augen. Er sieht sie noch einen Moment traurig an, steht schließlich auf und geht zu Thompson.
MULDER: Warum mussten Sie sie töten?
THOMPSON: ( kalt) Weil man tollwütige Tiere nunmal töten muss.
Mulder starrt ihn wortlos an, Scully geht zu ihm und berührt seinen Arm. Er sieht zu ihr auf und folgt ihr dann, als sie weggeht. Boulay sieht zuerst Thompson an und dann seufzend auf die Leiche.

FBI-Hauptquartier, Washington, D.C.

Büro der X-Akten, Eine Woche später

Mulder sieht sich Fotos von der Leiche der Frau an, heftet sie dann in eine Akte und legt diese in den Aktenschrank. Scully kommt ins Büro, in der Hand eine Tasche und eine Akte.
SCULLY: Hallo. Das ist gerade gekommen.
Sie gibt ihm mehrere Zettel. Es ist der Obduktionsbefund dieser Frau aus der Wildnis. Es wurden Fragmente menschlicher Knochen in ihrem Verdauungstrakt gefunden. Sie muss zwischen 25 und 30 Jahre alt gewesen sein und die Untersuchung, die Dr. Diamond inzwischen durchgeführt hat ergab nichts, was auf eine prähistorische Knochenstruktur oder Physiologie schliessen lässt. Die Polizei von Atlantic City hat sie als eine unbekannte Tote registriert. Und sie haben angefangen, in psychiatrischen Anstalten nach ihrer Identität zu forschen.
MULDER: ( sarkastisch) Viel Glück.
SCULLY: Sie haben auch die Untersuchungsergebnisse des männlichen Toten veröffentlicht. Sein Alter schätzt man auf ungefähr 40 Jahre.
MULDER: Sie müssen Nachkommen haben.
SCULLY: Die medizinische Untersuchung des Uterus der Frau hat ergeben, dass sie schon mal entbunden haben muss.
MULDER: Sie hat bloß versucht, ihre Kinder zu beschützen, das ergibt einen Sinn.
Mulder steht auf und nimmt seine Jacke, die hinter der Tür hängt. Der Mann stirbt und sie kommt auf der Suche nach Nahrung aus dem Wald.
SCULLY: Mulder, würden Sie mir einen Gefallen tun? Wieso gehen sie nicht ein paar Bier trinken und nehmen den Tag frei? Ich kann für Sie einspringen! Sie sollten mal so richtig abschalten.
[Anm. v. Cora: Ich hab irgendwie das Gefühl, sie will ihn loswerden ...]
MULDER: Danke für das Angebot, aber ich habe eine Verabredung mit einem Ethnologen und ich kann es kaum erwarten, ihm davon zu erzählen.
Das Telefon läutet. Mulder hebt ab. Mulder? Ja, eine Sekunde ... es ist für Sie.
Er hält Scully den Hörer hin.
Scully nimmt das Telefon und Mulder verläßt das Büro.
SCULLY: Hallo?
ROD: Hallo Dana, hier ist Rod.
SCULLY: Oh, hallo.
ROD: Ich will Sie nicht bei der Arbeit stören, aber ich habe heute Scott und ich dachte, wir könnten zusammen in den Zirkus gehen. Wenn Sie wollen, können wir auch noch Ellen und Trent mitnehmen.
Mulder steht bereits wieder vor dem Tresen, um ein Auto anzufordern.
MULDER: Anforderung für ein Auto bitte, Fran. Danke.
Mulder füllt das Formular aus, als Scully zu ihm tritt. ( versucht, desinteressiert zu klingen) Wer war das am Telefon?
SCULLY: Ein Mann.
MULDER: Sieh an. Derselbe, mit dem Sie neulich abend ausgegangen sind?
SCULLY: Derselbe.
MULDER: Werden Sie wieder mit ihm ausgehen?
SCULLY: Das denke ich nicht.
MULDER: Kein Interesse?
Mulder überreicht Fran das ausgefüllte Formular.
SCULLY: Nein, diesmal nicht.
Fran übergibt Mulder die Autoschlüssel.
MULDER: Danke, Fran.
Mulder geht durch das Großraumbüro in Richtung Ausgang, Scully folgt ihm. Wohin wollen Sie?
SCULLY: Ich begleite Sie zu diesem Ethnologen.
MULDER: Kein Privatleben, Scully?
SCULLY: Machen Sie nur so weiter und ich schlage zu wie diese Menschenfresserin.
Scully bleibt an der Tür stehen und nimmt den Türgriff.
MULDER: Und das nach acht Millionen Jahren Evolution ...
Scully öffnet die Tür.
SCULLY: ... nun sehen Sie mal, wer die Tür aufhält.
Mulder geht durch die Tür, gefolgt von Scully.
[Anm. v. Cora: Ich liebe dieses Gespräch!]

New Jersey State Park
Ein Mann und ein Junge wandern mit Rucksäcken einen Waldpfad entlang. JUNGE: Dad, hast du da auch gerade etwas gesehen?
VATER: Wo? JUNGE: ( deutet in den Wald) Da drüben.
VATER: Nein, ich bin sicher, da war nichts. JUNGE: Doch, ich habe etwas gesehen!
VATER: Hey, kennst du schon die Geschichte vom "Teufel von Jersey"? Weisst du, als ich ein Junge war, hat mir mein Dad erzählt, dass hier draußen in den Wäldern eine Kreatur gelebt ...
Vater und Sohn verschwinden aus dem Blickfeld und die Kamera schwenkt nach unten zu einer kleinen Höhle unter dem Pfad. Aus der Höhle taucht der Kopf eines kleinen Mädchens auf ... das Kind des "Teufels von Jersey".


Mitgeschrieben von:

  • Betaleser: Katherine (http://www.messerfrau.net)
  • Überarbeitung: Katherine
  • Bemerkungen: Feedback willkommen!
  • (Unnötige) Anmerkungen: ebenfalls von Cora :-)